Powerbank im Flugzeug 2026: Was seit den neuen ICAO-Regeln gilt

Eine Powerbank darf ins Flugzeug, aber nur ins Handgepäck, höchstens zwei Stück pro Person, und laden dürft ihr sie an Bord seit dem 27. März 2026 weltweit nicht mehr. Bis 100 Wattstunden ist die Mitnahme ohne Anmeldung erlaubt, zwischen 100 und 160 Wh nur mit Genehmigung der Airline, darüber gar nicht; ob ihr eine Powerbank während des Flugs benutzen dürft, entscheidet die Fluggesellschaft – bei Lufthansa und Emirates nein, bei Ryanair ja. Stand: September 2026.

Eine Powerbank ist ein tragbarer Lithium-Akku, der andere Geräte über ein Kabel oder kabellos mit Strom versorgt; im Luftrecht gilt sie als Gefahrgut, das Passagiere nur unter Auflagen mitführen dürfen. Wer vor dem Abflug steht, fürchtet meist zwei Dinge: dass die Powerbank am Sicherheitscheck abgenommen wird oder dass sie im Flieger zum Brandrisiko wird. Anlass für die aktuelle Aufmerksamkeit ist der Lufthansa-Flug LH1170 von Frankfurt nach Lissabon, der am 26. September 2026 wegen einer brennenden Powerbank in Lyon landen musste.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 27.03.2026 gilt weltweit: maximal zwei Powerbanks pro Person, Laden an Bord verboten.
  • Bis 100 Wh frei, 100 bis 160 Wh nur mit Genehmigung, über 160 Wh verboten.
  • Umrechnung: mAh × Volt ÷ 1.000 – eine 20.000-mAh-Powerbank hat rund 74 Wh.
  • Nutzungsverbot an Bord je Airline: Lufthansa Group und Emirates ja, Ryanair nein.

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Powerbank im Flugzeug: Welche Regeln gelten 2026?

Powerbank in der Sitztasche eines Flugzeugsitzes, dahinter die leere Kabine

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Seit dem 27. März 2026 dürfen Passagiere laut der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO höchstens zwei Powerbanks mitnehmen und sie an Bord nicht mehr aufladen. Beschlossen hat das der ICAO-Rat mit dem Addendum Nr. 1 zu den Technischen Anweisungen für Gefahrgut (Doc 9284), das am selben Tag anwendbar wurde und an alle 193 Mitgliedstaaten ging, wie die ICAO in ihrer Mitteilung schreibt.

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion den Wortlaut des Addendums, den Leitfaden des Airline-Verbands IATA sowie die Beförderungsregeln von Lufthansa, Emirates und Ryanair ausgewertet. Zusammengefasst gelten seit Ende März fünf Punkte für jede Powerbank, die ihr zum persönlichen Gebrauch dabeihabt:

  • Nur Handgepäck: Im aufgegebenen Koffer ist eine Powerbank verboten – das galt schon vorher.
  • Höchstens zwei Stück: Die Grenze ist neu und gilt unabhängig von der Kapazität.
  • Kein Laden an Bord: Weder an der Sitzsteckdose noch an einer zweiten Powerbank.
  • Nutzen nicht empfohlen: Das Laden eines Handys aus der Powerbank soll an Bord unterbleiben, ist ICAO-seitig aber nur eine Empfehlung.
  • Kurzschlussschutz: Jede Powerbank muss einzeln geschützt sein, etwa in der Originalverpackung oder mit abgeklebten Kontakten.

Die ICAO erklärt in ihrem Begleitpapier zum Addendum, warum gerade Powerbanks strenger behandelt werden als Ersatzakkus: wegen ihrer großen Verbreitung, der schwankenden Produktqualität und des geringeren eingebauten Schutzes. Die Zwei-Stück-Grenze bezeichnet sie ausdrücklich als absolut; sie gilt also auch, wenn ihr daneben noch Kamera-Akkus oder andere Ersatzbatterien einpackt.

Die Grenzen für die Energiemenge sind unverändert: Bis 100 Wh braucht ihr keine Genehmigung, von 100 bis 160 Wh muss die Airline zustimmen, alles darüber darf nicht als Passagiergepäck mit. Die sieben Grundregeln für Akkus auf Reisen erklärt der Airline-Verband IATA in einem offiziellen, englischsprachigen Video vom Oktober 2025 – also noch vor der Zwei-Stück-Grenze:

Wie berechne ich Wattstunden für Powerbank?

Die Wattstunden ergeben sich aus der Formel mAh × Spannung in Volt ÷ 1.000; eine Powerbank mit 20.000 mAh und 3,7 Volt Zellspannung kommt so auf 74 Wh. Genau diese Formel nennt auch Lufthansa auf ihrer Seite zu elektronischen Geräten und Batterien, denn am Gate zählt nur die Wattstunden-Angabe, nicht die mAh-Zahl auf der Verpackung.

Die meisten Powerbanks arbeiten intern mit Lithium-Ionen-Zellen um 3,6 bis 3,7 Volt. Manche Hersteller rechnen aber mit 3,85 Volt, und dann verschiebt sich die Grenze spürbar. Deshalb gilt: Steht die Wh-Zahl auf dem Gehäuse, nehmt diese – sie ist die verbindliche Angabe.

Kapazität Wh bei 3,7 V Einstufung
5.000 mAh 18,5 Wh frei
10.000 mAh 37 Wh frei
20.000 mAh 74 Wh frei
26.800 mAh 99,2 Wh knapp frei
30.000 mAh 111 Wh Genehmigung
40.000 mAh 148 Wh Genehmigung
45.000 mAh 166,5 Wh verboten

Eigene Berechnung, Stand 29.09.2026. Frei heißt: bis 100 Wh ohne Anmeldung. Genehmigung gilt nur bei Airlines, die 100 bis 160 Wh überhaupt zulassen – Ryanair und Emirates tun das nicht. Bei 3,85 V liegt eine 26.800-mAh-Powerbank schon bei 103,2 Wh und damit über der Grenze.

Darf meine 30000 mAh Powerbank ins Handgepäck?

Nur mit Zustimmung der Airline. Mit rund 111 Wh liegt sie über der 100-Wh-Grenze; Lufthansa verlangt dafür eine Transportgenehmigung, die ihr bei der Buchung über das Service Center anmeldet. Bei Ryanair und Emirates bleibt sie am Boden, weil beide Airlines keine Powerbank über 100 Wh befördern.

Darf ich eine 20000 mAh Powerbank im Handgepäck haben?

Ja. Mit etwa 72 bis 77 Wh – je nach Zellspannung – bleibt sie klar unter 100 Wh und braucht keine Anmeldung. Die 20.000-mAh-Klasse ist damit die größte Kapazität, die ihr ohne Rechnen bei jeder Airline mitnehmen könnt.

Wie verbreitet diese Größe ist, zeigt ein Blick in unsere eigene Deal-Datenbank: Von 33 Powerbank-Deals mit mAh-Angabe im Titel, die bei MonsterDealz seit 2019 erschienen und bis heute online sind – aktiv oder als abgelaufen markiert –, lagen 28 bei höchstens 20.000 mAh; der Median beträgt 20.000 mAh, das größte Modell hatte 27.000 mAh (Auswertung der Zentral-DB, Stand 29.09.2026). Rechnerisch überschritt bei 3,7 Volt keines davon die 100-Wh-Grenze. Was beim Kauf außer der Kapazität zählt, steht in unserem Ratgeber Powerbank kaufen.

Warum sind Powerbanks im Koffer verboten?

Geöffneter Koffer neben einem Rucksack, in dessen Vorderfach eine Powerbank für das Handgepäck steckt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Powerbanks sind im aufgegebenen Gepäck verboten, weil ein Brand im Frachtraum niemand bemerkt und löschen kann, während die Crew in der Kabine binnen Sekunden eingreifen kann. Das Luftfahrt-Bundesamt formuliert es auf seiner Seite zu elektronischen Geräten eindeutig: Lose Lithiumersatzbatterien, also auch Powerbanks, sind im aufgegebenen Gepäck verboten und dürfen nur im Handgepäck mit.

Wie oft Akkus an Bord Probleme machen, zeigen die Zahlen der US-Sicherheitsorganisation UL Standards & Engagement: Im Jahr 2025 zählte sie 123 Überhitzungs- und Brandereignisse auf Passagierflügen, 15 Prozent mehr als 2024 und im Schnitt 2,36 pro Woche. Powerbanks waren mit 30 Prozent erstmals die häufigste Ursache, und 12 Prozent der Ereignisse endeten in einer Umleitung oder Notlandung, so die Auswertung vom 13. August 2026.

Ausgelöst wurde die Verschärfung der ICAO laut deren Begleitpapier durch die wachsende Zahl von Kabinenbränden und einen Unfall im Januar 2025, bei dem ein Feuer, wahrscheinlich ausgehend von einem Kurzschluss in einem Lithium-Ionen-Akku im Gepäckfach über den Sitzen, ein Flugzeug zerstörte. Daher kommt auch die zweite Platzregel vieler Airlines: nicht ins Gepäckfach, sondern an den Körper, in die Sitztasche oder in die Tasche unter dem Vordersitz.

Das Problem ist das sogenannte thermische Durchgehen. Wird eine Lithium-Zelle beschädigt, überladen oder ist sie schlecht gefertigt, erhitzt sie sich selbst weiter, bis sie Gas ausstößt oder brennt. Die Crew schließt einen solchen Akku deshalb in einen feuerfesten Sicherheitsbeutel ein, wie beim Flug LH1170.

Viele Reisende kennen die Regel trotzdem nicht. In einer Umfrage des Airline-Verbands IATA hielten 45 Prozent es fälschlich für erlaubt, Powerbanks in den Koffer zu packen, und 33 Prozent glaubten, es gebe für Powerbanks gar keine Kapazitätsgrenze, wie die IATA-Mitteilung vom 15. Oktober 2025 festhält. Wer ohnehin gerade packt: Welche Maße und Gebühren fürs Handgepäck gelten, steht in unserem Ratgeber zum Handgepäck.

Welche Regeln gelten bei Lufthansa, Eurowings, Ryanair und Emirates?

Die ICAO setzt nur den Mindeststandard, jede Airline darf strenger sein – und drei große Anbieter unterscheiden sich 2026 deutlich. Am strengsten ist Emirates, die seit dem 1. Oktober 2025 nur noch eine Powerbank unter 100 Wh pro Person erlaubt und jede Nutzung an Bord verbietet, wie die Mitteilung der Airline festhält.

Airline Nutzen an Bord Höchstzahl
Lufthansa Group verboten 2
Emirates verboten 1, unter 100 Wh
Ryanair erlaubt, außer Rollen, Start, Landung 2, max. 100 Wh
ICAO-Mindeststandard nicht empfohlen 2

Stand 29.09.2026, aus den Beförderungsregeln der Airlines. Laden der Powerbank selbst ist bei allen vier verboten. Die Lufthansa Group erlaubt zwischen 100 und 160 Wh mit Genehmigung, Ryanair und Emirates nicht.

Lufthansa, Eurowings und die übrige Lufthansa Group

Die Lufthansa Group hat das Nutzungsverbot schon vor der ICAO eingeführt. In ihrer Mitteilung heißt es wörtlich: „Ab dem 15. Januar 2026 dürfen Powerbanks an Bord von Flügen der Lufthansa Group Airlines weder genutzt noch geladen werden.“ Das gilt konzernweit, laut ADAC also auch für Eurowings, Swiss, Austrian, Brussels Airlines, Discover und ITA. Pro Person sind zwei Powerbanks erlaubt, verstaut nur in der Sitztasche, am Körper oder im Handgepäck unter dem Sitz; das Gepäckfach ist tabu. Ausgenommen ist die Versorgung zugelassener medizinischer Geräte.

Ryanair: Nutzen ja, laden nein

Ryanair geht einen anderen Weg. Laut ihrer Hilfeseite dürft ihr mit der Powerbank euer Handy laden, außer beim Rollen, beim Start und bei der Landung oder wenn die Crew es untersagt. Die Powerbank selbst darf an Bord nicht geladen werden, und über 100 Wh ist sie überhaupt nicht zugelassen. Die Zahl ist auf zwei Powerbanks begrenzt, die zu insgesamt 20 Ersatzakkus pro Person zählen.

Gibt es 2027 noch Powerbanks mit 100 bis 160 Wh?

Möglicherweise nicht. Die IATA schreibt in ihrem Leitfaden für Airlines vom 31. März 2026, dass die Genehmigung für Powerbanks zwischen 100 und 160 Wh nicht in die 68. Ausgabe ihrer Gefahrgutvorschriften übernommen wird, die am 1. Januar 2027 in Kraft tritt. In der Tabelle für Passagiere steht die Kategorie dort bereits als verboten. Maßgeblich bleibt, was die ICAO und eure Airline dann festlegen; wer jetzt eine große Laptop-Powerbank kauft, sollte das einplanen.

Was ist beim Lufthansa-Flug LH1170 passiert?

Weißes Verkehrsflugzeug ohne Lackierung am Abend auf dem Vorfeld eines Flughafens mit angedockter Treppe

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Am Samstagabend, dem 26. September 2026, geriet auf dem Lufthansa-Flug LH1170 von Frankfurt nach Lissabon die Powerbank eines Passagiers in Brand; der Airbus A321-200 landete kurz vor 22 Uhr außerplanmäßig in Lyon. An Bord waren 198 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, verletzt wurde niemand, wie airliners.de unter Berufung auf Lufthansa berichtet.

Das Gerät sei „im Bereich eines Sitzes in Brand geraten“, zitiert airliners.de einen Lufthansa-Sprecher. Die Crew sicherte den Akku sofort in einem Lithium-Sicherheitsbeutel, die Piloten entschieden sich aus Sicherheitsgründen für die Landung in Lyon. Weil dort ein Nachtflugverbot gilt, konnte die Maschine nicht weiterfliegen; Passagiere und Crew übernachteten in Hotels und wurden für Sonntag auf andere Verbindungen umgebucht.

Der Fall zeigt, warum Airlines auf den Platz der Powerbank achten. Weil der Akku am Sitz und nicht im Gepäckfach lag, bemerkte die Crew den Brand sofort und konnte ihn eindämmen. Warum die Powerbank überhitzte, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt. Was euch als Fluggast bei einer solchen Umleitung an Betreuung zusteht, erklären wir im Ratgeber zu den Fluggastrechten.

Muss ich die Powerbank am Sicherheitscheck vorzeigen?

Pflicht ist es nach der Liste der Bundespolizei nicht: Sie verlangt nur, größere elektronische Geräte wie Laptops, Tablets und medizinische Geräte vor der Kontrolle aus dem Handgepäck zu nehmen. Powerbanks nennt die Bundespolizei auf ihrer Seite zur Sicherheitskontrolle nicht ausdrücklich, das Kontrollpersonal kann sie aber jederzeit separat sehen wollen.

Kritisch wird es, wenn die Wattstunden nicht erkennbar sind. Der Flughafen BER weist auf seiner Handgepäck-Seite darauf hin, dass euch ohne aufgedruckte Nennleistung mit hoher Wahrscheinlichkeit die Mitnahme verwehrt wird. Emirates verlangt ausdrücklich, dass jede Powerbank eine Kapazitätsangabe trägt. Und für die Genehmigung einer großen Powerbank schreibt die IATA, dass die Airline sie nicht erteilen muss, wenn die Angaben unzureichend sind.

Was bei einem Verstoß passiert, hängt vom Ort ab. Am Sicherheitscheck müsst ihr eine unzulässige Powerbank in der Regel zurücklassen. Findet die Airline beim Check-in eine Powerbank im Koffer, muss sie heraus, bevor das Gepäck aufgegeben werden darf. An Bord ist die Crew weisungsbefugt: Wer eine Powerbank trotz Verbot nutzt oder lädt, muss sie auf Anweisung wegpacken.

Verlasst euch dabei nicht auf ältere Merkblätter. Mehrere offizielle Seiten hinken den ICAO-Regeln vom März hinterher: Die Handgepäck-Seite des BER nannte bei unserem Abruf am 29. September 2026 noch bis zu 20 Powerbanks pro Person, und die Seite des Luftfahrt-Bundesamts erwähnt die Zwei-Stück-Grenze nur für Akkus über 100 Wh. Seit dem 27. März gilt sie für alle Powerbanks.

Welche Powerbank darf ins Flugzeug?

Drei Powerbanks ohne Aufdruck, eine davon im Schutzbeutel, daneben Isolierband und USB-C-Kabel

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ins Flugzeug darf jede Powerbank bis 100 Wh, deren Wattstunden auf dem Gehäuse stehen und die einzeln gegen Kurzschluss geschützt ist; für die meisten Reisenden ist eine Powerbank mit 10.000 bis 20.000 mAh, also 37 bis 74 Wh, die unkomplizierteste Wahl. Das deckt sich mit dem Leitfaden der IATA, der für die Crew im Dienst sogar nur Powerbanks bis 100 Wh zulässt.

Beim Kauf für die Reise achtet ihr am besten auf vier Punkte:

  • Wh-Aufdruck: Die Wattstunden sollten auf dem Gehäuse stehen, nicht nur auf dem Karton. Fehlt die Angabe, riskiert ihr Diskussionen am Gate.
  • Prüfnachweis: Die ICAO verlangt für Lithium-Batterien einen Typ, der die Tests nach UN 38.3 besteht. Seriöse Hersteller nennen den Nachweis im Datenblatt oder stellen ihn auf Anfrage bereit.
  • Kapazität unter 100 Wh: Wer eine Powerbank mit 25.000 bis 27.000 mAh kauft, sollte die aufgedruckten Wattstunden prüfen, weil die Umrechnung von der Zellspannung abhängt.
  • Kabelgebunden statt kabellos: Die IATA nennt kabellose Powerbanks für Handys ausdrücklich als neues Problem, weil sie häufiger ohne Qualitätskontrolle gefertigt würden und Passagiere von Selbstentzündungen berichtet hätten.

Ebenso wichtig ist der Zustand. Eine aufgeblähte, verformte oder heiß werdende Powerbank gehört nicht ins Handgepäck, sondern zum Wertstoffhof. Prüft vor der Reise auch, ob euer Modell von einem Rückruf betroffen ist; wie das geht und welche Geräte zuletzt zurückgerufen wurden, steht in unserem Artikel zum Powerbank-Rückruf.

Da ihr die Powerbank bei vielen Airlines an Bord ohnehin nicht nutzen dürft, lohnt sich eine einfache Routine: Handy, Kopfhörer und Powerbank vor dem Abflug am Flughafen voll laden und die Powerbank erst nach der Landung wieder anschließen. Wer umsteigt, kann sie in der Wartezeit am Gate nutzen – das Verbot gilt nur an Bord.

Vor- & Nachteile der neuen Powerbank-Regeln

Vorteile Nachteile
Einheitliche Grenze von zwei Powerbanks weltweit Nutzungsverbote unterscheiden sich je Airline
Weniger Ladevorgänge, weniger Hitze an Bord Auf Langstrecken ohne Sitzsteckdose wird es knapp
Brände am Sitz werden schneller bemerkt Offizielle Merkblätter teils veraltet
Bis 100 Wh weiter ohne Anmeldung erlaubt 100 bis 160 Wh nur mit Genehmigung, 2027 womöglich gar nicht

Häufige Fragen zur Powerbank im Flugzeug

Darf die Powerbank in den Koffer oder nur ins Handgepäck?

Nur ins Handgepäck. Im aufgegebenen Koffer sind Powerbanks nach den ICAO-Regeln und laut Luftfahrt-Bundesamt verboten, unabhängig von der Kapazität. Das gilt auch für Koffer mit eingebautem Akku: Ist der Akku herausnehmbar, muss er vor der Aufgabe raus und in die Kabine.

Wie verpacke ich die Powerbank sicher gegen Kurzschluss?

Die ICAO nennt drei Wege: die Originalverpackung, abgeklebte Kontakte oder eine eigene Plastik- oder Schutzhülle für jede einzelne Powerbank. Wichtig ist, dass keine Metallteile wie Schlüssel oder Münzen an die Anschlüsse kommen. Ein Kabel, das in der Powerbank steckt, zieht ihr vor dem Einpacken ab.

Muss die Powerbank am Sicherheitscheck separat aus dem Rucksack genommen werden?

Die Bundespolizei verlangt das nur für größere Geräte wie Laptops und Tablets. Legt die Powerbank trotzdem griffbereit oben in den Rucksack, damit ihr sie auf Nachfrage schnell vorzeigen könnt – vor allem, wenn sie mehr als 20.000 mAh hat.

Was passiert, wenn ich die Powerbank im Koffer lasse?

Ein bundesweit einheitliches Verfahren dafür haben wir in den offiziellen Quellen nicht gefunden; fällt die Powerbank bei der Kontrolle des Aufgabegepäcks auf, muss sie in jedem Fall heraus. Bleibt sie unentdeckt, fliegt ein Akku im Frachtraum mit, an den im Brandfall niemand herankommt – genau das soll die Regel verhindern.

Gilt für Solar Powerbanks das gleiche Verbot?

Ja. Eine Solar-Powerbank ist technisch eine Powerbank mit zusätzlichem Solarpanel, der Akku darin ist derselbe Lithium-Akku. Es gelten also dieselben Grenzen: Handgepäck, höchstens zwei Stück, bis 100 Wh frei und kein Laden an Bord – auch nicht über das Solarpanel am Fenster.

Gibt es Unterschiede bei der Kapazitätsgrenze für Crew-Mitglieder?

Ja, für dienstliche Geräte. Powerbanks, die Airlines ihrer Crew für die Arbeit an Bord stellen oder genehmigen, dürfen laut IATA-Leitfaden 100 Wh nicht überschreiten. Für den privaten Gebrauch gelten für die Crew dieselben Regeln wie für Passagiere, also ebenfalls höchstens zwei Powerbanks.

Darf ich mein Handy an der Sitzsteckdose laden?

Das Handy ja, die Powerbank nein. Die Lufthansa Group verbietet ausdrücklich, Powerbanks über eine Bordstromquelle zu laden; das Handy selbst dürft ihr an der Steckdose oder am USB-Anschluss laden, sofern euer Sitz einen hat. Emirates bietet nach eigenen Angaben auf allen Flugzeugen Lademöglichkeiten am Sitz an.

Fazit: Wattstunden prüfen, zwei Stück einpacken, vorher laden

Die Powerbank bleibt ein erlaubter Reisebegleiter, aber seit März 2026 mit klareren Grenzen: zwei Stück, nur im Handgepäck, bis 100 Wh ohne Anmeldung und an Bord nicht aufladen. Ob ihr sie während des Flugs nutzen dürft, steht nicht im Gesetz, sondern in den Regeln eurer Airline – bei Lufthansa und Emirates ist es verboten, bei Ryanair mit Einschränkungen erlaubt.

  • Wh-Angabe auf dem Gehäuse prüfen, notfalls mit mAh × 3,7 ÷ 1.000 nachrechnen.
  • Powerbank einzeln verpacken und am Sitz statt im Gepäckfach verstauen.
  • Geräte vor dem Abflug voll laden, weil viele Airlines die Nutzung an Bord untersagen.

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Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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