Hausnotruf 2026: So zahlt die Pflegekasse bis zu 27 Euro im Monat

Mit einem Pflegegrad bekommt ihr einen Hausnotruf oft komplett kostenlos: Die Pflegekasse übernimmt seit dem 1. April 2026 bis zu 27 Euro im Monat für den Basistarif. Anbieter wie Pflegehase rechnen direkt mit der Kasse ab, sodass für euch 0 Euro monatlich übrig bleiben. Voraussetzung ist neben dem Pflegegrad, dass die pflegebedürftige Person viel allein ist und im Notfall sonst niemanden erreicht – Stand: Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflegekasse zahlt bis zu 27 Euro monatlich für den Hausnotruf-Basistarif
  • Anspruch ab Pflegegrad 1, wenn die Person viel Zeit allein verbringt
  • Basistarif: Basisstation, Funk-Notrufknopf und Notrufzentrale rund um die Uhr
  • Extras wie Schlüsselhinterlegung oder Sturzsensor zahlt ihr selbst

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Wie funktioniert ein Hausnotruf?

Seniorin drückt den Notrufknopf am Handgelenk, daneben die Hausnotruf-Basisstation

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ein Hausnotruf verbindet die pflegebedürftige Person per Knopfdruck mit einer Notrufzentrale, die rund um die Uhr besetzt ist. Das System besteht aus zwei Teilen: einer Basisstation mit Lautsprecher und Mikrofon, die an Strom und Telefonnetz oder Mobilfunk hängt, und einem Funksender als Armband oder Halskette.

Wer stürzt oder sich plötzlich schlecht fühlt, drückt den Knopf. Die Basisstation baut sofort eine Sprechverbindung zur Zentrale auf – auch dann, wenn die Person ein paar Meter entfernt im Flur liegt. Die Mitarbeiter sehen die hinterlegten Daten wie Vorerkrankungen und Kontaktpersonen, sprechen mit dem Anrufer und alarmieren je nach Lage Angehörige, einen Bereitschaftsdienst oder den Rettungsdienst.

Die Funkreichweite liegt laut Verbraucherzentrale meist bei etwa 50 Metern. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion deren Hinweise, die Regeln der Pflegekassen und das Angebot von Pflegehase ausgewertet. Unterwegs hilft der klassische Hausnotruf dagegen nicht – dafür gibt es mobile Geräte mit GPS, die die Kasse aber nicht als Basisleistung zahlt.

Wann zahlt die Pflegekasse den Hausnotruf?

Die Pflegekasse zahlt den Hausnotruf, wenn ein Pflegegrad vorliegt und die Person so oft allein ist, dass sie im Notfall ohne das Gerät keine Hilfe bekäme. Ein Pflegegrad allein genügt also nicht, die Lebenssituation muss passen. Der Hausnotruf gilt als technisches Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI.

  • Pflegegrad 1 bis 5: Schon der niedrigste Grad reicht.
  • Viel Zeit allein: Die Person lebt allein oder ist tagsüber meist allein, weil Mitbewohner arbeiten.
  • Notfall jederzeit denkbar: etwa wegen Sturzgefahr, Herzproblemen oder Diabetes.
  • Vertragspartner: Der Anbieter muss einen Vertrag mit eurer Pflegekasse haben.

Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, kann die Kasse vom Medizinischen Dienst prüfen lassen. Ein Rezept braucht ihr nicht. Fehlt der Pflegegrad noch, lohnt sich der Antrag oft schon wegen der übrigen Leistungen – wie das abläuft, steht in unserem Ratgeber zum Pflegegrad 2026.

Was kostet ein Hausnotruf 2026?

Ein Hausnotruf kostet im Basistarif meist zwischen 27 und 40 Euro im Monat, von denen die Pflegekasse mit Pflegegrad bis zu 27 Euro übernimmt. Liegt der Basistarif eines Anbieters genau bei diesem Betrag, zahlt ihr nichts. Bis Ende März 2026 lag der Zuschuss noch bei 25,50 Euro.

Aufs Jahr gerechnet übernimmt die Pflegekasse damit bis zu 324 Euro. Wer ohne Pflegegrad einen Basistarif für 35 Euro im Monat bucht, zahlt dagegen 420 Euro im Jahr komplett selbst – und mit Schlüsselhinterlegung und Bereitschaftsdienst schnell das Doppelte. Der Unterschied zeigt, warum sich der Weg über den Pflegegrad lohnt, sobald ein Hausnotruf ohnehin gebraucht wird.

Leistung Kosten pro Monat Pflegekasse
Basistarif 27–40 € bis 27 €
Basistarif Pflegehase 0 € Eigenanteil komplett
Zusatzleistungen 30–80 € extra nein

Stand Oktober 2026. Spannen laut Verbraucherzentrale (Juli 2026). Zusatzleistungen sind etwa Schlüsselhinterlegung, Bereitschaftsdienst, Sturzsensor oder mobiler Notruf.

Ein Haken steckt in den Verträgen: Wie viel die Kasse konkret zahlt, hängt am Vertrag zwischen Anbieter und Pflegekasse. Nicht jeder Anbieter hat den neuen Satz von 27 Euro schon übernommen. Fragt deshalb vor der Unterschrift nach, ob für euch ein Eigenanteil bleibt.

Ohne Pflegegrad zahlt ihr den kompletten Tarif selbst. Den privat bezahlten Anteil könnt ihr dann unter Umständen als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG in der Steuererklärung ansetzen.

Hausnotruf kostenlos bei Pflegehase: Was ist drin?

Hausnotruf-Set mit Basisstation und Funkarmband auf einem Wohnzimmertisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Bei Pflegehase bekommt ihr den Hausnotruf mit Pflegegrad für 0 Euro im Monat, ohne Einrichtungsgebühr und ohne lange Vertragsbindung. Pflegehase rechnet die Nutzungsgebühr direkt mit der Pflegekasse ab. Im Paket stecken laut Anbieter:

  • Basisstation für die Steckdose mit Freisprechfunktion
  • Funkarmband mit Notrufknopf
  • 24-Stunden-Notrufzentrale mit Benachrichtigung der Angehörigen
  • Wartung und technischer Support, Aktualisierung des Notfallplans
  • Mindestlaufzeit ein Monat, danach mit einem Monat Frist kündbar

Eine Schlüsselhinterlegung, GPS oder eine automatische Sturzerkennung nennt Pflegehase nicht – das Angebot ist der reine Basistarif. Wer vor allem einen zuverlässigen Knopf für die Wohnung braucht, ist damit gut versorgt. Praktisch: Bei der Bestellung lassen sich zusätzlich kostenlose Pflegehilfsmittel wie Handschuhe und Desinfektion mitbestellen.

Unser Tipp: Hausnotruf kostenlos von Pflegehase

  • Hausnotruf für 0 € im Monat – mit Pflegegrad 1 bis 5
  • Basisstation, Funkarmband und 24-Stunden-Notrufzentrale. Keine Einrichtungsgebühr, monatlich kündbar, Abrechnung direkt mit der Pflegekasse.
  • Hausnotruf beantragen →

So beantragt ihr den Hausnotruf Schritt für Schritt

Angehöriger beantragt den Hausnotruf für die Mutter am Küchentisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Den Hausnotruf beantragt ihr formlos bei der Pflegekasse – am einfachsten über den Anbieter, der das Formular gleich mit einreicht. Bei Pflegehase läuft es so:

  1. Online-Formular öffnen und Daten der versicherten Person eintragen.
  2. Kasse und Versichertennummer angeben, dazu den Pflegegrad.
  3. Notfallkontakt hinterlegen: eine Person, die im Ernstfall angerufen wird.
  4. Unterschreiben und absenden – die Unterschrift kann auch eine bevollmächtigte Person leisten.
  5. Bewilligung abwarten: Die Kasse zahlt ab dem Monat der Antragstellung.
  6. Gerät anschließen: Basisstation in die Steckdose, Armband anlegen, Probealarm auslösen.

Worauf ihr vor der Unterschrift achten solltet

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vor dem Vertrag mehrere Anbieter zu vergleichen und nur die Leistungen zu buchen, die wirklich gebraucht werden. Diese Punkte solltet ihr klären:

  • Vertragspartner der Kasse? Nur dann wird direkt abgerechnet.
  • Eigenanteil? Bleibt nach dem Zuschuss von 27 Euro etwas übrig?
  • Laufzeit und Kündigung: lieber monatlich kündbar als zwei Jahre gebunden
  • Datenschutz: Werden Adresse, Kontakte und Gesundheitsdaten DSGVO-konform gespeichert?
  • Technik: Steckdose in der Nähe des Telefons, Festnetz oder Mobilfunk, Akku für Stromausfälle

Testet den Knopf nach der Einrichtung einmal bewusst und sprecht mit der Zentrale. So wisst ihr, dass die Verbindung aus jedem Raum klappt, und die pflegebedürftige Person verliert die Scheu, den Knopf im Ernstfall auch wirklich zu drücken.

Für wen eignet sich ein Hausnotruf – und für wen nicht?

Ein Hausnotruf lohnt sich vor allem für Menschen, die allein leben und ein erhöhtes Sturz- oder Krankheitsrisiko haben. Je mehr dieser Faktoren zusammenkommen, desto größer ist der Nutzen. Für Menschen mit fortgeschrittener Demenz ist er dagegen meist ungeeignet, weil sie den Knopf im Notfall oft nicht mehr bedienen.

  • Gut geeignet: allein lebende Senioren, Menschen nach Stürzen oder Schlaganfall, chronisch Kranke
  • Eingeschränkt: Wer viel unterwegs ist, braucht eher einen mobilen Notruf mit GPS
  • Technik prüfen: Hält die Basisstation bei Stromausfall durch? Ein Akku überbrückt laut Verbraucherzentrale etwa 10 bis 20 Stunden.
  • Großes Haus oder Garten: Reichweite vorher testen

Wer noch weitere Entlastung im Alltag sucht, findet in unserer Übersicht zum Rentnerrabatt viele Vergünstigungen für Seniorinnen und Senioren.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Bis zu 27 Euro Kassenzuschuss Pflegegrad allein reicht nicht
Hilfe rund um die Uhr per Knopf Nur in der Wohnung nutzbar
Kein Rezept, schnelle Einrichtung Extras kosten 30 bis 80 Euro
Bei Pflegehase monatlich kündbar Bei Demenz kaum geeignet

Häufige Fragen zum Hausnotruf

Wie viel zahlt die Pflegekasse 2026 für den Hausnotruf?

Seit dem 1. April 2026 bis zu 27 Euro im Monat für den Basistarif. Vorher waren es 25,50 Euro.

Bekomme ich einen Hausnotruf schon mit Pflegegrad 1?

Ja, sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind: Die Person ist viel allein, und ein Notfall ist jederzeit möglich.

Ist ein Hausnotruf wirklich kostenlos?

Der Basistarif ist kostenlos, wenn der Anbieter genau den Kassensatz verlangt – bei Pflegehase sind es 0 Euro Eigenanteil. Zusatzleistungen zahlt ihr immer selbst.

Brauche ich ein Rezept für den Hausnotruf?

Nein. Es genügt ein formloser Antrag bei der Pflegekasse, den viele Anbieter für euch einreichen.

Was passiert, wenn ich den Notrufknopf drücke?

Die Basisstation verbindet euch per Freisprechen mit der Notrufzentrale. Dort sehen die Mitarbeiter eure hinterlegten Daten und verständigen je nach Lage Angehörige oder den Rettungsdienst.

Funktioniert der Hausnotruf auch ohne Festnetz?

Viele Basisstationen arbeiten inzwischen über Mobilfunk mit eigener SIM-Karte. Fragt beim Anbieter nach, welche Verbindung das Gerät nutzt.

Kann ich den Hausnotruf wieder kündigen?

Ja. Bei Pflegehase gilt nach einem Monat Mindestlaufzeit eine Kündigungsfrist von einem Monat.

Kann ich den Hausnotruf von der Steuer absetzen?

Den selbst bezahlten Anteil unter Umständen ja, als haushaltsnahe Dienstleistung nach § 35a EStG. Lasst euch im Zweifel steuerlich beraten.

Fazit: Mit Pflegegrad ist der Hausnotruf fast immer drin

Ein Hausnotruf gibt allein lebenden Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen viel Sicherheit, und mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse den Basistarif von bis zu 27 Euro im Monat. Bei einem Anbieter wie Pflegehase bleibt davon kein Eigenanteil übrig.

  • Pflegegrad vorhanden und viel allein? Dann Antrag stellen.
  • Vor Vertragsschluss nach dem Eigenanteil fragen.
  • Nur Extras buchen, die wirklich gebraucht werden.

Mit demselben Pflegegrad stehen euch außerdem bis zu 42 Euro monatlich für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zu. Was die geplante Pflegereform 2027 ändert, lest ihr in unserem Überblick – und weitere Spartipps gibt es täglich auf der MonsterDealz-Startseite.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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