PayPal-Konto wird in 90 Tagen geschlossen: Was hinter der Mail steckt und was ihr jetzt tun solltet

PayPal verschickt seit Mitte Oktober 2026 echte E-Mails, nach denen ein Konto wegen mehrjähriger Inaktivität eingeschränkt ist und in 90 Tagen geschlossen wird, und die Mail landet auch bei Menschen, die PayPal regelmäßig nutzen. Die Kontoschließungs-Mail ist eine Benachrichtigung, mit der PayPal ein Konto, in das sich laut Mail seit über drei Jahren niemand eingeloggt hat, erst einschränkt und nach Ablauf der Frist kündigt. Hier steht, was in den deutschen Nutzungsbedingungen dazu wirklich geregelt ist, woran ihr die echte Mail von der parallel laufenden Phishing-Welle unterscheidet und was ihr heute tun solltet, damit Guthaben, Punkte und Aktionen nicht verloren gehen. Stand: Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 90-Tage-Mail ist laut Teltarif, Händlerbund und GIGA echt: Ihr Button führt zum regulären PayPal-Login, PayPal erklärte die Prüfung inaktiver Konten gegenüber Golem.
  • Eine Inaktivitätsgebühr gibt es für deutsche Privatkonten nicht, das steht wörtlich in den PayPal-Nutzungsbedingungen vom 7. September 2026.
  • Kündigen darf PayPal ein Konto ohne wichtigen Grund nur mit mindestens zwei Monaten Vorlauf, die 90 Tage aus der Mail liegen darüber.
  • Nie über den Link in der Mail einloggen: App öffnen oder paypal.com selbst eintippen, dort steht, ob euer Konto wirklich betroffen ist.

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Ist die PayPal-Mail „Konto wird in 90 Tagen geschlossen“ echt?

Hände halten ein Smartphone neben einem Laptop mit Posteingang am Küchentisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ja, nach allem, was bis zum 16. Oktober 2026 bekannt ist: Laut Teltarif führt der Button der Mail zum regulären PayPal-Login und nicht zu einer nachgebauten Seite, und PayPal hat die Prüfung inaktiver Konten gegenüber Golem erklärt. Auch der Händlerbund berichtet am 15. Oktober 2026, dass die Nachricht tatsächlich von PayPal stammt und auf das echte Login verlinkt.

Wer sich durch diese Mail bedroht fühlt, will vor allem eines wissen: Ist mein Geld in Gefahr, und muss ich jetzt etwas tun? Die Antwort hängt davon ab, welches Konto gemeint ist. Laut Händlerbund lautet der Kernsatz der Mail: „Wir haben festgestellt, dass du dich seit über drei Jahren nicht mehr in dein PayPal-Konto eingeloggt hast.“ Danach heißt es, das Konto sei als Sicherheits- und Compliance-Maßnahme eingeschränkt und werde in 90 Tagen geschlossen. Transaktionen sind dann nicht mehr möglich, einloggen könnt ihr euch bis zur Schließung weiter, um alte Zahlungen einzusehen.

Verwirrend ist, wen die Mail erreicht. Laut GIGA haben sie auch Nutzer bekommen, die ihr Konto regelmäßig verwenden, darunter ein Golem-Redakteur. Bei ihm ließen sich Gastzahlungen aus den Jahren 2010 und 2012 nachweisen, also Zahlungen per Kreditkarte ohne eigenes Konto, verknüpft mit derselben E-Mail-Adresse, unter der später ein reguläres Konto entstand. Ein PayPal-Mitarbeiter am Telefon vermutete laut Händlerbund ein älteres Konto unter derselben Adresse.

Diese Erklärung ist bisher nur eine Vermutung. PayPal schreibt in seiner Hilfe selbst, dass eine E-Mail-Adresse ein Konto eindeutig identifiziert und nicht gleichzeitig einem zweiten Konto hinzugefügt werden kann. Eine eigene Pressemitteilung von PayPal zu der Aktion haben wir bis zum 16. Oktober 2026 nicht gefunden, auch keine Zahl, wie viele Konten betroffen sind. Wir schreiben deshalb nicht „PayPal bestätigt“, sondern geben wieder, was PayPal gegenüber Golem gesagt hat: Lange ungenutzte Konten seien anfälliger für unbefugte Zugriffe, etwa ohne Zwei-Faktor-Schutz oder mit selten geändertem Passwort, inaktive Konten würden deshalb regelmäßig geprüft, aktiv genutzte Konten seien nicht betroffen.

Für diesen Artikel hat unsere Redaktion am 16. Oktober 2026 die deutschen PayPal-Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 7. September 2026, die Hilfe-Artikel zu Inaktivitätsgebühr, Kontoschließung, Datenlöschung und Phishing sowie die Phishing-Warnungen der Verbraucherzentrale NRW ausgewertet und mit den Berichten von Teltarif, Händlerbund und GIGA abgeglichen.

Warum schließt PayPal inaktive Konten, und was steht dazu in den Nutzungsbedingungen?

Eine eigene Inaktivitätsregel für deutsche Privatkonten enthalten die PayPal-Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 7. September 2026 nicht. Im Abschnitt „Inaktive Konten“ definiert PayPal Inaktivität als mindestens zwölf aufeinanderfolgende Monate ohne Login und ohne Senden, Empfangen oder Abbuchen von Geld, und schreibt dann wörtlich: „Diese Bestimmung und die Inaktivitätsgebühr gelten nicht für in Deutschland registrierte Privatkonten.“

Die Schließung stützt sich deshalb auf das allgemeine Kündigungsrecht. Im Abschnitt „Kontokündigung“ heißt es, PayPal stehe es frei, ein Konto nach Ankündigung mit einer Frist von mindestens zwei Monaten zu kündigen. Daneben kann PayPal jederzeit aus wichtigem Grund kündigen, etwa bei Verstößen gegen die Bedingungen. Vertragspartner ist für deutsche Kunden die PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A. mit Sitz in Luxemburg.

Die Zwei-Monats-Grenze ist kein Entgegenkommen von PayPal, sondern Gesetz. Paragraf 675h BGB regelt die ordentliche Kündigung eines Zahlungsdiensterahmenvertrags: Der Zahlungsdienstleister darf nur kündigen, wenn der Vertrag auf unbestimmte Zeit läuft und das Kündigungsrecht vereinbart ist, und die Kündigungsfrist darf zwei Monate nicht unterschreiten. Für die Kündigung selbst darf er kein Entgelt verlangen.

Mit 90 Tagen liegt die Frist aus der Mail also gut einen Monat über dem gesetzlichen Minimum von zwei Monaten. Einen Anspruch darauf, dass PayPal ein ungenutztes Konto für immer offen hält, habt ihr nicht. Ihr habt aber Anspruch darauf, rechtzeitig informiert zu werden und euer Geld vorher herauszubekommen.

Regel Privatkonto DE Geschäftskonto DE
Inaktivitätsklausel gilt nicht ab 12 Monaten
Inaktivitätsgebühr keine bis 10 € pro Jahr
Kündigung durch PayPal mind. 2 Monate Frist mind. 2 Monate Frist
Frist in der Mail 90 Tage 90 Tage

Stand 16.10.2026. Quellen: PayPal-Nutzungsbedingungen vom 7. September 2026 (Abschnitte „Inaktive Konten“ und „Kontokündigung“), PayPal-Hilfe „Wie hoch ist die Gebühr für Inaktivität?“, Paragraf 675h BGB. Die 90 Tage stammen aus der Mail, wie Händlerbund und Teltarif sie zitieren.

Kostet ein inaktives PayPal-Konto Gebühren, und was passiert mit dem Guthaben?

Privatkonten in Deutschland zahlen keine Inaktivitätsgebühr: Laut PayPal-Hilfe zur Inaktivitätsgebühr sind in Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Ungarn und Polen nur Geschäftskonten betroffen, nicht Privatkonten. Bei Geschäftskonten beträgt die Gebühr nach zwölf Monaten ohne Aktivität den niedrigeren Wert aus Kontoguthaben und 10 Euro, Konten ohne Guthaben zahlen nichts, ins Minus rutscht dadurch niemand.

Wer in Berichten von 2020 bis 2023 von einer PayPal-Strafgebühr für inaktive Konten gelesen hat, kann für ein privates Konto also aufatmen. Die Hilfe ergänzt einen Satz, der für alle gilt: Bleibt ein Konto inaktiv und hat kein positives Guthaben mehr, kann PayPal es gemäß dem Abschnitt „Kontokündigung“ kündigen.

Euer Guthaben verfällt bei einer Kündigung nicht. Die Nutzungsbedingungen sehen vor, dass PayPal euch bei einer Kündigung die Möglichkeit gibt, sämtliche Beträge abzubuchen, im Einklang mit den Regeln zu Einbehaltungen. Sicherer ist es, das Geld selbst vorher auf euer Bankkonto zu holen: Laut PayPal-Hilfe dauert eine Standardüberweisung in der Regel drei bis fünf Werktage, eine Sofortzahlung meist nur einige Minuten, höchstens 30. Der im PayPal-Konto registrierte Name muss mit dem Namen auf dem Bankkonto übereinstimmen.

Härter trifft es gesammelte Bonuspunkte. Laut PayPal-Hilfe zu PayPal+ verliert ihr mit der Schließung des Kontos den Zugriff auf alle verbleibenden Punkte und könnt sie nicht mehr einlösen. Im Blue-Status sind 100 Punkte bei Onlinezahlungen 1,00 Euro wert, im Gold-Status 1,20 Euro. Wer Punkte hat, löst sie vorher bei einer Onlinezahlung ein oder wandelt sie in Guthaben um. Wie das Programm funktioniert, steht in unserem Ratgeber zu PayPal+.

Woran erkennt ihr die echte PayPal-Mail und woran Phishing?

Zwei Briefumschläge mit Lupe und Karten „echt“ und „falsch“ auf einem Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Verbraucherzentrale NRW hat am 14. Oktober 2026, also zeitgleich zur echten Mail, vor einer gefälschten PayPal-Mail gewarnt, die mit einer Kontoschließung binnen 24 Stunden droht. Laut Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW kommt sie mit dem Betreff „Wichtig: Ungewöhnliche Aktivitäten in Ihrem PayPal-Konto festgestellt“, behauptet, das Konto sei dauerhaft gesperrt und eingefroren, und verlangt über einen Button „Konto jetzt reaktivieren“ eine Identitätsprüfung.

Die Verbraucherzentrale fasst die Merkmale dieser Fälschung in einem Satz zusammen: „Anzeichen für Phishing: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Drohung, kurze Fristsetzung, Link in der Mail.“ Bereits am 8. Oktober 2026 hatte sie vor einer angeblichen PayPal-Sicherheitsüberprüfung gewarnt. Beide Wellen nutzen dieselbe Angst, die auch die echte Mail auslöst.

Die PayPal-Hilfe zu gefälschten E-Mails nennt die Merkmale, an denen ihr eine echte Nachricht erkennt. Daraus und aus den Berichten über die echte Mail ergibt sich dieser Abgleich:

  • Anrede: PayPal spricht euch laut Hilfe immer mit Vor- und Nachnamen oder Firmennamen an, nie mit „Sehr geehrter Nutzer“ oder „Hallo PayPal-Mitglied“.
  • Absender: Prüft, ob die Mail von [email protected] stammt, und fahrt mit der Maus über den Absender. Ändert sich die Adresse dabei, ist sie gefälscht.
  • Frist: Die echte Mail nennt 90 Tage, die Fälschung vom 14. Oktober 24 Stunden. Je kürzer die Frist, desto größer der Druck, und Druck ist laut PayPal ein typisches Zeichen für Betrug.
  • Link-Ziel: Der Button der echten Mail führt laut Teltarif zum regulären Login. Der Button der Fälschung führt laut Verbraucherzentrale auf eine fremde Weiterleitungsadresse.
  • Passwort: PayPal fragt das Passwort nur auf der eigenen Loginseite ab, nie per E-Mail oder auf einer Seite, die ihr über einen Mail-Link erreicht.

Keiner dieser Punkte ist ein sicherer Beweis, denn Absendernamen und Logos lassen sich fälschen. Die einzige zuverlässige Prüfung ist deshalb die im nächsten Abschnitt: selbst einloggen, ohne Link. Verdächtige Mails leitet ihr laut PayPal-Sicherheitscenter für Deutschland vollständig an [email protected] weiter und löscht sie danach, die Hilfe-Artikel nennen zusätzlich [email protected]. Wie Betrüger sonst im Namen von PayPal vorgehen, haben wir im Ratgeber zum PayPal Login zusammengestellt.

Mail bekommen: Was ihr jetzt Schritt für Schritt tun solltet

Person prüft am Tisch einen Brief neben Laptop, Smartphone und Checkliste

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der wichtigste Schritt dauert zwei Minuten: Öffnet die PayPal-App oder tippt paypal.com selbst in den Browser, meldet euch an und prüft, ob dort eine Einschränkung oder Nachricht steht. PayPal schreibt in seiner Phishing-Hilfe: Wenn in eurem Konto etwas zu erledigen ist, erfahrt ihr es, indem ihr euch in euer PayPal-Konto einloggt.

Klickt dabei nicht auf den Button in der Mail, auch wenn er laut den Berichten zum echten Login führt. Ihr könnt bei der nächsten Mail nicht sicher wissen, ob sie die echte ist. Wer sich angewöhnt, PayPal nur über die App oder die selbst eingegebene Adresse zu öffnen, ist gegen beide Varianten geschützt.

Welches Konto ist gemeint?

Vergleicht die Empfängeradresse der Mail mit der Adresse, mit der ihr euch bei PayPal anmeldet. Kommt die Mail an eine alte Adresse, die nicht mehr in eurem aktiven Konto steht, ist vermutlich ein altes Konto unter dieser Adresse gemeint. Über „Probleme beim Einloggen?“ auf der PayPal-Anmeldeseite setzt ihr das Passwort für diese Adresse zurück, sofern ihr das Postfach noch habt, wie unser Login-Ratgeber beschreibt. Was ihr dann tut, ist eine bewusste Entscheidung: alte Konten mit Guthaben leeren, sonst einfach auslaufen lassen.

Kommt die Mail an die Adresse eures aktiven Kontos und zeigt das Konto nach dem Login keine Einschränkung, solltet ihr nicht raten. Fragt im PayPal-Hilfe-Center nach, das ihr nach dem Login über „Hilfe“ erreicht, und lasst euch bestätigen, welches Konto gemeint ist. Laut GIGA hat PayPal am Telefon in einem solchen Fall auf ein altes Konto verwiesen.

Was prüft ihr nach dem Login?

Prüft vier Dinge, bevor ihr etwas entscheidet:

  1. Konfliktlösungen: Dort zeigt PayPal laut Phishing-Hilfe an, ob für euer Konto Benachrichtigungen oder Einschränkungen vorliegen.
  2. Guthaben: Steht ein Betrag im Konto, bucht ihn auf euer Bankkonto ab, solange das noch reibungslos geht.
  3. Automatische Zahlungen: Unter „Einstellungen“ und „Zahlungen“ stehen alle Händler, die per Abbuchungsvereinbarung Geld einziehen dürfen.
  4. Sicherheit: Ändert das Passwort, wenn es Jahre alt ist, und schaltet die zweistufige Verifizierung ein.

Reicht ein Login, damit das Konto offen bleibt? PayPal hat dazu keine Regel veröffentlicht. Die Mail begründet die Schließung laut Händlerbund mit über drei Jahren ohne Login, PayPal sagte Golem, aktiv genutzte Konten seien nicht betroffen. Wer das Konto behalten will, sollte sich deshalb nicht nur einloggen, sondern im Konto nachsehen, ob die Einschränkung danach noch angezeigt wird, und sie im Zweifel über den Kundenservice klären.

PayPal-Konto behalten oder bewusst schließen?

Smartphone, Bankkarte, Einkaufstüte und Notizbuch mit den Spalten „Behalten“ und „Schließen“

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Wer online einkauft, sollte ein aktives PayPal-Konto in der Regel behalten, denn viele Rabatte gibt es nur damit: In unserer Deal-Datenbank stehen seit Oktober 2018 insgesamt 69 Deal-Beiträge und Userdeals mit PayPal im Titel, 57 davon waren Rabatt-, Gutschein- oder Cashback-Aktionen, die nur mit einer Zahlung über PayPal galten (eigene Auszählung, Stand 16. Oktober 2026). Zuletzt gab es im August 2026 bei Eventim 20 Prozent Cashback auf Ticketkäufe, bis zu 20 Euro.

Solche Aktionen spielt PayPal überwiegend personalisiert in der App aus, ein geschlossenes Konto bekommt keine mehr. Dazu kommt der Käuferschutz bei Zahlungen für Waren und Dienstleistungen, den es mit Überweisung oder Lastschrift so nicht gibt. Wie er funktioniert und welche Fristen gelten, steht in unserem Ratgeber zum PayPal-Käuferschutz, wo ihr echte Aktionen findet, im Ratgeber zum PayPal-Gutscheincode.

Schließen lohnt sich, wenn ihr PayPal wirklich nicht mehr nutzt oder ein zweites, vergessenes Konto loswerden wollt. Laut PayPal-Hilfe zur Kontoschließung geht das im Browser unter „Einstellungen“, „Kontoeinstellungen“ und „Konto schließen“. Vorher muss das gesamte Guthaben abgebucht sein, denn ein Konto mit Restguthaben, Kontoeinschränkung oder anderen ungelösten Problemen lässt sich nicht schließen. Ein geschlossenes Konto kann PayPal nicht wieder öffnen.

Was gehört vor die Schließung?

Kündigt zuerst alle Abos beim Anbieter selbst, dann die Abbuchungsvereinbarungen bei PayPal. Wer nur den Zahlungsweg kappt, schuldet dem Anbieter das Geld trotzdem, wie unser Ratgeber zum PayPal-Abo kündigen zeigt. Tragt in Shops, bei Streamingdiensten und in App-Stores, in denen PayPal als Zahlungsart hinterlegt ist, eine neue Zahlungsart ein. Löst PayPal+ Punkte ein und ladet bei Bedarf eure Kontoauszüge herunter.

Wer zusätzlich seine Daten löschen lassen will, wählt laut PayPal-Hilfe zur Datenlöschung unter „Einstellungen“, „Daten & Datenschutz“ den Punkt „Daten löschen und Konto schließen“. Gelöscht wird erst nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen, einzelne Daten wie nur die Adresse lassen sich nicht gezielt löschen.

Wie schützt ihr euer PayPal-Konto, damit es nicht als gefährdet gilt?

Mit der zweistufigen Verifizierung und einem aktuellen Passwort beseitigt ihr genau die beiden Schwachstellen, die PayPal gegenüber Golem als Grund für die Prüfung inaktiver Konten nannte: fehlender Zwei-Faktor-Schutz und selten geänderte Passwörter. Laut PayPal-Hilfe zur zweistufigen Verifizierung richtet ihr sie in fünf Schritten ein, und zwar nur im Webbrowser, nicht in der App: Einstellungen, Sicherheit, „Einrichten“ neben „Zweistufige Verifizierung“, Authentifizierungs-App wählen, Anleitung folgen.

Als App nennt PayPal Beispiele wie Google Authenticator oder Microsoft Authenticator. Eine Falle steht im selben Hilfetext: Wer die Verifizierung per SMS nutzt und sie abschaltet, kann die SMS-Variante danach nicht wieder aktivieren. Haltet außerdem eure Handynummer und E-Mail-Adresse im Profil aktuell, denn darüber laufen Codes und Benachrichtigungen.

Wie ihr zusätzlich einen Passkey anlegt, der das Passwort durch Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN ersetzt, zeigt PayPal Deutschland im offiziellen Erklärvideo:

Ein abgesichertes, gelegentlich genutztes Konto ist für Betrüger uninteressant und für euch weiter nutzbar. Ein vergessenes Konto mit altem Passwort ist das Gegenteil: Wer an das Passwort kommt, sieht eure Zahlungsdaten. Habt ihr mehrere alte Konten bei Banken oder Zahlungsdiensten, hilft unser Ratgeber Vergessenes Konto finden beim Aufräumen.

Konto behalten: Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Keine Inaktivitätsgebühr für deutsche Privatkonten Altes Konto mit altem Passwort ist ein Risiko
57 von 69 PayPal-Deals bei uns brauchten PayPal-Zahlung Ohne Login droht nach Jahren die Schließung
Käuferschutz bei Waren und Dienstleistungen PayPal+ Punkte verfallen bei Kontoschließung
Zwei-Faktor-Schutz in fünf Schritten einrichtbar Geschlossenes Konto lässt sich nicht reaktivieren

Häufige Fragen zu PayPal Konto geschlossen

Wie schütze ich mein PayPal-Konto effektiv vor Phishing-Versuchen?

Öffnet PayPal nur über die App oder die selbst eingegebene Adresse paypal.com, nie über einen Link aus einer Mail oder SMS. Schaltet die zweistufige Verifizierung ein, die laut PayPal nur im Browser eingerichtet werden kann, und leitet verdächtige Mails vollständig an [email protected] weiter. Die Verbraucherzentrale NRW rät, solche Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.

Reicht ein Login, damit mein Konto nicht geschlossen wird?

Offiziell geregelt ist das nicht. Die Mail nennt laut Händlerbund über drei Jahre ohne Login als Grund, und PayPal sagte Golem, aktiv genutzte Konten seien nicht betroffen. Prüft nach dem Login, ob im Konto noch eine Einschränkung angezeigt wird. Steht sie weiter da, klärt sie über den Kundenservice, statt bis zum Ende der 90 Tage zu warten.

Ich nutze PayPal regelmäßig und habe die Mail trotzdem bekommen. Was heißt das?

Wahrscheinlich ist ein anderes, altes Konto gemeint. Laut GIGA und Teltarif traf die Mail auch aktive Nutzer, in einem dokumentierten Fall mit Gastzahlungen aus 2010 und 2012 unter derselben Adresse. Loggt euch in euer aktives Konto ein: Zeigt es keine Einschränkung, betrifft die Schließung euer Hauptkonto vermutlich nicht. Gewissheit gibt nur PayPal selbst.

Wie kann ich laufende Abonnements bei PayPal vor der Löschung kündigen?

Kündigt zuerst beim Anbieter und wartet die Bestätigung ab, dann stoppt die Abbuchungsvereinbarung bei PayPal im Browser unter „Einstellungen“ und „Zahlungen“. Plant mindestens zwei Werktage Vorlauf ein, weil eine bereits fällige Zahlung laut Nutzungsbedingungen noch ausgeführt werden darf. Abos aus dem App Store oder Google Play kündigt ihr dort, nicht bei PayPal.

Was passiert mit meinen Zahlungsdaten, wenn ich das Konto lösche?

Sie werden nicht sofort gelöscht. Laut Nutzungsbedingungen darf PayPal Kontoinformationen nach einer Kündigung so lange speichern, wie es für den Zweck nötig und gesetzlich erlaubt ist. Wer die Löschung ausdrücklich will, wählt „Daten löschen und Konto schließen“; gelöscht wird laut PayPal-Hilfe nach Ablauf der vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist.

Warum lässt PayPal mein Konto nicht löschen?

Meist wegen Guthaben oder offener Vorgänge. Laut PayPal-Hilfe lässt sich ein Konto mit Restguthaben, Kontoeinschränkung oder anderen ungelösten Problemen nicht schließen. Bucht das Guthaben ab, schließt offene Konflikte und Käuferschutzfälle ab und versucht es danach erneut über „Einstellungen“ und „Konto schließen“.

Kann ich ein geschlossenes PayPal-Konto wieder öffnen?

Nein. Laut PayPal-Hilfe kann ein geschlossenes Konto nicht erneut geöffnet werden. Wer PayPal später wieder nutzen will, muss sich neu registrieren, Punkte und Verlauf des alten Kontos sind dann weg. Wenn ihr PayPal vielleicht irgendwann wieder braucht, weist PayPal selbst darauf hin, dass ihr das Konto auch behalten könnt.

Fazit: Selbst einloggen, Guthaben sichern, dann entscheiden

Die 90-Tage-Mail von PayPal ist kein Phishing, aber auch kein Grund zur Eile: Deutsche Privatkonten zahlen keine Inaktivitätsgebühr, PayPal muss eine Kündigung mindestens zwei Monate vorher ankündigen, und euer Guthaben bekommt ihr heraus. Gefährlich ist nur der Reflex, auf einen Link in einer Mail zu klicken, die genauso aussieht wie die Fälschung vom 14. Oktober.

  • Heute: App öffnen oder paypal.com eintippen und prüfen, ob euer Konto eingeschränkt ist.
  • Bei einem alten Konto: Guthaben abbuchen und PayPal+ Punkte einlösen, dann schließen oder auslaufen lassen.
  • Beim aktiven Konto: Zwei-Faktor-Schutz einschalten und die Einschränkung im Zweifel über den Kundenservice klären.

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Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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