Amazon Fresh 2026: Amazon liefert wieder frische Lebensmittel – Städte, Gebühren, Knuspr
Amazon liefert in Deutschland wieder selbst frische Lebensmittel: Seit dem 30. Oktober 2026 bestellt ihr Obst, Gemüse, Fleisch und Kühlware in Teilen von Frankfurt, Köln und München direkt im normalen Amazon-Warenkorb, geliefert wird am selben Tag. Prime-Mitglieder zahlen ab 29 Euro Bestellwert keine Liefergebühr, ohne Prime kostet jede Lieferung 9,99 Euro. Den alten Dienst Amazon Fresh gibt es seit Dezember 2024 nicht mehr, Partner Knuspr liefert weiter über amazon.de. Stand: November 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Seit 30. Oktober 2026 liefert Amazon wieder selbst frische Lebensmittel, zunächst in ausgewählten Postleitzahlgebieten von Frankfurt, Köln und München.
- Prime: ab 29 Euro kostenlos im Vier-Stunden-Fenster, darunter 3,99 Euro. Ohne Prime: 9,99 Euro je Lieferung.
- Keine eigene App, kein eigener Dienst: Frischware landet im normalen Warenkorb von amazon.de.
- Amazon Fresh endete am 14. Dezember 2024, tegut ist seit 1. Juli 2026 nicht mehr auf Amazon, Knuspr läuft parallel weiter.
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Gibt es Amazon Fresh in Deutschland noch?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Den Dienst mit diesem Namen nicht, frische Lebensmittel von Amazon dagegen wieder schon. Amazon hat Fresh in Deutschland zum 14. Dezember 2024 eingestellt — angekündigt wurde das einen Monat vorher, am 14. November 2024. Betroffen waren die vier Städte, in denen der Dienst überhaupt lief: Berlin, Potsdam, Hamburg und München.
Knapp zwei Jahre später, am 30. Oktober 2026, ist Amazon mit einem neuen Modell zurückgekehrt: Frische und gekühlte Ware gibt es jetzt direkt im normalen Shop, ohne den Namen Fresh und ohne eigenen Bereich. Laut Amazons eigener Mitteilung startet das Angebot zunächst in ausgewählten Postleitzahlgebieten von Frankfurt, Köln und München; weitere Metropolregionen sollen in den kommenden Wochen folgen.
Auch der Name selbst führt in die Irre: „Amazon Fresh“ stand international für zwei völlig verschiedene Dinge — den Lieferdienst und eine Kette stationärer Supermärkte. In Deutschland gab es immer nur den Lieferdienst; Fresh-Filialen hat Amazon hierzulande nie eröffnet.
Wichtig für die Einordnung: Haltbare Lebensmittel wie Konserven, Kaffee, Nudeln und Drogerieartikel hat Amazon die ganze Zeit bundesweit verkauft. Neu ist seit dem 30. Oktober 2026 nur, dass Amazon auch die Kühlkette wieder selbst übernimmt — und das bisher nur in drei Städten.
Wie funktioniert Amazons neue Frischelieferung seit dem 30. Oktober?
Ihr bestellt Frischware über amazon.de oder die normale Shopping-App, im selben Warenkorb wie Bücher oder Elektronik; eine eigene App oder Registrierung braucht ihr laut Amazon nicht. Ob eure Adresse beliefert wird, entscheidet die Postleitzahl: Nur in den freigeschalteten Gebieten erscheinen die Frischeprodukte überhaupt in Suche und Produktlisten.
Zum Sortiment zählen laut Amazon Obst, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch, Milchprodukte, Brot, Eier, Backwaren und Tiefkühlprodukte. Die Ware wird nach Amazons Angaben temperaturkontrolliert gelagert, kommissioniert und verpackt und kommt in isolierten, recycelbaren Verpackungen. Country Manager Rocco Bräuniger fasst den Anspruch so zusammen: „So soll Einkaufen sein.“
Geliefert wird am selben Tag in einem Vier- oder Zwei-Stunden-Fenster. Ganz rund läuft das zum Start noch nicht: Das Supermarktblog fand am Starttag kein Bio-Obst und -Gemüse und keine regionalen Erzeuger, und im Testwarenkorb waren Frischware und Trockensortiment für zwei verschiedene Lieferfenster angekündigt.
| Lieferung | Prime | Ohne Prime |
|---|---|---|
| Vier-Stunden-Fenster, ab 29 Euro | kostenlos | 9,99 Euro |
| Vier-Stunden-Fenster, unter 29 Euro | 3,99 Euro | 9,99 Euro |
| Zwei-Stunden-Fenster, ab 29 Euro | 2,90 Euro | 10,99 Euro |
| Zwei-Stunden-Fenster, unter 29 Euro | 4,90 Euro | 10,99 Euro |
Liefergebühren je Bestellung laut Amazon-Mitteilung, abgerufen am 1. November 2026. Einen Mindestbestellwert nennt Amazon nicht; die 29 Euro sind nur die Grenze für die kostenlose Prime-Lieferung.
Warum ist Amazon Fresh in Deutschland gescheitert?
Der Kern des Problems war die Kostenstruktur gegen einen ungewöhnlich harten Markt. Deutschland hat mit REWE und Edeka hocheffiziente Handelsketten mit eigenen Lieferdiensten, dazu eine ausgeprägt preissensible Kundschaft — beides eine schlechte Ausgangslage für ein Modell mit teurer eigener Logistik.
Dazu kam, dass Fresh in Deutschland nie über die vier Städte hinaus expandierte. In Großbritannien öffnete Amazon den Dienst irgendwann auch für Kunden ohne Prime-Abo, in Deutschland blieb er bis zuletzt an Prime gebunden. Das begrenzte die Zielgruppe auf Prime-Mitglieder in vier Ballungsräumen.
Auch die Zustellung selbst blieb ein Baustellenthema: Die Trennung von DHL und der Versuch, per Amazon Flex über Privatpersonen auszuliefern, lösten das Problem der letzten Meile nicht. Der Neustart setzt deshalb an anderer Stelle an: kein separater Shop mit eigenem Mindestbestellwert mehr, sondern Frischware als Zusatz im ohnehin genutzten Warenkorb.
Das Muster ist nicht neu. Auch andere Konzerne haben ihre eigenen Frische-Lieferdienste in Deutschland wieder eingestellt — etwa der Kaufland Lieferservice, der 2017 nach gut einem Jahr Testbetrieb endete, oder Bringmeister, das inzwischen ganz von der Bildfläche verschwunden ist.
Was ist aus Knuspr und tegut auf Amazon geworden?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Nach dem Fresh-Aus hat Amazon Frische nicht selbst geliefert, sondern vermittelt: Auf amazon.de bestellte man bei zwei Partnern — dem Online-Supermarkt Knuspr und der Supermarktkette tegut. Den Anfang machte Knuspr im November 2024, zunächst nur für Prime-Mitglieder; am 19. Februar 2025 öffnete Amazon das Angebot für alle Kunden.
tegut ist inzwischen nicht mehr dabei: Laut tegut wurde der Lieferservice auf amazon.de zum 1. Juli 2026 eingestellt, über Amazon gibt es seitdem nur noch einen Teil des Eigenmarken-Trockensortiments. Hintergrund ist der Verkauf der Kette, bei dem Edeka 178 Märkte übernehmen darf; was das für Geschenkkarten und Punkte bedeutet, steht im Artikel tegut wird Edeka.
Knuspr ist weiterhin auf amazon.de zu finden und konkurriert jetzt direkt mit Amazons eigener Frischelieferung. Ob die Partnerschaft auf Dauer bleibt, hat Amazon offengelassen; ein Sprecher sagte laut t-online nur, man prüfe fortlaufend, wie man die Kundschaft im Lebensmittelbereich bestmöglich bedienen könne.
Knuspr liefert am selben Tag in Ein-Stunden-Fenstern, unter anderem in München, Berlin und Frankfurt; ob eure Adresse dabei ist, entscheidet auch hier die Postleitzahl. Das Sortiment reicht von frischer, gekühlter und tiefgekühlter Ware über Bio und Regionales bis zu Drogerie, Tierbedarf und internationalen Spezialitäten — genau das, was Amazons eigenem Angebot zum Start noch fehlt.
Was kostet frische Ware über Amazon im Vergleich?

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Bei Amazon selbst hängt alles an Prime: Mitglieder liefern sich ab 29 Euro Warenwert im Vier-Stunden-Fenster kostenlos, ohne Prime kostet jede Lieferung 9,99 Euro, egal wie voll der Warenkorb ist. Einen Mindestbestellwert gibt es nicht — auch ein einzelner Joghurt ließe sich bestellen, wäre mit Gebühr aber absurd teuer.
Bei Knuspr über Amazon lag der Mindestbestellwert bei unserer letzten Prüfung im September 2026 bei 39 Euro, die Liefergebühr zwischen 0,90 und 4,90 Euro je nach Bestellhöhe und Zeitfenster; ab 79 Euro lieferte Knuspr kostenlos. Prime ist dort keine Voraussetzung.
Ein Rechenbeispiel macht die Schwellen greifbar: Ein Wocheneinkauf von 45 Euro kostet Prime-Mitglieder bei Amazon im Vier-Stunden-Fenster keine Gebühr, ohne Prime kommen 9,99 Euro dazu — gut 22 Prozent Aufschlag auf den Einkauf. Bei Knuspr liegt derselbe Korb über dem Mindestbestellwert, aber unter der Gratis-Grenze von 79 Euro, es fällt also die Liefergebühr an.
Unterm Strich lohnt sich Amazons eigene Frischelieferung praktisch nur mit Prime. Wer Prime ohnehin für Versand und Streaming nutzt, bekommt die Lieferung ab 29 Euro dazu; wer das erst testen will, findet die Konditionen im Amazon Prime Probemonat.
Wie schneidet das gegen REWE, Picnic und Co. ab?
Der wichtigste Unterschied ist die Reichweite. Amazon beliefert zum Start nur Teile von drei Städten, Knuspr einige Ballungsräume — der REWE Lieferservice erreicht nach eigenen Angaben über 90 deutsche Städte, und der REWE Abholservice ist sogar in über 2.000 Märkten verfügbar.
Der zweite Unterschied ist die Einstiegshürde. Beim REWE Abholservice gibt es gar keinen Mindestbestellwert, dort zahlt ihr unter 70 Euro Warenkorb lediglich zwei Euro Servicegebühr. Für kleine Zwischeneinkäufe ist die Abholung deshalb fast immer günstiger — es sei denn, ihr seid Prime-Mitglied und kommt bei Amazon auf 29 Euro.
Dritter Unterschied: das Modell. Picnic fährt feste Touren und liefert deshalb versandkostenfrei, dafür aber nur zu vorgegebenen Zeiten. Amazon und Knuspr liefern am selben Tag und flexibler — das kostet ohne Prime eben Gebühr. Für besonders schnelle Lieferungen in Großstädten gibt es außerdem die REWE Sofort-Lieferung.
Ein vollständiger Vergleich aller Anbieter samt Liefergebieten steht in unserem Überblick zu den Lebensmittel-Lieferdiensten.
Was ist aus den Amazon-Fresh-Filialen geworden?

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Die Marke Amazon Fresh gab es auch als stationäre Supermärkte — allerdings nie in Deutschland. Auch dieses Kapitel ist inzwischen weitgehend beendet: Am 27. Januar 2026 kündigte Amazon an, in den USA 72 Filialen zu schließen, davon 57 Fresh-Supermärkte und 15 Amazon-Go-Läden — zum 1. Februar 2026. In Kalifornien laufen die Standorte wegen arbeitsrechtlicher Fristen 45 Tage länger.
In Großbritannien trifft es alle 19 Amazon-Fresh-Filialen in London. Damit ist das eigene Supermarktformat unter dem Fresh-Namen praktisch Geschichte.
Ein Rückzug aus dem Lebensmittelgeschäft ist das nicht, im Gegenteil: Amazon setzt auf Whole Foods Market und auf die Same-Day-Lieferung von Frischware aus dem normalen Shop. Genau dieses Modell testet Amazon laut t-online seit August 2025 in den USA, wo es inzwischen an mehr als 2.300 Orten läuft, seit Juni 2026 auch in Teilen Londons — und jetzt in Deutschland.
Für euch als Käufer zählt allein, ob eure Postleitzahl im Liefergebiet liegt. Haltbare Ware bekommt ihr weiterhin überall in Deutschland direkt von Amazon — auch zu den Amazon-Aktionstagen.
Frische Ware ist nur ein Weg, günstig an Lebensmittel zu kommen: Der REWE Abholservice spart die Liefergebühr, SIRPLUS verschickt Retterboxen, Too Good To Go vermittelt Überraschungstüten ab etwa 3,50 Euro – und was aus Motatos geworden ist, klären wir im eigenen Artikel.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Lieferung am selben Tag, wahlweise im Zwei- oder Vier-Stunden-Fenster | Zum Start nur Teile von Frankfurt, Köln und München |
| Mit Prime ab 29 Euro ohne Liefergebühr | Ohne Prime 9,99 Euro je Lieferung |
| Kein Mindestbestellwert, kein separater Shop | Zum Start kein Bio-Obst und -Gemüse, keine regionalen Erzeuger |
| Frischware im selben Warenkorb wie der übrige Einkauf | Amazon Fresh als eigener Dienst und tegut sind weg |
Häufige Fragen zu Amazon Fresh
Kann ich Amazon Fresh in Deutschland noch nutzen?
Den Dienst Amazon Fresh nicht, er wurde am 14. Dezember 2024 eingestellt. Seit dem 30. Oktober 2026 liefert Amazon aber wieder selbst frische Lebensmittel — direkt im normalen Shop, zunächst in ausgewählten Gebieten von Frankfurt, Köln und München.
Wer liefert frische Lebensmittel über Amazon?
Amazon selbst in den freigeschalteten Postleitzahlgebieten und zusätzlich der Online-Supermarkt Knuspr. tegut ist seit dem 1. Juli 2026 nicht mehr als Lieferpartner auf amazon.de.
Brauche ich Prime für die Lebensmittellieferung?
Nein, aber ohne Prime wird es teuer: Amazon verlangt dann 9,99 Euro je Lieferung, im Zwei-Stunden-Fenster 10,99 Euro. Prime-Mitglieder liefern sich ab 29 Euro im Vier-Stunden-Fenster kostenlos. Knuspr funktioniert seit Februar 2025 ohne Prime.
Wie hoch ist der Mindestbestellwert?
Bei Amazons eigener Frischelieferung gibt es keinen, die 29 Euro sind nur die Grenze für die kostenlose Prime-Lieferung. Bei Knuspr lag er bei unserer letzten Prüfung bei 39 Euro, ab 79 Euro lieferte Knuspr kostenlos.
In welchen Städten liefert Amazon frische Lebensmittel?
Zum Start am 30. Oktober 2026 in ausgewählten Postleitzahlgebieten von Frankfurt am Main, Köln und München. Weitere Metropolregionen sollen laut Amazon in den kommenden Wochen folgen, welche, hat Amazon noch nicht gesagt.
Wie erkenne ich, ob meine Adresse beliefert wird?
Mit eurer Lieferadresse im Amazon-Konto: Liegt sie in einem freigeschalteten Gebiet, tauchen Frischeprodukte in Suche und Produktlisten auf. Eine eigene Anmeldung oder App gibt es dafür nicht.
Warum hat Amazon Fresh in Deutschland aufgegeben?
Wegen der Kosten. Deutsche Handelsketten liefern selbst und sehr effizient, die Kundschaft ist preissensibel, und Fresh expandierte nie über vier Städte hinaus. Die Zustellung auf der letzten Meile blieb dauerhaft zu teuer.
Fazit: Amazon liefert wieder selbst — vorerst nur in drei Städten
Wer nach Amazon Fresh sucht, findet den alten Dienst seit Dezember 2024 nicht mehr. Seit dem 30. Oktober 2026 liefert Amazon frische Lebensmittel aber wieder selbst, direkt aus dem normalen Warenkorb — zunächst nur in Teilen von Frankfurt, Köln und München.
Drei Punkte für die Entscheidung:
- Erst die Postleitzahl prüfen — ohne Liefergebiet ist alles andere hinfällig.
- Ohne Prime lohnt es sich kaum — 9,99 Euro je Lieferung sind mehr als das Doppelte der höchsten Knuspr-Gebühr von 4,90 Euro.
- Bio und Regionales gibt es bei Knuspr — Amazons eigenes Sortiment ist zum Start noch dünn.
Wer regelmäßig größere Mengen ordert, vergleicht die Konditionen im Überblick zu den Lebensmittel-Lieferdiensten. Und wer nur den Wocheneinkauf ohne Schlange erledigen will, fährt mit dem REWE Abholservice günstiger. Alle tagesaktuellen Angebote gibt es wie immer auf MonsterDealz.