Personalausweis auf dem Handy: Was die App d-you ab 2027 kann
Den Personalausweis auf dem Handy gibt es in Deutschland ab dem 2. Januar 2027: Dann startet die kostenlose Bundes-App d-you, die das Digitalministerium am 9. September 2026 vorgestellt hat. Der Plastikausweis bleibt trotzdem gültig und wird nicht ersetzt, die App kommt zusätzlich. Wir zeigen, was d-you zum Start kann, welche Handys ihr braucht und was mit der AusweisApp heute schon geht. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Die staatliche Wallet-App d-you startet am 2. Januar 2027, kostenlos und freiwillig.
- Zum Start: Altersnachweis, Vertragsabschluss und Kontoeröffnung mit rund 40 Partnern.
- Der physische Personalausweis bleibt, analoge Wege bleiben bestehen.
- Heute schon möglich: Online ausweisen mit der AusweisApp, NFC-Handy und sechsstelliger PIN.
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Was ist d-you und ab wann kommt der Personalausweis aufs Handy?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
d-you ist die staatliche EUDI-Wallet Deutschlands, eine App, in der ihr euren Personalausweis und weitere Nachweise digital auf dem Smartphone tragt. Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung vom 9. September 2026 startet sie am 2. Januar 2027.
Der Name steht für zwei Dinge: Das „d“ meint digital und Deutschland, das „you“ stellt die Nutzer in den Mittelpunkt. Digitalminister Karsten Wildberger sagte bei der Vorstellung: „Mit d-you entwickeln wir eine digitale Anwendung, die echten Mehrwert bietet, den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Vertrauen schafft.“
Hinter der App steht eine EU-Pflicht. Die überarbeitete eIDAS-Verordnung ist laut Vertretung der EU-Kommission in Deutschland seit Mai 2024 in Kraft. Sie verlangt, dass jeder Mitgliedstaat eine digitale Brieftasche nach gemeinsamen Standards anbietet, freiwillig für die Bürger. Für Pilotprojekte stellte die EU 46 Millionen Euro aus dem Programm „Digitales Europa“ bereit.
Deutschland liegt damit im Zeitplan, den das Ministerium selbst nennt: Bis Anfang 2027 soll in jedem Mitgliedstaat mindestens eine solche Wallet verfügbar sein. Die Entwicklung läuft seit Monaten öffentlich sichtbar. Schon am 27. Januar 2026 hatte der Bund eine Testumgebung für Unternehmen und Behörden freigeschaltet, in der Partner die digitale Identifizierung ausprobieren konnten.
Interessant für später: Laut derselben Mitteilung können sich private Wallet-Anbieter etwa zwölf Monate nach dem Start der staatlichen App zertifizieren lassen. Ab 2028 dürfte es also Alternativen zu d-you geben.
Was kann d-you zum Start am 2. Januar 2027?
Zum Start nennt das Digitalministerium genau drei Anwendungen: Altersnachweis, rechtssichere Vertragsabschlüsse und Kontoeröffnung bei Banken. Dafür sind laut Ministerium rund 40 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung an Bord.
Namentlich genannt werden unter anderem Deutsche Post, Vodafone und Rossmann, dazu die Bundesagentur für Arbeit, die Deutsche Rentenversicherung, die Bankenverbände BVR und DSGV sowie die TU München und die FU Berlin. Wer eine Sparkasse oder Volksbank nutzt, gehört damit zur Zielgruppe der ersten Stunde.
Der Altersnachweis ist der alltagsnächste Fall. Statt beim Online-Kauf einer Flasche Wein oder eines Spiels ab 18 den kompletten Ausweis zu zeigen, gibt die App nur die Information „über 18″ frei. Name und Adresse bleiben dabei unsichtbar.
Bei der Kontoeröffnung ersetzt die Wallet das, was heute Video-Chat oder Postfiliale erledigen. Wie diese beiden Verfahren funktionieren, steht in unserem Überblick zu Legitimation mit Post und VideoIdent. Wer ohnehin gerade die Bank wechseln will, findet passende Angebote im Vergleich zum kostenlosen Girokonto.
Weitere Dokumente sind geplant, aber nicht für Tag eins zugesagt. Auf der Themenseite zur EUDI-Wallet nennt das Ministerium perspektivisch Personalausweis, Führerschein, elektronische Nachweise, qualifizierte elektronische Signaturen, pseudonyme Logins und Zahlungsfunktionen. Einen festen Termin für den digitalen Führerschein gibt es bislang nicht; alles kommt schrittweise nach dem Start.
Ersetzt die App den Plastikausweis?

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Nein. Laut Digitalministerium ist d-you ab dem 2. Januar 2027 kostenlos und freiwillig, und analoge Dienste bleiben bestehen. Der physische Personalausweis bleibt damit das Dokument, das ihr beantragen, verlängern und im Zweifel vorzeigen müsst.
Das hat einen technischen Grund: Die App leitet eure Identität aus dem Ausweis ab. Ohne gültigen Personalausweis oder elektronischen Aufenthaltstitel mit Online-Ausweisfunktion gibt es auch keinen digitalen Zwilling. Wer seinen Ausweis verlängern muss, zahlt also weiter die normale Gebühr beim Bürgeramt; was ein Reisepass im Vergleich kostet, steht in unserem Ratgeber zu den Reisepass-Kosten.
Auch netzpolitik.org hält in seiner FAQ zur EUDI-Wallet vom März 2026 fest, dass Behördengänge vor Ort, der physische Ausweis und die bestehende Online-Ausweisfunktion weiter möglich bleiben. Die Freiwilligkeit ist in der EU-Verordnung verankert.
Für den Alltag heißt das: Wer kein Smartphone hat oder keine App möchte, verliert nichts. Wer die App nutzt, spart sich an vielen Stellen das Hochladen von Ausweisfotos und den Video-Chat.
Welche Handys unterstützen den Personalausweis auf dem Handy?
Für d-you nennt das Ministerium bisher nur „ein Smartphone“ als Voraussetzung, eine Geräteliste gibt es noch nicht (Stand: 11. September 2026). Belastbar ist dagegen die Liste der AusweisApp, die dieselbe Technik nutzt: Laut Geräteliste der AusweisApp braucht ihr mindestens Android 9 oder iOS 17, gelistet sind 1.884 Mobilgeräte.
Drei Bedingungen muss ein Handy dafür erfüllen:
- NFC: eine eingebaute NFC-Funktion mit ausreichend starkem Chip, weil der Ausweis kontaktlos ausgelesen wird.
- Extended Length: NFC-Chip und Betriebssystem müssen dieses Übertragungsverfahren unterstützen.
- Aktuelles System: mindestens Android 9 beziehungsweise iOS 17.
Die AusweisApp weist selbst darauf hin, dass Firmware-Stände oder eigene Änderungen am Gerät zu Abweichungen führen können. Wer sichergehen will, installiert die kostenlose AusweisApp und lässt sie den Ausweis einmal testweise auslesen; klappt das, ist das Handy technisch vorbereitet.
Ob d-you exakt dieselbe Geräteliste bekommt, ist offen. Wer sich im Herbst ohnehin ein neues Handy kauft, sollte auf NFC achten; bei aktuellen Mittel- und Oberklasse-Geräten ist das Standard. Einen Überblick über neue Modelle geben unsere Ratgeber zum iPhone Duo und zum iPhone refurbished kaufen.
Wie verbinde ich mein Handy mit dem Personalausweis?

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Heute verbindet ihr Handy und Ausweis über die AusweisApp, dafür nennt die AusweisApp-Seite zu den Voraussetzungen vier Punkte: aktivierte Online-Ausweisfunktion, eine selbstgewählte sechsstellige PIN, die installierte App und ein NFC-Handy oder einen USB-Kartenleser. Das Smartphone dient dabei als Kartenlesegerät, der Ausweis wird bei jedem Vorgang neu ausgelesen.
- Schritt 1: AusweisApp aus dem App Store oder Google Play laden.
- Schritt 2: NFC in den Einstellungen einschalten (bei iPhones immer aktiv).
- Schritt 3: Den Ausweis flach an die Rückseite legen, beim iPhone oben am Kamerabereich, bei Android meist in der Mitte.
- Schritt 4: Beim Online-Dienst „Mit Online-Ausweis anmelden“ wählen und die PIN eingeben.
Erkennt das Handy den Ausweis nicht, hilft meist, die Hülle abzunehmen und den Ausweis langsam über die Rückseite zu schieben, bis die App reagiert. Metallische Hüllen und Kartenfächer stören die Verbindung besonders.
Welche PIN wird für die digitale Nutzung des Ausweises benötigt?
Ihr braucht die sechsstellige PIN. Mit dem neuen Ausweis kommt ein PIN-Brief mit einer fünfstelligen Transport-PIN; die tauscht ihr in der AusweisApp gegen eure eigene sechsstellige PIN. Laut AusweisApp-FAQ wird die PIN nach drei Fehlversuchen gesperrt, nach dem zweiten Fehler verlangt die App zusätzlich die Zugangsnummer CAN von der Vorderseite des Ausweises.
Ist mein Personalausweis überhaupt für die eID-Funktion freigeschaltet?
Das zeigt euch die AusweisApp beim ersten Auslesen. Ist die Funktion aus oder die PIN vergessen, setzt die zuständige Ausweisbehörde sie neu, die Adresse findet ihr über die Behördennummer 115. Einen Brief-Service zum Zurücksetzen per Post gibt es derzeit nicht.
Wie sicher ist die Speicherung von Ausweisdaten auf dem Handy?

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Laut Digitalministerium werden bei d-you alle persönlichen Daten ausschließlich auf dem Smartphone gespeichert und verschlüsselt verarbeitet, der Quellcode wird veröffentlicht. Auf der EUDI-Themenseite heißt es wörtlich: „Eine zentrale Datenspeicherung oder Profilbildung ist technisch ausgeschlossen.“
Bei der AusweisApp ist es heute noch einfacher: Laut AusweisApp-FAQ werden die Daten jedes Mal direkt aus dem Ausweis gelesen und nicht auf dem Smartphone gespeichert. Ohne Karte in der Hand passiert nichts. Genau das ändert sich mit d-you, denn dort liegt ein digitaler Zwilling dauerhaft auf dem Gerät.
Kritik gibt es trotzdem. Netzpolitik.org gibt die Warnung des Bundesdatenschutzbeauftragten wieder, dass signierte Identitätsdaten, einmal weitergegeben, beim Empfänger bleiben und dort nicht mehr unter eurer Kontrolle stehen. Außerdem befürchten Kritiker eine Überidentifikation: Wenn das Ausweisen per App bequem wird, verlangen es mehr Dienste als nötig.
Praktisch schützt ihr euch mit drei Gewohnheiten:
- Nur freigeben, was gefragt ist: Beim Altersnachweis reicht „über 18″, nicht der ganze Datensatz.
- Handy sperren: Displaysperre und aktuelle Updates sind Pflicht, wenn ein Ausweis darauf liegt.
- Bei Verlust handeln: Handy per Fernsperre sichern und die Behörde informieren, wenn auch der Ausweis weg ist.
Zum Anmelden ohne Passwörter passt ergänzend unser Ratgeber zu Passkeys.
Was wurde aus der Smart-eID?
Die Smart-eID war der erste Versuch, den Personalausweis ins Handy zu bringen, und wurde im Dezember 2023 gestoppt. Laut Bericht von heise online vom 15. Dezember 2023 setzte das Bundesinnenministerium den Pilotbetrieb wegen der unklaren Haushaltslage 2024 aus.
Die Smart-eID lief nur auf ausgewählten Samsung-Galaxy-Modellen und speicherte die Ausweisdaten im Sicherheitschip des Handys. Technisch war das Projekt laut heise fertig, für den Dauerbetrieb fehlte die Finanzierung.
d-you ist kein Neustart der Smart-eID, sondern ein eigenes Projekt auf Basis der EU-Verordnung und mit einheitlichen europäischen Standards. Der Unterschied für euch: Die neue App soll herstellerübergreifend auf Android und iOS laufen, nicht nur auf einer Handvoll Geräte einer Marke.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Wir behalten das Thema im Blick und aktualisieren diesen Ratgeber, sobald das Ministerium Geräteliste und Download-Links veröffentlicht.
Beim Führerschein ist es genauso: Die Karte bleibt das Dokument, das ihr bei einer Kontrolle vorzeigen müsst — und sie muss bis zum 19. Januar 2033 stufenweise gegen den neuen EU-Kartenführerschein getauscht werden. Als Nächstes sind die Ausstellungsjahre 2002 bis 2004 mit Frist zum 19. Januar 2027 an der Reihe. Die Einzelheiten stehen in unserem Ratgeber zum Umtausch des Führerscheins.
Die Plastikkarte selbst ist gegen heimliches Auslesen gut geschützt: Ihr Chip gibt Daten nur heraus, wenn er die persönliche PIN oder die sechsstellige Zugangsnummer von der Vorderseite erhält — laut BSI ist ein unbemerktes Auslesen im öffentlichen Raum nicht möglich. Warum eine RFID-Hülle für den Ausweis deshalb verzichtbar ist, erklären wir beim RFID-Schutz.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kostenlos und freiwillig | Plastikausweis bleibt trotzdem nötig |
| Altersnachweis ohne vollen Datensatz | Zum Start nur drei Anwendungen |
| Daten nur verschlüsselt auf dem Handy | Geräteliste noch nicht veröffentlicht |
| Kontoeröffnung ohne Video-Chat | Führerschein ohne festen Termin |
Häufige Fragen zum Personalausweis auf dem Handy
Ab wann kann ich den Personalausweis auf dem Handy nutzen?
Mit der App d-you ab dem 2. Januar 2027. Online ausweisen könnt ihr euch schon heute mit der AusweisApp, dabei bleibt der Ausweis aber eine Karte, die ihr bei jedem Vorgang ans Handy haltet.
Kostet die App etwas?
Nein. Das Digitalministerium sagt zu, dass d-you kostenlos und freiwillig nutzbar ist. Auch die AusweisApp ist ein kostenloser Download.
Kann ich den Personalausweis dauerhaft auf dem iPhone speichern?
Heute nicht: Die AusweisApp liest den Ausweis jedes Mal neu aus und speichert nichts. Mit d-you soll ab 2027 eine verschlüsselte digitale Identität auf dem Smartphone liegen, Android und iOS sind vorgesehen.
Muss ich den Plastikausweis weiter mitnehmen?
Ja. d-you ergänzt den Personalausweis, sie ersetzt ihn nicht. Analoge Wege und der physische Ausweis bleiben laut Ministerium bestehen.
Was passiert, wenn ich meine Transport-PIN verloren habe?
Dann setzt eure zuständige Ausweisbehörde eine neue PIN. Die Adresse nennt euch die Behördennummer 115; ohne sechsstellige PIN funktioniert weder die AusweisApp noch der Zugang zu d-you.
Welche Smartphones unterstützen das Auslesen des eID-Chips?
Handys mit NFC und mindestens Android 9 oder iOS 17. Die AusweisApp führt 1.884 geprüfte Mobilgeräte; eine eigene Liste für d-you hat das Ministerium noch nicht veröffentlicht.
Kommt der Führerschein auch in die App?
Geplant ist es. Das Ministerium nennt den Führerschein als künftigen Nachweis in der Wallet, einen festen Termin gibt es aber noch nicht.
Fazit: 2027 kommt der Ausweis aufs Handy, die Karte bleibt
Mit d-you bekommt Deutschland am 2. Januar 2027 endlich einen Personalausweis auf dem Handy, kostenlos, freiwillig und mit rund 40 Partnern zum Start. Der Nutzen ist zunächst schmal: Altersnachweis, Verträge und Kontoeröffnung. Der Plastikausweis bleibt Pflicht.
Wer vorbereitet sein will, prüft jetzt drei Dinge: ob das Handy NFC hat, ob die Online-Ausweisfunktion aktiv ist und ob die sechsstellige PIN noch bekannt ist. Die AusweisApp beantwortet alle drei Fragen in wenigen Minuten. Die täglich geprüften Angebote, auch für neue Smartphones, findet ihr wie immer auf MonsterDealz.