Powerbank-Rückruf: Diese imoshion-Powerbank von MediaMarkt und Kaufland sollt ihr nicht mehr laden

Der aktuelle Powerbank-Rückruf betrifft die kabellose imoshion MagSafe Powerbank mit 10.000 mAh, Modell IM-PB-0007, aus den Chargen 2024-06-0004 und 2024-09-0007, verkauft von Juli 2024 bis Juni 2026 unter anderem bei MediaMarkt und Kaufland. Zurückgerufen hat sie nicht der Handel, sondern der niederländische Vertreiber Ploonk B.V., weil der Akku beim Laden überhitzen kann; ihr bekommt kostenlos Ersatz samt Gutschein oder den vollen Kaufpreis zurück, einen Kassenbon braucht ihr nicht. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Betroffen ist nur das Modell IM-PB-0007 mit den Chargennummern 2024-06-0004 oder 2024-09-0007 auf der Rückseite, nicht jede imoshion-Powerbank.
  • Sofort nicht mehr laden und nicht mehr benutzen, bis zur Abgabe fern von brennbaren Materialien lagern.
  • Ploonk bietet laut deutscher Rückrufmitteilung die Wahl zwischen Ersatzgerät plus Rabattgutschein und voller Erstattung, jeweils ohne Kaufbeleg.
  • Abgegeben wird die Powerbank beim Wertstoffhof oder an einer Sammelstelle für Lithium-Batterien, nicht in der Batteriebox im Supermarkt.

Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthält keine Partner-Links zum zurückgerufenen Produkt und ist keine Rechtsberatung, sondern eine Einordnung der Rückrufmitteilung und der gesetzlichen Regeln. Sollten wir an anderer Stelle auf Angebote verweisen, erhalten wir beim Kauf über einen solchen Link eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch.

Welche Powerbank ist vom Rückruf betroffen?

Zwei flache Powerbanks auf einem Steintisch, über der Rückseite einer davon eine Lupe zum Prüfen der Chargennummer

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Betroffen ist genau ein Modell in zwei Produktionschargen: die imoshion MagSafe Powerbank 10.000 mAh mit der Modellnummer IM-PB-0007 und den Chargennummern 2024-06-0004 und 2024-09-0007. So steht es in der deutschen Rückrufmitteilung des Vertreibers Ploonk B.V. aus Leusden in den Niederlanden, die im September 2026 veröffentlicht wurde. Ein Produktrückruf ist die Aufforderung des verantwortlichen Unternehmens, ein gefährliches Produkt nicht mehr zu benutzen und es gegen Ersatz oder Erstattung abzugeben — im Unterschied zu einer bloßen Warnung, die nur über ein Risiko informiert.

Wer gerade eine Powerbank neben dem Sofa oder am Nachttisch liegen hat und die Schlagzeile gelesen hat, will vor allem eines wissen: Ist meine dabei, und wie werde ich sie sicher los? Die Antwort steht auf der Rückseite des Geräts. Dort druckt der Hersteller ein Typenschild mit Modell, Kapazität, Energiemenge und der Zeile „Batch Number“. Nur wenn dort eine der beiden Nummern steht, fällt das Gerät unter den Rückruf.

Die Powerbank ist ein flaches Gerät zum magnetischen, kabellosen Laden von Smartphones, das sich zusätzlich per Kabel über USB-C und USB nutzen lässt. Laut Typenschild auf dem Foto in der Rückrufmitteilung speichert der Akku 38 Wattstunden bei 3,85 Volt. Verkauft wurde sie in neun Farben: Weiß, Schwarz, Blau, Lila, Rosa sowie in den Varianten Apricot Crush Orange, Hot Pink, Cobalt Blue und Petrol Green.

Merkmal Angabe im Rückruf
Marke und Modell imoshion, IM-PB-0007
Kapazität 10.000 mAh, kabellos
Chargen 2024-06-0004, 2024-09-0007
Fundort der Charge Rückseite, „Batch Number“
Verkaufszeitraum 07/2024 bis 06/2026
Vertreiber Ploonk B.V., Niederlande

Angaben aus der deutschen Rückrufmitteilung von Ploonk B.V. (September 2026). Dort sind außerdem neun EAN-Strichcodes aufgeführt: 8720922101068, 8720922101075, 8720922183033, 8720922183064, 8720922183071, 8721064033798, 8721064033804, 8721064033811 und 8721064033828. Die EAN allein reicht nicht — entscheidend ist die Chargennummer.

Wichtig für die Prüfung: Eine passende EAN auf der Verpackung heißt noch nicht, dass euer Gerät betroffen ist, denn der Rückruf gilt laut Mitteilung ausschließlich für die zwei genannten Chargen. Umgekehrt gilt laut Mitteilung: Wer die Chargennummer nicht mehr lesen kann oder unsicher ist, meldet sich beim Kundenservice und klärt das dort.

Wo wurde die Powerbank verkauft?

Die deutsche Rückrufmitteilung nennt 15 Verkaufskanäle, darunter MediaMarkt, Kaufland, eBay, TikTok und den deutschen Onlineshop des Vertreibers, dazu Händler in den Niederlanden und Frankreich wie bol.com, Kruidvat, ANWB, Cdiscount, Fnac und Boulanger. MediaMarkt und Kaufland waren also Verkaufsstellen, aber nicht die Absender des Rückrufs. Wer die Powerbank geschenkt bekommen oder gebraucht gekauft hat, ist genauso betroffen, denn der Rückruf hängt am Gerät, nicht am Kaufvertrag.

Warum wird die imoshion-Powerbank zurückgerufen?

Der Grund ist ein Brandrisiko: Laut Rückrufmitteilung von Ploonk vom September 2026 kann der Akku der 10.000-mAh-Powerbank überhitzen, und zwar beim Laden. Der Vertreiber schreibt wörtlich: „Das kann während des Ladevorgangs passieren, ohne dass am Produkt etwas zu erkennen ist.“ Eine aufgeblähte Hülle oder Risse als Vorwarnung solltet ihr also nicht abwarten.

Öffentlich gemacht hat den Fall zuerst die niederländische Produktaufsicht. Die Nederlandse Voedsel- en Warenautoriteit (NVWA) veröffentlichte am 15. September 2026 eine Sicherheitswarnung und beschreibt das Risiko als Überhitzung, die zu Brandgefahr, Schäden oder Brandwunden führen kann. In Deutschland wurde der Rückruf ab dem 17. September bekannt, die Schlagzeilen über MediaMarkt und Kaufland folgten eine Woche später.

Eine Zahl fehlt in allen Primärquellen: wie viele Geräte betroffen sind. Weder die Rückrufmitteilung noch die NVWA nennen eine Stückzahl, und auch Meldungen über Brände oder Verletzungen enthalten beide Quellen nicht. Formulierungen wie „Millionen Kunden“ oder „Millionen Wohnzimmer“ in einzelnen Schlagzeilen sind deshalb nicht belegt. Belegt ist: zwei Chargen, 24 Monate Verkaufszeitraum, 15 Kanäle in mehreren Ländern.

Warum ein Rückruf bei Akkus so ernst genommen wird, erklärt die Technik. Ein Lithium-Ionen-Akku speichert viel Energie auf kleinem Raum; kommt es in einer Zelle zu einem Kurzschluss, kann sich die Wärme selbst verstärken, bis das Gehäuse brennt. Eine Powerbank mit 38 Wattstunden ist dabei kein Großakku, liegt aber oft genau dort, wo niemand hinschaut: im Rucksack, im Bett, auf dem Sofa.

Wie läuft eine Rückerstattung bei Rückruf ab?

Unbeschrifteter Versandkarton, Briefumschlag und Notizblock auf einem Küchentisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Rückabwicklung läuft direkt über den Vertreiber und nicht über die Filiale: Laut Rückrufmitteilung meldet ihr euch per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter +31 33 433 2011, montags bis freitags von 8:30 bis 16:30 Uhr. Der Anruf geht in die Niederlande, es fallen also Auslandsgebühren eures Tarifs an; die E-Mail ist kostenlos.

Der Ablauf besteht aus vier Schritten, die sich aus der Mitteilung ergeben:

  1. Charge prüfen: Rückseite ansehen, Nummer 2024-06-0004 oder 2024-09-0007 suchen.
  2. Foto machen: Ploonk verlangt ein Foto des Produkts, auf dem die Chargennummer zu erkennen ist. Einen Kaufbeleg braucht ihr nicht.
  3. Melden und wählen: Ihr wählt zwischen einer Ersatz-Powerbank der neuen Generation, laut Mitteilung „identisch in Aussehen und Funktion“, plus Rabattgutschein, oder der vollständigen Erstattung des bezahlten Betrags. Beides ist kostenlos.
  4. Abgeben: Die alte Powerbank gebt ihr bei einer Sammelstelle für Lithium-Batterien oder beim Wertstoffhof eurer Gemeinde ab. Danach folgt Erstattung oder Ersatz.

Auffällig ist der vierte Schritt. Ploonk lässt sich das Gerät nicht zuschicken, sondern bittet euch, es selbst zu entsorgen. Wer keine Sammelstelle erreichen kann, soll sich laut Mitteilung melden; der Vertreiber sorge dann für eine passende Lösung. Heißt für euch: Wer nicht zum Wertstoffhof kann oder mit einem überhitzten Gerät nicht fahren will, sollte genau das in der Mail schreiben und eine Abholung oder einen Versandweg verlangen.

Gilt überall dieselbe Lösung?

Nicht ganz. Die niederländische Fassung der Rückrufmitteilung nennt nur die volle Rückzahlung, die deutsche Fassung dagegen zwei Wege: Ersatz mit Gutschein oder Erstattung. Für euch als Käufer in Deutschland gilt die deutsche Mitteilung; wer lieber Geld als ein neues Gerät desselben Herstellers will, schreibt das ausdrücklich in die erste Nachricht.

Kann ich die Powerbank bei MediaMarkt oder Kaufland zurückgeben?

Die Mitteilung nennt als Weg nur den Kundenservice von Ploonk, eine Rückgabe in der Filiale ist dort nicht vorgesehen. Ob einzelne Märkte die Geräte trotzdem annehmen, sagt die Mitteilung nicht; am schnellsten geht es über den Vertreiber. Wie Rückrufe bei anderen Produkten laufen und wo ihr erfahrt, ob euer Gerät betroffen ist, erklärt unser Ratgeber Produktrückruf: was jetzt zu tun ist.

Was sind meine Rechte bei einem Rückruf?

Seit dem 13. Dezember 2024 gilt in der ganzen EU die allgemeine Produktsicherheitsverordnung (EU) 2023/988, und ihr Artikel 37 schreibt bei einem Produktsicherheitsrückruf eine kostenlose Abhilfe mit Wahlrecht vor. Das Bundesumweltministerium fasst es in seinen Fragen und Antworten (Stand 6. August 2026) so zusammen: „Verbraucherinnen und Verbraucher können zwischen mindestens zwei der folgenden Abhilfemaßnahmen frei wählen“ — Reparatur, Ersatz durch ein sicheres Produkt desselben Typs mit mindestens demselben Wert oder Erstattung des gezahlten Preises.

Die deutsche Rückrufmitteilung von Ploonk erfüllt das mit zwei Optionen. Nur eine einzige Abhilfe darf ein Unternehmen laut Ministerium anbieten, wenn andere unmöglich oder unverhältnismäßig sind. Kosten für den Rückversand tragt ihr nach denselben Antworten nicht. Und: Das Entsorgen durch euch selbst ist nur zulässig, wenn es leicht und sicher möglich ist. Bei einem Akku, der ohne Vorwarnung überhitzen kann, ist das ein Punkt, den ihr gegenüber dem Vertreiber ansprechen dürft.

Rückruf, Gewährleistung und Produkthaftung sind drei verschiedene Dinge

Der Rückruf ist unabhängig von eurer Gewährleistung. Die Mängelrechte gegen den Verkäufer verjähren nach § 438 BGB in der Regel zwei Jahre nach der Ablieferung. Wer die Powerbank im Juli oder August 2024 gekauft hat, ist also schon aus der Gewährleistung heraus — der Rückruf gilt trotzdem. Bei jüngeren Käufen bleibt die Gewährleistung als zweiter Weg; in den ersten zwölf Monaten wird nach § 477 BGB vermutet, dass ein Mangel schon beim Kauf bestand. Wie beides zusammenspielt, steht in unserem Ratgeber zu Garantie und Gewährleistung.

Hat die Powerbank bereits einen Schaden angerichtet, kommt die Produkthaftung ins Spiel. Nach § 1 Produkthaftungsgesetz haftet der Hersteller ohne Verschulden, wenn durch einen Produktfehler ein Mensch verletzt oder eine andere private Sache beschädigt wird; als Hersteller gilt nach § 4 auch, wer das Produkt in den Europäischen Wirtschaftsraum einführt. Bei Sachschäden tragt ihr nach § 11 ProdHaftG die ersten 500 Euro selbst, und die Powerbank selbst ist über dieses Gesetz nicht ersetzt. Brandschäden an Möbeln und Kleidung deckt in der Regel die Hausratversicherung ab; was sie genau zahlt, erklärt unser Ratgeber Was zahlt die Hausratversicherung?. Produkt, Fotos und Rechnungen solltet ihr in so einem Fall aufbewahren.

Wie entsorgt ihr eine gefährliche Powerbank sicher?

Powerbank mit abgeklebten Anschlüssen auf einer Fliese, daneben eine Metalldose und Isolierband

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Eine zurückgerufene Powerbank gehört an eine Sammelstelle für Lithium-Batterien oder auf den Wertstoffhof, niemals in den Hausmüll. Das Umweltbundesamt formuliert es in seinen Umwelttipps (aktualisiert am 18. März 2024) unmissverständlich: „Entsorgen Sie Akkus und Batterien aufgrund von Brand- und Umweltgefahren nie im Hausmüll, Verpackungsmüll, Sperrmüll oder Metallschrott.“

Für ein Gerät aus einem Rückruf reicht aber auch die übliche Batteriebox an der Supermarktkasse nicht. Die Rückrufmitteilung von Ploonk schreibt ausdrücklich, dass ein beschädigter oder überhitzter Lithium-Akku nicht in eine gewöhnliche Batteriesammelbox gehört. Anker sagt in seiner Rückrufanleitung dasselbe über die Sammelboxen im Handel: Sie seien für zurückgerufene Lithium-Akkus nicht ausgelegt.

So geht ihr bis zur Abgabe vor:

  • Nicht mehr laden: Weder die Powerbank selbst aufladen noch damit ein Handy laden, auch nicht „nur noch ein letztes Mal“.
  • Kontakte abkleben: Die Anschlüsse mit Klebe- oder Isolierband abdecken. Das bayerische Umweltministerium empfiehlt, die Pole von Lithium-Batterien vor der Abgabe abzukleben, um Kurzschlüsse beim Transport zu vermeiden.
  • Sicher lagern: Einzeln, kühl und trocken, fern von Papier, Textilien und anderen brennbaren Dingen, etwa auf einer Fliese oder in einer Metalldose mit Deckel. Nicht im Auto und nicht in der Sonne.
  • Einzeln verpacken: Laut bayerischem Abfallratgeber beschädigte Batterien einzeln verpacken und zeitnah entsorgen.
  • Am Wertstoffhof Bescheid sagen: Gebt das Gerät nicht einfach in einen Container, sondern sagt den Mitarbeitenden, dass es aus einem Rückruf wegen Überhitzung stammt.

Wird eine Powerbank heiß, riecht verbrannt oder raucht, fasst sie nicht mehr an und ruft die Feuerwehr unter 112. Das Umweltbundesamt weist in seiner Anleitung zum sicheren Umgang mit Lithium-Akkus darauf hin, dass ein brennender Akku giftige Gase freisetzen kann und die Feuerwehr ihn mit viel Wasser löscht. Wie ihr Batterien und Akkus im Alltag richtig lagert und prüft, steht außerdem in unserem Ratgeber Batterien richtig testen.

Welche Powerbank-Rückrufe gab es seit 2024?

Drei verschiedene Powerbanks ohne Beschriftung nebeneinander auf einem Holztisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Neben imoshion gab es in den vergangenen zwei Jahren mindestens zwei weitere große Powerbank-Rückrufe mit Bezug zu Deutschland: IKEA im Juli 2024 und Anker im Juni 2025. Laut der Rückrufseite von IKEA betraf der erste die VARMFRONT-Powerbanks, laut dem österreichischen Verein für Konsumenteninformation der zweite vier Anker-Modelle.

Die Liste unten enthält nur Rückrufe, zu denen wir die Mitteilung des Unternehmens oder einer Verbraucherstelle selbst gelesen haben. Geprüft wird bei allen dreien auf dieselbe Weise: Modellnummer und eine Zusatzkennung, also Charge, Datumsstempel oder Seriennummer, auf dem Gerät.

Rückruf Veröffentlicht Erkennen an
imoshion IM-PB-0007 September 2026 Charge
Anker A1257, A1647, A1681, A1689 Juni 2025 Seriennummer
IKEA VARMFRONT Juli 2024 Datumsstempel

Eigene Zusammenstellung, Stand 24.09.2026. Quellen: Rückrufmitteilung Ploonk B.V.; Anker-Rückrufseite und Verein für Konsumenteninformation (VKI); Rückrufseiten von IKEA Deutschland und IKEA Schweiz. Keine vollständige Liste aller Powerbank-Rückrufe.

Anker: vier Modelle, geprüft über die Seriennummer

Anker startete im Juni 2025 einen weltweiten, freiwilligen Rückruf, weil Akkuzellen eines einzelnen Zulieferers fehlerhaft sein konnten. Laut VKI sind in Europa die Modelle A1257 (10.000 mAh, 22,5 W), A1647 (20.000 mAh mit eingebautem USB-C-Kabel) sowie die Zolo-Modelle A1681 und A1689 betroffen. Die Modellnummer steht auf der Rück- oder Seitenfläche; ob das eigene Gerät dazugehört, entscheidet erst die Seriennummer im Rückrufformular von Anker. Auf der englischsprachigen Rückrufseite nennt Anker zusätzlich die MagGo-Powerbank A1652.

IKEA: VARMFRONT mit bestimmten Datumsstempeln

IKEA rief im Juli 2024 die VARMFRONT-Powerbanks zurück, weil ein Herstellungsfehler eine Brandgefahr verursachen kann. Betroffen sind die Variante mit 10.400 mAh mit den Datumsstempeln 2313, 2316, 2318 und 2319 sowie die Variante mit 5.200 mAh mit 2318, 2319 und 2322, jeweils auf der Rückseite. Laut IKEA Deutschland gebt ihr sie bei IKEA zurück und erhaltet den vollen Kaufpreis erstattet.

Wie ladet ihr eine Powerbank sicher?

Sicher laden heißt vor allem: unter Aufsicht, auf nicht brennbarer Unterlage und nie über Nacht. Das Umweltbundesamt rät in seiner Anleitung zu Lithium-Akkus (aktualisiert am 16. Juli 2026), beim Laden in der Nähe zu bleiben, den Akku nie im Schlaf zu laden, nur das passende Ladegerät zu verwenden und idealerweise dort zu laden, wo ein Rauchmelder hängt.

Dazu kommen drei Punkte aus denselben Empfehlungen: Akkus mögen Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad, sollten nicht ganz leer oder ganz voll geladen werden und gehören nicht in die pralle Sonne oder ins heiße Auto. Ein aufgeblähter, verformter oder beschädigter Akku wird nicht mehr benutzt. Beim zurückgerufenen imoshion-Modell hilft diese Vorsicht allerdings nur begrenzt, denn laut Rückrufmitteilung kann es überhitzen, ohne dass man vorher etwas sieht. Für betroffene Geräte gilt deshalb: gar nicht mehr laden.

Wie verbreitet Powerbanks im Alltag sind, zeigt auch unser eigener Bestand. In der Zentral-Datenbank von MonsterDealz stehen 220 Deal-Beiträge und Userdeals mit „Powerbank“ im Titel, die ältesten datierten von 2019, 17 davon aus dem Jahr 2026. 35 dieser Beiträge nennen Anker im Titel, kein einziger die Marke imoshion (Stand: 24. September 2026).

Wer sich jetzt nach einem Ersatz umsieht, statt das Gerät des Vertreibers zu nehmen, sollte auf die Angabe der Wattstunden auf dem Gehäuse, einen bekannten Hersteller mit erreichbarem EU-Kontakt und ein CE-Zeichen achten. Kapazität, Ladeleistung und die Flugregeln für Powerbanks haben wir im Ratgeber Powerbank kaufen zusammengefasst.

Besonders streng sind die Vorgaben im Flugzeug: Dort dürft ihr eine Powerbank seit dem 27. März 2026 gar nicht mehr aufladen, und 2025 waren Powerbanks laut UL Standards & Engagement mit 30 Prozent erstmals die häufigste Ursache von Akku-Zwischenfällen auf Passagierflügen. Alles Weitere steht in unseren Regeln für die Powerbank im Flugzeug.

Vor- & Nachteile des imoshion-Rückrufs

Vorteile Nachteile
Wahl zwischen Ersatz mit Gutschein und voller Erstattung Hotline sitzt in den Niederlanden, Anruf kostet Auslandsgebühr
Kein Kassenbon nötig, ein Foto der Charge genügt Keine Rückgabe in der Filiale vorgesehen
Nur zwei Chargen, eindeutig am Typenschild erkennbar Entsorgung am Wertstoffhof müsst ihr selbst erledigen
Gilt auch nach Ablauf der zwei Jahre Gewährleistung Keine Angabe zur Zahl der betroffenen Geräte

Häufige Fragen zum Powerbank-Rückruf

Sind alle imoshion-Powerbanks vom Rückruf betroffen?

Nein. Betroffen ist nur die kabellose MagSafe Powerbank mit 10.000 mAh, Modell IM-PB-0007, und davon nur die Chargen 2024-06-0004 und 2024-09-0007. Andere imoshion-Powerbanks, etwa Modelle mit 20.000 mAh, und andere Chargen desselben Modells nennt die Rückrufmitteilung nicht.

Wo finde ich die Seriennummer meiner Powerbank?

Beim imoshion-Rückruf zählt die Chargennummer, und die steht auf dem Typenschild auf der Rückseite in der Zeile „Batch Number“. Bei Anker steht die Modellnummer laut Hersteller auf der Rück- oder Seitenfläche, geprüft wird dann die Seriennummer im Rückrufformular; bei IKEA VARMFRONT ist es ein vierstelliger Datumsstempel auf der Rückseite. Ist die Nummer abgerieben, fragt beim Kundenservice nach, statt zu raten.

Benötige ich für die Rückerstattung zwingend einen Kassenbon?

Nein. Die Rückrufmitteilung sagt ausdrücklich, dass ihr keinen Kaufbeleg braucht; es genügt ein Foto der Powerbank, auf dem die Chargennummer zu erkennen ist. Einen Beleg zu schicken schadet trotzdem nicht, wenn ihr die volle Erstattung wollt und der Kaufpreis nachgewiesen werden soll.

Bekomme ich den Kaufpreis erstattet oder ein Ersatzgerät?

Ihr habt die Wahl. Laut deutscher Rückrufmitteilung bietet Ploonk entweder eine Ersatz-Powerbank der neuen Generation mit zusätzlichem Rabattgutschein oder die vollständige Erstattung des bezahlten Betrags an, beides kostenlos. Das entspricht der EU-Regel, nach der Käufer bei einem Rückruf zwischen mindestens zwei Abhilfen wählen können.

Muss ich das Produkt entsorgen oder an den Händler zurückschicken?

Beim imoshion-Rückruf entsorgt ihr die Powerbank selbst bei einer Sammelstelle für Lithium-Batterien oder am Wertstoffhof; zurückschicken ist nicht vorgesehen. Wer das nicht leicht und sicher erledigen kann, meldet sich beim Vertreiber, der dann eine andere Lösung anbieten muss. Bei IKEA dagegen gebt ihr das Gerät beim Händler selbst zurück.

Wie entsorge ich eine als gefährlich eingestufte Powerbank sicher?

Kontakte abkleben, das Gerät einzeln in eine Metalldose oder auf eine nicht brennbare Unterlage legen und es zeitnah zum Wertstoffhof bringen. Dort sagt ihr, dass es aus einem Rückruf wegen Überhitzung stammt. Die Batteriebox im Supermarkt ist für solche Geräte nicht gedacht, der Hausmüll schon gar nicht.

Wie unterscheide ich einen freiwilligen Rückruf von einer behördlichen Anordnung?

Am Absender. Den imoshion-Rückruf hat der Vertreiber Ploonk selbst gestartet, die niederländische Behörde NVWA hat ihn als Sicherheitswarnung veröffentlicht. Eine behördliche Anordnung ergeht, wenn ein Unternehmen nicht selbst handelt. Für euch ändert das am Vorgehen nichts: nicht mehr benutzen, Charge prüfen, melden.

Was passiert, wenn die Powerbank schon einen Schaden verursacht hat?

Dann greift neben dem Rückruf die Produkthaftung. Der Hersteller oder Importeur haftet für Personenschäden und für Schäden an anderen privaten Sachen, bei Sachschäden mit einer Selbstbeteiligung von 500 Euro. Hebt Gerät, Fotos und Belege auf, meldet den Schaden eurer Hausratversicherung und bei ernsten Fällen der Verbraucherzentrale.

Fazit: Rückseite prüfen, nicht mehr laden, Ersatz oder Geld wählen

Die Schlagzeile vom Powerbank-Rückruf „bei MediaMarkt und Kaufland“ stimmt nur halb: Zurückgerufen hat der niederländische Vertreiber Ploonk, betroffen ist ein einziges Modell in zwei Chargen, und eine Zahl von Millionen Geräten gibt keine Primärquelle her. Wer die imoshion IM-PB-0007 mit der Charge 2024-06-0004 oder 2024-09-0007 besitzt, sollte sie trotzdem sofort vom Ladekabel nehmen, denn sie kann ohne sichtbare Vorwarnung überhitzen.

Der Rest ist Formsache: Foto der Chargennummer an den Kundenservice schicken, zwischen Ersatz mit Gutschein und voller Erstattung wählen, Kontakte abkleben und das Gerät am Wertstoffhof abgeben — nicht in der Batteriebox. Der Rückruf gilt auch dann, wenn eure Gewährleistung längst abgelaufen ist.

MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt; Rückrufe wie diesen ordnen wir im Magazin ein, damit ein günstiger Kauf nicht zum Risiko wird. Aktuelle geprüfte Angebote findet ihr jeden Tag auf der MonsterDealz-Startseite.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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