Richtig heizen: Wie ihr die Heizkosten spürbar senkt

Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt den Heizverbrauch um rund 6 Prozent — das ist der wirksamste Hebel, und er kostet nichts. Wer dazu die Anlage richtig einstellt, spart laut Verbraucherzentrale weitere 10 bis 15 Prozent. Dieser Ratgeber zeigt euch, welche Maßnahmen wirklich etwas bringen, was Heizen aktuell kostet und wann Heiztechnik am günstigsten zu haben ist. Stand: August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Grad weniger spart rund 6 Prozent Heizenergie — ohne jede Anschaffung
  • Eine 70-m²-Wohnung mit Gas kostet 2025 rund 1.180 Euro Heizkosten, mit Wärmepumpe 715 Euro
  • Mehrfach täglich stoßlüften statt dauerhaft kippen — im Winter reichen 5 bis 10 Minuten
  • Heiztechnik ist bei uns im Oktober am häufigsten im Angebot, nicht im Sommer

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Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?

Richtig heizen Thermostat am Heizkörper ein Grad niedriger einstellen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Rund 6 Prozent. Die Verbraucherzentrale formuliert es in ihren Tipps zum Heizkostensparen so: „Schon ein Grad weniger Raumtemperatur reduziert den Verbrauch um 6 Prozent.“ (Stand: Oktober 2025). Richtig heizen bedeutet, die Wärme dort und dann bereitzustellen, wo sie gebraucht wird — nicht, möglichst wenig zu heizen und dafür Schimmel zu riskieren.

Was das konkret bedeutet, zeigt eine einfache Rechnung: Bei den 1.180 Euro, die eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit Gasheizung 2025 im Schnitt kostet, sind 6 Prozent rund 71 Euro pro Jahr und Grad. Wer die Wohnzimmertemperatur von 22 auf 20 Grad senkt, kommt damit auf etwa 140 Euro — für eine Maßnahme, die keine Anschaffung erfordert.

Genau deshalb steht dieser Punkt hier an erster Stelle und nicht die neue Heizung: Die Reihenfolge der Wirksamkeit ist bei Heizkosten fast immer Verhalten vor Einstellung vor Anschaffung. Die teuerste Maßnahme ist selten die mit dem besten Verhältnis.

Warum die Prozentzahl trotzdem nur ein Richtwert ist

Die 6 Prozent gelten für den typischen Fall, nicht für jede Wohnung. In einem schlecht gedämmten Altbau ist der Effekt größer, weil mehr Wärme verloren geht; in einem Neubau mit guter Dämmung kleiner. Auch die Außentemperatur spielt hinein — im Januar wirkt ein Grad stärker als im April. Als Planungsgröße für den eigenen Haushalt ist der Wert dennoch belastbar.

Welche Temperatur ist in welchem Raum richtig?

Für den Wohnbereich empfiehlt das Umweltbundesamt maximal 20 Grad — deutlich weniger, als viele Haushalte tatsächlich einstellen. Die Empfehlungen unterscheiden sich dabei nach Nutzung des Raums, und genau darin liegt das Sparpotenzial: Wer überall gleich heizt, verschenkt Geld in Räumen, in denen er sich kaum aufhält.

  • Wohnzimmer: 20 Grad (Thermostat-Stufe 3)
  • Küche: 18 Grad — Herd, Backofen und Kühlschrank heizen mit
  • Schlafzimmer: 17 bis 18 Grad (Stufe 2,5)
  • Wenig genutzte Räume: 16 Grad (Stufe 2)
  • Abwesenheit über wenige Tage: 15 Grad — nicht komplett abdrehen

Die Untergrenze ist wichtig: Unter etwa 16 Grad steigt das Schimmelrisiko deutlich, weil kalte Wände Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen. Ein ausgekühlter Raum muss außerdem mit hohem Energieaufwand wieder hochgeheizt werden — die Ersparnis kehrt sich dann um. Details zu den einzelnen Räumen führt das Umweltbundesamt in seinen Tipps zum richtigen Heizen.

Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen schließen

Ein verbreiteter Fehler ist, das kühle Schlafzimmer mit der warmen Luft aus dem Wohnzimmer mitzuheizen. Das funktioniert physikalisch, ist aber teuer und feuchtigkeitstechnisch riskant: Warme Luft transportiert Wasserdampf, der an der kälteren Schlafzimmerwand kondensiert. Besser ist, jeden Raum eigenständig auf seine Zieltemperatur zu bringen und die Türen dazwischen geschlossen zu halten.

Stoßlüften oder Fenster kippen — was kostet das offene Fenster?

Stoßlüften im Winter Fenster weit öffnen statt kippen Heizkosten sparen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Das dauerhaft gekippte Fenster ist der teuerste Lüftungsfehler — und die Verbraucherzentrale ist an dieser Stelle ungewöhnlich deutlich: „Die wichtigste Regel lautet in der Heizperiode: Mehrfach täglich stoßlüften statt dauerhaft kipplüften!“ Das Umweltbundesamt nennt die Kipplüftung „wenig effektiv“ und weist darauf hin, dass sie „teure Heizenergie“ verschwendet und das Risiko der Schimmelbildung birgt.

Der Grund ist bauphysikalisch: Beim Kippen strömt über Stunden ein dünner Luftstrom, der die Wände rund um das Fenster auskühlt — der Luftaustausch bleibt trotzdem gering. Beim Stoßlüften wird die Raumluft in wenigen Minuten komplett getauscht, während Wände und Möbel ihre Wärme behalten und sie danach wieder abgeben.

So lüftet ihr richtig:

  • Dauer im Winter: 5 bis 10 Minuten reichen laut Umweltbundesamt; im Sommer sind 20 bis 30 Minuten nötig
  • Durchzug erzeugen: gegenüberliegende Fenster und Türen gleichzeitig öffnen — das geht am schnellsten
  • Thermostate herunterdrehen: während des Lüftens, sonst heizt der Heizkörper gegen das offene Fenster an
  • Häufigkeit: mehrfach täglich, besonders nach Duschen, Kochen und im Schlafzimmer morgens

Was kostet Heizen aktuell — und womit heizt man am günstigsten?

Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung liegen die Heizkosten 2025 laut Heizspiegel bei 1.180 Euro mit Erdgas, 1.245 Euro mit Fernwärme, 1.055 Euro mit Heizöl und 715 Euro mit einer Wärmepumpe. Die Auswertung von co2online beruht auf über 90.000 Gebäudedaten (Stand: September 2025).

Bemerkenswert ist die Entwicklung: Gas verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent, die Wärmepumpe nur um 5 Prozent, Fernwärme um 2 und Heizöl um 3 Prozent. co2online-Geschäftsführerin Tanja Loitz ordnet das so ein: „Fossile Heizungen werden zur Kostenfalle, während Wärmepumpen langfristig entlasten.“

Für die meisten Haushalte ist die Heizart allerdings kurzfristig keine Wahl, sondern eine Gegebenheit — Mieter können sie gar nicht beeinflussen. Praktisch relevanter ist deshalb der zweite Befund derselben Auswertung: Rund 90 Prozent der Haushalte könnten im Schnitt etwa 400 Euro pro Jahr sparen, überwiegend durch Verhalten und Einstellung. Die vollständigen Zahlen stehen in der Heizspiegel-Auswertung von co2online; die Werte je Quadratmeter lassen sich im Heizkosten-Vergleich pro Quadratmeter nachschlagen.

MonsterDealz und die Datengrundlage

MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die aktuellen Angaben von Verbraucherzentrale, Umweltbundesamt und Heizspiegel ausgewertet und zusätzlich alle Heiztechnik-Deals aus dem eigenen Archiv seit 2019 nach Monaten sortiert.

Heizung richtig einstellen: 10 bis 15 Prozent ohne Anschaffung

Der zweitgrößte Hebel nach der Temperatur kostet ebenfalls nichts: Wer die Heizungsanlage richtig einstellt, spart laut Verbraucherzentrale 10 bis 15 Prozent Energie. Gemeint ist damit vor allem die Absenkung der Vorlauftemperatur, eine passende Nachtabsenkung und der hydraulische Abgleich, der die Wärme gleichmäßig auf alle Heizkörper verteilt.

Vier Punkte, die ihr selbst prüfen könnt:

  • Heizkörper entlüften: Gluckert es, ist Luft im System — die Fläche wird dann nicht mehr vollständig warm. Einmal zu Saisonbeginn genügt.
  • Heizkörper freistellen: Vorhänge, Sofas und Verkleidungen stauen die Wärme. Ein zugestellter Heizkörper gibt spürbar weniger Wärme in den Raum ab.
  • Nachtabsenkung nutzen: Nachts einige Grad weniger senkt den Verbrauch, ohne dass die Wohnung auskühlt.
  • Thermostat verstehen: Stufe 5 heizt nicht schneller, sondern nur bis zu einer höheren Zieltemperatur. Der Raum wird auf Stufe 3 genauso schnell warm.

Der letzte Punkt ist der häufigste Irrtum überhaupt. Ein Thermostat ist ein Regler, kein Gaspedal — er schaltet ab, sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist. Wer beim Nachhausekommen auf 5 dreht, heizt den Raum nur über das Ziel hinaus. Wie ihr das Ventil richtig einstellt und wann sich der Tausch lohnt, erklärt die Verbraucherzentrale in ihrem Thermostat-Ratgeber.

Welche Anschaffungen rechnen sich — und wann sind sie günstig?

Programmierbares Heizkoerperthermostat nachruesten Heizkosten senken

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die günstigste wirksame Anschaffung sind programmierbare Thermostate — sie können laut Umweltbundesamt etwa 10 Prozent Energie sparen und kosten pro Heizkörper meist im niedrigen zweistelligen Bereich. Bei rund 1.180 Euro Jahreskosten für eine Gaswohnung sind 10 Prozent etwa 118 Euro; die Investition amortisiert sich damit in aller Regel innerhalb einer Heizperiode.

Und hier widerspricht unser eigenes Archiv einer verbreiteten Faustregel. Antizyklisch kaufen — Heiztechnik im Sommer — klingt plausibel, trifft aber auf die Angebotslage nicht zu: Von 52 Heiztechnik-Deals, die wir seit September 2019 veröffentlicht haben, fielen 69,2 Prozent in die Heizperiode von Oktober bis März. Der Oktober ist mit 17,3 Prozent der stärkste Einzelmonat, der April kommt auf null (Stand: August 2026).

Der Grund ist naheliegend: Händler bewerben Heizlüfter, Thermostate und Heizkörper dann, wenn die Nachfrage da ist. Wer im Juli auf ein Thermostat-Angebot wartet, wartet im schwächsten Fenster. Praktisch heißt das — die Anschaffung im September oder Oktober planen, nicht im Hochsommer.

Was sich in unserem Archiv am häufigsten findet, in dieser Reihenfolge: Heizkörper (26 Deals), Thermostate (10), Heizlüfter (7). Wichtig zur Einordnung: Die Zahl misst die Angebotsdichte, nicht die Preistiefe — sie sagt, wann es überhaupt etwas gibt.

Die Reihenfolge, in der sich Ausgaben lohnen

Wer ein begrenztes Budget hat, geht am besten von unten nach oben vor — jede Stufe kostet mehr und braucht länger, bis sie sich rechnet:

  • Unter 20 Euro: Reflexionsfolie hinter Heizkörpern an Außenwänden, Zugluftstopper für Türen, Dichtungsband für undichte Fensterrahmen. Amortisation meist in wenigen Wochen.
  • 20 bis 100 Euro: programmierbare Thermostate für die meistgenutzten Räume — laut Umweltbundesamt rund 10 Prozent Ersparnis, Amortisation typischerweise in einer Heizperiode.
  • 100 bis 500 Euro: hydraulischer Abgleich durch einen Fachbetrieb. Rechnet sich vor allem dort, wo einzelne Heizkörper trotz Entlüftung kalt bleiben.
  • Vierstellig und mehr: Dämmung, Fenstertausch, neue Heizung. Hier entscheidet die Förderung darüber, ob sich die Investition in überschaubarer Zeit trägt.

Auffällig ist, wie weit die ersten beiden Stufen tragen: Zusammen mit der Temperaturabsenkung und der richtigen Anlageneinstellung liegt man rechnerisch bereits im Bereich der 400 Euro, die laut Heizspiegel für 90 Prozent der Haushalte als Sparpotenzial im Raum stehen — ganz ohne Baumaßnahme.

Wovon ihr die Finger lassen solltet

Elektrische Heizlüfter und Radiatoren sind als Dauerlösung die teuerste Art zu heizen, weil Strom je Kilowattstunde deutlich über Gas oder Fernwärme liegt. Als kurzfristige Zusatzwärme in einem einzelnen Raum können sie sinnvoll sein — als Ersatz für eine funktionierende Zentralheizung sind sie es nie. Wer den eigenen Verbrauch einordnen will, findet die Grundlagen in unserem Ratgeber zum Stromverbrauch im Haushalt.

Was kostet Heizen im Homeoffice zusätzlich?

Wer statt im Büro zu Hause arbeitet, heizt einen Raum rund 40 Stunden pro Woche zusätzlich — und das ausgerechnet tagsüber, wenn die Wohnung sonst abgesenkt wäre. Die Mehrkosten hängen an drei Größen: der Größe des Arbeitszimmers, dem energetischen Zustand des Gebäudes und der Temperaturdifferenz zur bisherigen Absenkung.

Eine grobe Einordnung: Wird ein 15-Quadratmeter-Raum werktags von 16 auf 20 Grad gebracht, entspricht das über die Heizperiode je nach Dämmzustand meist einem niedrigen dreistelligen Betrag im Jahr. Drei Stellschrauben senken das spürbar:

  • Nur den Arbeitsraum heizen und die Tür schließen, statt die ganze Wohnung hochzufahren
  • Zeitprogramm statt Dauerbetrieb — das programmierbare Thermostat zahlt sich hier doppelt aus
  • Nach Feierabend absenken, nicht erst zur Nachtabsenkung

Steuerlich lässt sich ein Teil zurückholen: Die Homeoffice-Pauschale deckt pauschal Arbeitstage zu Hause ab, ohne dass ihr Heizkosten einzeln nachweisen müsst. Für die meisten ist das der einfachere Weg als die anteilige Abrechnung eines Arbeitszimmers.

Welche Förderung gibt es für den Heizungstausch?

Heizungstausch Foerderung KfW Waermepumpe Antrag stellen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung gibt es über die KfW eine Grundförderung von 30 Prozent der förderfähigen Kosten, die sich über mehrere Boni erhöhen lässt — darunter ein einkommensabhängiger Bonus für Haushalte unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen und ein Bonus für den zügigen Austausch alter fossiler Anlagen. In der Summe sind für selbstnutzende Eigentümer maximal bis zu 70 Prozent erreichbar.

Antragsberechtigt sind private Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnimmobilien sowie Wohnungseigentümergemeinschaften; das Gebäude muss bereits bestehen. Mieter können die Förderung nicht selbst beantragen — für sie ist der Weg über die Vermieterseite der einzige.

Weil sich Fördersätze, Boni und Höchstbeträge regelmäßig ändern, prüft die aktuellen Konditionen vor jeder Planung direkt bei der KfW-Heizungsförderung für Wohngebäude. Ein Punkt ist dabei entscheidend: Der Antrag muss vor dem Auftrag gestellt werden — wer die Heizung erst kauft und dann beantragt, geht leer aus.

Vor- & Nachteile der wichtigsten Sparmaßnahmen

Vorteile Nachteile
Ein Grad weniger spart 6 % — sofort und kostenlos Unter 16 Grad steigt das Schimmelrisiko
Richtige Einstellung bringt 10 bis 15 % Hydraulischer Abgleich braucht meist Fachbetrieb
Programmierbare Thermostate rentieren sich in einer Saison Angebote dafür gibt es kaum im Sommer
Heizungstausch mit bis zu 70 % Förderung Mieter können die Förderung nicht beantragen

Häufige Fragen zum richtigen Heizen

Wie viel Geld spart ein Grad weniger konkret?

Rund 6 Prozent des Heizverbrauchs je Grad. Bei einer 70-Quadratmeter-Gaswohnung mit etwa 1.180 Euro Jahreskosten entspricht das ungefähr 71 Euro pro Grad und Jahr. Wer von 22 auf 20 Grad geht, landet bei rund 140 Euro. In schlecht gedämmten Altbauten fällt der Effekt größer aus, in gut gedämmten Neubauten kleiner.

Ist es günstiger, die Heizung tagsüber durchlaufen zu lassen?

Nein. Der Mythos beruht auf der Annahme, das Wiederaufheizen koste mehr als das Durchheizen — das trifft nicht zu. Eine Absenkung um wenige Grad während Abwesenheit oder nachts spart in praktisch jedem Gebäudetyp. Nur vollständiges Abdrehen über längere Zeit ist kontraproduktiv, weil ausgekühlte Wände viel Energie zum Wiederaufheizen brauchen und Schimmel begünstigen.

Was kostet ein dauerhaft gekipptes Fenster?

Eine exakte Zahl hängt von Raumgröße, Außentemperatur und Heizart ab — die Größenordnung ist aber erheblich, weil die Wände rund um das Fenster über Stunden auskühlen. Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale raten deshalb übereinstimmend zum Stoßlüften: im Winter 5 bis 10 Minuten mit weit geöffnetem Fenster, am besten mit Durchzug, und dabei die Thermostate herunterdrehen.

Lohnt sich ein Heizlüfter zum Stromsparen?

Als Dauerlösung nein. Strom kostet je Kilowattstunde ein Vielfaches von Gas oder Fernwärme, ein elektrischer Heizlüfter ist deshalb die teuerste Art zu heizen. Sinnvoll ist er nur punktuell: kurz einen einzelnen Raum wärmen, etwa das Bad am Morgen. Wer damit eine funktionierende Zentralheizung ersetzt, zahlt am Jahresende deutlich mehr.

Wann sind Thermostate und Heiztechnik am günstigsten?

Nach unserer Archivauswertung im Herbst, nicht im Sommer: 69,2 Prozent unserer 52 Heiztechnik-Deals seit 2019 fielen in die Heizperiode von Oktober bis März, allein 17,3 Prozent auf den Oktober. Der April brachte in sieben Jahren kein einziges Angebot. Die verbreitete Empfehlung, antizyklisch im Sommer zu kaufen, deckt sich mit der tatsächlichen Angebotslage also nicht.

Muss der Vermieter eine Mindesttemperatur sicherstellen?

Ja. Nach ständiger Rechtsprechung muss die Heizung tagsüber Temperaturen von etwa 20 bis 22 Grad in Wohnräumen ermöglichen; nachts sind niedrigere Werte zulässig. Die genauen Werte und Zeiten ergeben sich aus dem Mietvertrag und der Rechtsprechung, nicht aus einem einzelnen Gesetz. Wird die Wohnung dauerhaft nicht warm, ist das ein Mangel — dokumentiert ihn mit Datum und Uhrzeit.

Bringt eine Dämmung hinter dem Heizkörper etwas?

In Altbauten mit ungedämmter Außenwand ja. Eine Reflexionsfolie hinter dem Heizkörper reduziert den Wärmeverlust nach außen und kostet wenig. In gut gedämmten Gebäuden ist der Effekt dagegen gering, weil dort ohnehin kaum Wärme durch die Wand verloren geht. Der größere Hebel bleibt in beiden Fällen, den Heizkörper freizustellen.

Wie erkenne ich, ob meine Heizungsanlage effizient läuft?

Drei Anzeichen sprechen dagegen: Einzelne Heizkörper werden nicht richtig warm, obwohl entlüftet wurde — dann fehlt der hydraulische Abgleich. Die Heizung springt sehr häufig kurz an und wieder aus, was auf eine zu hohe Vorlauftemperatur hindeutet. Oder eure Kosten liegen deutlich über dem Heizspiegel-Vergleichswert für ähnliche Gebäude. In allen drei Fällen lohnt ein Blick durch einen Fachbetrieb oder eine Energieberatung.

Fazit: Verhalten schlägt Anschaffung

Die wirksamsten Maßnahmen beim Heizen kosten nichts — ein Grad weniger und eine richtig eingestellte Anlage bringen zusammen mehr, als die meisten Anschaffungen leisten können. Erst danach lohnt der Blick auf Technik, und die kauft man am besten dann, wenn es sie überhaupt im Angebot gibt. Drei Faustregeln zum Mitnehmen:

  • Ein Grad runter — rund 6 Prozent weniger Verbrauch, ohne Investition und sofort wirksam.
  • Stoßlüften statt kippen — im Winter 5 bis 10 Minuten, Thermostat dabei zudrehen.
  • Thermostate im Herbst kaufen — 69 Prozent unserer Heiz-Deals fallen in die Heizperiode, im April gab es in sieben Jahren keinen einzigen.

Wer beim Energieanbieter zusätzlich sparen will, findet die Schritte in unserem Ratgeber zum Stromanbieterwechsel. Was die Weihnachtsbeleuchtung im Dezember kostet, haben wir in den Stromkosten für Weihnachtsbeleuchtung nachgerechnet. Aktuelle Angebote gibt es laufend auf MonsterDealz.de.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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