Girocard 2026: Kosten, Ausland, Online-Zahlung und was sich 2027 ändert
Die girocard ist die Bankkarte zum deutschen Girokonto, früher EC-Karte genannt – und sie wird nicht abgeschafft, sondern bekommt 2027 neue Funktionen wie Zahlungen in Händler-Apps und Kautionen beim Mietwagen. Laut EURO Kartensysteme wurde sie im ersten Halbjahr 2026 rund 4,21 Milliarden Mal eingesetzt, rund 100 Millionen Karten sind im Umlauf. Wer gerade verunsichert ist, ob die vertraute Karte bald im Alltag nicht mehr funktioniert, findet hier Kosten, Auslandseinsatz, Online-Zahlung und die Neuerungen im Überblick. Stand: Oktober 2026.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Die girocard ist eine Debitkarte des deutschen Kartensystems der Banken und Sparkassen, seit 2007 der offizielle Name der EC-Karte.
- 90 Prozent der Befragten mit Girokonto besitzen eine girocard (Bundesbank, Stand Juli 2026).
- Im Ausland und online zahlt sie über ein Co-Badge wie Debit Mastercard oder Visa Debit; Maestro läuft bis Ende 2027 aus.
- Kosten hängen am Konto: ING 1,49 Euro, DKB 0,99 Euro im Monat, bei vielen Sparkassen im Kontomodell enthalten.
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Was ist die girocard – und was ist der Unterschied zur EC-Karte?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die girocard ist die Debitkarte des deutschen Kartenzahlungssystems der Banken und Sparkassen: Jede Zahlung wird direkt vom Girokonto abgebucht, ohne Kreditrahmen und ohne Monatsabrechnung. Laut der Sparkasse heißt die frühere EC-Karte seit 2007 offiziell girocard; das Kürzel EC stand ursprünglich für Eurocheque, später für Electronic Cash.
Einen technischen Unterschied zwischen EC-Karte und girocard gibt es also nicht, es ist dieselbe Karte unter neuem Namen. Betrieben wird das System von der EURO Kartensysteme GmbH in Frankfurt im Auftrag der Deutschen Kreditwirtschaft, also der Verbände von Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, privaten und öffentlichen Banken. Die Sparkassen-Card, die BankCard der Volksbanken oder die girocard der ING sind Ausgaben dieses einen Systems.
Wie verbreitet die Karte ist, zeigen die Halbjahreszahlen 2026 von EURO Kartensysteme vom 25. August 2026: 4,21 Milliarden Zahlungen im ersten Halbjahr, 4,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, ĂĽber die 151,9 Milliarden Euro Umsatz liefen. Der durchschnittliche Einkauf lag bei 36,12 Euro, und 92 Prozent aller Zahlungen im Juni 2026 waren kontaktlos.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Halbjahreszahlen, die Bundesbank-Studie zum Zahlungsverhalten 2025 und die Preisangaben von ING und DKB am 1. Oktober 2026 ausgewertet. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt; Kontoangebote mit girocard landen bei uns regelmäßig in der Prüfung.
Wie die Kreditwirtschaft die Karte aktuell selbst bewirbt, zeigt der 30-Sekunden-Spot „Bist du auch schon GIRO?“ aus der Kampagne vom August 2026 auf dem offiziellen girocard-Kanal:
Warum steht die girocard gerade so oft in den Nachrichten?
Am 1. Oktober 2026 erschienen mehrere Berichte darüber, was sich 2027 an der Karte ändert. Ihre Grundlage ist ein Bericht der Deutschen Presse-Agentur vom 16. September 2026 mit Angaben von EURO Kartensysteme. Einen neuen Gebührenschritt, eine Abschaffung oder eine Störung gab es an diesem Tag nicht; was hinter den Schlagzeilen steckt, steht im Abschnitt zur Zukunft der Karte.
Girocard vs. Debitkarte: Welche Unterschiede gibt es?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die girocard ist selbst eine Debitkarte, aber eine des deutschen Systems – Visa Debit und Debit Mastercard sind Debitkarten der internationalen Netzwerke. Laut der Bundesbank-Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025″ (Stand Juli 2026) besitzen 90 Prozent der Befragten mit Girokonto eine girocard, aber nur 25 Prozent eine Visa-Debitkarte.
Beide Kartenarten buchen sofort vom Konto ab. Der Unterschied liegt im Netz, über das die Zahlung läuft, und damit in der Reichweite: Die girocard funktioniert an deutschen Kassen und Automaten, die internationalen Debitkarten zusätzlich weltweit und im Onlineshop. Eine Kreditkarte dagegen sammelt die Umsätze und rechnet sie später ab, teils mit Teilzahlung und Zinsen.
- girocard: deutsches System / Abbuchung sofort / Akzeptanz vor allem im Inland / online nur mit Co-Badge oder in Händler-Apps
- Visa Debit / Debit Mastercard: internationales Netz / Abbuchung sofort / Akzeptanz weltweit / online mit 16-stelliger Nummer und PrĂĽfziffer
- Kreditkarte: internationales Netz / Abrechnung meist monatlich / Akzeptanz weltweit / zusätzlich Kautionen bei Hotel und Mietwagen
Im Alltag liegt die girocard vorn. Die Bundesbank hat 2025 erstmals nach Kartennetz unterschieden: Auf die physische girocard entfielen 20 Prozent aller erfassten Zahlungen und 22 Prozent des Umsatzes, auf Visa Debit 4 Prozent und auf Debit Mastercard 1 Prozent der Zahlungen. Wer am liebsten mit einer Debitkarte zahlt, nimmt zu 82 Prozent die girocard.
Jüngere zahlen dagegen häufiger international: Bei den 18- bis 24-Jährigen besitzt laut Studie fast ein Drittel eine Visa-Debitkarte. Die Bundesbank erklärt das mit dem hohen Anteil an Direktbankkunden, denn Banken wie ING und DKB geben standardmäßig eine Visa-Debitkarte aus und verlangen für die girocard einen Aufpreis.
Wie erkenne ich, ob meine Karte eine girocard ist?
Am Logo: Auf der Vorderseite steht der Schriftzug „girocard“, meist in Blau und Rot. Trägt die Karte zusätzlich das Logo von Debit Mastercard, Visa Debit, V Pay oder noch Maestro, ist es eine Co-Badge-Karte mit zwei Systemen. Steht nur „Visa Debit“ oder „Debit Mastercard“ darauf, ist es keine girocard. Ob eine Karte zwei Systeme vereint, verrät auch die RĂĽckseite: Erst mit Co-Badge gibt es eine 16-stellige Kartennummer, ein Ablaufdatum und eine dreistellige PrĂĽfzahl.
Was passiert mit meiner Girocard in Zukunft?
Die girocard bleibt und lernt 2027 Funktionen, die bisher Kreditkarten vorbehalten waren. Laut dem dpa-Bericht vom 16. September 2026 sollen Zahlungen in Händler-Apps voraussichtlich im Frühjahr 2027 starten; EURO Kartensysteme führe nach Angaben von Christopher Kirsch, dort für die Produktentwicklung der girocard zuständig, Gespräche mit großen Supermarktketten.
Auf ihrer eigenen Website beschreibt die girocard die Technik bereits, nennt aber kein Startdatum. Laut der girocard-Seite zu In-App-Zahlungen wird die Karte direkt in der Händler-App hinterlegt. Jede Zahlung gebt ihr dann per Push-TAN oder Banking-App frei, oder ihr setzt den Händler bei der Registrierung auf eine Whitelist, damit Folgekäufe ohne erneute Freigabe laufen. An der Kasse zeigt die App einen Barcode oder QR-Code, den der Kassierer scannt.
Die zweite Neuerung heißt Vorautorisierung. Dabei wird zunächst nur eine Zahlungsgarantie über einen bestimmten Betrag eingeholt und erst später abgebucht – das Prinzip der Kaution, das Hotels und Autovermieter heute fast nur per Kreditkarte nutzen. Laut girocard sollen Vermieter künftig eine Kaution über die girocard autorisieren können, ohne dass der Betrag sofort vom Konto abgeht.
Drittens wird die elektronische Altersprüfung ausgebaut, die an Zigarettenautomaten bereits mit der digitalen girocard läuft. Bis Ende 2027 soll sie laut den Berichten auch beim Alkoholkauf an Selbstbedienungskassen funktionieren und nur die Volljährigkeit bestätigen, nicht das Geburtsdatum.
Wird die Girocard abgeschafft?
Nein. Die Sparkasse schreibt ausdrĂĽcklich, dass die girocard nicht abgeschafft wird; abgeschafft wurden der Name EC-Karte im Jahr 2007, die Maestro-Funktion fĂĽr neue Karten seit 2023 und bei den Sparkassen die GeldKarte-Funktion. Einzelne Direktbanken setzen allerdings auf die Visa-Debitkarte als Standard und bieten die girocard nur noch gegen Aufpreis an. Abgeschafft ist sie dort nicht, sie ist nur nicht mehr automatisch dabei.
Ist die Girocard im Ausland nutzbar?

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Ja, aber nur ĂĽber das zweite System auf der Karte: Im Ausland zahlt und hebt ihr nicht ĂĽber die girocard ab, sondern ĂĽber das Co-Badge. Laut der girocard-Seite zum Auslandseinsatz kommen auf neu ausgegebenen Karten heute vor allem Debit Mastercard, Visa Debit und V Pay zum Einsatz.
Maestro, jahrzehntelang das Standard-Logo auf deutschen Bankkarten, ist ein Auslaufmodell. Seit dem 1. Juli 2023 geben deutsche Banken keine neuen girocards mit Maestro mehr aus, bestehende Karten gelten bis zu ihrem Ablaufdatum. Die GLS Bank nennt als Endpunkt: Bis Ende 2027 laufen die Karten mit Maestro-Funktion aus. Ersetzt werden sie beim regulären Kartentausch, meist durch eine girocard mit Debit Mastercard oder Visa Debit.
Eine Sonderregel betrifft einige GroĂźbanken: Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank und HypoVereinsbank hatten nach Angaben der Verbraucherzentrale Ăśbergangsfristen bekommen. Was ihr tun mĂĽsst, fasst sie so zusammen: „Sie mĂĽssen erst handeln, wenn Ihre Bank Ihnen neue Karten oder Ă„nderungen an Ihrem Konto anbietet.“ (Stand: 26. August 2026). Solchen Ă„nderungen mĂĽsst ihr zustimmen.
Ob das Abheben im Ausland etwas kostet, entscheidet die Bank. Laut girocard können je nach Institut, Reiseland und Währung Gebühren entstehen, etwa für die Umrechnung von Fremdwährungen, Entgelte der eigenen Bank oder Gebühren des Automatenbetreibers. Fragt der Automat oder das Kassenterminal, ob in Euro oder in Landeswährung abgerechnet werden soll, ist die Landeswährung in der Regel die günstigere Wahl, weil sonst der Kurs des Betreibers gilt.
Was bedeutet das V-Pay-Logo auf der Karte?
V Pay ist das europäische Debitsystem von Visa und auf girocards das Gegenstück zu Maestro. Mit V Pay zahlt und hebt ihr im Ausland ab, wo das Logo akzeptiert wird. Für Onlinekäufe taugt es nicht, weil die Karte dafür keine Kartennummer mit Prüfziffer trägt – dafür braucht ihr Visa Debit oder Debit Mastercard.
Kann man mit Girocard im Internet zahlen?
Mit der reinen girocard nicht direkt: Onlineshops fragen bei Kartenzahlung eine 16-stellige Kartennummer, ein Ablaufdatum und eine PrĂĽfziffer ab, und diese drei Angaben gibt es laut Sparkasse erst auf girocards mit Co-Badge von Debit Mastercard oder Visa Debit. Mit einer solchen Kombikarte zahlt ihr online ĂĽber das internationale System.
Den früheren Weg über das Online-Banking gibt es nicht mehr. Das Bankenverfahren giropay, das paydirekt, giropay und Kwitt 2021 unter einer Marke vereint hatte, wurde laut Börsen-Zeitung auf Beschluss der Gesellschafter vom 12. Juni 2024 zum 31. Dezember 2024 eingestellt. Als europäischen Nachfolger empfahl paydirekt Wero; wie das Verfahren funktioniert, erklären wir im Ratgeber Wero bezahlen.
Im Netz zahlen die Deutschen ohnehin anders. Laut Bundesbank entfielen 2025 im Internet 50 Prozent der Bezahlvorgänge und 32 Prozent des Umsatzes auf Internetbezahlverfahren, vor allem Paypal. Dort hinterlegt ihr meist das Girokonto per Lastschrift, nicht die girocard – die Karte selbst spielt beim Onlinekauf also nur über das Co-Badge eine Rolle.
Ändern soll sich das mit den In-App-Zahlungen ab 2027, die die girocard erstmals direkt in Händler-Apps bringen. Bis dahin gilt: Wer eine girocard ohne Co-Badge hat und online mit Karte zahlen will, braucht eine zweite Karte, etwa eine kostenlose Visa-Debitkarte vieler Direktbanken.
Was kostet die girocard? GebĂĽhren bei ING, DKB und Sparkasse
Die girocard kostet je nach Bank zwischen 0 und rund 18 Euro im Jahr extra. Laut ING ist die girocard dort optional und kostet 1,49 Euro im Monat, die Visa-Debitkarte ist inklusive; die DKB verlangt 0,99 Euro im Monat und bucht die 11,88 Euro jährlich im Voraus ab (beide Stand: 1. Oktober 2026).
| Bank | pro Monat | pro Jahr |
|---|---|---|
| ING | 1,49 € | 17,88 € |
| DKB | 0,99 € | 11,88 € |
| Sparkassen, Volksbanken | je Kontomodell | je Kontomodell |
Stand 01.10.2026, laut Preisseiten von ING und DKB; Jahreswert bei der ING selbst gerechnet (12 × 1,49 €). Bei Sparkassen und Volksbanken legt jedes Institut die Preise selbst fest, die Karte ist dort meist im Kontomodell enthalten oder hat einen eigenen Jahrespreis im Preisaushang.
Bei Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken gibt es keinen einheitlichen Preis, weil jedes Institut eigenständig ist. Maßgeblich ist das Preis- und Leistungsverzeichnis eurer Bank, das ihr in der Filiale und im Online-Banking findet. Achtet dabei auf zwei Posten: den Kartenpreis selbst und die Gebühr für eine Ersatzkarte nach Verlust.
Bei der ING kommt eine zweite Bedingung dazu: Die Kontoführung ist nur ab 1.000 Euro monatlichem Geldeingang oder unter 28 Jahren kostenlos, sonst kostet sie 4,90 Euro im Monat. Wer die Bedingung verfehlt und die girocard behält, zahlt dort 76,68 Euro im Jahr; Details im Ratgeber zum ING Girokonto 2027.
Auch bei uns spiegelt sich, wie stark die Banken um Kunden werben: Im MonsterDealz-Archiv stehen 14 Girokonto-Deals mit Datum 2026 – mehr als in den Jahren 2023 bis 2025 zusammen, in denen es 10 waren (eigene Auswertung der MonsterDealz-Beitragsdatenbank, Stand 1. Oktober 2026). Bei einer Kontoprämie lohnt der Blick auf den girocard-Preis, denn über vier Jahre Kartenlaufzeit machen 1,49 Euro im Monat 71,52 Euro aus. Worauf ihr bei der Wahl achten solltet, erklärt unser Ratgeber zum kostenlosen Girokonto.
Lohnt sich die girocard trotz GebĂĽhr?
Für viele ja, weil manche Händler nur girocard annehmen und weil sie an Automaten der eigenen Bankengruppe kostenloses Abheben und Einzahlen ermöglicht. Laut ING lassen sich Scheine an den Einzahlautomaten der Bank nur mit der girocard einzahlen, bis 4.500 Euro im Monat und 25.000 Euro im Jahr. Wer nur in großen Ketten einkauft und kein Bargeld einzahlt, kommt mit einer Visa-Debitkarte oft aus.
Girocard im Smartphone, Bargeld an der Kasse und Sicherheit

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die digitale girocard lässt sich bei teilnehmenden Banken und Sparkassen in Apple Pay hinterlegen, in Google Pay dagegen noch nicht – laut girocard soll sie sich künftig auch dort integrieren lassen. Trotzdem ist sie die häufigste Karte in Bank-Apps: Laut Bundesbank haben rund drei Viertel der Nutzer bankeigener Bezahl-Apps eine girocard hinterlegt, in Apple-Pay-Wallets sind es 40 Prozent.
Android-Nutzer bezahlen mit der digitalen girocard über die Apps ihrer Institute, etwa die Sparkassen-App. Ob eure Karte mobil nutzbar ist, hängt laut girocard von Bank, Kartenmodell und Gerät ab. Welche Banken das Geldabheben mit dem iPhone unterstützen, zeigt unser Ratgeber Apple Pay Geld abheben.
Bargeld an der Supermarktkasse abheben
Die Ladenkasse ist für fast jeden Zweiten zur Bargeldquelle geworden. Laut Bundesbank nutzten 2025 49 Prozent der Befragten diese Möglichkeit, 2021 waren es 34 Prozent; im Schnitt heben sie dort 109 Euro ab, und 11 Prozent aller Abhebungen laufen inzwischen über eine Kasse. Meist gilt ein Mindesteinkauf, bei der DKB nennt die Bank je nach Händler 10 bis 20 Euro.
girocard verloren: sperren unter 116 116
Laut girocard-Sperrseite sperrt ihr die Karte rund um die Uhr unter 116 116, aus dem Ausland unter +49 116 116 oder alternativ +49 30 4050 4050. Haltet IBAN oder Kontonummer und Bankleitzahl bereit und notiert Datum und Uhrzeit der Sperre. Nach einem Diebstahl kommt die Anzeige bei der Polizei dazu, die eine KUNO-Sperre veranlassen kann – sie verhindert Zahlungen mit gefälschter Unterschrift.
Für Schäden vor der Sperre haftet ihr begrenzt. Nach § 675v BGB kann die Bank bei einer verlorenen oder gestohlenen Karte höchstens 50 Euro vom Kunden verlangen, außer ihr habt vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt, etwa die PIN auf der Karte notiert. Wie Betrüger kontaktlose Karten auslesen und weiterleiten, beschreibt unser Ratgeber zu NFC-Betrug.
Ob ein Laden die girocard überhaupt annehmen muss, ist bislang offen; die geplante Pflicht zur digitalen Bezahlmöglichkeit erklären wir unter Kartenzahlung-Pflicht. Aufschläge für Zahlungen mit der girocard sind dagegen schon heute verboten.
Vor- & Nachteile im Ăśberblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| 1,397 Millionen Terminals in Deutschland | Ohne Co-Badge nicht im Ausland nutzbar |
| Sofortige Abbuchung, kein Kreditrahmen | Ohne Co-Badge kein Onlinekauf per Karte |
| Bargeld an der Supermarktkasse | Bei ING und DKB 0,99 bis 1,49 € Aufpreis |
| Haftung vor Sperre maximal 50 Euro | Noch nicht in Google Pay hinterlegbar |
Häufige Fragen zur Girocard
Kann ich mit meiner Girocard im Ausland Geld abheben?
Ja, wenn die Karte ein zweites System trägt, also Debit Mastercard, Visa Debit, V Pay oder bis zum Ablauf noch Maestro. Ihr hebt dann über dieses Netz an Automaten mit dem passenden Logo ab. Ob Gebühren anfallen, regelt das Preisverzeichnis eurer Bank; dazu kann der Automatenbetreiber ein eigenes Entgelt verlangen.
Warum funktioniert die Girocard nicht bei Anbietern wie Amazon?
Weil eine reine girocard keine 16-stellige Kartennummer, kein Ablaufdatum und keine PrĂĽfziffer hat, die Onlineshops bei Kartenzahlung abfragen. Mit einer girocard im Co-Badge mit Debit Mastercard oder Visa Debit klappt die Kartenzahlung ĂĽber das internationale Netz. Ohne Co-Badge bleiben Lastschrift oder Bezahldienste wie Paypal.
Ist eine Debitkarte das Gleiche wie eine Girocard?
Nicht ganz: Jede girocard ist eine Debitkarte, aber nicht jede Debitkarte ist eine girocard. Visa Debit und Debit Mastercard sind Debitkarten internationaler Netzwerke, die girocard ist die des deutschen Systems. Gemeinsam ist allen, dass der Betrag sofort vom Girokonto abgebucht wird.
Was ist der Unterschied zwischen EC-Karte und Girocard?
Keiner, auĂźer dem Namen. Seit 2007 heiĂźt die EC-Karte offiziell girocard. Im Alltag sagen viele weiter EC-Karte, gemeint ist dieselbe Bankkarte zum Girokonto.
Wie viel kann ich mit der Girocard pro Tag zahlen?
Das legt eure Bank fest. Die DKB nennt für ihre girocard bis zu 2.560 Euro an bargeldlosen Zahlungen und bis zu 1.000 Euro am Geldautomaten pro Tag. Andere Institute haben eigene Limits, die ihr häufig im Online-Banking anpassen könnt.
Muss ich meine Maestro-Karte jetzt tauschen?
Nein. Maestro-Karten gelten bis zum aufgedruckten Ablaufdatum, spätestens Ende 2027 sind sie ausgelaufen. Eure Bank schickt euch rechtzeitig eine neue Karte, meist mit Debit Mastercard oder Visa Debit. Handeln müsst ihr laut Verbraucherzentrale erst, wenn die Bank euch neue Karten oder Kontoänderungen anbietet.
Fazit: Die girocard bleibt – mit Co-Badge ist sie die vollständige Karte
Die girocard ist mit rund 100 Millionen Karten und 4,21 Milliarden Zahlungen im ersten Halbjahr 2026 das meistgenutzte Kartensystem an deutschen Kassen, und 2027 sollen In-App-Zahlungen und Kautionen dazukommen. Ihre Schwachstellen bleiben Ausland und Onlinehandel; beide löst ein Co-Badge mit Debit Mastercard oder Visa Debit.
- Prüft das Logo: Ohne zweites System braucht ihr für Reisen und Onlinekäufe eine zusätzliche Karte.
- Rechnet den Kartenpreis ein: 1,49 Euro im Monat sind ĂĽber vier Jahre 71,52 Euro.
- Speichert 116 116 im Telefon, bevor ihr die Nummer braucht.
Aktuelle Kontoprämien und weitere geprüfte Angebote rund ums Sparen findet ihr täglich auf MonsterDealz.de.
dasSams
dasSams
dasSams 01.10.2026, 20:39 #interessanter Artikel, einiges kannte ich noch nicht
Martin SchĂĽtz
Martin SchĂĽtz
Martin SchĂĽtz 01.10.2026, 20:42 #@dasSams:
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