Kleinanzeigen Versand 2026: Preise, Hermes-Aktion und wer haftet
Der Kleinanzeigen Versand läuft inzwischen nur noch über die integrierten Versandetiketten von DHL und Hermes: Der Käufer wählt die Versandart und zahlt das Porto, ihr als Verkäufer bekommt einen QR-Code und gebt das Paket ab.
Aktuell verschickt ihr über Kleinanzeigen ein Hermes-Päckchen von PaketShop zu PaketShop für 0,99 Euro statt regulär 3,99 Euro bei Hermes direkt, laut Aktionsbedingungen bis 31. Dezember 2026 oder bis das Kontingent aufgebraucht ist. Wir zeigen alle Preise, die Fristen und wer haftet, wenn ein Paket verloren geht — Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Versand gibt es nur noch mit DHL-Paketen (S bis XL) und Hermes (Päckchen bis L-Paket), individueller Versand ist abgeschafft
- Versandaktion: Hermes Shop-to-Shop kostet 0,99 Euro (Päckchen), 1,99 Euro (S) und 2,49 Euro (M)
- Das Porto zahlt bei „Sicher bezahlen“ immer der Käufer, dazu 0,50 Euro plus 4,5 Prozent Servicegebühr
- Nach der Zahlung habt ihr 48 Stunden zum Bestätigen, danach muss das Paket innerhalb von 14 Tagen ankommen
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Wie funktioniert der Versand bei Kleinanzeigen?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Der Kleinanzeigen Versand ist eine in die Plattform eingebaute Versandabwicklung: Der Käufer bezahlt über „Sicher bezahlen“, und der Verkäufer erhält automatisch ein Versandetikett für eine von acht Paketklassen bei DHL oder Hermes. Laut Kleinanzeigen-Hilfe „Wie versende ich mein Paket?“ (abgerufen am 17. September 2026) wird individueller Versand nicht mehr angeboten, damit die Sendungsnummer automatisch übermittelt wird und der Kundenservice bei Problemen schneller helfen kann.
Zur Wahl stehen laut Kleinanzeigen DHL-Pakete in den Größen S, M, L und XL sowie Hermes-Päckchen und Hermes-Pakete in S, M und L. Der Käufer entscheidet sich im Kaufprozess für eine der Optionen, die ihr freigeschaltet habt. Die Hermes-Integration meldete Kleinanzeigen am 22. Juli 2024 und nannte dabei rund 17.000 Hermes-PaketShops als Abgabestellen; den DHL-Versand hatte die Plattform laut derselben Mitteilung bereits im Dezember 2021 eingebunden.
Verfügbar ist „Sicher bezahlen“ und damit der integrierte Versand in neun Hauptkategorien, darunter Elektronik, Mode & Beauty, Haus & Garten sowie Musik, Filme & Bücher. Nicht angeboten wird die Funktion bei Dienstleistungen, Eintrittskarten, Immobilien, Jobs, Nachbarschaftshilfe sowie Unterricht und Kursen. Wer „Sicher bezahlen“ für eine Anzeige abschaltet, stellt sie laut Hilfe auf „Nur Abholung“ um — Versand ist dann nicht mehr vorgesehen. Was die Bezahlfunktion im Detail absichert, steht in unserem Ratgeber Kleinanzeigen Sicher bezahlen.
Wie oft Kleinanzeigen am Versandpreis dreht, zeigt unsere eigene Datenbank: Zwischen März 2023 und September 2026 haben wir 16 Deal-Beiträge zu Versandaktionen von Kleinanzeigen veröffentlicht, von kostenlosem DHL-Versand bis zu reduzierten Hermes-Preisen. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und im Magazin erklärt, was hinter Aktionen und Gebühren steckt.
Was kostet der Versand bei Kleinanzeigen? DHL und Hermes im Preisvergleich
Ein DHL-Paket kostet über Kleinanzeigen zwischen 6,19 Euro (S, bis 2 kg) und 18,99 Euro (XL, bis 31,5 kg), ein Hermes-Päckchen laut Preistabelle der Plattform 3,70 Euro bei Zustellung an einen PaketShop. Das steht in der Kleinanzeigen-Hilfe „Wie viel kostet die Lieferung und was sind die Lieferzeiten bei Sicher bezahlen?“, zuletzt aktualisiert am 17. September 2026. Anders als bei Hermes richtet sich der DHL-Preis nach dem Gewicht; bei Hermes zählt allein die Summe aus längster und kürzester Seite.
| DHL-Paket | Grenze | Preis |
|---|---|---|
| Paket S | 2 kg, 60 × 30 × 15 cm | 6,19 € |
| Paket M | 5 kg | 7,69 € |
| Paket L | 10 kg | 10,49 € |
| Paket XL | 31,5 kg | 18,99 € |
DHL-Preise laut Kleinanzeigen-Hilfe, abgerufen am 17. September 2026. Die Pakete M bis XL dürfen bis 120 × 60 × 60 cm groß sein. Alle vier Klassen haben Sendungsverfolgung; DHL-Päckchen bietet Kleinanzeigen nicht an.
Bei Hermes unterscheidet die Tabelle nach dem Zustellort. Die Zustellung an einen PaketShop ist die günstigste Variante, weil der Empfänger das Paket selbst abholt. Wer an die Haustür liefern lässt, zahlt beim Päckchen laut Hilfe 4,89 Euro und beim L-Paket 10,99 Euro. Das Gewichtslimit liegt bei allen vier Hermes-Klassen bei 25 Kilogramm.
| Hermes-Klasse | an PaketShop | an Haustür |
|---|---|---|
| Päckchen (max. 37 cm) | 3,70 € | 4,89 € |
| S-Paket (max. 50 cm) | 4,50 € | 5,49 € |
| M-Paket (max. 80 cm) | 5,90 € | 6,99 € |
| L-Paket (max. 120 cm) | 9,90 € | 10,99 € |
Hermes-Standardpreise laut Kleinanzeigen-Hilfe, abgerufen am 17. September 2026; die Zentimeterangabe ist die Summe aus längster und kürzester Seite. Ohne Versandaktion. Die Werte für Päckchen und S-Paket liegen unter den seit 2. März 2026 gültigen Hermes-Listenpreisen — maßgeblich ist der Preis, den der Checkout anzeigt.
Genau dieser Punkt fällt beim Gegenlesen auf: Hermes hat laut Hermes-Newsroom zur Preisanpassung 2026 zum 2. März 2026 nur Päckchen und S-Paket verteuert, auf 3,99 und 4,89 Euro von PaketShop zu PaketShop. Die Kleinanzeigen-Tabelle nennt für genau diese beiden Klassen noch 3,70 und 4,50 Euro, während M- und L-Paket mit 5,90 und 9,90 Euro auf den Cent mit der aktuellen Hermes-Liste übereinstimmen. Ob Kleinanzeigen für diese beiden Klassen bewusst günstigere Preise hält oder die Tabelle nicht nachgezogen hat, lässt die Hilfe offen. Rechnet deshalb mit dem Betrag, der im Kaufprozess steht.
Zum Porto kommt die Gebühr für „Sicher bezahlen“. Sie beträgt laut Kleinanzeigen-Hilfe zum Käuferschutz 0,50 Euro plus 4,5 Prozent des Kaufpreises und wird ebenfalls vom Käufer bezahlt. Bei einem Artikel für 40 Euro sind das 2,30 Euro zusätzlich. Die Preise aller großen Paketdienste im Direktvergleich — inklusive GLS, DPD und UPS — findet ihr in unserer Übersicht Paketpreise 2026.
Kleinanzeigen Versandaktion: Hermes-Päckchen für 0,99 Euro — was wirklich gilt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die aktuelle Kleinanzeigen Versandaktion senkt den Hermes-Versand von PaketShop zu PaketShop auf 0,99 Euro für das Päckchen, 1,99 Euro für das S-Paket und 2,49 Euro für das M-Paket. So steht es in den Teilnahmebedingungen der Kleinanzeigen-Aktionsseite „Reduzierter Hermes Versand“ (abgerufen am 17. September 2026): Das Angebot gilt bis 31. Dezember 2026, „wenn nicht früher aufgebraucht“, nur in Kombination mit der Bezahlfunktion und nur in Kategorien, in denen diese angeboten wird. Ein Aktionscode ist nicht nötig, der Preis wird im Checkout automatisch reduziert.
Drei Einschränkungen solltet ihr kennen. Erstens gilt der Aktionspreis ausschließlich für die Shop-to-Shop-Lieferung — wer an die Haustür liefern lässt, zahlt den normalen Preis. Zweitens ist das L-Paket nicht Teil der Aktion. Drittens ist das Kontingent begrenzt: Die Bedingungen nennen kein festes Volumen, erlauben aber ausdrücklich ein früheres Ende. Ein Widerspruch steht zudem auf derselben Seite: Im Abschnitt für Verkäufer ist von der Kategorie „Mode & Beauty“ die Rede, die Teilnahmebedingungen nennen dagegen alle Kategorien mit Bezahlfunktion. Bindend sind die Teilnahmebedingungen; ob der Rabatt greift, seht ihr vor dem Bezahlen im Checkout.
| Hermes Shop-to-Shop | Aktion Kleinanzeigen | Hermes direkt |
|---|---|---|
| Päckchen | 0,99 € | 3,99 € |
| S-Paket | 1,99 € | 4,89 € |
| M-Paket | 2,49 € | 5,90 € |
| L-Paket | keine Aktion | 9,90 € |
Aktionspreise laut Teilnahmebedingungen von Kleinanzeigen, Hermes-Preise laut Preisübersicht gültig ab 2. März 2026, beide abgerufen am 17. September 2026. Gegenüber dem Hermes-Listenpreis spart ihr beim Päckchen 3,00 Euro und beim M-Paket 3,41 Euro.
Neu ist das Prinzip nicht. Am 14. April 2026 hatte Kleinanzeigen eine erste Hermes-Aktion gestartet: Päckchen für 1,99 statt 4,89 Euro, S-Paket für 2,49 statt 5,49 Euro. In der Pressemitteilung von Kleinanzeigen zur Hermes-Versandaktion heißt es dazu: „Der Rabatt wird ohne Aktionscode automatisch abgezogen und gilt für beliebig viele Verkäufe und Käufe.“ Geplant war die Aktion damals „zunächst für drei Monate innerhalb eines begrenzten Rahmenkontingents“. Die heutigen Preise liegen beim Päckchen einen Euro und beim S-Paket 50 Cent unter dem Frühjahrsangebot. Eine Beschränkung auf die Zustellung an einen PaketShop nannte die Mitteilung vom April nicht; die aktuellen Teilnahmebedingungen tun das ausdrücklich.
Parallel läuft eine zweite, kleinere Aktion für DHL. Laut Kleinanzeigen-Aktionsseite gibt es vom 1. bis maximal 21. September bei den ersten 14.000 abgeschlossenen Käufen mit Apple Pay und dem Aktionscode „APPLEPAY“ kostenlosen DHL-Versand in allen Paketgrößen. Anders als die Hermes-Aktion braucht diese also einen Code und eine bestimmte Zahlungsart. Wie Aktionscodes bei Kleinanzeigen grundsätzlich funktionieren und wo ihr sie eingebt, erklärt unser Ratgeber Kleinanzeigen Aktionscode.
Wer zahlt das Porto bei Kleinanzeigen — Käufer oder Verkäufer?
Bei einem Kauf mit „Sicher bezahlen“ und Versand trägt immer der Käufer die Versandkosten, das stellt die Kleinanzeigen-Hilfe zu Versandkosten und Lieferzeiten ausdrücklich klar. Auch die Servicegebühr von 0,50 Euro plus 4,5 Prozent zahlt der Käufer, als Verkäufer zahlt ihr weder für das Etikett noch für die Bezahlfunktion. In der Hilfe zum Paketversand heißt es: „Du musst nichts bezahlen. Die Versandkosten werden dem Käufer in Rechnung gestellt.“
Die allgemeine Hilfe „Wer trägt bei einem Verkauf die Versandkosten?“ formuliert etwas offener: Es sei den Beteiligten selbst überlassen, wer das Porto übernimmt, in der Regel sei es der Käufer. Das betrifft aber nur die Absprache zwischen euch — im Checkout von „Sicher bezahlen“ landet das Porto technisch beim Käufer. Wer als Verkäufer den Versand „schenken“ möchte, rechnet ihn deshalb in einen niedrigeren Artikelpreis ein.
Ein Rechenbeispiel zeigt, wie stark die Aktion den Endpreis drückt. Ein Buch für 20 Euro kostet den Käufer mit Hermes-Päckchen an den PaketShop 0,99 Euro Porto plus 1,40 Euro Servicegebühr, zusammen 22,39 Euro. Mit einem DHL-Paket S wären es 6,19 Euro Porto und damit 27,59 Euro. Die Differenz von 5,20 Euro ist bei günstigen Artikeln oft der Unterschied zwischen Kauf und Nicht-Kauf — wer Bücher, Spiele oder Kleidung verkauft, bietet deshalb Hermes als Versandoption mit an. Welche Plattform sich für Mode am meisten lohnt, vergleicht unser Ratgeber Kleidung verkaufen.
Versandetikett erstellen, drucken und Paket abgeben: Schritt für Schritt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Das Versandetikett erstellt ihr nicht selbst, es liegt nach dem Kauf als QR-Code in der Kleinanzeigen-Nachrichtenbox bereit, den DHL-Code bekommt ihr zusätzlich etwa 30 Minuten nach der Kaufbestätigung per E-Mail. Laut Kleinanzeigen-Hilfe „Wie erhalte ich mein Versandetikett?“ zeigt ihr den Code einfach bei der Abgabe vor; DHL oder Hermes druckt das Etikett dann aus, einen Drucker braucht ihr also nicht.
Der Ablauf in fünf Schritten: Nach der Zahlung des Käufers bestätigt ihr die Verfügbarkeit des Artikels. Dann verpackt ihr ihn, öffnet die Unterhaltung zum Verkauf und ruft dort den QR-Code oder das Etikett ab. Das Paket gebt ihr in einem DHL- oder Hermes-PaketShop, an einer Packstation oder direkt beim Zusteller ab. Die Sendungsnummer geht automatisch an den Käufer. Wer druckt, klebt das Etikett gut sichtbar auf und achtet darauf, dass der Barcode nicht über eine Kante läuft. Wie ihr Karton und Polsterung wählt, zeigt unser Ratgeber Paket richtig verpacken; für weiche Ware kommt auch eine Versandtüte infrage, siehe Paket in Tüte verschicken.
Bei den Fristen sind die Hilfeseiten streng. Nach der Zahlung habt ihr 48 Stunden, um die Verfügbarkeit zu bestätigen, sonst wird die Transaktion automatisch storniert. Danach muss der Artikel laut Hilfe innerhalb von 14 Tagen beim Käufer ankommen. Für manche Verkäufe zeigt Kleinanzeigen inzwischen eine kürzere Versandfrist von 5 Tagen in der Nachrichtenbox an. Entscheidend ist dabei die Abgabe: „Das Erstellen des Versandetiketts reicht nicht aus“, heißt es in der Hilfe, das Paket gilt erst mit der Einlieferung als versendet.
| Frist | Wer | Dauer |
|---|---|---|
| Verfügbarkeit bestätigen | Verkäufer | 48 Stunden |
| Artikel kommt an | Verkäufer | 14 Tage |
| Erhalt oder Problem melden | Käufer | 10 Tage ab Versand |
| Abholung Hermes-PaketShop | Käufer | 7 Werktage |
Fristen laut Kleinanzeigen-Hilfe zu Versand, Verkauf mit „Sicher bezahlen“ und Hermes Shop2Shop, abgerufen am 17. September 2026. Wird euch eine Versandfrist von 5 Tagen angezeigt, gilt diese.
Verpasst ihr die Frist, storniert Kleinanzeigen den Kauf, und der Käufer bekommt sein Geld zurück. Dann unterscheiden sich die beiden Dienste: Ein Hermes-Etikett wird automatisch mit storniert, ein DHL-Etikett müsst ihr selbst stornieren. Verschickt nach einer Stornierung nichts mehr — das Geld ist zu diesem Zeitpunkt bereits an den Käufer zurückgeflossen.
Hermes Shop2Shop: So läuft die Abholung im PaketShop
Bei Hermes Shop2Shop wählt der Käufer schon beim Kauf einen Hermes-PaketShop, in dem er das Paket später selbst abholt. Das ist die Variante, für die die 0,99-Euro-Aktion gilt. Laut Kleinanzeigen-Hilfe bleibt das Paket 7 Werktage im PaketShop liegen; wird es nicht abgeholt, geht es an den Verkäufer zurück. Zur Abholung braucht der Käufer einen gültigen Ausweis, bei einer Hermes-Box reicht die PIN aus der E-Mail. Den gewählten PaketShop kann er nach dem Kauf in der Regel nicht mehr ändern.
Als Verkäufer gebt ihr Shop2Shop-Pakete ausschließlich in einem Hermes-PaketShop ab, nicht beim Zusteller. Möglich ist die Variante für Päckchen sowie S-, M- und L-Pakete. Passt der Artikel nicht in die gewählte Klasse, dürft ihr das Etikett laut Hilfe nicht trotzdem verwenden; klärt das vorher in der Unterhaltung. Den Einlieferungsbeleg bewahrt ihr auf, bis der Kauf abgeschlossen ist.
Paket verloren oder beschädigt: Wer haftet beim Kleinanzeigen Versand?

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Kleinanzeigen selbst versichert keinen Artikel; die Haftung übernimmt der Paketdienst, bei Hermes bis 50 Euro für Päckchen und bis 500 Euro für Pakete, bei DHL-Paketen bis 500 Euro. Das nennt die Kleinanzeigen-Hilfe „Kann ich den zu versendenden Artikel versichern?“, und die Hermes-Preisübersicht bestätigt beide Hermes-Grenzen. Für ein Smartphone oder eine Konsole ist das Päckchen damit die falsche Wahl, selbst wenn es in die Maße passt — hier gehört mindestens das S-Paket her.
Rechtlich gilt beim Verkauf zwischen Privatleuten eine Regel, die viele nicht kennen. Nach § 447 BGB geht die Gefahr beim Versendungskauf auf den Käufer über, „sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat“. Die verbraucherfreundliche Ausnahme in § 475 BGB greift nur, wenn ein Unternehmer an einen Verbraucher verkauft. Für euch als Privatverkäufer heißt das: Entscheidend ist, dass ihr die Abgabe beweisen könnt — der Einlieferungsbeleg ist euer wichtigstes Dokument. Eine Rechtsberatung im Einzelfall ersetzt dieser Hinweis nicht.
Innerhalb von „Sicher bezahlen“ entscheidet ohnehin zuerst Kleinanzeigen. Meldet der Käufer „Paket nicht erhalten“, pausiert die Auszahlung, und der Fall wird anhand von Sendungsstatus, Nachrichtenverlauf und euren Nachweisen geprüft. Liefert ihr angeforderte Versandbelege oder Fotos nicht rechtzeitig, kann die Entscheidung laut Hilfe „zu deinen Ungunsten ausfallen“. Der Käuferschutz greift umgekehrt nicht, wenn der Käufer beim Paketdienst selbst einen Ablageort oder die Zustellung an einen Nachbarn gewählt hat.
Gegenüber dem Paketdienst gelten feste Wege. Die Verbraucherzentrale zum Paketversand nennt sieben Tage nach Ablieferung als übliche Frist, um Beschädigungen zu melden, jeweils mit Einlieferungsbeleg und Wertnachweis. Bei Verlust stellt der Absender einen kostenlosen Nachforschungsauftrag; den Diensten stehen laut Verbraucherzentrale mindestens 20 Tage seit Einlieferung zur Suche zur Verfügung. Bei DHL könnt ihr laut Kleinanzeigen-Hilfe einen Nachforschungsantrag stellen, wenn sich der Sendungsstatus 7 Werktage nicht verändert hat; Probleme mit Hermes-Sendungen meldet der Käufer direkt in der Unterhaltung zum Kauf.
Einen praktischen Beweis-Tipp gibt die Verbraucherzentrale zu Betrug mit Kleinanzeigen: „Filmen Sie, wie Sie das Paket packen, und ziehen Sie im Idealfall eine weitere Person als Zeugen hinzu.“
Sendungsverfolgung und Auszahlung: Wann kommt euer Geld?
Nach der Abgabe hat der Käufer 10 Tage Zeit, den Erhalt zu bestätigen oder ein Problem zu melden. Bestätigt er, kann er je nach Kauf zusätzlich innerhalb von 3 Tagen angeben, dass der Artikel in Ordnung ist. Reagiert er gar nicht, schließt Kleinanzeigen die Transaktion nach 10 Tagen automatisch ab und stößt die Auszahlung an. Das Geld liegt bis dahin beim Zahlungsdienstleister Adyen und erreicht euer Konto laut Hilfe in der Regel 1 bis 3 Werktage nach Abschluss. Den Sendungsstatus seht ihr und der Käufer direkt in der Unterhaltung.
Selbst beim Paketdienst frankieren: Lohnt sich das noch?
Für Anzeigen mit Versand über Kleinanzeigen gibt es die Wahl praktisch nicht mehr, denn individueller Versand wird laut Kleinanzeigen-Hilfe nicht mehr angeboten. Ein Preisvergleich zeigt trotzdem, wo das integrierte Etikett bis zu 5,00 Euro günstiger ist und wo es teurer wird. Laut der aktuellen DHL-Preisliste kostet ein Paket bis 31,5 Kilogramm online 23,99 Euro — über Kleinanzeigen nennt die Hilfe für das XL-Paket bis 31,5 Kilogramm 18,99 Euro, also 5,00 Euro weniger.
Umgekehrt fehlen bei Kleinanzeigen die DHL-Päckchen, die direkt ab 4,19 Euro kosten. Wer ein leichtes, flaches Teil mit DHL verschicken will, landet über die Plattform beim Paket S für 6,19 Euro. Mit der laufenden Hermes-Aktion ist das Päckchen für 0,99 Euro aber ohnehin die günstigste Option, solange der Käufer die Abholung im PaketShop akzeptiert. Bei Hermes selbst kostet dieselbe Shop-to-Shop-Sendung 3,99 Euro.
Wichtiger als ein paar Cent ist die Frage, wer den Versand organisiert. Die Verbraucherzentrale beschreibt eine „Transportkosten-Falle“: Angebliche Käufer bieten an, zusätzlich den Transport zu übernehmen, und bitten euch, die Kosten vorzustrecken oder über einen externen Dienst zu überweisen. Laut Verbraucherzentrale werden diese Kosten nie erstattet und die Ware nie bezahlt. Wer auf Versand außerhalb der Plattform ausweicht, verliert außerdem den Käuferschutz, der ohnehin nur innerhalb Deutschlands gilt. Wie ihr beim Verkauf auf anderen Plattformen mit Versand und Schutz umgeht, zeigen unsere Ratgeber Bei eBay verkaufen und Wie funktioniert Vinted.
Vor- & Nachteile des Kleinanzeigen Versands im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Hermes-Päckchen per Aktion für 0,99 Euro | Aktionspreis nur bei Abholung im PaketShop |
| Porto zahlt immer der Käufer | Käufer zahlt zusätzlich 0,50 Euro plus 4,5 Prozent |
| Etikett als QR-Code, kein Drucker nötig | Kein individueller Versand und keine DHL-Päckchen |
| DHL XL bis 31,5 kg für 18,99 Euro | Hermes-Päckchen haftet nur bis 50 Euro |
So haben wir geprüft
- Primärquellen zuerst: Preise, Fristen und Aktionsbedingungen stammen aus der Kleinanzeigen-Hilfe, den Kleinanzeigen-Teilnahmebedingungen und der Hermes-Preisübersicht.
- Abrufdatum: Alle Angaben am 17. September 2026 abgerufen; wo sich Hilfeseiten widersprechen, nennen wir beide Angaben.
- Unabhängig: Haftungs- und Rechtsfragen belegen wir mit dem BGB und der Verbraucherzentrale.
Häufige Fragen zum Kleinanzeigen Versand
Ist der Versand über Kleinanzeigen automatisch versichert?
Nicht durch Kleinanzeigen selbst. Die Plattform bietet laut Hilfe keine eigene Versicherung an; es gilt die Haftung des Paketdienstes. Bei Hermes sind das 50 Euro für Päckchen und 500 Euro für Pakete, bei DHL-Paketen 500 Euro. Teurere Artikel verschickt ihr deshalb nicht als Päckchen.
Wer trägt das Versandrisiko bei Nutzung der Versandaktion?
Die Aktion ändert am Risiko nichts, sie senkt nur den Preis. Bei einem Privatverkauf geht die Gefahr nach § 447 BGB mit der Abgabe beim Paketdienst auf den Käufer über. Innerhalb von „Sicher bezahlen“ prüft Kleinanzeigen einen gemeldeten Verlust aber selbst — bewahrt den Einlieferungsbeleg deshalb auf, bis der Kauf abgeschlossen ist.
Was mache ich, wenn das Paket laut Sendungsverfolgung zugestellt wurde, aber nicht ankam?
Prüft in der Sendungsverfolgung, an wen das Paket übergeben wurde, etwa an einen Nachbarn oder eine Filiale. Bei DHL wird ein Paket laut Kleinanzeigen-Hilfe manchmal erst am Folgetag in die Filiale gebracht. Bleibt es verschwunden, meldet ihr das Problem in der Unterhaltung zum Kauf über „Nein, ich habe ein Problem“.
Kann ich den Versand bei Kleinanzeigen ins Ausland nutzen?
Nein. Der Versand mit „Sicher bezahlen“ samt Käuferschutz gilt laut Kleinanzeigen nur innerhalb Deutschlands. Eine Sendung ins Ausland müsstet ihr außerhalb der Plattform organisieren und bezahlen — dann ohne Käuferschutz.
Wie lange gilt die 0,99-Euro-Aktion für Hermes?
Laut Teilnahmebedingungen bis zum 31. Dezember 2026, aber nur, solange das Kontingent reicht, und mit ausdrücklichem Verlängerungsvorbehalt. Der Preis gilt nur für Hermes-Päckchen von PaketShop zu PaketShop; S- und M-Paket kosten in der Aktion 1,99 und 2,49 Euro.
Fazit: Hermes Shop-to-Shop ist 2026 der günstigste Kleinanzeigen Versand
Der Kleinanzeigen Versand ist 2026 einfacher und strenger zugleich: Ihr wählt nur noch zwischen DHL und Hermes, der Käufer zahlt das Porto, und Fristen von 48 Stunden und 14 Tagen laufen automatisch. Am günstigsten ist derzeit das Hermes-Päckchen von PaketShop zu PaketShop für 0,99 Euro — für kleine, günstige Artikel ist das die erste Wahl, für Wertvolles das S-Paket mit 500 Euro Haftung. Bewahrt den Einlieferungsbeleg auf, filmt bei teuren Stücken das Packen, und rechnet mit dem Preis, den der Checkout zeigt, nicht mit alten Tabellen.
Wer vom Verkaufserlös gleich wieder etwas Neues kaufen möchte, findet die täglich geprüften Angebote auf der Startseite von MonsterDealz.