Trade Republic: Kosten, Zinsen und Kunden-werben-Kunden im Überblick

Eine Order bei Trade Republic kostet seit Juli 2026 1 Euro Fremdkostenpauschale bei automatischer Bestpreis-Ausführung und 2 Euro, wenn ihr den Handelsplatz selbst wählt (Handelsblatt-Vergleich, Stand: August 2026). Die Depotführung ist dabei kostenlos, Sparpläne laufen ohne Ausführungsgebühr. Wir haben zusammengetragen, welche Gebühren, Zinsen und Bedingungen im August 2026 gelten — und wo die Quellen voneinander abweichen.

Trade Republic ist ein 2019 gestarteter Berliner Neobroker, der seit dem 5. Dezember 2023 eine Vollbanklizenz als CRR-Kreditinstitut besitzt und unter dem Namen Trade Republic Bank GmbH von der BaFin und der Europäischen Zentralbank beaufsichtigt wird (NeueBanken.de, Stand: August 2026).

Das Wichtigste in Kürze

  • 1 Euro pro Order bei automatischer Bestpreis-Ausführung, 2 Euro bei selbst gewähltem Handelsplatz.
  • Sparpläne ohne Ausführungsgebühr, ab 1 Euro Sparrate.
  • 2,25 Prozent p. a. auf Guthaben werden von mehreren Quellen genannt, eine nennt 2,0 Prozent.
  • 100.000 Euro Einlagensicherung je Partnerbank, darüber hinaus Geldmarktfonds als Sondervermögen.
  • Kunden werben Kunden existiert, die Prämienhöhe ist personalisiert und nur in der App sichtbar.

Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag beschreibt Gebührenmodell, Konditionen und Bedingungen eines Anbieters. Er ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung, ein bestimmtes Produkt, Wertpapier oder Konto zu erwerben. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Geldes. Zinssätze, Gebühren und Programmbedingungen sind variabel und können sich jederzeit ändern — prüft vor jeder Entscheidung die offiziellen Unterlagen des Anbieters und zieht bei Bedarf unabhängigen, qualifizierten Rat hinzu.

Was kostet eine Order bei Trade Republic?

Smartphone mit Wertpapier-Kursverlauf auf einem Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

1 Euro pro Order bei automatischer Bestpreis-Ausführung, 2 Euro bei manuell gewähltem Handelsplatz — und zwar unabhängig von der Ordergröße (Handelsblatt-Vergleich, Stand: August 2026). Die Depotführung selbst ist gebührenfrei.

Wichtig für das Verständnis: Dieser Betrag ist keine Provision, die der Broker einbehält, sondern wird als Fremdkostenpauschale für Abwicklung, Clearing und Settlement ausgewiesen. Die Struktur im Überblick:

  • Automatische Bestpreis-Ausführung: 1 Euro pro Ausführung, seit Juli 2026 über mehrere relevante Handelsplätze hinweg
  • Selbst gewählter Handelsplatz: 2 Euro pro Ausführung, laut Handelsblatt-Vergleich stehen dafür rund 30 Börsen zur Auswahl
  • Ordergröße: ohne Einfluss auf die Pauschale — 100 Euro kosten dasselbe wie 10.000 Euro
  • Anlageklasse: die Pauschale fällt gleichermaßen bei Aktien, ETFs, Anleihen und Krypto an (rankia.de, Stand: August 2026)

Der Posten, der in keiner Preisliste steht: der Spread, also die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs. rankia.de beschreibt ihn als den eigentlichen Kostenfaktor im Alltag und nennt für liquide Werte innerhalb der Xetra-Handelszeiten von 9:00 bis 17:30 Uhr typischerweise unter 0,05 Prozent; außerhalb dieser Zeiten weiten sich die Spannen deutlich aus.

Eine eigene Überschlagsrechnung dazu — als Größenordnung, nicht als Prognose: Bei einer Order über 1.000 Euro entspricht 1 Euro Pauschale 0,1 Prozent des Volumens, ein Spread von 0,05 Prozent weitere 50 Cent, ein Spread von 0,5 Prozent dagegen 5 Euro. Die Grundlagen dazu stehen in unserem Beitrag zum Depot eröffnen.

Was kosten Sparpläne bei Trade Republic?

Sparpläne werden ohne Ausführungsgebühr abgerechnet, die Fremdkostenpauschale entfällt hier (rankia.de, Stand: August 2026). Als Mindestrate wird 1 Euro pro Monat genannt.

Die Eckdaten, wie sie die geprüften Quellen beschreiben:

  • Keine Ordergebühr auf die Sparplan-Ausführung selbst
  • Über 3.200 ETF-Sparpläne ohne zusätzliche Kosten laut Handelsblatt-Vergleich; rankia.de und andere Quellen nennen abweichende Stückzahlen — die Größenordnung liegt im niedrigen vierstelligen Bereich
  • Ab 1 Euro Sparrate, wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich oder quartalsweise
  • Auch auf Einzelaktien und Krypto sind Sparpläne möglich

Was trotzdem Geld kostet: die laufenden Kosten des Fonds selbst, also die Gesamtkostenquote (TER). Sie wird nicht vom Broker erhoben, sondern innerhalb des Fondsvermögens verrechnet und taucht auf keiner Abrechnung auf.

Eine eigene Überschlagsrechnung: Wer 100 Euro monatlich spart, zahlt bei einer Ausführungsgebühr von 1 Euro pro Rate über zwölf Monate 12 Euro, also 1 Prozent der Sparsumme. Fällt diese Gebühr weg, bleibt genau dieser Anteil im Depot — mehr dazu im Grundlagenbeitrag zum ETF-Sparplan für Anfänger.

Welche Zinsen zahlt Trade Republic auf Guthaben?

Taschenrechner, Notizblock und Münzen auf einem Tisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

2,25 Prozent p. a. auf nicht investiertes Guthaben nennen mehrere geprüfte Quellen für 2026 (bankdaten.de, Stand: August 2026). Eine Ausnahme gibt es: Verivox führt für Juni 2026 2,0 Prozent auf dem Verrechnungskonto — beide Zahlen stehen hier bewusst nebeneinander.

Was die Quellen übereinstimmend beschreiben:

  • Kein Mindest- und kein Höchstbetrag — bankdaten.de beschreibt das Guthaben als unbegrenzt verzinst, sofern das zugehörige Konto genutzt wird
  • Tägliche Berechnung auf den Tagesendsaldo, monatliche Gutschrift
  • Variabel und ohne Garantie — der Satz folgt den Beschlüssen der Europäischen Zentralbank
  • Keine Kündigungsfrist: Auszahlungen sind laut Verivox jederzeit bis zur Höhe des Guthabens möglich

Warum die Abweichung wichtig ist: Ein variabler Zins kann sich zwischen zwei Veröffentlichungsdaten ändern, ohne dass eine der Quellen falsch war. Für die eigene Kalkulation zählt der Wert, der zum Zeitpunkt der Entscheidung in den offiziellen Unterlagen steht — Angebote dieser Art ordnet unser Tagesgeld-Vergleich ein.

Eine eigene Überschlagsrechnung: Bei 5.000 Euro Guthaben ergeben 2,25 Prozent rechnerisch rund 112,50 Euro Bruttozins im Jahr, bei 2,0 Prozent rund 100 Euro. Davon gehen Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ab, sofern der Sparer-Pauschbetrag ausgeschöpft ist.

Wie sind Guthaben und Wertpapiere abgesichert?

Bargeldguthaben ist über die gesetzliche Einlagensicherung mit bis zu 100.000 Euro je Partnerbank geschützt (bankdaten.de, Stand: August 2026). NeueBanken.de beschreibt zusätzlich, dass Einlagen seit Mitte 2024 auf bis zu zwei Partnerbanken verteilt werden können, wodurch sich der Schutz rechnerisch auf bis zu 200.000 Euro summiert.

Die drei Schutzebenen unterscheiden sich deutlich:

  • Einlagen bei Partnerbanken: gesetzlich gesichert bis 100.000 Euro pro Institut. Als Partner werden je nach Quelle unter anderem Deutsche Bank, J.P. Morgan SE, HSBC Continental Europe, Citibank Europe plc und Solaris SE genannt — die Zusammensetzung wechselt und wird in der App ausgewiesen.
  • Geldmarktfonds: Guthaben oberhalb der Partnerbeträge kann in qualifizierte Geldmarktfonds fließen. Diese gelten als Sondervermögen und fallen laut bankdaten.de nicht unter die klassische Einlagensicherung.
  • Wertpapiere: Aktien und ETFs werden als Sondervermögen verwahrt und gehören laut NeueBanken.de auch im Insolvenzfall weiterhin den Anlegern.

Genau hier setzt die Verbraucherzentrale einen Warnhinweis: Sie weist ausdrücklich darauf hin, dass einige Neobroker Guthaben automatisch in Geldmarktfonds anlegen und diese nicht der Einlagensicherung unterliegen (Verbraucherzentrale, Stand: August 2026). Sondervermögen und Einlagensicherung sind zwei verschiedene Konstruktionen mit unterschiedlichen Folgen. Bei den Partnerbanken weichen die Quellen ab: Verivox nennt drei Institute, NeueBanken.de vier. Maßgeblich ist die Anzeige im eigenen Konto.

Wie ist Trade Republic reguliert?

Seit dem 5. Dezember 2023 liegt eine Vollbanklizenz als CRR-Kreditinstitut vor, erteilt von BaFin und Europäischer Zentralbank (NeueBanken.de, Stand: August 2026). Die Gesellschaft firmiert als Trade Republic Bank GmbH mit Sitz in Berlin.

Was daraus folgt und was die Quellen sonst noch nennen:

  • Erlaubte Geschäfte: Einlagen-, Kredit- und Finanzkommissionsgeschäft sowie Eigenhandel
  • Aufsicht: laufende Beaufsichtigung durch BaFin und EZB mit den entsprechenden Eigenkapitalanforderungen
  • MiCA-Lizenz für Kryptodienstleistungen seit dem 24. April 2025 laut NeueBanken.de
  • Eigenes multilaterales Handelssystem: rankia.de nennt eine MTF-Lizenz seit Januar 2026

Was eine Lizenz nicht leistet: Sie sagt etwas über Aufsicht, Eigenkapital und Zulässigkeit der Geschäfte aus — nicht über die Wertentwicklung eines Depots. Regulierung schützt vor unerlaubtem Geschäftsbetrieb, nicht vor Kursverlusten.

Welche Anlageklassen lassen sich handeln?

Person hält ein Smartphone mit Finanz-App in der Hand

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Aktien, ETFs, Anleihen und Kryptowerte werden über dieselbe App abgewickelt, die Fremdkostenpauschale von 1 Euro gilt für alle Klassen gleichermaßen (rankia.de, Stand: August 2026). Bei Krypto kommen laut derselben Quelle zusätzliche Spreads hinzu.

Die Unterschiede zwischen den Klassen, soweit belegt:

  • Aktien und ETFs: Pauschale je Order, Sparpläne ohne Ausführungsgebühr, Verwahrung als Sondervermögen
  • Anleihen: ebenfalls über die Pauschale abgerechnet
  • Krypto: zusätzlich Spreads von rund 0,50 Prozent bei Bitcoin und Ethereum und etwa 1,5 Prozent bei kleineren Coins laut rankia.de — deutlich mehr als bei liquiden Aktien
  • Derivate werden in mehreren Quellen genannt, die konkreten Konditionen konnten wir nicht belegen und lassen wir deshalb offen

Was das für die Kostenbetrachtung bedeutet: Die einheitliche Pauschale suggeriert einheitliche Kosten, tatsächlich unterscheiden sich die Gesamtkosten je Anlageklasse erheblich. Bei Krypto liegt der Spread laut den genannten Werten um ein Vielfaches über der Pauschale. Ein Vergleich allein anhand der Ordergebühr greift daher zu kurz. Eine Bewertung, welche Anlageklasse für welche Person geeignet ist, nehmen wir bewusst nicht vor — das ist Anlageberatung und gehört in andere Hände.

Was kosten Ein- und Auszahlungen sowie Fremdwährungen?

SEPA-Überweisungen sind gebührenfrei, Einzahlungen per Kreditkarte oder Apple Pay und Google Pay kosten laut rankia.de 1 Prozent, Auszahlungen sind kostenfrei (rankia.de, Stand: August 2026). Für Wertpapiere in Fremdwährung nennen mehrere Übersichten eine Umrechnungsmarge in der Größenordnung von 0,15 Prozent.

Die einzelnen Wege:

  • SEPA-Einzahlung und -Auszahlung: ohne Gebühr
  • Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay: 1 Prozent Aufschlag auf die Einzahlung
  • Fremdwährung: die genannten rund 0,15 Prozent Umrechnung konnten wir nur in Sekundärquellen finden und kennzeichnen sie deshalb als nicht offiziell belegt
  • Auszahlungshöhe: laut Verivox jederzeit bis zur Höhe des Guthabens, ohne Kündigungsfrist

Der praktische Punkt: Eine Einzahlung von 1.000 Euro per Kreditkarte kostet nach dieser Angabe 10 Euro — das Zehnfache einer Order. Wer Zahlungswege vergleicht, findet die allgemeinen Mechanismen in unserem Beitrag zum Fremdwährungskonto.

Wie funktioniert ein Depotübertrag zu Trade Republic?

Innerhalb Deutschlands ist der Depotübertrag kostenlos — weder die abgebende Bank noch der neue Broker darf dafür Gebühren berechnen, was der Bundesgerichtshof bestätigt hat (etf.capital, Stand: August 2026). Als Richtwert für die Dauer nennt dieselbe Quelle rund drei Wochen, in der Praxis zwei bis vier.

Was beim Übertrag zu beachten ist:

  • Steuerneutral: Solange sich der Eigentümer nicht ändert, wird kein Verkauf ausgelöst und keine Abgeltungsteuer fällig; die steuerlichen Anschaffungsdaten werden mitgeliefert
  • Nur ganze Stücke: Bruchstücke aus Sparplänen lassen sich bankübergreifend nicht übertragen und müssen vorher verkauft werden
  • Ablauf: Das Formular wird in der App erzeugt und von euch selbst an die alte Bank geschickt
  • Handelspause: Während des Übertrags sind die Papiere in der Regel nicht verkäuflich
  • Ausnahme: Bei Lagerstellenwechseln ausländischer Papiere können externe Gebühren anfallen

Der oft übersehene Punkt sind die Einstandskurse. etf.capital rät ausdrücklich, nach dem Übertrag zu prüfen, ob die steuerlichen Daten korrekt angekommen sind. Fehlen sie, kann die Bank im Verkaufsfall vom höchstmöglichen Gewinn ausgehen. Wie ein solcher Wechsel grundsätzlich abläuft, beschreiben wir im Beitrag zum Depotwechsel.

Wie läuft Kunden werben Kunden bei Trade Republic?

Zwei Personen sitzen mit Laptop und Unterlagen am Tisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Das Empfehlungsprogramm existiert, die Prämienhöhe ist personalisiert und wird ausschließlich in der App angezeigt (BankingGeek, Stand: August 2026). Als Obergrenzen werden 40 erfolgreich geworbene Personen und insgesamt 2.000 Euro genannt.

Die Bedingungen, wie sie die geprüfte Quelle beschreibt:

  • Ablauf: persönlicher Empfehlungslink, der Geworbene registriert sich darüber, lädt die App und eröffnet ein Konto
  • Aufgaben des Neukunden innerhalb von 21 Tagen nach Registrierung: eine Einzahlung sowie eine festgelegte Zahl kostenpflichtiger Käufe in Aktien oder ETFs — Sparpläne und Verkaufsorders zählen dabei nicht
  • Gutschrift: typischerweise nach wenigen Tagen, offiziell sind bis zu 30 Tage möglich
  • Verfall: Werden die Bedingungen nicht binnen eines Jahres erfüllt, entfällt der Anspruch und der Link wird gelöscht
  • Verfügbarkeit: Das Programm wird schrittweise freigeschaltet und kann jederzeit angepasst werden

Zur Prämienhöhe halten wir uns bewusst zurück. BankingGeek nennt für Bestandskunden bis zu 50 Euro und für Neukunden einen Aktienbruchteil im Wert von bis zu 25 Euro. Diese Werte stammen aus Erfahrungsberichten und sind nicht offiziell belegt; da der Betrag personalisiert vergeben wird, gilt für euch ausschließlich das, was die App anzeigt. Ein struktureller Punkt, der unabhängig vom Betrag gilt: Wenn eine Prämie an Kauforders geknüpft ist, entsteht ein Anreiz zu handeln, der nichts mit der eigenen Anlagestrategie zu tun hat. Wie Empfehlungsprogramme allgemein funktionieren, erklären wir im Überblick zu Kunden werben Kunden.

Wie ordnen unabhängige Stellen Neobroker ein?

Stiftung Warentest verglich 43 Depots von 32 Banken und Online-Brokern und fand zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter eine Spanne von bis zu 800 Euro pro Jahr (Stiftung Warentest, veröffentlicht am 12.11.2025, Stand des Abrufs: August 2026). Die Modellfälle reichten von 12.000 bis 150.000 Euro Depotvolumen.

Die Verbraucherzentrale benennt in ihrer Übersicht zu Neobrokern mehrere Punkte, die unabhängig vom einzelnen Anbieter gelten:

  • Versteckte Kosten: Auch bei niedrigen Ordergebühren entstehen Kosten über die Geld-Brief-Spanne
  • Wenige Handelsplätze: Die Anbindung an nur wenige Börsen kann die Kursqualität beeinflussen
  • Ungünstige Handelszeiten: Außerhalb der regulären Börsenzeiten fallen die Spannen deutlich höher aus
  • Überhandeln: App-Nutzung mit Push-Benachrichtigungen verleitet zu häufigem Handel, was die Rendite mindert

Ein regulatorischer Einschnitt fällt genau in dieses Jahr: Seit dem 30. Juni 2026 sind Zahlungen für die exklusive Weiterleitung von Orders — Payment for Order Flow — EU-weit verboten (Verbraucherzentrale, Stand: August 2026). rankia.de verweist auf dieselbe Regelung und nennt als Wirkungsdatum den 1. Juli 2026; die Größenordnung ist unstrittig, die taggenaue Angabe unterscheidet sich. Wie sich das auf die Preise auswirkt, ist laut Verbraucherzentrale offen. Auch Finanztip ordnet das Guthabenangebot in seiner Überschrift ausdrücklich als „keine Empfehlung“ ein und nennt dort ebenfalls 2,25 Prozent (Stand: August 2026) — ein Beispiel dafür, dass ein attraktiver Zins allein kein Urteil über ein Gesamtangebot ist.

Vor- & Nachteile eines Trade-Republic-Depots

Dafür spricht

  • Feste Pauschale von 1 Euro je Order, unabhängig vom Volumen
  • Keine Depotführungsgebühr, Sparpläne ohne Ausführungsgebühr ab 1 Euro
  • Vollbanklizenz seit Dezember 2023, Aufsicht durch BaFin und EZB
  • Guthabenverzinsung ohne Mindest- oder Höchstbetrag, täglich berechnet
  • Depotübertrag innerhalb Deutschlands kostenfrei und steuerneutral

Dagegen spricht

  • Spreads sind nicht ausgewiesen und je nach Handelszeit erheblich
  • Guthaben oberhalb der Partnerbeträge fällt nicht unter die Einlagensicherung
  • Krypto-Spreads von rund 0,5 bis 1,5 Prozent liegen weit über der Pauschale
  • Einzahlung per Kreditkarte oder Wallet kostet 1 Prozent
  • Prämien im Empfehlungsprogramm sind an Kauforders gekoppelt und nicht transparent beziffert

Häufige Fragen zu Trade Republic

Was kostet eine Order bei Trade Republic?

1 Euro Fremdkostenpauschale bei automatischer Bestpreis-Ausführung und 2 Euro, wenn ihr den Handelsplatz selbst auswählt — jeweils unabhängig von der Ordergröße (Handelsblatt-Vergleich, Stand: August 2026).

Kostet die Depotführung etwas?

Nein. Die Depotführung wird in allen von uns geprüften Übersichten als kostenfrei geführt. Kosten entstehen über die Order-Pauschale, den Spread und die laufenden Kosten der gehaltenen Produkte.

Sind Sparpläne kostenlos?

Die Ausführung des Sparplans wird ohne Gebühr abgerechnet, die Fremdkostenpauschale entfällt. Die laufenden Fondskosten (TER) fallen unabhängig davon innerhalb des Produkts an.

Wie hoch sind die Zinsen auf das Guthaben?

Mehrere Quellen nennen 2,25 Prozent p. a. für 2026, Verivox führt für Juni 2026 2,0 Prozent. Der Satz ist variabel, folgt den EZB-Beschlüssen und ist nicht garantiert. Maßgeblich ist der offiziell ausgewiesene Wert zum Zeitpunkt eurer Entscheidung.

Bis zu welcher Summe wird verzinst?

bankdaten.de beschreibt das Guthaben als ohne Mindest- und Höchstbetrag verzinst, sofern das zugehörige Konto genutzt wird. Eine betragsmäßige Obergrenze wird dort nicht genannt.

Wie ist das Geld abgesichert?

Einlagen bei Partnerbanken sind gesetzlich bis 100.000 Euro je Institut gesichert; NeueBanken.de beschreibt eine Verteilung auf bis zu zwei Partnerbanken. Guthaben darüber hinaus kann in Geldmarktfonds fließen, die als Sondervermögen gelten, aber nicht der Einlagensicherung unterliegen. Aktien und ETFs sind Sondervermögen.

Welche Partnerbanken kommen zum Einsatz?

Genannt werden je nach Quelle unter anderem Deutsche Bank, J.P. Morgan SE, HSBC Continental Europe, Citibank Europe plc und Solaris SE. Die Zusammensetzung wechselt; verbindlich ist die Anzeige im eigenen Konto.

Ist Trade Republic von der BaFin reguliert?

Ja. Seit dem 5. Dezember 2023 besteht eine Vollbanklizenz als CRR-Kreditinstitut unter Aufsicht von BaFin und Europäischer Zentralbank. Eine Lizenz sagt allerdings nichts über die Wertentwicklung eines Depots aus.

Was kostet ein Depotübertrag?

Innerhalb Deutschlands nichts — weder die alte noch die neue Bank darf dafür Gebühren berechnen. Der Übertrag ist steuerneutral, funktioniert aber nur für ganze Stücke; Bruchstücke müsst ihr vorher verkaufen. Als Dauer werden zwei bis vier Wochen genannt.

Wie viel bringt Kunden werben Kunden?

Die Prämie ist personalisiert und wird nur in der App angezeigt. Erfahrungsberichte nennen bis zu 50 Euro für Bestandskunden und einen Aktienbruchteil bis 25 Euro für Neukunden — offiziell belegt ist das nicht. Die Obergrenzen liegen bei 40 geworbenen Personen und 2.000 Euro insgesamt.

Fazit: Was der Kostenüberblick zeigt

Das Gebührenmodell ist in seiner sichtbaren Ebene einfach: 1 Euro je Order bei automatischer Ausführung, 2 Euro bei selbst gewähltem Handelsplatz, keine Depotgebühr, keine Ausführungsgebühr auf Sparpläne. Die weniger sichtbare Ebene — Spreads, Krypto-Aufschläge, Einzahlungswege, die Grenze der Einlagensicherung — entscheidet in der Praxis oft über größere Beträge als die Pauschale selbst.

Drei Punkte, die aus der Recherche hervorstechen:

  • Die Pauschale ist volumenunabhängig — sie fällt bei kleinen Orders prozentual stärker ins Gewicht als bei großen.
  • Sondervermögen ist nicht gleich Einlagensicherung — die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin.
  • Prämien, die an Kauforders hängen, setzen einen Anreiz, der unabhängig von der eigenen Strategie wirkt.

Und noch einmal in aller Deutlichkeit: Dieser Beitrag beschreibt Konditionen, er empfiehlt nichts. Wir leisten keine Anlageberatung. Kapitalanlagen können an Wert verlieren, im Extremfall vollständig. Alle genannten Gebühren, Zinssätze und Programmbedingungen sind variabel und können sich jederzeit ändern — prüft sie vor jeder Entscheidung in den offiziellen Unterlagen des Anbieters.

Weitere Einordnungen rund um Konten und Depots findet ihr in unseren Beiträgen zum Depot eröffnen, zum Tagesgeld-Vergleich und zum Depotwechsel. Aktuelle Aktionen und Konditionsänderungen sammeln wir laufend auf MonsterDealz.de, einer deutschen Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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