Adventskranz selber machen 2026: Material, Bindetechnik und Kosten
Einen Adventskranz selber machen heißt: frisches Nadelgrün mit Wickeldraht auf einen Strohrohling binden – Material dafür gibt es ab rund 16 Euro, ein fertig gebundener Kranz kostet im Handel ab knapp 26 Euro. Ein Adventskranz ist ein runder Kranz aus immergrünen Zweigen mit vier Kerzen, je eine für einen Adventssonntag. Wer eine gemütliche, handgemachte Weihnachtsstimmung will und den Kranz lieber selbst gestaltet als fertig kauft, findet hier die komplette Anleitung – Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Strohrohling plus Wickeldraht ist die haltbarste Basis, Steckmasse trocknet schneller aus.
- Nobilistanne hält die Nadeln am längsten, Buchsbaum ist der Wackelkandidat.
- Kerzen brauchen nicht brennbare Halter, eine feste Unterlage und ständige Aufsicht.
- Grün aus der Natur ist erlaubt, aber nur in geringen Mengen für den eigenen Bedarf.
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Adventskranz selber machen: das braucht ihr und was es kostet
Für einen selbst gebundenen Adventskranz braucht ihr fünf Dinge: eine Unterlage, Nadelgrün, Wickeldraht, vier Kerzen und eine Schere. Ein Strohkranz-Rohling mit 30 Zentimetern Durchmesser kostet bei Otto ab 6,09 Euro, eine 60-Meter-Rolle Wickeldraht 3,95 Euro und ein Vierer-Set Stabkerzen ab 6,49 Euro (Stand: 3. September 2026) – zusammen 16,53 Euro für die komplette Grundausstattung.
Das Grün ist der Posten, den ihr am leichtesten auf null drücken könnt: Zweige aus dem eigenen Garten, vom Nachbarn oder als Verschnitt vom Weihnachtsbaumverkauf kosten gar nichts. Genau deshalb fällt die Rechnung gegen den fertigen Kranz so deutlich aus – dazu weiter unten mehr.
In unserem eigenen Beitrags-Ledger stehen 92 Deal-Beiträge und 18 Magazin-Ratgeber zum Thema Adventskalender, aber nur 23 Deal-Beiträge zu Kerzen, Lichterketten und Weihnachtsdeko zusammen (eigene Auszählung, Stand: 3. September 2026). Anders gesagt: Bei Deko werdet ihr im Advent seltener von Angeboten gerettet als beim Kalender – Selbermachen ist hier die zuverlässigere Sparoption.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Sicherheitshinweise der Feuerwehren und der Aktion Das sichere Haus ausgewertet und die Materialpreise am 3. September 2026 selbst nachgeschlagen.
Wann ihr anfangen solltet, hängt weniger vom Kalender als vom Grün ab: Ein Anfang November gebundener Kranz steht am vierten Advent selten noch gut da. Mehr zum richtigen Zeitpunkt lest ihr in unserem Ratgeber Weihnachtsdeko ab wann.
Welche Naturmaterialien eignen sich für Weihnachtsdeko?
Für Weihnachtsdeko eignen sich vor allem Nadelzweige, Zapfen, Trockenfrüchte und immergrüne Blätter – also alles, was ohne Wasserversorgung wochenlang seine Form behält. Wie groß dieser Markt ist, zeigt eine Zahl aus der Forstwirtschaft: Laut Wikipedia werden in Europa jährlich rund 20.000 Tonnen Schmuckreisig aus Edel-Tannen produziert (Stand des Artikels: 2026).
Der Klassiker ist Tannengrün, und das hat historische Gründe. Der Adventskranz geht auf den Theologen Johann Hinrich Wichern zurück, der 1839 im Hamburger Rauhen Haus einen Wagenradkranz mit vier großen und 20 kleinen Kerzen aufhängte – so schildert es die Wikipedia-Übersicht zum Adventskranz. Erst ab etwa 1860 kam das Tannengrün dazu.
Diese Materialien halten sich im Kranz besonders gut:
- Nadelgrün: Nobilistanne, Nordmanntanne, Kiefer, Wacholder – der Grundstock jedes Kranzes.
- Immergrüne Blätter: Efeu, Eukalyptus, Ilex; setzen Farbakzente, trocknen aber schneller.
- Früchte und Zapfen: Kiefernzapfen, getrocknete Orangenscheiben, Hagebutten, Walnüsse.
- Nicht brennbare Deko: Kugeln aus Glas, Anhänger aus Metall oder Ton – Pflicht in Kerzennähe.
Finger weg von Watte, Strohsternen und Transparentpapier in der Nähe offener Flammen: Die Aktion Das sichere Haus nennt genau diese drei in ihren 10 Tipps für eine sichere Adventszeit (Stand: 14. November 2024) als leicht entzündbar.
Strohrohling, Steckmasse oder Metallring: welche Unterlage passt?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die Unterlage entscheidet über Haltbarkeit und Technik: Der Strohrohling wird gebunden, Steckmasse wird gesteckt, der Metallring wird umwickelt. Preislich liegen alle drei eng beieinander – ein Strohkranz mit 30 Zentimetern Durchmesser kostet bei Otto ab 6,09 Euro, ein Steckschaum-Kranz derselben Größe 6,98 Euro je Stück (Stand: 3. September 2026).
Der Strohrohling (auch Strohrömer oder Strohring genannt) ist gepresstes Stroh in Ringform. Er nimmt Draht bombenfest auf, verzeiht Anfängerfehler und lässt sich am Ende komplett über den Biomüll entsorgen. Nachteil: Er versorgt die Zweige nicht mit Wasser.
Die Steckmasse – ein Ring aus Kunststoffschaum – wird gewässert und hält die Zweige zwei bis drei Tage länger frisch. Dafür ist sie schwer, zerbröselt beim Umstecken und gehört als Kunststoff in den Restmüll, nicht in den Kompost.
Der Metallring ist die schlankste und langlebigste Lösung: Er kostet einmalig etwas mehr, hält aber Jahrzehnte und ergibt sehr filigrane, moderne Kränze. Ohne Bindetechnik geht hier allerdings gar nichts.
| Unterlage | Preis ab | Technik |
|---|---|---|
| Strohrohling | 6,09 € | binden |
| Steckmasse | 6,98 € | stecken |
| Metallring | wiederverwendbar | wickeln |
Preise für 30 Zentimeter Durchmesser bei Otto, Stand 03.09.2026. Wiederverwendbar heißt: Der Metallring überlebt die Saison und wird jedes Jahr neu berankt, die Kosten verteilen sich also über viele Jahre.
Adventskranz binden Schritt für Schritt mit Wickeldraht

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Beim Binden wickelt ihr den Draht ohne Unterbrechung um Kranz und Zweigbündel – ein Zug, eine Richtung, kein Abschneiden zwischendurch. Dafür reicht eine einzige Rolle: Wickeldraht mit 0,65 Millimetern Stärke und 60 Metern Länge kostet bei Otto 3,95 Euro (Stand: 3. September 2026) und trägt mehrere Kränze durch.
So geht ihr vor:
- Zweige vorbereiten: Nadelgrün in Bündel zu je drei bis fünf kurzen Trieben von etwa Handlänge schneiden, alle Bündel gleich groß.
- Draht anlegen: Das Drahtende zweimal fest um den Strohrohling wickeln und verzwirbeln, damit es nicht rutscht.
- Erstes Bündel setzen: Bündel schräg auflegen, Spitzen zeigen in die Laufrichtung, dann zwei- bis dreimal straff umwickeln.
- Überlappend weiterarbeiten: Jedes neue Bündel deckt die Bindestelle des vorherigen ab – so verschwindet der Draht komplett.
- Ring schließen: Das letzte Bündel unter die Spitzen des ersten schieben, Draht verzwirbeln und das Ende ins Stroh drücken.
- Nachschneiden: Herausstehende Nadeln mit der Schere kürzen, bis die Kranzkante rund läuft.
Wichtig ist der Zug: Der Draht muss die Zweige leicht ins Stroh pressen. Sitzt er zu locker, hängt der Kranz nach zwei Wochen durch, weil die trocknenden Zweige schrumpfen.
Beste Methode für Adventskranz ohne Steckmasse
Ohne Steckmasse bindet ihr auf Stroh oder Metall – das ist die haltbarere und die ökologischere Variante. Die Aktion Das sichere Haus nennt sieben Maßnahmen, damit ein Kranz die vier Adventswochen übersteht (Stand: 7. Dezember 2021), und keine einzige davon setzt Steckschaum voraus.
Der Grund ist simpel: Steckmasse hält Wasser nur so lange, wie ihr sie nachwässert – und ein durchnässter Schaumring unter brennenden Kerzen ist auch ein Feuchtigkeitsproblem für euren Tisch. Die Bindemethode auf Stroh kommt ohne Wasser aus und lässt sich jederzeit nachbessern: Fällt eine Stelle in sich zusammen, schiebt ihr ein frisches Bündel darunter und wickelt drei Runden Draht darüber.
Für sehr moderne, schmale Kränze ist der Metallring die beste Wahl. Ihr wickelt dort nicht Bündel, sondern einzelne lange Zweige spiralförmig um den Ring und fixiert alle zehn Zentimeter mit Draht. Das Ergebnis ist luftiger, braucht aber deutlich weniger Grün – ein Vorteil, wenn ihr nur eine Handvoll Zweige habt.
Welches Grün hält am längsten: Nordmanntanne, Nobilis oder Buchsbaum?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Am längsten hält Nobilis, also die Edel-Tanne: Sie besitzt laut Wikipedia „die Fähigkeit, die Feuchtigkeit der Nadeln länger als andere Arten aufrechtzuerhalten“ und ist darin „auch der Nordmann-Tanne überlegen“ (Artikel Edel-Tanne, Stand: 2026). Zum Vergleich: Bei der Nordmann-Tanne bleiben die Nadeln am lebenden Baum sechs bis sieben Jahre sitzen – im Kranz ohne Wasserversorgung zählt allein, wie schnell sie austrocknen.
Die drei Kandidaten im Praxisvergleich:
- Nobilistanne: silbrig-blaugrün, kräftiger Duft, dicke Nadeln, hält die vier Adventswochen meist komplett durch. Teurer im Einkauf, weil sie als Schmuckreisig gehandelt wird.
- Nordmanntanne: dunkelgrün, weiche Nadeln, sticht nicht, sehr gut verfügbar – auch als Verschnitt vom Weihnachtsbaumverkauf. Hält gut drei Wochen, danach nadelt sie sichtbar.
- Buchsbaum: feine, glänzende Blätter für sehr dichte, formale Kränze. Er wird aber schnell strohgelb, wenn die Heizung läuft, und der Buchsbaumzünsler hat viele Bestände in deutschen Gärten ausgedünnt.
Praktisch heißt das: Nobilis als Grundgerüst, Nordmanntanne zum Auffüllen, Buchsbaum nur als Akzent an wenigen Stellen – dann fällt es nicht auf, wenn er als Erstes die Farbe verliert.
Wie bleiben Adventskränze aus Tanne länger frisch?
Frisch bleibt der Kranz durch Kühle und Feuchtigkeit – die Aktion Das sichere Haus empfiehlt in ihrem Ratgeber Halbzeit im Advent genau sieben Maßnahmen, angeführt von der nächtlichen Lagerung an einem kühlen Ort (Stand: 7. Dezember 2021). Über die vier Adventswochen sind das rund 25 Nächte, in denen der Kranz nicht neben der Heizung stehen sollte.
Das funktioniert in der Praxis:
- Nachts raus: Balkon, Terrasse, kühler Flur oder Keller – jede Stunde ohne Heizungsluft verlängert die Haltbarkeit.
- Täglich besprühen: Ein Zerstäuber mit kaltem Wasser, morgens über die Nadeln, nicht auf die Kerzendochte.
- Standort prüfen: Nicht über dem Heizkörper, nicht in der direkten Sonne am Südfenster.
- Nachbinden: Kahle Stellen mit frischen Bündeln überdecken, statt den ganzen Kranz zu ersetzen.
Was nichts bringt: Haarspray oder Klarlack. Beide versiegeln die Nadeln nicht dauerhaft, machen sie aber deutlich leichter entflammbar – und damit genau zu dem Problem, das ihr eigentlich vermeiden wollt.
Wie befestige ich Stabkerzen stabil am Adventskranz?
Stabkerzen gehören in feste Kerzenhalter aus nicht brennbarem Material, nicht direkt ins Grün. Der Deutsche Feuerwehrverband formuliert es in seinen neun Tipps für eine sichere Adventszeit so: „Kerzen gehören immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung, an die Kinder nicht gelangen können.“ (Stand: 24. November 2016). Ein Vierer-Set Stabkerzen kostet bei Otto ab 6,49 Euro (Stand: 3. September 2026).
Drei Befestigungen haben sich bewährt:
- Kerzenhalter mit Dorn: Metallteller mit Spitze, wird in den Strohrohling gedrückt und zusätzlich mit Draht fixiert. Die stabilste Variante.
- Kerzenteller mit Klemme: Sitzt auf dem Kranzrand, gut für Metallringe, braucht aber eine gerade Auflagefläche.
- Kerzenhalter aus Glas oder Ton: Steht neben dem Kranz statt darin – die sicherste Lösung, wenn Kinder oder Haustiere im Haus sind.
Faustregel für die Größe: Der Kerzendurchmesser sollte zum Halter passen, nicht umgekehrt. Klassische Stabkerzen haben 22 Millimeter, die passenden Halter ebenfalls – Kerzen mit Alufolie „passend zu machen“ ist eine der häufigsten Wackelursachen. Wer die Kerzen gleich selbst gießen will, findet die Grundlagen in unserer Anleitung Kerzen selber machen.
Brandschutz mit echten Kerzen: Abstand, Untersetzer und trockener Kranz

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Der gefährlichste Moment ist nicht der erste Advent, sondern der vierte: Dann ist das Grün trocken und die Kerzen sind heruntergebrannt. Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion Das sichere Haus, sagt dazu: „Trockene Tannenzweige und schon weit heruntergebrannte Kerzen sind ein häufiger Grund für Brände in der Adventszeit“ (Stand: Dezember 2021). Wie groß das Thema Brandursachen insgesamt ist, zeigt das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung: Es führt nach eigenen Angaben etwa 2.000 Brandursachenermittlungen pro Jahr durch, Erhebungszeitraum der aktuellen Statistik ist 2016 bis 2025.
Diese fünf Punkte sind nicht verhandelbar:
- Untersetzer: Der Kranz steht auf Metall, Glas, Ton, Steingut oder Porzellan – nie direkt auf Holz, Textil oder Papier.
- Abstand: Zwischen Flamme und Vorhang, Geschenkpapier oder Zweigspitze gehört freier Raum, und der Kranz steht nicht in der Zugluft.
- Aufsicht: Brennende Kerzen bleiben nie allein im Raum, auch nicht „nur kurz“.
- Rechtzeitig löschen: Kerzen austauschen, bevor sie bis auf den Halter herunterbrennen.
- Löschmittel griffbereit: Wassereimer, Feuerlöschspray oder Löschdecke in Reichweite, im Ernstfall die 112.
Der Deutsche Feuerwehrverband weist in denselben neun Tipps außerdem auf Rauchwarnmelder hin, die in allen Bundesländern Pflicht sind. Wer echte Flammen ganz vermeiden will, nimmt LED-Stabkerzen – optisch inzwischen nah am Original und die klare Empfehlung, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben.
Adventskranz aus Naturmaterialien vom Waldspaziergang: was ihr sammeln dürft
Zweige, Zapfen und Moos aus der Natur dürft ihr mitnehmen – aber nur in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf. Das regelt die sogenannte Handstraußregelung in § 39 Absatz 3 des Bundesnaturschutzgesetzes wörtlich so: „Jeder darf abweichend von Absatz 1 Nummer 2 wild lebende Blumen, Gräser, Farne, Moose, Flechten, Früchte, Pilze, Tee- und Heilkräuter sowie Zweige wild lebender Pflanzen aus der Natur an Stellen, die keinem Betretungsverbot unterliegen, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen und sich aneignen.“ (§ 39 BNatSchG, Stand: September 2026).
Das Betreten selbst ist ebenfalls geregelt: Nach § 14 Absatz 1 Bundeswaldgesetz ist „das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung […] gestattet“ – auf eigene Gefahr und mit Rücksicht auf waldtypische Gefahren.
Woran ihr euch beim Sammeln haltet:
- Geringe Menge: Ein Kranz voll Grün ist persönlicher Bedarf, der Kofferraum voll ist es nicht.
- Pfleglich: Einzelne Seitentriebe mit der Schere schneiden, keine Wipfel köpfen, keine jungen Bäume schädigen.
- Nicht überall: In Naturschutzgebieten, Nationalparks und auf eingezäunten Flächen gilt die Regel nicht.
- Keine geschützten Arten: Stechpalme (Ilex), Mistel und Eibe stehen vielerorts unter besonderem Schutz – Landesrecht prüfen.
- Kein Weihnachtsbaumkulturen-Griff: Angepflanzte Kulturen sind Eigentum, dort ist jeder Schnitt Diebstahl.
Der Waldkranz sieht anders aus als der gekaufte: mehr Kiefer, mehr Zapfen, unregelmäßiger. Genau das ist der Reiz – und mit Grün für null Euro liegt ihr am Ende bei den reinen Kosten für Rohling, Draht und Kerzen.
Was kostet ein selbst gebundener Adventskranz gegen den fertigen?
Selbst gebunden kostet ein Kranz mit Material aus dem Handel 16,53 Euro, ein fertiger Kranz startet bei 25,99 Euro – das ist ein Unterschied von 9,46 Euro oder 36 Prozent im ersten Jahr (Preise bei Otto, Stand: 3. September 2026). Ab dem zweiten Jahr wird der Abstand größer, weil Draht und Rohling übrig bleiben und nur die Kerzen für 6,49 Euro neu dazukommen.
| Variante | Kosten | Aufwand |
|---|---|---|
| Selbst gebunden, Grün gekauft | 16,53 € | rund eine Stunde |
| Selbst gebunden, Grün gesammelt | 10,44 € | Spaziergang plus Stunde |
| Fertiger Kranz aus dem Handel | 25,99 € | keiner |
Stand 03.09.2026, Preise bei Otto: Strohrohling 30 cm ab 6,09 €, Wickeldraht 60 m 3,95 €, Stabkerzen im Viererset ab 6,49 €, fertiger Kranz mit 35 cm Durchmesser ab 25,99 €. Grün gesammelt heißt: Zweige aus dem eigenen Garten oder als Handstrauß aus der Natur, also ohne Materialkosten.
Beim Floristen liegt ein frisch gebundener Kranz aus echtem Tannengrün in der Regel darüber, weil dort die Arbeitszeit mitbezahlt wird. Fleurop nennt auf seiner Adventskranz-Seite keine Festpreise, sondern lediglich „alle Preiskategorien“ – wer dort bestellt, sollte den Preis also im Einzelfall prüfen statt mit einem Richtwert zu rechnen.
Und der ehrliche Gegenpunkt: Wer nur einen einzigen Kranz binden will und alles neu kauft, spart überschaubar. Richtig deutlich wird die Rechnung erst, wenn ihr das Grün nicht bezahlt oder mehrere Kränze bindet – zum Beispiel einen für die Eltern gleich mit.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Ab 10,44 € statt 25,99 € pro Kranz | Rund eine Stunde Arbeitszeit |
| Größe und Form frei wählbar | Erste Kränze werden oft unregelmäßig |
| Draht und Rohling halten mehrere Jahre | Frisches Grün muss beschafft werden |
| Grün aus der Natur kostet nichts | Trocknender Kranz erhöht die Brandgefahr |
Häufige Fragen zu Adventskranz selber machen
Wie lange halten natürliche Materialien wie Tannenzweige in der Wohnung?
Gebundenes Nadelgrün hält in geheizten Räumen etwa drei Wochen, mit kühler Nachtlagerung und täglichem Besprühen auch die vollen vier Adventswochen. Nobilistanne schafft das am zuverlässigsten, weil sie die Feuchtigkeit in den Nadeln länger hält als andere Arten. Buchsbaum und Eukalyptus verfärben sich deutlich früher, meist schon nach zehn bis vierzehn Tagen über der Heizung.
Welche Brandschutzvorkehrungen muss ich bei Kerzen in der Nähe von Naturmaterialien treffen?
Der Kranz steht auf einer nicht brennbaren Unterlage aus Metall, Glas, Ton oder Porzellan, die Kerzen sitzen in standfesten Haltern aus demselben Material. Leicht entzündbare Deko wie Strohsterne, Watte oder Transparentpapier gehört nicht in Flammennähe. Brennende Kerzen bleiben nie unbeaufsichtigt und werden gelöscht, bevor sie bis auf den Halter herunterbrennen.
Wie hoch ist die Brandgefahr bei verschiedenen Befestigungsmethoden?
Am riskantesten ist die Kerze, die ohne Halter direkt ins Grün gesteckt wird: Sie kippt leicht und brennt bis in die Zweige. Metalldorne mit Teller sind deutlich sicherer, weil der Teller heruntertropfendes Wachs auffängt und die Flamme oberhalb des Grüns hält. Am sichersten sind Kerzengläser oder LED-Kerzen, die gar keine offene Flamme im Kranz haben.
Welche Kerzengröße passt zu meinem Kranzdurchmesser?
Für einen Kranz mit 30 Zentimetern Durchmesser passen klassische Stabkerzen mit 22 Millimetern Durchmesser, bei 40 Zentimetern wirken dickere Stumpenkerzen stimmiger. Als Faustregel gilt: Die Kerzenhöhe sollte ungefähr der halben Kranzbreite entsprechen, sonst wirkt der Kranz entweder gedrungen oder kippelig. Wichtiger als die Optik ist, dass Kerze und Halter denselben Durchmesser haben.
Wie entsorge ich einen Adventskranz richtig?
Ein auf Stroh gebundener Kranz kann komplett in die Biotonne, sobald ihr den Draht, die Kerzenhalter und die Deko entfernt habt. Steckmasse aus Kunststoffschaum gehört dagegen in den Restmüll und darf nicht kompostiert werden. Metallringe, Halter und Draht hebt ihr am besten auf – sie sind die Teile, die im nächsten Jahr Geld sparen.
Wie lagere ich die selbstgemachte Deko nach Weihnachten richtig?
Kerzenhalter, Metallringe und Draht kommen trocken und getrennt in eine feste Box, am besten mit einem Beutel Trockenmittel gegen Rost. Kerzenreste lagert ihr kühl und dunkel, sonst verziehen sie sich und lassen sich im nächsten Jahr nicht mehr gerade einsetzen. Getrocknete Orangenscheiben und Zapfen bleiben im geschlossenen Glas jahrelang brauchbar.
Adventskranz selber machen: welche Anleitung eignet sich für Anfänger?
Anfänger fahren mit Strohrohling, Nordmanntanne und Wickeldraht am besten, weil diese Kombination Fehler verzeiht. Bindet zunächst gleich große Bündel vor, bevor ihr anfangt zu wickeln – das ist der Schritt, an dem die meisten Kränze unregelmäßig werden. Der Draht bleibt dabei durchgehend an der Rolle und wird erst am Ende abgeschnitten.
Wie mache ich einen länglichen Adventskranz statt eines runden?
Für die längliche Variante nehmt ihr statt eines Rings ein Holzbrett, eine Baumscheibe oder ein Metalltablett als Basis und bindet das Grün zu einem flachen Strang, den ihr darauf befestigt. Die vier Kerzen stehen dann in einer Linie, was auf schmalen Tischen deutlich praktischer ist. Technisch bleibt alles gleich: Bündel vorbereiten, überlappend legen, mit Draht fixieren.
Fazit: Wann sich das Selberbinden wirklich lohnt
Der selbst gebundene Adventskranz kostet mit gekauftem Material 16,53 Euro und mit gesammeltem Grün 10,44 Euro – gegenüber 25,99 Euro für den fertigen Kranz spart ihr also spürbar, und ab dem zweiten Jahr noch mehr, weil Rohling und Draht bleiben. Der eigentliche Gewinn ist aber die Kontrolle über Größe, Form und Grün.
Drei Faustregeln für die Saison:
- Erst Anfang Dezember binden – ein Kranz aus Anfang November überlebt den vierten Advent selten.
- Nobilis für die Basis, Nordmanntanne zum Auffüllen, Buchsbaum nur als Akzent.
- Sicherheit vor Optik: feste Halter, nicht brennbare Unterlage, Kerzen rechtzeitig tauschen.
Wenn ihr im Advent ohnehin in Bastellaune seid, funktioniert dasselbe Prinzip auch essbar: In unserer Anleitung Pralinen selber machen rechnen wir dieselbe Kostenfrage für Geschenke aus der Küche durch.