Mit Apple Pay Geld abheben: Diese Banken machen 2026 mit
Ja, ihr könnt mit Apple Pay Geld abheben â aber nur an NFC-fĂ€higen Geldautomaten und nur, wenn eure Bank die passende Karte fĂŒr Apple Pay freigegeben hat. Mit Apple Pay Geld abheben bedeutet: Ihr haltet iPhone oder Apple Watch an das Kontaktlos-Symbol des Automaten statt die Karte einzustecken, gebt danach ganz normal eure Karten-PIN am Automaten ein und bekommt das Bargeld. Belegt ist das in Deutschland vor allem bei den Sparkassen, eingeschrĂ€nkt bei der Commerzbank und bei N26 â bei ING, DKB, Deutscher Bank, Postbank und den Volksbanken ist die Girocard gar nicht erst in Apple Pay hinterlegbar. Stand: August 2026.
Das Wichtigste in KĂŒrze
- Abheben klappt nur an Automaten mit Kontaktlos-Symbol â die Karte muss vorher in der Wallet-App liegen.
- Die PIN braucht ihr trotzdem: Face ID ersetzt am Geldautomaten nicht die Karten-PIN.
- Sparkassen unterstĂŒtzen die digitale Sparkassen-Card in Apple Pay, ING, DKB und die Volksbanken die Girocard ausdrĂŒcklich nicht.
- Laut Bundesbank werden bereits 10 Prozent aller Zahlungen mobil abgewickelt â Apple Pay ist dabei MarktfĂŒhrer.
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Wie könnt ihr mit Apple Pay Geld abheben â und was passiert dabei technisch?

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Technisch passiert am Geldautomaten exakt dasselbe wie an der Supermarktkasse: Das iPhone funkt die Kartendaten per NFC an den Automaten, statt dass ein Magnetstreifen oder Chip gelesen wird. Laut der Bundesbank-Studie âZahlungsverhalten in Deutschland 2025″ werden inzwischen 10 Prozent aller Transaktionen mobil bezahlt, und 36 Prozent der Befragten haben mindestens einmal mit Smartphone oder Wearable gezahlt (Stand: Juli 2026).
NFC steht fĂŒr Near Field Communication und arbeitet nur ĂŒber wenige Zentimeter Abstand. Die Sparkasse beschreibt den Vorgang so, dass er âgenauso wie beim Stecken der Sparkassen-Card in das KartenlesegerĂ€t“ funktioniert â nur eben berĂŒhrungslos.
Wichtig fĂŒr das VerstĂ€ndnis: Apple Pay selbst ist kein Konto und kein Zahlungsmittel. Es ist eine HĂŒlle fĂŒr eure echte Karte. Wenn eure Bank die Karte nicht fĂŒr Apple Pay freischaltet, gibt es auch nichts abzuheben. Und wenn der Automat kein NFC-Feld hat, hilft die schönste Wallet nichts.
Apple beschreibt die Sicherheitsmechanik dahinter so: Apple Pay benutze âeine gerĂ€tespezifische Nummer zusammen mit einem einzigartigen Transaktionscode“, weshalb die eigentliche Kartennummer âweder von Apple mit HĂ€ndlern geteilt noch auf Apple Servern gespeichert“ werde (apple.com/de/apple-pay, Stand: August 2026). Genau diese Tokenisierung ist der Grund, warum am Automaten trotzdem die PIN verlangt wird â der Automat kennt eure echte Kartennummer nicht.
Welche Voraussetzungen braucht ihr fĂŒr das kontaktlose Abheben?
Vier Dinge mĂŒssen zusammenkommen, und an genau einem davon scheitert es in der Praxis fast immer. Laut Bundesbank besitzen 98 Prozent der Befragten mindestens eine Debitkarte, davon 90 Prozent eine Girocard (Stand: Juli 2026) â ausgerechnet diese Karte ist aber nur bei wenigen Instituten in Apple Pay hinterlegbar.
- Passende Karte: Eine Karte, die eure Bank ausdrĂŒcklich fĂŒr Apple Pay freigegeben hat â Girocard, Debit- oder Kreditkarte.
- Karte in der Wallet: Die Karte muss in der Wallet-App auf iPhone oder Apple Watch eingerichtet und von der Bank bestÀtigt sein.
- NFC-Automat: Der Geldautomat braucht ein Kontaktlos-Feld, erkennbar am Wellen-Symbol.
- Karten-PIN: Die PIN der physischen Karte â Face ID allein reicht am Automaten nicht.
Ein hĂ€ufiges MissverstĂ€ndnis: Die Apple Card, Apples eigene Kreditkarte, hilft hier nicht weiter. Sie ist laut Apple ausschlieĂlich âfor qualifying applicants in the United States“ verfĂŒgbar und in Deutschland gar nicht erhĂ€ltlich. Wer in deutschen Foren liest, man brauche âdie Apple Card zum Abheben“, ist auf eine US-Quelle hereingefallen.
FĂŒr diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die offiziellen Apple-Pay-Seiten von neun deutschen Instituten einzeln abgerufen und gegen die Bundesbank-Zahlen gespiegelt, statt sich auf SekundĂ€rberichte zu verlassen. Das Ergebnis war ernĂŒchternder als erwartet â dazu gleich mehr.
Welche deutschen Banken unterstĂŒtzen das Abheben mit Apple Pay?

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Belegbar unterstĂŒtzen aktuell drei Institutsgruppen das Abheben per Apple Pay: Sparkassen, Commerzbank und N26. In unserem eigenen Beitrags-Inventar stehen 58 veröffentlichte Girokonto- und Kreditkarten-Aktionen (35 Girokonten, 24 Kreditkarten) â bei keiner einzigen davon war das kontaktlose Abheben ein beworbenes Merkmal (MonsterDealz-Beitragsdatenbank, Stand: August 2026). Das zeigt, wie wenig die Banken diese Funktion selbst als Argument nutzen.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die tĂ€glich geprĂŒfte SchnĂ€ppchen kuratiert und aktive Mitglieder ĂŒber das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Die folgende Ăbersicht beruht ausschlieĂlich auf den offiziellen Bank-Seiten â wo eine Bank das Abheben nicht zusagt, steht das hier auch so.
- Sparkassen: Karte in Apple Pay: digitale Sparkassen-Card (Girocard) · Abheben: ja, an NFC-fĂ€higen Sparkassen-Automaten · Beleg: sparkasse.de â Kundinnen und Kunden können âvia Smartphone jetzt nicht nur kontaktlos in den GeschĂ€ften bezahlen, sondern auch kontaktlos am Geldautomaten Bargeld einzahlen oder abheben“.
- Commerzbank: Karte in Apple Pay: Girocard, Mastercard, Visa · Abheben: möglich, âwenn der Geldautomat eine kontaktlose Nutzung unterstĂŒtzt (Infrastruktur weltweit derzeit erst im Aufbau)“ · Beleg: commerzbank.de.
- N26: Karte in Apple Pay: N26 Mastercard (auch virtuell) · Abheben: ja, âan Geldautomaten, die dies kontaktlos ermöglichen“ · Beleg: N26-Support.
- ING: Karte in Apple Pay: nur VISA Card (Debit) · Abheben: offiziell nicht zugesagt · Beleg: ing.de â âDie girocard [Debitkarte] wird nicht unterstĂŒtzt.“
- DKB: Karte in Apple Pay: Visa Debit- und Kreditkarten · Abheben: offiziell nicht zugesagt, Girocard nicht genannt · Beleg: dkb.de.
- Volksbanken und Raiffeisenbanken: Karte in Apple Pay: Mastercard oder Visa · Abheben: offiziell nicht zugesagt · Beleg: vr.de â âDie girocard kann derzeit nicht fĂŒr Apple Pay aktiviert werden.“
- Deutsche Bank und Postbank: Karte in Apple Pay: Mastercard-Produkte, keine Girocard · Abheben: auf den Deutsche-Bank- und Postbank-Seiten nicht erwÀhnt.
AuffĂ€llig ist die Bewegung bei der Girocard: Die Commerzbank hat sie erst im November 2024 fĂŒr Apple Pay freigeschaltet â laut der Brancheninitiative girocard war es âvon heute an möglich, die mobile girocard fĂŒr Apple Pay zu nutzen“ (girocard.eu, 22.11.2024). Bei den Volksbanken lĂ€uft die digitale Girocard bis heute ĂŒber die eigene Banking-App und nicht ĂŒber Apple Pay.
Unser Rat: Verlasst euch nicht auf Foren-Aussagen, sondern öffnet die Wallet-App. Steht dort keine Karte, die eure Bank freigegeben hat, ist das Thema erledigt â und ein Kontowechsel möglicherweise die ehrlichere Lösung. Wie das geht, steht in unserem Ratgeber zum Bankwechsel.
Woran erkennt ihr einen NFC-fÀhigen Geldautomaten?
Ihr erkennt ihn am Wellen-Symbol, dem gleichen Zeichen wie auf kontaktlosen Karten. Die Stadtsparkasse MĂŒnchen hat 2022 als eine der ersten 235 Geldautomaten im GeschĂ€ftsgebiet fĂŒr kontaktlose Smartphone-VerfĂŒgungen freigeschaltet (Pressemitteilung, 04.05.2022) â ein guter Beleg dafĂŒr, dass die UmrĂŒstung Automat fĂŒr Automat lĂ€uft und nicht flĂ€chendeckend auf einen Schlag.
Eine belastbare bundesweite Zahl, wie viele der Geldautomaten in Deutschland NFC beherrschen, gibt es nicht. Weder Bundesbank noch Bankenverband noch der Sparkassenverband veröffentlichen dazu eine Quote. Der Sparkassenverband bleibt qualitativ und schreibt nur, bundesweit seien âbereits viele Geldautomaten fĂŒr kontaktlose Smartphone-VerfĂŒgungen ausgestattet, Tendenz steigend“.
Zur Einordnung der GröĂenordnung: Laut Bundesbank gab es Anfang 2025 in Deutschland 49.459 Geldautomaten, Anfang 2023 waren es noch 51.825. Die Zahl der Automaten sinkt also, wĂ€hrend der Anteil der NFC-fĂ€higen darunter steigt.
Wer Zahlen genannt bekommt wie â60 Prozent aller Automaten“, sollte skeptisch bleiben: Solche Angaben kursieren in Ratgeber-Portalen, sind aber von keiner PrimĂ€rquelle gedeckt. Wir nennen sie deshalb hier bewusst nicht als Fakt.
Wie hebt ihr Schritt fĂŒr Schritt Geld mit Apple Pay ab?

Illustration â KI-generiert / MonsterDealz
Der Ablauf besteht aus drei Schritten und dauert kaum lĂ€nger als mit der Karte. Die Sparkasse Witten nennt fĂŒr ihre NFC-Automaten drei mögliche VorgĂ€nge â âGeld abheben, Geld einzahlen, Geld wechseln“ â und stellt klar, dass âfĂŒr die o.g. Transaktionen jeweils die PIN der physischen Karte eingegeben werden“ muss (Stand: August 2026).
- Schritt 1: iPhone entsperren und an das Kontaktlos-Feld des Automaten halten. Bei der Apple Watch drĂŒckt ihr zweimal die Seitentaste und haltet das Display ans Feld.
- Schritt 2: Am Automaten den gewĂŒnschten Vorgang wĂ€hlen, also âGeld auszahlen“.
- Schritt 3: Die Karten-PIN am PIN-Pad des Automaten eingeben und den Betrag bestÀtigen.
Zwei Details werden oft ĂŒbersehen. Erstens: Liegen mehrere Karten in der Wallet, wĂ€hlt ihr die richtige vor dem Anhalten aus â der Automat lĂ€sst sich nachtrĂ€glich nicht umstimmen. Zweitens: Manche Automaten reagieren erst, wenn das iPhone flach und ruhig auf dem Feld liegt, nicht wenn ihr es in der Luft daran vorbeifĂŒhrt.
Das Bargeld kommt danach aus demselben Schacht wie sonst auch. Einen Beleg gibt es auf Wunsch weiterhin gedruckt â die Wallet zeigt die Abhebung zusĂ€tzlich in der Transaktionsliste der Karte an.
Welche Limits und GebĂŒhren gelten beim Abheben mit Apple Pay?
Es gelten exakt dieselben Limits und GebĂŒhren wie mit der Plastikkarte â Apple Pay Ă€ndert daran nichts. Laut Bundesbank zahlen nur 13 Prozent der Befragten an ihrem hauptsĂ€chlich genutzten Geldautomaten ĂŒberhaupt GebĂŒhren (Stand: Juli 2026); teuer wird es fast nur an fremden Automaten auĂerhalb des eigenen Verbunds.
Der tĂ€gliche VerfĂŒgungsrahmen kommt von eurer Bank, nicht von Apple. Bei Girokonten liegt er ĂŒblicherweise zwischen 500 und 1.000 Euro pro Tag, lĂ€sst sich im Online-Banking aber bei vielen Instituten anpassen. Die 50-Euro-Grenze, ab der beim kontaktlosen Bezahlen eine PIN fĂ€llig wird, spielt am Geldautomaten keine Rolle: Dort ist die PIN immer Pflicht.
Was ihr sparen könnt, entscheidet sich also nicht an der Wallet, sondern am Konto. Ein Girokonto ohne KontofĂŒhrungsgebĂŒhr und mit kostenlosem Bargeldbezug ist der eigentliche Hebel â unser Vergleich zum kostenlosen Girokonto zeigt, worauf ihr dabei achten mĂŒsst.
Ein Sonderfall sind Prepaid-Karten: Sie lassen sich bei manchen Anbietern ebenfalls in Apple Pay hinterlegen, haben aber oft eigene Abhebe-Entgelte pro Vorgang. Wie ihr die vergleicht, steht in unserem Ratgeber zur Prepaid-Kreditkarte.
Könnt ihr mit Apple Pay auch im Supermarkt Bargeld bekommen?
Die Bargeldauszahlung an der Ladenkasse lĂ€uft in Deutschland ĂŒber die Girocard und einen Mindesteinkauf â ob das Kassensystem dabei auch die digitale Girocard aus der Wallet akzeptiert, unterscheidet sich von HĂ€ndler zu HĂ€ndler. Laut Bundesbank nutzen zwar immer mehr Menschen die Ladenkasse zum Abheben, âĂŒber 80 Prozent des benötigten Bargelds“ kommen aber nach wie vor aus Geldautomaten (Stand: Juli 2026).
VerlĂ€sslich ist an der Kasse deshalb weiterhin die physische Karte. Wer sich auf das iPhone verlĂ€sst, sollte vorher an der Kasse nachfragen â ein âgeht bei uns nicht“ mitten im Bezahlvorgang ist unangenehm, weil der Einkauf dann schon gebucht ist.
Die AuszahlungsbetrĂ€ge sind ohnehin gedeckelt: Ăblich sind 200 Euro pro Vorgang, je nach Kette ab einem Mindesteinkauf zwischen 0,01 und 20 Euro. FĂŒr gröĂere BetrĂ€ge fĂŒhrt kein Weg am Geldautomaten vorbei.
Praktisch bleibt die Kasse trotzdem, weil die Ăffnungszeiten lĂ€nger sind als die vieler Bankfilialen und die Auszahlung in der Regel nichts kostet, solange ihr ohnehin einkauft.
Ist Apple Pay am Geldautomaten sicherer als die Plastikkarte?

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Ja, in mehreren Punkten sogar deutlich â und das ist keine Herstellerwerbung, sondern die EinschĂ€tzung der Verbraucherzentrale mit Stand April 2023. Sie formuliert es so: Beim mobilen Bezahlen âsind Sie besser gegen Missbrauch geschĂŒtzt als mit der Plastikkarte“ â und der vorherrschende technische Standard, das mit NFC ausgestattete Smartphone, sei âeine vergleichsweise sichere Technologie“ (Verbraucherzentrale, Stand: April 2023).
Der gröĂte Vorteil am Automaten ist banal, aber wirksam: Es steckt keine Karte im Schlitz. Skimming-AufsĂ€tze, die den Magnetstreifen auslesen, laufen ins Leere, weil gar kein Streifen gelesen wird. Und das iPhone gibt die Kartendaten nur nach Face ID, Touch ID oder Code frei.
Bleibt das klassische Risiko: die PIN-Eingabe am Automaten. Die schaut euch niemand ĂŒber die Wallet ab, sondern ĂŒber die Schulter. Verdeckt das Tastenfeld deshalb genauso konsequent wie mit Karte.
Geht das iPhone verloren, greift dieselbe Haftungsregel wie bei der Karte. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin: âBei Diebstahl könnten Sie unter UmstĂ€nden bis zu einer Höhe bis zu 50 Euro bis zur Meldung des Verlustes haften“ (Stand: Dezember 2025). Der Sperrnotruf 116 116 ist rund um die Uhr erreichbar â zusĂ€tzlich lĂ€sst sich die Karte ĂŒber âWo ist?“ aus der Ferne aus der Wallet entfernen.
Was tun, wenn der Automat âKarte nicht akzeptiert“ meldet?
In den allermeisten FĂ€llen liegt es nicht am iPhone, sondern an der Karte oder am Automaten. Laut Bundesbank berichtet rund ein Viertel der Befragten, im letzten Monat nicht ĂŒberall wie gewĂŒnscht bargeldlos bezahlt haben zu können (Stand: Juli 2026) â Fehlermeldungen sind also kein Einzelfall und selten euer Fehler.
Arbeitet die Ursachen in dieser Reihenfolge ab:
- Falsche Karte aktiv: In der Wallet liegt eine Kreditkarte vorn, der Automat will aber eine Debitkarte. Karte wechseln und erneut anhalten.
- Automat ohne NFC: Kein Wellen-Symbol am GerÀt? Dann funktioniert es an diesem Automaten grundsÀtzlich nicht.
- Fremdautomat: Viele Institute geben das kontaktlose Abheben nur an den eigenen Automaten frei. Bei einer Sparkassen-Card also einen Sparkassen-Automaten suchen.
- Karte nicht vollstĂ€ndig aktiviert: Die digitale Karte muss von der Bank bestĂ€tigt sein â bei den Sparkassen lĂ€uft das ĂŒber die Freigabe per pushTAN in der Banking-App.
- NFC blockiert: Dicke HĂŒlle, Metallplatte fĂŒr Magnethalterungen oder ein zweites NFC-Medium direkt dahinter stören das Feld.
Hilft nichts davon, greift der unspektakulĂ€rste Trick: die physische Karte einstecken. Genau deshalb bleibt sie fĂŒrs Erste im Portemonnaie â das kontaktlose Abheben ist eine Bequemlichkeit, kein Ersatz.
Funktioniert das Abheben mit Apple Pay auch im Ausland?
Im Ausland entscheidet die Karte, nicht die Wallet â und genau da liegt das Problem. Laut Bundesbank dominiert in Deutschland die Girocard mit 90 Prozent Verbreitung unter den Debitkarten (Stand: Juli 2026), doch die Girocard ist auĂerhalb Deutschlands kaum akzeptiert.
FĂŒr Abhebungen im Ausland braucht ihr deshalb eine Visa- oder Mastercard-Debit- beziehungsweise Kreditkarte in der Wallet. Diese Karten funktionieren an auslĂ€ndischen NFC-Automaten grundsĂ€tzlich genauso â vorausgesetzt, der Automat unterstĂŒtzt kontaktlose Auszahlungen, was auĂerhalb Europas noch seltener ist.
Rechnet auĂerdem mit Kosten: FremdwĂ€hrungsentgelte von etwa 1,75 Prozent, Automatenentgelte des Betreibers und teils ein pauschales Auslandsentgelt der eigenen Bank. Ob ihr per Karte oder per iPhone abhebt, Ă€ndert daran nichts.
Ein praktischer Hinweis fĂŒr die Reise: Lehnt am Automaten die angebotene Umrechnung in Euro ab und lasst in LandeswĂ€hrung abrechnen. Der Kurs des Automatenbetreibers ist fast immer schlechter als der eurer Bank.
Worin unterscheidet sich Apple Pay von Google Pay beim Abheben?
Der entscheidende Unterschied ist die Girocard. Laut Bundesbank nutzen 40 Prozent der mobil Bezahlenden ĂŒblicherweise Apple Pay, womit Apple Pay âweiterhin klarer MarktfĂŒhrer“ ist â Google Pay folgt dahinter (Stand: Juli 2026). Beim Geldabheben liegt Apple aber aus einem strukturellen Grund vorn.
Die Sparkassen geben ihre digitale Sparkassen-Card fĂŒr die Apple Wallet frei, fĂŒr Android dagegen nur ĂŒber die eigene App âMobiles Bezahlen“ â nicht ĂŒber Google Pay. Wer ein Android-GerĂ€t nutzt und mit der Girocard abheben will, braucht also die Bank-App, nicht die Google-Wallet.
- Apple Pay: Girocard bei Sparkassen und Commerzbank hinterlegbar, Abheben an NFC-Automaten dieser Institute möglich.
- Google Pay: Girocard in Deutschland nicht hinterlegbar â nur Kredit- und Debitkarten der Kartennetzwerke.
- Bank-Apps (Android): âMobiles Bezahlen“ der Sparkassen und die VR Banking App bilden die digitale Girocard ab, inklusive Automatenfunktion bei den Sparkassen.
- Apple Watch und Wearables: Bei Apple Pay sind Uhren gleichberechtigt, bei Bank-Apps oft nicht.
FĂŒr iPhone-Besitzer heiĂt das unter dem Strich: Ihr habt beim kontaktlosen Abheben in Deutschland derzeit die etwas bessere Ausgangslage â allerdings nur, wenn ihr bei der richtigen Bank seid.
Vor- & Nachteile im Ăberblick
Vier klare Vorteile stehen vier ebenso klaren EinschrĂ€nkungen gegenĂŒber. Da laut Bundesbank weiterhin ĂŒber 80 Prozent des Bargelds aus Geldautomaten stammen (Stand: Juli 2026), lohnt die nĂŒchterne AbwĂ€gung.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kein Kartenschlitz, damit kein Skimming-Risiko | Nur an Automaten mit Kontaktlos-Symbol |
| Karte kann zu Hause bleiben | Girocard bei ING, DKB und VR nicht in Apple Pay |
| Freigabe erst nach Face ID oder Touch ID | Karten-PIN bleibt trotzdem Pflicht |
| Funktioniert auch mit der Apple Watch | Leerer Akku heiĂt kein Bargeld |
HĂ€ufige Fragen zum Geldabheben mit Apple Pay
Diese Fragen erreichen uns am hĂ€ufigsten â die Antworten stĂŒtzen sich auf die offiziellen Bank-Angaben und die Bundesbank-Studie mit Stand Juli 2026.
Kann man mit Apple Pay Geld abheben?
Ja, an NFC-fĂ€higen Geldautomaten. Ihr haltet iPhone oder Apple Watch an das Kontaktlos-Feld, wĂ€hlt âGeld auszahlen“ und gebt die Karten-PIN ein. Voraussetzung ist, dass eure Bank die passende Karte fĂŒr Apple Pay freigegeben hat. Belegt ist das in Deutschland vor allem bei den Sparkassen, auĂerdem bei der Commerzbank und bei N26.
Funktioniert Apple Pay am Geldautomaten der Sparkasse?
Ja. Die Sparkassen geben die digitale Sparkassen-Card fĂŒr die Apple-Wallet-App frei, und an NFC-fĂ€higen Sparkassen-Automaten sind damit laut Sparkassenverband Auszahlung, Einzahlung und Geldwechsel möglich. Nicht jeder Automat ist umgerĂŒstet â ihr erkennt die passenden GerĂ€te am Kontaktlossymbol neben dem Kartenschlitz.
Kann ich mit der DKB-Girocard ĂŒber Apple Pay abheben?
Nein. Die DKB nennt auf ihrer Apple-Pay-Seite ausschlieĂlich Visa-Debit- und Visa-Kreditkarten, die Girocard ist dort nicht hinterlegbar. Ein Abheben am Automaten wird von der DKB offiziell nicht zugesagt. Dasselbe gilt fĂŒr die ING, die die Girocard fĂŒr Apple Pay ausdrĂŒcklich ausschlieĂt, und fĂŒr die Volksbanken und Raiffeisenbanken.
Brauche ich am Automaten trotzdem meine PIN?
Ja, immer. Face ID oder Touch ID geben nur die Karte auf dem iPhone frei, nicht die Auszahlung. Die Sparkasse Witten schreibt dazu ausdrĂŒcklich, dass fĂŒr Abheben, Einzahlen und Wechseln âjeweils die PIN der physischen Karte eingegeben werden“ muss. Die 50-Euro-Grenze fĂŒr PIN-freies Bezahlen gilt am Geldautomaten nicht.
Was kostet das Abheben mit Apple Pay?
Genauso viel wie mit der Karte, nĂ€mlich in der Regel nichts. Apple erhebt fĂŒr Apple Pay keine GebĂŒhr. Laut Bundesbank zahlen 13 Prozent der Befragten an ihrem hauptsĂ€chlich genutzten Automaten Entgelte â das betrifft vor allem Fremdautomaten auĂerhalb des eigenen Bankenverbunds. Entscheidend ist also euer Kontomodell, nicht die Wallet.
Geht das Abheben auch mit der Apple Watch?
Ja, sofern die Karte auch auf der Uhr eingerichtet ist. Ihr drĂŒckt zweimal die Seitentaste der Watch und haltet das Display an das Kontaktlos-Feld des Automaten. Danach folgt wie ĂŒblich die PIN-Eingabe am Automaten. Praktisch ist das vor allem beim Sport, wenn weder Karte noch iPhone dabei sind.
Kann ich mit Apple Pay auch Geld einzahlen?
Bei den Sparkassen ja: An NFC-fĂ€higen Automaten sind laut Sparkasse Witten âGeld abheben, Geld einzahlen, Geld wechseln“ möglich. Andere Institute sagen die Einzahlung per Wallet nicht zu. Der Ablauf ist identisch â Smartphone anhalten, Vorgang wĂ€hlen, PIN eingeben und die Scheine einlegen.
Was mache ich, wenn ich mein iPhone verliere?
Sperrt die Karte ĂŒber den Sperrnotruf 116 116 und entfernt sie zusĂ€tzlich per âWo ist?“ aus der Ferne aus der Wallet. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass ihr bis zur Verlustmeldung unter UmstĂ€nden bis zu 50 Euro haften könnt. Danach ist die tokenisierte Karte auf dem GerĂ€t wertlos, die physische Karte bleibt davon unberĂŒhrt.
Fazit: FĂŒr wen lohnt sich das Abheben ohne Karte?
Mit Apple Pay Geld abheben lohnt sich vor allem fĂŒr Sparkassen-Kunden â bei den ĂŒbrigen groĂen Instituten ist die Funktion entweder gar nicht vorgesehen oder offiziell nicht zugesagt. Da laut Bundesbank die Zahl der Geldautomaten von 51.825 Anfang 2023 auf 49.459 Anfang 2025 gesunken ist, wird die Frage, wo ihr ĂŒberhaupt an Bargeld kommt, ohnehin wichtiger als die, womit ihr es abhebt.
- Erst die Bank prĂŒfen: Liegt keine passende Karte in der Wallet, erĂŒbrigt sich alles Weitere.
- Karte trotzdem mitnehmen: Solange nicht jeder Automat NFC kann, bleibt die Plastikkarte das Sicherheitsnetz.
- Am Konto sparen, nicht an der Technik: GebĂŒhrenfreies Abheben hĂ€ngt am Kontomodell, nicht an Apple Pay.
Wenn ihr ohnehin gerade ĂŒber eure Bankverbindung nachdenkt: Auf MonsterDealz.de sammeln wir laufend Girokonto- und Kreditkarten-Aktionen mit PrĂ€mie. Passend dazu bĂŒndelt unser Ăberblick zum Sparen rund um Apple die Möglichkeiten rund um iPhone, Zubehör und Dienste, und im SchnĂ€ppchen-Kalender steht, wann sich das Warten auf eine Aktion lohnt.