Depot eröffnen 2026: In 6 Schritten zum ersten Wertpapierdepot
Ein Depot eröffnen dauert bei Direktbanken und Brokern heute nur noch rund 10 Minuten — komplett online per Video-Ident oder eID, und die Depotführung ist bei den meisten Anbietern kostenlos. 14,1 Millionen Menschen in Deutschland besitzen inzwischen Aktien, Fonds oder ETFs — 2 Millionen mehr als im Vorjahr. Diese Anleitung führt euch Schritt für Schritt zum ersten eigenen Depot. Stand: Juli 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Depot eröffnen geht komplett online in ca. 10 Minuten — nur Ausweis nötig
- Bei Direktbanken und Neobrokern ist die Depotführung meist kostenlos
- Zum Start gibt es oft Prämien — aktuell z. B. bis zu 150 € bei comdirect
- Wertpapiere sind Sondervermögen — sie gehören euch, nicht der Bank
Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthält Partner-Links. Kauft ihr über einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch. Keine Anlageberatung — Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen.
Was ist ein Depot — und wozu braucht ihr es?
Ein Depot ist das Konto für eure Wertpapiere: Ohne Depot könnt ihr keine Aktien, ETFs oder Fonds kaufen. Es funktioniert wie ein Girokonto — nur dass darauf keine Euros liegen, sondern eure Anteile an Unternehmen und Fonds. Geführt wird es von einer Bank oder einem Broker, gehandelt wird per App oder Browser.
Der Grund, warum gerade so viele Deutsche einsteigen: Auf dem Sparbuch verliert Geld durch Inflation real an Wert. Ein breit gestreutes Wertpapier-Investment hat historisch über lange Zeiträume deutlich besser abgeschnitten — bei entsprechendem Risiko zwischendurch.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Eröffnungsprozesse und Konditionen der großen deutschen Depot-Anbieter ausgewertet — von der Direktbank bis zum Neobroker.
Welches Depot passt zu euch?
Für Einsteiger passt in den meisten Fällen eine Direktbank oder ein Neobroker — dort ist die Depotführung kostenlos und die Bedienung einfach. Die drei Anbieter-Typen im Vergleich:
- Filialbank (Sparkasse, Volksbank): persönliche Beratung, aber oft 20 bis 50 € Depotgebühr pro Jahr plus hohe Orderkosten
- Direktbank (comdirect, ING, Consorsbank): kostenlose Depotführung, große Auswahl, voller Banken-Service — der Allrounder
- Neobroker (Trade Republic, Scalable): günstigste Orders, aber schlankerer Service und weniger Handelsplätze
Achtet beim Vergleich auf vier Punkte: Depotgebühr, Orderkosten, ETF-Sparplan-Angebot — und Willkommensprämien. Gerade Prämien machen den Einstieg attraktiv: Aktuell zahlt comdirect bis zu 150 €, davon 100 € allein für die Eröffnung — ganz ohne Trade-Pflicht. Alle Details dazu in unserem Depot-Prämien-Ratgeber.
Unser Deal-Tipp
- comdirect Depot: 150 € Prämie — kein Trade notwendig
- 100 € allein für die Eröffnung plus 50 € Early-Bird-Bonus fürs Altersvorsorgedepot. Aktion bis 15.09.2026.
Wie eröffnet ihr das Depot Schritt für Schritt?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die Eröffnung läuft heute vollständig digital und dauert rund 10 Minuten. Ihr braucht nur euren Personalausweis und ein Smartphone:
- Anbieter wählen — Konditionen vergleichen, laufende Prämien-Aktionen mitnehmen
- Online-Antrag ausfüllen — Name, Adresse, Steuer-ID, Referenzkonto (euer Girokonto)
- Erfahrungsangaben machen — der Anbieter fragt Kenntnisse zu Wertpapieren ab; das ist gesetzlich vorgeschrieben und kein Test
- Identifizieren — per Video-Ident, eID-Funktion des Ausweises oder PostIdent
- Zugangsdaten aktivieren — meist noch am selben Tag, spätestens nach wenigen Werktagen
- Geld überweisen — vom Referenzkonto aufs Verrechnungskonto, dann seid ihr startklar
Wie kauft ihr euer erstes Wertpapier?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Für den ersten Kauf sucht ihr das Wertpapier per Name, ISIN oder WKN, gebt die Stückzahl oder den Betrag ein und wählt den Handelsplatz — fertig ist die Order. Einsteiger fahren mit einem breit gestreuten Welt-ETF am entspanntesten; welcher sich eignet, lest ihr in unserem ETF-Sparplan-Ratgeber für Anfänger.
Zwei Praxis-Tipps: Nutzt ein Limit (Höchstpreis), statt „billigst“ zu kaufen — so erlebt ihr keine Überraschungen bei wenig gehandelten Papieren. Und handelt zu Börsenzeiten (Xetra: 9 bis 17:30 Uhr), dann sind die Spannen zwischen An- und Verkaufskurs am engsten.
Wie sicher ist euer Geld im Depot?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Eure Wertpapiere sind auch bei einer Bankpleite geschützt: Sie gelten als Sondervermögen und gehören euch — die Bank verwahrt sie nur. Geht der Anbieter pleite, könnt ihr die Papiere einfach zu einer anderen Bank übertragen lassen.
Das Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist zusätzlich über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank abgesichert. Was nicht abgesichert ist: das Kursrisiko. Aktien und ETFs schwanken — wer investiert, sollte das Geld mindestens 10 bis 15 Jahre nicht brauchen. Unabhängige Grundlagen-Infos bietet die Verbraucherzentrale.
Welche Kosten fallen an?
Bei Direktbanken und Neobrokern kostet das Depot selbst in der Regel nichts — Kosten entstehen erst beim Handeln. Die drei Posten, auf die es ankommt:
- Depotführung: 0 € bei fast allen Online-Anbietern; bei comdirect z. B. dauerhaft kostenlos ab zwei Trades oder einer Sparplanausführung pro Quartal
- Orderkosten: ca. 1 € beim Neobroker bis ~10 € bei der Direktbank pro Kauf/Verkauf
- ETF-Sparplan: vielfach 0 € — comdirect etwa führt über 550 Top-ETFs gratis aus
Einen laufend gepflegten Konditionen-Überblick gibt es bei Finanztip.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Eröffnung online in ca. 10 Minuten | Kurse schwanken — Verluste möglich |
| Depotführung meist dauerhaft kostenlos | Anbieter-Vergleich vorab nötig |
| Willkommensprämien bis 150 € möglich | Ohne Limit-Order drohen schlechte Kurse |
| Wertpapiere sind geschütztes Sondervermögen | Anlagewissen muss man sich anlesen |
Häufige Fragen zum Depot eröffnen
Was kostet ein Depot?
Bei Direktbanken und Neobrokern ist die Depotführung in der Regel kostenlos — teils an Mini-Bedingungen geknüpft, etwa eine Sparplanausführung pro Quartal. Kosten entstehen vor allem beim Handeln: zwischen etwa 1 € (Neobroker) und 10 € (Direktbank) pro Order.
Wie lange dauert die Depoteröffnung?
Der Antrag selbst dauert rund 10 Minuten. Mit Video-Ident oder eID seid ihr oft noch am selben Tag freigeschaltet; mit PostIdent dauert es einige Werktage. Danach nur noch Geld überweisen — und ihr könnt handeln.
Darf ich mehrere Depots haben?
Ja, beliebig viele. Viele Anleger kombinieren z. B. eine Direktbank für Sparpläne mit einem Neobroker für Einzelkäufe. Mehrere Depots bedeuten aber auch mehr Verwaltungsaufwand — etwa beim Verteilen des Freistellungsauftrags.
Gibt es eine Schufa-Abfrage?
Die Bank führt bei der Eröffnung eine übliche Identitäts- und Bonitätsprüfung durch. Da ein Depot auf Guthabenbasis läuft und kein Kredit ist, ist die Hürde niedrig — eine Ablehnung ist die absolute Ausnahme.
Was ist der Freistellungsauftrag?
Kapitalerträge sind bis 1.000 € pro Jahr steuerfrei (Ehepaare: 2.000 €). Damit die Bank nicht automatisch Abgeltungsteuer abführt, stellt ihr im Online-Banking einen Freistellungsauftrag — zwei Minuten Aufwand, direkt nach der Eröffnung erledigen.
Kann ich das Depot später wechseln?
Ja, jederzeit und kostenlos: Der Bundesgerichtshof hat schon 2004 entschieden, dass Banken für den Depotübertrag nichts verlangen dürfen. Wie der Umzug abläuft und wie ihr dabei sogar eine Prämie mitnehmt, zeigt unser Depot-Prämien-Ratgeber.
Fazit: Die Hürde ist kleiner, als sie wirkt
Ein Depot zu eröffnen ist 2026 Routine: 10 Minuten Antrag, kostenlose Depotführung, und mit einer Aktion wie der comdirect-Prämie gibt es den Startbonus obendrauf. Wichtiger als der perfekte Anbieter ist, überhaupt anzufangen — mit Geld, das ihr langfristig nicht braucht.
Aktuelle Prämien und Finanz-Aktionen findet ihr laufend in unserer Kategorie Girokonto & Tagesgeld und täglich neue Deals auf MonsterDealz.de.