Wie oft Bettwäsche wechseln? Was Hygiene wirklich verlangt
Bettwäsche wechseln solltet ihr im Regelfall alle ein bis zwei Wochen — kürzer bei Allergie, im Sommer und wenn Haustiere mit im Bett schlafen. Bettwäsche wechseln heißt: Bettbezug, Kissenbezug und Spannbettlaken abziehen und waschen, weil sich darin Hautschuppen, Schweiß und die Nahrungsgrundlage für Hausstaubmilben sammeln. Wer den Haushalt führt, will dabei vor allem wissen, welcher Rhythmus reicht, ohne dass es unhygienisch wird — und was der Wechsel an Strom kostet. Wie oft Bettwäsche wechseln sinnvoll ist, klärt dieser Ratgeber für jeden dieser Fälle – Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Regelfall alle 14 Tage, bei Hausstaubmilbenallergie ein- bis zweimal pro Woche
- Baumwolle verträgt 60 Grad, Mikrofaser und Seide deutlich weniger — Etikett schlägt Faustregel
- 60 Grad braucht es nur bei Allergie oder Krankheit, sonst reichen 30 bis 40 Grad
- Kopfkissen und Bettdecke wandern viel zu selten in die Maschine — das ist die eigentliche Lücke
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Wie oft Bettwäsche wechseln? Die belegte Empfehlung

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Alle 14 Tage ist der belegte Regelfall: Öko-Test nennt diesen Abstand als allgemeine Empfehlung und verkürzt ihn für Hausstaubmilbenallergiker auf ein- bis zweimal pro Woche (Stand: September 2026). Für Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko, etwa nach einer Operation oder mit offenen Wunden, steht dort wöchentlich, bei einer MRSA-Besiedlung sogar täglich.
Auffällig ist, wie flexibel die Fachleute dabei bleiben. Der Internist Dr. Peter Walger von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene sagt gegenüber Öko-Test: „Es kommt da auf die persönlichen Hygienebedürfnisse an.“ Krank wird also niemand, weil er drei Wochen statt zwei durchhält — angenehm ist es trotzdem nicht.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die aktuellen Vorgaben von Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen ausgewertet und gegen die eigenen Bestandsdaten gehalten. In unserem Beitragsbestand stehen 54 Deal-Beiträge zu Bettwäsche, Bettbezügen, Bettdecken und Kopfkissen aus den Jahren 2019 bis 2026, 39 davon von Nutzern selbst eingestellt (Stand: September 2026). Bettwäsche ist damit kein Nischenthema, sondern ein Dauerläufer im Warenkorb.
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Bettwäsche wechseln Häufigkeit: was sich zwischen zwei Wäschen ansammelt
Rund ein Gramm Hautschuppen verliert ein Mensch pro Tag, und laut Quarks landen so etwa ein halbes Kilogramm Hautzellen pro Jahr in unseren Betten (Stand: September 2026). Dazu kommen Schweiß, Talg und Haare — alles zusammen ist genau das, wovon sich Hausstaubmilben ernähren.
Die Milben mögen es warm und feucht, und beides liefert ein benutztes Bett zuverlässig. Wichtig ist dabei eine Einordnung, die im Netz gern untergeht: Quarks stellt klar, dass häufiges Wechseln die Milben nicht beseitigt, weil sie ohnehin in Matratze, Decke und Kissen sitzen. Der Wechsel senkt die Belastung, er löscht sie nicht aus.
Was der Wechsel dagegen sofort erledigt, ist das Geruchsproblem. Talg und Schweiß lagern sich im Gewebe ab, oxidieren und riechen mit der Zeit muffig — das ist der Grund, warum frisch bezogene Betten so auffällig angenehm sind. Und es ist der ehrlichste Grund für einen kurzen Rhythmus: nicht Angst vor Keimen, sondern Komfort.
Ein zweiter Nebeneffekt betrifft die Haut. Wer zu Unreinheiten neigt, schläft Nacht für Nacht auf einem Kissenbezug, der Talg und Rückstände von Pflegeprodukten aufnimmt. Der Kissenbezug ist deshalb das Teil, das den kürzesten Rhythmus verdient — auch wenn Bezug und Laken erst später fällig sind.
Wie oft Bettwäsche wechseln bei Allergien?
Bei Hausstaubmilbenallergie gilt: ein- bis zweimal pro Woche wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen — das ist die Temperatur, ab der Milben und ihre Allergene zuverlässig aus dem Gewebe verschwinden. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund schreibt dazu, dass auch das Bettzeug selbst „regelmäßig bei mindestens 60 °C gewaschen“ werden sollte (Stand: September 2026).
Der zweite Baustein sind Encasings. Der DAAB empfiehlt, die Matratze mit allergendichten Überzügen zu versehen; ihre Wirkung entfaltet sich erst, wenn Matratze, Decke und Kissen gemeinsam eingepackt sind. Halbe Sätze bringen wenig, weil die Allergene aus dem unbezogenen Teil weiter in die Raumluft gelangen.
Drittens zählt das Raumklima. Die Techniker Krankenkasse rät zu 18 bis 20 Grad Schlafzimmertemperatur und 45 bis 55 Prozent Luftfeuchtigkeit sowie drei- bis viermal täglichem Lüften für jeweils fünf bis 15 Minuten. Trockene, kühle Luft bremst die Milbenvermehrung stärker als jeder zusätzliche Waschgang.
Was bei Kuscheltieren im Kinderbett gilt
Kuscheltiere sind Milbenhotels. Waschbare Exemplare gehören laut DAAB bei 60 Grad in die Maschine; alles, was das nicht überlebt, kommt für 48 Stunden bei minus 15 Grad ins Gefrierfach und wird danach schonend gewaschen. Die Kälte tötet die Milben, der anschließende Waschgang spült die Allergene heraus — beides zusammen, sonst bleibt die Hälfte der Wirkung liegen.
Muss die Bettwäsche im Sommer öfter gewechselt werden?
Ja — im Sommer ist wöchentlich der bessere Rhythmus. Die Techniker Krankenkasse nennt 18 bis 20 Grad und 45 bis 55 Prozent Luftfeuchtigkeit als milbenarmes Schlafzimmerklima (Stand: September 2026), und genau diese beiden Werte werden in einer warmen Sommernacht regelmäßig überschritten.
Der praktische Grund ist banaler: Man schwitzt mehr. Feuchtigkeit im Gewebe verschiebt das Gleichgewicht doppelt — sie füttert die Milben und beschleunigt die Geruchsbildung. Wer im Sommer nach vierzehn Tagen abzieht, merkt den Unterschied sofort an der Nase.
Umgekehrt dürft ihr im Winter entspannt bleiben. Bei kühlem, trocken geheiztem Schlafzimmer sind zwei Wochen völlig unproblematisch, und wer nicht stark schwitzt, kommt auch mit drei Wochen durch, ohne dass daraus ein Hygieneproblem wird.
Ein Zwischenweg spart Wäsche: Kissenbezug und Laken wöchentlich, den großen Bettbezug alle zwei Wochen. Die beiden kleinen Teile fangen den meisten Schweiß und Talg ab, brauchen aber nur einen Bruchteil des Platzes in der Trommel.
Haustiere im Bett: was sich am Rhythmus ändert
Schläft ein Hund oder eine Katze mit im Bett, ist wöchentlich die sinnvolle Untergrenze — dieselbe Frequenz, die Öko-Test für Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko nennt (Stand: September 2026). Tiere bringen Haare, Hautschuppen, Straßenstaub und Pollen mit, also genau das Material, das den Milben als Nahrung dient.
Dazu kommt ein Allergie-Aspekt, der oft übersehen wird: Tierhaarallergene haften an Textilien und werden bei jeder Bewegung wieder aufgewirbelt. Wer selbst nicht allergisch ist, aber Besuch empfängt, verteilt sie trotzdem — Haustierhaare wandern über Kleidung erstaunlich weit.
Praktisch hilft eine zusätzliche Lage. Eine waschbare Tagesdecke über dem Bettbezug fängt den Großteil ab und lässt sich einzeln bei 60 Grad waschen, ohne dass jedes Mal der komplette Satz durch die Maschine muss. Das ist der günstigste Kompromiss zwischen Hygiene und Wasserverbrauch.
Bettwäsche bei wieviel Grad waschen?

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Das Material entscheidet, nicht das Bauchgefühl: Das Umweltbundesamt ordnet Buntwäsche typischerweise 30 Grad und Weißwäsche 60 Grad zu (Stand: September 2026). Baumwolle hält die 60 Grad problemlos aus, Mikrofaser und Seide nicht — und wer sie trotzdem heiß wäscht, ruiniert Griff und Farbe innerhalb weniger Wäschen.
Diese Richtwerte helfen bei der Programmwahl, verbindlich ist aber immer das Pflegeetikett. Was die Symbole darauf genau bedeuten, steht in unserem Ratgeber zu den Waschsymbolen — vor allem der Unterschied zwischen dem einfachen Bottich, dem Bottich mit Strich und dem mit doppeltem Strich ist beim Bettzeug entscheidend.
| Material | Temperatur | Trockner |
|---|---|---|
| Baumwolle, Renforcé | 60 Grad | geeignet |
| Biber, Flanell | 60 Grad | schonend |
| Leinen, Halbleinen | 60 Grad | ungeeignet |
| Baumwollsatin | 40 Grad | schonend |
| Mikrofaser, Polyester | 40 Grad | ungeeignet |
| Seide | 30 Grad | ungeeignet |
Richtwerte, Stand September 2026. Verbindlich ist das Pflegeetikett am Bezug — es kann strenger sein als die Materialregel, etwa bei bedruckter oder bestickter Ware. Schonend heißt: niedrige Trocknerstufe oder Schranktrocken statt Extratrocken.
Zwei Dinge gelten unabhängig vom Material. Bezüge gehören auf links gedreht in die Maschine, weil sie so Farbe und Druck besser halten. Und schließt Reißverschlüsse und Knöpfe — offene Verschlüsse hängen sich in anderen Textilien fest und reißen Nähte auf.
Ist Bettwäsche bei 60 Grad sicher – oder reichen 30 Grad?
Für den Alltag reichen 30 bis 40 Grad, und das ist der größte Sparhebel im Haushalt: Nach dem Wasch-Rechner der Universität Bonn, den das Umweltbundesamt zitiert, verbraucht eine 30-Grad-Wäsche 0,37 kWh, eine 40-Grad-Wäsche 0,6 kWh und eine 60-Grad-Wäsche 1,11 kWh (Stand: September 2026). Das Umweltbundesamt beziffert das Einsparpotenzial durch konsequent niedrigere Waschtemperaturen auf 37 bis 38 Prozent des Wasch-Stromverbrauchs.
Der Grund steht ebenfalls dort: „Das Aufheizen des Wassers den höchsten Energiebedarf beim gesamten Waschvorgang verursacht.“ Alles andere — Trommel drehen, Wasser pumpen, schleudern — fällt daneben kaum ins Gewicht.
Die Rechnung für ein Jahr Bettwäsche. Wer alle zwei Wochen wechselt, wäscht 26 Bettwäsche-Ladungen im Jahr. Der Unterschied zwischen 60 und 30 Grad beträgt 0,74 kWh pro Waschgang, macht 19,2 kWh im Jahr — eine eigene Rechnung auf Basis der Universitäts-Werte oben, keine Herstellerangabe. In Cent gerechnet nennt der Ratgeber von ENTEGA für eine 60-Grad-Wäsche „in etwa 30 Cent Strom“ und für 30 Grad rund 30 Prozent davon: gut 20 Cent Ersparnis pro Ladung.
Aufs ganze Haushaltsjahr, also über alle Wäschesorten hinweg, wird daraus eine dreistellige Kilowattstundenzahl. Das Verbraucherportal Bayern beziffert den Umstieg von 60 auf 30 Grad mit rund 60 Euro pro Jahr — kein Vermögen, aber ein Betrag, der ohne jede Anschaffung entsteht.
Wann 60 Grad trotzdem Pflicht sind: bei Hausstaubmilbenallergie, bei Infekten im Haushalt, bei erhöhtem Infektionsrisiko und bei Bettwanzenverdacht. Dann gehört zusätzlich ein bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel dazu — Colorwaschmittel hat die keimtötende Komponente nicht.
Eine Ausnahme betrifft nicht die Wäsche, sondern die Maschine selbst: Das Verbraucherportal Bayern empfiehlt „circa einmal pro Monat“ ein 60-Grad-Programm mit Vollwaschmittel, damit sich in der Trommel keine Fettablagerungen und Gerüche festsetzen. Die monatliche Bettwäsche-Kochwäsche ist dafür der naheliegende Termin.
Bettwäsche nach Erkältung wechseln
Nach einem Infekt gehört die komplette Bettwäsche einmal bei 60 Grad in die Maschine — Öko-Test nennt für Situationen mit Infektionsrisiko ohnehin einen wöchentlichen Wechsel und für MRSA-Besiedlung sogar einen täglichen (Stand: September 2026). Der Waschgang ist dabei nur wirksam, wenn ein bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel mitläuft.
Der richtige Zeitpunkt ist nicht mitten in der Krankheit, sondern am Tag, an dem die Symptome abklingen. Wer schon am zweiten Fiebertag frisch bezieht, hat 24 Stunden später denselben Zustand — und ein Bettbezug ist nicht die Übertragungsquelle, die Erkältungen im Haushalt weitergibt.
Wichtiger als das Waschen ist das Lüften. Ein Schlafzimmer, in dem jemand mit Fieber liegt, sammelt Feuchtigkeit; die drei- bis viermal tägliche Stoßlüftung, die die Techniker Krankenkasse ohnehin empfiehlt, ist während eines Infekts noch nützlicher als sonst.
Für Kissen und Decke gilt derselbe Termin, sofern das Material es zulässt. Passt die Decke nicht in die eigene Maschine, ist das der Moment für einen Waschsalon mit großer Trommel — einmal im Jahr eine Krankheitswäsche ist die realistische Untergrenze.
Kopfkissen waschen Intervall: wie oft Kissen und Bettdecke müssen

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Hier liegt die eigentliche Lücke: Für Allergiker nennen ZDFheute und die Techniker Krankenkasse übereinstimmend mindestens alle drei Monate, für Normalschläfer mit alle 14 Tage frisch gewechselten Bezügen reicht laut ZDFheute ein Abstand von zwei bis fünf Jahren (Stand: September 2026). Die Techniker Krankenkasse formuliert die Allergiker-Regel so: „Waschen Sie Bettdecke und Kopfkissen alle drei Monate bei mindestens 60 Grad Celsius.“
Für die meisten Haushalte heißt das: einmal bis zweimal im Jahr reicht — aber es passiert überhaupt nicht. Kissen und Decken sind das Bettzeug, das jahrelang unangetastet bleibt, während die Bezüge brav ihre Runden drehen.
Die Temperatur richtet sich nach der Füllung. Daunen wollen laut ZDFheute 30 Grad und einen sanften Schleudergang mit maximal 800 Umdrehungen pro Minute; Synthetikfüllungen vertragen bis zu 40 Grad, wenn kein Etikett mehr vorhanden ist. Memory-Foam-Kissen haben nur einen waschbaren Bezug — der Kern verträgt weder Wasser noch Hitze.
Der Trockner ist bei Daunen kein Extra, sondern Pflicht
Bernd Glassl, Bereichsleiter Haushaltspflege beim Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel, sagt gegenüber ZDFheute: „Das reine Lufttrocknen reicht nicht aus. Die Daunen würden verklumpen.“ Nötig sind zwei Trocknerdurchgänge à 60 Minuten bei maximal 100 Grad. Ohne Trockner gehört eine Daunendecke schlicht nicht in die eigene Maschine.
Auch die Trommelgröße ist ein Ausschlusskriterium: mindestens 6 Kilogramm Fassungsvermögen, eine Daunendecke wiegt trocken höchstens 1,5 Kilogramm. Wer eine 5-Kilo-Maschine hat, sollte gar nicht erst anfangen — die Decke wird nicht sauber und die Füllung verklumpt. Welche Deckenformate überhaupt in eine Haushaltsmaschine passen, hängt an der Größe: Die gängigen Maße stehen in unserem Überblick zu den Bettdeckengrößen.
Matratzenschoner und Encasings: der vergessene Teil des Betts

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Ein Matratzenschoner ist die günstigste Hygienemaßnahme im ganzen Bett, weil er bei 60 Grad waschbar ist, während die Matratze darunter nie in eine Maschine kommt. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund empfiehlt für Allergiker zusätzlich allergendichte Encasings, ebenfalls bei mindestens 60 Grad waschbar (Stand: September 2026).
Der Unterschied zwischen beiden ist wichtig. Ein Schoner ist ein wattiertes Auflagenteil, das Schweiß und Flüssigkeit abfängt; ein Encasing ist ein rundum geschlossener Bezug mit Reißverschluss, dessen Gewebe so dicht ist, dass Milbenallergene nicht hindurchkommen. Wer keine Allergie hat, braucht kein Encasing — der Schoner reicht.
Als Rhythmus hat sich alle vier bis acht Wochen bewährt: oft genug, dass sich nichts festsetzt, selten genug, dass es niemanden nervt. Encasings dagegen bleiben nach Herstellerangabe deutlich länger drauf, weil sie nur die Barriere sind und nicht die schmutzabfangende Schicht.
Zur Pflege der Matratze selbst gehört das Absaugen mit der Polsterdüse und regelmäßiges Wenden. Und wenn die Matratze ohnehin ansteht: Welche Maße im Schlafzimmer zusammenpassen, klärt unser Ratgeber zu den Matratzengrößen — ein Schoner in der falschen Größe rutscht und ist damit wertlos.
Bettwäsche waschen: die Fehler, die Geld und Textilien kosten
Der teuerste Fehler ist die halb gefüllte Trommel: Der Stromverbrauch hängt fast ausschließlich am Aufheizen des Wassers, nicht an der Beladung — die 1,11 kWh einer 60-Grad-Wäsche fallen bei drei Kilo genauso an wie bei sieben (Stand: September 2026, Werte des Umweltbundesamts). Eine volle Maschine wäscht also doppelt so viel Wäsche zum praktisch gleichen Preis.
Der zweite Fehler ist Überdosierung. Zu viel Waschmittel wird nicht ausgespült, bleibt im Gewebe und macht Bettwäsche hart und weniger saugfähig — dosiert wird nach Wasserhärte und Verschmutzungsgrad, nicht nach Gefühl.
Der dritte betrifft Weichspüler. Er legt sich als Film auf die Fasern, senkt genau die Feuchtigkeitsaufnahme, die man beim Bettzeug braucht, und ist auf Mikrofaser besonders kontraproduktiv. Bei Handtüchern ist der Effekt bekannt, beim Bettbezug wird er meist übersehen.
Und der vierte ist die zu heiße Wäsche aus Gewohnheit. Das Verbraucherportal Bayern rechnet vor, dass 30 statt 40 Grad bis zu 40 Prozent der Kosten spart — bei normal verschmutzter Bettwäsche ohne jeden Hygieneverlust, weil moderne Waschmittel ihre volle chemische Waschleistung bereits bei 30 Grad erreichen.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile wöchentlich | Nachteile wöchentlich |
|---|---|
| Deutlich weniger Milbenallergene im Bett | 26 zusätzliche Waschgänge pro Jahr |
| Kein muffiger Geruch durch Talg und Schweiß | Mehr Wasser- und Stromverbrauch |
| Weniger Hautunreinheiten am Kissenbezug | Gewebe verschleißt schneller |
| Pflicht bei Allergie, Infekt und Haustieren | Zweiter Bettwäsche-Satz wird nötig |
Häufige Fragen zum Bettwäsche wechseln
Sollte man die Matratze bei einem Bettwäschewechsel mit absaugen?
Nicht bei jedem Wechsel, aber etwa alle drei Monate. Nutzt die Polsterdüse und arbeitet in Bahnen, damit ihr die Oberfläche wirklich abdeckt. Wichtig ist danach das Auslüften: Lasst die Matratze eine halbe Stunde unbezogen stehen, bevor der Schoner wieder drauf kommt. Bei Hausstaubmilbenallergie ersetzt das Saugen kein Encasing — es ergänzt es nur.
Welches Waschmittel eignet sich am besten für eine hygienische Reinigung bei 60 Grad?
Ein bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel. Nur dieses enthält die keimtötende Komponente, die bei Infekten und Allergien den Unterschied macht; Colorwaschmittel und Feinwaschmittel verzichten bewusst darauf, um Farben zu schonen. Bei weißer Bettwäsche ist Vollwaschmittel ohnehin die richtige Wahl, bei bunter nehmt ihr es nur für den Hygienewaschgang und sonst Colorwaschmittel.
Darf das Oberbett in den Trockner?
Bei Daunen ist es sogar Pflicht — laut Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel verklumpen Daunen beim reinen Lufttrocknen, nötig sind zwei Durchgänge à 60 Minuten bei maximal 100 Grad. Synthetikfüllungen trocknet ihr auf niedriger Stufe. Prüft vorher das Pflegeetikett: Ein durchgestrichenes Trocknersymbol schließt den Trockner aus, dann bleibt nur langsames Trocknen mit häufigem Aufschütteln.
Muss man neue Bettwäsche vor dem ersten Gebrauch waschen?
Ja. In neuer Bettwäsche sitzen noch Appreturen, die das Gewebe im Laden glatt aussehen lassen, sowie lose Farbreste aus der Färbung. Ein erster Waschgang bei der auf dem Etikett angegebenen Temperatur spült beides heraus und macht das Gewebe zugleich weicher. Wascht neue farbige Bettwäsche das erste Mal separat, damit nichts abfärbt.
Wie oft sollte man Handtücher wechseln?
Handtücher brauchen einen deutlich kürzeren Rhythmus als Bettwäsche, weil sie dauerhaft feucht sind — nach drei bis vier Anwendungen ist ein guter Richtwert, Gästehandtücher und Waschlappen entsprechend häufiger. Entscheidend ist das Trocknen zwischendurch: Ein Handtuch, das auf dem Wannenrand liegen bleibt, ist schneller reif als eines, das auf einem Bügel voll aufgehängt hängt.
Kann man Bettbezug und Laken zusammen waschen?
Ja, sofern Material und Temperatur zusammenpassen. Achtet auf zwei Dinge: Der große Bezug darf die Trommel nicht zu voll machen, sonst wäscht nichts mehr richtig, und kleine Teile wie Kissenbezüge landen gern im Bezug. Knöpft ihn deshalb zu, bevor er in die Maschine geht — dann kommt am Ende nicht alles als ein Knäuel heraus.
Geht Bettzeug bei 90 Grad kaputt?
Bei reiner Baumwolle nicht, bei allem anderen ja. 90 Grad sind heute aber ohnehin überflüssig: Der hygienische Effekt ist gegenüber 60 Grad kaum größer, der Stromverbrauch dagegen deutlich höher, und Elastan-Anteile, Drucke und Stickereien überstehen die Temperatur nicht. Nur bei Bettwanzenverdacht oder auf ärztliche Anweisung ist die Kochwäsche noch das Mittel der Wahl.
Wie entsorge ich alte Textilien umweltfreundlich?
Gut erhaltene Bettwäsche gehört in die Altkleidersammlung oder ins Sozialkaufhaus. Zerschlissene Stücke sind kein Fall für den Restmüll, sondern für die Textilsammlung, wo sie zu Putzlappen und Dämmstoff verarbeitet werden. Daunen aus alten Decken nehmen manche Hersteller zur Aufarbeitung zurück — nachfragen lohnt, bevor eine intakte Füllung im Müll landet.
Fazit: der Rhythmus, der zu euch passt
Alle 14 Tage ist der belegte Regelfall, wöchentlich die richtige Antwort bei Allergie, Sommerhitze, Infekt oder Haustieren im Bett — und 60 Grad braucht ihr nur in genau diesen Ausnahmefällen. Der Rest der Zeit gehört den 30 bis 40 Grad, und das ist bares Geld: rund 20 Cent pro Ladung, ohne irgendeinen Nachteil bei normal verschmutzter Wäsche.
Drei Faustregeln, die den ganzen Artikel zusammenfassen:
- Bezüge: alle 14 Tage, im Sommer und bei Tieren wöchentlich
- Kissen und Decke: ein- bis zweimal im Jahr, bei Allergie alle drei Monate
- Temperatur: 30 bis 40 Grad im Alltag, 60 Grad nur bei Allergie oder Krankheit
Wer den Wechselrhythmus verkürzen will, braucht vor allem einen zweiten Bettwäsche-Satz — dann ist der Wechsel eine Sache von fünf Minuten statt eines Waschtags. Passende Angebote für Bettwäsche, Kissen und Matratzenschoner findet ihr laufend bei MonsterDealz, und wer beim Waschen unsicher wird, schlägt die Zeichen am Etikett in unserem Ratgeber zu den Waschsymbolen nach.