Vorwahl 0155: Welches Netz? Warum es hier keine Antwort gibt

Die Vorwahl 0155 ist eine deutsche Mobilfunkvorwahl. Die 0155 ist der 1&1 Mobilfunk, Lebara und interactive digital media zugeteilt — und damit keinem der vier deutschen Netzbetreiber. Welches Funknetz dahintersteckt, ist aus amtlichen Quellen nicht belegbar. Und damit fängt die eigentliche Antwort erst an: Seit es die Rufnummernmitnahme gibt, sagt eine Vorwahl nicht mehr zuverlässig, in welchem Netz eine Nummer heute liegt. Was die Bundesnetzagentur wirklich zugeteilt hat, was davon heute noch stimmt und wie ihr das echte Netz einer 0155-Nummer herausfindet — Stand: August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zugeteilt an 1&1 Mobilfunk, Lebara und interactive digital media — Funknetz nicht belegbar
  • Die Zuteilungsliste der Bundesnetzagentur führt für die 0155 23 Rufnummernblocke
  • Die Vorwahl zeigt die ursprüngliche Zuteilung — nicht das heutige Netz
  • Seit dem 1. Dezember 2021 ist die Rufnummernmitnahme für Endnutzer entgeltfrei
  • Sicherheit gibt nur die technische Netzabfrage, nicht die Vorwahl

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Vorwahl 0155: welches Netz ist das?

Vorwahl 0155 auf dem Smartphone - welches Netz steckt dahinter

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Zuteilungsliste der Bundesnetzagentur führt für die 0155 genau 23 Rufnummernblocke, zugeteilt an drei Unternehmen, darunter 1&1 (Zuteilungsliste Mobile Dienste, Stand: August 2026). Das ist die amtliche Antwort — und sie ist enger, als die Frage meist gemeint ist.

Die 0155 ist der 1&1 Mobilfunk, Lebara und interactive digital media zugeteilt — und damit keinem der vier deutschen Netzbetreiber. Welches Funknetz dahintersteckt, ist aus amtlichen Quellen nicht belegbar. Diese Zuteilung ist ein Verwaltungsakt: Die Behörde vergibt einen Nummernblock an ein Unternehmen, damit dieses daraus Rufnummern an seine Kunden ausgeben kann. Sie sagt damit, wer die Nummer einmal ausgegeben hat — nicht, wo sie heute liegt.

Genau an dieser Stelle gehen die meisten Vorwahl-Tabellen im Netz einen Schritt zu weit. Sie schreiben „0155 = Netz X“ und lassen weg, dass diese Gleichung seit der Rufnummernmitnahme für jede einzelne Nummer falsch sein kann. Wir machen den Unterschied in diesem Beitrag deshalb an jeder Stelle mit.

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0155 und +49 155 — was ist der Unterschied?

Funktional keiner. Aus dem Ausland wird aus der führenden Null die deutsche Ländervorwahl: Aus 0155 wird +49 155. Die Null der Mobilfunkvorwahl entfällt dabei, alles Weitere bleibt gleich.

Speichert 0155er Nummern trotzdem bevorzugt in der Plus-Schreibweise, also mit +49 155 als Anfang. Sie funktioniert aus jedem Netz weltweit, während die Variante mit führender Null im Ausland auflaufen kann.

Was die Bundesnetzagentur zur 0155 tatsächlich zugeteilt hat

Die amtliche Liste „Zugeteilte Rufnummernblöcke / Mobile Dienste“ umfasst für den gesamten Bereich (0)15, (0)16 und (0)17 insgesamt 77 Blöcke, verteilt auf 14 Unternehmen (Bundesnetzagentur, Stand: August 2026). Auf die 0155 entfallen davon 23.

Rechtsgrundlage auch für die 23 Blöcke der 0155 ist der Nummernplan für Rufnummern für Mobile Dienste. Er legt fest, dass diese Nummern ausschließlich für Mobile Dienste genutzt werden dürfen, und regelt das Antrags- und Zuteilungsverfahren, über das 1&1 seinen Bestand am Stück bekommen hat (Nummernplan Mobile Dienste, Stand: August 2026).

Für die 0155 stehen diese Einträge in der Liste:

  • 015550 bis 015569 — 1&1 Mobilfunk GmbH (20 Blöcke)
  • 015510, 015511 — Lebara Limited
  • 015591 — interactive digital media GmbH

Ein Detail, das viele Übersichten unterschlagen und ohne das die 23 Einträge der 0155 unverständlich bleiben: Die Bundesnetzagentur vergibt Nummernraum in drei verschiedenen Tiefen. Ein dreistelliger Eintrag wie „170“ bedeutet, dass das komplette Prefix einem Unternehmen gehört. Ein vierstelliger wie „1590“ deckt nur ein Zehntel des Prefix ab, ein fünfstelliger wie „15888“ nur ein Hundertstel. Die 0155 ist ausschließlich in solchen Hundertstel-Portionen vergeben — deshalb braucht 1&1 hier gleich 20 Stück, um an einen großen Bestand zu kommen. Deshalb kann ein Prefix mehreren Firmen gleichzeitig gehören.

Die Nachbarn der 0155 in der Zuteilungsliste

Ein Blick auf die Nachbarschaft der 0155 lohnt sich, weil Zahlendreher beim Abtippen die häufigste Fehlerquelle sind — und weil hier auf engstem Raum sehr unterschiedliche Firmen sitzen:

  • 0153 — kleine Diensteanbieter
  • 0154 — nicht zugeteilt
  • 0156 — spusu und Argon Networks
  • 0157 — Telefónica (o2)

Nicht vergeben sind laut aktueller Liste unter anderem die 0154, die 0161 sowie 0164 bis 0169 — die leere 0154 liegt dabei direkt neben der dicht belegten 0155. Wer eine angebliche Handynummer mit einer dieser Vorwahlen vorgelegt bekommt, hat keine reguläre deutsche Mobilfunknummer vor sich.

Die 0155 ist die Heimat des vierten Netzbetreibers

Die 0155 hält den Rekord dieser Serie: 20 zusammenhängende Blöcke — 015550 bis 015569 — sind der 1&1 Mobilfunk GmbH zugeteilt und damit der größte Einzelbestand eines Unternehmens in der ganzen Liste (Zuteilungsliste der Bundesnetzagentur, Stand: August 2026).

Das ist kein Zufall, sondern Marktgeschichte: 1&1 ist nach der Ersteigerung von 5G-Frequenzen seit 2019 der vierte Mobilfunknetzbetreiber Deutschlands neben Telekom, Vodafone und Telefónica (Deutscher Mobilfunkmarkt, Stand: August 2026). Ein neuer Netzbetreiber braucht Nummernraum am Stück — genau den zeigt die 0155.

Daneben liegen zwei kleinere Einträge: Lebara Limited auf 015510 und 015511 sowie die interactive digital media GmbH auf 015591. Die 0155 ist also kein Ein-Firmen-Bereich, sondern geteilt.

Und trotz des klaren 1&1-Schwerpunkts gilt auch hier die Einschränkung: Die Liste sagt, wem der Block gehört, nicht, über welches Funknetz eine einzelne Nummer heute läuft. Bei einem Netzbetreiber, der sein eigenes Netz erst aufbaut und parallel fremde Kapazität nutzt, ist dieser Unterschied besonders wichtig.

Warum die Vorwahl 0155 heute nicht mehr das Netz verrät

Rufnummernmitnahme - warum die Vorwahl 0155 das Netz nicht mehr verrät

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Das ist der entscheidende Punkt dieses Beitrags: Seit dem 1. Dezember 2021 dürfen Endnutzern keine Entgelte für eine Rufnummernmitnahme berechnet werden (Bundesnetzagentur zum Anbieterwechsel, Stand: August 2026). Gerade beim jüngsten der vier Netzbetreiber heißt das, dass eine 0155er Nummer schneller woanders liegt, als der große zusammenhängende 1&1-Bestand vermuten lässt. Was vorher eine Hürde war, ist damit ein Standardvorgang geworden — und genau das hat die alte Vorwahl-Logik ausgehebelt.

Die gesetzliche Grundlage steht in Paragraf 59 des Telekommunikationsgesetzes und gilt auch für den größten Einzelbestand der ganzen Liste: Anbieter nummerngebundener Dienste müssen sicherstellen, dass Endnutzer ihre Rufnummer auf Wunsch behalten können; die Bundesnetzagentur wacht darüber, dass dafür keine direkten Entgelte anfallen (Paragraf 59 TKG, Stand: August 2026).

Für die 0155 bedeutet das konkret:

  • Die Zuteilung ist der Startpunkt, nicht der Endpunkt. Eine 0155-Nummer wurde einmal von einem bestimmten Unternehmen ausgegeben — danach kann sie beliebig oft den Anbieter gewechselt haben.
  • Der Wechsel kostet nichts und geht schnell. Dauert die Umstellung länger als einen Arbeitstag, steht Betroffenen eine Entschädigung von mindestens 10 Euro je zusätzlichem Arbeitstag zu.
  • Im Mobilfunk geht die Mitnahme sogar vor Vertragsende. Der alte Vertrag läuft dann bis zum Kündigungstermin weiter, kann aber eine neue Nummer bekommen.
  • Fusionen wirken zusätzlich. Wenn zwei Netzbetreiber verschmelzen, wechselt das Netz hinter Millionen Nummern auf einen Schlag — ganz ohne Zutun der Kunden.

Die ehrliche Antwort auf „0155 — welches Netz?“ lautet deshalb: Ursprünglich drei Unternehmen, darunter 1&1. Heute: nur mit einer Netzabfrage sicher zu beantworten. Wer eine Nummer mitgenommen hat, findet die Details in unserem Ratgeber zur Rufnummernmitnahme.

Welche Marken und Discounter hinter Mobilfunkvorwahlen stecken

SIM-Karte und Discounter-Marken hinter der Vorwahl 0155

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Die Zuteilungsliste nennt 14 Unternehmen für 77 Blöcke (Bundesnetzagentur, Stand: August 2026) — fast ein Drittel dieser Blöcke, nämlich 23, liegt allein im 0155er Bereich. Es sind deutlich weniger Namen, als es Mobilfunkmarken in Deutschland gibt. Der Grund: Die meisten Discounter haben gar keinen eigenen Nummernblock und tauchen in der Liste deshalb nie auf.

Ein Discounter ohne eigenen Block gibt Nummern aus dem Bestand seines Partners aus und ist aus der Vorwahl deshalb grundsätzlich nicht ablesbar. Die 0155 liefert das Gegenstück gleich mit: Die Lebara Limited hält hier mit 015510 und 015511 zwei eigene Blöcke und betreibt trotzdem kein Funknetz — so wie Lycamobile, spusu oder TelcoVillage, die ebenfalls mit eigenen Blöcken in der Liste stehen, ohne Netzbetreiber zu sein.

Bei der 0155 ist die Lage besonders klar: Die Liste nennt 1&1 Mobilfunk, Lebara und interactive digital media als Blockinhaber, aber kein Funknetz. Eine Marke, die einen eigenen Nummernblock hält, ist deshalb noch lange kein Netzbetreiber — sie kann Kapazität bei einem oder mehreren der vier Netze einkaufen.

Wir tragen an dieser Stelle bewusst nichts nach. Eine Netzangabe zur 0155, die wir nicht belegen können, gehört nicht in diesen Beitrag. Wer es genau wissen muss, nutzt die technische Netzabfrage — der einzige Weg, der auch bei portierten Nummern stimmt.

Einen Sonderfall dokumentiert die Behörde ausdrücklich, und er passt zur Lage der 0155: Bei zwei Blöcken vermerkt sie eine Netznutzungsvereinbarung — bei der 01529 mit der TP Germany Operations GmbH, bei der 01579 mit der Sipgate Wireless GmbH. Der Block bleibt dort beim zugeteilten Unternehmen, wird aber vertraglich mitgenutzt. Bei den 20 Blöcken von 1&1 steht kein solcher Vermerk, obwohl auch dort fremde Kapazität im Spiel ist. Wer beim Tarifvergleich wissen will, welches Netz am eigenen Wohnort trägt, findet die Einordnung in unserem Vergleich der Handynetze.

So findet ihr das echte Netz einer 0155-Nummer heraus

Es gibt genau einen zuverlässigen Weg, und er heißt Netzabfrage — bei der 0155 ist er unverzichtbar, weil hier ein Netzbetreiber und zwei Diensteanbieter direkt nebeneinanderliegen. Die deutschsprachige Wikipedia listet die Kurzwahlen der drei großen Netze: 4387 bei der Telekom, 12313 bei Vodafone und eine SMS mit dem Text „NETZ“ plus Rufnummer an die 4636 bei o2 (Netzabfrage, Stand: August 2026).

So geht ihr vor:

  • 1. Vollständige Nummer notieren — inklusive Vorwahl, ohne Leerzeichen.
  • 2. Netzabfrage des eigenen Anbieters nutzen. Sie fragt die tatsächlich hinterlegte Netzzuordnung ab, nicht die Vorwahl.
  • 3. Ergebnis mit der Zuteilung vergleichen. Weicht es ab, wurde die Nummer portiert — völlig normal.
  • 4. Bei unbekannten Anrufern zusätzlich recherchieren, statt zurückzurufen.

Ein Hinweis zur Erwartungshaltung: Die Netzabfrage nennt euch das Netz, nicht den Anbieter und schon gar nicht den Namen des Anschlussinhabers. Bei der 0155 ist genau das die entscheidende Auskunft, weil ein Netzbetreiber im Aufbau parallel fremde Kapazität nutzt und die Zuteilung darüber nichts sagt. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht; wer nur das Netz wissen will, bekommt eine belastbare Auskunft.

Was nicht funktioniert: aus der 0155 auf den Tarif, den Anbieter oder gar die Person schließen. Selbst die Ziffern, die 1&1, Lebara und die interactive digital media GmbH voneinander trennen, sagen über den Menschen am anderen Ende nichts. Wer hinter einer Nummer steckt, lässt sich über eine Telefonnummer-Rückwärtssuche nur eingeschränkt klären — bei Mobilfunknummern in aller Regel gar nicht, weil sie standardmäßig nicht in öffentlichen Verzeichnissen stehen.

Vorwahl 0155 und Spam: was wirklich dahintersteckt

Unbekannter Anruf mit Vorwahl 0155 - Spam und Spoofing erkennen

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Die Verbraucherzentrale warnt bei unbekannten Anrufen vor sogenannten Ping-Calls: Ein Rückruf könne bis zu 3 Euro pro Minute kosten (Verbraucherzentrale, Stand: August 2026). Wichtig für die Einordnung: Diese Warnung betrifft Auslandsnummern — eine deutsche 0155-Nummer im Display kostet beim Rückruf ganz normale Inlandsgebühren.

Das eigentliche Risiko bei deutschen Mobilfunkvorwahlen ist ein anderes: Rufnummern-Spoofing. Die angezeigte Nummer lässt sich fälschen, sodass ein Anruf mit einer beliebigen 0155-Nummer im Display erscheint, ohne dass er von dort kommt. Eine deutsche Vorwahl ist deshalb kein Vertrauensbeweis.

Drei Muster, bei denen ihr aufmerksam werden solltet:

  • Es klingelt nur ein- bis zweimal. Seriöse Anrufer lassen es länger läuten oder versuchen es erneut.
  • Der Anrufer drängt. Angebliche Gewinne, angebliche Konto- oder Vertragsprobleme, Zeitdruck — das klassische Muster unerlaubter Werbeanrufe.
  • Es wird nach Daten gefragt. Kein seriöses Unternehmen erfragt Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen am Telefon.

Was ihr bei einem unbekannten Anruf mit 0155 tun könnt: nicht zurückrufen, die Nummer im Telefon blockieren und bei Wiederholung Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einlegen — mit der angezeigten Rufnummer, sonst kann die Behörde nichts tun. Dass die 0155 zum größten Teil 1&1 zugeteilt ist, sagt über den Anrufer nichts. Wie die verwandte Masche mit ausländischen Vorwahlen funktioniert, steht in unserem Ratgeber zu Ping-Calls aus dem Ausland.

Vor- & Nachteile der Vorwahl-Auskunft im Überblick

Die Zuteilungsliste ist mit 77 Blöcken vollständig und amtlich (Bundesnetzagentur, Stand: August 2026) — für die 0155 führt sie allein 23 davon auf und beantwortet trotzdem nur die halbe Frage. Was die Vorwahl leistet und was nicht:

Dafür taugt die Vorwahl 0155 Dafür taugt sie nicht
Sie zeigt die ursprüngliche Zuteilung laut Behörde Sie beweist nicht, in welchem Netz die Nummer heute liegt
Sie belegt, dass es eine deutsche Mobilfunknummer ist Sie verrät weder Anbieter noch Tarif noch Region
Sie hilft, Zahlendreher zu erkennen Sie schützt nicht vor gefälschten Absendernummern
Sie ist amtlich dokumentiert und nachprüfbar Sie sagt nichts über Prepaid oder Vertrag aus

Häufige Fragen zur Vorwahl 0155

Die folgenden Antworten stützen sich auf die Zuteilungsliste der Bundesnetzagentur mit ihren 77 Blöcken sowie auf Paragraf 59 TKG (Stand: August 2026).

Welches Netz ist die Vorwahl 0155?

Die 0155 ist der 1&1 Mobilfunk, Lebara und interactive digital media zugeteilt — und damit keinem der vier deutschen Netzbetreiber. Welches Funknetz dahintersteckt, ist aus amtlichen Quellen nicht belegbar. Das ist die ursprüngliche Zuteilung laut Bundesnetzagentur. Für eine einzelne Nummer ist damit noch nicht gesagt, in welchem Netz sie heute liegt.

Kann ich aus der 0155 sicher auf den Anbieter schließen?

Nein. Die Vorwahl zeigt, wer den Rufnummernblock zugeteilt bekommen hat. Seit der Rufnummernmitnahme kann jede Nummer den Anbieter gewechselt haben, ohne dass sich eine Ziffer ändert. Sicherheit gibt nur die Netzabfrage.

Wie schreibe ich eine 0155-Nummer international?

Die führende Null entfällt und wird durch die deutsche Ländervorwahl ersetzt: Aus 0155 wird +49 155. Der Rest der Nummer bleibt unverändert.

Wie finde ich heraus, in welchem Netz eine 0155-Nummer wirklich liegt?

Über die Netzabfrage. Die Telekom nutzt dafür die Kurzwahl 4387, Vodafone die 12313, o2 eine SMS mit „NETZ“ und der Rufnummer an die 4636. Nur dieses Verfahren berücksichtigt portierte Nummern.

Ist eine 0155-Nummer Prepaid oder Vertrag?

Das lässt sich aus der Vorwahl nicht ablesen. Die Zuteilungsliste unterscheidet ausschließlich nach Rufnummernblöcken und Unternehmen, nicht nach Tarifmodell. Prepaid- und Vertragsnummern stammen aus denselben Blöcken.

Ist ein Anruf von einer 0155-Nummer Spam?

Nicht grundsätzlich — es ist eine reguläre deutsche Mobilfunkvorwahl. Verdächtig wird es beim typischen Muster: einmal kurzes Klingeln, Zeitdruck am Telefon oder Fragen nach Zugangs- und Zahlungsdaten. Die angezeigte Nummer selbst ist kein Beweis, weil sie sich fälschen lässt.

Kann ich meine 0155-Nummer zu einem anderen Anbieter mitnehmen?

Ja. Die Rufnummernmitnahme ist gesetzlich garantiert und seit dem 1. Dezember 2021 für Endnutzer entgeltfrei. Im Mobilfunk ist sie sogar vor dem Vertragsende möglich; der alte Vertrag läuft dann bis zum Kündigungstermin weiter.

Warum steht in älteren Tabellen ein anderes Netz zur 0155?

Weil Zuteilungen sich ändern. Durch Fusionen sind ganze Prefixe an andere Unternehmen übergegangen — bei den ehemaligen E-Plus-Bereichen etwa an Telefónica. Maßgeblich ist immer die aktuelle Liste der Bundesnetzagentur, nicht eine ältere Übersicht.

Fazit zur Vorwahl 0155

Die 0155 ist laut Bundesnetzagentur mit 23 Rufnummernblocke vergeben (Stand: August 2026) — drei Unternehmen, darunter 1&1. Das ist die amtliche Zuteilung, und sie ist der Ausgangspunkt jeder seriösen Antwort.

Drei Sätze, die ihr euch merken solltet:

  • Die Vorwahl zeigt die Herkunft, nicht den heutigen Stand. Sie sagt, wer die Nummer ausgegeben hat.
  • Die Rufnummernmitnahme hat die alte Regel entwertet. Sie ist kostenlos, schnell und millionenfach genutzt.
  • Nur die Netzabfrage gibt Sicherheit. Alles andere ist eine begründete Vermutung.

Auch aus dieser Serie:

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Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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