Reisepass Kosten 2026: GebĂĽhren, Dauer und Express-Zuschlag
Ein deutscher Reisepass kostet ab 24 Jahren 70 Euro und darunter 37,50 Euro — der Express-Zuschlag liegt bei 32 Euro, der vorläufige Pass bei 26 Euro. Der Reisepass ist das amtliche Reisedokument der Bundesrepublik: ein bordeauxrotes Heft mit Chip, zehn Jahre gültig (unter 24 Jahren sechs Jahre), weltweit anerkannt. Die Gebühren stehen in § 27 der Passverordnung und gelten bundeseinheitlich — ob ihr in München, Hamburg oder auf dem Dorf beantragt, ändert am Preis nichts. Wer eine Reise plant und die Bürokratie-Kosten fürchtet, findet hier jede Gebühr, jede Frist und die Fallstricke, an denen Urlaube tatsächlich scheitern – Stand: September 2026.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- 70 Euro ab 24 Jahren, 37,50 Euro darunter — bundesweit gleich, seit 1. Januar 2024 unverändert.
- Express kostet 32 Euro extra und bringt den Pass in rund vier Werktagen.
- Der vorläufige Reisepass kostet 26 Euro, gilt höchstens zwölf Monate — und wird nicht überall anerkannt.
- Viele Staaten verlangen sechs Monate RestgĂĽltigkeit: An dieser Regel scheitern Reisen, nicht am Preis.
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Was kostet ein Reisepass aktuell in Deutschland?
Ein regulärer Reisepass kostet 70 Euro für Personen, die das 24. Lebensjahr vollendet haben, und 37,50 Euro für alle darunter — so steht es in § 27 Absatz 1 der Passverordnung in der seit 7. Februar 2026 geltenden Fassung. Diese Sätze sind bundeseinheitlich festgelegt; kein Bürgeramt darf davon abweichen, und Rabatte gibt es nicht.
Für das Geld bekommt ihr das Standarddokument mit 32 Seiten. Die Gebühr deckt Antrag, Herstellung bei der Bundesdruckerei und Aushändigung ab. Erhöht wurde zuletzt zum 1. Januar 2024: Damals stieg die Erwachsenengebühr von 60 auf 70 Euro, also um 16,7 Prozent. Die Jugendgebühr von 37,50 Euro ist dagegen seit Jahren stabil.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Passverordnung in der aktuellen Fassung Absatz für Absatz gegengelesen und jeden Betrag gegen den amtlichen Verordnungstext geprüft — nicht gegen Sekundärquellen, die oft noch die alten 60 Euro nennen. § 27 PassV im Volltext ist die Referenz, auf die sich jedes Bürgeramt beruft.
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Reisepass Kosten nach Alter: die komplette GebĂĽhrentabelle

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die Grundgebühr beträgt 70 Euro ab 24 Jahren und 37,50 Euro darunter, dazu kommen laut § 27 PassV feste Zuschläge: 22 Euro für den 48-seitigen Vielreisepass, 32 Euro für das Expressverfahren und 6 Euro, wenn die Behörde euer Lichtbild selbst anfertigt. Der Direktversand nach Hause schlägt mit 15 Euro zu Buche (Stand: September 2026).
| Leistung | GebĂĽhr | GĂĽltigkeit |
|---|---|---|
| Reisepass ab 24 Jahren | 70,00 € | 10 Jahre |
| Reisepass unter 24 Jahren | 37,50 € | 6 Jahre |
| Aufpreis 48 Seiten | +22,00 € | wie Grundpass |
| Aufpreis Expressverfahren | +32,00 € | wie Grundpass |
| Vorläufiger Reisepass | 26,00 € | max. 12 Monate |
| Lichtbild durch die Behörde | +6,00 € | — |
| Zustellung nach Hause | +15,00 € | — |
| Änderung im Pass | 6,00 € | — |
Stand 02.09.2026, Quelle: § 27 Passverordnung. Gültigkeit meint die aufgedruckte Laufzeit des Dokuments; entscheidend für das Alter ist der Tag der Antragstellung, nicht der Tag der Abholung. Die Zeile Reisepass ab 24 Jahren führt zum amtlichen Verordnungstext.
Ein Rechenbeispiel: Zwei Erwachsene und zwei Jugendliche im selben Haushalt zahlen 70 + 70 + 37,50 + 37,50 Euro, zusammen also 215 Euro. Lasst ihr alle vier Passbilder im Bürgeramt anfertigen, kommen 24 Euro dazu — der Familienbesuch beim Amt landet dann bei 239 Euro.
Was kostet ein Express-Reisepass zusätzlich?

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Der Express-Zuschlag beträgt exakt 32 Euro und kommt oben auf die Grundgebühr — ein Erwachsener zahlt also 102 Euro, ein Jugendlicher 69,50 Euro (§ 27 Absatz 1 Nummer 1d PassV). Dafür stellt die Bundesdruckerei den Pass laut Bundespolizei „innerhalb von bis zu vier Werktagen“ im Bürgeramt bereit.
Wichtig für die Einordnung: Der Express-Pass ist kein Notdokument zweiter Klasse. Die Bundespolizei stellt in ihren passrechtlichen Hinweisen (Stand: 1. April 2025) ausdrücklich klar, dass es sich um „den regulären Pass“ handelt, „der weltweit anerkannt ist“. Ihr bekommt also dasselbe Dokument mit Chip, nur schneller.
Der Zuschlag lohnt sich immer dann, wenn zwischen Antrag und Abreise weniger als sechs Wochen liegen. 32 Euro sind gegenüber einer stornierten Pauschalreise ein Rundungsfehler — und günstiger als die Kombination aus vorläufigem Pass (26 Euro) und späterem Normalpass, die zusammen auf 96 Euro käme, ohne dass ihr ein chipfähiges Dokument in der Hand hättet.
Wer die Reise ohnehin früh plant, spart die 32 Euro komplett. Unser Ratgeber zu den Handgepäck-Regeln der Airlines zeigt, welche Unterlagen ihr am Flughafen tatsächlich griffbereit haben müsst.
Unterschied Kosten vorläufiger vs. normaler Reisepass
Der vorläufige Reisepass kostet 26 Euro, unabhängig vom Alter — gegenüber 70 Euro für den normalen Pass spart ihr also 44 Euro, handelt euch dafür aber gravierende Einschränkungen ein (§ 27 Absatz 1 Nummer 1e PassV). Er ist höchstens zwölf Monate gültig und enthält keinen Chip, weshalb auch keine Fingerabdrücke gespeichert werden.
Die entscheidende Einschränkung steht bei der Bundespolizei: „Einzelne Staaten erkennen nur den Reisepass an, nicht jedoch den vorläufigen Reisepass.“ Vor allem Länder mit elektronischer Einreisegenehmigung setzen einen maschinenlesbaren Chip voraus. Wer mit dem vorläufigen Pass in ein solches Land fliegt, wird im schlimmsten Fall am Gate abgewiesen.
Dazu kommt: Ihr bekommt ihn nicht auf Zuruf. Laut Bundespolizei müsst ihr belegen, „dass der Pass sofort benötigt wird und selbst ein Expressverfahren vor Abreise nicht mehr möglich ist“. Der vorläufige Pass ist also die dritte Wahl nach Normal- und Express-Pass, nicht die günstige Abkürzung.
Rechnet ehrlich: Wer den vorläufigen Pass für 26 Euro nimmt und zwölf Monate später doch den Zehnjahrespass für 70 Euro braucht, zahlt 96 Euro statt 70 — also 37 Prozent mehr für dieselbe Reisefähigkeit.
Was kostet der Reisepass fĂĽr Kinder unter 12 Jahren?
Kinder zahlen dieselbe Jugendgebühr wie alle unter 24-Jährigen: 37,50 Euro für einen Reisepass mit sechs Jahren Laufzeit. Eine eigene Kindergebühr gibt es seit dem 1. Januar 2024 nicht mehr — an diesem Tag wurde der Kinderreisepass abgeschafft, wie das Auswärtige Amt in seiner Konsularinfo zu Reisepässen und Personalausweisen festhält.
Vor 2024 ausgestellte Kinderreisepässe bleiben bis zum aufgedruckten Ablaufdatum gültig, lassen sich aber nicht mehr verlängern. Und sie sind nicht überall gern gesehen: Einige Länder, darunter die USA, akzeptieren sie für die visumfreie Einreise nicht.
Ein praktischer Hinweis, den das Auswärtige Amt eigens hervorhebt: Bei Säuglingen und Kleinkindern kann sich das Gesichtsbild innerhalb der sechs Jahre so stark verändern, dass eine Identifizierung schon deutlich vor dem Ablaufdatum nicht mehr möglich ist — das Dokument wird dann vorzeitig ungültig. Wer mit einem Zweijährigen reist, sollte das Passfoto also vor jeder größeren Reise kritisch anschauen.
Alternative für EU-Ziele: Der Personalausweis für unter 24-Jährige kostet 27,60 Euro und reicht innerhalb der Europäischen Union aus. Für Fernreisen führt am Reisepass kein Weg vorbei.
Wie lange dauert die Ausstellung eines normalen Reisepasses?
Der reguläre Reisepass braucht in der Praxis vier bis sechs Wochen, der Express-Pass laut Bundespolizei bis zu vier Werktage. Die Bundespolizei formuliert es in ihren Hinweisen zur Ausstellung deutscher Reisedokumente zurückhaltend: Die Bearbeitungsfristen könnten „mehrere Wochen beanspruchen“ (Stand: 1. April 2025).
Die Zeit setzt sich aus drei Blöcken zusammen: Terminvergabe im Bürgeramt, Produktion bei der Bundesdruckerei und Rücklauf zur Behörde. Nur der mittlere Block ist bundesweit einheitlich — die beiden anderen hängen an eurer Kommune.
Das Berliner Serviceportal beziffert die Express-Herstellung mit „circa 4 Werktagen“ und weist darauf hin, dass der Antrag ausschließlich vor Ort im Bürgeramt gestellt werden kann. Ein Online-Antrag ohne persönliches Erscheinen existiert für den Reisepass nicht, weil Fingerabdrücke abgenommen werden müssen.
Neu seit dem 1. Mai 2025: Das biometrische Passfoto darf nur noch digital erstellt und elektronisch übermittelt werden — entweder direkt im Bürgeramt oder in einem zertifizierten Fotostudio. Der Papierabzug vom Automaten wird nicht mehr angenommen.
Wie lange wartet ihr in der Hochsaison wirklich?

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In der Hochsaison zwischen Mai und Juli verlängert sich die Lieferzeit der Bundesdruckerei spürbar: Die Gemeinde Cölbe meldete am 2. Juni 2025 für den regulären Reisepass „ca. 6 bis 8 Wochen Lieferzeit“ und für den Express-Reisepass „ca. 5-7 Tage“ — statt der sonst üblichen vier Werktage. Solche Aushänge veröffentlichen Kommunen jedes Frühjahr.
Das ist der wichtigste Praxispunkt dieses Ratgebers: Die vier Werktage im Expressverfahren sind ein Normalwert, keine Garantie fĂĽr Juni. Wer im Mai einen Antrag stellt und mit dem Kalender der Nebensaison rechnet, verpasst seinen Flug.
Dazu kommt die Terminlage. In großen Städten sind Bürgeramtstermine im Frühjahr wochenlang ausgebucht, bevor der Antrag überhaupt gestellt ist. Rechnet für Mai bis Juli deshalb konservativ mit zehn bis zwölf Wochen von der Terminsuche bis zum fertigen Pass.
Unsere Faustregel: Prüft den Ablauf eures Passes immer im Januar, nicht im Mai. Wer den Antrag in die Nebensaison legt, spart nicht nur Nerven, sondern häufig auch den Express-Zuschlag von 32 Euro.
Wann reicht der Personalausweis für die Reise – und wann nicht?
Innerhalb der EU sowie in Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz genügt der Personalausweis; außerhalb reicht er in aller Regel nicht. Das Auswärtige Amt formuliert das eindeutig: „Der deutsche Personalausweis reicht in der Regel für die Einreise in Länder außerhalb der EU nicht aus.“
Beim Preis hat sich hier etwas bewegt, das viele noch nicht auf dem Schirm haben: Zum 7. Februar 2026 stieg die Gebühr für den Personalausweis von 37 auf 46 Euro (ab 24 Jahren) und von 22,80 auf 27,60 Euro darunter — ein Plus von 24,3 beziehungsweise 21,1 Prozent, festgeschrieben in § 1 der Personalausweis- und eID-Karten-Gebührenverordnung. Die Reisepass-Gebühren blieben bei derselben Reform unangetastet.
Damit schrumpft der Preisabstand: Der Reisepass kostet nur noch 24 Euro mehr als der Personalausweis, deckt dafĂĽr aber die ganze Welt ab. Wer ohnehin beide Dokumente braucht, sollte den Aufpreis nicht ĂĽberbewerten.
Ein Sonderfall ist der vorläufige Personalausweis für 10 Euro. Er gilt bis zu drei Monate und berechtigt laut Bundespolizei „grundsätzlich zu Reisen in alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union“ sowie nach Norwegen, Island, Liechtenstein und in die Schweiz. Eine besondere Begründung braucht ihr dafür nicht — anders als beim vorläufigen Reisepass.
Wie lange muss der Reisepass gĂĽltig sein? Die Sechs-Monats-Regel

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Viele Zielländer verlangen, dass der Pass bei der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig ist — an dieser Regel scheitern mehr Reisen als an fehlenden Visa. Das Auswärtige Amt formuliert es so: „Viele Staaten verlangen, dass der Pass zum Zeitpunkt der geplanten Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Andere, dass er nur bis über die Reise hinaus gilt, also die Rückreise noch komplett abdeckt.“ (Stand: September 2026).
Die Bundespolizei bestätigt die Bandbreite und nennt „meist drei oder sechs Monate“ Restgültigkeit ab Einreise. Ihr Zusatz ist der eigentliche Knackpunkt: „Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, gilt das Reisedokument dort als ungültig.“ Ein Pass, der nach deutschem Recht noch vier Monate läuft, ist an der Grenze von Thailand oder den Vereinigten Arabischen Emiraten schlicht wertlos.
Umgekehrt gilt innerhalb Europas oft eine Kulanz: In viele europäische Länder kommt ihr laut Auswärtigem Amt auch noch mit einem bis zu einem Jahr abgelaufenen Reisepass oder Personalausweis hinein. Verlassen solltet ihr euch darauf nicht — Fluggesellschaften dürfen strengere Vorschriften anwenden als das Reiseland selbst.
Praktisch heißt das: Sechs Monate vor Ablauf ist der Pass für Fernreisen faktisch tot. Wer im Dezember nach Asien fliegen will und einen bis Mai gültigen Pass hat, muss ihn ersetzen. Für Großbritannien gelten seit der Einführung der elektronischen Einreisegenehmigung eigene Regeln — die haben wir im Ratgeber zur ETA für Großbritannien aufgeschrieben.
Welche Unterlagen muss ich zum BĂĽrgeramt fĂĽr einen Reisepass mitnehmen?
Ihr braucht genau vier Dinge: ein aktuelles digitales biometrisches Passfoto, euer altes Ausweisdokument, gegebenenfalls die Geburts- oder Eheurkunde und die Gebühr von 70 Euro. Das Berliner Serviceportal listet als erste Position „1 aktuelles, digitales biometrisches Passfoto (Neue Regelung ab 01.05.2025)“ — analoge Papierbilder sind seitdem raus.
Das Foto darf nur noch in der Behörde selbst oder in einem zertifizierten Fotostudio entstehen und muss elektronisch übermittelt werden. Lasst ihr es vor Ort machen, kostet das laut § 27 Absatz 1 Nummer 4 PassV zusätzlich 6 Euro. Im Fotostudio zahlt ihr meist ähnlich viel, spart aber Zeit am Schalter.
Der Antrag ist ausschließlich persönlich möglich. Bei Minderjährigen stellen die gesetzlichen Vertreter den Antrag, das Kind muss trotzdem anwesend sein. Euer altes Dokument bringt ihr mit — es wird bei der Antragstellung entwertet, bleibt aber bis zur Abholung des neuen Passes in eurem Besitz.
Ein Detail, das gern übersehen wird: Wählt ihr den Direktversand nach Hause, müsst ihr euch beim Zusteller mit einem gültigen Ausweisdokument legitimieren. Wer nur einen Reisepass besitzt und keinen Personalausweis, steht dann ohne gültiges Papier da.
Was kostet der Reisepass im Ausland oder bei einer unzuständigen Behörde?
Im Ausland wird es teuer: Die Auslandsvertretungen erheben seit dem 7. Februar 2026 einen Zuschlag von 36 Euro auf die Passgebühr — vorher waren es 31 Euro. Ein Reisepass bei der Botschaft kostet damit 106 Euro statt 70, ein vorläufiger Pass mit 49 Euro Zuschlag sogar 75 Euro.
Noch teurer wird der Antrag bei einer nicht zuständigen Behörde. § 27 Absatz 2 PassV verdoppelt die Gebühr in diesem Fall schlicht: 140 Euro für Erwachsene, 75 Euro für unter 24-Jährige. Dasselbe gilt, wenn ihr die Amtshandlung außerhalb der Dienstzeit erzwingt.
Diese Verdopplung trifft in der Praxis vor allem Menschen mit Zweitwohnsitz und Studierende, die am Studienort beantragen wollen, aber am Heimatort gemeldet sind. Ein Antrag bei der zuständigen Meldebehörde spart hier 70 Euro — mehr als jeder Rabatt, den ihr sonst irgendwo herausholen könnt.
Wer ohnehin Behördengebühren vergleicht: Wie sich die Kosten anderer Dokumente zusammensetzen, zeigen wir im Ratgeber zu den Führerschein-Kosten.
Der Plastikausweis bleibt Pflicht, bekommt aber digitale Gesellschaft: Ab dem 2. Januar 2027 soll sich der Personalausweis in einer App hinterlegen lassen, zunächst für Altersnachweis, Vertragsabschluss und Kontoeröffnung. Die Einordnung steht unter Personalausweis auf dem Handy.
Zum Vergleich ein anderer Ausweis aus derselben Druckerei: Beim Führerschein-Umtausch veranschlagt die Landeshauptstadt München bis zu 14 Wochen ab vollständiger Einreichung, inklusive Herstellungszeit bei der Bundesdruckerei — ein Express-Verfahren wie beim Pass gibt es dafür nicht. Welche Jahrgänge wann dran sind, steht im Ratgeber zum Führerschein-Umtausch.
Eine Schutzhülle braucht übrigens keines der beiden Dokumente: Der Chip im Reisepass gibt seine Daten erst frei, wenn das Lesegerät die maschinenlesbare Zone der Datenseite kennt, und der Personalausweis verlangt die sechsstellige Zugangsnummer oder die PIN. An den EasyPASS-Schleusen, die ihr ab zwölf Jahren nutzen könnt, muss der Pass ohnehin aus der Hülle — mehr dazu im Ratgeber RFID-Schutz für Reisepass und Karte.
Vor- & Nachteile im Ăśberblick
Der Reisepass kostet 70 Euro für zehn Jahre, also 7 Euro pro Jahr — gemessen an dem, was eine einzige verpasste Fernreise kostet, ist das wenig. Trotzdem hat das Dokument Schwächen, die ihr vor der Beantragung kennen solltet.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| 70 Euro fĂĽr 10 Jahre, also 7 Euro pro Jahr | 24 Euro teurer als der Personalausweis |
| Weltweit anerkannt, auch im Expressverfahren | Regulär vier bis sechs Wochen Wartezeit |
| Bundeseinheitliche Gebühr ohne Ortszuschlag | Express kostet 32 Euro zusätzlich |
| Seit 2024 stabil bei 70 Euro geblieben | Nur persönlich im Bürgeramt zu beantragen |
Häufige Fragen zu den Reisepass Kosten
Rund um die 70 Euro Grundgebühr tauchen immer dieselben Detailfragen auf — von der Gültigkeit des Passbilds bis zum Umzug. Hier die Antworten mit Stand September 2026.
Ist mein aktuelles Passbild noch gĂĽltig oder brauche ich ein neues?
Ihr braucht in aller Regel ein neues. Seit dem 1. Mai 2025 dürfen biometrische Passfotos nur noch digital erstellt und elektronisch an die Behörde übermittelt werden — entweder direkt im Bürgeramt oder in einem zertifizierten Fotostudio. Ausgedruckte Bilder vom Automaten oder aus dem Fotoalbum werden nicht mehr angenommen, egal wie aktuell sie sind.
Wie lange dauert die Zustellung des Reisepasses nach der Beantragung?
Regulär vergehen vier bis sechs Wochen, in der Hochsaison zwischen Mai und Juli melden Kommunen auch sechs bis acht Wochen. Der Express-Pass liegt normalerweise nach rund vier Werktagen im Bürgeramt, in Spitzenzeiten nach fünf bis sieben Tagen. Für den Direktversand nach Hause fallen zusätzlich 15 Euro an.
Kann ich den Reisepass auch ohne Termin beim BĂĽrgeramt beantragen?
In den meisten Kommunen nicht. Der Antrag setzt persönliches Erscheinen voraus, weil Fingerabdrücke abgenommen werden, und die Bürgerämter arbeiten fast überall mit Terminvergabe. Manche Städte halten Kontingente für Spontanbesucher bereit — verlassen solltet ihr euch darauf im Frühjahr nicht.
Gilt der vorläufige Reisepass in allen Ländern?
Nein. Die Bundespolizei stellt klar: „Einzelne Staaten erkennen nur den Reisepass an, nicht jedoch den vorläufigen Reisepass.“ Weil ihm der Chip fehlt, scheitert er vor allem dort, wo elektronische Einreisegenehmigungen verlangt werden. Prüft die Einreisebestimmungen eures Ziellands, bevor ihr die 26 Euro ausgebt.
Muss ich bei Wohnortwechsel den Reisepass ändern?
Ändern lassen müsst ihr ihn nicht, der Pass bleibt nach einem Umzug gültig. Die Berichtigung der Wohnortangabe ist laut § 27 Absatz 4 PassV ausdrücklich gebührenfrei; eine sonstige Änderung im Pass kostet 6 Euro. Beim Personalausweis ist die Anschriftenänderung ebenfalls kostenlos.
Kann ich den Reisepass in einer anderen Stadt beantragen?
Möglich ja, günstig nein. Beantragt ihr bei einer nicht zuständigen Behörde, verdoppelt § 27 Absatz 2 PassV die Gebühr — statt 70 Euro werden 140 Euro fällig. Zuständig ist die Meldebehörde eures Hauptwohnsitzes. Ausnahmen gibt es für Wohnungslose und für Deutsche mit Wohnsitz im Ausland.
Wie beantrage ich einen zweiten Reisepass?
Einen Zweitpass gibt es nur mit Begründung, etwa bei häufigen Geschäftsreisen in Länder mit gegenseitigen Einreisesperren oder wenn der erste Pass für ein Visum bei einer Botschaft liegt. Gebührenrechtlich zählt er als eigener Reisepass, kostet also erneut 70 Euro. Über den Antrag entscheidet die Passbehörde im Einzelfall.
Kann ein abgelaufener Reisepass verlängert werden?
Nein. Das Auswärtige Amt hält fest: „Der Pass kann nach Ablauf der Gültigkeitsdauer nicht verlängert werden.“ Ihr müsst ein komplett neues Dokument beantragen und die volle Gebühr zahlen. Das gilt auch für Kinderreisepässe, die vor 2024 ausgestellt wurden.
Fazit: so plant ihr Pass und Kosten richtig
70 Euro für zehn Jahre sind 7 Euro im Jahr — die Passgebühr ist selten das Problem, der Kalender ist es. Teuer wird es erst durch Express-Zuschlag, doppelte Gebühr bei der falschen Behörde oder einen abgelaufenen Pass am Check-in.
Drei Faustregeln fĂĽr die Planung:
- Januar-Check: Einmal im Jahr das Ablaufdatum prüfen — sechs Monate Restgültigkeit sind das Minimum für Fernreisen.
- Nebensaison nutzen: Wer zwischen Oktober und März beantragt, spart Wartezeit und meist den Express-Zuschlag von 32 Euro.
- Richtige Behörde: Immer am Hauptwohnsitz beantragen, sonst verdoppelt sich die Gebühr auf 140 Euro.
Wer die Reisekasse insgesamt im Blick behalten will, findet bei uns laufend geprüfte Angebote — etwa im Ratgeber zum All-inclusive-Urlaub oder direkt auf der MonsterDealz-Startseite mit den aktuellen Deals des Tages.