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Die größten Ersparnisse entstehen nicht beim Einkauf, sondern bei den laufenden Kosten. Ein Handyvertrag, ein Internetanschluss, ein Girokonto, eine Versicherung – das sind Verträge, die jeden Monat abbuchen, oft jahrelang unangetastet. Wer hier einmal aufräumt, spart mehr als mit hundert Produktschnäppchen.

Hier laufen alle Angebote zusammen, die genau diese Fixkosten senken oder eine Prämie fürs Wechseln zahlen. Bei jedem rechnen wir auf eine vergleichbare Zahl herunter – den effektiven Monatspreis oder den Ertrag im ersten Jahr, je nachdem, worum es geht.

Die Unterkategorien im Überblick

Wie wir Verträge vergleichbar machen

  • Vollkosten über die Laufzeit: Grundgebühr mal Monate, plus einmalige Kosten wie Anschlusspreis oder Bereitstellung.
  • Minus aller Boni zum realistischen Wert: Cashback zählt voll, Sachprämien nur mit dem aktuellen Marktpreis – nicht mit der beworbenen Wertangabe.
  • Der Preis nach der Aktion: Fast jeder Aktionstarif springt nach 6, 12 oder 24 Monaten. Diese Zahl fehlt in der Werbung und steht bei uns im Beitrag.
  • Bedingungen ausschreiben: Mindestumsatz, Gehaltseingang, Rufnummernmitnahme, Mindesthaltedauer – ohne sie ist keine Prämie etwas wert.
  • Kündigungstermin nennen: Bei fast allen Prämienangeboten entscheidet er darüber, ob der Vorteil bleibt oder im zweiten Jahr wieder verschwindet.

Die drei Regeln, die hier am meisten sparen

  • 1. Nie in die Verlängerung laufen lassen. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit sind Telekommunikationsverträge nach § 56 TKG monatlich kündbar, und Abo-AGB dürfen sich nach § 309 Nr. 9 BGB nicht mehr um ein volles Jahr verlängern. Der Wechsel ist fast immer günstiger als das Bleiben.
  • 2. Neukunde sein zahlt sich aus. Praktisch jede Branche subventioniert Neuabschlüsse und lässt Bestandskunden zahlen. Wer alle zwei Jahre wechselt, zahlt dauerhaft den Aktionspreis.
  • 3. Die Steuergrenze im Blick behalten. Prämien für Vertragsabschlüsse können nach § 22 Nr. 3 EStG steuerpflichtig sein. Die 256 € pro Kalenderjahr sind eine Freigrenze, kein Freibetrag – bei Überschreiten ist der volle Betrag steuerpflichtig.

Wann Vertragsangebote am stärksten sind

  • Januar: Neukundengeschäft nach den Feiertagen – bei Konten und Abos die höchsten Prämien des Jahres.
  • Quartalsenden: Vermittler und Vertriebe ziehen Ziele nach.
  • November: Black Friday ist längst auch bei Tarifen, Konten und Depots angekommen.
  • Zinswendephasen: Bei steigenden Leitzinsen überbieten sich Direktbanken beim Tagesgeld.

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Häufige Fragen

Lohnt sich der regelmäßige Anbieterwechsel wirklich?

Ja. Aktionspreise gelten fast ausschließlich für Neukunden, Bestandskunden zahlen den Regelpreis. Wer bei Mobilfunk, Internet und Konto alle zwei Jahre wechselt, bleibt dauerhaft im Aktionsniveau – das sind über die Jahre dreistellige Beträge pro Vertrag.

Muss ich Prämien versteuern?

Prämien für Vertragsabschlüsse zählen in der Regel zu den sonstigen Einkünften nach § 22 Nr. 3 EStG. Bleiben alle derartigen Einkünfte im Kalenderjahr unter 256 €, sind sie steuerfrei. Wird die Grenze erreicht, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig – es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag.

Kann sich mein Vertrag automatisch um ein Jahr verlängern?

Bei Telekommunikationsverträgen nicht: Nach § 56 TKG sind sie nach Ablauf der Mindestlaufzeit monatlich kündbar. Bei Abo-Verträgen dürfen AGB nach § 309 Nr. 9 BGB ebenfalls keine erneute Jahresbindung vorsehen.

Was ist der effektive Monatspreis?

Alle Kosten der Laufzeit – Grundgebühren, einmalige Gebühren, Zuzahlungen – abzüglich aller Boni und des Marktwerts enthaltener Hardware, geteilt durch die Anzahl der Monate. Nur dieser Wert macht unterschiedliche Angebote vergleichbar.

Warum wird eine Prämie oft erst Monate später ausgezahlt?

Weil Anbieter sichergehen wollen, dass der Vertrag Bestand hat. Üblich sind drei bis sechs Monate, bei Finanzprodukten auch länger, da erst die Widerrufsfrist abläuft. Eine Kündigung vor Auszahlung lässt den Anspruch meist entfallen.

Quellen und Rechtsgrundlagen

Hinweis: Dieser Text ordnet Angebote ein und ersetzt keine Steuer-, Anlage- oder Versicherungsberatung.