Sachbezug steuerfrei 2026: So bekommt ihr 50 Euro im Monat ohne AbzĂŒge
Ein Sachbezug ist steuerfrei, solange alle SachbezĂŒge eines Monats zusammen höchstens 50 Euro wert sind und Gutscheine oder Guthabenkarten zusĂ€tzlich zum ohnehin geschuldeten Gehalt kommen. Ăber zwölf Monate sind das bis zu 600 Euro ohne Lohnsteuer und ohne Sozialabgaben â aber nur, wenn die Karte die gesetzlichen Kriterien erfĂŒllt und kein Cent ĂŒber der Grenze liegt. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in KĂŒrze
- Die 50 Euro stehen in § 8 Absatz 2 Satz 11 EStG und sind eine Freigrenze: Bei 50,01 Euro wird der ganze Betrag steuer- und beitragspflichtig.
- Gutscheine und Guthabenkarten zÀhlen nur, wenn sie auf einen HÀndler, eine Region oder eine enge Warengruppe begrenzt sind und kein Bargeld auszahlen.
- Eine Gehaltsumwandlung ist ausgeschlossen: Der Gutschein muss zusÀtzlich zum vereinbarten Lohn kommen, sonst entfÀllt der Steuervorteil.
- Aufmerksamkeiten bis 60 Euro zu persönlichen AnlĂ€ssen, der Rabattfreibetrag von 1.080 Euro, Jobticket und Dienstrad laufen ĂŒber eigene Regeln und belasten die 50 Euro nicht.
Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthĂ€lt keine Partner-Links zu Anbietern von Sachbezugskarten und ist keine Steuerberatung, sondern eine ErklĂ€rung der gesetzlichen Regeln. Sollten wir an anderer Stelle auf Angebote verweisen, erhalten wir beim Kauf ĂŒber einen solchen Link eine kleine Provision. FĂŒr euch bleibt der Preis identisch.
Was ist ein Sachbezug â und wann ist er steuerfrei?

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Ein Sachbezug ist jeder Teil des Arbeitslohns, der nicht als Geld flieĂt: Waren, Dienstleistungen, Kost, Wohnung oder ein Gutschein, der nur zum Einkaufen berechtigt. Steuerfrei bleibt er bis 50 Euro im Kalendermonat â so steht es seit 2022 in § 8 Absatz 2 Satz 11 EStG, vorher lag die Grenze bei 44 Euro. Wer also von der Personalabteilung eine Guthabenkarte angeboten bekommt oder selbst nach einem Extra ohne AbzĂŒge fragen will, sucht genau diese Regel.
Der Gesetzestext ist knapp. SachbezĂŒge bleiben âauĂer Ansatz, wenn die sich nach Anrechnung der vom Steuerpflichtigen gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile insgesamt 50 Euro im Kalendermonat nicht ĂŒbersteigen“. Drei Wörter darin tragen die ganze Mechanik: âinsgesamt“ heiĂt, dass alle SachbezĂŒge eines Monats zusammengezĂ€hlt werden. âKalendermonat“ heiĂt, dass nichts angespart wird. Und âAnrechnung der gezahlten Entgelte“ heiĂt, dass ein Eigenanteil den Vorteil verringert.
FĂŒr diesen Ratgeber hat unsere Redaktion den Gesetzestext, das Schreiben des Bundesfinanzministeriums zur Abgrenzung von Geld- und Sachlohn und die Sachbezugswerte 2026 ausgewertet. Keine der Zahlen unten stammt aus Anbieterwerbung.
Freigrenze oder Freibetrag: Was passiert bei einem Cent zu viel?
Die 50 Euro sind eine Freigrenze, kein Freibetrag. Die Industrie- und Handelskammer Berlin beschreibt die Folge in ihrem Merkblatt zu Sachgeschenken (Stand 14. Juli 2022) eindeutig: Wird der Betrag in einem Monat ĂŒberschritten, ist der gesamte Wert der Sachzuwendungen dieses Monats steuer- und beitragspflichtig, nicht nur der ĂŒbersteigende Teil.
Ein Gutschein ĂŒber 50,01 Euro kostet euch damit mehr als einer ĂŒber 50 Euro. Mit den Annahmen aus unserem Rechenbeispiel weiter unten bleiben von 50,01 Euro nach Steuer und Sozialabgaben nur noch rund 24,43 Euro ĂŒbrig. Bei einem Freibetrag wĂ€re nur der eine Cent steuerpflichtig. Dasselbe Prinzip kennt ihr vielleicht von der 256-Euro-Grenze bei KontoprĂ€mien.
Muss die 50-Euro-Grenze monatlich oder jÀhrlich betrachtet werden?
Monatlich. Laut IHK Berlin lĂ€sst sich ein nicht ausgeschöpfter Monat weder auf den nĂ€chsten ĂŒbertragen noch nachholen. Wer im MĂ€rz nur 30 Euro bekommt, darf im April trotzdem nicht 70 Euro steuerfrei erhalten. Eine Jahreskarte ĂŒber 600 Euro, die im Januar auf einen Schlag ĂŒbergeben wird, ist deshalb nicht steuerfrei â die Karte muss Monat fĂŒr Monat mit höchstens 50 Euro aufgeladen werden.
Sachbezug 50 Euro: Was genau zĂ€hlt â und was nicht?

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Als Sachbezug zĂ€hlen Gutscheine und Geldkarten nur dann, wenn sie ausschlieĂlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen und die Kriterien des § 2 Absatz 1 Nummer 10 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz erfĂŒllen. Das regelt § 8 Absatz 1 Satz 3 EStG seit dem 1. Januar 2022. Welche Karten das konkret sind, hat das Bundesfinanzministerium im BMF-Schreiben vom 15. MĂ€rz 2022 (Aktenzeichen IV C 5 – S 2334/19/10007 :007) mit Beispielen aufgelistet.
Die Liste folgt drei Typen. Alle drei sind steuerlich gleichwertig, sie unterscheiden sich nur darin, womit die Begrenzung erreicht wird.
Welche Gutscheine und Karten sind erlaubt?
- Ein Aussteller: Gutscheine, die nur fĂŒr die eigene Produktpalette des Ausstellers gelten â etwa die Geschenkkarte einer Ladenkette mit einheitlichem Auftritt, einschlieĂlich ihres Onlineshops, oder die Tankkarte einer bestimmten Tankstellenkette.
- Eine Region: Stadtgutscheine und City-Cards, Centergutscheine von Einkaufszentren und Outlets sowie regionale EinkaufsverbĂŒnde. Als Region gelten auch unmittelbar angrenzende zweistellige Postleitzahlbezirke.
- Eine enge Warengruppe: Karten nur fĂŒr Kraftstoff und Ladestrom, fĂŒr Nah- und Fernverkehr, Fitness, Streaming, Zeitungen, BĂŒcher, Beauty-Behandlungen oder Bekleidung samt Accessoires. Hier kommt es auf die Zahl der Akzeptanzstellen nicht an.
Eine Ausnahme ist fĂŒr Online-HĂ€ndler wichtig: Deren Karten zĂ€hlen laut BMF nur, wenn sie ausschlieĂlich fĂŒr Waren aus dem eigenen Sortiment gelten. LĂ€sst sich das Guthaben auch bei Fremdanbietern auf einem Marktplatz einlösen, ist es kein begĂŒnstigter Sachbezug.
Was ist kein Sachbezug?
Kein Sachbezug ist alles, was auf einen Geldbetrag lautet und wie Geld funktioniert. § 8 Absatz 1 Satz 2 EStG nennt zweckgebundene Geldleistungen, nachtrĂ€gliche Kostenerstattungen und Geldsurrogate ausdrĂŒcklich als Einnahmen in Geld. Das BMF zĂ€hlt im selben Schreiben auf, wann eine Karte stets als Geldleistung gilt:
- Barauszahlung: Die Karte zahlt Guthaben in bar aus. Toleriert wird nur ein Restguthaben bis zu einem Euro.
- Eigene IBAN oder Ăberweisungen: Die Karte hat eine eigene Kontonummer oder lĂ€sst sich fĂŒr Ăberweisungen nutzen, etwa ĂŒber PayPal.
- Devisen und Krypto: Mit dem Guthaben lassen sich FremdwÀhrungen oder KryptowÀhrungen kaufen.
- Allgemeines Zahlungsmittel: Die Karte kann als generelles Zahlungsmittel hinterlegt werden, etwa eine Prepaid-Kreditkarte mit ĂŒberregionaler Akzeptanz.
- Geld zurĂŒck: Ihr kauft selbst ein und reicht den Beleg ein. Das ist eine nachtrĂ€gliche Kostenerstattung und damit Geld, auch wenn der Arbeitgeber den Zweck vorgibt.
Das BMF rechnet ein Beispiel vor, das viele ĂŒberrascht: Eine Prepaid-Kreditkarte, monatlich mit 50 Euro aufgeladen und laut Arbeitsvertrag nur fĂŒr Kraftstoff erlaubt, ist trotzdem eine Geldleistung, weil sie technisch bei Millionen Akzeptanzstellen funktioniert. Die vertragliche Zweckbindung reicht nicht, die Begrenzung muss in der Karte selbst stecken.
Warum muss der Sachbezug zusÀtzlich zum Gehalt kommen?
Gutscheine und Guthabenkarten sind nur steuerfrei, wenn sie zusĂ€tzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewĂ€hrt werden, und was âzusĂ€tzlich“ heiĂt, legt § 8 Absatz 4 EStG ĂŒber vier Bedingungen fest. Die Pflicht selbst steht im zweiten Halbsatz von § 8 Absatz 2 Satz 11 EStG. Das Bundesfinanzministerium formuliert die Konsequenz in Randnummer 4 des Schreibens vom 15. MĂ€rz 2022 so: âDer steuerliche Vorteil ist damit insbesondere im Rahmen von Gehaltsverzicht oder -umwandlungen ausgeschlossen.“
Alle vier Bedingungen mĂŒssen gleichzeitig erfĂŒllt sein:
- Die Leistung wird nicht auf den Anspruch auf Arbeitslohn angerechnet.
- Der Anspruch auf Arbeitslohn wird nicht zugunsten der Leistung herabgesetzt.
- Die Leistung ersetzt keine bereits vereinbarte kĂŒnftige Lohnerhöhung.
- FĂ€llt die Leistung weg, steigt der Arbeitslohn nicht.
Praktisch heiĂt das: Aus 3.000 Euro brutto dĂŒrfen nicht 2.950 Euro plus 50-Euro-Karte werden. Auch eine fĂŒr Januar zugesagte Gehaltserhöhung lĂ€sst sich nicht nachtrĂ€glich in eine Karte umwidmen. Umgekehrt schadet ein fester Anspruch nicht â nach Satz 2 derselben Vorschrift bleibt die Leistung zusĂ€tzlich, auch wenn sie im Arbeitsvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag steht.
Darf der Sachbezug durch eine Gehaltsumwandlung finanziert werden?
Nein, jedenfalls nicht bei Gutscheinen und Guthabenkarten. Genau diesen Fall schlieĂen Gesetz und BMF aus. Wer euch einen âsteuerfreien Gutschein statt Gehalt“ anbietet, bietet in Wahrheit steuerpflichtigen Lohn in anderer Form an. Das Risiko einer Nachforderung bei der Lohnsteuer-AuĂenprĂŒfung trĂ€gt zunĂ€chst der Arbeitgeber, die BeitrĂ€ge zur Sozialversicherung betreffen aber auch euren Anteil.
Sachbezug oder Gehaltserhöhung â was ist besser?

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FĂŒr BeschĂ€ftigte ist der Sachbezug fast immer besser: Von 50 Euro Sachbezug kommen 50 Euro an, von 50 Euro Gehaltserhöhung in unserem Beispiel nur rund 24,42 Euro. Grundlage sind die BeitragssĂ€tze 2026 laut Techniker Krankenkasse: Rentenversicherung 18,6 Prozent, Arbeitslosenversicherung 2,6 Prozent, Krankenversicherung 14,6 Prozent plus durchschnittlich 2,9 Prozent Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung 3,6 Prozent.
Daraus ergibt sich fĂŒr BeschĂ€ftigte mit Kind ein Arbeitnehmeranteil von 21,15 Prozent, fĂŒr Kinderlose wegen des Zuschlags in der Pflegeversicherung von 21,75 Prozent. FĂŒr die Lohnsteuer nehmen wir einen persönlichen Grenzsteuersatz von 30 Prozent an. Die Rechnung ist bewusst vereinfacht: Vorsorgepauschale, Kirchensteuer und Umlagen des Arbeitgebers bleiben auĂen vor.
| Pro Monat | Gehaltsplus | Sachbezug |
|---|---|---|
| Bruttowert | 50,00 ⏠| 50,00 ⏠|
| Sozialabgaben Arbeitnehmer | 10,57 ⏠| 0,00 ⏠|
| Lohnsteuer (30 %) | 15,00 ⏠| 0,00 ⏠|
| Bei euch kommt an | 24,42 ⏠| 50,00 ⏠|
| Kosten Arbeitgeber | 60,58 ⏠| 50,00 ⏠|
Eigene Beispielrechnung, Stand 30.09.2026. Annahmen: Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil je 21,15 Prozent (mit Kind, durchschnittlicher Zusatzbeitrag), Grenzsteuersatz 30 Prozent, kein SolidaritĂ€tszuschlag, keine Kirchensteuer. GebĂŒhren eines Kartenanbieters sind nicht eingerechnet; laut BMF sind sie fĂŒr euch kein zusĂ€tzlicher Arbeitslohn.
Aufs Jahr gerechnet stehen 600 Euro Sachbezug gegen rund 293 Euro netto aus der Gehaltserhöhung. Der Arbeitgeber zahlt fĂŒr die Gehaltserhöhung rund 727 Euro, fĂŒr den Sachbezug 600 Euro. Soll bei euch derselbe Betrag ankommen, mĂŒsste er das Gehalt um rund 102 Euro brutto im Monat anheben â das kostet ihn mit seinem Anteil etwa 124 Euro, also mehr als doppelt so viel.
Der Sachbezug hat aber zwei Nachteile, die in keiner Tabelle stehen. Er erhöht weder die RentenansprĂŒche noch Lohnersatzleistungen wie Kranken- oder Elterngeld, weil keine BeitrĂ€ge flieĂen. Und er ist zweckgebunden: 50 Euro bei einer Tankstellenkette helfen nur, wenn ihr dort ohnehin tankt. Wer das Geld frei braucht, fĂ€hrt mit einem höheren Gehalt trotz AbzĂŒgen manchmal besser.
Sachbezug brutto oder netto â wo taucht er in der Abrechnung auf?
Der Arbeitgeber muss den Sachbezug im Lohnkonto erfassen, getrennt vom Barlohn und mit Abgabetag und Wert â das schreibt § 4 Absatz 2 Nummer 3 der Lohnsteuer-DurchfĂŒhrungsverordnung vor. Auf eurer Abrechnung erscheint er deshalb oft als eigene Zeile, erhöht aber weder das steuerpflichtige Brutto noch mindert er das Netto. Wird er zusĂ€tzlich zum Lohn gezahlt, bleibt euer Ăberweisungsbetrag gleich.
Welche steuerfreien Extras gibt es neben den 50 Euro?
Neben den 50 Euro im Monat gibt es mindestens drei weitere Wege: Aufmerksamkeiten bis 60 Euro je persönlichem Anlass, den Rabattfreibetrag von 1.080 Euro im Jahr und verbilligte Mahlzeiten zum amtlichen Sachbezugswert von 4,57 Euro. Sie folgen eigenen Regeln und lassen sich teilweise mit dem monatlichen Sachbezug kombinieren.
Aufmerksamkeiten bis 60 Euro zu persönlichen AnlÀssen
Sachgeschenke aus einem besonderen persönlichen Anlass gehören nach R 19.6 der Lohnsteuer-Richtlinien nicht zum Arbeitslohn, wenn sie höchstens 60 Euro einschlieĂlich Umsatzsteuer kosten. Typische AnlĂ€sse sind laut IHK Berlin Geburtstag, Heirat oder die Geburt eines Kindes. Auch diese 60 Euro sind eine Freigrenze, sie können aber mehrfach im Jahr genutzt werden, wenn mehrere AnlĂ€sse zusammenkommen. Ein Gutschein ĂŒber 60 Euro zum runden Geburtstag bleibt so steuerfrei â zusĂ€tzlich zum monatlichen Sachbezug.
Zwei Grenzen sind wichtig. Geldgeschenke fallen nie unter diese Regel, auch ein 20-Euro-Schein zum Geburtstag ist steuerpflichtig. Und Weihnachten gilt nicht als persönlicher Anlass, weil es jedes Jahr fĂŒr alle gleich kommt. Wie das Weihnachtsgeld versteuert wird, steht in einem eigenen Ratgeber.
Personalrabatt: 1.080 Euro Rabattfreibetrag im Jahr
Wer Waren oder Dienstleistungen seines eigenen Arbeitgebers verbilligt bekommt, fĂ€llt unter § 8 Absatz 3 EStG. Dort wird der Endpreis um 4 Prozent gemindert, und der verbleibende Vorteil ist steuerfrei, soweit er 1.080 Euro im Kalenderjahr nicht ĂŒbersteigt. Anders als die 50 Euro ist das ein Freibetrag: Nur was darĂŒber liegt, wird versteuert. Die Regel gilt allerdings nur fĂŒr Produkte, die der Arbeitgeber selbst herstellt oder vertreibt, nicht fĂŒr eingekaufte Gutscheine eines Dritten.
Essen: Sachbezugswerte 2026 fĂŒr Mahlzeiten
Kantinenessen und verbilligte Mahlzeiten werden nicht mit ihrem Preis, sondern mit einem amtlichen Sachbezugswert angesetzt. FĂŒr 2026 hat das Bundesfinanzministerium ihn im Schreiben vom 29. Dezember 2025 bekanntgegeben, Grundlage ist die 16. Ănderungsverordnung zur Sozialversicherungsentgeltverordnung.
| Mahlzeit | je Mahlzeit | je Monat |
|---|---|---|
| FrĂŒhstĂŒck | 2,37 ⏠| 71 ⏠|
| Mittagessen | 4,57 ⏠| 137 ⏠|
| Abendessen | 4,57 ⏠| 137 ⏠|
| Vollverpflegung | 11,50 ⏠| 345 ⏠|
Stand 01.01.2026. Tageswerte laut BMF-Schreiben vom 29.12.2025, Monatswerte laut § 2 Sozialversicherungsentgeltverordnung. Zahlt ihr fĂŒr ein Kantinenessen mindestens den Sachbezugswert, entsteht kein geldwerter Vorteil.
Zahlt ihr in der Kantine fĂŒr ein Mittagessen mindestens 4,57 Euro, bleibt nichts zu versteuern. Essensmarken und digitale ZuschĂŒsse zu Mahlzeiten ordnet das BMF ebenfalls als Sachbezug ein, fĂŒr sie gilt aber eine eigene Richtlinienregel (R 8.1 Absatz 7 Nummer 4 LStR) mit eigener Höchstgrenze je Arbeitstag. Die genaue Zuschusshöhe gehört in die Absprache mit der Lohnbuchhaltung.
Jobticket, Deutschlandticket und Jobrad: ZĂ€hlen sie zu den 50 Euro?

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Nein, Jobticket und Dienstrad laufen ĂŒber eigene Steuerbefreiungen in § 3 EStG und belasten die 50-Euro-Grenze nicht. Beide Befreiungen verlangen aber ebenfalls, dass die Leistung zusĂ€tzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn kommt.
ZuschĂŒsse zu Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind nach § 3 Nummer 15 EStG steuerfrei, auch fĂŒr das Deutschlandticket als Jobticket. Einen Haken gibt es: Die steuerfreien ZuschĂŒsse mindern laut Satz 3 der Vorschrift die Entfernungspauschale, die ihr in der SteuererklĂ€rung ansetzen könnt. Wie viel ihr ĂŒber ein Jobticket beim Deutschlandticket spart, rechnen wir im Ratgeber zu den Deutschlandticket-Kosten vor.
Die private Nutzung eines betrieblichen Fahrrads ist nach § 3 Nummer 37 EStG steuerfrei, wenn es zusĂ€tzlich zum Lohn ĂŒberlassen wird. Die Vorschrift ist befristet: Nach § 52 Absatz 4 EStG gilt sie letztmals fĂŒr das Jahr 2030. LĂ€uft das Dienstrad ĂŒber eine Gehaltsumwandlung, greift die Steuerfreiheit nicht, dann wird der private Nutzungsvorteil versteuert.
Wer seinen Arbeitsweg mit dem Auto fĂ€hrt, kann den monatlichen Sachbezug stattdessen als Tankkarte nutzen. Welche Tankkarten dafĂŒr taugen und wie sich das mit Bonusprogrammen kombinieren lĂ€sst, steht im Ratgeber Gratis tanken.
DĂŒrfen Minijobber auch SachbezĂŒge erhalten?
Ja, und fĂŒr sie ist der Sachbezug besonders interessant. Die Verdienstgrenze im Minijob liegt 2026 laut Minijob-Zentrale bei 603 Euro im Monat, abgeleitet aus dem Mindestlohn von 13,90 Euro. Ein steuerfreier Sachbezug zĂ€hlt nicht zum Arbeitsentgelt, weil lohnsteuerfreie Zuwendungen, die zusĂ€tzlich zum Lohn kommen, nach § 1 der Sozialversicherungsentgeltverordnung kein Arbeitsentgelt sind.
Ein Minijob mit 603 Euro Lohn plus 50 Euro Sachbezug bleibt also ein Minijob. Auch hier gilt die ZusĂ€tzlichkeit: Wer den Stundenlohn senkt, um Platz fĂŒr den Gutschein zu schaffen, verliert den Vorteil. Wie viele Stunden in die Grenze passen, zeigt der Ratgeber zu den Minijob-Stunden. FĂŒr TeilzeitkrĂ€fte gilt dieselbe Grenze von 50 Euro wie fĂŒr VollzeitkrĂ€fte, sie hĂ€ngt nicht an der Arbeitszeit.
Wie sprecht ihr euren Arbeitgeber auf den Sachbezug an?
Am besten mit einer konkreten Zahl: FĂŒr den Arbeitgeber kostet ein Sachbezug von 600 Euro im Jahr rund 127 Euro weniger als eine Gehaltserhöhung um denselben Bruttobetrag, und bei euch kommt etwa doppelt so viel an. Ein Anspruch auf einen Sachbezug besteht nicht, er ist eine freiwillige Leistung. Ein sachliches GesprĂ€ch mit Rechnung ist deshalb meist erfolgreicher als eine Forderung.
Diese vier Punkte gehören in das GesprÀch:
- Zeitpunkt: Sprecht den Sachbezug zusammen mit dem JahresgesprĂ€ch an, aber nicht als Ersatz fĂŒr eine bereits zugesagte Erhöhung â das wĂ€re nach § 8 Absatz 4 EStG schĂ€dlich.
- Kartenart: Fragt, ob euer Arbeitgeber eine Karte fĂŒr eine Region, eine Kette oder einen Zweck wie Tanken oder Fitness nutzt. Ihr könnt WĂŒnsche Ă€uĂern; die Auswahl, welche Varianten zulĂ€ssig sind, trifft der Arbeitgeber mit seiner Lohnbuchhaltung.
- Aufladung: Monatlich höchstens 50 Euro, keine Sammelaufladung fĂŒr mehrere Monate.
- Andere SachbezĂŒge: KlĂ€rt, ob ihr schon SachbezĂŒge erhaltet, die auf die 50 Euro angerechnet werden. Sonst reiĂt die neue Karte die Freigrenze.
Wo lassen sich Sachbezugskarten einlösen?
Ăberall dort, wo der Kartenherausgeber einen Akzeptanzvertrag hat â und das ist bewusst begrenzt: eine Stadt oder Region, eine Kette mit ihrem Onlineshop oder ein Zweck wie Kraftstoff, Fitness oder BĂŒcher. Welche GeschĂ€fte teilnehmen, zeigt das Verzeichnis des jeweiligen Kartenherausgebers. Eine Karte, die ĂŒberall funktioniert, wĂ€re steuerlich gerade keine Sachbezugskarte mehr.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die tĂ€glich geprĂŒfte SchnĂ€ppchen kuratiert und aktive Mitglieder ĂŒber das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. In unserer Zentral-Datenbank stehen seit 2019 genau 36 Deal-BeitrĂ€ge und Userdeals zu rabattierten Geschenk-, Guthaben- oder Tankkarten, die veröffentlicht oder inzwischen abgelaufen sind (Stand: 30. September 2026). Solche Aktionen betreffen gekaufte Karten, nicht die Karte vom Arbeitgeber â aber wer seinen Sachbezug bei einer Kette einlöst, kann dort genauso auf Coupons und Aktionspreise achten.
Vor- & Nachteile im Ăberblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Bis 600 Euro im Jahr ohne Steuer und Abgaben | Ein Cent ĂŒber 50 Euro macht alles steuerpflichtig |
| 50 Euro kommen voll an, Gehaltsplus nur rund die HÀlfte | Keine Gehaltsumwandlung, nur zusÀtzlich zum Lohn |
| Minijob-Grenze von 603 Euro bleibt unberĂŒhrt | Keine Rentenpunkte, kein höheres Kranken- oder Elterngeld |
| Kombinierbar mit 60-Euro-Aufmerksamkeiten und Jobticket | Guthaben nur bei begrenzten Akzeptanzstellen nutzbar |
HĂ€ufige Fragen zum steuerfreien Sachbezug
Was passiert, wenn die 50-Euro-Grenze auch nur um einen Cent ĂŒberschritten wird?
Dann ist der gesamte Sachbezug des Monats steuer- und beitragspflichtig, nicht nur der Cent. Das liegt daran, dass die 50 Euro in § 8 Absatz 2 Satz 11 EStG eine Freigrenze sind. In unserem Rechenbeispiel bleiben von 50,01 Euro nach AbzĂŒgen nur rund 24,43 Euro ĂŒbrig.
MĂŒssen die Gutscheine zusĂ€tzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewĂ€hrt werden?
Ja. FĂŒr Gutscheine und Geldkarten verlangt das Gesetz ausdrĂŒcklich die ZusĂ€tzlichkeit, die § 8 Absatz 4 EStG mit vier Bedingungen definiert. Ein Gutschein, der aus einer Gehaltsumwandlung stammt oder eine zugesagte Lohnerhöhung ersetzt, ist steuerpflichtig.
Welche Dokumentationspflichten bestehen gegenĂŒber dem Finanzamt?
Sie liegen beim Arbeitgeber. Er muss SachbezĂŒge nach § 4 Absatz 2 Nummer 3 der Lohnsteuer-DurchfĂŒhrungsverordnung im Lohnkonto einzeln bezeichnen, mit Abgabetag oder Abgabezeitraum, Abgabeort und Wert. ZusĂ€tzlich muss er laut BMF die Begrenzung der Karte durch technische Vorkehrungen und VertrĂ€ge sicherstellen.
Ist der Unterschied zwischen 44 und 50 Euro noch wichtig?
Nur fĂŒr AltfĂ€lle. Bis zum 31. Dezember 2021 lag die Freigrenze bei 44 Euro, seit dem 1. Januar 2022 gelten 50 Euro. Wer noch Unterlagen oder Anbieterseiten mit 44 Euro findet, liest einen veralteten Stand.
Kann ich den Sachbezug in der SteuererklÀrung angeben?
Das ist nicht nötig. Ein steuerfreier Sachbezug erscheint nicht als steuerpflichtiger Arbeitslohn und muss nicht zusÀtzlich erklÀrt werden. Hat der Arbeitgeber ihn fÀlschlich versteuert, hilft der Blick in die Lohnsteuerbescheinigung und notfalls ein Einspruch gegen den Steuerbescheid.
DĂŒrfen Ăberstunden durch Gutscheine ausgezahlt werden?
Steuerfrei nicht. Ăberstunden sind geschuldeter Arbeitslohn, ein Gutschein an ihrer Stelle wĂŒrde genau diesen Lohn ersetzen. Damit fehlt die ZusĂ€tzlichkeit nach § 8 Absatz 4 EStG, und der Gutschein wird wie normales Gehalt versteuert.
Fazit: 600 Euro im Jahr, wenn die Karte und der Zeitpunkt stimmen
Der steuerfreie Sachbezug ist der einfachste Weg zu mehr Netto, weil 50 Euro im Monat vollstĂ€ndig ankommen und den Arbeitgeber weniger kosten als eine Gehaltserhöhung. Er funktioniert aber nur mit einer begrenzten Karte, als echtes Extra zum Lohn und mit strikt 50 Euro pro Monat. Diese Steuerregeln sind keine Beratung im Einzelfall â bei zwei Jobs, Gehaltsumwandlungen oder SonderfĂ€llen hilft eine Steuerberatung weiter.
- Regel 1: Höchstens 50 Euro im Monat, alle SachbezĂŒge zusammengerechnet.
- Regel 2: Nur zusÀtzlich zum Lohn, nie aus einer Gehaltsumwandlung.
- Regel 3: Karte mit begrenzter Akzeptanz, ohne Bargeld, IBAN oder Ăberweisungsfunktion.
Wie ihr das Guthaben dann noch weiter streckt, zeigen die tĂ€glich geprĂŒften Angebote auf der MonsterDealz-Startseite.