VW ID. Tiguan: Preis, Reichweite, Marktstart und ob sich das Warten lohnt

Volkswagen hat den VW ID. Tiguan am 9. Oktober 2026 vorgestellt: Das Elektro-SUV kostet ab 42.695 Euro, ist ab dem 13. Oktober vorbestellbar und kommt Anfang 2027 auf den Markt. Der ID. Tiguan ist das vollelektrische Mittelklasse-SUV von Volkswagen, das die Nachfolge von ID.4 und ID.5 antritt und neben dem Tiguan mit Benzin-, Diesel- und Hybridantrieb verkauft wird. Wer jetzt einen ID.4 bestellt, kann bis Jahresende mit einer VW-Kaufprämie von bis zu 5.000 Euro rechnen, deshalb lohnt der Preisvergleich vor der Vorbestellung. Stand: Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Preis ab 42.695 Euro, Vorverkauf ab 13. Oktober 2026, Auslieferung ab Anfang 2027, gebaut in Emden.
  • Drei Antriebe: 140 kW mit 58 kWh, 210 kW und 220 kW Allrad mit je 77 kWh, WLTP-Reichweite bis zu 600 km.
  • Bis zu 534 Liter Kofferraum, 32 Liter Frunk, bis zu 2.000 kg Anhängelast.
  • Die staatliche E-Auto-Förderung von 3.000 bis 6.000 Euro gilt auch für Zulassungen 2027, die VW-Kaufprämie bis 5.000 Euro nur für ID.4 und ID.5.

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Was ist der VW ID. Tiguan – und gibt es jetzt einen elektrischen Tiguan?

Dunkelblaues Elektro-SUV auf einer Landstraße mit Wiesen und Windrädern im Hintergrund

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ja, den Tiguan gibt es ab Anfang 2027 auch als reines Elektroauto: Volkswagen hat den ID. Tiguan laut Pressemitteilung vom 9. Oktober 2026 als Nachfolger von ID.4 und ID.5 vorgestellt. Wer bisher Tiguan fährt und dieselbe Fahrzeugklasse elektrisch weiterfahren will, bekommt damit erstmals ein Modell mit vertrautem Namen statt einer reinen ID-Nummer.

Der Name täuscht allerdings ein wenig. Technisch ist der ID. Tiguan kein elektrifizierter Verbrenner-Tiguan, sondern ein stark überarbeiteter ID.4 auf der Elektro-Plattform MEB+. Der ADAC beschreibt ihn in seinem ersten Fahrbericht als zweite Generation des ID.4, die unter neuem Namen startet. Der Verbrenner-Tiguan bleibt parallel im Programm und wird weiter in Wolfsburg gebaut, der ID. Tiguan läuft im Werk Emden vom Band.

Volkswagen-Markenchef Thomas Schäfer begründet die Namenswahl mit der Verkaufsstatistik: „Der Tiguan ist unser weltweit meistverkauftes Modell, ID.4 und ID.5 gehören zu unseren erfolgreichsten Elektroautos.“ (Pressemitteilung, 9. Oktober 2026). Mit dem ID. Tiguan fasst VW beide Linien zusammen. Ein eigenes Coupé wie den ID.5 gibt es dann nicht mehr.

Für euch als Käufer heißt das: Wer einen ID.4 oder ID.5 im Auge hat, kauft ab Anfang 2027 ein Auslaufmodell, und wer einen Tiguan mit Verbrenner sucht, kann ab dann zwischen zwei Antriebsarten im gleichen Format wählen. Wie VW das Auto selbst inszeniert, zeigt der offizielle Vorstellungsfilm:

Was kostet der ID. Tiguan? Preis, Vorverkauf und Marktstart

Der ID. Tiguan startet laut Volkswagen bei 42.695 Euro, der Vorverkauf beginnt in Deutschland am 13. Oktober 2026, die Markteinführung folgt Anfang 2027. Eine vollständige Preisliste je Antrieb und Ausstattung hat VW bis zum 9. Oktober 2026 nicht veröffentlicht; die Einstiegsversion dürfte die 140-kW-Variante mit 58-kWh-Akku sein, bestätigt ist das aber nicht.

Spannend wird der Preis erst im Vergleich mit den Modellen, die VW heute schon verkauft. Die folgende Tabelle zeigt die Einstiegspreise, wie sie Volkswagen am 9. Oktober 2026 auf den eigenen Modellseiten nennt:

Modell Antrieb Preis ab
ID. Tiguan Elektro 42.695 €
ID.4 Elektro 40.580 €
ID.5 Elektro 43.360 €
Tiguan Benzin, Diesel, Hybrid 39.385 €

Stand 09.10.2026, Einstiegspreise laut Volkswagen-Pressemitteilung bzw. volkswagen.de. Kaufprämien und Förderung sind nicht abgezogen, Überführung und Zulassung kommen hinzu.

Der elektrische Tiguan kostet damit 2.115 Euro mehr als der ID.4, aber 665 Euro weniger als der ID.5. Gegenüber dem Verbrenner-Tiguan liegt der Aufpreis bei 3.310 Euro, also bei rund 8 Prozent. Dieser Abstand schrumpft, sobald staatliche Förderung ins Spiel kommt, denn die gibt es nur für den Elektro-SUV.

Laut Pressemitteilung gibt es vier Ausstattungslinien: Trend, Life, Style und R-Line. Was jeweils serienmäßig ist, steht noch nicht fest. Sicher ist nur, dass One-Pedal-Driving zur Serie gehört; Massagesitze, ein Harman-Kardon-Soundsystem mit 480 Watt und das Panoramadach führt VW als Option.

Ab wann ist der ID. Tiguan bestellbar?

Ab dem 13. Oktober 2026 nehmen die Volkswagen-Partner in Deutschland und vielen weiteren europäischen Ländern Bestellungen an. Die ersten Kundenfahrzeuge sollen Anfang 2027 ausgeliefert werden. Einen konkreten Liefertermin für Bestellungen aus dem Oktober nennt VW nicht. Wer vorbestellt, sollte im Kaufvertrag auf den Preisstand und eine Rücktrittsmöglichkeit achten, falls sich Ausstattungen oder Preise bis zur Produktion noch ändern.

ID. Tiguan Reichweite: Wie weit kommt er nach WLTP?

Weißes Elektro-SUV lädt in der Dämmerung an einer überdachten Schnellladesäule

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Volkswagen nennt für den ID. Tiguan eine WLTP-Reichweite von bis zu 600 km; laut ADAC-Fahrbericht vom 9. Oktober 2026 schafft die Basis mit 58-kWh-Akku bis zu 450 km und der Allradler bis zu 560 km. Den kombinierten Verbrauch gibt VW für die 220-kW-Version mit 17,2 bis 15,7 kWh pro 100 km an.

Version Akku WLTP-Reichweite
140 kW (190 PS), Heckantrieb 58 kWh (LFP) bis zu 450 km
210 kW (286 PS), Heckantrieb 77 kWh (NMC) bis zu 600 km
220 kW (299 PS), Allrad 77 kWh (NMC) bis zu 560 km

Leistung und Akkugröße laut VW-Pressemitteilung, Reichweiten je Version und Zellchemie laut ADAC-Fahrbericht (beide 09.10.2026). VW selbst nennt nur den Höchstwert „bis zu 600 km“; Werte je Ausstattung können abweichen.

Der Fortschritt zum Vorgänger fällt kleiner aus, als die runde 600 suggeriert. Den ID.4 bewirbt Volkswagen auf seiner Modellseite schon heute mit bis zu 574 km. Der Abstand beträgt also 26 km oder knapp 5 Prozent. Der ADAC kommt zu einem ähnlichen Urteil: Bei Antrieb, Reichweite und Ladezeiten habe sich beim Nachfolger des ID.4 wenig getan.

Für die Praxis gilt, was für jedes Elektroauto gilt: Der WLTP-Wert ist ein Laborwert. Im Winter, bei Autobahntempo und mit Anhänger sinkt die Reichweite deutlich. Warum die Datenblattangabe nie stimmt und wie viel Reichweite ihr wirklich braucht, erklären wir im Ratgeber zur E-Auto-Reichweite. Wer 15.000 km im Jahr fährt, braucht beim oberen VW-Verbrauchswert von 17,2 kWh rechnerisch rund 2.580 kWh Strom, Ladeverluste noch nicht eingerechnet.

Wie schnell lädt der ID. Tiguan?

Laut ADAC lädt die 58-kWh-Version mit bis zu 105 kW Gleichstrom und braucht von 10 auf 80 Prozent etwa 26 Minuten, die 77-kWh-Versionen laden mit bis zu 165 kW in etwa 29 Minuten. An der Wallbox oder Wechselstrom-Säule sind es bei allen Varianten höchstens 11 kW. Eine 800-Volt-Technik, wie sie etwa der neue BMW iX3 nutzt, nennt Volkswagen für den ID. Tiguan nicht. Was eine Ladung zu Hause und unterwegs kostet, steht in unserem Überblick E-Auto laden.

Kann der ID. Tiguan Strom abgeben?

Ja, aber nur an Geräte. VW bietet einen „PowerSocket“ an, einen Adapter für den Ladeanschluss, mit dem sich elektrische Geräte vom E-Grill bis zum E-Bike versorgen lassen (Vehicle-to-Load). Rückspeisung ins Hausnetz (Vehicle-to-Home) erwähnt die Pressemitteilung nicht.

ID. Tiguan vs. ID.4 und Tiguan: Was ist neu, was bleibt gleich?

Der ID. Tiguan ist laut electrive 4,62 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,62 Meter hoch, hat 2,77 Meter Radstand und laut VW bis zu 534 Liter Kofferraum plus 32 Liter Frunk. Die größten Neuerungen gegenüber dem ID.4 liegen nicht im Antrieb, sondern im Innenraum und in der Bedienung.

Volkswagen reagiert sichtbar auf die Kritik am ID.4. Wichtige Funktionen sind wieder über Tasten erreichbar: Die Klimaanlage hat eine eigene Tastenleiste in der Mittelkonsole, das Lenkrad hat physische Tasten statt Touchflächen, Lautstärke und Senderwahl laufen über einen Drehregler. Dazu kommen ein 10-Zoll-Fahrerdisplay, ein 15-Zoll-Infotainmentdisplay und als Option ein 12-Zoll-Beifahrerdisplay, das der Fahrer laut VW nicht einsehen kann. Zwei induktive Ladeflächen nach Qi2-Standard halten das Smartphone magnetisch fest.

Den Fahreindruck des getarnten Vorserienwagens fasst der ADAC so zusammen: „Der Fahrkomfort war und bleibt alle Ehren wert.“ (ADAC, 9. Oktober 2026). Spürbar besser seien vor allem Materialanmutung und Bedienbarkeit. Die schnellste Version mit 220 kW und Allrad beschleunigt laut electrive in 6,3 Sekunden auf 100 km/h, die Basis in 8,5 Sekunden.

  • ID. Tiguan: Preis ab 42.695 € / Reichweite bis 600 km / Anhängelast bis 2.000 kg / Kofferraum bis 534 l plus 32 l Frunk.
  • ID.4: Preis ab 40.580 € / Reichweite bis 574 km / Stützlast bis 75 kg / ab Anfang 2027 Auslaufmodell.
  • Tiguan (Verbrenner, Hybrid): Preis ab 39.385 € / Anhängelast bis 2.300 kg / Gepäckraum bis 1.650 l bei umgeklappter Rückbank.

Beim Ziehen bleibt der Verbrenner vorn: Der Tiguan mit Benzin- oder Dieselmotor darf laut volkswagen.de bis zu 2.300 kg gebremst ziehen, der ID. Tiguan maximal 2.000 kg mit großem und 1.800 kg mit kleinem Akku. Für viele Wohnwagen reicht das, die Reichweite sinkt mit Anhänger aber deutlich unter den WLTP-Wert.

Ist der ID. Tiguan groß genug für eine Familie?

Mit Platz für fünf Personen und bis zu 534 Litern Kofferraum zielt der ID. Tiguan auf Familien mit ein bis zwei Kindern. Ein Siebensitzer ist er nicht. Ob drei Kindersitze nebeneinander passen und wie viele Isofix-Punkte es gibt, hat Volkswagen noch nicht veröffentlicht. Wer mehr Platz braucht, findet im Konzern mit dem Skoda Peaq ein elektrisches SUV mit sieben Sitzen, das wir im Ratgeber zum Skoda Peaq durchgerechnet haben.

Welche E-Auto-Förderung gibt es für den ID. Tiguan?

Autoschlüssel, grauer Ordner, Lesebrille und Kugelschreiber auf einem hellen Holztisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Für den ID. Tiguan gibt es die staatliche E-Auto-Förderung von 3.000 bis 6.000 Euro, sofern das zu versteuernde Haushaltseinkommen höchstens 80.000 Euro beträgt (mit Kindern bis 90.000 Euro). Laut Bundesumweltministerium stehen dafür 3 Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2029 bereit, gefördert werden Kauf und Leasing neuer Elektroautos mit Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026.

Weil der ID. Tiguan erst 2027 ausgeliefert wird, ist das wichtig: Für reine Elektroautos nennt das Programm kein Enddatum im Jahr 2026, eine Zulassung im Frühjahr 2027 ist also grundsätzlich förderfähig, solange das Geld reicht. Eine Preisobergrenze für das Fahrzeug nennen weder Ministerium noch BAFA, der ID. Tiguan fällt also mit jeder Ausstattung unter das Programm.

Drei Regeln solltet ihr kennen, bevor ihr bestellt:

  • Antrag erst nach der Zulassung: Laut BAFA ist ein Antrag vor der Zulassung nicht möglich, die Frist beträgt zwölf Monate ab Zulassung. Reservieren lässt sich die Prämie bei der Bestellung also nicht.
  • 36 Monate Haltedauer: Das Auto muss drei Jahre auf euch zugelassen bleiben, auch bei einem Leasingvertrag über 24 Monate.
  • Einkommen zählt, nicht Gehalt: Maßgeblich ist das zu versteuernde Haushaltseinkommen aus den Steuerbescheiden, nicht das Bruttogehalt.

Ein Rechenbeispiel: Ein Paar ohne Kinder mit 52.000 Euro zu versteuerndem Einkommen bekommt 3.000 Euro Basisförderung plus 1.000 Euro Einkommenszuschlag. Der ID. Tiguan kostet damit netto ab 38.695 Euro, also weniger als der Verbrenner-Tiguan für 39.385 Euro. Alle Stufen, Kinderzuschläge und den Antragsweg haben wir im Ratgeber zur Elektroauto-Prämie 2026 zusammengestellt.

Dazu kommt die Kfz-Steuer. Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2030 sind laut Zoll von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis zum 31. Dezember 2035. Ein ID. Tiguan mit Zulassung 2027 fährt also bis Ende 2035 steuerfrei. Zusätzlich könnt ihr jedes Jahr die THG-Quote verkaufen.

ID. Tiguan Leasing: Mit welcher Rate könnt ihr rechnen?

Für den ID. Tiguan gibt es am 9. Oktober 2026 noch kein Leasingangebot von Volkswagen; als Orientierung dient der ID.4, den VW Leasing ab 375 Euro im Monat bei 3.000 Euro Sonderzahlung, 48 Monaten und 10.000 km im Jahr anbietet (volkswagen.de, gültig bis 31.12.2026). Umgerechnet kostet dieses Angebot effektiv 437,50 Euro im Monat, denn die Sonderzahlung verteilt sich auf 48 Raten.

Unser eigenes Deal-Archiv zeigt, was bei VW-Elektroautos sonst möglich war. Laut MonsterDealz-Deal-Archiv haben wir zwischen Februar 2021 und Januar 2025 zehn Leasing-Angebote für VW-ID-Modelle veröffentlicht; sieben davon nennen eine Effektivrate, und die lag zwischen 176 und 405,21 Euro im Monat (Auswertung der eigenen Beitragsdatenbank, Oktober 2026). Der ID.4 Pure stand im Juli 2024 bei 229 Euro Grundrate und effektiv 288,54 Euro im Monat.

Für den ID. Tiguan heißt das: Die ersten Raten nach dem Marktstart liegen erfahrungsgemäß über den Werten, die ein Modell nach einigen Monaten erreicht. Gute Leasingangebote entstehen meist erst, wenn Händler Kontingente abbauen müssen oder Hersteller Aktionen nachschieben. Wer nicht sofort einen ID. Tiguan braucht, wartet mit dem Leasing deshalb besser, bis Vergleichsangebote vorliegen. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und Leasingangebote mit Leasingfaktor und Gesamtkosten einordnet, damit eine niedrige Monatsrate nicht über eine hohe Sonderzahlung hinwegtäuscht.

Leasing oder Kauf: Was passt besser?

Beim Elektroauto spricht viel fürs Leasing, weil ihr das Restwertrisiko an den Leasinggeber abgebt. Das gilt besonders bei einem Modell, das gerade eine neue Generation bekommen hat. Die staatliche Förderung gibt es bei beiden Wegen, beim Leasing aber nur mit der 36-Monats-Regel. Die Rechnung im Detail steht in unseren Ratgebern E-Auto leasen oder kaufen und Auto-Leasing oder Kaufen; wie ihr den Leasingfaktor eines Elektro-SUV bewertet, zeigen wir am Beispiel des BMW iX3.

Lohnt sich das Warten auf den ID. Tiguan – oder ist der ID.4 jetzt günstiger?

Zwei Elektro-SUVs unterschiedlicher Generation nebeneinander auf dem Hof eines Autohauses

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Rein rechnerisch ist der ID.4 bis Jahresende das günstigere Auto: Volkswagen gewährt auf ID.4 und ID.5 eine Kaufprämie von bis zu 5.000 Euro für Kaufverträge bis zum 31. Dezember 2026 (volkswagen.de, Stand 09.10.2026). Ein ID.4 ab 40.580 Euro kostet damit im besten Fall 35.580 Euro, also 7.115 Euro weniger als der günstigste ID. Tiguan.

Die VW-Kaufprämie gilt laut Aktionsbedingungen für ID. Polo, ID. Cross, ID.3, ID.4, ID.5, ID.7 und ID.7 Tourer, und zwar für Bestell- und Lagerfahrzeuge bei teilnehmenden Händlern. Den ID. Tiguan nennt VW dort nicht. Die Prämie wird im Kaufvertrag ausgewiesen. Einen Ausschluss der staatlichen Förderung bei Herstellerrabatten nennen weder die Programmseite des Ministeriums noch die BAFA-FAQ; wer einen ID.4 bis Ende 2026 kauft und zulässt, sollte die Kombination beider Rabatte trotzdem vor der Unterschrift beim Händler schriftlich bestätigen lassen.

Ob sich das Warten lohnt, hängt an drei Fragen:

  • Bedienung: Wer sich am Touch-Konzept des ID.4 stört, bekommt im ID. Tiguan wieder Tasten und Drehregler. Das ist der größte Unterschied im Alltag.
  • Reichweite und Laden: Hier gewinnt ihr mit dem ID. Tiguan nur wenig, 26 km WLTP und laut ADAC keine schnellere Ladung.
  • Wiederverkauf: Ein ID.4 ist ab Anfang 2027 die Vorgängergeneration. Das drückt den Restwert beim späteren Verkauf, beim Leasing trägt dieses Risiko der Leasinggeber.

Unsere Einschätzung: Wer jetzt ein Elektro-SUV braucht und mit der ID.4-Bedienung leben kann, fährt mit einem ID.4 inklusive Kaufprämie oder einem Leasing deutlich günstiger. Wer ohnehin erst 2027 tauschen will, kann in Ruhe vorbestellen oder die ersten Leasingangebote abwarten. Wer sich im Konzern umsehen möchte: Das kleinere Elektro-SUV Skoda Epiq kostet deutlich weniger, ist aber eine Klasse kleiner.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Bis zu 600 km WLTP-Reichweite 2.115 Euro teurer als der ID.4
Wieder echte Tasten und Drehregler Keine VW-Kaufprämie wie beim ID.4
Bis zu 2.000 kg Anhängelast und 32-Liter-Frunk Laden mit höchstens 165 kW, kaum schneller als bisher
E-Auto-Förderung bis 6.000 Euro auch bei Zulassung 2027 Preise je Version und Auslieferung noch offen

Häufige Fragen zum VW ID. Tiguan

Gibt es einen elektrischen VW Tiguan oder Passat?

Einen elektrischen Tiguan gibt es ab Anfang 2027 als ID. Tiguan, vorbestellbar ab 13. Oktober 2026. Einen elektrischen Passat hat Volkswagen nicht angekündigt; die elektrische Mittelklasse-Limousine und den Kombi deckt VW mit dem ID.7 und dem ID.7 Tourer ab.

Ersetzt der ID. Tiguan den ID.4?

Ja. Laut Volkswagen tritt der ID. Tiguan die Nachfolge von ID.4 und ID.5 an. Der Tiguan mit Benzin-, Diesel- und Hybridantrieb wird dagegen parallel weiterverkauft.

Wie hoch ist der reale Verbrauch im Stadtverkehr?

Reale Messwerte gibt es noch nicht, weil bisher nur getarnte Vorserienautos gefahren wurden. Offiziell nennt VW für die 220-kW-Version 17,2 bis 15,7 kWh pro 100 km im WLTP-Mix. Wie weit der Stadtwert davon abweicht, zeigen erst unabhängige Tests nach dem Marktstart.

Welche Unterhaltskosten entstehen bei den verschiedenen Motorisierungen?

Alle drei Versionen sind bei Zulassung bis Ende 2030 von der Kfz-Steuer befreit, höchstens bis Ende 2035. Die Stromkosten hängen vom Verbrauch und vom Ladeort ab; beim gleichen 77-kWh-Akku kommt der Allradler laut ADAC 560 statt 600 km weit, braucht also etwas mehr Energie. Versicherungseinstufungen hat VW noch nicht veröffentlicht.

Passen drei Kindersitze nebeneinander in die zweite Reihe?

Das hat Volkswagen noch nicht angegeben. Bekannt ist nur, dass der ID. Tiguan fünf Sitzplätze hat und 1,86 Meter breit ist. Wer drei Kindersitze braucht, sollte das bei einer Probefahrt mit den eigenen Sitzen ausprobieren, bevor er bestellt.

Hat der ID. Tiguan 800-Volt-Technik?

Volkswagen nennt keine 800-Volt-Technik. Die Ladeleistung liegt laut ADAC bei höchstens 105 kW (58 kWh) bzw. 165 kW (77 kWh), eine Ladung von 10 auf 80 Prozent dauert damit etwa 26 bis 29 Minuten.

Bekomme ich die E-Auto-Prämie, wenn ich jetzt vorbestelle?

Die Bestellung allein sichert keine Förderung. Den Antrag stellt ihr erst nach der Zulassung, spätestens zwölf Monate danach. Entscheidend sind dann euer Einkommen und ob noch Mittel vorhanden sind; das Programm ist laut Bundesumweltministerium bis 2029 finanziert.

Fazit: Vorbestellen nur, wenn der ID.4 nicht passt

Der VW ID. Tiguan ist kein Technik-Sprung, sondern ein gründlich verbesserter ID.4 mit neuem Namen, besserer Bedienung und hochwertigerem Innenraum. Mit 42.695 Euro Einstiegspreis, bis zu 600 km Reichweite und bis zu 2.000 kg Anhängelast ist er ein solides Familien-SUV, das nach Abzug der E-Auto-Förderung sogar unter den Verbrenner-Tiguan rutschen kann. Wer jetzt ein Elektroauto braucht, rechnet aber besser zuerst den ID.4 mit bis zu 5.000 Euro VW-Kaufprämie gegen: Der Abstand von bis zu 7.115 Euro ist mehr, als die neuen Tasten wert sind. Aktuelle Leasing- und Neuwagen-Deals findet ihr täglich auf MonsterDealz.de.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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