Venedig-Eintritt 2027: Steigt die Gebühr auf 30 Euro? Was Tagesgäste jetzt wissen müssen
Den Venedig-Eintritt, offiziell „Contributo di accesso“, zahlen Tagesgäste über 14 Jahren nur an festgelegten Tagen zwischen 8.30 und 16 Uhr: 2026 waren es 60 Tage vom 3. April bis 26. Juli, zu 5 Euro bei Buchung spätestens am vierten Tag vor dem Besuch und sonst zu 10 Euro. Die Saison 2026 ist seit dem 26. Juli vorbei; die 30 Euro für 2027 sind bislang nur ein Vorschlag der Stadt, und ohne ein neues Gesetz in Rom bleibt es beim Höchstbetrag von 10 Euro. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Aktuell zahlt ihr keinen Eintritt: Die Pflicht galt 2026 nur an 60 Tagen zwischen dem 3. April und dem 26. Juli, jeweils von 8.30 bis 16 Uhr.
- Wer spätestens am vierten Tag vor dem Besuch bucht, zahlt 5 Euro, wer später bucht 10 Euro. Kinder bis 14 Jahre zahlen nichts.
- Wer in einer Unterkunft der Gemeinde Venedig übernachtet, auch in Mestre, ist befreit, muss sich aber registrieren und zahlt stattdessen die Kurtaxe.
- Die 30 Euro für 2027 hat der Finanzstadtrat im Interview genannt. Beschlossen ist nichts, das Gesetz deckelt den Beitrag bisher bei 10 Euro.
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Muss man als Tourist Eintritt in Venedig zahlen?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Ja, aber nur als Tagesgast, nur an festgelegten Tagen und nur zwischen 8.30 und 16 Uhr. Laut der Informationsseite der Stadt Venedig galt der Beitrag 2026 an 60 nicht zusammenhängenden Tagen vom 3. April bis zum 26. Juli; beschlossen hat ihn der Stadtrat mit Beschluss Nr. 190 vom 16. September 2025.
Der Venedig-Eintritt ist eine städtische Abgabe, die jede Person über 14 Jahren zahlt, die an diesen Tagen die historische Altstadt betritt, ohne in der Gemeinde zu übernachten. Er ist kein Museumsticket und kein Fahrschein, sondern ersetzt für Tagesgäste die Kurtaxe, die Übernachtungsgäste ohnehin an ihr Hotel zahlen. Die Stadt nennt ihn Contributo di accesso, in deutschen Medien heißt er meist Eintrittsgebühr oder Tagesticket.
Wer jetzt im Herbst fährt, muss nichts tun. Die Stadt hat am 26. Juli 2026 das Ende der Saison gemeldet, und ein Kalender für 2027 ist bis heute nicht veröffentlicht. Für eine Reise im Oktober, im Winter oder zu Silvester braucht ihr weder eine Registrierung noch einen QR-Code.
Wer dagegen schon einen Kurztrip für Ostern, Pfingsten oder einen Brückentag im Frühjahr 2027 plant, sollte den Beitrag einrechnen: In allen drei bisherigen Jahren lag der Schwerpunkt genau auf Feiertagen und Wochenenden zwischen April und Juli. Wer seine Reise so plant, dass der Venedig-Eintritt keine Überraschung wird, braucht vor allem drei Angaben — Tag, Uhrzeit und Unterkunft. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Beschlüsse und Pressemitteilungen der Stadt Venedig, die zugrunde liegenden italienischen Gesetze und die Tarife der Verkehrsbetriebe und Museen ausgewertet.
An welchen Tagen muss man in Venedig Eintritt bezahlen?
2026 musstet ihr an 60 Tagen zahlen, 2025 an 54 und im ersten Versuchsjahr 2024 an 29. Die Stadt hat den Kalender also jedes Jahr ausgeweitet und dabei vor allem Wochenenden, Brückentage und die Osterzeit erfasst. Laut Mitteilung der Stadt vom 2. März 2026 fielen die Pflichttage 2026 auf diese Daten:
- April 2026: 3. bis 6., 10. bis 12., 17. bis 19. und 24. bis 30. April
- Mai 2026: 1. bis 3., 8. bis 10., 15. bis 17., 22. bis 24. und 29. bis 31. Mai
- Juni 2026: 1. bis 7., 12. bis 14., 19. bis 21. und 26. bis 28. Juni
- Juli 2026: 3. bis 5., 10. bis 12., 17. bis 19. und 24. bis 26. Juli
Das Muster ist deutlich: Freitag bis Sonntag in fast jeder Woche, dazu durchgehende Blöcke um Ostern, den 25. April, den 1. Mai und den italienischen Nationalfeiertag am 2. Juni. Montag bis Donnerstag außerhalb dieser Blöcke war der Besuch auch in der Saison frei.
| Jahr | Pflichttage | Betrag |
|---|---|---|
| 2024 | 29 | 5 Euro |
| 2025 | 54 | 5 oder 10 Euro |
| 2026 | 60 | 5 oder 10 Euro |
| 2027 | offen | offen |
Stand 24.09.2026. Tage und Beträge 2025 und 2026 laut Mitteilungen der Stadt Venedig, 2024 laut Berichterstattung zum Start (Il Post). 5 Euro galten seit 2025 für eine Buchung bis zum vierten Tag vor dem Besuch, 10 Euro für eine spätere Buchung.
Die Zeiten blieben in allen drei Jahren gleich. Wer vor 8.30 Uhr in der Altstadt ankommt oder erst nach 16 Uhr, zahlt auch an einem Pflichttag nichts. Für Abendbesuche, etwa zu einem Konzert oder einem Essen, war der Beitrag deshalb nie fällig.
Offen ist, ob der Kalender 2027 noch größer wird. Laut dem Interview des Finanzstadtrats Michele Zuin mit der Zeitung Il Gazzettino denkt die Stadt darüber nach, auch Tage im März und im September aufzunehmen; entschieden sei das aber noch nicht. Die Hotels hätten eine längere Saison sogar selbst gewünscht, jeder zusätzliche Tag kostet die Stadt aber Personal für Kontrollen.
Wie hoch ist die Tagesgebühr für Venedig und wie zahle ich sie?

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Die Tagesgebühr kostete 2026 genau 5 Euro, wenn ihr spätestens am vierten Tag vor dem Besuch gebucht habt, und 10 Euro bei einer späteren Buchung oder bei der Zahlung am Ankunftstag. Die Stadt begründet die Staffel in ihrer Mitteilung vom März 2026 damit, dass sie die Vorausbuchung stärken und die Besucherströme besser steuern will.
Ein Beispiel macht die Frist greifbar: Für einen Besuch am Samstag, dem 2. Mai, galt der Frühbucherpreis bis einschließlich Dienstag, dem 28. April. Ab Mittwoch kostete dieselbe Registrierung 10 Euro, laut Bilanz der Stadt also in den drei Tagen vor dem Besuch und am Besuchstag selbst. Maßgeblich ist der Tag der Zahlung, nicht der Tag, an dem ihr die Reise gebucht habt.
Bezahlt wird über das Portal der Stadt unter cda.ve.it, das auch auf Deutsch zur Verfügung steht. Nach der Zahlung bekommt ihr einen QR-Code aufs Handy oder zum Ausdrucken. Laut Stadt belegt dieser Code entweder die Zahlung oder die Befreiung, und ihr müsst ihn während des Besuchs immer bei euch tragen. Kontrolliert wird laut Stadt durch eigenes Personal an den wichtigsten Zugängen zur Altstadt.
Gebaut hat das Portal die städtische IT-Gesellschaft Venis, die Stadt beschreibt es als mehrsprachige Plattform für alle Kanäle. Kinder bis 14 Jahre zahlen nichts; die Stadt verlangt den Beitrag ausdrücklich nur von Personen „di età superiore ai 14 anni“, also von Personen, die älter als 14 Jahre sind.
Welche Strafen drohen bei fehlender Registrierung?
Wer an einem Pflichttag ohne gültigen QR-Code kontrolliert wird, muss laut Stadt mit einem Bußgeld zwischen 25 und 150 Euro rechnen, dazu kommen 10 Euro für den nachträglich fälligen Beitrag. Wer falsche Angaben macht, um sich eine Befreiung zu erschleichen, riskiert zusätzlich eine Strafanzeige.
Die Kontrollen sind real. Laut dem Lokalportal VeneziaToday, das die Bilanz der Stadt zusammengefasst hat, schrieb die Stadtpolizei in der Saison 2026 insgesamt 2.642 Protokolle; wie viele davon mit einem Bußgeld endeten, hat die Stadt nicht veröffentlicht. Ein Bescheid aus Italien kann auch Monate später noch nach Deutschland kommen. Wie das mit der Vollstreckung läuft, erklären wir im Ratgeber zu Maut und Bußgeld aus dem Ausland.
Wer ist von der Venedig-Eintrittsgebühr befreit?
Befreit sind vor allem Übernachtungsgäste in der Gemeinde Venedig, Einwohner der Region Venetien und Kinder bis 14 Jahre. Die Stadt Venedig unterscheidet dabei zwei Gruppen, die sich nur beim Aufwand unterscheiden: Wer ausgeschlossen ist, hat mit dem Beitrag gar nichts zu tun, wer befreit ist, muss sich trotzdem registrieren.
Vom Beitrag ausgeschlossen sind laut Satzung:
- Einwohner: Wer in der Gemeinde Venedig gemeldet ist.
- Beschäftigte: Angestellte und Selbstständige, die in der Stadt arbeiten, auch als Pendler.
- Schüler und Studierende: Wer eine Schule oder Hochschule in der Altstadt oder auf den kleineren Inseln besucht.
- Eigentümer: Wer in Venedig die Grundsteuer IMU zahlt, samt Familienangehörigen.
Befreit, aber registrierungspflichtig sind Übernachtungsgäste in Unterkünften der Gemeinde, Menschen, die zu einer medizinischen Behandlung kommen, Teilnehmer an Sportwettkämpfen sowie Ehepartner, Lebensgefährten und Verwandte bis zum dritten Grad von Einwohnern der Altstadt. Die Satzung nennt weitere Einzelfälle.
Die Einwohner Venetiens hat die Stadt 2026 in ihrer Mitteilung vom 2. März zu den Gruppen gezählt, die weder registrieren noch zahlen müssen. Auf der Informationsseite stehen sie dagegen noch in der Liste der registrierungspflichtigen Befreiten. Für Reisende aus Deutschland spielt der Widerspruch keine Rolle, er zeigt aber, wie wichtig es ist, den eigenen Fall vor der Reise auf dem Portal zu prüfen.
Muss ich mich auch registrieren, wenn ich in Venedig übernachte?
Ja, wer übernachtet, zahlt nichts, muss sich aber auf dem Portal als befreit eintragen und bekommt dafür ebenfalls einen QR-Code. Entscheidend ist, dass die Unterkunft im Gemeindegebiet liegt. Das umfasst nicht nur die Altstadt, sondern auch das Festland mit Mestre und Marghera sowie die Inseln wie den Lido.
Übernachtungsgäste zahlen stattdessen die Kurtaxe, die in Venedig Imposta di soggiorno heißt. Laut der Tarifseite der Stadt wird sie pro Person und Nacht erhoben, höchstens für fünf aufeinanderfolgende Nächte, und hängt von Art, Kategorie und Lage der Unterkunft sowie von der Saison ab. Wie solche Abgaben in anderen Städten Europas aussehen, vergleicht unser Ratgeber zur Touristensteuer.
Gilt die Gebühr auch für den Lido?
Nein, 2026 galt der Beitrag nur für die historische Altstadt. Die Stadt schreibt in ihrer Mitteilung vom März 2026, dass die kleineren Inseln der Lagune ausgenommen bleiben; nach der Übersicht des Wissensportals Geopop gehören dazu Murano, Burano, Torcello, der Lido und Pellestrina. Frei waren auch reine Umsteigeflächen wie der Bahnhof Santa Lucia, der Piazzale Roma und die Insel Tronchetto. Wer also mit dem Zug ankommt und direkt ein Boot nach Murano nimmt, ohne die Altstadt zu betreten, zahlt nichts.
Venedig-Eintritt 2027: Steigt die Gebühr auf 30 Euro?
Möglich, aber beschlossen ist nichts, und die Stadt kann es gar nicht allein beschließen. Die 30 Euro stammen aus einem Interview des Finanzstadtrats Michele Zuin mit der Zeitung Il Gazzettino vom 20. September 2026; über die Höhe entscheiden laut Zuin die Regierung und das Parlament in Rom.
Zuin begründete die Erhöhung damit, dass der heutige Beitrag nicht mehr abschrecke: „ci rendiamo conto che i 5-10 euro attuali sono ormai alla portata di tutti“ — die aktuellen 5 bis 10 Euro seien inzwischen für jeden erschwinglich (Il Gazzettino, 20. September 2026). Es gehe nicht darum, Geld einzunehmen, sondern Tagesgäste an den vollsten Tagen fernzuhalten. Zur Zahl sagte er, man habe auch schon über 50 Euro gesprochen, es könnten aber auch 30 werden.
Die höhere Zahl ist älter. Bürgermeister Simone Venturini hatte im Juni 2026 angekündigt, die Regierung um eine Spanne von 30 bis 50 Euro für ausgewählte Tage zu bitten, wie das Nachrichtenportal Sbircia la Notizia am 19. Juni berichtete. Eine Regel, welche Tage 30 und welche 50 Euro kosten würden, gibt es bis heute nicht.
Warum Rom zustimmen muss
Der Grund liegt im italienischen Recht. Nach dem Gesetzesdekret 23/2011 in der Fassung von 2018 darf Venedig den Zugangsbeitrag erheben, allerdings nur bis zu dem Höchstbetrag, den ein anderes Gesetz für die Übernachtungsabgabe festlegt. Dieses Gesetzesdekret 78/2010 nennt als Obergrenze 10 Euro. Ein Beschluss des Stadtrats über 30 Euro wäre damit unwirksam.
Für 2027 braucht es deshalb zwei Schritte: zuerst ein nationales Gesetz, das die Grenze für Venedig anhebt oder eine Ausnahme schafft, danach einen neuen Beschluss der Stadt mit Beträgen und Kalender. Beides fehlt heute. Wer schon für den Frühling 2027 plant, sollte also mit 5 bis 10 Euro rechnen und einen Aufschlag nicht ausschließen, bis die Stadt den Kalender veröffentlicht.
Parallel denkt die Stadt über eine höhere Kurtaxe nach. Laut Il Gazzettino sind bis zu 8 oder 9 Euro pro Nacht für Fünf-Sterne-Hotels im Gespräch. Auch das ist nur ein Vorschlag, der die Übernachtung verteuern würde, nicht den Tagesbesuch.
Was hat der Venedig-Eintritt 2026 gebracht?

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Die Stadt hat in der Saison 2026 nach vorläufigen Zahlen mehr als 5 Millionen Euro eingenommen und mehr als 650.000 zahlungspflichtige QR-Codes ausgegeben. Das meldete sie in ihrer Mitteilung zum Saisonende am 26. Juli 2026; die Spitzen an den vollsten Tagen hätten sich abgeschwächt.
Genauere Zahlen hat die Stadt kurz darauf nachgereicht, zusammengefasst hat sie das Lokalportal VeneziaToday. Die wichtigsten Werte der Saison 2026:
- Einnahmen: 5.215.035 Euro aus 679.553 zahlungspflichtigen Registrierungen, nach 5,4 Millionen Euro im Jahr 2025.
- Frühbucher: 316.099 Registrierungen oder 46,5 Prozent zum Tarif von 5 Euro, 363.454 oder 53,5 Prozent zum Tarif von 10 Euro.
- Tagesdurchschnitt: 11.326 zahlende Tagesgäste, nach 13.398 im Jahr 2025. Samstags waren es im Schnitt rund 13.661.
- Spitzentag: Samstag, 2. Mai, mit 25.471 Registrierungen. Der zweitvollste Tag kam auf 18.969.
- Verwendung: Nach Abzug der Kosten flossen 1.771.000 Euro in niedrigere Müllgebühren für die Einwohner.
Die Zahlen zeigen zweierlei. Erstens wirkt der Frühbucherpreis: Fast jeder zweite Tagesgast hat mindestens vier Tage vorher gebucht. Zweitens sinkt der Tagesdurchschnitt, was die Stadt als Erfolg wertet. VeneziaToday weist aber darauf hin, dass der Vergleich hinkt, weil 2026 mehr schwache Werktage im Kalender standen als 2025.
Deutlicher ist der Rückgang bei den extremen Tagen. 2024 lagen noch vier von 29 Tagen über 20.000 Registrierungen, 2025 drei von 54 und 2026 nur noch einer von 60. Tourismusstadträtin Silvia Peruzzo Meggetto nennt den Beitrag laut VeneziaToday „non come un numero chiuso“, also ausdrücklich keine Obergrenze für Besucher, sondern ein Werkzeug, um Ströme zu planen und Daten zu sammeln.
Genau hier setzt der Vorschlag für 2027 an. Die Einnahmen sind mit rund 5 Millionen Euro stabil, die Zahl der Tagesgäste sinkt aber nur langsam. Ein Beitrag von 30 Euro wäre für eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern über 14 Jahren ein Posten von 120 Euro, der nach dem Willen der Stadt genau diese Familie zu einem anderen Ausflugsziel bewegen soll.
Was kostet ein Tag in Venedig und wie spart ihr die Gebühr legal?

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Der Eintritt ist der kleinste Posten eines Venedig-Tages, deutlich teurer sind Boote und Museen. Laut den Tarifen der Verkehrsbetriebe ACTV kostet eine einfache Fahrt mit dem Vaporetto 9,50 Euro für 75 Minuten und der Venezia Daily Pass für 24 Stunden 25 Euro.
| Posten | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Venedig-Eintritt | 5 oder 10 Euro | nur an Pflichttagen |
| Vaporetto 75 Minuten | 9,50 Euro | eine Fahrt |
| Venezia Daily Pass | 25 Euro | 24 Stunden |
| Dogenpalast | 30 oder 35 Euro | online oder regulär |
| Peggy Guggenheim | 17 Euro | regulär |
Stand 24.09.2026. Preise je Erwachsenem laut ACTV, Musei Civici di Venezia und Peggy Guggenheim Collection. Der Dogenpalast kostet online 30 Euro bei Kauf mehr als 30 Tage vor dem Besuch; das Ticket umfasst die Museen am Markusplatz.
Ein Tagesausflug mit Daily Pass und Dogenpalast kostet damit an einem Pflichttag 60 bis 70 Euro pro Person, je nachdem ob ihr früh bucht. Laut den Preisen der städtischen Museen kostet der Dogenpalast regulär 35 Euro und online 30 Euro, wenn ihr mehr als 30 Tage vorher kauft. Die Peggy Guggenheim Collection verlangt 17 Euro. Mit 30 Euro Eintritt statt 10 Euro läge derselbe Tag bei 90 Euro.
Die Anreise kommt dazu. Die Deutsche Bahn bietet laut ihrer Angebotsseite zum Super Sparpreis Europa Fahrten nach Italien ab 39,99 Euro an und nennt zwei tägliche Direktverbindungen nach Bologna oder Venedig. Wie ihr Bahn, Hotel und Stadtkarten für eine Städtereise sonst am günstigsten kombiniert, steht in unserem Ratgeber zur günstigen Städtereise.
Den Eintritt selbst könnt ihr auf vier Wegen legal vermeiden:
- Außerhalb der Pflichttage reisen: Montag bis Donnerstag außerhalb der Feiertagsblöcke und alle Tage von August bis März waren 2026 frei.
- Übernachten: Eine Nacht in der Gemeinde, auch in einem günstigeren Hotel in Mestre, befreit vom Beitrag. Ihr zahlt dann die Kurtaxe.
- Uhrzeit nutzen: Vor 8.30 Uhr und nach 16 Uhr wird der Beitrag auch an Pflichttagen nicht erhoben.
- Inseln statt Altstadt: Wer nur Murano, Burano oder den Lido besucht und die Altstadt nicht betritt, zahlt nichts.
Günstige Venedig-Angebote kommen dabei eher selten vorbei. In unserer eigenen Datenbank stehen seit 2019 acht Deal-Beiträge mit Venedig im Titel, vom Flug ab Stuttgart für 10 Euro über zwei Nächte im Vier-Sterne-Hotel bis zur Kreuzfahrt ab Venedig; aktuell ist keiner davon mehr gültig. Wer ein Hotelangebot findet, sollte die Kurtaxe gleich dazurechnen. Das Auswärtige Amt warnt übrigens ausdrücklich vor Taschendieben an den Haltestellen und Fahrkartenschaltern der Vaporetti.
Vor- & Nachteile des Venedig-Eintritts
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Nur 60 Pflichttage, der Rest des Jahres bleibt frei | Kalender kommt jedes Jahr neu und wächst |
| Frühbucher zahlen nur 5 Euro | Bei kurzfristiger Buchung doppelter Preis |
| Kinder bis 14 und Übernachtungsgäste zahlen nichts | Auch Befreite müssen sich meist registrieren |
| Einnahmen senken Müllgebühren der Einwohner | Bußgeld bis 150 Euro plus 10 Euro |
Häufige Fragen zum Venedig-Eintritt
Gilt das Ticket für die ganze Stadt oder nur für den Markusplatz?
Es gilt für die gesamte historische Altstadt, nicht nur für den Markusplatz, und es ist kein Eintritt für Kirchen oder Museen. Der QR-Code belegt nur, dass ihr den Zugangsbeitrag bezahlt habt oder befreit seid. Für den Dogenpalast, die Accademia oder die Peggy Guggenheim Collection braucht ihr weiterhin eigene Tickets.
Wie weise ich die Befreiung von der Gebühr nach?
Über denselben Weg wie die Zahlung: Ihr registriert euch auf dem Portal der Stadt als befreit und bekommt einen QR-Code, den ihr bei euch tragen müsst. Übernachtungsgäste geben dafür ihre Unterkunft an. Bei einer Kontrolle zeigt ihr den Code und gegebenenfalls einen Ausweis vor. Wer für eine Befreiung falsche Angaben macht, riskiert laut Stadt eine Strafanzeige.
Gibt es Ermäßigungen für Kinder in Venedig?
Beim Zugangsbeitrag zahlen Kinder bis einschließlich 14 Jahren gar nichts, weil die Stadt ihn nur von älteren Personen verlangt. Bei Museen gibt es eigene Ermäßigungen: Die städtischen Museen verkaufen für den Dogenpalast ein ermäßigtes Ticket für 15 Euro, die Peggy Guggenheim Collection hat Tarife für Schüler und Studierende.
Muss ich zahlen, wenn ich mit dem Zug ankomme und nur umsteige?
Nein. Bahnhof Santa Lucia, Piazzale Roma und die Verbindung dazwischen waren 2026 ausgenommen. Wer dort nur in ein Boot nach Murano, zum Lido oder zum Flughafen steigt, ohne die Altstadt zu betreten, braucht keinen QR-Code.
Ist der Venedig-Eintritt dasselbe wie die Kurtaxe?
Nein, es sind zwei getrennte Abgaben, die sich gegenseitig ausschließen. Die Kurtaxe zahlen Übernachtungsgäste pro Nacht an ihre Unterkunft, den Zugangsbeitrag zahlen nur Tagesgäste. Das Gesetz erlaubt Venedig den Beitrag ausdrücklich als Alternative zur Kurtaxe.
Wann steht der Kalender für 2027 fest?
Einen Termin hat die Stadt nicht genannt. 2026 hat sie die Beträge im November 2025 bestätigt und das Portal am 3. März 2026 geöffnet, einen Monat vor dem ersten Pflichttag. Mit einem ähnlichen Ablauf für 2027 ist zu rechnen, bei einer Erhöhung über 10 Euro aber erst nach einem Gesetz in Rom.
Fazit: Venedig-Eintritt einplanen, aber nicht überschätzen
Der Venedig-Eintritt ist 2026 ein überschaubarer Posten geblieben: 5 Euro für Frühbucher, 10 Euro für Spätentschlossene, nur an 60 Tagen und nur tagsüber. Die 30 Euro für 2027 sind ein Vorschlag, der erst ein Gesetz in Rom und dann einen neuen Beschluss der Stadt braucht. Bis der Kalender 2027 veröffentlicht ist, bleibt jeder Betrag darüber Spekulation.
Wer im Frühjahr fährt, bucht den QR-Code mindestens vier Tage vorher, meidet Freitag bis Sonntag oder übernachtet eine Nacht, auch günstig in Mestre. Wer im Herbst oder Winter fährt, braucht nichts davon.
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