Zahnreinigung Kosten 2026: Was die PZR kostet und welche Krankenkasse wie viel zahlt

Eine professionelle Zahnreinigung kostet 2026 beim üblichen 2,3-fachen Satz rund 101 Euro für 28 Zähne, weil die Gebührenordnung für Zahnärzte 3,62 Euro je Zahn vorsieht. Die gesetzliche Kasse zahlt davon regulär nichts, viele Krankenkassen geben aber freiwillig 40 bis 120 Euro im Jahr dazu — wer die Rechnung einreicht, drückt die Zahnreinigung-Kosten oft auf einen niedrigen zweistelligen Betrag. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die PZR wird nach GOZ-Nr. 1040 je Zahn berechnet: 1,57 Euro beim 1,0-fachen, 3,62 Euro beim 2,3-fachen und 5,51 Euro beim 3,5-fachen Satz.
  • Kassenleistung ist nur die Zahnsteinentfernung einmal pro Kalenderjahr, bei Pflegegrad einmal pro Kalenderhalbjahr.
  • Beispiele für freiwillige Zuschüsse 2026: TK bis 40 Euro, DAK bis 60 Euro, BKK firmus bis 100 Euro im Jahr, AOK Bremen/Bremerhaven zweimal bis 60 Euro.
  • Die Schlagzeile „Eigenanteile steigen“ beruht auf der Erfahrung eines Versicherungsmaklers, nicht auf einer Preismessung. Belegt ist nur: Der GOZ-Punktwert ist seit 1988 unverändert.

Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel ist keine medizinische Beratung, sondern eine Übersicht über Gebühren, Kassenleistungen und Zuschüsse. Er enthält Links zu Krankenkassen; kauft oder schließt ihr über einen Partner-Link etwas ab, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch.

Was kostet eine professionelle Zahnreinigung 2026?

Heller Behandlungsraum einer Zahnarztpraxis mit leerem Behandlungsstuhl und Instrumententisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Eine professionelle Zahnreinigung kostet beim durchschnittlichen 2,3-fachen Gebührensatz 3,62 Euro je Zahn, bei einem vollständigen Gebiss ohne Weisheitszähne also 101,36 Euro. Das ergibt sich aus der GOZ-Nr. 1040, die laut Kommentar der Bundeszahnärztekammer mit 28 Punkten bewertet ist und je Zahn, Implantat oder Brückenglied abgerechnet wird.

Wer die Kosten verstehen will, braucht diese Definition: Die professionelle Zahnreinigung (PZR) ist eine private zahnärztliche Vorsorgeleistung, bei der Beläge über und am Zahnfleischrand entfernt, Zahnzwischenräume gereinigt, die Oberflächen poliert und fluoridiert werden. Die Bundeszahnärztekammer beschreibt sie so: „Die PZR umfasst – abhängig von der individuellen Notwendigkeit – die Reinigung der Zahnzwischenräume, die Entfernung des Biofilms, die Politur aller zugänglichen Oberflächen und ggf. die Fluoridierung der gereinigten Oberflächen.“

Wer als gesetzlich Versicherter seine jährliche Prophylaxe plant, will vor allem eines: die Vorsorge nicht aufgeben und trotzdem keinen Euro mehr selbst zahlen als nötig. Dafür muss man wissen, wie die Rechnung entsteht. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Gebührenordnung, den Kassenkatalog und die Zuschussregeln von acht Krankenkassen an den Originalquellen ausgewertet.

Faktor Je Zahn 28 Zähne
1,0-fach (Mindestsatz) 1,57 Euro 43,96 Euro
2,3-fach (Durchschnitt) 3,62 Euro 101,36 Euro
3,5-fach (Höchstsatz) 5,51 Euro 154,28 Euro

Eigene Berechnung mit den Gebühren je Zahn aus dem GOZ-Kommentar der Bundeszahnärztekammer (GOZ-Nr. 1040, 28 Punkte). Bei 32 Zähnen kommen am 2,3-fachen Satz 115,84 Euro heraus. Zusätzliche Positionen wie ein Mundhygienestatus sind nicht enthalten.

Mit 28 Zähnen haben wir gerechnet, weil das ein Gebiss ohne Weisheitszähne ist. Fehlende Zähne senken den Betrag, Implantate und Brückenglieder erhöhen ihn, denn jedes davon zählt wie ein eigener Zahn.

Die Tabelle erklärt auch die Spannen, die Krankenkassen selbst nennen. Die AOK gibt etwa 80 bis 120 Euro an, die Barmer „meist zwischen 100 und 180 Euro“, die IKK classic 40 bis 250 Euro mit einem Durchschnitt von rund 80 Euro. Der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes nennt in seiner Meldung vom 26. Mai 2026 etwa 44 bis 117 Euro pro Behandlung — auffällig nah an der Spanne vom 1,0- bis zum 2,3-fachen Satz bei 28 Zähnen.

Wie setzt sich der Preis für eine professionelle Zahnreinigung zusammen?

Der Preis ergibt sich aus Punktzahl mal Punktwert mal Steigerungsfaktor, und der Punktwert liegt nach § 5 GOZ fest bei 5,62421 Cent. Laut Zahnärztekammer Nordrhein ist dieser Wert seit 1988 nicht mehr angepasst worden; bei der Euro-Umstellung wurde nur die Währung umgerechnet.

Für die PZR heißt das: 28 Punkte mal 5,62421 Cent ergeben 1,57 Euro. Alles Weitere entscheidet der Faktor, den die Praxis ansetzt. Er bewegt sich nach § 5 GOZ zwischen dem Einfachen und dem Dreieinhalbfachen des Gebührensatzes.

Was bedeutet Faktor 2,3 bei der Zahnarztrechnung?

Der 2,3-fache Satz ist der Normalfall. § 5 Absatz 2 GOZ legt fest, dass er die nach Schwierigkeit und Zeitaufwand durchschnittliche Leistung abbildet. Ein höherer Faktor bis 3,5 ist nur bei besonderen Umständen zulässig, etwa bei schwer zugänglichen Stellen oder starken Belägen, und muss nach § 10 GOZ auf der Rechnung schriftlich begründet werden.

Oberhalb von 3,5 geht es nur mit einer Vereinbarung nach § 2 GOZ. Sie muss vor der Behandlung schriftlich getroffen werden und Leistungsnummer, Steigerungssatz und Betrag nennen. Außerdem muss darin stehen, dass eine Erstattung möglicherweise nicht in voller Höhe gewährleistet ist. Eine Kopie bekommt ihr ausgehändigt. Wer so ein Formular unterschreibt, sollte vorher bei der Kasse fragen, wie viel des Betrags sie tatsächlich erstattet.

Welche Positionen können zusätzlich auf der Rechnung stehen?

Häufig kommt ein Mundhygienestatus dazu. Die GOZ-Nr. 1000 ist mit 200 Punkten bewertet und kostet laut Bundeszahnärztekammer 25,87 Euro beim 2,3-fachen Satz; sie setzt eine eingehende Unterweisung von mindestens 25 Minuten voraus und ist einmal im Kalenderjahr berechnungsfähig. Zusammen mit der PZR für 28 Zähne landet die Rechnung dann bei 127,23 Euro.

Nicht nebeneinander abrechenbar sind dagegen PZR und Zahnsteinentfernung am selben Zahn. Die Bundeszahnärztekammer schließt die GOZ-Nr. 1040 neben den Nummern 1020, 4050, 4055, 4060, 4070, 4075, 4090 und 4100 aus. Steht beides für denselben Zahn auf einer Privatrechnung, lohnt eine Nachfrage in der Praxis.

Unterschied Zahnsteinentfernung und professionelle Zahnreinigung: Was zahlt die Kasse?

Zahnärztliche Handinstrumente und Polierbürste auf einem sterilen Tuch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt die Entfernung harter Zahnbeläge einmal pro Kalenderjahr, die professionelle Zahnreinigung dagegen gar nicht. So steht es im Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Stand 1. Januar 2026: Die Nr. 107 „Entfernen harter Zahnbeläge“ ist einmal pro Kalenderjahr abrechnungsfähig.

Der Unterschied liegt im Umfang. Bei der Zahnsteinentfernung auf Kassenkosten wird nur der harte, mineralisierte Belag abgetragen. Die PZR geht weiter: weiche Beläge und Biofilm, Zahnzwischenräume, Politur und Fluoridierung gehören dazu. Laut AOK dauert eine PZR ungefähr 30 bis 60 Minuten.

Die Verbraucherzentrale fasst die Grenze so zusammen: Gesetzliche Kassenleistung für Erwachsene sind zwei Kontrolluntersuchungen pro Jahr, eine Zahnsteinentfernung pro Jahr und alle zwei Jahre die Parodontitis-Früherkennung. Wer also nur den Zahnstein loswerden will, zahlt einmal im Jahr nichts dazu.

Wer bekommt mehr als einmal im Jahr eine Zahnsteinentfernung?

Versicherte mit einem Pflegegrad nach § 15 SGB XI oder mit Eingliederungshilfe nach § 99 SGB IX. Für sie gibt es die BEMA-Nr. 107a, die einmal pro Kalenderhalbjahr abrechnungsfähig ist — also zweimal im Jahr. Beide Nummern schließen sich im selben Zeitraum gegenseitig aus. Wie ein Pflegegrad festgestellt wird, erklärt unser Ratgeber zum Pflegegrad.

Kinder und Jugendliche vom sechsten bis zum 18. Geburtstag haben einen eigenen Anspruch: die Individualprophylaxe. Laut BEMA gehören dazu der Mundhygienestatus (IP 1) und die lokale Fluoridierung (IP 4) je einmal im Kalenderhalbjahr, bei hohem Kariesrisiko die Fluoridierung sogar zweimal, sowie die Versiegelung der Backenzähne (IP 5). Eine PZR nach GOZ 1040 ist das nicht, deckt für Kinder aber den Kern der Vorsorge ab.

Wer an einer Parodontitis leidet, bekommt nach der Behandlung eine unterstützende Parodontitistherapie (UPT) als Kassenleistung. Sie läuft laut BEMA zwei Jahre, die Häufigkeit richtet sich nach dem festgestellten Grad der Erkrankung. Ob das im Einzelfall nötig ist, entscheidet die Zahnärztin oder der Zahnarzt.

Welche Krankenkasse zahlt Zahnreinigung 2026?

Unbeschriftete farbige Briefumschläge und eine neutrale Karte auf einem hellen Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die meisten gesetzlichen Krankenkassen zahlen einen freiwilligen Zuschuss, die Höhe reicht nach den Kassenseiten von 40 Euro im Jahr bis zu zweimal 60 Euro. Laut Verbraucherzentrale reichen die Zuschüsse von 20 bis 100 Euro pro Zahnreinigung (Stand: 19. Februar 2024).

Die Verbraucherzentrale formuliert den Grund für die großen Unterschiede knapp: „Die Zuschüsse sind freiwillige Leistungen der Kassen und deshalb nicht überall gleich.“ Es handelt sich um Satzungsleistungen, die jede Kasse selbst festlegt und jedes Jahr ändern kann. Die folgenden Beispiele stammen ausschließlich von den Websites der Kassen selbst, abgerufen am 24. September 2026:

  • Techniker Krankenkasse: bis zu 40 Euro, einmal pro Kalenderjahr, ab 18 Jahren, Rechnung mit „professionelle Zahnreinigung“ oder „GOZ 1040″ (TK, Stand 01.07.2026).
  • DAK-Gesundheit: jährlich maximal 60 Euro, auch für mitversicherte Kinder; Schwangere bekommen einmalig die vollen Kosten erstattet (DAK, Stand 20.01.2026).
  • IKK classic: einmal jährlich bis 40 Euro; alternativ eine kostenlose PZR pro Jahr ab 18 Jahren in teilnehmenden DentNet-Praxen (IKK classic).
  • BKK firmus: ab 2026 maximal 100 Euro je Kalenderjahr, Rechnung bis 31. März des Folgejahres einreichen; zusätzlich kostenlose PZR in DentNet-Praxen (BKK firmus).
  • AOK Bremen/Bremerhaven: zwei Zahnreinigungen jährlich, je Behandlung bis 60 Euro, höchstens der Rechnungsbetrag (AOK Bremen/Bremerhaven, Stand 31.08.2026).
  • AOK NordWest: bis zu zwei Behandlungen im Kalenderjahr, je bis 50 Euro, aus dem Gesundheitsbudget, bei einer Vertragszahnarztpraxis (AOK NordWest, Stand 09.12.2025).
  • Barmer: kein direkter Zuschuss; stattdessen über das Bonusprogramm, für Schwangere kann die Kasse die Kosten übernehmen (Barmer, Stand 02.03.2026).

Rechnet man diese Beträge gegen die 101,36 Euro vom 2,3-fachen Satz, bleiben bei der TK 61,36 Euro Eigenanteil, bei der DAK 41,36 Euro und bei der BKK firmus 1,36 Euro. Bei der AOK Bremen/Bremerhaven sind zwei Termine im Jahr mit zusammen bis zu 120 Euro bezuschusst.

Lohnt sich ein Krankenkassenwechsel wegen des Zahnreinigungs-Zuschusses?

Allein wegen der PZR selten. Der Unterschied zwischen 40 und 100 Euro Zuschuss beträgt 60 Euro im Jahr — das kann ein höherer Zusatzbeitrag schnell auffressen. Sinnvoller ist der Blick auf das Gesamtpaket aus Beitrag, Bonusprogramm und Satzungsleistungen, wie ihn unser Ratgeber zum Zusatzbeitrag der Krankenkasse durchrechnet.

Wie reiche ich die Rechnung für Zahnreinigung bei der Krankenkasse ein?

Ihr zahlt die Rechnung zuerst selbst und ladet sie dann in der App oder im Online-Postfach eurer Kasse hoch; die TK und die IKK classic beschreiben genau diesen Weg. Bei der TK muss auf der Rechnung „professionelle Zahnreinigung“ oder die Nummer „GOZ 1040″ stehen, und Zahnreinigungen vor dem 1. Oktober 2022 erstattet sie nicht.

Drei Dinge entscheiden, ob das Geld ankommt. Erstens die Frist: Die BKK firmus nimmt Rechnungen bis zum 31. März des Folgejahres an, andere Kassen setzen eigene Fristen. Zweitens die Praxis: Manche Zuschüsse gelten nur bei Vertragszahnärzten oder in Netzwerkpraxen. Drittens die Obergrenze: Mehr als der Rechnungsbetrag wird nie erstattet, das schreibt die AOK Bremen/Bremerhaven ausdrücklich dazu.

Wie holt ihr über Bonusprogramme mehr heraus?

Bei Kassen ohne direkten Zuschuss führt der Weg über das Bonusprogramm. Die Barmer rechnet in der Top-Geldprämie 50 Punkte in 10 Euro um und zahlt für bis zu 1.000 Punkte höchstens 200 Euro im Jahr; die professionelle Zahnreinigung ist dort ausdrücklich als Verwendungszweck genannt. Welche Kasse wie viel über ihr Programm zahlt, vergleicht unser Ratgeber zum Krankenkassen-Bonusprogramm.

Den zweiten Bonus bringt der jährliche Kontrolltermin selbst. Nach § 55 SGB V steigt der Festzuschuss zum Zahnersatz von 60 auf 70 Prozent, wenn ihr euch in den letzten fünf Jahren mindestens einmal pro Kalenderjahr habt untersuchen lassen, und auf 75 Prozent nach zehn Jahren. Maßgeblich ist nach dem Gesetzestext die zahnärztliche Untersuchung, die im Bonusheft abgestempelt wird — nicht die Reinigung.

Zahnreinigung über Krankenkasse und Zusatzversicherung abrechnen

Eine private Zahnzusatzversicherung kann den Rest übernehmen. Die IKK classic nennt für den Tarif ihres Kooperationspartners bis zu 135 Euro jährlich zusätzlich für die PZR. Ob Kassenzuschuss und Versicherung kombiniert werden dürfen und in welcher Reihenfolge, regeln die Bedingungen des jeweiligen Tarifs; mehr als die Rechnung sollte in der Summe nie zurückfließen, die AOK Bremen/Bremerhaven deckelt ihren Zuschuss ausdrücklich auf den Rechnungsbetrag. Worauf es beim Abschluss ankommt, steht im Ratgeber zur Zahnzusatzversicherung.

Steigen die Eigenanteile für die Zahnreinigung wirklich?

Messing-Balkenwaage mit einer ZahnbĂĽrste und leeren Belegen im Gleichgewicht

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Belegt ist nur eine Hälfte der Schlagzeile: Die Zuschüsse sind gestiegen, ein Anstieg der Eigenanteile ist dagegen nicht gemessen. Die Meldung stammt aus einer Pressemitteilung eines Versicherungsmaklers vom 23. September 2026, nach der der durchschnittliche Zuschuss von 46 Euro (2021) auf 69 Euro (2026) gestiegen ist und 92 von 93 untersuchten Kassen einen Zuschuss zahlen.

Die Gegenseite der Rechnung, also die Kosten, stützt dieselbe Mitteilung nicht auf Preisdaten, sondern ausdrücklich auf die „Erfahrung des Vergleichsportals“: kaum unter 100 Euro, in Großstädten häufig 120 bis 150 Euro. Das ist eine Einschätzung, keine Messung — und ein Makler, der Zahnzusatzversicherungen vermittelt, hat ein Interesse an hohen Eigenanteilen. Wir behaupten deshalb nicht, dass die Eigenanteile steigen.

Was sich prüfen lässt, spricht eher für stabile Grundgebühren. Die Gebühr je Zahn hängt am GOZ-Punktwert von 5,62421 Cent, und der ist laut Zahnärztekammer Nordrhein seit 1988 unverändert. Teurer wird eine PZR deshalb nur über einen höheren Faktor, eine Vereinbarung nach § 2 GOZ oder zusätzliche Positionen. Das kommt vor, lässt sich aber auf jeder Rechnung nachlesen.

Einzelne Kassen haben ihren Zuschuss zum Jahr 2026 neu gefasst: Die BKK firmus schreibt ausdrücklich „Ab 2026″ zu ihren bis zu 100 Euro je Kalenderjahr. Die TK und die IKK classic geben höchstens 40 Euro.

Was tatsächlich steigt, sind die Eigenanteile beim Zahnersatz, nicht bei der Reinigung. Laut Zahnärztlichen Mitteilungen vom 20. Juli 2026 sinken die Festzuschüsse durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ab 1. Januar 2027 um zehn Prozentpunkte: ohne Bonusheft von 60 auf 50 Prozent, mit fünf Jahren Bonus von 70 auf 60, mit zehn Jahren von 75 auf 65 Prozent. Die Zuschüsse zur PZR sind davon nach diesem Bericht nicht betroffen.

Wie oft ist eine Zahnreinigung sinnvoll — und was gilt für Kinder und Schwangere?

Ein festes Intervall ist nicht belegt; die AOK schreibt, es gebe keine Untersuchungen, aus denen hervorgeht, wie oft eine PZR für gesundheitliche Vorteile nötig ist. Zahnärzte empfehlen laut AOK ein- bis zweimal im Jahr, abhängig vom individuellen Risiko, und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung nennt in der Regel zwei Termine pro Jahr.

Gefragt ist die Leistung trotzdem. Laut Bundeszahnärztekammer nehmen 25 bis 30 Millionen Bundesbürger jährlich eine PZR in Anspruch, zitiert der IGeL-Monitor am 26. Mai 2026. Eine eigene Nutzenbewertung hat er nicht vorgenommen, weil die PZR als zahnmedizinische Leistung nicht zu den Individuellen Gesundheitsleistungen zählt, die er bewertet.

Für die Kostenplanung heißt das: Zwei Termine zum 2,3-fachen Satz kosten bei 28 Zähnen 202,72 Euro im Jahr. Zahlt eure Kasse nur einmal jährlich einen Zuschuss, trägt ihr den zweiten Termin komplett selbst. Ob ihr ihn braucht, klärt die Praxis anhand eures Befunds, nicht der Preis.

Was gilt für Kinder?

Für Kinder zwischen sechs und 17 Jahren übernimmt die Kasse die Individualprophylaxe mit Fluoridierung und Versiegelung, eine PZR nach GOZ gehört nicht dazu. Einige Kassen bezuschussen sie trotzdem: Bei der DAK gilt der Zuschuss von bis zu 60 Euro auch für mitversicherte Kinder. Die TK zahlt ihren Zuschuss erst ab 18 Jahren.

Was gilt für Schwangere?

Einen gesetzlichen PZR-Anspruch für Schwangere gibt es nicht; der BEMA enthält dafür keine eigene Nummer. Mehrere Kassen springen freiwillig ein: Die DAK erstattet werdenden Müttern einmalig die vollen Kosten, die Barmer schreibt, sie könne die Kosten für werdende Mütter übernehmen. Bei anderen Kassen lohnt eine Nachfrage vor dem Termin.

Wer zwischen den Terminen spart, tut das bei der Pflege zu Hause. In unserer Zentral-Datenbank stehen 320 Deal-Beiträge und Userdeals zu Zahnbürsten, Mundduschen, Zahnseide, Interdentalbürsten und Zahnpasta, davon 29 aktuell online (Stand: 24. September 2026).

Die kostenlose Kontrolle hat einen zweiten Nutzen: Jeder jährliche Termin zählt fürs Bonusheft. Nach zehn lückenlosen Jahren zahlt die Kasse für eine metallische Vollkrone 298,79 Euro statt 239,03 Euro, und ab 2027 sinken beide Werte um zehn Prozentpunkte der Regelversorgung. Die Stufen und Beträge stehen im Ratgeber zum Festzuschuss beim Zahnersatz.

Vor- & Nachteile der professionellen Zahnreinigung aus Kostensicht

Vorteile Nachteile
Gebühr je Zahn fest in der GOZ, am Regelsatz 3,62 Euro Keine gesetzliche Kassenleistung, nur freiwillige Zuschüsse
Viele Kassen zahlen 40 bis 120 Euro im Jahr dazu Zuschüsse oft nur einmal jährlich oder nur in Netzwerkpraxen
Einreichen per App dauert wenige Minuten Faktor über 2,3 und Zusatzpositionen treiben die Rechnung
Zahnsteinentfernung einmal jährlich bleibt immer kostenlos Kein wissenschaftlich belegtes Intervall für gesunde Erwachsene

Häufige Fragen zu den Kosten der Zahnreinigung

Muss die Zahnreinigung bei einem bestimmten Zahnarzt erfolgen?

Das hängt von der Kasse ab. Die TK verlangt nur, dass die Reinigung in einer Zahnarztpraxis stattfindet, die AOK NordWest eine Praxis mit Kassenzulassung. Kostenlose Reinigungen bei der IKK classic oder der BKK firmus gibt es dagegen nur in teilnehmenden DentNet-Praxen. Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung sieht solche Selektivverträge kritisch, weil sie die freie Zahnarztwahl einschränken.

Wie oft pro Jahr ist der Zuschuss für eine Zahnreinigung möglich?

Bei der TK, der IKK classic und der BKK firmus gibt es den Zuschuss einmal im Kalenderjahr. Die AOK Bremen/Bremerhaven und die AOK NordWest bezuschussen zwei Behandlungen im Jahr. Maßgeblich ist immer das Kalenderjahr, in dem die Reinigung stattfand — ein Termin im Dezember und einer im Januar können also in zwei Jahren bezuschusst werden.

Gilt der Zuschuss auch für reine Zahnsteinentfernung?

Nein, und er ist dafür auch nicht nötig. Die Zahnsteinentfernung zahlt die Kasse einmal pro Kalenderjahr direkt über die elektronische Gesundheitskarte. Der Zuschuss ist für die private PZR gedacht; die TK verlangt deshalb auf der Rechnung ausdrücklich „professionelle Zahnreinigung“ oder „GOZ 1040″.

Welche Leistungen sind in der professionellen Zahnreinigung standardmäßig enthalten?

Laut Leistungsbeschreibung der GOZ-Nr. 1040: das Entfernen der Beläge über und am Zahnfleischrand auf Zahn- und Wurzeloberflächen, die Reinigung der Zahnzwischenräume, das Entfernen des Biofilms, die Politur und geeignete Fluoridierungsmaßnahmen. Ein Mundhygienestatus mit Unterweisung ist eine eigene Leistung (GOZ-Nr. 1000) und wird getrennt berechnet.

Was kostet eine Zahnreinigung für Privatpatienten?

Dasselbe wie für Kassenpatienten, denn beide zahlen nach der GOZ: 3,62 Euro je Zahn beim 2,3-fachen Satz. Der Unterschied liegt in der Erstattung. Ob und in welcher Höhe die private Krankenversicherung zahlt, steht im jeweiligen Tarif; einen festen Satz gibt es nicht.

Brauche ich für die Zahnreinigung einen Kostenvoranschlag?

Nein, bei Faktoren bis 3,5 nicht. Nur wenn die Praxis darüber hinausgehen will, muss sie nach § 2 GOZ vorher eine schriftliche Vereinbarung mit Betrag und Steigerungssatz abschließen. Wer den Eigenanteil planen will, fragt trotzdem vorab nach dem Faktor und der Zahl der gereinigten Zähne.

Fazit: Rechnung einreichen, Faktor prüfen, Bonusheft nicht vergessen

Die professionelle Zahnreinigung hat einen klaren Preisanker: 3,62 Euro je Zahn beim Regelsatz, rund 101 Euro für 28 Zähne. Die Schlagzeile von steigenden Eigenanteilen hält einer Prüfung nicht stand, denn die Kosten dafür beruhen auf Erfahrungswerten, während der GOZ-Punktwert seit 1988 gleich ist. Wer die Rechnung einreicht, bekommt je nach Kasse 40 bis 120 Euro im Jahr zurück.

  • Zuschuss holen: Rechnung mit „GOZ 1040″ sofort in der Kassen-App hochladen, Fristen beachten.
  • Faktor prüfen: Über 2,3 muss die Praxis begründen, über 3,5 braucht es eine schriftliche Vereinbarung vorab.
  • Kassenleistung nutzen: Kontrolle und Zahnsteinentfernung einmal jährlich kosten nichts und sichern den Bonus beim Zahnersatz.

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Ăśber den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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