BMW iX3 2026: Was die Neue Klasse kostet, wie weit sie kommt und was der Staat dazugibt
Der BMW iX3 ist das erste Serienmodell der sogenannten Neuen Klasse — ein vollelektrisches SUV auf einer eigens entwickelten 800-Volt-Architektur, das BMW in Deutschland in zwei Varianten anbietet: den iX3 40 mit Hinterradantrieb ab 63.400 Euro und den iX3 50 xDrive mit Allradantrieb ab 70.900 Euro. Beide Preise stehen so in der deutschen Preisliste von BMW mit Stand 28. Mai 2026, gültig ab Juli 2026. BMW nennt für den 50 xDrive bis zu 805 Kilometer Reichweite nach WLTP, der ADAC misst in seinem Autotest 669 Kilometer. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Varianten: iX3 40 (235 kW, 82,6 kWh, 534 bis 637 km) für 63.400 Euro und iX3 50 xDrive (345 kW, 108,7 kWh, 673 bis 805 km) für 70.900 Euro — jeweils ab Werk, ohne Überführung.
- Beide laden mit 800 Volt in 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent; der 50 xDrive zieht dabei bis zu 400 kW, der 40 bis zu 300 kW.
- Die E-Auto-Förderung des Bundes kennt seit Mai 2026 keine Preisgrenze mehr — wohl aber eine Einkommensgrenze von 80.000 Euro und die Bedingung, dass das Auto ins Privatvermögen gehört.
- Wer den iX3 2026 zulässt, zahlt bis längstens 31. Dezember 2035 keine Kfz-Steuer; als Dienstwagen greift wegen des Preises unter 100.000 Euro die Viertel-Regel.
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Was kostet der BMW iX3 2026? Preise, Varianten und Marktstart
Der iX3 40 kostet 63.400 Euro, der iX3 50 xDrive 70.900 Euro. Beide Werte stehen in der deutschen Preisliste zum BMW iX3, Ausgabe 1 vom 28. Mai 2026, gültig ab Juli 2026 — jeweils als unverbindliche Preisempfehlung ab Werk inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer und ohne Überführungskosten. Netto sind das 53.277,31 Euro beziehungsweise 59.579,83 Euro.
Mehr als diese beiden Varianten führt die Preisliste nicht. Wer im Konfigurator ein M Sportpaket, größere Räder, das optionale 22-kW-Laden am Wechselstrom oder eine andere Lackierung wählt, landet darüber; der ADAC gibt für seinen Testwagen einen Preis von knapp 80.000 Euro an. Die Aufpreise ändern sich mit jeder Ausgabe der Preisliste, deshalb steht hier bewusst nur der Grundpreis mit Abrufdatum.
Beim Marktstart lohnt es sich, die beiden Varianten auseinanderzuhalten. Den iX3 50 xDrive hat BMW am 5. September 2025 vorgestellt und für Europa im Frühjahr 2026 auf den Markt gebracht; der ADAC führt ihn im Autokatalog ab März 2026. Der iX3 40 kam später dazu: BMW stellte ihn am 31. März 2026 vor und nannte als Marktstart in Deutschland den Sommer 2026. Gebaut werden beide im ungarischen Werk Debrecen, nicht mehr in China.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Für diesen Ratgeber haben wir die BMW-Preisliste, die Pressemitteilungen aus dem BMW-Presseportal, den ADAC-Autotest, die Förderrichtlinie des Bundes und die einschlägigen Gesetzestexte selbst gelesen. Gefahren sind wir den iX3 nicht — alles Folgende sind Herstellerangaben, Messwerte Dritter und eigene Rechnungen daraus.
Wie weit kommt der BMW iX3? WLTP-Reichweite, ADAC-Messung und Winter

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
BMW nennt für den iX3 50 xDrive eine WLTP-Reichweite von 673 bis 805 Kilometern und für den iX3 40 von 534 bis 637 Kilometern. Die Spanne entsteht durch Ausstattung, Räder und Reifen — der obere Wert gilt für die sparsamste Konfiguration, nicht für den Wagen, den ihr wahrscheinlich bestellt. Der ADAC kommt in seinem Autotest vom 27. Juli 2026 beim 50 xDrive auf 669 Kilometer bei einem Testverbrauch von 18,3 Kilowattstunden je 100 Kilometer und vergibt die Gesamtnote 1,9.
Ein Blick auf die Arithmetik erklärt die Differenz. Aus 108,7 Kilowattstunden nutzbarer Kapazität und 669 Kilometern ergeben sich rechnerisch 16,2 Kilowattstunden je 100 Kilometer reiner Fahrverbrauch; die Lücke zu den 18,3 Kilowattstunden des Testverbrauchs sind Ladeverluste, die ihr bezahlt, ohne dass sie in der Batterie ankommen. Der Normwert liegt also nicht deshalb höher, weil jemand schummelt, sondern weil der Prüfzyklus andere Bedingungen misst als eine Autobahnfahrt. Warum die Zahl im Datenblatt systematisch über dem Alltagswert liegt, haben wir im Ratgeber zur E-Auto-Reichweite aufgeschlüsselt.
Im Winter wird der Abstand größer. Der ADAC nennt auf seiner Seite zur Reichweite im Winter für Fahrten über rund 100 Kilometer zwischen 20 und 0 Grad Celsius einen Mehrverbrauch von 21 bis 30 Prozent, im eigenen Dauertest zwischen Sommer und Winter 25 bis 31 Prozent. Auf Kurzstrecken von rund 23 Kilometern maß er zwischen plus 23 und minus 7 Grad im Schnitt 70 Prozent Mehrverbrauch, bei einzelnen Modellen bis zu 107 Prozent. Übertragen auf die 669 ADAC-Kilometer des iX3 blieben bei 30 Prozent Mehrverbrauch rund 468 Kilometer übrig.
Eine Sorge nimmt euch BMW dabei ab: Die Wärmepumpe ist beim iX3 kein Aufpreis, sondern Teil der serienmäßigen Klimaautomatik. Der ADAC schreibt dazu allgemein: „Viele Hersteller bieten ihre E-Autos mit einer Wärmepumpe als Extra an. Ist die Reichweite im Winter ein relevantes Kriterium, kann diese Investition sinnvoll sein.“ Beim iX3 ist diese Entscheidung bereits getroffen.
Laden mit 800 Volt: Ladeleistung, Ladezeit und was eine Ladung kostet

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Der iX3 50 xDrive lädt am Gleichstromlader mit bis zu 400 Kilowatt, der iX3 40 mit bis zu 300 Kilowatt. Für den Ladehub von 10 auf 80 Prozent nennt die Preisliste bei beiden 21 Minuten — beim größeren Akku fließt in derselben Zeit mehr Energie. BMW gibt für zehn Minuten Schnellladen 309 bis 372 Kilometer nachgeladene Reichweite beim 50 xDrive an und 237 bis 301 Kilometer beim 40. Der ADAC misst an einer 300-kW-Säule 25 statt 21 Minuten für denselben Ladehub, was zu den Herstellerangaben passt: BMW nennt seine Zeiten ausdrücklich für optimale Bedingungen mit 29 bis 33 Grad Batterietemperatur.
Zu Hause laden beide Varianten serienmäßig dreiphasig mit 11 Kilowatt, gegen Aufpreis mit 22 Kilowatt. Von 0 auf 100 Prozent dauert das beim 50 xDrive 11 Stunden beziehungsweise 5:30 Stunden, beim 40 8:15 beziehungsweise 4:15 Stunden. Serie ist außerdem bidirektionales Laden mit bis zu 11 Kilowatt in beide Richtungen — allerdings nur zusammen mit der optionalen BMW Wallbox Professional.
Für die Kosten haben wir die Stichtagspreise aus unserem Ratgeber zu den Kosten beim E-Auto-Laden übernommen: 37,0 Cent je Kilowattstunde für Haushaltsstrom nach der BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026, rund 60 Cent an öffentlichen Schnellladern und bis zu 87 Cent als teuerster Ad-hoc-Wert aus dem ADAC-Preisvergleich an Autobahnen. Gerechnet ist mit dem ADAC-Testverbrauch von 18,3 Kilowattstunden je 100 Kilometer, also mit der Menge, die ihr tatsächlich bezahlt.
Daraus ergeben sich für den iX3 50 xDrive 6,77 Euro je 100 Kilometer daheim, 10,98 Euro am Schnelllader und 15,92 Euro spontan ohne Vertrag zum teuersten gemessenen Autobahnpreis. Auf 15.000 Kilometer im Jahr — das sind 2.745 Kilowattstunden — macht das rund 1.016 Euro, 1.647 Euro oder 2.388 Euro. Der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Weg beträgt 1.372 Euro im Jahr, bei identischer Strecke und identischem Auto. Eine volle Ladung der 108,7-Kilowattstunden-Batterie kostet zum Haushaltspreis rund 40 Euro; beim iX3 40 mit 82,6 Kilowattstunden sind es rund 31 Euro.
iX3 40 oder iX3 50 xDrive? Die technischen Daten im Vergleich
Die 7.500 Euro Preisunterschied kaufen vor allem drei Dinge: den zweiten Motor an der Vorderachse, 26,1 Kilowattstunden mehr nutzbare Batterie und 100 Kilowatt mehr Ladeleistung. Alles Weitere — 800-Volt-Technik, Wärmepumpe, Laden mit 11 Kilowatt, Anhängelast und Kofferraum — ist bei beiden identisch.
| Merkmal | iX3 40 | iX3 50 xDrive |
|---|---|---|
| Grundpreis | 63.400 € | 70.900 € |
| Leistung | 235 kW (320 PS) | 345 kW (469 PS) |
| Antriebsart | Hinterradantrieb | Allradantrieb |
| 0 auf 100 km/h | 5,9 s | 4,9 s |
| Batterie nutzbar | 82,6 kWh | 108,7 kWh |
| Reichweite WLTP | 534–637 km | 673–805 km |
| Verbrauch WLTP | 17,3–14,5 kWh | 18,1–15,1 kWh |
| Ladeleistung DC max. | 300 kW | 400 kW |
| Ladedauer DC 10 auf 80 % | 21 min | 21 min |
| Leergewicht | 2.160 kg | 2.360 kg |
Alle Werte aus der BMW-Preisliste für Deutschland, Ausgabe 1 vom 28. Mai 2026, abgerufen am 20. September 2026. Verbrauch und Reichweite nach WLTP als Spanne je nach Ausstattung; das Leergewicht ist das EG-Leergewicht und enthält bereits 75 Kilogramm für den Fahrer.
Wie groß ist der iX3? Abmessungen, Kofferraum und Anhängelast
Der iX3 ist 4,78 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,64 Meter hoch. BMW gibt den Kofferraum mit 520 bis 1.750 Litern an und das Staufach unter der Frontklappe mit 58 Litern, wasser- und staubdicht und ausdrücklich für Ladekabel gedacht. Der ADAC misst nach eigener Methode 440 Liter und dachhoch bei umgeklappter Rückbank 1.570 Liter — wer Herstellerangabe und Testwert vergleicht, vergleicht hier zwei Messverfahren, nicht zwei Autos.
Ziehen darf der iX3 in beiden Varianten 2.000 Kilogramm gebremst bei 80 Kilogramm Stützlast, ungebremst 750 Kilogramm. Die zulässige Dachlast liegt bei 75 Kilogramm, die Zuladung bei 540 Kilogramm. Beim 50 xDrive heißt das: 2.360 Kilogramm Leergewicht und 2.825 Kilogramm zulässiges Gesamtgewicht liegen 465 Kilogramm auseinander — die 540 Kilogramm Zuladung kommen nur zustande, weil der Fahrer im Leergewicht schon mitgezählt ist.
Warum der neue iX3 mit dem alten nichts zu tun hat
Den Namen iX3 gab es schon einmal, und die Verwechslungsgefahr ist real: Wer heute ein Gebrauchtangebot sieht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit den Vorgänger vor sich. Der alte iX3 war ein elektrifizierter X3 auf einer Verbrenner-Plattform, gebaut im chinesischen Shenyang. BMW nannte in der Mitteilung zur Modellüberarbeitung vom 11. August 2021 einen Basispreis von 67.300 Euro, 210 kW/286 PS, 80 Kilowattstunden Bruttokapazität, bis zu 460 Kilometer WLTP-Reichweite und eine maximale Ladeleistung von 150 Kilowatt.
Gegen diese Zahlen gehalten fällt der Sprung deutlicher aus als der Preisunterschied. Der neue iX3 50 xDrive kostet 3.600 Euro mehr als der alte vor fünf Jahren — das sind 5,4 Prozent —, kommt aber im Normwert 345 Kilometer weiter, also 75 Prozent, und lädt mit der 2,7-fachen Leistung. Der Grund ist die Architektur: Der Vorgänger arbeitete mit einem 400-Volt-Bordnetz, der neue mit 800 Volt, und die Batterie sitzt in einer eigens dafür entwickelten Struktur statt in einem angepassten Verbrennerboden.
Ein offizielles Produktionsende für das alte Modell hat BMW im deutschen Presseportal nicht mit Datum gemeldet. Belegbar ist nur, dass die aktuelle deutsche Preisliste vom 28. Mai 2026 ausschließlich die beiden neuen Varianten führt und dass der Neue in Debrecen statt in Shenyang vom Band läuft. Wer gebraucht kauft, schaut deshalb am besten auf die Ladeleistung im Datenblatt: 150 Kilowatt bedeuten Vorgänger, 300 oder 400 Kilowatt bedeuten Neue Klasse. Worauf es beim Gebrauchtkauf sonst ankommt, steht in unserem Ratgeber zum Gebrauchtwagenkauf.
E-Auto-Förderung, Kfz-Steuer und Dienstwagen: Was beim iX3 gilt

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Der Umweltbonus lief Ende 2023 aus, aber seit dem 19. Mai 2026 gibt es ein Nachfolgeprogramm: die E-Auto-Förderung des Bundesumweltministeriums, umgesetzt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Die Fördervoraussetzungen des BAFA nennen für rein batterieelektrische Neuwagen mit Erstzulassung zwischen dem 1. Januar 2026 und dem 31. Dezember 2029 gestaffelte Beträge: 3.000 Euro bis 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen, 4.000 Euro bis 60.000 Euro und 5.000 Euro bis 45.000 Euro, jeweils zuzüglich 500 Euro je förderrelevantem Kind für höchstens zwei Kinder.
Für den iX3 ist eine Auslassung in der Richtlinie entscheidend: Sie enthält keine Preisgrenze. Die Wörter Nettolistenpreis, Listenpreis und Kaufpreis kommen im Text der Förderrichtlinie vom 19. Mai 2026 nicht vor — anders als beim alten Umweltbonus entscheidet allein euer Einkommen, nicht der Preis des Autos. Ein iX3 50 xDrive für 70.900 Euro ist damit förderfähig, sofern das Haushaltseinkommen die Grenze einhält. Zwei Bedingungen hängen daran: Das Auto muss dem Privatvermögen zugeordnet sein, und es muss, so die Richtlinie wörtlich, „mindestens für einen Zeitraum von 36 Monaten auf die Antragstellerin/den Antragsteller in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen bleiben“.
Wie stark das Programm angenommen wird, zeigt der BAFA-Zwischenbericht mit Stand 1. September 2026: 52.473 Bewilligungen, davon 47.986 für reine Elektroautos, und 230 Millionen Euro ausgezahlte Fördermittel. Bemerkenswert ist die Aufteilung nach Erwerbsart — 26.491 Bewilligungen entfielen auf den Kauf und 25.982 auf Leasing, also fast genau die Hälfte. Auf die oberste noch geförderte Einkommensstufe von 60.001 bis 80.000 Euro entfielen 12.653 Bewilligungen. Wie Förderung, Antragsweg und Einkommensgrenzen im Detail wirken, haben wir im Ratgeber E-Auto leasen oder kaufen auseinandergenommen; eine Rechnung für ein deutlich günstigeres Modell steht im Beitrag zum Skoda Epiq.
Bei der Kfz-Steuer greift Paragraf 3d Kraftfahrzeugsteuergesetz. Die Befreiung wird bei einer Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2030 „für zehn Jahre ab dem Tag der erstmaligen Zulassung gewährt, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2035″. Für einen iX3, der im Herbst 2026 zugelassen wird, sind das keine vollen zehn Jahre mehr, sondern gut neun — die Deckelung auf Ende 2035 greift vorher.
Was gilt für den iX3 als Dienstwagen?
Nach Paragraf 6 Absatz 1 Nummer 4 Einkommensteuergesetz ist der Listenpreis eines Fahrzeugs ohne Kohlendioxid-Ausstoß bei der Ein-Prozent-Regel nur zu einem Viertel anzusetzen, wenn der Bruttolistenpreis 100.000 Euro nicht übersteigt. Diese Grenze gilt für Fahrzeuge, die nach dem 30. Juni 2025 angeschafft wurden; davor lag sie bei 70.000 Euro. Der iX3 50 xDrive hätte die alte Grenze um 900 Euro verfehlt und wäre dann nur zur Hälfte angesetzt worden.
Praktisch heißt das: Bei 70.900 Euro Bruttolistenpreis liegt der geldwerte Vorteil für die private Nutzung bei 177,25 Euro im Monat statt bei 709 Euro. Wer zusätzlich 20 Kilometer zur Arbeit fährt, kommt mit dem geviertelten Satz auf weitere 106,35 Euro im Monat. Die staatliche Förderung ist damit allerdings vom Tisch — Fahrzeuge im Betriebsvermögen sind nach der Richtlinie ausdrücklich nicht förderfähig, und innerhalb der 36 Monate Haltedauer darf ein gefördertes Auto auch nicht nachträglich dorthin wandern.
Leasing oder Kauf: Was der Leasingfaktor über ein Angebot verrät

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Weil bei der Förderstatistik fast jede zweite Bewilligung auf einen Leasingvertrag entfällt, lohnt der Blick auf die eine Kennzahl, die Angebote vergleichbar macht. Der Leasingfaktor setzt die Monatsrate ins Verhältnis zum Bruttolistenpreis: Monatsrate plus einmalige Kosten geteilt durch die Laufzeit, das Ergebnis geteilt durch den Bruttolistenpreis, mal 100. Bei MonsterDealz rechnen wir ihn seit 2019 immer als Gesamtkostenfaktor, also inklusive Überführung und Sonderzahlung — die Methodik steht im Ratgeber Auto-Leasing oder Kaufen.
Auf den iX3 50 xDrive übertragen ergibt das klare Schwellen. Ein Faktor von 0,5 entspricht bei 70.900 Euro Listenpreis einer Effektivrate von rund 355 Euro im Monat, ein Faktor von 0,8 rund 567 Euro und ein Faktor von 1,0 rund 709 Euro. Als Hausregel gilt: unter 0,5 sehr gut, 0,5 bis 0,8 gut, über 1,0 teuer. Beim iX3 40 mit 63.400 Euro sind es 317 Euro, 507 Euro und 634 Euro. Wer ein Angebot sieht, rechnet also zuerst Überführung und eine etwaige Sonderzahlung auf die Laufzeit um und teilt dann — Hersteller nennen oft nur den nackten Faktor aus der nackten Rate.
Die Förderung gehört dabei nicht in die Rate. Beim Leasing beantragt der Leasingnehmer sie selbst, das Geld fließt an ihn; rechnerisch senken 3.000 Euro auf 36 Monate eine Rate um 83,33 Euro. Und ein Posten fällt beim Leasing oft unter den Tisch: Die Treibhausgasminderungsquote steht dem im Fahrzeugschein eingetragenen Halter zu — bei geleasten Autos seid das nicht automatisch ihr. Klärt das vor Vertragsschluss, die Einzelheiten stehen im Ratgeber zur THG-Quote.
BMW iX3: Vor- & Nachteile der Neuen Klasse
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| 800-Volt-Technik: bis 400 kW am Gleichstromlader, 10 auf 80 Prozent in 21 Minuten | 70.900 Euro Grundpreis, ein ADAC-Testwagen liegt bei knapp 80.000 Euro |
| Wärmepumpe, 11-kW-Laden und bidirektionales Laden sind serienmäßig | Der ADAC misst 440 Liter Kofferraum statt der 520 Liter aus der Preisliste |
| ADAC-Gesamtnote 1,9 bei 18,3 kWh Testverbrauch je 100 Kilometer | Die Förderung endet bei 80.000 Euro Haushaltsjahreseinkommen |
| Keine Kfz-Steuer bis längstens Ende 2035, Viertel-Regel als Dienstwagen | Als Dienstwagen im Betriebsvermögen entfällt die Förderung komplett |
Häufige Fragen zum BMW iX3
Wie wirkt sich die Wärmepumpe im Winter auf die Reichweite aus?
Die Wärmepumpe heizt den Innenraum, indem sie Umgebungswärme nutzt, statt Strom direkt in Wärme umzuwandeln — das spart genau die Energie, die im Winter sonst von der Reichweite abgeht. Beim iX3 ist sie nicht bestellbar, sondern Teil der serienmäßigen Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Eine modellspezifische Messung, wie viel sie beim iX3 bringt, hat weder BMW noch der ADAC veröffentlicht; belegt sind nur die allgemeinen Winterwerte von 21 bis 30 Prozent Mehrverbrauch bei Fahrten um 100 Kilometer.
Welche technischen Vorteile bietet die Neue Klasse gegenüber dem alten iX3?
Drei Punkte sind an Zahlen festzumachen: das 800-Volt-Bordnetz statt 400 Volt, die maximale Ladeleistung von 400 statt 150 Kilowatt und die nutzbare Batteriekapazität von 108,7 Kilowattstunden gegenüber 80 Kilowattstunden Bruttokapazität beim Vorgänger. Daraus folgt die WLTP-Reichweite von bis zu 805 statt bis zu 460 Kilometern. Hinzu kommen Funktionen, die es beim Alten gar nicht gab, etwa das bidirektionale Laden mit bis zu 11 Kilowatt.
Wie lange dauert das Laden an einer Schnellladestation?
BMW nennt für beide Varianten 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent — der 50 xDrive zieht dafür bis zu 400 Kilowatt, der 40 bis zu 300 Kilowatt. Diese Angabe gilt laut Preisliste unter optimalen Bedingungen mit 29 bis 33 Grad Celsius Batterie- und Umgebungstemperatur. Der ADAC misst an einer 300-kW-Säule 25 Minuten. Im Alltag liegt der Wert zwischen beiden Zahlen, abhängig von Ladezustand, Batterietemperatur und der Leistung, die die Säule wirklich abgibt.
Was kostet eine volle Ladung des BMW iX3?
Zum Haushaltsstrompreis von 37,0 Cent je Kilowattstunde kostet eine volle Ladung der 108,7-Kilowattstunden-Batterie rund 40 Euro, beim iX3 40 mit 82,6 Kilowattstunden rund 31 Euro — jeweils vor Ladeverlusten. Am Schnelllader zum Durchschnittspreis von 60 Cent zahlt ihr für den üblichen Hub von 10 auf 80 Prozent beim 50 xDrive rund 46 Euro. Spontan ohne Vertrag können daraus zum teuersten gemessenen Autobahnpreis rund 66 Euro werden.
Bekomme ich für den BMW iX3 die THG-Prämie?
Ja, sofern ihr als Halter im Fahrzeugschein steht und das Auto in Deutschland zugelassen ist. Die Prämie gibt es einmal je Kalenderjahr und nur für rein elektrische Fahrzeuge — der iX3 erfüllt das in beiden Varianten. Bei einem geleasten oder überlassenen Fahrzeug ist berechtigt, wer im Schein eingetragen ist, also häufig die Leasinggesellschaft oder der Arbeitgeber. Das ist der häufigste Streitpunkt und gehört vor Vertragsschluss geklärt.
Wann ist der BMW iX3 40 lieferbar?
BMW hat den iX3 40 am 31. März 2026 vorgestellt und den Marktstart in Deutschland für den Sommer 2026 angekündigt; die Preisliste mit beiden Varianten gilt ab Juli 2026. Wie lang die Wartezeit ab Bestellung tatsächlich ist, hängt von Ausstattung und Händler ab und wird von BMW nicht veröffentlicht — fragt danach, bevor ihr unterschreibt, denn ein Liefertermin im Folgejahr verschiebt auch den Förderantrag.
Fazit: Erst die Variante klären, dann Förderung und Ladeort rechnen
Der iX3 ist technisch der größte Sprung, den BMW bei einem Elektroauto bislang gemacht hat: 800 Volt, 400 Kilowatt Ladeleistung und bis zu 805 Kilometer Normreichweite stehen 150 Kilowatt und 460 Kilometern beim gleichnamigen Vorgänger gegenüber, bei 5,4 Prozent mehr Grundpreis. Für die Kaufentscheidung sind aber zwei ganz andere Zahlen wichtiger: 7.500 Euro Aufpreis für den Allradantrieb samt großer Batterie — und 1.372 Euro Unterschied im Jahr, je nachdem, ob ihr daheim oder unterwegs ladet.
Wer privat kauft oder least, prüft vor der Bestellung das zu versteuernde Haushaltsjahreseinkommen: Bis 80.000 Euro gibt es 3.000 Euro, bis 45.000 Euro sind es 5.000 Euro, darüber nichts — und zwar unabhängig davon, wie teuer das Auto ist. Wer den iX3 als Dienstwagen fährt, tauscht diese Prämie gegen die Viertel-Regel, die bei 70.900 Euro Listenpreis 177,25 Euro monatlichen geldwerten Vorteil bedeutet. Tagesaktuelle Angebote rund um Auto, Haushalt und Technik findet ihr auf unserer Startseite.