Deutschlandticket Preiserhöhung 2027: 66,80 Euro ab Januar – das müsst ihr wissen
Die nächste Deutschlandticket Preiserhöhung steht fest: Ab dem 1. Januar 2027 kostet das Abo 66,80 Euro im Monat statt 63 Euro – ein Plus von 3,80 Euro oder 6,0 Prozent. Erstmals haben Bund und Länder den Preis nicht ausgehandelt, sondern über einen Kostenindex berechnen lassen. Hier lest ihr, was das für euer Abo bedeutet, wann ihr kündigen müsst und ob sich das Ticket noch lohnt – Stand: Oktober 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Ab 01.01.2027: 66,80 Euro im Monat, also 801,60 Euro im Jahr (+45,60 Euro)
- Jobticket 63,46 Euro, Deutschland-Semesterticket ab Wintersemester 2027/28 40,08 Euro
- Wer zum Jahreswechsel aussteigen will, kündigt spätestens am 10. Dezember 2026
- Neuer Preis kommt jedes Jahr bis zum 30. September per Index
Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthält Partner-Links. Kauft ihr über einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch.
Was kostet das Deutschlandticket ab 2027?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Das Deutschlandticket kostet ab dem 1. Januar 2027 genau 66,80 Euro pro Monat. Das hat der Koordinierungsrat der Verkehrsministerkonferenz am 30. September 2026 festgelegt, verkündet hat es der Vorsitzende der Konferenz, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter. Laut Handelsblatt steigen die vergünstigten Varianten im selben Schritt mit.
Für euren Geldbeutel heißt das: 3,80 Euro mehr pro Monat, aufs Jahr gerechnet 801,60 Euro statt 756 Euro. Das Ticket bleibt dabei ein reines Monats-Abo für Busse, Straßen-, U- und S-Bahnen sowie Regionalzüge (RE, RB, IRE) in ganz Deutschland. Fernzüge wie ICE und IC sind weiterhin nicht enthalten. Laut ADAC nutzen mehr als 14 Millionen Menschen das Ticket.
Für diesen Artikel hat unsere Redaktion die Beschlussmeldung der Verkehrsministerkonferenz, die Mitteilungen der Verkehrsunternehmen und die Abo-Bedingungen ausgewertet und die Rechenbeispiele selbst nachgerechnet. Wie die Nachricht im Fernsehen ankam, zeigt die tagesschau in ihrem offiziellen Beitrag vom 30. September 2026:
Warum steigt der Preis? Der neue Kostenindex erklärt
Der Preis steigt, weil Bund und Länder ihre Zuschüsse einfrieren und seit 2027 eine Formel die Kostensteigerung der Verkehrsunternehmen direkt auf den Ticketpreis umlegt. Den Preisindex hat die Verkehrsministerkonferenz im März 2026 in Lindau einstimmig beschlossen; 2027 wird er zum ersten Mal angewendet.
In den Index fließen drei Kostenblöcke ein. Nach Berichten der taz sind sie so gewichtet:
- Personalkosten: 55 Prozent (Bus, Regionalzug, Straßenbahn)
- Energiekosten: 20 Prozent (Diesel und Strom)
- Sonstige Kosten: 25 Prozent
Berechnet wird der Wert laut LOK Report von der D-Tix GmbH & Co. KG, der gemeinsamen Gesellschaft der Branche für das Ticket, nach einer festen Formel mit Stichtagen. Bund und Länder zahlen bis 2030 jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu, so hat es der Bundestag im November 2025 beschlossen. Weil dieser Betrag fix ist, müssen höhere Löhne und Energiepreise über den Ticketpreis hereinkommen – genau so begründet es auch VDV-Präsident Ingo Wortmann.
Wichtig für eure Planung: Der neue Preis soll künftig jedes Jahr bis zum 30. September feststehen. Ihr habt damit rund drei Monate Vorlauf, bevor eine Erhöhung zum Januar greift. Laut Handelsblatt rechnen Branchenkreise wegen der anhaltenden Inflation bereits für 2028 mit dem nächsten Aufschlag.
Preisverlauf: Von 49 auf 66,80 Euro

Grafik: MonsterDealz, eigene Darstellung nach Verbraucherzentrale und Verkehrsministerkonferenz
Seit dem Start im Mai 2023 ist das Deutschlandticket um 17,80 Euro oder 36,3 Prozent teurer geworden. Die 2027er-Erhöhung fällt dabei prozentual am kleinsten aus: Der erste Sprung 2025 brachte 18,4 Prozent, der zweite 2026 noch 8,6 Prozent.
| Gültig ab | Monatspreis | Plus |
|---|---|---|
| Mai 2023 | 49,00 € | Start |
| Januar 2025 | 58,00 € | +9,00 € |
| Januar 2026 | 63,00 € | +5,00 € |
| Januar 2027 | 66,80 € | +3,80 € |
Stand 03.10.2026. Preise 2023 bis 2026 laut Verbraucherzentrale, Preis 2027 laut Beschluss vom 30.09.2026.
Wer das Ticket seit dem ersten Tag durchgehend nutzt, zahlt 2027 also 213,60 Euro mehr im Jahr als zum Start. Einen ausführlichen Überblick über alle Preisvarianten und Ermäßigungen findet ihr in unserem Ratgeber zu den Deutschlandticket Kosten.
Was passiert mit eurem laufenden Abo?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Euer Abo läuft ab Januar 2027 zum neuen Preis weiter, und ab dann werden 66,80 Euro abgebucht. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) schreiben ihren Kunden am 2. Oktober 2026 ausdrücklich, dass sie dafür nichts tun müssen – der neue Betrag wird automatisch eingezogen.
Ganz einheitlich ist das Verfahren allerdings nicht. Zum Jahreswechsel 2026 mussten Abonnenten der Deutschen Bahn und einiger Verbünde der Erhöhung auf 63 Euro aktiv zustimmen, sonst endete der Vertrag zum 31. Dezember 2025. Wer ab dem 15. Oktober 2025 bestellt hat, wurde dagegen schon im Bestellprozess über Preisänderungen informiert und musste nicht gesondert zustimmen. Unser Rat: Lest die E-Mail oder den Brief eures Anbieters in den kommenden Wochen genau. Steht dort eine Frist zur Zustimmung, haltet sie ein, wenn ihr das Ticket behalten wollt.
Ein echtes Sonderkündigungsrecht braucht ihr wegen der Preiserhöhung nicht, denn das Deutschlandticket ist ohnehin monatlich kündbar. Nach Auffassung der Anbieter ist die Erhöhung eine politisch vorgegebene Tarifanpassung, die kein außerordentliches Kündigungsrecht auslöst.
Bis wann müsst ihr kündigen, um 66,80 Euro zu vermeiden?
Wer nicht zum neuen Preis weiterfahren will, muss bis spätestens 10. Dezember 2026 kündigen – dann endet das Abo am 31. Dezember 2026, und im Januar wird nichts mehr abgebucht. Die Regel gilt bundesweit: Eine Kündigung bis zum 10. eines Monats wirkt zum Ende desselben Monats.
- Kündigung bis 10.12.2026: letzter Monat ist der Dezember zu 63 Euro
- Kündigung am 11.12.2026 oder später: der Januar läuft noch mit, und ihr zahlt einmal 66,80 Euro
- Kündigungsweg: dort, wo ihr das Abo abgeschlossen habt – Kundenkonto, App oder Formular des Verkehrsunternehmens
Ein Ausstieg muss nicht endgültig sein. Ihr könnt das Ticket für Monate kündigen, in denen ihr kaum fahrt, und später neu bestellen. Achtet beim Neueinstieg ebenfalls auf den 10.: Wer nach dem Stichtag bestellt, startet oft erst im Folgemonat. Schritt für Schritt erklären wir alles in unserer Anleitung zum Deutschlandticket kündigen.
Lohnt sich das Deutschlandticket nach der Preiserhöhung noch?
Ja, für alle, die regelmäßig pendeln, lohnt sich das Deutschlandticket auch bei 66,80 Euro: Schon ab rund 17 bis 23 Einzelfahrten im Monat seid ihr günstiger unterwegs als mit Einzeltickets. Wie schnell sich das Abo rechnet, hängt vom Preis einer Einzelfahrt in eurer Stadt ab.
| Preis Einzelfahrt | Lohnt ab | Hin und zurück |
|---|---|---|
| 3,00 € | 23 Fahrten | 12 Tage |
| 3,50 € | 20 Fahrten | 10 Tage |
| 4,00 € | 17 Fahrten | 9 Tage |
Eigene Rechnung: 66,80 Euro geteilt durch den Einzelfahrpreis, aufgerundet. Hin und zurück heißt: so viele Tage mit je zwei Fahrten im Monat.
Wer an mindestens neun bis zwölf Tagen im Monat hin und zurück fährt, ist mit dem Deutschlandticket also fast immer besser dran. Für Fernpendler, die mit dem Regionalverkehr über Verbundgrenzen fahren, ist der Vorteil noch deutlicher, weil verbundübergreifende Monatskarten oft dreistellig kosten.
Knapp wird es für Gelegenheitsfahrer und für Menschen, die nur in einem kleinen Tarifgebiet unterwegs sind. Kostet eure lokale Monatskarte weniger als 66,80 Euro und verlasst ihr den Verbund nie, ist das Deutschlandticket ab 2027 das teurere Produkt. Fahrt ihr nur gelegentlich weite Strecken, rechnet zusätzlich mit den Sparpreisen der Bahn gegen – unser Ratgeber zum Super Sparpreis zeigt, wie das geht.
So fahrt ihr 2027 günstiger als für 66,80 Euro
Den vollen Preis müssen viele gar nicht zahlen: Mit Jobticket, Semesterticket oder einem regionalen Sozial- oder Azubi-Angebot liegt euer Eigenanteil teils deutlich unter 66,80 Euro.
- Jobticket: Gibt euer Arbeitgeber mindestens 25 Prozent Zuschuss, gibt es zusätzlich 5 Prozent Rabatt. Das Ticket kostet dann 63,46 Euro (bisher 59,85 Euro); nach dem Mindestzuschuss von 16,70 Euro zahlt ihr höchstens 46,76 Euro selbst. Infos dazu bietet die Deutsche Bahn.
- Deutschland-Semesterticket: Es kostet 60 Prozent des regulären Preises, also künftig 40,08 Euro (bisher 37,80 Euro). Weil der Semesterbeitrag vorab feststeht, greift die Erhöhung laut NAH.SH erst zum Wintersemester 2027/28, im Sommersemester 2027 bleibt es bei 37,80 Euro. Alles Weitere steht im Ratgeber zum Deutschlandticket für Studenten.
- Sozial- und Azubi-Tickets: Mehrere Länder und Verbünde fördern das Ticket für Menschen mit geringem Einkommen, Auszubildende oder Freiwilligendienstleistende. Die Höhe ist regional sehr unterschiedlich – fragt direkt bei eurem Verkehrsverbund nach.
- Kinder: Kinder unter sechs Jahren fahren im Nahverkehr ohne eigenes Ticket.
Prüft außerdem, ob euer Arbeitgeber das Ticket steuerfrei bezuschussen kann, wenn es bisher kein Jobticket-Angebot gibt. Fragen kostet nichts, und schon der Mindestzuschuss senkt eure Kosten um mehr als 200 Euro im Jahr.
So ordnen wir die Nachricht ein
- Quelle geprüft: Alle Preise stammen aus dem Beschluss vom 30.09.2026 und wurden mit mehreren Mitteilungen von Ländern und Verkehrsunternehmen abgeglichen.
- Aktualität: Sobald die Anbieter ihre Abonnenten anschreiben, ziehen wir den Abschnitt zum laufenden Abo nach.
- Unabhängig: Unsere Einschätzung ist redaktionell – Partner-Links ändern nichts an der Bewertung.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Ab 17 Fahrten günstiger als Einzeltickets | Seit 2023 schon 36,3 Prozent teurer |
| Neuer Preis steht jährlich bis 30. September fest | Weitere Erhöhung für 2028 bereits erwartet |
| Weiterhin monatlich kündbar | Kleine Verbund-Abos teils günstiger |
| Jobticket senkt Eigenanteil auf max. 46,76 Euro | Fernverkehr bleibt ausgeschlossen |
Häufige Fragen zur Deutschlandticket Preiserhöhung
Ab wann kostet das Deutschlandticket 66,80 Euro?
Ab dem 1. Januar 2027. Der Januar 2027 ist der erste Monat, für den 66,80 Euro abgebucht werden; bis einschließlich Dezember 2026 gelten 63 Euro.
Muss ich der Preiserhöhung zustimmen?
Das hängt von eurem Anbieter ab. Die DVB etwa stellen ihre Kunden automatisch um. Bei der Preiserhöhung 2026 verlangten die Deutsche Bahn und einige Verbünde eine aktive Zustimmung. Wartet auf das Schreiben eures Anbieters und haltet eine dort genannte Frist ein.
Gibt es ein Sonderkündigungsrecht?
Nein, ein gesondertes Sonderkündigungsrecht gibt es nicht – ihr braucht es aber auch nicht. Das Ticket ist monatlich kündbar; eine Kündigung bis zum 10. Dezember 2026 beendet das Abo vor der Erhöhung.
Wird das Deutschlandticket jedes Jahr teurer?
Wahrscheinlich ja. Der Index bildet die Kosten für Personal, Energie und Betrieb ab und wird jährlich neu berechnet. Steigen diese Kosten, steigt auch der Preis; die Bekanntgabe erfolgt jeweils bis zum 30. September für das Folgejahr.
Was kostet das Jobticket ab 2027?
63,46 Euro ohne Arbeitgeberzuschuss. Zahlt euer Arbeitgeber mindestens 25 Prozent des Ticketpreises dazu, bleiben für euch höchstens 46,76 Euro pro Monat.
Wie viel teurer wird das Semesterticket?
Das Deutschland-Semesterticket steigt um 2,28 Euro auf 40,08 Euro im Monat, allerdings erst zum Wintersemester 2027/28; im Sommersemester 2027 bleibt es bei 37,80 Euro. Es bleibt damit bei 60 Prozent des regulären Preises.
Fazit: Teurer, aber für Pendler weiter ein guter Deal
Die Deutschlandticket Preiserhöhung auf 66,80 Euro fällt mit 6,0 Prozent kleiner aus als die beiden Sprünge davor, und dank Index wisst ihr künftig drei Monate im Voraus, was kommt. Für Pendler bleibt das Ticket die günstigste Lösung, für Gelegenheitsfahrer lohnt sich der Rechenvergleich.
- Bis 10. Dezember 2026 entscheiden, ob ihr zum neuen Preis weiterfahrt
- Beim Arbeitgeber nach Jobticket oder Zuschuss fragen
- Post vom Anbieter lesen und eine mögliche Zustimmungsfrist einhalten
Weitere Spartipps für Bahn, Nahverkehr und Alltag findet ihr jeden Tag auf MonsterDealz.