Rufumleitung einrichten 2026: Alle GSM-Codes für iPhone, Android & jeden Anbieter

Eine Rufumleitung ist eine Netzfunktion, die eingehende Anrufe automatisch an eine andere Rufnummer oder an die Mailbox weiterleitet — eingerichtet in unter 30 Sekunden per GSM-Code, etwa **21*Zielnummer# für alle Anrufe. Die Codes funktionieren laut teltarif identisch auf Android und iOS und in allen deutschen Netzen. Teuer wird es nur in zwei Fällen: bei Weiterleitungen auf fremde Nummern und bei aktiver Umleitung im Ausland. Diese Anleitung zeigt euch alle Codes, den Weg über die Systemeinstellungen und die Besonderheiten bei Telekom, Vodafone, o2, congstar und ALDI TALK — Stand: August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • **21*Zielnummer# leitet alle Anrufe sofort um, ##002# löscht jede Umleitung wieder.
  • Umleitungen auf die eigene Mailbox sind bei Vodafone, o2 und ALDI TALK kostenfrei.
  • Weiterleitungen auf fremde Nummern zahlt immer der Angerufene — bei o2 Business je nach Tarif 0,10 bis 0,25 Euro pro Minute.
  • Im Nicht-EU-Ausland gilt: absolute Umleitung statt bedingter — sonst zahlt ihr die Strecke zweimal.

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Was ist eine Rufumleitung — und welche Arten gibt es?

Smartphone mit aktivierter Rufumleitung neben Festnetztelefon auf Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Eine Rufumleitung ist eine Funktion des Mobilfunknetzes, die eingehende Anrufe automatisch an eine andere Zielrufnummer weiterleitet — und laut teltarif gibt es davon genau fünf Varianten: eine absolute und vier bedingte (Stand: August 2026). Der entscheidende Unterschied steckt in der Frage, ob euer Telefon vorher überhaupt klingelt.

Die absolute Rufumleitung greift sofort. Der Anruf erreicht euer Gerät gar nicht erst, sondern wird direkt im Netz umgebogen. Ihr merkt davon nichts — kein Klingeln, kein entgangener Anruf in der Liste.

Die bedingten Rufumleitungen springen dagegen erst ein, wenn eine Bedingung eintritt. Es gibt drei einzelne Bedingungen plus eine Sammelvariante:

  • Bei Nichtannahme: Ihr hört das Klingeln, geht aber nicht ran. Nach einer einstellbaren Klingeldauer greift die Umleitung.
  • Bei Besetzt: Ihr telefoniert gerade, der zweite Anrufer wird weitergeleitet.
  • Bei Nichterreichbarkeit: Handy aus, Flugmodus an oder kein Netz — der Anruf wird sofort umgeleitet.
  • Alle Bedingungen zusammen: Ein einziger Code setzt die drei oberen Fälle gleichzeitig. Genau das nutzen die Anbieter für ihre Standard-Mailbox.

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die aktuellen Vorgaben der Anbieter-Hilfeseiten von Telekom, Vodafone, o2, congstar und ALDI TALK ausgewertet und die Codes gegen die Sammlung von teltarif zu GSM-Steuercodes gegengeprüft. Wo Anbieter unterschiedliche Kurzwahlen nennen, steht das unten explizit dabei.

Welche GSM-Codes gibt es für die Rufumleitung?

Für die Rufumleitung existieren sechs Basis-Codes, die laut teltarif in allen deutschen Netzen und auf jedem Smartphone identisch funktionieren (Stand: August 2026). Ihr tippt sie in der Telefon-App wie eine Rufnummer ein und bestätigt mit der grünen Hörertaste — das Netz quittiert die Einrichtung mit einer kurzen Bestätigungsmeldung.

Die Logik dahinter ist simpel und lohnt sich zu merken: Sternchen vorne aktiviert, Raute vorne deaktiviert. teltarif formuliert die Zwischenstufe so: „Eine Raute vorne, es wird deaktiviert (aber das Ziel bleibt im Netz gespeichert).“ Ihr könnt eine einmal eingerichtete Umleitung also pausieren, ohne die Zielnummer neu eintippen zu müssen.

  • **21*Zielnummer# — Absolute Umleitung: alle Anrufe sofort, das Handy klingelt nicht.
  • **61*Zielnummer# — Bei Nichtannahme, also nach Ablauf der Klingeldauer.
  • **67*Zielnummer# — Bei Besetzt.
  • **62*Zielnummer# — Bei Nichterreichbarkeit (Handy aus, kein Netz, Flugmodus).
  • **004*Zielnummer# — Alle drei bedingten Varianten in einem Rutsch.
  • ##002# — Löscht sämtliche Rufumleitungen, inklusive gespeicherter Zielnummern.

Dazu kommen die Abfrage- und Ausschalt-Codes. Mit *#21#, *#61#, *#62#, *#67# und *#004# fragt ihr den aktuellen Status ab: Das Netz meldet zurück, ob die jeweilige Umleitung aktiv ist und auf welche Nummer sie zeigt. Mit ##21#, ##61#, ##62#, ##67# und ##004# löscht ihr gezielt einzelne Varianten, statt mit ##002# alles auf einmal wegzuräumen.

Die Zielrufnummer gehört immer vollständig mit Vorwahl in den Code, also **21*0301234567# und nicht nur die Durchwahl. Für Auslandsnummern nutzt ihr die internationale Schreibweise mit Pluszeichen, etwa **21*+43…#.

Rufumleitung auf dem iPhone einrichten — Schritt für Schritt

iPhone Einstellungen Telefon Rufweiterleitung einrichten Anleitung

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Auf dem iPhone richtet ihr die Rufumleitung laut Apple-Support in vier Schritten über die Systemeinstellungen ein — das Thema „iPhone Rufumleitung“ erreicht in der SISTRIX-AI-Topicresearch ein Suchvolumen von 5.050 (Stand: August 2026). Der Weg über das Menü hat einen Vorteil gegenüber dem Code: Ihr seht sofort, ob die Umleitung aktiv ist.

So geht ihr vor:

  • Schritt 1: Öffnet Einstellungen und tippt auf Telefon.
  • Schritt 2: Wählt den Punkt Rufweiterleitung (bei Dual-SIM erscheint vorher die Auswahl der Leitung).
  • Schritt 3: Aktiviert den Schalter Rufweiterleitung.
  • Schritt 4: Tippt auf Weiterleiten an und gebt die Zielrufnummer mit Vorwahl ein.

Wichtig zu wissen: Der Schalter in den iOS-Einstellungen steuert nur die absolute Umleitung. Die bedingten Varianten — bei Besetzt, bei Nichtannahme, bei Nichterreichbarkeit — hat Apple im Menü nicht abgebildet. Wer die braucht, tippt sie als GSM-Code in die Telefon-App ein; das funktioniert auf dem iPhone genauso wie auf Android.

Ein zweiter Stolperstein betrifft Dual-SIM-iPhones: Die Rufweiterleitung wird pro Leitung gesetzt. Wer nur die private Nummer umleitet und sich wundert, warum die geschäftliche weiter klingelt, hat schlicht die falsche Leitung erwischt.

Rufumleitung bei Android einrichten — Schritt für Schritt

Bei Android führt der Weg über die Telefon-App, nicht über die Systemeinstellungen — das SISTRIX-Thema rund um Rufumleitungs-Einstellungen kommt auf ein Volumen von 13.400 und ist damit der größte Einzelblock im Themenfeld (Stand: August 2026). Weil jeder Hersteller sein Menü anders sortiert, kursieren zwei leicht unterschiedliche Pfade.

Für Stock-Android und Pixel beschreibt heise den Weg so: Telefon-App öffnen, oben rechts die drei Punkte antippen, Einstellungen wählen, dann Anrufkonten und die passende SIM-Karte — dort findet sich Rufweiterleitung.

Bei Samsung-Geräten nennt Vodafone einen etwas anderen Pfad: Telefon-App, Drei-Punkte-Menü, Einstellungen, Zusatzdienste, Rufumleitung. Dort stehen die vier Bedingungen einzeln als eigene Menüpunkte, sodass ihr etwa nur „Bei Besetzt“ belegen könnt.

Findet ihr den Punkt bei eurem Hersteller nicht — das passiert bei Xiaomi, Oppo und einigen Custom-Roms —, führt der Code-Weg immer zum Ziel. Der Menüpfad ist herstellerabhängig, die GSM-Codes sind es nicht: Sie laufen direkt gegen das Netz und ignorieren die Oberfläche komplett. Wer regelmäßig zwischen Geräten wechselt, fährt mit den Codes deshalb schneller. Eine eSIM im zweiten Slot ändert daran nichts — auch sie wird pro Leitung konfiguriert.

Rufumleitung bei Telekom, Vodafone, o2, congstar und ALDI TALK

Vergleich der Mailbox-Kurzwahlen deutscher Mobilfunkanbieter für die Rufumleitung

Illustration — KI-generiert / MonsterDealz

Die GSM-Codes sind bei allen Anbietern gleich — unterschiedlich ist nur die Mailbox-Kurzwahl, und davon gibt es in Deutschland vier relevante: 3311, 5500, 333 und 9911 (Stand: August 2026). Wer seine Anrufe auf die eigene Mailbox legen will, setzt genau diese Nummer als Ziel in den Code ein.

  • Telekom: Mobilbox-Kurzwahl 3311 (laut teltarif). Umleitung auf die Mobilbox also per **004*3311#. Einstellungen lassen sich zusätzlich im Mailbox-Menü unter Punkt 7 sowie über die MeinMagenta-App ändern.
  • Vodafone: Kurzwahl 5500. Vodafone nennt in der eigenen Mailbox-Anleitung die komplette Code-Familie: **21*5500#, **61*5500#, **62*5500#, **67*5500#, **004*5500# und ##002# zum Abschalten.
  • o2: Kurzwahl 333. o2 schreibt dazu: „Deine Mailbox erreichst du von deinem Handy aus unter der Kurzwahl 333″. Aktivierung per **004*333#, Deaktivierung per ##002#.
  • congstar: Läuft im Telekom-Netz, Mailbox-Kurzwahl 3311 bei Laufzeitverträgen. Die Einrichtung erfolgt per GSM-Code; wer damit nicht weiterkommt, kann sie laut congstar-Hilfe und Service vom Support setzen lassen — dafür müssen die Legitimationsdaten im Profil vollständig hinterlegt sein.
  • ALDI TALK: Kurzwahl 9911, Netz ist o2. Reaktivierung der Mailbox-Umleitung per **004*333#, Deaktivierung per ##002# — beides steht so in der offiziellen ALDI-TALK-Mailbox-Anleitung.

ALDI TALK ist auch sonst der Sonderfall im Feld: Die Mailbox speichert laut Anleitung maximal 50 Nachrichten mit je bis zu 3 Minuten Dauer, und gespeicherte Nachrichten werden nach 21 Tagen automatisch gelöscht — unabhängig davon, ob ihr sie abgehört habt. Prepaid-Karten im ehemaligen E-Plus-Netz erlauben zudem teils nur die Umleitung auf die Mailbox, nicht auf beliebige Fremdnummern.

MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Im hauseigenen Beitrags-Ledger stehen am 16. August 2026 369 aktuell veröffentlichte Mobilfunk-Vertragsangebote und insgesamt 4.649 erfasste Tarif-Beiträge — quer über alle fünf hier genannten Anbieter. Wer ohnehin über einen Wechsel nachdenkt, findet im Handytarif-Vergleich die aktuelle Einordnung.

Was kostet eine Rufumleitung 2026?

Die Rufumleitung selbst kostet nichts — bezahlt wird die weitergeleitete Verbindung, und zwar vom Angerufenen. Bei o2 Business liegen die Minutenpreise für Umleitungen in andere Netze oder ins Festnetz je nach Tarif zwischen 0,10 und 0,25 Euro pro Minute (Stand: August 2026). Das ist der Punkt, an dem aus einer Komfortfunktion eine stille Kostenposition wird.

Die Faustregel ist über alle Anbieter hinweg dieselbe: Eine Weiterleitung wird abgerechnet, als würdet ihr das Umleitungsziel selbst anrufen. Habt ihr eine Allnet-Flat, ist die Weiterleitung auf deutsche Mobilfunk- und Festnetznummern damit in der Regel abgedeckt. Ohne Flat läuft jede Minute gegen euer Kontingent oder wird einzeln berechnet.

Kostenfrei ist dagegen fast immer die Umleitung auf die eigene Mailbox. o2 hält fest, dass die meisten Mailbox-Funktionen kostenlos sind; Vodafone stellt die Mailbox „bei jedem Laufzeit-Vertrag oder CallYa-Angebot kostenlos“ bereit; bei congstar liegen Rufumleitungen zur Mailbox laut Support bei 0,00 Euro, externe Weiterleitungen dagegen bei 9 Cent pro Minute. Bei ALDI TALK ist die Mailbox ebenfalls Bestandteil des Tarifs.

Drei Konstellationen kosten also wirklich Geld — und genau die lassen sich vermeiden:

  • Weiterleitung auf eine Fremdnummer ohne passende Flat: Jede Minute zählt. Prüft vorher, ob euer Tarif Allnet-Minuten enthält — unser Ratgeber zum Handyvertrag ohne Handy zeigt, wo SIM-only-Tarife mit Allnet-Flat aktuell starten.
  • Weiterleitung auf eine Sonderrufnummer: 0180er- oder 0900er-Ziele werden zum jeweiligen Sondertarif abgerechnet — der kann ein Vielfaches einer normalen Minute betragen.
  • Weiterleitung ins Ausland: Der teuerste Fall. Dazu gleich mehr.

Rufumleitung im Ausland: die teuerste Falle

Rufumleitung im Ausland Roaming Kosten vermeiden Reise Smartphone

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Innerhalb der EU sowie in Liechtenstein, Norwegen und Island greift „Roam like at home“: Telefonieren, SMS und Surfen kosten laut Bundesnetzagentur genauso viel wie in Deutschland, und der automatische Kostenschutz beim Datenroaming liegt bei 50 Euro netto, mit Warnung ab 80 Prozent und hartem Stopp bei 100 Euro netto (Stand: August 2026). Außerhalb der EU gilt das alles nicht — und dort wird die bedingte Rufumleitung zur Kostenfalle.

Der Mechanismus ist unangenehm logisch: Bei einer bedingten Umleitung wandert der Anruf erst zu eurem Handy ins Ausland und von dort wieder zurück nach Deutschland auf die Mailbox. Ihr zahlt beide Strecken. Die Verbraucherzentrale beschreibt die Grundregel so: „Für die Verbindungen ins Ausland und die Weiterleitung auf die Mailbox muss der aufkommen, der angerufen wird.“

Die Lösung ist ein einziger Code. Bei einer absoluten Umleitung verlässt der Anruf Deutschland gar nicht erst — er landet direkt auf der heimischen Mailbox. Die Verbraucherzentrale rät entsprechend eindeutig: „Von einer bedingten Umleitung raten die Verbraucherzentralen ab, wenn Sie im Ausland sind.“ (Stand: März 2025).

Für Fernreisen außerhalb der EU heißt das konkret:

  • Variante 1 — absolute Umleitung auf die Mailbox: Vor dem Abflug **21*# setzen, also etwa **21*3311# bei Telekom oder **21*5500# bei Vodafone. Anrufer landen direkt auf der Mailbox in Deutschland.
  • Variante 2 — Mailbox komplett abschalten: Die Bundesnetzagentur empfiehlt in ihrem Roaming-Ratgeber, die Mailbox zu deaktivieren, weil Anrufe sonst dorthin weitergeleitet werden und nur kostenpflichtig abgehört werden können. Dafür genügt ##002#.
  • Nach der Rückkehr: Die alte Konfiguration mit **004*# wieder herstellen — sonst nimmt euch niemand mehr Nachrichten ab.

Wer viel unterwegs ist, kombiniert das sinnvollerweise mit einem Blick auf das enthaltene Datenvolumen im Ausland — die Roaming-Konditionen unterscheiden sich zwischen Tarifen deutlicher als die Inlandspreise.

Klingeldauer einstellen: Wann springt die Umleitung an?

Die Klingeldauer vor der bedingten Umleitung lässt sich per Code in Fünf-Sekunden-Schritten festlegen — laut teltarif sind 5, 10, 15, 20 oder 25 Sekunden möglich (Stand: August 2026). Der Standardwert liegt bei den meisten Anbietern in der Mitte dieser Spanne, was für viele Nutzer zu kurz ist.

Der Code dafür hängt die Sekundenzahl hinten an: **61*Zielnummer**Sekunden#. Für eine Telekom-Mobilbox nach 25 Sekunden also **61*3311**25#, bestätigt mit der grünen Hörertaste. Das ist der einzige Weg, die Zeit zu verändern — in den Systemmenüs von iOS und Android taucht der Wert schlicht nicht auf.

Praktisch relevant ist die Einstellung in zwei Richtungen. Länger klingeln lassen lohnt sich, wenn ihr das Handy oft in der Tasche habt und Anrufe verpasst, bevor ihr es herausgeholt habt. Kürzer stellen ist sinnvoll, wenn ihr fest auf die Mailbox setzt und Anrufer nicht 25 Sekunden warten lassen wollt.

Rufumleitung deaktivieren und den Status prüfen

Zum Abschalten aller Umleitungen genügt ein einziger Code: ##002# — das SISTRIX-Thema „Rufumleitung deaktivieren“ liegt mit einer durchschnittlichen Dialoglänge von nur 1,5 im untersten Bereich, die Frage ist also mit einer Antwort erledigt (Stand: August 2026). Er löscht absolute und bedingte Varianten gleichzeitig, inklusive der im Netz gespeicherten Zielnummern.

Wollt ihr gezielter vorgehen, arbeitet ihr mit den Einzelcodes. ##21# entfernt nur die absolute Umleitung, ##004# nur die bedingten. Und wenn die Umleitung später erneut greifen soll, nutzt ihr statt der doppelten Raute die einfache — #21# schaltet ab, aber merkt sich das Ziel, *21# aktiviert es wieder ohne Neueingabe.

Zum Prüfen ist *#21# das Mittel der Wahl. Das Netz antwortet mit einer Statusmeldung, die anzeigt, ob und wohin umgeleitet wird. Das ist auch die schnellste Gegenprobe, wenn ihr ein gebrauchtes Handy übernommen habt oder euch nicht sicher seid, ob eine alte Konfiguration noch aktiv ist.

Ein Hinweis zur Mailbox-Abschaltung: ##002# schaltet nur die Weiterleitung ab, nicht die Mailbox selbst. Die ALDI-TALK-Anleitung formuliert das ausdrücklich — nach der Deaktivierung landen keine Anrufe mehr auf der Mailbox, abhören lässt sie sich aber weiterhin wie gewohnt.

Rufumleitung funktioniert nicht — die häufigsten Ursachen

Wenn die Rufumleitung nicht greift, liegt es fast nie am Gerät: Das SISTRIX-Thema zur Fehlerbehebung bei Rufumleitungen kommt auf ein Volumen von 1.500 und wird als klassisches Troubleshooting-Thema geführt (Stand: August 2026). Vier Ursachen decken den Großteil der Fälle ab.

  • Zielnummer ohne Vorwahl eingegeben: Der häufigste Fehler. Das Netz braucht die vollständige Nummer, eine Durchwahl allein wird abgewiesen.
  • Absolute und bedingte Umleitung kollidieren: Ist **21* aktiv, kommen die bedingten Varianten nie zum Zug — das Handy klingelt ja gar nicht. Erst mit ##21# aufräumen, dann neu setzen.
  • Tarif erlaubt keine Fremdumleitung: Vor allem bei Prepaid-Karten im ehemaligen E-Plus-Netz ist oft nur die Umleitung auf die Mailbox freigeschaltet. Dann hilft nur der Anbieter-Support.
  • VoLTE oder WLAN-Call stört die Rückmeldung: Manche Geräte quittieren den Code nicht sichtbar, obwohl die Umleitung sitzt. Gegenprobe mit *#21# statt Blindvertrauen in die Fehlermeldung.

Bleibt es dabei, dass gar nichts greift, setzt ihr mit ##002# einmal komplett zurück und beginnt von vorn. Diese Reihenfolge — erst löschen, dann neu setzen — löst erfahrungsgemäß mehr Fälle als jedes Herumprobieren im Menü. Wer die Nummer ohnehin gerade zu einem neuen Anbieter mitnimmt, sollte die Umleitungen vor der Rufnummernübernahme aufräumen: Alte Konfigurationen wandern nicht mit, hinterlassen aber gern Verwirrung.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Eingerichtet in unter 30 Sekunden per Code Weiterleitung zahlt immer der Angerufene
Sechs Codes funktionieren in allen deutschen Netzen Bedingte Umleitung außerhalb der EU kostet doppelt
Umleitung auf die eigene Mailbox ist meist kostenfrei iOS-Menü zeigt nur die absolute Variante
##002# räumt jede Fehlkonfiguration auf Klingeldauer nur per Code änderbar, nicht im Menü

Häufige Fragen zur Rufumleitung

Wie richte ich eine Rufumleitung ein?

Am schnellsten per GSM-Code: **21*Zielnummer# in die Telefon-App tippen und mit der grünen Hörertaste bestätigen. Damit landen alle Anrufe sofort bei der angegebenen Nummer. Alternativ führt der Weg über die Einstellungen — beim iPhone unter Einstellungen > Telefon > Rufweiterleitung, bei Android über das Drei-Punkte-Menü der Telefon-App.

Was kostet eine Rufumleitung?

Die Einrichtung ist kostenlos, die weitergeleitete Verbindung nicht. Abgerechnet wird sie so, als würdet ihr das Umleitungsziel selbst anrufen — mit Allnet-Flat also meist inklusive. Bei o2 Business liegen Umleitungen in andere Netze je nach Tarif zwischen 0,10 und 0,25 Euro pro Minute. Die Umleitung auf die eigene Mailbox ist bei Vodafone, o2 und ALDI TALK kostenfrei.

Wie deaktiviere ich alle Rufumleitungen?

Mit ##002#. Der Code löscht sämtliche absoluten und bedingten Umleitungen inklusive der gespeicherten Zielnummern. Wollt ihr nur pausieren und das Ziel behalten, nutzt ihr #21# — mit *21# aktiviert ihr es später ohne Neueingabe wieder.

Wie prüfe ich, ob eine Rufumleitung aktiv ist?

Tippt *#21# ein und bestätigt mit der Hörertaste. Das Netz meldet zurück, ob eine absolute Umleitung besteht und auf welche Nummer sie zeigt. Für die bedingten Varianten funktionieren *#61#, *#62#, *#67# und *#004# analog.

Welche Mailbox-Kurzwahl hat mein Anbieter?

Telekom nutzt 3311, Vodafone 5500, o2 die 333 und ALDI TALK die 9911. congstar läuft im Telekom-Netz und verwendet bei Laufzeitverträgen ebenfalls die 3311. Diese Nummer setzt ihr als Ziel in den Code ein, etwa **004*5500# für alle bedingten Umleitungen auf die Vodafone-Mailbox.

Warum funktioniert meine Rufumleitung nicht?

Meist fehlt die Vorwahl in der Zielnummer oder eine aktive absolute Umleitung blockiert die bedingten Varianten. Prüft mit *#21# den Status, setzt mit ##002# alles zurück und richtet neu ein. Bei Prepaid-Karten im ehemaligen E-Plus-Netz ist die Umleitung auf Fremdnummern teils gar nicht freigeschaltet.

Was ist der Unterschied zwischen absoluter und bedingter Rufumleitung?

Bei der absoluten Umleitung (**21*) klingelt euer Handy überhaupt nicht — der Anruf wird direkt im Netz umgebogen. Bei den bedingten Varianten klingelt es erst, und die Umleitung greift nur bei Besetzt, Nichtannahme oder Nichterreichbarkeit. Im Nicht-EU-Ausland ist die absolute Variante die günstigere.

Kann ich Anrufe auch ins Ausland umleiten?

Technisch ja, mit der Zielnummer in internationaler Schreibweise (**21*+43…#). Wirtschaftlich ist das aber der teuerste Fall: Die Weiterleitung ins Ausland wird euch als Angerufenem in Rechnung gestellt, und zwar zum jeweiligen Auslandstarif. Prüft vorher die Preisliste eures Anbieters.

Werden auch SMS weitergeleitet?

Nein. Die GSM-Codes für die Rufumleitung betreffen ausschließlich Sprachanrufe. Eine SMS-Weiterleitung ist im GSM-Standard nicht vorgesehen und wird von den deutschen Netzbetreibern im Privatkundenbereich nicht angeboten — dafür braucht es eine App auf dem Gerät.

Fazit: Zwei Codes reichen für 90 Prozent der Fälle

Die Rufumleitung ist eine der wenigen Handy-Funktionen, die seit Jahrzehnten unverändert und netzübergreifend gleich funktioniert. Wer sich **21*Zielnummer# und ##002# merkt, kommt in fast jeder Situation zurecht — der Rest sind Feinheiten für bedingte Weiterleitungen und die Klingeldauer.

Drei Faustregeln für die Praxis:

  • Vor jeder Fernreise: absolute Umleitung auf die Mailbox setzen oder mit ##002# alles abschalten — das verhindert die doppelt abgerechnete Auslandsstrecke.
  • Vor jeder Weiterleitung auf eine Fremdnummer: prüfen, ob der Tarif eine Allnet-Flat enthält. Ohne sie zählt jede weitergeleitete Minute.
  • Bei jedem Anbieterwechsel: alte Umleitungen mit ##002# löschen, bevor die Nummer portiert wird.

Wer beim Blick in die eigene Preisliste feststellt, dass weitergeleitete Minuten extra kosten, sollte den Tarif ohnehin gegenprüfen. Aktuelle Angebote mit Allnet-Flat sammeln wir laufend in der Tarif-Übersicht im Magazin; wer dabei über eine Kündigung nachdenkt, findet die Fristen und Muster im Ratgeber zum Telekom-Vertrag kündigen. Und alle tagesaktuellen Schnäppchen stehen wie immer auf MonsterDealz.de.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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