Tankrabatt 2026: Was ab Oktober gilt — und wie viel an der Zapfsäule ankommt

Der Tankrabatt 2026 ist zurück: Seit dem 1. Oktober ist die Energiesteuer auf Benzin und Diesel bis 31. Dezember 2026 um 14,04 Cent je Liter gesenkt, mit Mehrwertsteuer sind das rund 17 Cent. Bundestag und Bundesrat hatten das Gesetz am 25. September beschlossen; eine Pflicht, den Rabatt weiterzugeben, enthält es nicht, und der angekündigte Spritpreisdeckel ab 2027 ist bisher nur ein Ziel. Wie viel davon an der Zapfsäule ankommt, zeigt der erste Tankrabatt vom Frühjahr: laut Bundeskartellamt 13,8 von 16,7 Cent bei Diesel und 13,0 Cent bei Super E5. Stand: 3. Oktober 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit 1. Oktober in Kraft: 14,04 Cent weniger Energiesteuer je Liter Benzin und Diesel bis 31. Dezember 2026, brutto rund 16,7 Cent.
  • Bei einer 50-Liter-Füllung sind das rechnerisch 8,35 Euro, mit der Weitergabequote aus dem Frühjahr eher 6,50 bis 6,90 Euro.
  • Eine Pflicht, den Rabatt weiterzugeben, gibt es nicht; im Mai und Juni kamen laut Bundeskartellamt 77,8 bis 82,6 Prozent an.
  • Der Spritpreisdeckel „spätestens zum 1. Januar 2027″ ist ein Verhandlungsziel mit der Mineralölwirtschaft, kein Gesetzentwurf.

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Tankrabatt 2026: Was ist beschlossen — und was noch nicht?

Beschlossen ist das Gesetz: Der Bundestag hat den Tankrabatt am Freitag, 25. September 2026, in namentlicher Abstimmung mit 434 Ja- zu 128 Nein-Stimmen bei 0 Enthaltungen angenommen, der Bundesrat hat ihn am selben Tag gebilligt. Der Tankrabatt ist eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, die den Literpreis über die Steuer drückt und nicht über eine Preisvorgabe an die Tankstellen. Laut Bundestag sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 um 14,04 Cent je Liter, inklusive Mehrwertsteuer sind das rund 17 Cent.

Die Steuerausfälle beziffert der Bundestag auf 2,485 Milliarden Euro bei der Energiesteuer und 293 Millionen Euro bei der Umsatzsteuer. Laut Bundesregierung tragen die Länder 1,25 Milliarden Euro über einen sogenannten Umsatzsteuerfestbetrag. Formal steckt der Tankrabatt in einem Gesetz mit ganz anderem Thema: Der Finanzausschuss hat ihn auf Antrag der Koalitionsfraktionen in ein Gesetz zur Versicherungsaufsicht eingefügt, das VSAAG. Eine Pflicht für Mineralölkonzerne und Tankstellen, die Senkung an euch weiterzugeben, enthält es nicht.

Auch der Formalteil ist erledigt. Laut Bundesrat ging das Gesetz nach der Billigung dem Bundespräsidenten zur Ausfertigung zu, die Artikel zum Tankrabatt traten wie geplant am 1. Oktober 2026 in Kraft; die Bundesregierung führt die Senkung in ihrer Übersicht der gesetzlichen Neuregelungen im Oktober 2026. Beim ersten Tankrabatt lief es genauso: Bundestag und Bundesrat stimmten am selben Tag ab, dem 24. April 2026, eine Woche später galt die Senkung.

Baustein Inhalt Stand 03.10.2026
Energiesteuer Benzin und Diesel minus 14,04 Cent je Liter in Kraft
Zeitraum 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 läuft
Steuerausfall rund 2,8 Mrd. Euro laut Bundestag
Inkrafttreten 1. Oktober 2026 erfolgt
Spritpreisdeckel spätestens 1. Januar 2027 Ziel
Direktauszahlung einkommensbezogen in Vorbereitung

Zusammengestellt aus dem Beschluss des Bundestages und der Mitteilung der Bundesregierung, beide vom 25. September 2026, sowie der Übersicht der Bundesregierung zu den Neuregelungen im Oktober 2026. Steuerausfall: 2,485 Mrd. Euro Energiesteuer plus 293 Mio. Euro Umsatzsteuer. Für die Direktauszahlung schafft der Bund laut eigener Aussage erst die Voraussetzungen.

Bundeskanzler Friedrich Merz begründete das Paket so: „Wer jeden Tag auf das Auto angewiesen ist, kommt an seine Belastungsgrenze.“ Den Anlass liefert der Markt: Laut ADAC kostete Super E10 am 17. September 2026 im bundesweiten Schnitt 2,308 Euro, Diesel 2,471 Euro — beides Allzeithochs. Den Frühjahrsbeschluss, aus dem der erste Tankrabatt wurde, haben wir im April in Spritpreise runter ab 1. Mai? eingeordnet.

Wie viel spare ich mit dem Tankrabatt pro Tankfüllung?

Zapfhahn im Tankstutzen eines Kleinwagens an einer Tankstelle

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Bei voller Weitergabe spart eine 50-Liter-Füllung 8,35 Euro, denn 14,04 Cent Steuer plus 19 Prozent Mehrwertsteuer darauf ergeben 16,71 Cent je Liter. Das Bundeskartellamt rechnet für den Frühjahrs-Rabatt, der ebenfalls 14,04 Cent betrug, mit der gleichen Größe, dort „16,7 Cent brutto“. Realistischer ist die Frühjahrsquote: 13,8 Cent bei Diesel und 13,0 Cent bei Super E5 kamen laut Markttransparenzstelle im Schnitt tatsächlich an.

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion beide Werte auf gängige Tankmengen umgerechnet. Die linke Spalte zeigt, was die Steuersenkung maximal bringt, die rechte, was nach dem Muster vom Mai und Juni zu erwarten wäre. Eine Prognose ist das nicht — die Weitergabe hängt an Rohöl, Großhandel und Wettbewerb vor Ort.

Tankmenge volle Weitergabe wie im Frühjahr
40 Liter 6,68 Euro 5,20 bis 5,52 Euro
50 Liter 8,35 Euro 6,50 bis 6,90 Euro
60 Liter 10,02 Euro 7,80 bis 8,28 Euro
Oktober bis Dezember, 265 Liter 44,28 Euro 34,45 bis 36,57 Euro

Eigene Rechnung, Stand 25.09.2026. Volle Weitergabe: 16,71 Cent je Liter (14,04 Cent Energiesteuer zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer). „Wie im Frühjahr“: 13,0 Cent (Super E5) bis 13,8 Cent (Diesel) laut Quartalsbericht der Markttransparenzstelle. Die 265 Liter entsprechen 15.000 Kilometern im Jahr bei 7 Litern auf 100 Kilometer, anteilig für 92 Tage.

Rein rechnerisch würde Super E10 bei voller Weitergabe und sonst gleichen Preisen von 2,308 auf rund 2,14 Euro fallen, Diesel von 2,471 auf rund 2,30 Euro. „Sonst gleich“ bleibt aber selten etwas: Im Frühjahr sank zeitgleich der Rohölpreis, im Juli stieg der Großhandel. Wer den Effekt an der eigenen Tankstelle prüfen will, vergleicht deshalb dieselbe Station zur selben Uhrzeit vor und nach dem Stichtag.

Zur Einordnung ein Wert aus unserer eigenen Datenbank. In der Zentral-Datenbank von MonsterDealz stehen seit August 2019 genau 37 Deal-Beiträge mit einem festen Tankrabatt je Liter, von App-Aktionen bis zu Kundenkarten (Abfrage vom 19. September 2026). Der Median lag bei 5 Cent, der höchste feste Wert bei 10 Cent. Die staatliche Senkung ist damit gut dreimal so groß wie die typische Händleraktion.

Kommt der Tankrabatt an der Zapfsäule an?

Leerer Aktenordner, Taschenrechner und Modellauto auf einem Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Überwiegend, aber nicht vollständig: Beim ersten Tankrabatt vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 kamen laut Quartalsbericht der Markttransparenzstelle vom 10. Juli bei Diesel 82,6 Prozent und bei Super E5 77,8 Prozent an. Die Lücke betrug 2,9 Cent je Liter bei Diesel und 3,7 Cent bei E5. Behördenpräsident Andreas Mundt fasste das so zusammen: „Über den gesamten Zeitraum zeigt sich, dass die Steuerentlastung nicht vollständig, aber überwiegend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurde.“

Wo der Rest geblieben ist, hat die Behörde ebenfalls geschätzt: eher an der Tankstelle als im Großhandel. Die durchschnittliche Bruttomarge der Tankstellen stieg während des Rabatts bei Diesel um knapp 3,3 Cent und bei E5 um knapp 1,9 Cent je Liter, verglichen mit dem ersten Quartal 2026. Eine Pflicht zur Weitergabe gibt es dabei nicht. Auf seiner Themenseite zum Tankrabatt schreibt das Amt ausdrücklich: „Aber es gibt dazu keine allgemeine gesetzliche Verpflichtung.“

Zwei unabhängige Auswertungen kommen zu einem ähnlichen Bild. Die Monopolkommission verglich die deutschen Preise mit Frankreich und schreibt in ihrem Policy Brief vom 16. Juni 2026, der Rabatt sei „zu einem großen Teil, aber nicht vollständig“ weitergegeben worden, und zwar regional unterschiedlich. Das ifo Institut kam für den Mai auf 12 Cent bei Diesel, 16 Cent bei Super E5 und 15 Cent bei Super E10.

Warum die ersten Tage schlechter liefen

In den ersten drei Tagen gaben die Tankstellen laut ifo bei Diesel im Schnitt nur 4 von 17 Cent weiter, bei Superbenzin 12 Cent. Das ifo vermutete als Grund, dass am Wochenende getanktes Diesel „vermutlich noch der vollen Steuer“ unterlag. Das Bundeskartellamt maß in der ersten Nacht rund 10 Cent Preisrückgang, bis zum Vormittag des 1. Mai dann rund 14 Cent im Schnitt.

Was 2022 anders war — und warum „nur teilweise“ nur halb stimmt

Die verbreitete Erzählung, der Tankrabatt 2022 sei kaum angekommen, hält den Zahlen nur teilweise stand. Damals galt er von Juni bis August und senkte die Steuer bei Benzin um rund 35 Cent brutto, bei Diesel um 17 Cent. Das ifo Institut meldete am 14. Juni 2022 eine Weitergabe von 100 Prozent bei Diesel und 85 Prozent bei Super. Über die gesamten drei Monate gerechnet kam das RWI in einer Auswertung vom Juli 2024 auf 87 Prozent bei Diesel und 71 Prozent bei Super E10 — mit deutlich sinkender Tendenz nach dem ersten Monat. Das Bundeskartellamt schrieb im September 2022, die Studien deuteten auf eine Weitergabe „in erheblichem Umfang“ hin. Kurz: 2022 wie 2026 kam der größere Teil an, der Rest versickerte über die Laufzeit.

Spritpreisdeckel ab 2027: Was ist geplant?

Geplant ist bisher nur ein Ziel mit Datum: Die Bundesregierung will laut ihrer Mitteilung vom 18. September Gespräche mit der Mineralölwirtschaft führen, „mit dem Ziel, spätestens zum 1. Januar 2027 einen vorübergehenden Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens einzuführen“. Gleich dahinter stehen zwei Bedingungen: „Die Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein. Missbräuchliche Preisaufschläge müssen unterbunden werden.“

Was „Vorbild Luxemburg oder Belgien“ heißt, erklärt das Bundeskartellamt in seinen Fragen und Antworten: Dort werde „staatlich mit Margenvorgaben gearbeitet“. In Deutschland gebe es solche Instrumente bewusst nicht; das Amt selbst sei „keine Preisbehörde“. Ein Deckel bräuchte also eine neue Rechtsgrundlage, und die gibt es weder als Entwurf noch als Eckpunkte.

Wie ein Höchstpreis wirkt, woraus sich der Literpreis zusammensetzt und warum die Diskussion über einen Deckel schon vor dem 18. September lief, steht in unserem Ratgeber Spritpreisdeckel. Hier nur der Unterschied zum Tankrabatt: Die Steuersenkung verbilligt den Liter für alle und kostet den Staat Einnahmen. Ein Deckel verbietet den Verkauf oberhalb einer Marke und kostet den Staat zunächst nichts, greift aber direkt in die Kalkulation der Anbieter ein.

Was die Fachleute vom Tankrabatt halten

Die Monopolkommission hält eine Verlängerung für falsch und hat das zum Ende des ersten Rabatts deutlich gesagt. Ihr Vorsitzender Tomaso Duso in einem Pressestatement vom 1. Juli 2026: „Der Tankrabatt ist teuer, wenig zielgenau und dämpft wichtige Preissignale.“ Auch das ifo Institut riet im Juni davon ab, den Rabatt über Juni hinaus zu verlängern, und empfahl stattdessen zielgenaue Entlastungen für einkommensschwache Haushalte. Die Bundesregierung beruft sich trotzdem auf beide Befunde: Monopolkommission und Bundeskartellamt hätten gezeigt, dass die Senkung „weitgehend“ angekommen sei. Beides stimmt — die Kritik richtet sich nicht gegen die Weitergabe, sondern gegen das Instrument.

Wann solltet ihr im Oktober und Dezember tanken?

Leerer Wandkalender und Wanduhr kurz vor Mittag über einem Autoschlüssel

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Am besten nicht in den letzten Dezembertagen, wenn die Senkung ausläuft. Im Frühjahr fielen die Preise laut Bundeskartellamt in der ersten Nacht nur um rund 10 Cent, und beim Auslaufen stiegen sie schon Tage vor dem Stichtag. Beides hat einen gemeinsamen Grund: Die Energiesteuer entsteht, wenn der Kraftstoff Raffinerie oder Lager verlässt, nicht an der Zapfsäule.

Für den Start hieß das: Wer kurz vor dem 1. Oktober volltankte, zahlte noch den vollen Satz. Wer in den ersten Oktobertagen nur so viel tankte wie nötig und danach verglich, nahm den verzögerten Teil der Senkung mit. Einen Beleg dafür liefert der Frühjahrsstart: In der ersten Nacht fielen die Preise um rund 10 Cent, bis zum Vormittag des 1. Mai um rund 14 Cent, und beim Diesel gab es laut ifo in den ersten drei Tagen erst 4 Cent Weitergabe.

Für das Ende hat die Monopolkommission gemessen, wie früh die Preise anzogen. In den letzten Tagen vor dem 30. Juni lag die Weitergabe laut Duso nur noch bei 7 bis 11 Cent je Liter, „obwohl der Rabatt rechnerisch rund 17 Cent betragen sollte“. Das Bundeskartellamt sah dasselbe aus anderer Richtung: Vom 30. Juni auf den 1. Juli stiegen die Preise um 9,6 Cent bei Benzin und 10,4 Cent bei Diesel, verglichen mit dem 28. Juni aber um 16,9 und 19,1 Cent. Wer im Dezember volltanken will, tut das also besser Mitte des Monats als am 30. oder 31.

Günstigste Uhrzeit zum Tanken

Kurz vor 12 Uhr. Seit dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nach dem Kraftstoffmaßnahmenpaket des Bundestages nur noch einmal am Tag erhöhen, um 12 Uhr; Senkungen sind jederzeit erlaubt. Laut Quartalsbericht der Markttransparenzstelle springen die Preise um 12 Uhr im Schnitt um 7,3 Prozent, bis 18 Uhr ist dieser Aufschlag zu fast 80 Prozent wieder abgeschmolzen. Mundt formuliert die Regel für euch so: „Kurz vor 12 Uhr ist es am günstigsten, man sollte möglichst nie in den Stunden nach 12 Uhr tanken.“ Mehr dazu im Ratgeber Wann ist Tanken am günstigsten?

Wie bekommt ihr Benzinrabatt über Tankkarten, Apps und Clubs?

Zwei unbedruckte Kundenkarten, Smartphone, Autoschlüssel und Geldbörse auf einem Holztisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Über Kundenkarten, Tank-Apps und Mitgliedschaften, allerdings in einer anderen Größenordnung: Die festen Literrabatte in unserem Deal-Archiv lagen im Median bei 5 Cent, der staatliche Tankrabatt bringt brutto rund 16,7 Cent. Beides lässt sich kombinieren, denn der Händlerrabatt wird vom Säulenpreis abgezogen, und in den sinkt die Steuersenkung ein.

Wer hier „Tankrabatt“ sucht, meint oft gar nicht die Steuer, sondern den Rabatt an der Kasse. Die wichtigsten Wege im Überblick:

  • Automobilclub: Der ADAC gewährt seit dem 1. September 2026 an Esso-Stationen zum Start 2 Cent je Liter, ab 16. Oktober 1 Cent, zusätzlich zur Steuersenkung; Details im Ratgeber ADAC Tankrabatt.
  • Handels-Apps: Aktionen wie Lidl Plus bei Shell liefen in unserem Archiv regelmäßig mit 3 Cent je Liter und meist mit Mengengrenze.
  • Bezahl-Apps an der Säule: Die stärksten Aktionen in unserem Archiv, mit bis zu 10 Cent je Liter, waren befristete Neukunden- oder Partneraktionen.
  • Bonusprogramme und Gutscheine: Punkte, Coupons und steuerfreie Tankgutscheine vom Arbeitgeber rechnen wir im Ratgeber Gratis tanken durch.

Für die Frage, welche Karte sich lohnt, zählt die Jahresmenge: Bei 1.050 Litern im Jahr bringt jeder Cent Rabatt je Liter 10,50 Euro. Ein Rabatt von 2 Cent ist also rund 21 Euro im Jahr wert, drei Monate staatlicher Tankrabatt dagegen bis zu 44 Euro. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt; Tank-Aktionen der Händler landen dort, sobald sie laufen.

Wie spart ihr am meisten beim Tanken?

Mit Uhrzeit, Standort und Fahrweise — alle drei Hebel wirken länger als drei Monate. Die Uhrzeit bringt laut ADAC-Auswertung vom Mai 2026 rund 3,7 Cent je Liter Super E10 und 4,3 Cent bei Diesel gegenüber dem Tagesdurchschnitt. Der Standort bringt mehr: An Autobahntankstellen lagen die Preise im April 2026 in einer ADAC-Vollerhebung rund 33 Cent höher als abseits der Autobahn.

  • Uhrzeit: kurz vor 12 Uhr tanken, nicht in den Stunden danach; der Tagesverlauf steht im Ratgeber zur 12-Uhr-Regel.
  • Standort: Autobahn meiden, wo es geht, und vor der Fahrt vergleichen; alle Spritpreis-Apps greifen auf dieselben amtlichen Daten zu.
  • Grenze: In Grenznähe kann der Liter im Nachbarland deutlich günstiger sein, Richtung Niederlande und Dänemark dagegen nicht; die Rechnung steht unter Tanken im Ausland.
  • Steuer: Seit Januar 2026 gilt die Pendlerpauschale laut Bundesregierung dauerhaft mit 38 Cent ab dem ersten Kilometer, bei 20 Kilometern Arbeitsweg sind das 352 Euro mehr Werbungskosten im Jahr.

Die Reihenfolge ist kein Zufall. Ein Tankrabatt endet, eine Pauschale und eine Gewohnheit bleiben. Wer im Oktober nur auf den Steuereffekt wartet und weiter mittags an der Autobahn tankt, gibt die 16,7 Cent schnell wieder aus: Allein der Mittagssprung um 12 Uhr betrug im Mai laut ADAC 14,6 Cent bei E10.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Bis zu 16,7 Cent weniger je Liter Keine Pflicht zur Weitergabe
Gilt ohne Antrag an jeder Säule Im Frühjahr kamen 77,8 bis 82,6 Prozent an
Mit Club- und App-Rabatten kombinierbar Nur drei Monate, bis 31. Dezember 2026
Erster Rabatt kam überwiegend an Rund 2,8 Mrd. Euro Steuerausfall, wenig zielgenau

Häufige Fragen zum Tankrabatt 2026

Ab wann gilt der Tankrabatt 2026?

Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026. Bundestag und Bundesrat haben die Senkung um 14,04 Cent je Liter am 25. September beschlossen, seit dem 1. Oktober ist sie in Kraft. Ein früherer Tankrabatt galt bereits vom 1. Mai bis 30. Juni 2026.

Gilt ein Dieselrabatt an jeder Tankstelle?

Die Steuersenkung gilt für jeden Liter Benzin und Diesel, der nach dem Stichtag das Steuerlager verlässt — egal, an welcher Marke ihr tankt. Ob eine Tankstelle den Vorteil an euch weitergibt, entscheidet sie selbst: Eine gesetzliche Pflicht gibt es laut Bundeskartellamt nicht, und auch das neue Gesetz schreibt keine vor. Im Frühjahr lag die Weitergabe bei Diesel im Schnitt bei 82,6 Prozent, mit deutlichen Unterschieden zwischen Regionen.

Gilt der Tankrabatt auch für Autogas oder das E-Auto?

Nach dem Beschluss des Bundestages vom 25. September sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel; andere Kraftstoffe und Ladestrom sind nicht genannt. Auch der erste Tankrabatt galt laut Bundeskartellamt für Diesel und Benzin. Was Laden an der Säule und zu Hause kostet, vergleichen wir im Ratgeber E-Auto laden: Kosten.

Wie wirken sich Tankrabatte auf die steuerliche Absetzbarkeit von Fahrten aus?

Für den Arbeitsweg gar nicht. Die Pendlerpauschale beträgt seit Januar 2026 pauschal 38 Cent je Entfernungskilometer ab dem ersten Kilometer, unabhängig davon, was ihr für Sprit bezahlt habt und welches Verkehrsmittel ihr nutzt. Ein Tankrabatt senkt eure Kosten, nicht die Pauschale. Wer dagegen tatsächliche Kosten ansetzt, etwa für ein betriebliches Fahrzeug, setzt den tatsächlich gezahlten Preis an.

Werden meine Bewegungsdaten durch die Apps getrackt?

Die Preise selbst kommen ohne eure Daten aus: Rund 15.000 Tankstellen melden jede Änderung an die Markttransparenzstelle, von dort beziehen die Apps sie. Den Standort braucht eine App nur für die Suche „in der Nähe“. Ihr könnt ihn auf „nur während der Nutzung“ beschränken oder einen Ort von Hand eingeben. Worauf ihr sonst achten solltet, steht im Vergleich der Spritpreis-Apps.

Kommt der Spritpreisdeckel sicher?

Nein. Die Bundesregierung nennt den 1. Januar 2027 als Ziel für einen „vorübergehenden Spritpreisdeckel“ und will dafür zunächst mit der Mineralölwirtschaft sprechen. Einen Gesetzentwurf, eine Höhe oder eine Berechnungsformel gibt es nicht. Voraussetzung ist laut Regierung außerdem, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt.

Lohnt es sich, mit dem Volltanken bis kurz vor Silvester zu warten?

Nein, eher umgekehrt. Die Senkung gilt bis zum 31. Dezember, und nach der Erfahrung vom Frühjahr ziehen die Preise schon Tage vor dem Stichtag an. Wer im Dezember volltanken will, tut das besser Mitte des Monats, bevorzugt kurz vor 12 Uhr.

Fazit: 17 Cent auf dem Papier, rund 13 an der Säule

Der Tankrabatt 2026 gilt seit dem 1. Oktober: 14,04 Cent weniger Energiesteuer je Liter bis Ende Dezember, brutto rund 16,7 Cent, am 25. September von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Der Spritpreisdeckel ab 2027 bleibt ein Ziel ohne Entwurf. Nach dem Muster vom Frühjahr kommen davon 13 bis 13,8 Cent an, also 6,50 bis 6,90 Euro je 50-Liter-Füllung.

  • Nicht an den letzten Dezembertagen volltanken.
  • Kurz vor 12 Uhr tanken und die Autobahn meiden — das wirkt auch nach Silvester.
  • Club- und App-Rabatte kommen oben drauf, sie ersetzen den Preisvergleich aber nicht.

Tank-Aktionen der Händler und alle übrigen geprüften Angebote findet ihr tagesaktuell auf MonsterDealz.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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