ING Girokonto 2027: Neue Kontomodelle, Gebühren und ob es kostenlos bleibt
Das ING Girokonto bleibt nach Aussage von Konzernchef Steven van Rijswijk auch nach dem Umbau der Kontomodelle kostenlos, zu welchen Bedingungen ab 2027, hat die ING aber noch nicht festgelegt. Heute kostet das Konto 4,90 Euro im Monat, wenn weniger als 1.000 Euro im Kalendermonat eingehen und niemand im Konto unter 28 Jahre alt ist; die neuen Modelle ING Go, More, Extra und Max sollen in Deutschland nach aktuellem Plan Mitte 2027 starten. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Die vier Modelle ING Go, ING More, ING Extra und ING Max sind offiziell: Die ING hat sie am 10. Juni 2026 für alle neun Privatkundenmärkte angekündigt, auch für Deutschland.
- Einen Starttermin für Deutschland nennt die ING-Pressemitteilung nicht. „Mitte des Jahres 2027″ ist der aktuelle Plan, den Deutschlandchef Lars Stoy der dpa genannt hat.
- Heute gilt das Preisverzeichnis mit Stand 1. Juni 2026: 4,90 Euro Kontoführung unter 1.000 Euro Geldeingang, Visa Debitkarte ohne Aufpreis, girocard 1,49 Euro im Monat.
- Neue Entgelte gelten nur mit eurer ausdrücklichen Zustimmung. Wer nicht zustimmt, kann jederzeit kündigen und die gesetzliche Kontenwechselhilfe nutzen.
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Was ändert sich beim ING Girokonto 2027?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die ING führt in allen neun Privatkundenmärkten vier Kontomodelle ein, und Deutschland ist einer davon. Das ING Girokonto ist das Online-Girokonto der ING-DiBa AG, der deutschen Tochter des niederländischen ING-Konzerns; es wird ausschließlich über App und Online-Banking geführt, Filialen und Kassen gibt es nicht.
Die Grundlage ist eine Pressemitteilung der ING-Gruppe vom 10. Juni 2026. Darin kündigt der Konzern die vier Abo-Modelle ING Go, ING More, ING Extra und ING Max an, und zwar für die Niederlande, Belgien, Deutschland, Spanien, Italien, Australien, Polen, Rumänien und die Türkei mit zusammen 41 Millionen Kunden. Belgien, Polen und Rumänien waren bereits umgestellt, die Niederlande folgten am Tag der Meldung. Laut ING nutzten zu diesem Zeitpunkt schon 3 Millionen Kunden die neuen Modelle, umgestellte Bestandskunden mitgezählt.
Einheitlich ist dabei nur das Gerüst. Die Pressemitteilung sagt ausdrücklich, dass die Leistungen je Modell pro Markt zugeschnitten werden. Die teureren Stufen sollen Debit- und Kreditkarte in einem Modell bündeln, dazu Versicherungen und Partnerleistungen wie Streaming, Reisevorteile und Cashback. Preise nennt die ING in der Meldung nicht, weder für Deutschland noch für einen anderen Markt.
Für Deutschland gibt es bisher nur einen Zeitplan aus einem Gespräch. ING-Deutschlandchef Lars Stoy sagte Anfang August 2026 laut der Deutschen Presse-Agentur: „Wir arbeiten noch am Design der künftigen Kontomodelle. Aktueller Plan ist, dass das Mitte des Jahres 2027 ausgerollt wird.“ Ein „aktueller Plan“ ist kein Termin. Solange die ING keine Änderung ihrer Geschäftsbedingungen verschickt, bleibt euer Konto so, wie es im Preisverzeichnis steht.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Pressemitteilung der ING-Gruppe, das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis der ING Deutschland, das Urteil des Bundesgerichtshofs zur Zustimmungsfiktion und die Paragrafen des Zahlungskontengesetzes zum Kontowechsel ausgewertet.
Bleibt das ING Girokonto kostenlos?
Ja, ein kostenloses Girokonto soll es bei der ING auch nach dem Umbau geben, die Bedingungen dafür sind aber offen. ING-Konzernchef Steven van Rijswijk sagte Anfang September 2026 beim Handelsblatt-Bankengipfel in Frankfurt laut dpa zum kostenlosen Konto in Deutschland: „Daran wird sich nichts ändern.“ So berichten es unter anderem t-online und das Handelsblatt.
Diese Zusage hat eine Lücke, die ihr kennen solltet. „Kostenlos“ heißt bei der ING schon heute nicht bedingungslos, sondern kostenlos ab 1.000 Euro Geldeingang oder unter 28 Jahren. Ob das kostenlose Modell ab 2027 dieselben Bedingungen hat, strengere oder lockerere, hat die ING nicht gesagt. Auch welche Karten, welche Bargeldwege und welche Extras darin stecken, ist nicht veröffentlicht.
Einen Anhaltspunkt liefern die Märkte, in denen die Modelle schon laufen, mehr aber nicht. In den Niederlanden kostet laut dem Fachportal banken.nl (15. Juni 2026) ING Go 4 Euro im Monat, ING More 7 Euro, ING Extra 15,99 Euro und ING Max 44,99 Euro. Dort war das Girokonto allerdings schon vorher ein Bezahlpaket, ING Go ist der umbenannte Nachfolger. In Deutschland kostet das Konto heute unter den genannten Bedingungen nichts, deshalb lassen sich die niederländischen Preise nicht übertragen.
Realistisch ist deshalb diese Lesart: Die Einstiegsstufe dürfte in Deutschland das heutige kostenlose Konto ablösen, die drei höheren Stufen kosten Geld und bringen Zusatzleistungen. Das ist unsere Einordnung, keine Ankündigung der ING. Wie ein bedingt kostenloses Konto im Markt grundsätzlich zu bewerten ist, steht in unserem Ratgeber zum kostenlosen Girokonto.
Was kostet mich das ING Girokonto monatlich?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Das ING Girokonto kostet 0 Euro, wenn im Kalendermonat mindestens 1.000 Euro eingehen oder ein Kontoinhaber unter 28 Jahre alt ist, sonst 4,90 Euro im Monat. So steht es im Preis- und Leistungsverzeichnis der ING mit Stand 1. Juni 2026. Das Entgelt wird jeweils im Folgemonat belastet.
Beim Geldeingang zählt nicht jede Gutschrift. Das Preisverzeichnis nimmt Wertpapierumsätze, eigene Überträge und Gutschriften aus zurückgebuchten Lastschriften ausdrücklich aus. Gehalt, Rente, Kindergeld oder eine Überweisung von einem Konto bei einer anderen Bank zählen dagegen.
| Leistung | Entgelt | Bedingung |
|---|---|---|
| Kontoführung | 0 Euro | ab 1.000 Euro Eingang |
| Kontoführung | 0 Euro | Inhaber unter 28 |
| Kontoführung | 4,90 Euro im Monat | sonst |
| Visa Debitkarte | 0 Euro | inklusive |
| girocard | 1,49 Euro im Monat | optional |
| Girokonto Future | 1 Euro im Monat | Aufpreis |
| Dispozins | 9,14 Prozent p. a. | variabel |
Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnis Girokonto der ING-DiBa AG, Stand 01.06.2026, abgerufen am 24.09.2026. Das Girokonto Future ist eine Erweiterung mit nachhaltiger Einlagenverwendung, der Euro kommt zur Kontoführung hinzu. Der Dispozins gilt für eingeräumte und geduldete Überziehung gleichermaßen.
Wer die Bedingung verfehlt und dazu die girocard behält, zahlt 12 × 4,90 Euro plus 12 × 1,49 Euro, also 76,68 Euro im Jahr. Ohne girocard sind es 58,80 Euro. Die girocard braucht ihr vor allem für Händler, die keine Visa annehmen, und für das Einzahlen am ING-Automaten.
Wie teuer ist Geld abheben bei der ING?
Mit der Visa Debitkarte ist Abheben in Deutschland und in Euro-Ländern kostenlos, allerdings erst ab 50 Euro. Liegt weniger auf dem Konto, geht auch ein kleinerer Betrag. Wer regelmäßig kleinere Summen abheben will, kann die Kleinbetrags-Option für 10 Euro im Monat buchen. In Ländern mit anderer Währung fallen 2,20 Prozent Auslandseinsatzentgelt an, bei 200 Euro also 4,40 Euro, dazu eventuell ein Entgelt des Automatenbetreibers. Mit der girocard ist Abheben nur an rund 900 ING-Automaten kostenlos, an Automaten anderer Banken verlangt der Betreiber ein eigenes Entgelt.
Was kostet Bargeld einzahlen?
Einzahlen kostet bei der ING immer Geld, weil sie keine Kassen betreibt. Am ING-Automaten mit Einzahlfunktion sind es mit der girocard 1 Prozent, mindestens 2,50 Euro und höchstens 7,50 Euro; für 100 Euro zahlt ihr also 2,5 Prozent, für 1.000 Euro nur 0,75 Prozent. Über ING Bargeld an Supermarktkassen kostet es 1,5 Prozent, bei der Reisebank 9,50 Euro je angefangene 5.000 Euro. Welche Wege es bei anderen Banken gibt, erklärt unser Ratgeber zum Bargeld einzahlen.
Was hat sich bei den Gebühren des ING Girokontos geändert?
Die letzte große Preisrunde beim ING Girokonto galt ab 1. Dezember 2024, 2025 und 2026 haben wir keine weitere Erhöhung bei Kontoführung und Karten gefunden. Die ING dokumentiert die Änderungen auf ihrer Seite zu den neuen AGB, Stand 1. Dezember 2024.
Damals änderten sich vier Punkte auf einmal:
- Mindest-Geldeingang: von 700 auf 1.000 Euro im Kalendermonat. Wer darunter liegt, zahlt 4,90 Euro.
- girocard: von 0,99 auf 1,49 Euro im Monat, erstmals im Januar 2025 belastet, auch für die Partnerkarte beim Gemeinschaftskonto.
- Auslandseinsatzentgelt: von 1,99 auf 2,20 Prozent für Zahlungen und Abhebungen in fremder Währung, bei Visa und girocard.
- Bareinzahlung am ING-Automaten: vorher kostenlos, seitdem 1 Prozent, mindestens 2,50 und höchstens 7,50 Euro.
Wie deutlich sich die Schwelle verschoben hat, zeigt unser eigenes Archiv. In unserer Deal-Datenbank stehen seit 2018 acht Beiträge zu ING-Girokonto-Aktionen; im August 2023 lautete die Bedingung im Titel noch „700€ Geldeingang / U28″, die Prämie lag bei 60 Euro (Stand: 24.09.2026, eigene Auswertung). Die aktuelle Neukundenaktion bringt laut ING 200 Euro für eine Eröffnung bis 30. September 2026 und zwei aufeinanderfolgende monatliche Geldeingänge; wir haben sie im Deal 200 Euro Prämie für das ING Girokonto zusammengefasst.
Ein Detail zeigt, warum ihr immer das Preisverzeichnis lesen solltet und keine Kurzfassung. Auf der Faktenseite zum ING Girokonto, zuletzt am 6. Juli 2026 verifiziert, steht das Einzahlen am ING-Automaten noch als „kostenlos“. Das Preisverzeichnis nennt dagegen 1 Prozent, mindestens 2,50 Euro. Verbindlich ist das Preisverzeichnis.
Müssen Bestandskunden neuen Gebühren zustimmen?

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Ja, neue Entgelte gelten für euch nur, wenn ihr ausdrücklich zustimmt; Schweigen reicht seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 27. April 2021 nicht mehr. Die Pressemitteilung Nr. 088/2021 zum Az. XI ZR 26/20 fasst es so: Klauseln seien unwirksam, „die ohne inhaltliche Einschränkung die Zustimmung des Kunden zu Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Sonderbedingungen fingieren“.
Bis dahin galt in fast allen Banken dasselbe Muster: Die Bank bot eine Änderung zwei Monate vorher an, und wer nicht widersprach, hatte zugestimmt. Die Zwei-Monats-Frist selbst steht weiter im Gesetz, nämlich in § 675g BGB. Nach dem Urteil lässt sich aber das Gefüge eines Kontovertrags nicht mehr per Schweigen umbauen, und ein neues Kontomodell mit neuen Preisen ist genau so ein Umbau.
Die ING selbst arbeitet bereits nach dieser Regel. Auf ihrer AGB-Seite schreibt sie: „Wenn wir unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen ändern, brauchen wir Ihre ausdrückliche Zustimmung, damit wir die Geschäftsbeziehung mit Ihnen weiterführen können.“ Angekündigt wird spätestens zwei Monate vor dem Wirksamwerden, online oder schriftlich, die Zustimmung läuft beim Log-in in App oder Online-Banking.
Für den Umbau 2027 heißt das praktisch: Ihr bekommt vorher Post in die Post-Box, könnt die neuen Bedingungen lesen und entscheidet dann. Stimmt ihr nicht zu, gelten die neuen Entgelte für euch nicht. Die ING kann den Kontovertrag dann allerdings nach § 675h Absatz 2 BGB kündigen, wenn das vereinbart ist, mit mindestens zwei Monaten Frist. Ob sie das tut, ist offen; die Formulierung auf ihrer AGB-Seite deutet an, dass die Geschäftsbeziehung ohne Zustimmung nicht einfach weiterläuft.
Wer früher Gebühren ohne wirksame Zustimmung gezahlt hat, kann sie unter Umständen zurückholen. Welche Fälle das betrifft und wann sie verjähren, steht in unserem Ratgeber Bankgebühren zurückfordern.
ING Konto kündigen oder wechseln: so nutzt ihr die Kontenwechselhilfe

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Ein Girokonto könnt ihr nach § 675h BGB jederzeit ohne Frist kündigen, sofern keine Kündigungsfrist vereinbart ist, und die Kündigung darf nichts kosten. Eine vereinbarte Frist von mehr als einem Monat wäre unwirksam. Regelmäßige Entgelte zahlt ihr nur anteilig bis zum Vertragsende.
Den Umzug der Zahlungen regelt das Zahlungskontengesetz. Nach § 20 ZKG müssen beide Banken euch auf Wunsch beim Wechsel helfen, das Gesetz nennt das Kontenwechselhilfe. Die Pflicht gilt, wenn beide Banken in Deutschland sitzen und beide Konten in derselben Währung laufen; bei der ING-DiBa AG mit Sitz in Frankfurt ist das der Fall.
Die Fristen sind eng und addieren sich zu höchstens 12 Geschäftstagen:
- § 22 ZKG, neue Bank: Sie fordert die alte Bank binnen zwei Geschäftstagen nach eurer schriftlichen Ermächtigung auf.
- § 23 ZKG, alte Bank: Sie schickt binnen fünf Geschäftstagen die Liste der Daueraufträge, Lastschriftmandate und Zahlungseingänge der letzten 13 Monate.
- § 24 ZKG, neue Bank: Sie richtet binnen fünf Geschäftstagen Daueraufträge ein und informiert Arbeitgeber und Lastschriftgläubiger über die neue IBAN.
Die Kontenwechselhilfe ist kein Nischenthema. Laut einer Erhebung der BaFin vom 16. September 2025 nutzten sie 2023 rund 494.000 Menschen, 2021 waren es rund 482.000. Beschwerden dazu gingen 2023 weniger als 100 ein. Das Formular für die Ermächtigung und die Einzelheiten findet ihr auf der Kontenwechsel-Seite der BaFin.
Wechselt nicht übereilt, solange die neuen Bedingungen nicht vorliegen. Wer erst die Post der ING abwartet, hat mindestens zwei Monate Zeit zum Vergleichen. Wie ihr Konto, Depot und Karten in der richtigen Reihenfolge umzieht, zeigt unser Ratgeber Bank wechseln.
Für wen lohnt sich das ING Girokonto bis 2027 noch?
Das ING Girokonto lohnt sich bis zum Umbau für alle, die mindestens 1.000 Euro Geldeingang im Monat haben oder unter 28 sind und Bargeld überwiegend per Visa ab 50 Euro abheben. Für sie kostet das Konto 0 Euro im Jahr, solange sie auf die girocard verzichten. Wer die 1.000 Euro nicht erreicht, zahlt 58,80 Euro im Jahr und sollte vergleichen.
Laut ING zählte die Bank Ende 2025 in Deutschland 4,1 Millionen Girokonten, nach 3,9 Millionen ein Jahr zuvor. Das steht in der Jahresbilanz der ING Deutschland vom 29. Januar 2026. Dieselbe Mitteilung kündigt für den weiteren Jahresverlauf 2026 eine Charge-Kreditkarte an. Genau diese Kombination aus Debit- und Kreditkarte nennt die ING-Gruppe als typischen Inhalt der teureren Abo-Stufen.
Drei Profile, drei Entscheidungen:
- Gehaltskonto ab 1.000 Euro: Kosten heute 0 Euro. Abwarten, bis die ING die neuen Modelle vorlegt, dann gegen das kostenlose Modell prüfen.
- Zweitkonto ohne Geldeingang: Kosten heute 58,80 Euro im Jahr, mit girocard 76,68 Euro. Hier lohnt der Vergleich schon jetzt, denn eigene Überträge von einem anderen ING-Konto zählen nicht.
- Viel Bargeld: Einzahlen kostet mindestens 2,50 Euro je Vorgang am Automaten, 1,5 Prozent an der Kasse. Wer wöchentlich Bargeld einzahlt, ist bei einer Filialbank mit Kassen oft günstiger.
Eine Prämie für die Kontoeröffnung ist kein Dauerargument, sie fließt einmal. Wie ihr Prämien gegen die Kontoführung über zwölf Monate rechnet, steht in unserem Vergleich Girokonto mit Prämie. Was Bestandskunden über die Weiterempfehlung bekommen, erklärt der Ratgeber ING Kunden werben Kunden.
Vor- & Nachteile des ING Girokontos vor dem Umbau
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| 0 Euro Kontoführung ab 1.000 Euro Eingang oder unter 28 | 4,90 Euro im Monat ohne Geldeingang, eigene Überträge zählen nicht |
| Visa Debitkarte ohne Aufpreis, Abheben im Euroraum kostenlos | girocard kostet 1,49 Euro im Monat |
| Konzernchef sagt ein kostenloses Konto auch nach 2027 zu | Bedingungen des kostenlosen Modells ab 2027 noch offen |
| Neue Entgelte nur mit ausdrücklicher Zustimmung | Bareinzahlung kostet mindestens 2,50 Euro am Automaten |
Häufige Fragen zum ING Girokonto 2027
Was passiert, wenn der Mindestgeldeingang in einem Monat nicht erreicht wird?
Dann berechnet die ING für diesen Kalendermonat 4,90 Euro und bucht sie im Folgemonat ab. Die Regel gilt Monat für Monat: Erreicht ihr im nächsten Monat wieder 1.000 Euro, ist die Kontoführung wieder kostenlos. Ist ein Kontoinhaber unter 28 Jahre alt, spielt der Geldeingang keine Rolle.
Zählt ein interner Übertrag von einem anderen ING-Konto als Geldeingang?
Nein. Das Preisverzeichnis nimmt „eigene Überträge“ ausdrücklich vom Geldeingang aus, ebenso Wertpapierumsätze und Gutschriften aus Rücklastschriften. Wer Geld vom eigenen Extra-Konto auf das Girokonto schiebt, erfüllt die 1.000-Euro-Bedingung damit nicht. Eine Überweisung von einem Konto bei einer anderen Bank zählt dagegen.
Gibt es Gebühren bei Nutzung von Fremdautomaten?
Mit der Visa Debitkarte nicht, sofern ihr in Deutschland oder im Euroraum mindestens 50 Euro abhebt; im Euro-Ausland kann der Automatenbetreiber ein eigenes Entgelt verlangen. Mit der girocard sind nur die rund 900 ING-Automaten kostenlos. An anderen Automaten in Deutschland legt der Betreiber ein direktes Kundenentgelt fest, im Euro-Ausland verlangt die ING selbst 5 Euro.
Wie hoch sind die Dispozinsen bei der ING?
Laut Preisverzeichnis mit Stand 1. Juni 2026 liegt der variable Sollzins bei 9,14 Prozent pro Jahr, für eingeräumte und geduldete Überziehung gleich. Wer 1.000 Euro 30 Tage lang im Minus ist, zahlt damit rund 7,51 Euro Zinsen. Warum der Dispo trotzdem keine Dauerlösung ist, erklärt unser Ratgeber zum Dispokredit.
Fallen Kosten bei der Nutzung der Visa Debitkarte an?
Im Inland und in Euro-Ländern nicht: Bezahlen und Abheben ab 50 Euro sind kostenlos, die Karte selbst auch. Kosten entstehen bei Fremdwährung mit 2,20 Prozent Auslandseinsatzentgelt, bei Umsätzen in Casinos, Lotteriegesellschaften und Wettbüros mit 3 Prozent, mindestens 3,90 Euro, und für eine selbst verschuldete Ersatzkarte mit 10 Euro. Wie sich Debit- und Kreditkarte unterscheiden, steht im Ratgeber zur kostenlosen Kreditkarte.
Gilt die Altersgrenze unter 28 auch beim Gemeinschaftskonto?
Ja. Laut ING genügt es, wenn mindestens eine Kontoinhaberin oder ein Kontoinhaber unter 28 Jahre alt ist; dann entfällt die Kontoführungsgebühr für das ganze Gemeinschaftskonto. Die girocard kostet trotzdem 1,49 Euro im Monat, auch als Partnerkarte.
Wann starten die neuen ING-Kontomodelle in Deutschland?
Nach dem aktuellen Plan Mitte 2027, so Deutschlandchef Lars Stoy im August 2026 gegenüber der dpa. Die ING-Gruppe selbst nennt in ihrer Pressemitteilung vom 10. Juni 2026 keinen Termin für Deutschland. Verbindlich wird es erst mit der Änderungsmitteilung, die spätestens zwei Monate vorher kommen muss.
Fazit: bis 2027 ändert sich nichts ohne eure Zustimmung
Die Schlagzeile vom Gebührenumbau stimmt im Kern, greift aber vor. Die vier Modelle ING Go, More, Extra und Max sind offiziell, für Deutschland gibt es jedoch weder Preise noch Leistungen noch einen festen Termin, nur den Plan „Mitte 2027″ und die Zusage des Konzernchefs, dass ein kostenloses Konto bleibt. Bis dahin gilt das Preisverzeichnis vom 1. Juni 2026 mit 4,90 Euro unter 1.000 Euro Geldeingang.
Für euch folgt daraus eine einfache Reihenfolge: Heute prüfen, ob ihr die 1.000 Euro oder die Altersgrenze erfüllt und ob ihr die girocard für 17,88 Euro im Jahr wirklich braucht. Später die Änderungsmitteilung in der Post-Box lesen, erst dann zustimmen oder mit der Kontenwechselhilfe innerhalb von 12 Geschäftstagen wechseln.
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