Chase Tagesgeld: 4 % Zinsen, Bedingungen und Einlagensicherung der J.P.-Morgan-Digitalbank
Das Chase Tagesgeld ist ein gebührenfreies Tagesgeldkonto der US-Großbank JPMorganChase, das Neukunden in Deutschland 4 % Zinsen p. a. für die ersten 4 Monate auf bis zu 500.000 Euro zahlt – danach und für höhere Beträge gilt ein variabler Zins von aktuell 2 % p. a. Chase ist am 20. Mai 2026 in Deutschland gestartet, wird hier von der J.P. Morgan SE aus Frankfurt betrieben und unterliegt der deutschen Einlagensicherung. Wer nach einem Parkplatz für Erspartes sucht und wissen will, ob hinter der neuen Marke eine echte Bank steht und was nach dem Aktionszins bleibt, findet hier den geprüften Stand der Konditionen. Stand: Oktober 2026.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- 4 % p. a. fest für 4 Monate ab Kontoeröffnung, seit 3. September 2026 nur noch bis 500.000 Euro.
- Danach 2 % p. a. variabel – ein halber Prozentpunkt unter dem EZB-Einlagesatz von 2,50 %.
- Gesetzlich gesichert bis 100.000 Euro, freiwillig ĂĽber den Bankenverband bis 3 Millionen Euro.
- Nur per App, nur Tagesgeld: Girokonto und Depot sind erst bis Ende 2028 angekĂĽndigt.
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Gibt es Chase in Deutschland – und was ist das Chase Tagesgeld?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Ja, Chase gibt es seit dem 20. Mai 2026 in Deutschland: An diesem Tag hat die Digitalbank laut eigener Pressemitteilung offiziell den Betrieb aufgenommen, mit einem Tagesgeldkonto als erstem und bisher einzigem Produkt. Ältere Auskünfte, Chase sei nur in den USA nutzbar, sind damit überholt. Angekündigt hatte JPMorganChase den Schritt am 4. September 2025 für das zweite Quartal 2026 – der Zeitplan wurde eingehalten.
Chase ist die Privatkundenmarke von JPMorganChase, nach eigenen Angaben mit mehr als 80 Millionen Kunden in den USA, im Vereinigten Königreich und in Deutschland. Deutschland ist nach Großbritannien der zweite europäische Markt. Dort ist Chase 2021 gestartet und zählt laut der Pressemitteilung zum Deutschland-Start inzwischen mehr als drei Millionen Kunden. Im September 2025 hatte die Bank für Großbritannien noch mehr als 2,5 Millionen genannt.
Vertragspartner ist nicht die US-Bank, sondern die J.P. Morgan SE, eine Europäische Aktiengesellschaft mit Eintrag beim Amtsgericht Frankfurt am Main. Sie besitzt eine Vollbanklizenz, ist nach Angaben von Chase durch die BaFin zugelassen und wird gemeinsam von BaFin, Europäischer Zentralbank und Bundesbank beaufsichtigt. Betrieben wird das Angebot von einem Standort in Berlin mit mehr als 150 Beschäftigten. Filialen gibt es nicht: Das Konto läuft ausschließlich über die App.
Deutschlandchef Daniel Llano Manibardo beschreibt das Ziel in der Pressemitteilung vom 20. Mai 2026 so: „Deshalb wollen wir mit unserem Sparprodukt Kund:innen dauerhaft ein attraktives Angebot bieten – auch nach der Angebotsphase – damit sie mehr aus ihrem Geld machen können“. Ob das gelingt, entscheidet der Zins nach den ersten vier Monaten – dazu unten mehr. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion am 6. Oktober 2026 die Produktseite, die Hilfeseiten und die Pressemitteilungen von Chase ausgewertet und die Zahlen mit EZB, Gesetzestexten und den Sicherungseinrichtungen abgeglichen.
Seit dem 21. Juni 2026 wirbt Chase im Fernsehen mit dem Fußballer Thomas Müller. Den Spot zur Kampagne hat die Bank auf ihrem offiziellen YouTube-Kanal veröffentlicht:
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. In unserer Deal-Datenbank stehen 59 Beiträge mit „Tagesgeld“ im Titel, 18 davon sind aktuell online (Abfrage vom 6. Oktober 2026) – Neukundenzinsen gehören also seit Jahren zu den Finanzangeboten, die wir am häufigsten prüfen.
Chase Tagesgeld Zinsen: Was gilt seit dem 3. September 2026?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Wer ab dem 3. September 2026 ein Konto eröffnet, bekommt laut Chase 4 % Zinsen p. a. fest für die ersten 4 Monate ab Kontoeröffnung, und zwar für Guthaben bis 500.000 Euro. Danach und für Beträge über 500.000 Euro gilt der variable Zinssatz von aktuell 2 % p. a. So steht es auf der Hilfeseite von Chase zu den Zinssätzen (abgerufen am 6. Oktober 2026).
Die Obergrenze ist neu. Die Pressemitteilung zum Start nannte für den Aktionszins noch keine Betragsgrenze, und viele Berichte aus dem Mai sprechen bis heute von 4 % auf bis zu einer Million Euro. Maßgeblich ist das Eröffnungsdatum: Für Konten, die vor dem 3. September 2026 eröffnet wurden, gelten laut Chase weiterhin die bei der Eröffnung vereinbarten Konditionen. Sie lassen sich in der App im Profil unter „Rechtliches“ nachlesen. Die Million gibt es weiterhin, aber nur als Höchstanlagebetrag des Kontos – nicht als Grenze für den Aktionszins.
| Merkmal | Chase Tagesgeld | Quelle |
|---|---|---|
| Aktionszins | 4 % p. a. | Chase-Hilfe |
| Dauer | 4 Monate | Chase-Hilfe |
| Aktionszins bis | 500.000 € | Chase-Hilfe |
| Zins danach | 2 % p. a. variabel | Chase-Hilfe |
| Höchstanlage | 1.000.000 € | Produktseite |
| Zinsgutschrift | monatlich | Chase-Hilfe |
| Kontoführung | 0 € | Produktseite |
| Mindesteinlage | keine | Produktseite |
Stand 06.10.2026, alle Angaben von chase.de. Der Aktionszins gilt für Neukunden mit Kontoeröffnung ab dem 3. September 2026; für ältere Konten zählen die bei der Eröffnung vereinbarten Bedingungen.
Ab wann laufen die vier Monate?
Die vier Monate laufen ab der Kontoeröffnung, nicht ab der ersten Einzahlung. Wer das Konto eröffnet und das Geld erst drei Wochen später überweist, verschenkt also drei Wochen Aktionszins. Sinnvoll ist deshalb, das Referenzkonto und den Überweisungsbetrag vor der Eröffnung bereitzuhalten.
Wie werden die Zinsen berechnet und gutgeschrieben?
Chase berechnet die Zinsen taggenau und schreibt sie monatlich zum 1. Tag des Folgemonats gut. Taggenau heißt laut Chase: für jeden Kalendertag auf Basis des tatsächlichen Guthabens, gerechnet mit 365 Tagen im Jahr beziehungsweise 366 im Schaltjahr. Weil die Gutschrift monatlich kommt, werden die Zinsen ab dem zweiten Monat selbst mitverzinst. Der Effekt ist bei üblichen Beträgen klein, wie das Rechenbeispiel im nächsten Abschnitt zeigt.
Kann Chase den Zins nach der Aktion senken?
Ja. Der Zins nach der Aktionsphase ist variabel, und Chase legt sich nicht auf einen Maßstab fest. Auf der Hilfeseite heißt es wörtlich: „Unser variabler Zinssatz ist nicht an den Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) gekoppelt.“ Er kann also unabhängig von der Geldpolitik steigen oder sinken. Garantiert sind nur die 4 % in den ersten vier Monaten.
Wie viel Zinsen bringen 10.000 Euro beim Chase Tagesgeld?
10.000 Euro bringen in den vier Aktionsmonaten rund 134 Euro Zinsen vor Steuern und im gesamten ersten Jahr rund 270 Euro – das entspricht einer Verzinsung von etwa 2,7 % auf zwölf Monate, nicht 4 %. Die Rechnung nutzt die Sätze von chase.de vom 6. Oktober 2026 und unterstellt, dass der variable Zins acht Monate lang bei 2 % bleibt. Das ist eine Annahme, keine Zusage.
| Guthaben | Zinsen in 4 Monaten | Zinsen im 1. Jahr |
|---|---|---|
| 5.000 € | 67 € | 135 € |
| 10.000 € | 134 € | 270 € |
| 50.000 € | 670 € | 1.350 € |
| 100.000 € | 1.340 € | 2.699 € |
Beispielrechnung der Redaktion, Stand 06.10.2026: vier Monate zu 4 % p. a., danach acht Monate zu 2 % p. a., monatliche Gutschrift mit Zinseszins, jeder Monat als ein Zwölftel des Jahres, Beträge vor Steuern und gerundet. Die tatsächliche Abrechnung erfolgt taggenau und weicht um Cent-Beträge ab.
Zwei Einordnungen helfen, die Zahl zu lesen. Erstens: Dieselben 10.000 Euro brächten bei durchgehend 2 % rund 202 Euro im Jahr, bei durchgehend 2,5 % rund 253 Euro. Der Aktionszins ist also etwa 68 Euro Vorsprung gegenüber dem eigenen Basiszins wert. Zweitens: Der Zinseszins aus der monatlichen Gutschrift macht in den vier Aktionsmonaten weniger als einen Euro aus – ohne ihn wären es 133,33 Euro statt 134 Euro.
Chase bietet auf der eigenen Website einen Zinsrechner an, der mit vollen Monaten zu je 30,42 Tagen rechnet und Steuern nicht berĂĽcksichtigt. Die Ergebnisse liegen deshalb nah an unserer Tabelle, sind aber ebenfalls nur eine Orientierung.
Wie sicher ist das Geld bei Chase? Einlagensicherung im Detail

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Guthaben bei Chase sind gesetzlich bis 100.000 Euro je Kunde geschützt, weil die J.P. Morgan SE als deutsches Kreditinstitut der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) angehört. Die Grenze steht in § 8 des Einlagensicherungsgesetzes, das den Entschädigungsanspruch auf 100.000 Euro begrenzt. Es handelt sich um einen Rechtsanspruch nach deutschem Recht – nicht um die US-Einlagensicherung.
Darüber hinaus ist die J.P. Morgan SE Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Dieser sichert laut dem Einlagensicherungsfonds Privatpersonen über die gesetzliche Grenze hinaus bis zu einem Betrag von derzeit maximal drei Millionen Euro. Wichtig ist der Unterschied in der Qualität: Auf die freiwillige Sicherung besteht nach Angaben von Chase kein Rechtsanspruch, die Leistungen hängen von der Leistungsfähigkeit des Fonds ab.
Wie schnell käme das Geld im Ernstfall zurück?
Die gesetzliche Entschädigung muss nach § 14 des Einlagensicherungsgesetzes spätestens sieben Arbeitstage nach der Feststellung des Entschädigungsfalls ausgezahlt werden, und zwar ohne Antrag. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken nennt dieselbe Frist. Festgestellt wird der Entschädigungsfall von der BaFin.
Was gilt, wenn ihr mehr als 100.000 Euro anlegt?
Die 100.000 Euro gelten pro Kunde und Bank, nicht pro Konto. Chase weist selbst darauf hin, dass mehrere Einlagen bei der J.P. Morgan SE – auch außerhalb von Chase – zusammengerechnet werden. Wer den Höchstanlagebetrag von einer Million Euro ausschöpft, verlässt sich für 900.000 Euro auf die freiwillige Sicherung. Wie beide Stufen zusammenwirken und wann sich eine Verteilung auf mehrere Banken lohnt, erklären wir im Ratgeber zur Einlagensicherung.
Wie eröffnet ihr das Chase Tagesgeldkonto?

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Das Konto lässt sich nur in der Chase-App eröffnen, und zwar von Privatpersonen ab 18 Jahren mit Wohnsitz und Steueransässigkeit in Deutschland. Zusätzlich verlangt Chase eine deutsche Handynummer und für Auszahlungen ein Referenzkonto bei einer deutschen Bank. Diese vier Bedingungen stehen in der Fußnote der Produktseite (abgerufen am 6. Oktober 2026). Ein Girokonto bei Chase ist nicht nötig – es gibt bisher keines.
- Schritt 1 – App laden: Die Chase-App gibt es im App Store und im Google Play Store. Eine Eröffnung im Browser bietet Chase nicht an.
- Schritt 2 – Daten und Ausweis: Ihr gebt eure Daten ein und weist euch aus. Chase bietet dafür das eID-Verfahren mit dem Personalausweis und das Video-Ident-Verfahren an.
- Schritt 3 – Steuer-ID: Chase fragt die Steuer-Identifikationsnummer bei der Eröffnung ab. Fehlt sie, holt die Bank sie beim Bundeszentralamt für Steuern ein, was die Eröffnung laut Chase um einige Werktage verzögern kann.
- Schritt 4 – Einzahlen: Die Kontodaten für die Überweisung stehen in der App. Eine Mindesteinzahlung gibt es nicht.
Was ist das Referenzkonto – und warum ist es wichtig?
Das Referenzkonto ist ein Euro-Konto auf euren Namen bei einer in Deutschland ansässigen Bank, in der Regel euer Girokonto. Einzahlen könnt ihr von jedem Euro-Konto im SEPA-Raum, sogar von Konten Dritter. Auszahlungen gehen dagegen ausschließlich auf das Referenzkonto. Ändern lässt es sich laut Chase nur alle 30 Tage – wer gerade die Hausbank wechselt, sollte das einplanen.
Welche Limits gelten fĂĽr Ein- und Auszahlungen?
Einzahlen könnt ihr bis zu einer Million Euro. Ein Auszahlungslimit gibt es laut Chase nicht, über die App lassen sich aber höchstens 500.000 Euro pro Tag auf das Referenzkonto überweisen; für höhere Beträge hilft der Kundenservice. Auszahlungen kommen nach Angaben der Bank in der Regel innerhalb von ein bis zwei Bankarbeitstagen an. Wer Geld am selben Tag braucht, sollte das Tagesgeld bei Chase also nicht als einzige Reserve führen.
Der Kundenservice ist montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr erreichbar, außer an Feiertagen – per Chat und Anruf in der App oder kostenlos unter 0800 7124200. Kunden können außerdem an monatlichen Gewinnspielen teilnehmen; im Oktober 2026 verlost Chase unter anderem Reisen nach New York, die Teilnahme läuft über die App. Für die Rendite spielt das keine Rolle, deshalb bleibt es hier bei der Erwähnung.
Welche Steuern fallen auf die Zinsen an – und geht ein Freistellungsauftrag?
Auf Zinsen aus dem Chase Tagesgeld fallen 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, die Chase als deutsche Bank direkt an das Finanzamt abführt. Den Steuersatz legt § 32d des Einkommensteuergesetzes fest, der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 % der Steuer. Zusammen sind das 26,375 % der Zinsen, mit Kirchensteuer etwas mehr.
Steuerfrei bleiben Kapitalerträge bis zum Sparer-Pauschbetrag: Nach § 20 Absatz 9 des Einkommensteuergesetzes sind das 1.000 Euro pro Jahr, für zusammen veranlagte Ehegatten 2.000 Euro. Damit Chase den Betrag berücksichtigt, braucht die Bank einen Freistellungsauftrag. Er lässt sich in der App erteilen und ändern, alternativ per Formular über den App-Chat. Voraussetzung ist die Steuer-ID.
- Beispiel ohne Freistellungsauftrag: Von 270 Euro Zinsen aus 10.000 Euro gehen rund 71 Euro an das Finanzamt, es bleiben rund 199 Euro.
- Beispiel mit Freistellungsauftrag: Die 270 Euro bleiben vollständig steuerfrei, solange der Pauschbetrag nicht anderweitig verbraucht ist.
- Grenze im Aktionszeitraum: Ab 75.000 Euro Guthaben erreichen allein die Zinsen der vier Aktionsmonate die 1.000 Euro.
Praktisch ist eine Regel, die Chase auf der Hilfeseite zum Freistellungsauftrag nennt: Wurden bereits Steuern auf Zinsen abgeführt, weil die Steuer-ID bei der Eröffnung fehlte, schreibt die Bank sie nach Erteilung des Freistellungsauftrags wieder gut. Der Pauschbetrag gilt allerdings für alle Banken zusammen. Wie ihr ihn sinnvoll verteilt, steht im Ratgeber zum Freistellungsauftrag. Dieser Abschnitt erklärt die gesetzlichen Regeln und ersetzt keine Steuerberatung.
Wie schneidet Chase gegen den EZB-Zins und andere Aktionszinsen ab?
Der Aktionszins von 4 % liegt 1,5 Prozentpunkte über dem Einlagesatz der Europäischen Zentralbank, der Basiszins von 2 % dagegen 0,5 Prozentpunkte darunter. Der Einlagesatz beträgt laut der Leitzins-Übersicht der EZB seit dem 16. September 2026 2,50 %, nach 2,25 % seit Juni und 2,00 % davor. Auffällig: Die EZB hat 2026 zweimal erhöht, der Basiszins von Chase steht seit dem Start im Mai unverändert bei 2 %. Den Hintergrund der Zinsschritte erklärt unser Artikel zum EZB-Leitzins.
Ein Blick auf zwei andere Angebote zeigt, wo Chase steht. Die Zahlen stammen jeweils von den Seiten der Anbieter, abgerufen am 6. Oktober 2026:
- Chase: Aktionszins 4 % p. a. / Dauer 4 Monate / bis 500.000 Euro / danach 2 % p. a. variabel.
- ING Extra-Konto: Aktionszins 3,20 % p. a. / Dauer 4 Monate / bis 250.000 Euro / danach 0,75 % p. a. variabel. Mit gleichzeitig eröffnetem Girokonto nennt die ING 3,75 % p. a.
- Trade Republic: kein Aktionszins / 2,5 % p. a. auf das Guthaben laut Trade Republic / verzinstes Verrechnungskonto statt klassisches Tagesgeld.
Der Vergleich ist kein Ranking und keine Anlageempfehlung, sondern zeigt zwei Dinge. Der Aktionszins von Chase ist hoch und gilt für ungewöhnlich große Beträge. Und der Basiszins liegt deutlich über dem, was eine Filial- oder Direktbank nach der Aktion üblicherweise zahlt, aber unter Angeboten, die den EZB-Satz weiterreichen. Die Details der beiden anderen Konten stehen in unseren Artikeln zum Tagesgeld der ING und zum Tagesgeld bei Trade Republic; die DKB behandeln wir im Ratgeber zum DKB Tagesgeld.
Was passiert nach den vier Monaten?
Nach vier Monaten fällt der Zins automatisch auf den variablen Satz, ohne dass ihr etwas tun müsst oder eine Nachricht abwarten solltet. Wer am Starttag, dem 20. Mai 2026, eröffnet hat, bekommt rechnerisch seit dem 20. September 2026 nur noch den Basiszins. Bei 10.000 Euro sinkt der monatliche Zinsertrag damit von rund 33 Euro auf rund 17 Euro.
Drei Wege stehen dann offen: bleiben, weil 2 % für euch genügen; das Geld zu einem Anbieter mit höherem Dauerzins umschichten; oder zum nächsten Aktionszins weiterziehen. Letzteres kostet jedes Mal eine neue Legitimation, einen neuen Freistellungsauftrag und ein bis zwei Bankarbeitstage, in denen das Geld unterwegs ist. Bei 10.000 Euro bringt ein Prozentpunkt Zinsunterschied über vier Monate etwa 33 Euro – ob das den Aufwand lohnt, ist eine persönliche Rechnung. Eine Entscheidungshilfe mit Checkliste bietet unser Tagesgeld-Vergleich; wer Geld länger nicht braucht, findet die Abwägung unter Tagesgeld oder Festgeld.
Kommen Girokonto und Depot?
Geplant sind sie, verfügbar noch nicht. Chase kündigt in der Pressemitteilung vom 20. Mai 2026 an, das Angebot bis Ende 2028 unter anderem um Girokonten, Investment- und Kreditprodukte zu erweitern. Ein Datum für einzelne Produkte nennt die Bank nicht. Wer heute ein vollständiges Konto bei einer Digitalbank sucht, findet Alternativen im Neobanken-Vergleich.
Vor- & Nachteile im Ăśberblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| 4 % p. a. fest fĂĽr 4 Monate | Danach nur 2 % p. a., variabel |
| Aktionszins bis 500.000 Euro | Basiszins unter EZB-Einlagesatz von 2,50 % |
| Deutsche Einlagensicherung, Freistellungsauftrag in der App | Nur per App, kein Browser-Zugang |
| Kostenlos, keine Mindesteinlage, monatliche Zinsgutschrift | Auszahlung dauert 1 bis 2 Bankarbeitstage |
Häufige Fragen zum Chase Tagesgeld
Kann ich ein Chase Konto aus Deutschland eröffnen?
Ja, seit dem 20. Mai 2026 – allerdings nur das Tagesgeldkonto der deutschen Chase-Bank, nicht ein US-Konto. Voraussetzungen sind Volljährigkeit, Wohnsitz und Steueransässigkeit in Deutschland, eine deutsche Handynummer und für Auszahlungen ein Referenzkonto bei einer deutschen Bank.
Wem gehört die Chase Bank?
Chase ist die Privatkundenmarke des börsennotierten US-Konzerns JPMorganChase, der zum 31. März 2026 eine Bilanzsumme von 4,9 Billionen US-Dollar ausweist. In Deutschland betreibt die J.P. Morgan SE mit Sitz in Frankfurt am Main das Angebot.
Gilt der Aktionszins auch fĂĽr Bestandskunden?
Nein. Die 4 % sind ein Neukundenzins für die ersten vier Monate ab Kontoeröffnung. Danach gilt für alle der variable Zins von aktuell 2 % p. a. Für Konten, die vor dem 3. September 2026 eröffnet wurden, zählen die damals vereinbarten Bedingungen.
Wie unterscheide ich echte Bankmitteilungen von Phishing?
Chase kommuniziert über die App: Der Kundenservice ist dort per Chat und Anruf erreichbar, und jede Auszahlung muss mit der persönlichen PIN bestätigt werden. Links in E-Mails oder SMS, die zur Eingabe von Zugangsdaten auffordern, solltet ihr nicht folgen, sondern die App direkt öffnen. Verdachtsfälle nimmt Chase unter 0800 7124200 entgegen; aktuelle Warnungen sammelt das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale.
Gibt es US-Banken, die fĂĽr Expats in Deutschland Konten fĂĽhren?
Chase Deutschland ist kein Konto für US-Kunden im Ausland, sondern ein deutsches Angebot: Verlangt wird die Steueransässigkeit in Deutschland samt deutscher Steuer-ID. Die Bank erhebt bei der Eröffnung außerdem Angaben für den internationalen Informationsaustausch nach CRS und FATCA. Ob US-Staatsbürger mit Wohnsitz in Deutschland angenommen werden, weist die Website nicht eigens aus – das klärt im Zweifel der Kundenservice.
Gibt es beim Chase Tagesgeld ein Gemeinschaftskonto?
Auf der Website nennt Chase das Tagesgeldkonto als Angebot für Privatpersonen; ein Gemeinschaftskonto wird dort nicht beschrieben (Stand 6. Oktober 2026). Möglich ist ein gemeinsamer Freistellungsauftrag für zusammen veranlagte Paare, sofern beide unter derselben Adresse gemeldet sind.
Kostet das Chase Tagesgeld GebĂĽhren?
Nein. Kontoeröffnung und Kontoführung sind laut Chase kostenlos, eine Mindesteinzahlung gibt es nicht. Gebühren können nur beim Anruf aus dem Ausland unter der Nummer +49 69 71242000 anfallen.
Fazit: starker Start, der Basiszins entscheidet
Das Chase Tagesgeld ist ein reguläres deutsches Tagesgeldkonto einer Bank mit Vollbanklizenz – die Prämisse „US-Bank mit unklarer Absicherung“ trifft nicht zu. 4 % für vier Monate auf bis zu 500.000 Euro sind im Oktober 2026 ein hoher Aktionszins, auf ein Jahr gerechnet bleiben davon bei unverändertem Basiszins etwa 2,7 %. Wer das Konto nutzt, sollte drei Dinge erledigen:
- Geld bereithalten, bevor ihr eröffnet – die vier Monate laufen ab Kontoeröffnung.
- Freistellungsauftrag in der App erteilen, sonst gehen 26,375 % der Zinsen zunächst an das Finanzamt.
- Das Enddatum der Aktion notieren und dann den Zins mit dem EZB-Einlagesatz vergleichen.
Aktuelle Neukundenaktionen von Banken und alle anderen geprĂĽften Angebote des Tages findet ihr auf der Startseite von MonsterDealz.