THG-Quote 2026: PrĂ€mie fĂŒrs Elektroauto richtig beantragen
Wer ein reines Elektroauto zugelassen hat, kann jedes Jahr die Treibhausgasminderungsquote verkaufen â die THG-Quote â und bekommt dafĂŒr Geld, ohne etwas zu tun auĂer den Fahrzeugschein hochzuladen. Das Prinzip: Mineralölunternehmen mĂŒssen ihre Emissionen senken; euer Elektroauto spart COâ ein, und diese Einsparung könnt ihr ihnen ĂŒber einen Vermittler verkaufen. Die PrĂ€mie ist ĂŒber die Jahre deutlich gesunken, der Aufwand aber auch: Er liegt bei etwa fĂŒnf Minuten. Stand: August 2026.
Das Wichtigste in KĂŒrze
- Anspruch hat der im Fahrzeugschein eingetragene Halter â einmal pro Jahr und Fahrzeug.
- Nur reine Elektrofahrzeuge zÀhlen, keine Hybride.
- Es zĂ€hlt nicht, wie viel ihr fahrt â die Zulassung genĂŒgt.
- Die PrÀmie kann steuerlich relevant sein; im Privatvermögen ist sie es meist nicht.
Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthĂ€lt Partner-Links. Kauft ihr ĂŒber einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. FĂŒr euch bleibt der Preis identisch.
Was die THG-Quote ist

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Unternehmen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen, sind gesetzlich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen ihres Absatzes um einen bestimmten Anteil zu senken. Schaffen sie das nicht aus eigener Kraft, können sie Minderungen von anderen erwerben.
Genau hier kommt euer Elektroauto ins Spiel. Der Strom, mit dem es fĂ€hrt, verursacht weniger Emissionen als der Kraftstoff, den ein vergleichbarer Verbrenner gebraucht hĂ€tte. Diese Einsparung ist ein handelbares Gut â und sie gehört dem Fahrzeughalter.
Weil ein einzelnes Auto fĂŒr den Handel zu klein ist, bĂŒndeln Vermittler viele Fahrzeuge und verkaufen die Menge gemeinsam. Ihr meldet euer Fahrzeug bei einem solchen Vermittler an, er ĂŒbernimmt Zertifizierung und Verkauf und zahlt euch einen Anteil aus.
Wichtig fĂŒr das VerstĂ€ndnis: Ihr verkauft kein Guthaben und keine Emission, sondern eine bescheinigte Minderung. Deshalb hĂ€ngt der Anspruch an der Zulassung, nicht am Verbrauch â ob ihr zehntausend Kilometer fahrt oder tausend, Ă€ndert nichts.
Wer Anspruch hat
Die Voraussetzungen sind kurz und eindeutig. Fehlt eine, gibt es nichts.
| Voraussetzung | ErfĂŒllt, wenn |
|---|---|
| Antriebsart | rein elektrisch |
| Zulassung | in Deutschland |
| Halter | im Schein eingetragen |
| HĂ€ufigkeit | einmal je Jahr |
Berechtigt ist immer der eingetragene Halter â bei einem Leasingfahrzeug also die Person oder Firma, die im Fahrzeugschein steht. KlĂ€rt das bei geleasten Autos vorab, es ist der hĂ€ufigste Streitpunkt.
Berechtigt sind neben Pkw auch andere rein elektrische Fahrzeugklassen, etwa E-Roller mit Zulassung, E-Transporter oder elektrische Nutzfahrzeuge. Nicht berechtigt sind Plug-in-Hybride und alles ohne Zulassung â Pedelecs also nicht.
Bei Firmenwagen lohnt der Blick in die Ăberlassungsvereinbarung. Steht die Firma als Halter im Schein, ist sie berechtigt â auch wenn ihr das Auto tĂ€glich fahrt und zu Hause ladet. Manche Arbeitgeber geben die PrĂ€mie weiter, andere nicht; geregelt ist das nicht, es ist Verhandlungssache.
Ăhnlich bei Fahrzeugen im Haushalt, die auf eine andere Person zugelassen sind: Berechtigt ist nur, wer im Schein steht. Die Bankverbindung bei der Anmeldung sollte deshalb zur eingetragenen Person passen, sonst gibt es RĂŒckfragen.
Ein hĂ€ufiges MissverstĂ€ndnis betrifft den Zeitraum: Es geht um das Kalenderjahr, nicht um zwölf Monate ab Anmeldung. Wer das Fahrzeug im Dezember zulĂ€sst, kann fĂŒr dieses Jahr noch beantragen â die Fristen der Vermittler laufen allerdings deutlich frĂŒher aus.
So beantragt ihr die PrÀmie

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Der Ablauf dauert wenige Minuten und ist bei allen Vermittlern nahezu identisch.
- Vermittler auswÀhlen. Vergleicht Auszahlungshöhe, Auszahlungszeitpunkt und Bedingungen.
- Registrieren mit Name, Adresse und Bankverbindung.
- Fahrzeugschein hochladen. Fotografiert die Zulassungsbescheinigung Teil I, beide Seiten, gut lesbar.
- BestĂ€tigung abwarten. Der Vermittler prĂŒft und reicht die Menge beim Umweltbundesamt ein.
- Auszahlung erhalten. Je nach Modell nach wenigen Wochen oder erst nach der behördlichen BestÀtigung.
Der wichtigste Punkt beim Foto: Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer und die Antriebsart mĂŒssen klar erkennbar sein. Unscharfe Aufnahmen sind der hĂ€ufigste Grund fĂŒr RĂŒckfragen und Verzögerungen.
Meldet euer Fahrzeug nur bei einem Vermittler an. Eine Doppelanmeldung fĂŒhrt nicht zu doppeltem Geld, sondern zur Ablehnung â die Menge kann pro Fahrzeug und Jahr nur einmal eingereicht werden.
Und achtet auf die Frist. Die Vermittler brauchen Vorlauf fĂŒr die Einreichung, ihre Annahmefristen enden deshalb deutlich vor Jahresende.
Aktuelle Deals:
- ⥠THG-PrĂ€mie 2026: Bis zu 390⏠fĂŒr dein Elektroauto mit geld-fuer-eAuto.de (Direktlink zum Anbieter)
FixprÀmie oder Erlösbeteiligung?
Es gibt zwei Auszahlungsmodelle, und die Entscheidung dazwischen ist die einzige, die ihr wirklich treffen mĂŒsst.
- FixprÀmie: Ein garantierter Betrag, meist schnell ausgezahlt. Ihr wisst sofort, was ihr bekommt, und tragt kein Preisrisiko.
- Erlösbeteiligung: Ihr bekommt einen Anteil am tatsĂ€chlichen Verkaufserlös. Das kann mehr werden â oder weniger, und es dauert lĂ€nger.
Welches Modell besser ist, hÀngt vom Marktpreis der Quoten ab, und der schwankt erheblich. Wer Planbarkeit will, nimmt die FixprÀmie; wer auf einen steigenden Markt setzt, die Beteiligung.
PrĂŒft bei beiden Modellen dieselben drei Punkte: Wann wird ausgezahlt? Was passiert, wenn die Einreichung scheitert? Und gibt es Bedingungen, etwa eine Auszahlung nur als Gutschein oder nur bei einem Mindestbetrag?
Achtet auĂerdem auf die Frage, wer das Ausfallrisiko trĂ€gt. Wird die Einreichung vom Umweltbundesamt zurĂŒckgewiesen â etwa weil das Fahrzeug bereits anderweitig gemeldet war â, behalten manche Anbieter eine bereits ausgezahlte FixprĂ€mie ein, andere fordern sie zurĂŒck. Das steht in den Bedingungen und ist einer der wenigen Punkte, bei denen sich Anbieter wirklich unterscheiden.
Ein dritter Vergleichspunkt ist die Erreichbarkeit: Wenn etwas hakt, braucht ihr jemanden, der antwortet. Anbieter ohne erreichbaren Kundenservice sind bei einem Vorgang, der einmal im Jahr stattfindet, besonders Ă€rgerlich â dann zieht sich eine RĂŒckfrage ĂŒber Monate.
Die Gutschein-Variante ist besonders zu beachten: Manche Anbieter werben mit hohen BetrĂ€gen, zahlen aber in Form von Guthaben fĂŒr einen bestimmten Shop. Rechnet das ehrlich um â ein Gutschein, den ihr nicht braucht, ist keinen Euro wert.
Steuerliche Einordnung

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Hier lohnt Sorgfalt, weil die Antwort davon abhÀngt, wem das Fahrzeug gehört und wozu es genutzt wird.
- Privatfahrzeug im Privatvermögen: Die PrÀmie ist in der Regel steuerlich nicht relevant, weil sie keiner Einkunftsart zugeordnet wird.
- Fahrzeug im Betriebsvermögen: Dann ist die PrÀmie in der Regel eine Betriebseinnahme und entsprechend zu erfassen.
- Umsatzsteuer: Bei Unternehmern kann die Auszahlung umsatzsteuerlich relevant sein â das ist der Punkt, der am hĂ€ufigsten ĂŒbersehen wird.
Das ist eine Einordnung, keine Steuerberatung. Wer selbststĂ€ndig ist oder das Fahrzeug betrieblich nutzt, klĂ€rt die Behandlung mit dem SteuerbĂŒro â der Aufwand dafĂŒr ist klein, die Nachzahlung im Zweifel nicht.
FĂŒr den ganz normalen Privathaushalt mit einem Auto vor der TĂŒr gilt: aufschreiben, wo die PrĂ€mie herkam, den Nachweis aufheben, fertig.
Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Wenige Minuten Aufwand, kein Nachweis ĂŒber Kilometer | PrĂ€mienhöhe schwankt stark und ist gesunken |
| JĂ€hrlich wiederholbar, solange das Auto zugelassen ist | Auszahlung kann Monate dauern |
| Auch fĂŒr E-Roller und Nutzfahrzeuge möglich | Nur reine Elektrofahrzeuge, keine Hybride |
| Privat meist ohne steuerliche Folgen | Gutschein-Modelle sind schwer vergleichbar |
Auch wenn die BetrÀge kleiner geworden sind: Der Aufwand ist so gering, dass sich der Antrag praktisch immer lohnt. Das Geld verfÀllt sonst schlicht.
HĂ€ufige Fragen zur THG-Quote
Muss ich nachweisen, wie viel ich fahre?
Nein. MaĂgeblich ist allein die Zulassung, nicht die Fahrleistung oder der geladene Strom.
Bekomme ich das jedes Jahr?
Ja, einmal pro Kalenderjahr und Fahrzeug, solange es zugelassen ist. Ihr mĂŒsst aber jedes Jahr neu beantragen.
Gilt das auch fĂŒr Hybride?
Nein. Nur rein batterieelektrische Fahrzeuge sind berechtigt.
Was ist bei Leasing?
Berechtigt ist, wer im Fahrzeugschein als Halter steht. Bei LeasingvertrĂ€gen ist das unterschiedlich geregelt â prĂŒft den Vertrag.
Was passiert, wenn ich das Auto verkaufe?
FĂŒr das laufende Jahr kann die Quote nur einmal beantragt werden. KlĂ€rt beim Verkauf, wer sie einreicht, sonst kommt es zur Doppelmeldung.
Kann ich den Vermittler wechseln?
Ja, von Jahr zu Jahr. Innerhalb eines Jahres nicht, wenn bereits eingereicht wurde.
Wie lange dauert die Auszahlung?
Bei FixprÀmien oft wenige Wochen, bei Erlösbeteiligungen deutlich lÀnger, weil erst die behördliche BestÀtigung abgewartet wird.
Muss ich die PrÀmie in der SteuererklÀrung angeben?
Im Privatvermögen in der Regel nicht. Bei betrieblicher Nutzung schon â dann fragt euer SteuerbĂŒro.
Fazit: fĂŒnf Minuten, die man nicht auslassen sollte
Die THG-Quote ist eine der wenigen PrĂ€mien, fĂŒr die ihr weder etwas kaufen noch etwas nachweisen mĂŒsst. Der Betrag ist ĂŒber die Jahre kleiner geworden, der Aufwand ist es auch â und wer nicht beantragt, verschenkt ihn vollstĂ€ndig.
Drei Punkte fĂŒr dieses Jahr:
- Nur bei einem Vermittler anmelden, sonst wird abgelehnt.
- Die Frist im Blick behalten â sie endet vor dem Jahreswechsel.
- Bei Leasing und Firmenwagen vorher klÀren, wer berechtigt ist.
Wie ihr die laufenden Kosten eures Elektroautos sonst senkt, steht in unserem Ratgeber Elektroauto und Reichweite. Wer zu Hause lÀdt, findet passende Tarifmodelle unter dynamische Stromtarife. Aktuelle Aktionen sammeln wir laufend auf MonsterDealz.de.
