Heizlüfter: Stromverbrauch, Kosten pro Stunde und worauf ihr beim Kauf achten müsst
Ein Heizlüfter ist ein elektrisches Direktheizgerät, das Strom über ein Heizelement in Wärme umwandelt und sie per Gebläse in den Raum bläst — ein Gerät mit 2.000 Watt verbraucht auf voller Stufe 2 Kilowattstunden pro Stunde und kostet damit rund 74 Cent. Grundlage ist der durchschnittliche Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde laut BDEW-Strompreisanalyse vom August 2026. Wer schnell Wärme will, ohne bei der nächsten Stromabrechnung eine Nachzahlung zu riskieren, setzt ihn deshalb nur kurz und gezielt ein. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Formel: Watt geteilt durch 1.000, mal Stunden, mal Strompreis. Bei 2.000 Watt und 37,0 Cent sind das 74 Cent pro Stunde und 17,76 Euro für 24 Stunden Volllast.
- Einen energiesparenden Heizlüfter gibt es nicht: Jedes Gerät macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme, egal ob Keramik oder Heizdraht.
- Heizlüfter gehören nicht an eine Mehrfachsteckdose, brauchen Kippschutz und Überhitzungsschutz und laut Herstelleranleitung einen Meter Abstand zu Vorhängen und Textilien.
- Von 34 datierten Heizlüfter-Angeboten in unserem Archiv erschienen 19 zwischen Oktober und Dezember — gekauft wird zum Saisonstart, nicht im Sommer.
Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthält Partner-Links. Kauft ihr über einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch.
Was ist ein Heizlüfter — und warum gibt es keinen energiesparenden?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Ein Heizlüfter wandelt 100 Prozent des aufgenommenen Stroms in Wärme um, und genau deshalb kann kein Modell sparsamer heizen als ein anderes. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online stellt in ihrem Heizlüfter-Ratgeber klar, dass es keine energieeffizienten Heizlüfter gibt: Mehr Watt heizen einen Raum schneller auf, verbrauchen in dieser Zeit aber entsprechend mehr Strom.
Technisch besteht jedes Gerät aus drei Teilen: einem Heizelement, einem Gebläse, das Raumluft ansaugt und erwärmt wieder ausbläst, und einer Steuerung mit Heizstufen und meist einem Thermostat. Die Wärme kommt deshalb in Sekunden an, verschwindet aber ebenso schnell, sobald das Gerät ausgeht. Anders als Heizkörper speichert ein Heizlüfter nichts.
Wer im Handel nach „energiesparend“ sucht, findet das Wort trotzdem überall. In unserem eigenen Archiv tragen 8 von 38 Heizlüfter-Beiträgen seit Mai 2019 dieses Etikett im Titel, alle acht aus dem Winter 2025/26. Gemeint ist in der Regel ein Thermostat, eine Eco-Stufe oder ein Timer. Das spart tatsächlich Strom, aber nur über die Laufzeit: Das Gerät schaltet früher ab. Die Kilowattstunde Wärme kostet dasselbe wie bei jedem anderen Heizlüfter.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Preisanalysen des BDEW, die Brandursachenstatistik der öffentlichen Versicherer, die Hinweise von Verbraucherzentrale und Innenministerium Baden-Württemberg sowie die Heizlüfter-Angebote aus unserem Beitrags-Inventar seit 2019 ausgewertet. Alle Rechenbeispiele laufen mit demselben Strompreis, damit sie untereinander vergleichbar bleiben.
Keramik-Heizlüfter, Ölradiator, Konvektor oder Infrarot: Welches Heizgerät passt?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Alle elektrischen Direktheizungen kosten pro Kilowattstunde Wärme gleich viel, sie unterscheiden sich nur darin, wie schnell und wohin sie die Wärme abgeben. Laut co2online kostet eine Kilowattstunde Strom rund dreimal so viel wie Öl oder Gas und etwa viermal so viel wie Wärme aus Pellets — das gilt für jedes der folgenden Geräte.
- Heizlüfter: Wärme in Sekunden, bläst sie gezielt in eine Richtung / Gebläse hörbar / geeignet für kurze Einsätze wie das Bad am Morgen.
- Ölradiator: Heizstab erwärmt Öl in geschlossenen Rippen, braucht Minuten bis zur vollen Wärme / lautlos / gibt nach dem Ausschalten noch eine Weile Wärme ab.
- Konvektor: ohne Gebläse, erwärmte Luft steigt nach oben und verteilt sich im Raum / leise / langsamer als ein Heizlüfter.
- Infrarotheizung: erwärmt Flächen und Personen statt der Luft / meist fest montiert / lohnt nur unter engen Voraussetzungen.
Die Stiftung Warentest hat in ihrem Vergleich elektrischer Heizgeräte vom Oktober 2022 festgehalten, dass Radiatoren und Konvektoren je nach Zweck meist sicherer sind als Heizlüfter. Der Grund ist der Aufbau: Beim Heizlüfter sitzt das heiße Element direkt hinter dem Luftauslass, bei Radiator und Konvektor verteilt sich die Wärme über eine große Fläche. Wie sich Infrarotpaneele im Stromverbrauch schlagen und für welche Räume sie überhaupt taugen, rechnen wir im Ratgeber zu den Stromkosten einer Infrarotheizung gesondert durch.
Keramik oder Heizdraht: Was ist der Unterschied?
Bei Keramik-Heizlüftern umschließen Keramikelemente die Heizspiralen. co2online beschreibt sie als gut gegen Überhitzung geschützt, langlebiger und mit Spiralen, die gegen Wasser geschützt sind. Im Handel heißen sie oft auch PTC-Heizlüfter; in unserem Archiv tragen 10 von 38 Heizlüfter-Titeln das Wort Keramik oder PTC. Klassische Heizdraht-Geräte sind meist billiger, haben aber offen liegende Heizwendeln, die Staub ansengen und riechen können. Am Stromverbrauch ändert die Bauart nichts.
Heizlüfter oder Heizstrahler?
Ein Heizstrahler wärmt, was vor ihm steht, ein Heizlüfter die Luft im Raum. Für einen Schreibtischplatz im kalten Arbeitszimmer kann der Strahler deshalb reichen, für ein ganzes Bad nicht. Auch hier gilt: 1.000 Watt kosten bei beiden Geräten 37 Cent pro Stunde.
Was kostet ein Heizlüfter pro Stunde wirklich?
Ein Heizlüfter kostet pro Stunde seine Leistung in Kilowatt mal den Strompreis, also bei 2.000 Watt und 37,0 Cent genau 74 Cent. Die 37,0 Cent sind der Durchschnitt für Haushalte im bisherigen Jahresverlauf laut BDEW-Strompreisanalyse vom 21. August 2026; davon entfallen 15,2 Cent auf Beschaffung und Vertrieb, 9,2 Cent auf Netzentgelte und 12,6 Cent auf Steuern, Abgaben und Umlagen.
Die Rechnung ist bewusst einfach, weil ein Heizlüfter nichts speichert und nichts dazugewinnt: Leistung in Kilowatt × Laufzeit in Stunden × Arbeitspreis in Euro. Die Tabelle zeigt die üblichen Leistungsklassen.
| Leistung | Kosten je Stunde | 30 Tage à 2 Stunden |
|---|---|---|
| 500 Watt | 0,19 € | 11,10 € |
| 1.000 Watt | 0,37 € | 22,20 € |
| 1.500 Watt | 0,56 € | 33,30 € |
| 2.000 Watt | 0,74 € | 44,40 € |
| 2.400 Watt | 0,89 € | 53,28 € |
Eigene Berechnung, Stand September 2026, mit dem Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde aus der BDEW-Strompreisanalyse. Volllast ohne Thermostat. Mit Thermostat taktet das Gerät, sobald der Raum warm ist, und die tatsächlichen Kosten liegen darunter. Rechnet für eure Wohnung mit dem Arbeitspreis aus eurer Jahresabrechnung.
Kurze Einsätze sind überschaubar. Zehn Minuten mit 2.000 Watt kosten rund 12 Cent, eine halbe Stunde 37 Cent. Wer jeden Morgen eine Viertelstunde das Bad vorheizt, zahlt im Monat 5,55 Euro. Über einen Winter summiert es sich trotzdem: Zwei Stunden täglich von November bis Februar, also 120 Tage, ergeben 480 Kilowattstunden und 177,60 Euro.
Wie viel Strom verbraucht ein Heizlüfter im Dauerbetrieb?
Ohne Thermostat zieht ein 2.000-Watt-Gerät in 24 Stunden 48 Kilowattstunden, das sind 17,76 Euro am Tag und 532,80 Euro in 30 Tagen. Ein Monat Dauerbetrieb entspricht damit gut drei Vierteln dessen, was ein Zwei-Personen-Haushalt in der Wohnung laut co2online im ganzen Jahr verbraucht (1.900 Kilowattstunden). Die Details zu diesen Richtwerten stehen in unserem Ratgeber zum Stromverbrauch im Haushalt.
Heizlüfter oder Gasheizung: Was ist günstiger?
Die Gasheizung, mit großem Abstand. Laut BDEW-Gaspreisanalyse vom 24. August 2026 zahlen Haushalte in Einfamilienhäusern 2026 bisher 11,93 Cent je Kilowattstunde Gas. Strom kostet mit 37,0 Cent gut das Dreifache. Wer die Zentralheizung herunterdreht und stattdessen per Heizlüfter heizt, verschiebt die Kosten auf die teuerste Energie im Haus. Welche Wattzahl euer eigenes Gerät tatsächlich zieht, zeigt ein Zwischenstecker; wie ihr damit richtig messt, erklärt unser Ratgeber zum Energiekosten-Messgerät.
Ist es gefährlich, den Heizlüfter nachts anzulassen?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Ja, ein unbeaufsichtigter Heizlüfter ist ein Brandrisiko, und die häufigste Brandursache in Gebäuden ist Elektrizität. Laut Ursachenstatistik Brandschäden 2025 des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) gehen 30 Prozent der untersuchten Brände auf Elektrizität zurück, 22 Prozent auf menschliches Fehlverhalten und 9 Prozent auf Überhitzung.
Die Zahlen beziehen sich auf rund 2.000 Brandursachenermittlungen pro Jahr im Zeitraum 2016 bis 2025, vor allem bei erheblichen Gebäudeschäden. Das IFS weist selbst darauf hin, dass die Statistik nicht das gesamte Schadengeschehen abbildet und keine eigene Kategorie für Heizlüfter führt. Sie zeigt aber, wo die Risiken liegen: bei Strom, bei Hitze an der falschen Stelle und beim Menschen, der ein Gerät vergisst.
Für die Nacht heißt das: Ein Heizlüfter läuft nicht, während ihr schlaft oder die Wohnung verlasst. Wer das Schlafzimmer vorwärmen will, schaltet das Gerät vor dem Zubettgehen ab oder nutzt einen Timer, der es sicher abschaltet. Ein Ölradiator oder Konvektor ist für längere Laufzeiten die ruhigere Wahl, weil kein glühendes Element direkt hinter einem Luftauslass sitzt.
Warum gehört ein Heizlüfter nicht an die Mehrfachsteckdose?
Weil er allein schon die Hälfte bis zwei Drittel dessen zieht, was eine Steckdosenleiste verkraftet. Das Innenministerium Baden-Württemberg nennt für Mehrfachsteckdosen eine Auslegung auf rund 3.000 bis 3.500 Watt und für einen Heizlüfter 1.500 bis 2.000 Watt. Die Empfehlung des Ministeriums ist eindeutig: „Heizlüfter, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler oder Haushaltgrills gehören nicht an Mehrfachsteckdosen.“ (Brandrisiko Mehrfachsteckdosen, abgerufen im September 2026). Steckdosenleisten sollen außerdem nie hintereinandergeschaltet und im Betrieb nicht abgedeckt werden.
Auch Verlängerungskabel sind eine Schwachstelle. Die Bedienungsanleitung des Lidl-Heizlüfters SilverCrest SHLF 2000 D3 (Version 07/2021) rät von Verlängerungen ab und verlangt, falls es nicht anders geht, eine Auslegung auf mindestens 10 Ampere.
Welche Sicherheitsmerkmale braucht ein Heizlüfter für den Dauerbetrieb?
Zwei Funktionen sind unverzichtbar, eine dritte ist sinnvoll. co2online nennt einen Überhitzungsschutz „dringend geboten“ und einen Kippschutz wichtig; beides schaltet das Gerät ab, wenn es zu heiß wird oder umfällt. Die SilverCrest-Anleitung beschreibt beides für ihr 2.000-Watt-Modell und fordert, Textilien, Vorhänge und andere brennbare Materialien mindestens einen Meter vom Luftauslass entfernt zu halten. Sinnvoll ist ein Thermostat mit Abschaltautomatik, damit das Gerät nicht stundenlang auf voller Stufe läuft.
Hinzu kommen zwei Regeln aus derselben Anleitung: das Gerät nie abdecken und nicht unmittelbar neben Badewanne, Dusche oder Pool betreiben. Ob ein Modell zurückgerufen wurde, lässt sich im EU-Warnportal Safety Gate nach Produktart und Marke nachschlagen.
Heizlüfter mit Akku: Wie lange hält er wirklich?
Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt leert einen typischen 18-Volt-Werkzeugakku mit 5 Amperestunden rechnerisch in knapp drei Minuten, wie unsere eigene Rechnung zeigt. Der Akku speichert 18 Volt × 5 Amperestunden = 90 Wattstunden, und 90 Wattstunden geteilt durch 2.000 Watt ergeben 0,045 Stunden, also 2,7 Minuten — vor Wandlungsverlusten.
Daraus folgt: Soll ein Akku-Gerät länger als ein paar Minuten laufen, kann es nur mit einem Bruchteil der Leistung eines Netzgeräts arbeiten. Ein Gerät mit 200 Watt hält am selben Akku rechnerisch 27 Minuten durch, wärmt damit aber Hände oder Füße, keinen Raum. Die Verbraucherzentrale nennt schon die kleinen Stecker-Heizlüfter mit Netzstrom als Heizungsalternative schlicht ungeeignet, weil sie zu wenig Heizleistung für ganze Räume haben.
Auch eine große Powerstation ändert daran wenig. Ein Speicher mit 1.000 Wattstunden versorgt einen 2.000-Watt-Heizlüfter rechnerisch 30 Minuten lang, und der Akku muss danach selbst wieder mit Netzstrom geladen werden. Für Baustelle, Garage oder Zelt ohne Steckdose kann ein Akku-Gerät als punktuelle Wärmequelle taugen; als Ersatz für einen Heizlüfter am Netz taugt es nicht.
Unser Rat für die Suche nach „Heizlüfter mit Akku“: Schaut zuerst auf die Wattzahl im Datenblatt und auf die Wattstunden des Akkus. Wer beides teilt, kennt die Laufzeit, bevor er bestellt.
Lohnt sich ein Heizlüfter im Winter?
Als kurzfristige Zusatzwärme für einen Raum ja, als Ersatz für die Heizung nie. Laut co2online kostet ein 1.000-Watt-Heizlüfter, der jeden Morgen eine Viertelstunde das Bad wärmt, bei 40 Cent je Kilowattstunde 10 Cent am Tag; mit dem aktuellen Durchschnittspreis von 37,0 Cent sind es gut 9 Cent.
Die Verbraucherzentrale formuliert die Grenze deutlich. Herkömmliche Heizlüfter solle man nur räumlich und zeitlich begrenzt einsetzen, weil sie massiv Energie verbrauchen und die Stromrechnung belasten. Ihr Fazit lautet: „Geld sparen können Sie mit ihnen nicht.“ (Stand: 9. März 2026). Die Stiftung Warentest kam 2022 auf eine Spanne von 50 bis fast 500 Euro, die elektrisches Heizen eines Wohnzimmers über den Winter kosten kann, je nach Gerät und Nutzung.
Sinnvoll ist ein Heizlüfter in vier Situationen:
- Bad am Morgen: 10 bis 15 Minuten vor dem Duschen, danach aus.
- Übergangszeit: ein kalter Abend im Oktober, bevor die Zentralheizung läuft.
- Heizungsausfall: ein Raum als Notlösung, bis der Handwerker da ist.
- Selten genutzte Räume: Hobbyraum oder Gästezimmer ohne eigenen Heizkörper, für wenige Stunden.
In allen anderen Fällen bringt die Heizung selbst mehr. Ein Grad weniger Raumtemperatur spart rund sechs Prozent Heizenergie, wie wir im Ratgeber richtig heizen durchgerechnet haben. Und wer die Stromkosten beim Heizen mit Strom senken will, prüft zuerst den eigenen Arbeitspreis; ein Tarif mit einigen Cent weniger je Kilowattstunde wirkt auf jede Heizlüfter-Stunde. Wie der Wechsel ohne Lücke gelingt, steht in unseren Tipps zum Stromanbieterwechsel.
Heizlüfter bei Lidl, Aldi und Co.: Wann ihr günstig kauft und worauf ihr achtet

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Heizlüfter werden im Herbst angeboten, nicht im Sommer: Von 34 datierten Heizlüfter-Beiträgen in unserem Archiv seit Mai 2019 erschienen 19 zwischen Oktober und Dezember und 27 zwischen September und Februar. Von April bis August waren es zusammen nur vier (Stand: September 2026, eigene Auswertung aus dem MonsterDealz-Beitragsinventar, Redaktions-Deals und Userdeals).
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Für diesen Artikel haben wir alle 38 Beiträge mit Heizlüfter im Titel ausgewertet: 11 Redaktions-Deals und 27 Userdeals. 14 davon nennen einen Preis im Titel, die Spanne reicht von 5,80 bis 49,99 Euro, der Median liegt bei 26,99 Euro. Die Anschaffung ist also der kleine Posten; schon 50 Stunden auf voller Stufe kosten mit 37 Euro mehr als die meisten Geräte.
Die Discounter verkaufen Heizlüfter als Aktionsware unter Eigenmarken: Lidl unter SilverCrest, Aldi unter Namen wie Ambiano oder Easy Home. Die Angebote laufen meist wenige Wochen im Herbst und oft nur solange der Vorrat reicht. Einen Tagespreis nennen wir hier bewusst nicht; die Geräte kommen mit jeder Saison in neuen Modellnummern. Zuletzt hatten wir im September 2026 einen Rowenta-Heizlüfter mit 2.400 Watt fürs Bad für 49,99 Euro im Angebot, geprüft am 20.09.2026. Auf voller Stufe kostet dieses Gerät 89 Cent pro Stunde.
Egal ob Discounter, Baumarkt oder Onlinehändler, diese Punkte prüft ihr vor dem Kauf:
- Leistung: Zwei Heizstufen, etwa 1.000 und 2.000 Watt, reichen für Bad und Arbeitszimmer / mehr Watt heißt nur schneller warm und schneller teuer.
- Schutz: Kippschutz und Überhitzungsschutz ausdrücklich in der Anleitung genannt / ohne beides nicht kaufen.
- Thermostat und Timer: stufenloses Thermostat mit Abschaltautomatik / das ist die einzige echte „Spar“-Funktion.
- Bad: Geräte, die der Hersteller ausdrücklich für das Bad vorsieht, oder fest montierte Wandheizlüfter / mobile Geräte nicht neben Wanne oder Dusche.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Wärme in Sekunden, ideal für 10 bis 15 Minuten im Bad | 74 Cent pro Stunde bei 2.000 Watt und 37,0 Cent Strompreis |
| Anschaffung im Median unter 30 Euro | Kilowattstunde gut dreimal so teuer wie Gas |
| Mobil, ohne Installation an jeder Wandsteckdose | Brandrisiko an Mehrfachsteckdose und unbeaufsichtigt |
| Mit Thermostat und Timer gut dosierbar | Gebläse hörbar, Wärme weg, sobald es aus ist |
Häufige Fragen zum Heizlüfter
Wie viel kostet es, einen Heizlüfter 10 Minuten laufen zu lassen?
Bei 2.000 Watt und dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde rund 12 Cent. Das Gerät verbraucht in zehn Minuten ein Sechstel von 2 Kilowattstunden, also 0,33 Kilowattstunden. Mit 1.000 Watt halbiert sich der Betrag auf gut 6 Cent. Rechnet für eure Wohnung mit dem Arbeitspreis aus eurer Jahresabrechnung.
Welchen Mindestabstand muss ein Heizlüfter zu brennbaren Materialien haben?
Maßgeblich ist die Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts. Die Anleitung des Lidl-Heizlüfters SilverCrest SHLF 2000 D3 verlangt mindestens einen Meter zwischen Luftauslass und Textilien, Vorhängen oder anderen brennbaren Materialien. Das ist ein guter Richtwert auch für andere Modelle: Vorhänge, Bettdecken, Papier und Möbel gehören nicht in den Luftstrom, und das Gerät darf nie abgedeckt werden.
Was ist der Unterschied zwischen einem Heizlüfter und einem Ölradiator in Bezug auf die Sicherheit?
Beim Heizlüfter sitzt ein sehr heißes Heizelement direkt hinter dem Luftauslass, beim Ölradiator verteilt sich die Wärme über große, geschlossene Rippen. Die Stiftung Warentest hält Radiatoren und Konvektoren je nach Zweck deshalb für meist sicherer als Heizlüfter. Kippschutz und Überhitzungsschutz braucht aber auch der Radiator, und an eine Mehrfachsteckdose gehört keiner von beiden.
Gibt es effizientere Alternativen zum Heizlüfter?
Nicht unter den Stromdirektheizungen: Radiator, Konvektor und Infrarotpaneel machen ebenfalls aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Günstiger ist fast immer die vorhandene Zentralheizung, weil Gas mit 11,93 Cent je Kilowattstunde laut BDEW nur ein Drittel des Strompreises kostet. Eine Wärmepumpe holt zusätzlich Umweltwärme dazu und liefert mehr Wärme, als sie Strom verbraucht.
Darf man einen Heizlüfter im Badezimmer benutzen?
Ja, wenn der Hersteller das Gerät dafür vorsieht und es nicht in unmittelbarer Nähe von Badewanne, Dusche oder Waschbecken steht. Die SilverCrest-Anleitung schließt den Betrieb direkt neben Bad, Dusche und Pool ausdrücklich aus. Für dauerhafte Lösungen gibt es fest montierte Wandheizlüfter, die ein Elektriker anschließt.
Wie viel Watt braucht ein Heizlüfter für ein Zimmer?
Die meisten Geräte bieten zwei Stufen, typischerweise um 1.000 und 2.000 Watt; in unserem Archiv reicht die im Titel genannte Höchstleistung von 950 bis 2.400 Watt. Für ein kleines Bad genügt meist die niedrige Stufe, für ein kaltes Arbeitszimmer die hohe. Mehr Leistung macht den Raum schneller warm, kostet in dieser Zeit aber proportional mehr Strom.
Was bringt die Eco-Stufe bei einem Heizlüfter?
Sie spart Strom über die Laufzeit, nicht über die Technik. Die Eco-Stufe regelt über das Thermostat ab, sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist, und senkt dadurch die Betriebsstunden. Jede Kilowattstunde Wärme kostet dabei weiterhin 37 Cent, wie bei jedem anderen Heizlüfter auch.
Fazit: kurz heizen, nie unbeaufsichtigt, zum Saisonstart kaufen
Ein Heizlüfter ist die schnellste Wärme im Haus und zugleich die teuerste: 74 Cent pro Stunde bei 2.000 Watt, gut dreimal so viel je Kilowattstunde wie Gas. Das Etikett „energiesparend“ ändert daran nichts, und ein Akku-Gerät liefert nur einen Bruchteil der Leistung. Richtig eingesetzt, für eine Viertelstunde im Bad oder einen kalten Abend im Oktober, bleibt er trotzdem ein nützliches Gerät für wenige Euro im Monat.
- Rechnen: Watt durch 1.000, mal Stunden, mal Arbeitspreis — vor dem Einschalten, nicht nach der Abrechnung.
- Sichern: Wandsteckdose statt Mehrfachsteckdose, einen Meter Abstand, nie über Nacht.
- Kaufen: mit Kippschutz, Überhitzungsschutz und Thermostat, am besten zwischen September und Dezember, wenn die meisten Angebote laufen.
Die aktuellen Angebote rund um Heiztechnik und Haushalt findet ihr täglich geprüft auf der MonsterDealz-Startseite.