Bringmeister 2026: eingestellt – das ist der Nachfolger

Bringmeister gibt es nicht mehr. Der Online-Supermarkt wurde 2023 von Knuspr übernommen, in München im Oktober 2023 und in Berlin zum 22. April 2024 abgeschaltet — bringmeister.de ist heute technisch tot. Wer noch nach Liefergebiet und Preisen sucht, braucht deshalb den Nachfolger. Was aus dem Sortiment geworden ist und was Knuspr heute kostet, steht hier. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bringmeister ist eingestellt — die Domain löst nicht mehr auf.
  • Nachfolger ist Knuspr, Berlin-Umstellung am 22. April 2024.
  • Über 80 Prozent der Bringmeister-Artikel gibt es bei Knuspr gleich oder günstiger.
  • Knuspr liefert in drei Stunden, Mindestbestellwert 39 Euro.

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Gibt es Bringmeister noch?

Einzelne leere Stapelkiste in einer leeren Lagerhalle

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Nein. Bringmeister ist als eigenständiger Lieferdienst vollständig eingestellt. In München endete der Betrieb im Oktober 2023, in Berlin lief die Marke noch bis zum 22. April 2024 — dann übernahm Knuspr auch dort.

Das lässt sich technisch nachmessen: Die Domain bringmeister.de ist zwar noch registriert und zeigt auf Nameserver bei Amazon Web Services, hat aber keinen A-Eintrag mehr; die Adresse http://www.bringmeister.de löst gar nicht mehr auf. Es gibt also keinen Shop, keine Weiterleitung und keine Restseite (geprüft am 7. September 2026).

Wer auf Bringmeister stößt, findet deshalb fast immer veraltete Informationen: alte Ratgeber, alte Preisangaben, alte Liefergebiete. Für eine echte Bestellung ist davon nichts mehr brauchbar.

Auch eine Weiterleitung auf den Nachfolger gibt es nicht. Wer eine alte Produktseite oder ein Lesezeichen aus Bringmeister-Zeiten aufruft, bekommt schlicht eine Fehlermeldung des Browsers — nicht einmal eine Abschiedsseite. Das ist ungewöhnlich, weil Übernehmer die Linkkraft einer bekannten Domain normalerweise mitnehmen.

Der Kern des Angebots ist allerdings nicht verschwunden, sondern nur umgezogen — mit Sortiment, Lagern und einem großen Teil der Kundschaft. Wer wissen will, was heute in Berlin und München liefert, findet den Überblick bei den Lebensmittel-Lieferdiensten.

Wem gehörte Bringmeister, und wer hat übernommen?

Drei leere unbedruckte Umzugskartons hintereinander auf Holz

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Bringmeister hatte in wenigen Jahren drei Eigentümer — und genau diese Kette erklärt das Ende. Ursprünglich gehörte der Dienst zu Edeka und belieferte Berlin und München.

Im Mai 2021 verkaufte Edeka den Lieferdienst an den tschechischen Investor Rockaway Capital, der Bringmeister zu einem führenden Anbieter im deutschen Online-Lebensmittelmarkt ausbauen wollte. Aufgegangen ist der Plan nicht.

Im September 2023 kaufte Knuspr — die deutsche Marke der tschechischen Rohlik Group — den früheren Wettbewerber. Das Bundeskartellamt gab die Übernahme frei. Danach ging es schnell: München wurde noch 2023 umgestellt, Berlin im April 2024.

Für die Belegschaft war das ein Einschnitt. Nach der Übernahme entließ Bringmeister in Berlin rund 70 Mitarbeiter in der Zentrale. Das Berliner Lager in Schönefeld blieb dagegen erhalten und wurde für den Knuspr-Start mit einer vollautomatischen Lagerlösung für Trocken- und Frischeware ausgestattet.

Was ist aus dem Bringmeister-Sortiment geworden?

Der Übergang war bewusst als Fortsetzung angelegt, nicht als Neustart. Knuspr gibt an, für über 80 Prozent der Bringmeister-Produkte einen identischen oder direkt vergleichbaren Artikel zu führen — zum gleichen oder niedrigeren Preis.

Das Berliner Sortiment umfasst laut Knuspr über 19.000 Artikel: Supermarkt-Standards, Regionales von mehr als 150 Berliner Partnern, Backwaren vom Tag, Obst und Gemüse, Drogerie — dazu rund 4.000 Apothekenartikel. Das ist mehr, als der klassische Supermarkt um die Ecke im Regal hat.

Auch bei der Bezahlung blieb wenig auf der Strecke: Kreditkarte, PayPal, Apple Pay, Google Pay, Sofortüberweisung und Kauf auf Rechnung sind möglich, dazu Barzahlung oder Kartenzahlung bei der Lieferung.

Was sich änderte, war der Anspruch: Knuspr positioniert sich stärker über Frische und Regionalität als über Preis. Obst und Gemüse kommen nach Anbieterangaben häufig noch am Tag der Ernte ins Lager und von dort direkt zum Kunden — ohne die Tage, die Ware im klassischen Handel in Zwischenlagern und Regalen verbringt. Bei Fleisch, Fisch, Käse und Backwaren arbeitet Knuspr mit Manufakturen und regionalen Erzeugern zusammen.

Dazu kommt eine Zufriedenheitsgarantie: Entspricht ein Produkt nicht den Erwartungen, meldet ihr das im Kundenkonto und bekommt den Betrag zurück — ohne Rücksendung. Das ist der Standardweg bei Lieferdiensten, weil eine Retoure bei Frischeware ohnehin sinnlos wäre.

Wer vor allem günstig einkaufen will, ist mit Resteverwertern wie Motatos oder dem klassischen Markteinkauf trotzdem oft besser bedient. Frische und Regionalität sind ein Preisargument in die andere Richtung.

Wo und wie schnell liefert der Nachfolger?

Unbeschriftete aufgefaltete Landkarte mit kleiner Kuehltasche darauf

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Knuspr liefert nach eigenen Angaben innerhalb von drei Stunden bis an die Wohnungstür, in Augsburg innerhalb von vier Stunden. Ihr wählt beim Bestellen ein Zeitfenster, der Rest läuft wie bei einem normalen Onlineshop.

Das Liefergebiet umfasst derzeit acht Regionen und deren Umland — die beiden alten Bringmeister-Städte sind beide dabei:

  • Berlin — gesamtes Stadtgebiet, alle Bezirke, dazu Falkensee und Hennigsdorf
  • Potsdam — Stadt und Umland, unter anderem Königs Wusterhausen und Werder
  • München — Stadtgebiet und Umland, unter anderem Dachau, Freising, Germering
  • Frankfurt am Main — Frankfurt und Rhein-Main, unter anderem Offenbach und Bad Homburg
  • Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Hanau und Augsburg — jeweils Stadtgebiet und Umgebung

Das Liefergebiet reicht in vielen Regionen deutlich über die Stadtgrenze hinaus. Es lohnt sich also, die eigene Postleitzahl auch dann zu prüfen, wenn der Wohnort oben nicht ausdrücklich steht.

Was kostet Knuspr im Vergleich zu Bringmeister?

Der Mindestbestellwert liegt in Berlin, München und Frankfurt bei 39 Euro. Die Liefergebühr hängt vom Ort ab und bewegt sich im Bereich von etwa 2,90 bis 3,90 Euro; je 10 Euro Warenwert wird ein Euro davon erlassen, sodass die Lieferung ab rund 69 beziehungsweise 79 Euro ganz entfällt.

Diese Staffel ist der eigentliche Hebel: Zwischen Mindestbestellwert und Gratis-Grenze liegen rund 30 bis 40 Euro Warenwert, und jeder Zehner davon spart einen Euro Gebühr. Wer knapp über 39 Euro bestellt, zahlt die volle Gebühr — wer den Einkauf auf einen Wocheneinkauf bündelt, zahlt gar keine. Zwei kleine Bestellungen sind damit systematisch teurer als eine große.

Wer häufig bestellt, kann das Xtra-Abo für rund 8,25 Euro im Monat nehmen — damit ist jede Lieferung kostenlos, unabhängig vom Warenwert. Die ersten 30 Tage sind kostenfrei und unverbindlich kündbar. Bei zwei Bestellungen im Monat rechnet sich das je nach Warenkorb, bei einer eher nicht.

Wichtig ist der Vergleich mit dem, was ihr ohne Lieferdienst zahlt. Ein Wocheneinkauf im Markt kostet keine Gebühr, dafür Zeit und Weg. Wo genau die Grenze liegt, hängt am Haushalt — mehr dazu in unserem Ratgeber zum Sparen im Alltag.

Welche Alternativen gibt es sonst?

Drei leere geflochtene Einkaufskoerbe nebeneinander

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Wer nicht ins Knuspr-Gebiet fällt oder den Mindestbestellwert scheut, hat drei realistische Wege. Der REWE Lieferservice erreicht nach eigenen Angaben über 90 deutsche Städte und ist damit deutlich breiter aufgestellt.

Die günstigste Variante ist die Abholung: Beim REWE Abholservice gibt es keinen Mindestbestellwert, verfügbar ist er in über 2.000 Märkten, und ab 70 Euro Warenkorb entfällt die Servicegebühr von zwei Euro komplett. Für alle, die ohnehin am Markt vorbeikommen, schlägt das jede Lieferung.

Picnic wiederum fährt feste Touren durchs Viertel und verlangt deshalb gar keine Liefergebühr — dafür sucht ihr euch das Zeitfenster nicht frei aus.

Und wer den Weg über Amazon gewohnt ist: Auch dort läuft die Frische seit dem Ende von Amazon Fresh über Knuspr und tegut. Es ist also derselbe Anbieter, nur eine andere Oberfläche — mit teils abweichenden Konditionen. Ein Preisvergleich zwischen beiden Wegen lohnt sich.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile des Nachfolgers Nachteile
Über 19.000 Artikel allein in Berlin Bringmeister selbst existiert nicht mehr
Lieferung in drei Stunden 39 Euro Mindestbestellwert
80 Prozent der Artikel gleich oder günstiger Nur acht Regionen im Liefergebiet
Rund 4.000 Apothekenartikel im Sortiment Gratis-Lieferung erst ab rund 69 Euro

Häufige Fragen zu Bringmeister

Kann ich bei Bringmeister noch bestellen?

Nein. Der Dienst ist eingestellt, in München seit Oktober 2023 und in Berlin seit dem 22. April 2024. Die Domain bringmeister.de hat keinen aktiven Webserver mehr.

Wer hat Bringmeister übernommen?

Knuspr, die deutsche Marke der tschechischen Rohlik Group. Die Übernahme erfolgte im September 2023 mit Freigabe des Bundeskartellamts.

Gehörte Bringmeister zu Edeka?

Ursprünglich ja. Edeka verkaufte den Lieferdienst im Mai 2021 an den Investor Rockaway Capital, von dort ging er 2023 an Knuspr.

Bekomme ich meine gewohnten Produkte weiterhin?

Weitgehend. Knuspr gibt an, für über 80 Prozent der Bringmeister-Artikel ein identisches oder vergleichbares Produkt zum gleichen oder niedrigeren Preis zu führen.

Liefert Knuspr auch nach München?

Ja, Stadtgebiet und Umland inklusive Dachau, Freising und Germering. München war die erste Bringmeister-Stadt, die umgestellt wurde.

Was kostet die Lieferung?

Je nach Ort etwa 2,90 bis 3,90 Euro, mit sinkender Gebühr bei steigendem Warenwert. Ab rund 69 bis 79 Euro entfällt sie ganz; das Xtra-Abo für etwa 8,25 Euro im Monat macht jede Lieferung gratis.

Gibt es einen Ersatz außerhalb der Knuspr-Städte?

Ja. Der REWE Lieferservice deckt über 90 Städte ab, der REWE Abholservice über 2.000 Märkte. Picnic fährt in vielen Regionen feste Touren ohne Liefergebühr.

Fazit: eine Marke weniger, das Angebot bleibt

Bringmeister ist ein abgeschlossenes Kapitel — drei Eigentümer in wenigen Jahren, dann die Übernahme durch den direkten Wettbewerber. Wer heute nach Bringmeister sucht, landet praktisch immer bei Knuspr, und zwar mit weitgehend demselben Sortiment am selben Lager.

Drei Punkte für die Praxis:

  • Postleitzahl prüfen — das Liefergebiet reicht oft über die Stadtgrenze hinaus.
  • 39 Euro einplanen — darunter nimmt Knuspr die Bestellung nicht an.
  • Xtra erst nach dem zweiten Monat — sonst zahlt ihr das Abo für eine Bestellung.

Welcher Dienst an eurer Adresse überhaupt zustellt, klärt der Überblick zu den Lebensmittel-Lieferdiensten. Alle tagesaktuellen Angebote gibt es wie immer auf MonsterDealz.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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