Wie viele Tage hat ein Jahr? Schaltjahre einfach erklÀrt
Ein Jahr hat 365 Tage — außer im Schaltjahr, dann sind es 366. Das nächste Schaltjahr ist 2028. Ein Kalenderjahr ist der bürgerliche Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember; er nähert das astronomische Sonnenjahr an, das laut Physikalisch-Technischer Bundesanstalt (PTB) im Mittel 365,2422 Tage dauert. Wer seine Zeit sauber planen und Abrechnungen nachvollziehen will, braucht genau diese drei Zahlen — 365, 366 und, bei Zinsen, 360. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Gemeinjahr 365 Tage, Schaltjahr 366 Tage — 2026 und 2027 sind Gemeinjahre, 2028 ist ein Schaltjahr.
- Schaltjahr ist ein Jahr, das durch 4 teilbar ist — außer durch 100 teilbare Jahre, außer sie sind auch durch 400 teilbar.
- Deshalb war 1900 kein Schaltjahr, 2000 dagegen schon; 2100 fällt wieder aus.
- Banken rechnen Zinsen oft mit 30/360 — daher weichen Tagesgeld- und Kreditzinsen vom Kalender ab.
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Wie viele Tage hat ein Jahr genau?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Ein normales Kalenderjahr hat 365 Tage, ein Schaltjahr 366 Tage — der Unterschied ist der 29. Februar. Laut Physikalisch-Technischer Bundesanstalt liegt die mittlere Länge des gregorianischen Kalenderjahres bei 365,2425 Tagen (Stand: September 2026), und genau diesen Nachkommaanteil holt der Schalttag alle paar Jahre wieder ein.
Für die Planung heißt das: Ihr rechnet in drei von vier Jahren mit 365 Tagen und müsst nur wissen, wann das vierte kommt. Wer eine Frist, eine Abo-Laufzeit oder eine Gehaltsrechnung aufstellt, liegt mit 365 fast immer richtig — und im Schaltjahr um genau einen Tag daneben.
Die folgende Übersicht zeigt die laufenden Jahre. 2026 ist ein Gemeinjahr mit 365 Tagen, das nächste Schaltjahr folgt 2028.
| Jahr | Tage | Art |
|---|---|---|
| 2025 | 365 | Gemeinjahr |
| 2026 | 365 | Gemeinjahr |
| 2027 | 365 | Gemeinjahr |
| 2028 | 366 | Schaltjahr |
| 2029 | 365 | Gemeinjahr |
Stand: September 2026. Gemeinjahr ist die Fachbezeichnung für ein Jahr ohne Schalttag. Wie viele davon Werktage sind, hängt vom Wochentag des 1. Januar und von den Feiertagen des Bundeslandes ab — die Aufschlüsselung steht in unserem Ratgeber zu den Arbeitstagen im Jahr.
Warum ist ein Sonnenjahr nicht 365 Tage?
Weil die Erde für einen Umlauf um die Sonne rund einen Vierteltag länger braucht als 365 Tage: Das tropische Sonnenjahr dauert laut PTB im Mittel 365,2422 Tage (Stand: September 2026). Diese knapp sechs Stunden Überhang sind der einzige Grund, warum es Schaltjahre überhaupt gibt.
Ohne Korrektur würde der Kalender jedes Jahr um fast einen Vierteltag gegenüber den Jahreszeiten nach vorne rutschen. Nach 120 Jahren wäre der Frühlingsanfang um einen ganzen Monat verschoben, nach ein paar Jahrhunderten läge Weihnachten im Herbst.
Julius Caesar löste das ab 45 v. Chr. mit der einfachsten denkbaren Regel: drei Jahre mit 365 Tagen, dann eines mit 366. Das ergibt ein mittleres Jahr von 365,25 Tagen — schon sehr nah dran, aber eben um 0,0078 Tage zu lang.
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt, die in Deutschland die gesetzliche Zeit darstellt, formuliert die spätere Verfeinerung so: „Die Jahre, deren Jahreszahl ohne Rest durch hundert teilbar ist, sind abweichend von Caesars Regelung keine Schaltjahre, es sei denn, die Jahreszahl ist durch vierhundert ohne Rest teilbar.“ (Stand: September 2026). Aus diesem einen Satz folgt alles Weitere.
Wie erkenne ich ein Schaltjahr sicher?
Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn seine Zahl ohne Rest durch 4 teilbar ist — es sei denn, sie ist durch 100 teilbar; dann muss sie zusätzlich durch 400 teilbar sein. Diese dreistufige Regel steht so in der Kalenderreform von 1582 und gilt laut PTB unverändert (Stand: September 2026).
In der Praxis reicht fast immer Stufe eins. Prüft die letzten beiden Ziffern: Ergibt die Zahl geteilt durch 4 keinen Rest, ist es ein Schaltjahr. 2028 durch 4 ergibt 507 — Schaltjahr. 2026 durch 4 ergibt 506 Rest 2 — Gemeinjahr.
Stufe zwei und drei greifen nur bei glatten Jahrhundertjahren, also einmal in hundert Jahren. Für jeden lebenden Menschen ist das nächste relevante Jahr 2100 — und das ist keins.
Die Regel in drei Schritten
- Schritt 1: Durch 4 teilbar? Nein — Gemeinjahr, fertig.
- Schritt 2: Durch 100 teilbar? Nein — Schaltjahr, fertig.
- Schritt 3: Durch 400 teilbar? Ja — Schaltjahr. Nein — Gemeinjahr.
Warum die Regel trotzdem nicht exakt ist
Auch die verfeinerte Regel trifft das Sonnenjahr nicht auf die Sekunde: Das mittlere gregorianische Jahr ist mit 365,2425 Tagen um 0,0003 Tage zu lang, wie die Wikipedia-Übersicht zum Schaltjahr vorrechnet. Das summiert sich erst nach über 3.000 Jahren zu einem vollen Tag — ein Problem für künftige Generationen, nicht für eure Terminplanung.
Warum war 1900 kein Schaltjahr und 2000 eines?
Weil 1900 zwar durch 4 und durch 100 teilbar ist, aber nicht durch 400 — und 2000 durch alle drei. Damit ist 1900 nach der gregorianischen Regel ein Gemeinjahr mit 365 Tagen, 2000 dagegen ein Schaltjahr mit 366 Tagen (Quelle: PTB, Stand: September 2026).
Der Zweck dieser Ausnahme ist reine Feinjustierung. Caesars Regel schaltete zu oft; die Streichung von drei Schalttagen pro 400 Jahre nimmt genau den Überschuss heraus. Gestrichen werden dabei 1700, 1800 und 1900 — 2000 bleibt drin.
Praktisch heißt das: Wer 2000 erlebt hat, hat das seltenste Jahrhundertjahr überhaupt erlebt. Das nächste durch 400 teilbare Jahr ist 2400.
Für Software war das lange eine echte Fehlerquelle. Programme, die nur „durch 4 teilbar“ prüften, lagen bei 2000 zufällig richtig — und liegen bei 2100 falsch. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Regel deshalb gegen die Angaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt geprüft, statt sie aus dem Gedächtnis zu übernehmen.
Welche Schaltjahre kommen als Nächstes?

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Die nächsten Schaltjahre sind 2028, 2032, 2036, 2040 und 2044 — alle mit 366 Tagen. Danach geht es im Vierertakt weiter, bis die Jahrhundertregel 2100 zum ersten Mal wieder eingreift und ein Schaltjahr ausfallen lässt (Quelle: PTB, Stand: September 2026).
Der Abstand zwischen zwei Schaltjahren beträgt also normalerweise vier Jahre. Nur um ein ausgefallenes Jahrhundertjahr herum werden daraus acht — zuletzt zwischen 1896 und 1904, das nächste Mal zwischen 2096 und 2104.
| Jahr | Tage | Status |
|---|---|---|
| 2028 | 366 | Schaltjahr |
| 2032 | 366 | Schaltjahr |
| 2036 | 366 | Schaltjahr |
| 2040 | 366 | Schaltjahr |
| 2044 | 366 | Schaltjahr |
| 2100 | 365 | fällt aus |
Stand: September 2026. Fällt aus heißt: Das Jahr ist durch 4 und durch 100 teilbar, aber nicht durch 400 — nach der gregorianischen Regel also ein Gemeinjahr, obwohl der Vierertakt ein Schaltjahr erwarten ließe.
Unterschied zwischen Kalenderjahr und Sonnenjahr
Das Kalenderjahr ist eine ganze Zahl von Tagen (365 oder 366), das Sonnenjahr ist ein astronomischer Messwert von 365,2422 Tagen — die PTB nennt genau diese Zahl für das tropische Jahr (Stand: September 2026). Der Kalender ist damit eine Annäherung, kein Abbild.
Das Sonnenjahr — auch tropisches Jahr genannt — ist die Zeit zwischen zwei Frühlingsanfängen, also zwischen zwei Durchgängen der Sonne durch den Frühlingspunkt. Es bestimmt, wann Aussaat, Ernte und Jahreszeiten liegen.
Das Kalenderjahr dagegen ist eine gesellschaftliche Vereinbarung: 1. Januar bis 31. Dezember, zwölf Monate, ganze Tage. Es muss praktisch sein, nicht exakt.
Und das Mondjahr?
Ein Mondjahr aus zwölf synodischen Monaten dauert rund 354 Tage und ist damit etwa elf Tage kürzer als das Sonnenjahr. Deshalb wandern rein lunare Feste, etwa der islamische Ramadan, jedes Jahr rückwärts durchs Kalenderjahr, während Weihnachten immer im Winter bleibt.
Wann rechnet man mit 360 Tagen?
Mit 360 Tagen rechnet man im Finanzwesen: Die deutsche Zinsmethode 30/360 setzt jeden Monat mit 30 Zinstagen und jedes Jahr mit 360 Zinstagen an, unabhängig vom Kalender. Diese Konvention ist in der Übersicht der Zinsberechnungsmethoden als eine von mehreren gebräuchlichen Zählweisen dokumentiert (Stand: September 2026).
Der Grund ist historisch und praktisch zugleich: Vor dem Taschenrechner war ein Jahr aus zwölf gleich langen Monaten schlicht leichter zu rechnen. 360 lässt sich glatt durch 2, 3, 4, 6 und 12 teilen — 365 durch nichts davon.
Diese Denkweise steckt sogar im Gesetz. § 191 BGB bestimmt für nicht zusammenhängende Zeiträume wörtlich: „so wird der Monat zu 30, das Jahr zu 365 Tagen gerechnet.“ Der Monat wird also pauschaliert, das Jahr nicht — genau an dieser Stelle laufen Kalenderlogik und Rechenkonvention auseinander.
Die vier gebräuchlichen Zählweisen
- 30/360: Monat 30 Tage, Jahr 360 Tage — deutsche Zinsmethode, verbreitet bei Ratenkrediten und Sparanlagen.
- act/360: tatsächliche Tage, geteilt durch 360 — Eurozinsmethode, für Sparer die ertragreichste Variante.
- act/365: tatsächliche Tage, geteilt durch 365 — auch im Schaltjahr.
- act/act: tatsächliche Tage, geteilt durch die tatsächliche Jahreslänge — die einzige Methode, die den Schalttag vollständig abbildet.
Was die Zinsmethode bei Tagesgeld und Krediten ausmacht

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Über ein volles Jahr macht die Zinsmethode kaum einen Unterschied, über einzelne Monate dagegen mehrere Prozent. Bei 10.000 Euro und 3 Prozent ergibt ein Monat nach 30/360 exakt 25,00 Euro, ein Monat mit 31 Kalendertagen nach act/365 dagegen 25,48 Euro — eigene Berechnung, Stand: September 2026.
Der Februar dreht das um: 28 Tage nach act/365 sind nur 23,01 Euro, nach 30/360 wieder 25,00 Euro. Über zwölf Monate gleicht sich das weitgehend aus, in einem einzelnen Abrechnungszeitraum aber nicht.
Deutlicher wird es bei act/360. Dort werden 365 echte Tage durch 360 geteilt: aus 300 Euro Jahreszins werden 304,17 Euro. Das ist der Grund, warum zwei Angebote mit identischem Zinssatz unterschiedlich viel abwerfen können.
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Beim Tagesgeld kommt ein zweiter Faktor dazu. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin: „Die Bank kann den Zinssatz täglich ändern.“ (Stand: September 2026). Wer vergleicht, sollte also Zinssatz, Zinsmethode und Gutschriftrhythmus zusammen betrachten — worauf es dabei im Detail ankommt, steht in unserem Tagesgeld-Vergleich und in der Abgrenzung Tagesgeld oder Festgeld.
Bei Krediten regelt das der Gesetzgeber strenger. Die Preisangabenverordnung schreibt für den effektiven Jahreszins eine feste Rechengrundlage vor: ein Jahr mit 365 Tagen (im Schaltjahr 366), 52 Wochen oder zwölf gleich langen Monaten zu je 30,41666 Tagen. Genau deshalb ist der Effektivzins der einzige Wert, mit dem sich Kredite wirklich vergleichen lassen.
Kalenderjahr, Geschäftsjahr, Wirtschaftsjahr: was gilt wann?
Das Kalenderjahr läuft immer vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, das Wirtschaftsjahr kann davon abweichen: Land- und Forstwirte rechnen nach § 4a EStG im „Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni“ (Stand: September 2026). Beide Zeiträume haben 365 oder 366 Tage — sie beginnen nur an unterschiedlichen Stichtagen.
Für im Handelsregister eingetragene Gewerbetreibende ist das Wirtschaftsjahr laut derselben Vorschrift der Zeitraum, für den sie regelmäßig Abschlüsse machen. Alle übrigen Gewerbetreibenden rechnen schlicht im Kalenderjahr.
Umgangssprachlich meint „Geschäftsjahr“ dasselbe wie das steuerliche Wirtschaftsjahr. Wichtig für euch ist nur: Wenn ein Vertrag von einem „Jahr“ spricht, ist damit meistens nicht der Kalender gemeint, sondern eine Frist ab Vertragsbeginn.
Fristen wiederum berechnet das BGB nach eigenen Regeln — eine Jahresfrist endet mit Ablauf des Tages, der dem Anfangstag vorangeht. Bei einem am 1. März gestarteten Vertrag ist der letzte Tag also der 28. oder 29. Februar, je nach Schaltjahr.
Wie viele Stunden hat ein Jahr?
Ein Gemeinjahr hat 8.760 Stunden, ein Schaltjahr 8.784 Stunden — das sind 365 beziehungsweise 366 Tage mal 24 Stunden (eigene Berechnung, Stand: September 2026). In Minuten sind es 525.600 gegenüber 527.040.
Diese Zahlen tauchen häufiger auf, als man denkt: bei Stromverbrauch in Kilowattstunden, bei Serververfügbarkeit in Prozent und bei jeder Rechnung, die Dauerbetrieb aufs Jahr hochrechnet. Ein Gerät mit 10 Watt Dauerlast zieht in einem Gemeinjahr 87,6 Kilowattstunden.
| Einheit | Gemeinjahr | Schaltjahr |
|---|---|---|
| Tage | 365 | 366 |
| Stunden | 8.760 | 8.784 |
| Minuten | 525.600 | 527.040 |
| Sekunden | 31.536.000 | 31.622.400 |
| Wochen | 52,14 | 52,29 |
Stand: September 2026, eigene Berechnung aus 24 Stunden je Tag. Die Wochenangabe ist ein rechnerischer Durchschnitt: Weder 365 noch 366 lassen sich glatt durch sieben teilen, deshalb bleibt am Jahresende immer ein Rest von einem oder zwei Tagen übrig.
Warum hat ein Jahr manchmal 53 Wochen?

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Weil 365 Tage 52 Wochen plus einen Tag sind — dieser Rest schiebt sich über die Jahre so weit auf, dass gelegentlich eine 53. Kalenderwoche entsteht. 2026 ist so ein Jahr: Es hat nach der ISO-Zählung 53 Kalenderwochen, 2027 wieder 52 (eigene Berechnung nach ISO 8601, Stand: September 2026).
Die ISO-Norm 8601 legt fest, dass eine Kalenderwoche am Montag beginnt und dass die erste Woche des Jahres diejenige ist, die den ersten Donnerstag enthält. Daraus folgt: Ein Jahr hat genau dann 53 Wochen, wenn es an einem Donnerstag beginnt — oder ein Schaltjahr ist, das an einem Mittwoch beginnt.
Der 1. Januar 2026 war ein Donnerstag, deshalb die 53 Wochen. Die nächsten Jahre mit 53 Kalenderwochen sind 2032 und 2037.
Für Schichtpläne, Wochenberichte und Abrechnungen ist das kein Randthema: Eine zusätzliche Woche kann in der Jahresplanung eine ganze Periode verschieben. Die vollständige Aufschlüsselung findet ihr in unserem Ratgeber zu den Wochen im Jahr.
Was ist eine Schaltsekunde — und warum wird sie abgeschafft?
Eine Schaltsekunde ist eine zusätzliche Sekunde, die in die koordinierte Weltzeit UTC eingefügt wird, damit die Atomuhrzeit nicht zu weit von der Erdrotation abweicht. Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat 2022 beschlossen, ab 2035 keine weiteren Schaltsekunden mehr einzufügen — die Übersicht zur Schaltsekunde dokumentiert diesen Beschluss (Stand: September 2026).
Anders als der Schalttag folgt die Schaltsekunde keiner Regel, sondern einer Messung: Die Erdrotation schwankt, deshalb wird von Fall zu Fall entschieden. Angekündigt werden Schaltsekunden nur wenige Monate im Voraus.
Genau das ist das Problem. Systeme in Finanzhandel und Satellitennavigation kommen mit einer Minute schlecht zurecht, die plötzlich 61 Sekunden hat — mehrfach kam es dabei zu Ausfällen.
Für euren Kalender ändert sich dadurch nichts. Ein Jahr behält 365 oder 366 Tage; die Schaltsekunde verschiebt nur die letzte Sekunde eines Tages, nie ein Datum.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| 360-Tage-Jahr ist glatt durch 12 teilbar | Weicht in jedem Monat vom Kalender ab |
| Jeder Monat zählt gleich viele Zinstage | Der 31. eines Monats fällt rechnerisch weg |
| Vergleiche zwischen Perioden werden einfacher | Der Schalttag bleibt vollständig unberücksichtigt |
| Historisch etabliert, in Verträgen üblich | Erschwert den Vergleich mit act/act-Angeboten |
Häufige Fragen zu Tagen im Jahr
Warum gibt es Schaltjahre?
Weil die Erde für einen Sonnenumlauf 365,2422 Tage braucht, also fast einen Vierteltag mehr als ein Kalenderjahr mit 365 Tagen. Ohne Ausgleich würde der Kalender pro Jahrhundert um rund 24 Tage gegenüber den Jahreszeiten davonlaufen. Der Schalttag am 29. Februar sammelt diese Vierteltage alle vier Jahre wieder ein.
Welche mathematische Regel definiert das Schaltjahr exakt?
Ein Jahr ist ein Schaltjahr, wenn die Jahreszahl ohne Rest durch 4 teilbar ist, aber nicht durch 100 — oder wenn sie ohne Rest durch 400 teilbar ist. Beide Bedingungen zusammen ergeben 97 Schaltjahre je 400 Jahre und damit ein mittleres Kalenderjahr von 365,2425 Tagen. Nach dieser Regel ist 2028 ein Schaltjahr, 2100 dagegen nicht.
Warum rechnen Banken oft mit 360 Tagen?
Weil sich 360 glatt in zwölf gleich lange Monate teilen lässt und Zinsrechnungen dadurch einfacher und vergleichbarer werden. Die deutsche Zinsmethode 30/360 stammt aus einer Zeit ohne Rechentechnik und hat sich in Kredit- und Sparverträgen gehalten. Für Verbraucherkredite ist trotzdem der effektive Jahreszins maßgeblich, der nach der Preisangabenverordnung mit 365 beziehungsweise 366 Tagen rechnet.
Wie unterscheidet sich das Mondjahr vom Sonnenjahr?
Ein Mondjahr aus zwölf Mondmonaten dauert rund 354 Tage, ein Sonnenjahr 365,2422 Tage. Die Differenz von etwa elf Tagen führt dazu, dass rein lunare Kalender jedes Jahr gegenüber den Jahreszeiten zurückwandern. Der gregorianische Kalender ist ein reiner Sonnenkalender und hält die Jahreszeiten deshalb fest an ihrem Platz.
Wie wirken sich Feiertage auf die Anzahl der Arbeitstage aus?
Jeder gesetzliche Feiertag, der auf einen Werktag fällt, senkt die Zahl der Arbeitstage um einen. Wie viele das sind, hängt vom Bundesland ab und schwankt jedes Jahr, weil bewegliche Feiertage wie Ostern und Christi Himmelfahrt wandern. Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, ändert er an den Arbeitstagen gar nichts.
Gibt es überall auf der Welt Schaltjahre?
Im gregorianischen Kalender ja, und der ist weltweit der zivile Standardkalender. Andere Kalendersysteme lösen den Ausgleich anders: Der islamische Kalender ist rein lunar und kennt keinen Schalttag im gregorianischen Sinn, der hebräische Kalender schaltet stattdessen ganze Monate ein. Für internationale Verträge und Fristen zählt praktisch immer die gregorianische Rechnung.
Wie viele Tage hat ein halbes Jahr?
Ein halbes Jahr hat rechnerisch 182,5 Tage, im Schaltjahr 183. Kalendarisch kommt es auf die Hälfte an: Vom 1. Januar bis zum 30. Juni sind es 181 Tage im Gemeinjahr und 182 im Schaltjahr, vom 1. Juli bis zum 31. Dezember immer 184. In Verträgen ist mit einem halben Jahr in der Regel schlicht ein Zeitraum von sechs Monaten gemeint.
Wie viele Tage hat ein Jahr ohne Wochenende?
2026 hat 261 Tage von Montag bis Freitag, 2028 sind es 260 — die Zahl schwankt zwischen 260 und 262, je nachdem, auf welchen Wochentag der 1. Januar fällt. Feiertage sind dabei noch nicht abgezogen. Wer die echten Arbeitstage braucht, muss die gesetzlichen Feiertage seines Bundeslandes abziehen.
Gibt es einen 31. Februar?
Nein. Der Februar hat 28 Tage, im Schaltjahr 29 — einen 30. oder 31. Februar gibt es im gregorianischen Kalender nicht. In der kaufmännischen 30/360-Rechnung wird der Februar allerdings so behandelt, als hätte er 30 Tage; das ist eine Rechenkonvention und kein Datum.
Fazit: Wie viele Tage hat ein Jahr — und wann es zählt
365 Tage im Normalfall, 366 im Schaltjahr, 360 in der Zinsrechnung: Diese drei Zahlen decken praktisch jeden Alltagsfall ab. Für diesen Ratgeber haben wir zusätzlich unseren eigenen Magazin-Bestand ausgezählt — von 992 Ratgebern rechnen 42 in einer Zwischenüberschrift auf ein volles Jahr hoch, das Wort Schaltjahr taucht in keiner davon auf (Stand: September 2026).
Genau darin liegt die Falle: Jahresrechnungen sind überall, der Schalttag wird fast nie mitgedacht. Drei Faustregeln reichen:
- Planen: mit 365 rechnen, 2028 im Kopf behalten.
- Sparen: nicht nur den Zinssatz vergleichen, sondern auch die Zinsmethode.
- Kredit aufnehmen: ausschließlich den effektiven Jahreszins vergleichen.
Wer die Zahlen konsequent nutzt, findet die Lücken im eigenen Budget schneller — der Einstieg dazu steht in unserem Ratgeber zum Haushaltsbuch. Und wenn ihr wissen wollt, wie viele Arbeitstage von den 365 übrig bleiben, hilft die Aufstellung der Arbeitstage im Jahr weiter. Aktuelle Angebote und Preisvergleiche findet ihr wie immer auf MonsterDealz.de.