RufnummernĂŒbernahme 2026: So nehmt ihr eure Handynummer beim Anbieterwechsel mit
Die Rufnummernmitnahme ist seit Dezember 2021 komplett kostenlos â und 2026 bekommt ihr beim Wechsel oft sogar einen Bonus von bis zu 150 ⏠obendrauf. Egal ob Mobilfunk, Festnetz oder Prepaid: Mit der richtigen Vorbereitung dauert die Portierung selten lĂ€nger als ein paar Tage, ohne dass ihr unter eurer alten Nummer nicht erreichbar seid. Dieser Ratgeber zeigt euch, wie die RufnummernĂŒbernahme 2026 ablĂ€uft, welche Fristen gelten und wo die typischen Stolperfallen lauern â Stand: Mai 2026.
Was bedeutet RufnummernĂŒbernahme eigentlich?
Mit âRufnummernmitnahme“ (oder âPortierung“) ist gemeint, dass ihr eure bestehende Telefonnummer beim Wechsel zu einem neuen Anbieter behaltet. Niemandem muss eine neue Nummer mitgeteilt werden, alte SMS-VerlĂ€ufe und Messenger-Konten bleiben einfach funktionsfĂ€hig.
Geregelt ist das Ganze in § 59 des Telekommunikationsgesetzes (TKG), zuletzt geĂ€ndert am 11. MĂ€rz 2026. Der aufnehmende Anbieter â also der neue â fĂŒhrt den Prozess. Ihr mĂŒsst nicht parallel mit eurem alten Provider sprechen, sondern stellt den Portierungsantrag direkt bei der neuen Marke. Den Rest klĂ€ren die Anbieter untereinander.
Technisch passiert dabei Folgendes: Eure Rufnummer wird im sogenannten Portierungsdatenaustauschverfahren der Bundesnetzagentur von einem Anbieter zum nĂ€chsten ĂŒbertragen. Das funktioniert fĂŒr Mobilfunknummern, geografische Festnetznummern (z. B. die 089 fĂŒr MĂŒnchen) und auch fĂŒr nicht geografische Nummern wie 0700 oder 0800.
Was kostet die Rufnummernmitnahme 2026?

Die Antwort ist herrlich kurz: 0 âŹ. Seit dem 1. Dezember 2021 ist es Anbietern gesetzlich verboten, Endkunden ein Entgelt fĂŒr die Rufnummernmitnahme in Rechnung zu stellen (§ 59 Abs. 7 TKG). Davor waren bis zu 30 âŹ ĂŒblich â vorbei.
Im Gegenteil: Viele Anbieter zahlen 2026 sogar einen Wechselbonus von 10 bis 150 âŹ, wenn ihr eure Nummer mitbringt. Der Bonus wird meist als Gutschrift auf die ersten Rechnungen verbucht oder als einmalige Auszahlung nach erfolgreicher Portierung ĂŒberwiesen. Aktuelle Wechselbonus-Aktionen findet ihr unter anderem bei Sparhandy, Preis24, DeinHandy und Logitel â oft kombiniert mit zusĂ€tzlichen Tarif-Rabatten.
Eine wichtige Ausnahme gibt es aber: Wer seine Nummer vor Vertragsende mitnehmen will (sogenannte âsofortige Portierung“), muss beim Altanbieter eine kostenpflichtige VerzichtserklĂ€rung unterschreiben. Die GebĂŒhr liegt in der Regel zwischen 20 und 30 ⏠und ist nicht gesetzlich gedeckelt. Wer warten kann, spart sich diese Kosten und lĂ€sst die Nummer zum regulĂ€ren Vertragsende portieren.
Wie lĂ€uft die Portierung 2026 Schritt fĂŒr Schritt ab?

Der ganze Prozess ist erstaunlich unkompliziert, wenn ihr ihn der Reihe nach abarbeitet. So sieht der Standardablauf 2026 aus:
- Neuen Tarif auswĂ€hlen und abschlieĂen: WĂ€hrend der Bestellung beim neuen Anbieter aktiviert ihr die Checkbox âRufnummer mitnehmen“ und gebt die zu portierende Nummer plus aktuellen Anbieter an.
- Portierungsformular ausfĂŒllen: Hier kommen Vor- und Nachname, Adresse, Geburtsdatum, Kundennummer und die Rufnummer rein â exakt so wie beim Altanbieter hinterlegt. Schon ein abweichender Bindestrich kann die Portierung scheitern lassen.
- Wunschtermin angeben: Bei âPortierung zum Vertragsende“ nennt ihr das offizielle Vertragsende-Datum. Bei âsofortiger Portierung“ sucht ihr ein Datum innerhalb der nĂ€chsten 1â2 Wochen aus.
- Altvertrag kĂŒndigen (sofern nicht ohnehin abgelaufen): Die Portierung ersetzt nicht die KĂŒndigung. Auch nach erfolgreicher Rufnummernmitnahme lĂ€uft der alte Vertrag weiter, wenn ihr ihn nicht aktiv kĂŒndigt.
- BestĂ€tigung abwarten: Der neue Anbieter informiert euch per E-Mail ĂŒber den Eingang des Antrags, den geplanten Portierungstermin und den Erfolg der Mitnahme.
- SIM-Karte / eSIM aktivieren: Am Portierungstag legt ihr die neue SIM ein bzw. aktiviert die eSIM. Die Umstellung erfolgt meist binnen weniger Stunden, oft sogar in Minuten.
Laut Vorgabe der Bundesnetzagentur darf die Versorgungsunterbrechung am Wechseltag maximal einen Arbeitstag betragen. In der Praxis funktioniert es meist deutlich schneller â viele Kunden berichten von Portierungen, die innerhalb von 1 bis 2 Stunden erledigt sind.
Welche Fristen mĂŒsst ihr 2026 kennen?
Wer Fristen kennt, vermeidet 90 Prozent aller Portierungs-Pannen. Diese ZeitrÀume solltet ihr 2026 auf dem Schirm haben:
- Vorlauf: Die Portierung beim neuen Anbieter mindestens 5 bis 10 Arbeitstage vor dem Wunschtermin beantragen. Beim Festnetz lieber 3 Wochen einplanen, da hier mehr Akteure beteiligt sind.
- Portierung nach Vertragsende: Ihr habt gesetzlich einen Monat Zeit nach Vertragsende, die Portierung zu beauftragen. Telekom, Vodafone und o2 rĂ€umen aus Kulanz sogar oft bis zu 90 Tage ein. Danach verfĂ€llt die Nummer endgĂŒltig.
- Dienstunterbrechung: Maximal 1 Arbeitstag â gesetzlich vorgegeben.
- EntschĂ€digung bei Verzögerung: Wenn der aufnehmende Anbieter den vereinbarten Termin nicht einhĂ€lt, habt ihr Anspruch auf eine pauschale EntschĂ€digung von 10 ⏠pro versĂ€umtem Tag (mindestens 10 ⏠pro Fall). Geltend machen mĂŒsst ihr den Anspruch aktiv beim Anbieter.
- KĂŒndigungsfrist Altvertrag: Mit dem TKG-Update gilt seit 2021 eine maximale KĂŒndigungsfrist von 1 Monat nach der Mindestvertragslaufzeit. Wer also schon einmal verlĂ€ngert hat, kann jederzeit zum Monatsende kĂŒndigen.
Goldene Regel: Erst neuen Vertrag inkl. Portierungsauftrag fixieren, dann den alten kĂŒndigen. Wer in der falschen Reihenfolge handelt, riskiert ein paar Tage ohne Nummer â und Stress mit den Kontakten.
HĂ€ufige Stolperfallen bei der Portierung â ïž

Das hier sind die Klassiker, an denen Portierungen 2026 immer noch scheitern:
1. Daten stimmen nicht ĂŒberein
Die hĂ€ufigste Pannenursache. Bei der Bank heiĂt ihr âMax MĂŒller“, beim Altanbieter steht aber noch âMaximilian Mueller“ â Portierung abgelehnt. Vor der Antragstellung im Kundenkonto des Altanbieters einmal alle Stammdaten checken und ggf. korrigieren lassen.
2. Falsche Kundennummer
Beim Mobilfunk meist auf der Rechnung zu finden, beim Festnetz manchmal versteckt im Kundenkonto. Bei Drillisch-Marken (1&1, winSIM, simplytel, PremiumSIM) ist die Kundennummer im persönlichen Bereich unter âVertragsdetails“ zu sehen.
3. Markenwechsel innerhalb des gleichen Anbieters
Beispiel: Wechsel von Klarmobil zu mobilcom-debitel (beide Freenet) â die Portierung scheitert, weil die Nummer technisch im gleichen Netz bleibt. Ausnahme: Bei 1&1-Drillisch-Marken ist seit 2024 die Portierung zwischen den Marken möglich. Wer ganz sichergehen will, vorher beim Anbieter nachfragen.
4. KĂŒndigung vor Portierung
Wer den Altvertrag bereits gekĂŒndigt hat und die Frist von 1 Monat (bzw. 90 Tagen Kulanz) verpasst, verliert die Nummer. Reihenfolge merken: Neuer Vertrag mit Portierungsauftrag â dann Altvertrag kĂŒndigen.
5. Prepaid ohne VerzichtserklÀrung
Bei Prepaid-Tarifen muss der Kunde zusÀtzlich eine VerzichtserklÀrung einreichen, die bestÀtigt, dass das Restguthaben verfÀllt bzw. ausgezahlt wird. Ohne diese ErklÀrung lÀuft nichts.
6. Sperre durch unbezahlte Rechnung
Wer beim Altanbieter offene Rechnungen hat, kann eine Sperre der Portierung riskieren. Vor dem Antrag offene BetrÀge ausgleichen.
Sonderfall Prepaid: Was ist anders?
Prepaid-Nummern lassen sich genauso portieren wie Vertragsnummern â der Ablauf ist nur einen Schritt lĂ€nger:
- VerzichtserklÀrung an den Altanbieter senden: Damit gebt ihr offiziell euer Nutzungsrecht an der Prepaid-Karte auf. Erst danach kann der neue Anbieter die Portierung beantragen.
- Restguthaben sichern: Viele Prepaid-Anbieter zahlen das Restguthaben auf Antrag aus oder verrechnen es mit der letzten Rechnung. Manchmal verfĂ€llt es auch â daher vor Antragstellung Guthaben aufbrauchen oder explizit eine Auszahlung anfordern.
- Personalausweis bereithalten: Bei Prepaid wird hĂ€ufig nochmal eine IdentitĂ€tsprĂŒfung verlangt, weil die Karten ursprĂŒnglich oft anonym registriert wurden.
Beim Wechsel von einem Vertrag zu einem Prepaid-Tarif (oder umgekehrt) gibt es keine technischen HĂŒrden â die Nummer ist von der Tarifart unabhĂ€ngig portierbar.
Rufnummernmitnahme bei Festnetz und DSL
Beim Festnetz funktioniert die Portierung im Prinzip genauso â mit zwei Besonderheiten:
1. Nur zum Vertragsende möglich: Anders als beim Mobilfunk gibt es bei FestnetzvertrĂ€gen keine âsofortige Portierung“ gegen GebĂŒhr. Der alte Vertrag muss am Tag der Portierung beendet sein.
2. LĂ€ngere Vorlaufzeit: Rechnet beim Festnetz mit mindestens 10 Arbeitstagen, lieber drei Wochen. Vor allem bei GlasfaseranschlĂŒssen ist mehr Koordination zwischen den Anbietern nötig.
Wichtig: Beim Wechsel zwischen DSL/Kabel und Glasfaser muss meist ein Techniker vor Ort sein. Das verlĂ€ngert die Umstellung um ein paar Tage. Manche Anbieter bieten parallel zur Portierung einen âOverlap-Modus“ an â beide AnschlĂŒsse laufen ein paar Tage parallel, damit ihr nicht offline seid. Bei Telekom, Vodafone und o2 sind solche ĂberbrĂŒckungsangebote 2026 Standard.
Was tun, wenn die Portierung scheitert?
Wenn der Wechsel nicht klappt oder sich verzögert, habt ihr drei Eskalationsstufen:
- Neuen Anbieter kontaktieren: In der Regel reicht ein Anruf bei der Hotline oder eine E-Mail mit dem Hinweis auf den verpassten Wunschtermin. Schriftlich Frist setzen (z. B. 7 Tage), bis wann die Portierung erfolgt sein soll.
- EntschĂ€digung einfordern: Pro Tag der Verzögerung 10 ⏠â bei Komplettausfall (kein Internet, keine Telefonie) sogar mehr. Anspruch schriftlich geltend machen, mit Datum und Vorgangsnummer.
- Beschwerde bei der Bundesnetzagentur: Ăber das Online-Formular der Bundesnetzagentur könnt ihr kostenlos eine Verbraucherbeschwerde einreichen. Die Behörde vermittelt zwischen euch und dem Anbieter â in den meisten FĂ€llen reagieren die Provider innerhalb weniger Tage.
ZusĂ€tzlich hilft die Verbraucherzentrale bei juristischen Fragen rund um den Anbieterwechsel â der Erstkontakt ist meist kostenlos.
HĂ€ufige Fragen zur RufnummernĂŒbernahme 2026
Wie lange dauert die Portierung 2026?
In den meisten FĂ€llen dauert die Portierung 1 bis 2 Wochen. Die eigentliche Umstellung am Portierungstag selbst geht oft binnen weniger Stunden ĂŒber die BĂŒhne. Die maximale Dienstunterbrechung darf laut Bundesnetzagentur einen Arbeitstag nicht ĂŒberschreiten.
Was kostet die Rufnummernmitnahme 2026?
FĂŒr Endkunden ist die Portierung seit Dezember 2021 komplett kostenlos. Nur bei einer sofortigen Portierung vor Vertragsende verlangt der Altanbieter eine BearbeitungsgebĂŒhr â meist 20 bis 30 âŹ. Wechselboni von 10 bis 150 ⏠beim neuen Anbieter machen den Wechsel sogar oft lukrativ.
Muss ich den alten Vertrag selbst kĂŒndigen?
Ja. Die Rufnummernmitnahme ist ein technischer Vorgang und ersetzt keine KĂŒndigung. Auch nach erfolgreicher Portierung lĂ€uft euer alter Vertrag weiter, wenn ihr ihn nicht aktiv kĂŒndigt. Der neue Anbieter darf laut Gesetz nur kĂŒndigen, wenn ihr ihn explizit dazu beauftragt.
Wie lange habe ich nach Vertragsende Zeit, die Nummer zu portieren?
Gesetzlich habt ihr mindestens 30 Tage nach Vertragsende Zeit, die Portierung zu beantragen (§ 59 Abs. 6 TKG). Telekom, Vodafone und o2 verlÀngern diese Frist freiwillig auf bis zu 90 Tage. Danach wird die Nummer freigegeben und kann nicht mehr mitgenommen werden.
Kann ich auch eine Prepaid-Nummer portieren?
Ja, ohne EinschrĂ€nkungen. Ihr mĂŒsst aber eine VerzichtserklĂ€rung beim alten Prepaid-Anbieter einreichen und solltet euer Restguthaben vorher aufbrauchen oder eine Auszahlung anfordern.
Was passiert bei einem Wechsel innerhalb desselben Anbieters?
Innerhalb des gleichen Konzerns ist die Portierung oft nicht möglich, weil die Nummer im gleichen Netz bleibt. Ausnahme: Bei 1&1-Drillisch-Marken ist die Portierung zwischen den Marken seit 2024 erlaubt. Bei Klarmobil/Freenet-Marken funktioniert es in der Regel nicht.
Kann ich auch eine eSIM portieren?
Ja. Der Portierungsablauf ist identisch â am Tag der Aktivierung erhaltet ihr vom neuen Anbieter einen QR-Code per E-Mail oder in der App, mit dem ihr die eSIM in den Smartphone-Einstellungen aktiviert. Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 bieten 2026 alle eine eSIM-only-Aktivierung an.
Was tun, wenn die Portierung scheitert?
Zuerst Daten und Kundennummer mit dem Altanbieter abgleichen â das ist in 80 % der FĂ€lle die Ursache. Wenn der neue Anbieter den Wunschtermin verpasst, könnt ihr eine EntschĂ€digung von 10 ⏠pro Tag verlangen. Bei gröĂeren Problemen hilft die Bundesnetzagentur ĂŒber ihren kostenlosen Schlichtungsdienst.
Fazit: RufnummernĂŒbernahme 2026 â kostenlos, schnell und mit Bonus
Die Rufnummernmitnahme ist 2026 so kundenfreundlich wie nie. Kostenlos, maximal ein Arbeitstag ohne Empfang, gesetzlich abgesichert â und in vielen FĂ€llen mit einem dreistelligen Wechselbonus belohnt. Wer einmal verstanden hat, in welcher Reihenfolge er handeln muss, kann den Wechsel binnen 10 Minuten online beauftragen. Die drei wichtigsten Regeln fĂŒr 2026:
- 1ïžâŁ Erst Portierungsauftrag, dann KĂŒndigung: Sonst verliert ihr die Nummer.
- 2ïžâŁ Daten exakt ĂŒbernehmen: Ein Buchstabendreher reicht fĂŒr die Ablehnung.
- 3ïžâŁ Wechselbonus mitnehmen: Bis zu 150 ⏠kassieren statt fĂŒr den Wechsel zu zahlen.
Aktuelle Wechselbonus-Aktionen und neue Handytarife mit Portierungs-PrĂ€mie findet ihr jederzeit in unserer Handytarif-Ăbersicht und in den tagesaktuellen Bonus-Deals.
Wer plant, in der nĂ€chsten Black Week (27. November 2026) den Anbieter zu wechseln, sollte das Portierungsformular schon Mitte November griffbereit haben â dann lĂ€uft der Wechsel pĂŒnktlich zum besten Tarif-Zeitpunkt des Jahres. đâ
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