Wie funktioniert Vinted? Verkaufen, GebĂŒhren und Steuern 2026 erklĂ€rt

Vinted ist ein Online-Marktplatz fĂŒr gebrauchte Mode, auf dem Privatpersonen direkt aneinander verkaufen — fĂŒr VerkĂ€ufer ohne Provision, weil die GebĂŒhren der KĂ€ufer ĂŒber den KĂ€uferschutz trĂ€gt. Ihr fotografiert ein KleidungsstĂŒck, setzt einen Preis, verschickt es nach dem Verkauf mit einem vorbereiteten Versandetikett und bekommt das Geld nach BestĂ€tigung des KĂ€ufers gutgeschrieben. Wie das im Detail ablĂ€uft, was es kostet und ab wann das Finanzamt mitliest, steht hier — Stand: August 2026.

Das Wichtigste in KĂŒrze

  • Verkaufen ist provisionsfrei: Ihr behaltet den vollen Verkaufspreis, der KĂ€ufer zahlt KĂ€uferschutz und Versand.
  • Der KĂ€uferschutz kostet rund 5 Prozent des Artikelpreises plus etwa 0,70 Euro pro Bestellung.
  • Ab 30 VerkĂ€ufen oder 2.000 Euro Erlös pro Jahr meldet die Plattform eure Daten ans Bundeszentralamt fĂŒr Steuern.
  • Gemeldet heißt nicht besteuert: Normale Gebrauchtkleidung ist als Gegenstand des tĂ€glichen Gebrauchs nicht steuerbar.

Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthĂ€lt Partner-Links. Kauft ihr ĂŒber einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. FĂŒr euch bleibt der Preis identisch.

Wie funktioniert Vinted?

KleidungsstĂŒck wird fĂŒr ein Vinted-Inserat mit dem Smartphone fotografiert

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Vinted funktioniert wie ein Kleinanzeigen-Portal mit integrierter Bezahlung und integriertem Versand. Ihr stellt ein KleidungsstĂŒck mit Fotos, GrĂ¶ĂŸe, Zustand und Preis ein; ein KĂ€ufer bestellt; ihr bekommt ein fertiges Versandetikett; nach der BestĂ€tigung durch den KĂ€ufer wird euer Guthaben freigegeben.

Der entscheidende Unterschied zu klassischen Kleinanzeigen ist, dass Geld und Ware ĂŒber die Plattform laufen. Es gibt keine Barzahlung an der HaustĂŒr und keine Vorkasse-Diskussion — dafĂŒr aber eine GebĂŒhr, die der KĂ€ufer trĂ€gt.

Wie groß das Interesse an dem Thema ist, zeigt die Suchnachfrage: Nach einer Keyword-Auswertung ĂŒber DataForSEO entfallen in Deutschland rund 4.400 Suchanfragen pro Monat allein auf die Frage „wie funktioniert Vinted“, dazu je 8.100 auf „Vinted verkaufen“ und „Vinted kaufen“ (Modellwerte, Stand: August 2026).

FĂŒr diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die aktuellen GebĂŒhren- und Meldepflicht-Regeln ausgewertet und gegen die gesetzlichen Vorgaben abgeglichen. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die tĂ€glich geprĂŒfte SchnĂ€ppchen kuratiert und aktive Mitglieder ĂŒber das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt.

Der Ablauf in sechs Schritten

  • Konto anlegen: kostenlos, mit E-Mail-Adresse oder Social Login
  • Artikel einstellen: Fotos, Kategorie, Marke, GrĂ¶ĂŸe, Zustand und Preis angeben
  • Verkauf abwarten: KĂ€ufer bestellen direkt oder machen ein Preisangebot
  • Versandetikett erzeugen: Die Plattform stellt das Label, ihr verpackt und gebt ab
  • Zustellung und BestĂ€tigung: Der KĂ€ufer hat nach Erhalt eine kurze PrĂŒffrist
  • Auszahlung: Nach Ablauf der Frist landet das Guthaben in eurem Wallet und lĂ€sst sich aufs Konto ĂŒberweisen

Was kostet Vinted — welche GebĂŒhren fallen an?

FĂŒr VerkĂ€ufer fĂ€llt keine Verkaufsprovision an: Der eingestellte Preis ist der Betrag, der euch gutgeschrieben wird. Finanziert wird die Plattform ĂŒber den KĂ€uferschutz, den die kaufende Seite zusĂ€tzlich zum Artikelpreis zahlt.

Die KĂ€uferschutzgebĂŒhr liegt bei rund 5 Prozent des Artikelpreises plus etwa 0,70 Euro pro Bestellung (Stand: August 2026); fĂŒr einzelne Kategorien wie Elektronik oder Luxusartikel werden abweichende, höhere SĂ€tze berichtet. Dazu kommen die Versandkosten, die ebenfalls der KĂ€ufer trĂ€gt.

Praktisch heißt das: Ein Pullover fĂŒr 15 Euro kostet den KĂ€ufer rund 16,45 Euro plus Versand, wĂ€hrend beim VerkĂ€ufer die vollen 15 Euro ankommen. Wer Preise vergleicht, sollte diesen Aufschlag mitdenken — bei gĂŒnstigen Artikeln fĂ€llt die Pauschale prozentual stark ins Gewicht.

Wer zahlt was?

  • VerkĂ€ufer: keine EinstellgebĂŒhr · keine Verkaufsprovision · optional kostenpflichtige Sichtbarkeits-Extras
  • KĂ€ufer: Artikelpreis · KĂ€uferschutz (rund 5 Prozent + circa 0,70 Euro) · Versandkosten
  • Beide: keine GebĂŒhr fĂŒr Nachrichten, Preisangebote oder das Einstellen weiterer Artikel

Die optionalen Sichtbarkeits-Funktionen lohnen sich nur bei höherpreisigen Artikeln. Bei einem T-Shirt fĂŒr acht Euro frisst eine kostenpflichtige Hervorhebung schnell die gesamte Marge.

Wie verkauft ihr auf Vinted erfolgreich?

Kleidung wird vor dem Kleiderschrank in Behalten- und Verkaufen-Stapel sortiert

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Über den Verkaufserfolg entscheiden Fotos und Auffindbarkeit, nicht der Preis. Ein gutes Bild bei Tageslicht auf neutralem Untergrund schlĂ€gt jedes SchnĂ€ppchenangebot mit schlechtem Foto — weil KĂ€ufer im Zweifel gar nicht erst klicken.

Der zweite Hebel ist die korrekte Zuordnung. Marke, GrĂ¶ĂŸe und Kategorie sind die Filter, ĂŒber die gesucht wird; wer sie falsch oder gar nicht setzt, taucht in den relevanten Listen nicht auf.

Was in der Praxis funktioniert

  • Tageslicht statt Blitz: KleidungsstĂŒck flach auslegen oder aufhĂ€ngen, neutraler Hintergrund
  • Mehrere Perspektiven: Vorderseite, RĂŒckseite, Waschetikett und Detailaufnahme des Materials
  • MĂ€ngel zeigen: Flecken oder Pilling offen fotografieren — das verhindert RĂŒcksendungen und schlechte Bewertungen
  • Maße angeben: KonfektionsgrĂ¶ĂŸen fallen je Marke unterschiedlich aus, gemessene Zentimeter sind verlĂ€sslicher
  • RegelmĂ€ĂŸig hochladen: Neue Artikel erscheinen weiter oben — wenige StĂŒcke pro Tag wirken besser als alles auf einmal
  • BĂŒndel anbieten: Mehrere Teile an einen KĂ€ufer sparen Versand und erhöhen den Durchschnittsbon

Wie lÀuft der Versand bei Vinted?

KleidungsstĂŒck wird in einen Versandkarton verpackt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der Versand lĂ€uft ĂŒber die Plattform: Nach dem Verkauf erzeugt sie ein Etikett fĂŒr einen der angebundenen Dienstleister, ihr verpackt die Ware und gebt sie ab. Der KĂ€ufer wĂ€hlt beim Kauf aus, welche Versandart er möchte, und zahlt sie auch.

Wichtig ist der Zeitrahmen. Nach dem Verkauf habt ihr nur wenige Werktage Zeit, das Paket abzugeben — verstreicht die Frist, wird die Bestellung storniert. Das ist der hĂ€ufigste Grund fĂŒr schlechte Bewertungen bei ansonsten guten VerkĂ€ufern.

Worauf ihr beim Versand achten solltet

  • ZĂŒgig abgeben: Am besten am Tag des Verkaufs oder am Folgetag
  • Sparsam, aber sicher verpacken: Versandtaschen sind leichter als Kartons und sparen bei gewichtsabhĂ€ngigen Tarifen
  • Gewicht realistisch schĂ€tzen: Ein zu klein gewĂ€hltes Paketformat kann zu Nachzahlungen fĂŒhren
  • Einlieferungsbeleg behalten: Er ist euer Nachweis, falls die Sendung verloren geht
  • Sendungsverfolgung nutzen: Sie schĂŒtzt euch im Streitfall und beruhigt ungeduldige KĂ€ufer

So prĂŒfen wir Deals

  • Quelle geprĂŒft: GebĂŒhren- und Rechtsangaben gleichen wir gegen offizielle Quellen und Gesetzestexte ab, statt sie aus Foren zu ĂŒbernehmen.
  • AktualitĂ€t: Wir kontrollieren Konditionen vor Veröffentlichung und ziehen das „Stand“-Datum bei Updates hoch.
  • UnabhĂ€ngig: Unsere EinschĂ€tzung ist redaktionell — Partner-Links Ă€ndern nichts an der Bewertung.

Muss man Vinted-VerkÀufe versteuern?

Notizblock und Taschenrechner neben gefalteter Kleidung zur Abrechnung von VerkÀufen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Beim Verkauf gebrauchter Alltagskleidung in aller Regel nicht. Kleidung zĂ€hlt zu den GegenstĂ€nden des tĂ€glichen Gebrauchs, und deren VerĂ€ußerung ist von den privaten VerĂ€ußerungsgeschĂ€ften nach § 23 Einkommensteuergesetz ausdrĂŒcklich ausgenommen — ein Gewinn ist dort schlicht nicht steuerbar, unabhĂ€ngig von der Höhe.

Relevant wird § 23 EStG erst bei WertgegenstĂ€nden, die ihr mit Gewinn innerhalb eines Jahres nach dem Kauf weiterverkauft, etwa SammlerstĂŒcke oder Luxusartikel. DafĂŒr gilt eine Freigrenze: Bleibt der Gesamtgewinn aus allen privaten VerĂ€ußerungsgeschĂ€ften eines Kalenderjahres unter 1.000 Euro, fĂ€llt keine Steuer an. Die Grenze wurde durch das Wachstumschancengesetz zum 1. Januar 2024 von 600 auf 1.000 Euro angehoben (§ 23 EStG, Stand: August 2026). Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag — ab 1.000 Euro wird der gesamte Gewinn steuerpflichtig.

Ein dritter Fall ist die Gewerblichkeit: Wer planmĂ€ĂŸig einkauft, um weiterzuverkaufen, handelt gewerblich — unabhĂ€ngig davon, ob es sich um Kleidung handelt. Dann greifen Gewerbeanmeldung und Einkommensteuer auf den Gewinn.

Hinweis: Das ist eine redaktionelle Einordnung der Rechtslage, keine Steuerberatung. Bei grĂ¶ĂŸeren Verkaufsvolumen oder Unsicherheit fragt bitte euer Finanzamt oder einen Steuerberater.

Ab wann meldet Vinted ans Finanzamt?

Ab 30 VerkĂ€ufen oder 2.000 Euro Erlös im Kalenderjahr — eine der beiden Schwellen genĂŒgt, und sie gilt je Plattform. Grundlage ist das Plattformen-Steuertransparenzgesetz (PStTG), das seit dem 1. Januar 2023 gilt und Betreiber verpflichtet, die Daten meldepflichtiger VerkĂ€ufer an das Bundeszentralamt fĂŒr Steuern zu ĂŒbermitteln.

Gemeldet werden unter anderem Name, Anschrift, Steueridentifikationsnummer, Bankverbindung sowie die Zahl der VerkĂ€ufe und die erzielten Erlöse. Wer die Schwelle reißt, wird von der Plattform in der Regel zur Angabe der Steuer-ID aufgefordert.

Entscheidend ist die Trennung zweier Ebenen, die hĂ€ufig verwechselt wird: Eine Meldung ist keine Steuerfestsetzung. Sie sagt dem Finanzamt lediglich, dass ihr verkauft habt — ob daraus eine Steuerpflicht folgt, richtet sich nach den oben beschriebenen Regeln. Wer den eigenen Kleiderschrank ausmistet, wird auch bei 40 verkauften Teilen in aller Regel keine Steuer zahlen, sollte die VerkĂ€ufe aber belegen können.

Was ihr dokumentieren solltet

  • Herkunft der Ware: Handelt es sich um eigene Altkleidung oder um zugekaufte Ware?
  • Kaufbelege bei WertgegenstĂ€nden: Sie beweisen Anschaffungsdatum und -preis
  • JahresĂŒbersicht der Erlöse: Die Plattform stellt eine Auswertung bereit
  • Trennung privat und gewerblich: Wer regelmĂ€ĂŸig einkauft und weiterverkauft, sollte das frĂŒh klĂ€ren

Wie kauft ihr auf Vinted sicher ein?

Der KĂ€uferschutz ist der zentrale Unterschied zu klassischen Kleinanzeigen: Er deckt den Fall ab, dass die Ware nicht ankommt oder erheblich von der Beschreibung abweicht. Voraussetzung ist, dass Zahlung und Kommunikation vollstĂ€ndig ĂŒber die Plattform laufen.

Genau da liegt auch das grĂ¶ĂŸte Risiko. Wer sich auf eine Zahlung außerhalb der Plattform einlĂ€sst — etwa per Überweisung oder Freunde-Zahlung —, verliert den Schutz komplett. Solche Angebote sind das klassische Betrugsmuster.

Worauf ihr vor dem Kauf achten solltet

  • Niemals außerhalb der Plattform zahlen: Kein KĂ€uferschutz, keine RĂŒckholmöglichkeit
  • Bewertungen lesen: Nicht nur die Note, sondern die Freitexte zu Versanddauer und Zustand
  • Maße statt KonfektionsgrĂ¶ĂŸe: Fragt nach, wenn keine Zentimeterangaben dabeistehen
  • Fotos hinterfragen: Katalogbilder statt echter Aufnahmen sind ein Warnsignal
  • PrĂŒffrist einhalten: Nach Erhalt zĂŒgig kontrollieren und Probleme sofort melden, nicht erst nach der BestĂ€tigung

Wer beim Gebrauchtkauf ĂŒber Mode hinausdenkt, findet die gleichen Grundregeln auch bei Möbeln und Elektronik. Was dort gilt, steht in unseren Ratgebern zu gebrauchten Möbeln und zum Kauf von B-Ware.

Was tun bei Problemen mit KÀufern oder VerkÀufern?

Meldet Probleme immer innerhalb der PrĂŒffrist und immer ĂŒber die Plattform. Sobald ihr eine Bestellung bestĂ€tigt oder die Frist ungenutzt verstreichen lasst, gilt der Kauf als abgeschlossen und das Geld ist beim VerkĂ€ufer — danach greift der KĂ€uferschutz nicht mehr.

Der hĂ€ufigste Streitfall ist der abweichende Zustand: Ein KleidungsstĂŒck kommt an und hat einen Fleck, der auf den Fotos nicht zu sehen war. Dokumentiert das sofort mit eigenen Aufnahmen, bevor ihr etwas wascht oder Ă€ndert — ohne Bilder ist der Fall kaum zu gewinnen.

Die richtige Reihenfolge im Streitfall

  • Sofort fotografieren: Mangel und Verpackung dokumentieren, am besten am Tag der Zustellung
  • Über die Plattform melden: Nicht privat per Nachricht regeln — nur der offizielle Weg ist belegbar
  • Sachlich bleiben: Beschreibung des Mangels statt VorwĂŒrfe, das beschleunigt die Bearbeitung
  • Nichts zurĂŒckschicken ohne Anweisung: Eine eigenmĂ€chtige RĂŒcksendung kann den Anspruch kosten
  • Bewertung erst danach: Sie lĂ€sst sich nachtrĂ€glich meist nicht mehr Ă€ndern

Als VerkĂ€ufer schĂŒtzt euch vor allem Ehrlichkeit im Inserat. Wer MĂ€ngel offen zeigt, hat seltener Reklamationen — und im Streitfall die besseren Karten, weil der Zustand dokumentiert war.

Wie findet ihr auf Vinted die besten SchnÀppchen?

Der grĂ¶ĂŸte Hebel beim Kaufen ist die Suche ĂŒber Marke und GrĂ¶ĂŸe statt ĂŒber Schlagworte. Wer „Jeans blau“ eingibt, bekommt Zehntausende Treffer; wer Marke, GrĂ¶ĂŸe und Zustand filtert, bekommt eine ĂŒberschaubare Liste, die sich tĂ€glich neu fĂŒllt.

Der zweite Hebel ist Timing. Neu eingestellte Artikel sind kaum sichtbar, weil sie in der Masse untergehen — gleichzeitig sind gut bepreiste StĂŒcke oft binnen Stunden weg. Wer gespeicherte Suchen mit Benachrichtigung nutzt, ist schneller als die manuelle Suche.

Was beim Kaufen wirklich spart

  • Gespeicherte Suchen anlegen: Benachrichtigung fĂŒr Marke plus GrĂ¶ĂŸe, statt selbst zu scrollen
  • Preisvorschlag machen: Bei lĂ€nger inserierten Artikeln akzeptieren viele VerkĂ€ufer 10 bis 20 Prozent weniger
  • BĂŒndel anfragen: Mehrere Teile eines VerkĂ€ufers zusammen kaufen — der KĂ€uferschutz fĂ€llt dann nur einmal an
  • Falsch geschriebene Marken suchen: Tippfehler-Inserate haben kaum Konkurrenz
  • Auf Versandart achten: Automatenversand ist meist gĂŒnstiger als HaustĂŒrzustellung
  • Nicht auf Katalogbilder hereinfallen: Echte Fotos sind das wichtigste QualitĂ€tssignal

Welche Alternativen zu Vinted gibt es?

FĂŒr Mode ist Vinted die reichweitenstĂ€rkste Option, aber nicht immer die passende. Welche Alternative sinnvoll ist, hĂ€ngt davon ab, ob euch Erlös, Tempo oder Bequemlichkeit am wichtigsten ist.

Wer schnell Platz schaffen will und den Aufwand fĂŒr Einzelinserate scheut, fĂ€hrt mit Ankaufsdiensten besser: Dort schickt ihr einen Sack Kleidung ein und bekommt einen pauschalen Festpreis — deutlich weniger Geld, aber auch fast keine Arbeit.

  • Kleinanzeigen-Portale: lokale Abholung · Barzahlung · kein Versandaufwand · dafĂŒr kein KĂ€uferschutz
  • Ankaufsdienste wie momox fashion: Festpreis pro Teil · null Verhandlung · geringster Erlös · Ablehnung bei zu geringem Wert
  • Auktionsplattformen: gut fĂŒr Sammler- und MarkenstĂŒcke · GebĂŒhren fĂŒr VerkĂ€ufer · grĂ¶ĂŸere Reichweite bei Nischen
  • Second-Hand-LĂ€den vor Ort: sofort Geld oder Kommission · sehr selektiv bei der Annahme
  • Kleiderkreisel im Freundeskreis: kostenlos · kein Versand · sehr begrenzte Reichweite

FĂŒr alles, was keine Mode ist, lohnt der Blick auf die jeweils spezialisierten Wege — bei Möbeln etwa auf lokale AbholmĂ€rkte statt auf Versandplattformen.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Verkaufen ohne Provision, voller Erlös KÀufer zahlt Aufschlag von rund 5 Prozent plus Pauschale
KĂ€uferschutz und Sendungsverfolgung inklusive Schutz entfĂ€llt bei Zahlung außerhalb der Plattform
Versandetikett wird automatisch erstellt Enge Frist fĂŒr die Paketabgabe
Große Reichweite fĂŒr Mode aller Preisklassen Meldung ans Finanzamt ab 30 VerkĂ€ufen oder 2.000 Euro

HĂ€ufige Fragen zu Vinted

Ist Vinted wirklich kostenlos?

FĂŒr VerkĂ€ufer ja: Es gibt weder EinstellgebĂŒhren noch eine Verkaufsprovision, der eingestellte Preis wird vollstĂ€ndig gutgeschrieben. KĂ€ufer zahlen dagegen den KĂ€uferschutz von rund 5 Prozent plus etwa 0,70 Euro pro Bestellung sowie die Versandkosten. Optionale Sichtbarkeits-Funktionen fĂŒr VerkĂ€ufer sind kostenpflichtig, aber freiwillig.

Wie bekomme ich mein Geld von Vinted?

Nach der Zustellung hat der KĂ€ufer eine kurze PrĂŒffrist. LĂ€uft sie ab oder bestĂ€tigt der KĂ€ufer vorher, wird der Betrag im Wallet freigegeben und lĂ€sst sich auf das hinterlegte Bankkonto ĂŒberweisen. FĂŒr die Auszahlung mĂŒssen Name und Bankverbindung verifiziert sein.

Ab wann meldet Vinted meine VerkÀufe ans Finanzamt?

Ab 30 VerkĂ€ufen oder 2.000 Euro Erlös innerhalb eines Kalenderjahres, wobei eine der beiden Schwellen ausreicht. Grundlage ist das Plattformen-Steuertransparenzgesetz. Die Meldung geht an das Bundeszentralamt fĂŒr Steuern und bedeutet nicht automatisch, dass Steuern anfallen.

Muss ich Steuern auf verkaufte Kleidung zahlen?

In der Regel nicht. Gebrauchte Alltagskleidung gilt als Gegenstand des tĂ€glichen Gebrauchs und ist von den privaten VerĂ€ußerungsgeschĂ€ften nach § 23 EStG ausgenommen. Anders sieht es bei WertgegenstĂ€nden mit Gewinn innerhalb der Jahresfrist aus und bei planmĂ€ĂŸigem An- und Verkauf, der als gewerblich gilt.

Was passiert, wenn ein Paket verloren geht?

Greift der KĂ€uferschutz, wird der Fall ĂŒber die Plattform reguliert. Wichtig ist, dass ihr den Einlieferungsbeleg aufbewahrt und die von der Plattform bereitgestellten Etiketten samt Sendungsverfolgung nutzt. Ohne Nachweis der Einlieferung wird es schwierig.

Warum verkauft sich bei mir nichts?

Meist liegt es an Fotos und Zuordnung, nicht am Preis. Dunkle Bilder, fehlende Markenangabe, falsche Kategorie und fehlende Maße sorgen dafĂŒr, dass Artikel in den Filtern gar nicht auftauchen. RegelmĂ€ĂŸiges Hochladen hilft zusĂ€tzlich, weil neue Artikel weiter oben erscheinen.

Kann ich Artikel zurĂŒckgeben, die mir nicht passen?

Ein gesetzliches Widerrufsrecht gibt es beim Kauf von Privatpersonen nicht. Der KĂ€uferschutz greift nur, wenn die Ware nicht ankommt oder erheblich von der Beschreibung abweicht — nicht, wenn sie schlicht nicht gefĂ€llt oder nicht passt. Deshalb sind Maßangaben vor dem Kauf so wichtig.

Lohnt sich Vinted oder lieber Kleinanzeigen?

FĂŒr Mode meist Vinted, weil dort gezielt nach Marke und GrĂ¶ĂŸe gesucht wird und der Versand integriert ist. FĂŒr sperrige Ware und lokale Abholung sind Kleinanzeigen-Portale praktischer. Wer schnell Bargeld ohne Versandaufwand will, fĂ€hrt mit lokaler Abholung besser.

Fazit: gut fĂŒr Mode, mit einem Blick aufs Finanzamt

Vinted ist fĂŒr VerkĂ€ufer die gĂŒnstigste seriöse Option, gebrauchte Kleidung loszuwerden — keine Provision, integrierter Versand, große Reichweite. Der Preis dafĂŒr liegt beim KĂ€ufer, der den KĂ€uferschutz zahlt, und beim Aufwand fĂŒr ordentliche Fotos.

Drei Faustregeln:

  • Fotos und Maße entscheiden: Nicht der Preis, sondern die Auffindbarkeit
  • Niemals außerhalb der Plattform zahlen: Damit fĂ€llt der KĂ€uferschutz weg
  • Schwellen kennen: Ab 30 VerkĂ€ufen oder 2.000 Euro wird gemeldet — das ist noch keine Steuer, aber ein Grund fĂŒr Ordnung

Weitere Wege, gebraucht gĂŒnstig zu kaufen und Geld zurĂŒckzuholen, sammeln wir laufend auf MonsterDealz.de.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

GrĂŒnder von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. SpĂŒrt seit ĂŒber 17 Jahren tĂ€glich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprĂŒft: August 2026

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