Amazon Fresh 2026: eingestellt in Deutschland – das liefert jetzt
Amazon Fresh gibt es in Deutschland nicht mehr: Der eigene Lieferdienst wurde am 14. Dezember 2024 in Berlin, Potsdam, Hamburg und München eingestellt. Frische Lebensmittel bestellt ihr auf amazon.de heute über die Partner Knuspr und tegut — mit 39 beziehungsweise 35 Euro Mindestbestellwert, und seit Februar 2025 auch ohne Prime. Was das kostet und wo es funktioniert, steht hier. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Amazon Fresh Deutschland endete am 14. Dezember 2024 nach sieben Jahren.
- Nachfolger auf amazon.de sind Knuspr und tegut, nicht Amazon selbst.
- Mindestbestellwert: 39 Euro bei Knuspr, 35 Euro bei tegut.
- Seit Februar 2025 braucht ihr dafür kein Prime mehr.
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Gibt es Amazon Fresh in Deutschland noch?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Nein. Amazon hat seinen Lieferdienst Fresh in Deutschland zum 14. Dezember 2024 eingestellt — angekündigt wurde das einen Monat vorher, am 14. November 2024. Betroffen waren die vier Städte, in denen der Dienst überhaupt lief: Berlin, Potsdam, Hamburg und München.
Amazon begründete den Rückzug damit, das Angebot und das Logistiknetzwerk in Deutschland evaluiert und beschlossen zu haben, das Lebensmittelangebot auf amazon.de zu vereinfachen. Vorher lief Fresh sieben Jahre — gestartet war der Dienst 2017.
Ein Praxistest bestätigt das: Wer heute amazon.de/fresh aufruft, landet auf der Amazon-Startseite. Eine eigene Fresh-Storefront für Deutschland existiert nicht mehr (geprüft am 7. September 2026).
Auch der Name selbst führt in die Irre: „Amazon Fresh“ stand international für zwei völlig verschiedene Dinge — den Lieferdienst und eine Kette stationärer Supermärkte. In Deutschland gab es immer nur den Lieferdienst; Fresh-Filialen hat Amazon hierzulande nie eröffnet.
Wichtig für die Einordnung: Amazon verkauft weiterhin selbst haltbare Lebensmittel auf amazon.de — Konserven, Kaffee, Nudeln, Drogerieartikel. Weggefallen ist nur das eigene Frische-Geschäft mit Kühlkette. Genau diese Unterscheidung sorgt für die meisten Missverständnisse.
Warum ist Amazon Fresh in Deutschland gescheitert?
Der Kern des Problems war die Kostenstruktur gegen einen ungewöhnlich harten Markt. Deutschland hat mit REWE und Edeka hocheffiziente Handelsketten mit eigenen Lieferdiensten, dazu eine ausgeprägt preissensible Kundschaft — beides eine schlechte Ausgangslage für ein Modell mit teurer eigener Logistik.
Dazu kam, dass Fresh in Deutschland nie über die vier Städte hinaus expandierte. In Großbritannien öffnete Amazon den Dienst irgendwann auch für Kunden ohne Prime-Abo, in Deutschland blieb er bis zuletzt an Prime gebunden. Das begrenzte die Zielgruppe auf Prime-Mitglieder in vier Ballungsräumen.
Auch die Zustellung selbst blieb ein Baustellenthema: Die Trennung von DHL und der Versuch, per Amazon Flex über Privatpersonen auszuliefern, lösten das Problem der letzten Meile nicht.
Das Muster ist nicht neu. Auch andere Konzerne haben ihre eigenen Frische-Lieferdienste in Deutschland wieder eingestellt — etwa der Kaufland Lieferservice, der 2017 nach gut einem Jahr Testbetrieb endete, oder Bringmeister, das inzwischen ganz von der Bildfläche verschwunden ist.
Was ist an die Stelle von Amazon Fresh getreten?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Amazon liefert Frische heute nicht mehr selbst, sondern vermittelt: Auf amazon.de bestellt ihr bei zwei Partnern — dem Online-Supermarkt Knuspr und der Supermarktkette tegut. Der Einkauf läuft über die Amazon-Oberfläche, geliefert wird vom Partner.
Den Anfang machte Knuspr im November 2024, zunächst als Pilot ausschließlich für Prime-Mitglieder. Am 19. Februar 2025 öffnete Amazon das Angebot dann für alle Kunden — Prime ist seitdem keine Voraussetzung mehr, sondern nur noch ein Konditionsvorteil.
Geliefert wird am selben Tag, Montag bis Samstag. Die Zeitfenster unterscheiden sich je Partner: Knuspr liefert in Ein-Stunden-Fenstern, tegut in Zwei-Stunden-Fenstern. Verfügbar ist das unter anderem in München, Berlin, Frankfurt und Würzburg; ob eure Adresse dabei ist, entscheidet die Postleitzahl.
Das Sortiment reicht deutlich über den klassischen Wocheneinkauf hinaus: frische, gekühlte und tiefgekühlte Ware, Bio-Produkte, Regionales, Wurst und Käse, Getränke, Drogerie- und Haushaltsartikel, Tierbedarf und internationale Spezialitäten.
Was kostet die Lieferung über Amazon?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Bei Knuspr liegt der Mindestbestellwert bei 39 Euro. Die Liefergebühr bewegt sich je nach Bestellhöhe und gewähltem Zeitfenster zwischen 0,90 und 4,90 Euro; ab 79 Euro Warenwert liefert Knuspr kostenlos.
Bei tegut liegt der Mindestbestellwert bei 35 Euro. Hier ist der Prime-Vorteil noch spürbar: Prime-Mitglieder zahlen ab 80 Euro keine Liefergebühr und profitieren von einem niedrigeren Mindestbestellwert.
Ein Rechenbeispiel macht die Schwellen greifbar: Ein Warenkorb von 45 Euro liegt bei Knuspr zwar über dem Mindestbestellwert, aber weit unter der Gratis-Grenze — es kommt also die volle Gebühr obendrauf. Erst ab 79 Euro fällt sie komplett weg. Zwei Bestellungen à 45 Euro kosten damit doppelt Gebühr, eine über 90 Euro gar keine. Bündeln lohnt sich hier deutlich mehr als bei den meisten anderen Diensten.
Für Neukunden gibt es Einstiegsrabatte, die sich regelmäßig ändern — zum Start der Öffnung waren es etwa drei Gutschriften über je 20 Euro für Prime-Mitglieder bei tegut-Bestellungen ab 80 Euro und eine kostenlose erste Lieferung bei Knuspr. Solche Aktionen laufen aus, deshalb vor der Bestellung immer die aktuelle Aktionsseite prüfen.
Unterm Strich bleibt Prime für die Lebensmittellieferung optional. Es rechnet sich nur, wenn ihr regelmäßig bei tegut bestellt oder Prime ohnehin für Versand und Streaming nutzt. Wer das erst testen will, findet die Konditionen im Amazon Prime Probemonat.
Wie schneidet das gegen REWE, Picnic und Co. ab?
Der wichtigste Unterschied ist die Reichweite. Knuspr und tegut über Amazon decken einige Ballungsräume ab — der REWE Lieferservice erreicht nach eigenen Angaben über 90 deutsche Städte, und der REWE Abholservice ist sogar in über 2.000 Märkten verfügbar.
Der zweite Unterschied ist die Einstiegshürde. 39 Euro Mindestbestellwert bei Knuspr sind eine echte Schwelle; beim REWE Abholservice gibt es gar keinen Mindestbestellwert, dort zahlt ihr unter 70 Euro Warenkorb lediglich zwei Euro Servicegebühr. Für kleine Zwischeneinkäufe ist die Abholung deshalb fast immer günstiger.
Dritter Unterschied: das Modell. Picnic fährt feste Touren und liefert deshalb versandkostenfrei, dafür aber nur zu vorgegebenen Zeiten. Amazons Partner liefern flexibler und schneller — das kostet eben Gebühr.
Ein vollständiger Vergleich aller Anbieter samt Liefergebieten steht in unserem Überblick zu den Lebensmittel-Lieferdiensten.
Was ist aus den Amazon-Fresh-Filialen geworden?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die Marke Amazon Fresh gab es auch als stationäre Supermärkte — allerdings nie in Deutschland. Auch dieses Kapitel ist inzwischen weitgehend beendet: Am 27. Januar 2026 kündigte Amazon an, in den USA 72 Filialen zu schließen, davon 57 Fresh-Supermärkte und 15 Amazon-Go-Läden — zum 1. Februar 2026. In Kalifornien laufen die Standorte wegen arbeitsrechtlicher Fristen 45 Tage länger.
In Großbritannien trifft es alle 19 Amazon-Fresh-Filialen in London. Damit ist das eigene Supermarktformat unter dem Fresh-Namen praktisch Geschichte.
Ein Rückzug aus dem Lebensmittelgeschäft ist das trotzdem nicht. Amazon setzt stattdessen auf Whole Foods Market — über 100 neue Filialen sind geplant — und auf den massiven Ausbau der Same-Day-Lieferung. Für Deutschland heißt das: Partnerschaften statt eigener Kühllogistik.
Für euch als Käufer ändert das an der Praxis wenig. Relevant ist allein, ob eure Postleitzahl im Liefergebiet von Knuspr oder tegut liegt. Nur haltbare Ware bekommt ihr weiterhin überall in Deutschland direkt von Amazon — auch zu den Amazon-Aktionstagen.
Frische Ware ist nur ein Weg, günstig an Lebensmittel zu kommen: Der REWE Abholservice spart die Liefergebühr, SIRPLUS verschickt Retterboxen, Too Good To Go vermittelt Überraschungstüten ab etwa 3,50 Euro – und was aus Motatos geworden ist, klären wir im eigenen Artikel.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Lieferung am selben Tag, Montag bis Samstag | Amazon Fresh selbst gibt es nicht mehr |
| Seit Februar 2025 auch ohne Prime nutzbar | 39 Euro Mindestbestellwert bei Knuspr |
| Enge Zeitfenster: eine Stunde bei Knuspr | Nur in wenigen Ballungsräumen verfügbar |
| Bestellung und Konto laufen über Amazon | Bester Preis bei tegut nur mit Prime |
Häufige Fragen zu Amazon Fresh
Kann ich Amazon Fresh in Deutschland noch nutzen?
Nein. Der Dienst wurde am 14. Dezember 2024 in Berlin, Potsdam, Hamburg und München eingestellt. Die Adresse amazon.de/fresh leitet heute auf die Amazon-Startseite weiter.
Wer liefert stattdessen frische Lebensmittel über Amazon?
Der Online-Supermarkt Knuspr und die Kette tegut. Ihr bestellt über amazon.de, geliefert wird vom jeweiligen Partner — am selben Tag, Montag bis Samstag.
Brauche ich Prime für die Lebensmittellieferung?
Nein, seit dem 19. Februar 2025 nicht mehr. Prime-Mitglieder bekommen bei tegut aber weiterhin bessere Konditionen: kostenlose Lieferung ab 80 Euro und einen niedrigeren Mindestbestellwert.
Wie hoch ist der Mindestbestellwert?
Bei Knuspr 39 Euro, bei tegut 35 Euro. Knuspr liefert ab 79 Euro Warenwert kostenlos, darunter fallen je nach Zeitfenster 0,90 bis 4,90 Euro Liefergebühr an.
In welchen Städten funktioniert das?
Unter anderem in München, Berlin, Frankfurt und Würzburg. Maßgeblich ist die Postleitzahl — das Liefergebiet reicht in vielen Regionen über die Stadtgrenze hinaus und wächst weiter.
Verkauft Amazon überhaupt keine Lebensmittel mehr selbst?
Doch. Haltbare Lebensmittel, Getränke und Drogerieartikel bietet Amazon weiterhin direkt an, bundesweit. Nur das eigene Frische-Geschäft mit Kühlkette ist weggefallen.
Warum hat Amazon Fresh in Deutschland aufgegeben?
Wegen der Kosten. Deutsche Handelsketten liefern selbst und sehr effizient, die Kundschaft ist preissensibel, und Fresh expandierte nie über vier Städte hinaus. Die Zustellung auf der letzten Meile blieb dauerhaft zu teuer.
Fazit: der Name ist weg, das Angebot nicht
Wer nach Amazon Fresh sucht, sucht nach einem Dienst, den es in Deutschland seit Dezember 2024 nicht mehr gibt. Frische Lebensmittel über Amazon zu bestellen funktioniert trotzdem — nur eben über Knuspr und tegut, mit deren Mindestbestellwerten und Liefergebühren.
Drei Punkte für die Entscheidung:
- Erst die Postleitzahl prüfen — ohne Liefergebiet ist alles andere hinfällig.
- Prime nur wegen tegut lohnt selten, seit der Dienst für alle offen ist.
- Kleine Einkäufe woanders — 39 Euro Mindestwert sind für Zwischeneinkäufe zu viel.
Wer regelmäßig größere Mengen ordert, vergleicht die Konditionen im Überblick zu den Lebensmittel-Lieferdiensten. Und wer nur den Wocheneinkauf ohne Schlange erledigen will, fährt mit dem REWE Abholservice günstiger. Alle tagesaktuellen Angebote gibt es wie immer auf MonsterDealz.