Steam Machine 2026: Was Valves Wohnzimmer-PC kostet und wann sich ein Eigenbau lohnt

Die Steam Machine ist Valves rund 16 Zentimeter großer Wohnzimmer-PC mit dem Linux-Betriebssystem SteamOS — sie kostet direkt bei Valve 1.039 Euro mit 512 GB und 1.359 Euro mit 2 TB, ist aber nicht frei im Handel zu haben, sondern nur über eine Reservierungswarteschlange. Wer nicht warten will, zahlt im freien Handel deutlich mehr: Am 20. September 2026 lag das günstigste gelistete Angebot für das 512-GB-Modell bei 1.649 Euro. Ein selbst gebauter Mini-PC mit vergleichbarer Leistung kommt nach unserer Teilerechnung auf 1.179,58 Euro — überraschend wenig Abstand, und der Grund dafür steckt im Arbeitsspeicher. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Valve verkauft die Steam Machine seit dem 29. Juni 2026 ausschließlich über eine Reservierungsliste: Wer ein Kaufangebot per E-Mail bekommt, hat 72 Stunden Zeit, danach rückt der Nächste nach.
  • Im Gerät stecken ein modifizierter AMD Zen 4 mit 6 Kernen und ein RDNA-3-Grafikchip mit 28 Recheneinheiten, dazu 16 GB DDR5 und 8 GB GDDR6 — Valve nennt das mehr als die sechsfache Leistung des Steam Deck.
  • Ein Eigenbau ist 2026 kaum günstiger: Allein der 16-GB-DDR5-Speicher kostete am 20. September 2026 rund 260 Euro und macht damit 22 Prozent unserer Beispielrechnung aus.
  • Seit SteamOS 3.8 erlaubt Valve die Installation des Systems auf fremder Hardware — allerdings nur mit AMD-Grafikkarten, Nvidia bleibt vorerst außen vor.

Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthält Partner-Links. Kauft ihr über einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch.

Was ist die Steam Machine — und ist sie eine Konsole?

Kompakter schwarzer Würfel-Spiele-PC mit Lüftungsschlitzen neben einem schlichten Controller

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Steam Machine ist ein kompakter Spiele-PC im Würfelformat mit rund 16 Zentimetern Kantenlänge, den Valve fertig konfiguriert mit dem hauseigenen Linux-System SteamOS ausliefert und der über HDMI oder DisplayPort am Fernseher läuft. Valve selbst grenzt das Gerät ausdrücklich von einer Spielkonsole ab: „Wir betrachten die Steam Machine als eine Erweiterung im Bereich PC-Gaming und nicht als eine Konsole“, heißt es in den häufig gestellten Fragen auf der Produktseite (abgerufen am 20. September 2026).

Diese Unterscheidung ist keine Wortklauberei, sondern erklärt den Preis. Valve schreibt im selben Fragenkatalog, das traditionelle Konsolenmodell bestehe darin, Hardware mit Einbußen zu verkaufen und die Einnahmen über Abonnements oder hardwaregebundene Spiele auszugleichen — ein Weg, den das Unternehmen bewusst nicht geht. Wer also eine quersubventionierte Konsole zum Einstiegspreis erwartet hat, misst die Steam Machine am falschen Maßstab.

Technisch bleibt das Gerät ein offener PC. Valve formuliert das so: Die Steam Machine sei für Gaming optimiert, aber nach wie vor euer PC, ihr dürft eigene Anwendungen und sogar ein anderes Betriebssystem installieren. Genau daraus ergibt sich die Frage, um die es in diesem Ratgeber geht: Lohnt sich das fertige Gerät, oder baut ihr euch für dasselbe Geld etwas Besseres selbst?

MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Für diesen Artikel haben wir die Herstellerangaben an der Quelle gelesen und die Marktpreise am 20. September 2026 selbst gemessen, statt sie aus Testberichten zu übernehmen.

Wann ist die Steam Machine erschienen und wie bekommt man eine?

Valve kündigte die Steam Machine am 12. November 2025 an und stellte den Marktstart für Anfang 2026 in Aussicht, wie ComputerBase am selben Abend meldete. Ausgeliefert wurde sie dann ab dem 29. Juni 2026 — rund ein halbes Jahr später als geplant. Dazwischen lagen die Verschiebung im Februar 2026 und die Ansage, den Preis wegen der Speicherpreise neu rechnen zu müssen.

Verkauft wird das Gerät bis heute nicht frei, sondern über eine Reservierungswarteschlange. Der Ablauf steht in Valves Fragenkatalog: Registrierung, einmalige Zufallsauswahl der Plätze am 25. Juni 2026 um 19 Uhr MESZ, danach E-Mails in dieser Reihenfolge. Wer an der Reihe ist, bekommt ein zeitlich begrenztes Kaufangebot — heise online berichtete am 30. Juli 2026, dass Valve alle Reservierungen bis zum Jahresende bedienen will: „Wer das Kaufangebot per E-Mail erhält, muss den Kauf innerhalb von 72 Stunden abschließen.“

Wer sich heute noch registriert, landet nicht in der Reservierungsliste, sondern dahinter. Valve schreibt dazu wörtlich: „Nach der einmaligen Zufallsauswahl wird jede Neuregistrierung automatisch am Ende der Warteliste platziert.“ Die Warteliste verfällt aber nicht — künftige Produktionschargen werden laut Valve weiterhin in dieser Reihenfolge angeboten.

Wer sich überhaupt registrieren darf

Zwei Hürden nennt Valve selbst: Der Steam-Account muss in gutem Ansehen stehen und vor dem 27. April 2026 mindestens einen Kauf auf Steam getätigt haben. Außerdem ist nur eine Registrierung je Haushalt zulässig; Valve gleicht dafür Zahlungsmethode, Lieferadresse und weitere Angaben ab. Die Listen laufen getrennt nach Versandregion — Nordamerika, Vereinigtes Königreich samt Europäischer Union sowie Australien.

Der Grund für dieses Verfahren steht ebenfalls im Fragenkatalog: Valve hatte beim Start des neuen Steam Controller das Interesse unterschätzt und wollte ein System, das nicht Bots, schnelle Leitungen und flinke F5-Finger belohnt. Für euch heißt das praktisch: Es gibt keinen Vorbestell-Trick und keinen Termin, an dem man schnell genug sein könnte.

Was kostet die Steam Machine — und was verlangt der Handel?

Geöffneter unbeschrifteter Versandkarton mit Packpapier und leerem Pappschild auf einem Holztisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Direkt bei Valve kostet das 512-GB-Modell 1.039 Euro, mit Steam Controller 1.108 Euro; die 2-TB-Variante liegt bei 1.359 Euro, mit Controller bei 1.428 Euro. Diese vier Preise nennt auch heise online in seinem Test vom 16. Juli 2026, der das Gerät so einordnet: „Die Steam Machine soll Konsolenkomfort mit der Flexibilität eines Linux-PCs verbinden.“

Der zweite Preis ist der interessantere. Weil Valve nur über die Warteliste liefert, tauchen Geräte im freien Handel fast nur als Weiterverkauf auf. Wir haben den Preisvergleich Geizhals am 20. September 2026 über die Produkt-API abgefragt: Für das 512-GB-Modell standen genau zwei Angebote in der Liste, das günstigste bei 1.649 Euro, der Durchschnitt bei 1.999 Euro. Das sind 610 Euro oder 58,7 Prozent über Valves Preis.

Die Preisspanne seit der Listung am 23. Juni 2026 zeigt, wie wild dieser Markt ist: Der tiefste je erfasste Bestpreis lag bei 1.125,95 Euro, der höchste bei 8.000 Euro. Für die 2-TB-Variante gab es am selben Tag überhaupt kein lieferbares Angebot; dort bewegte sich der Bestpreis bisher zwischen 1.799,95 und 1.999,95 Euro.

Die Schlussfolgerung daraus ist unbequem, aber eindeutig: Wer die Steam Machine heute sofort haben will, zahlt einen Aufschlag, der im schlechtesten Fall den Preis eines zweiten Geräts erreicht. Wer warten kann, registriert sich und bekommt sie zum Listenpreis. Dieselbe Mechanik aus knappem Angebot und teurem Speicher trifft gerade den ganzen Markt — wir haben sie für Grafikkarten-Preise und für PS5, PS5 Pro und Xbox getrennt durchgerechnet.

Welche Hardware steckt in der Steam Machine?

Valve verbaut einen modifizierten AMD Zen 4 mit 6 Cores und 12 Threads (bis zu 4,8 GHz, 30 Watt TDP) und einen modifizierten AMD RDNA 3 mit 28 Recheneinheiten (bis 2,45 GHz, 110 Watt TDP). Dazu kommen 16 GB DDR5 als Arbeitsspeicher und 8 GB GDDR6 als eigener Grafikspeicher — alle Angaben aus dem Datenblatt auf der Produktseite, abgerufen am 20. September 2026.

Der Würfel misst 152 Millimeter in der Höhe (148 Millimeter ohne Standfüße), 156 Millimeter in der Breite und 162,4 Millimeter in der Tiefe. Das Netzteil sitzt innen und arbeitet mit 110 bis 240 Volt, ein externer Klotz entfällt also. An der Front sitzen zwei USB-A-Anschlüsse nach 3.2 Gen 1, hinten zwei USB-A 2.0, ein USB-C 3.2 Gen 2, DisplayPort 1.4, HDMI 2.0 und Gigabit-Ethernet. Drahtlos gibt es WLAN 6E im 2×2-Aufbau, Bluetooth 5.3 mit eigener Antenne und einen integrierten 2,4-GHz-Funkadapter, an den sich bis zu vier Steam Controller koppeln lassen.

Beim Massenspeicher habt ihr die Wahl zwischen einer 512-GB- und einer 2-TB-NVMe-SSD; beide Modelle haben zusätzlich einen schnellen microSD-Kartenleser. Als Blickfang dient eine Leiste mit 17 einzeln ansteuerbaren RGB-LEDs, die den Systemzustand anzeigt und sich abschalten lässt.

Zur Leistung macht Valve zwei Aussagen, die ihr als Herstellerangaben lesen solltet und nicht als Messwert: Die Steam Machine biete „mehr als der sechsfachen Leistung im Vergleich zum Steam Deck“, und 4K-Gaming sei mit der Upscaling-Technik FSR 4.1 möglich. Eine Angabe zur Leistungsaufnahme des gesamten Geräts macht Valve nicht — addiert man nur die beiden TDP-Werte, landet man bei 140 Watt für Prozessor und Grafikchip. Was das auf der Stromrechnung ausmacht, hängt an eurem Tarif; die Größenordnung könnt ihr über unseren Ratgeber zum Stromverbrauch im Haushalt einordnen.

Steam Machine kaufen oder selber bauen: die Gegenrechnung

PC-Bauteile wie Hauptplatine, Speichermodule und Grafikkarte nebeneinander auf einer Werkbank

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ein selbst gebauter Mini-PC mit vergleichbarer Ausstattung kostet am 20. September 2026 1.179,58 Euro — also 140,58 Euro mehr als Valves Listenpreis von 1.039 Euro und 469,42 Euro weniger als das günstigste Handelsangebot. Wir haben dafür acht konkrete Bauteile gewählt und deren günstigsten lieferbaren Preis über die Geizhals-Produkt-API abgefragt.

Bauteil Beispielprodukt Preis
Prozessor AMD Ryzen 5 8400F, 6 Kerne / 12 Threads 118,79 €
Mainboard Gigabyte B650I AX, Mini-ITX 142,88 €
Arbeitsspeicher 16 GB DDR5-5600 Kit 259,90 €
SSD 500 GB NVMe, M.2 2280 94,90 €
Grafikkarte Radeon RX 7600 mit 8 GB GDDR6 319,00 €
Gehäuse Mini-ITX-Würfel 109,31 €
Netzteil SFX, 650 Watt 99,90 €
CPU-Kühler Flachbau-Kühler, 36 mm 34,90 €

Eigene Abfrage über die Geizhals-Produkt-API am 20. September 2026, jeweils günstigster lieferbarer Anbieter, Preise inklusive Mehrwertsteuer und ohne Versand. Summe: 1.179,58 Euro.

Der Posten, der alles kippt, ist der Arbeitsspeicher. 259,90 Euro für 16 GB DDR5 sind 22 Prozent der gesamten Rechnung — mehr als Prozessor und Mainboard zusammen. Genau diese Speicherpreise hat Valve im Februar 2026 als Grund für Verschiebung und Aufpreis genannt, und sie treffen den Eigenbau eben genauso. In einem normalen Marktjahr läge derselbe Riegelsatz bei einem Bruchteil davon, und die Rechnung ginge klar zugunsten des Selbstbaus aus.

Zwei Dinge gehören zur Ehrlichkeit dazu. Erstens ist unsere Konfiguration in zwei Punkten großzügiger als die Steam Machine: Die RX 7600 ist eine vollwertige Desktop-Karte statt eines auf 110 Watt gedeckelten Chips, und die SSD ist knapp dimensioniert, lässt sich aber jederzeit tauschen. Zweitens fehlen in den 1.179,58 Euro der Versand, ein Controller und die Arbeitszeit für den Zusammenbau.

Was ein Eigenbau nicht liefert — und was doch

Nicht liefern kann der Eigenbau die Kompaktheit: 156 mal 152 mal 162,4 Millimeter erreicht kein Mini-ITX-Gehäuse mit Steckkarte, unser Beispielgehäuse ist ein Vielfaches davon. Dazu kommen die Garantie aus einer Hand, das abgestimmte Kühlkonzept, das interne Netzteil, der eingebaute Controller-Funkadapter und die Gewissheit, dass Valve die Software genau für diese Hardware pflegt. Valve hat das Kompatibilitätsprogramm sogar erweitert: Spiele bekommen künftig eine eigene Bewertung dafür, wie gut sie auf der Steam Machine laufen.

Liefern kann der Eigenbau dagegen deutlich mehr, als viele denken — nämlich dasselbe Betriebssystem. Das ist der Punkt, an dem sich die Frage „kaufen oder bauen“ tatsächlich entscheidet.

SteamOS selbst installieren: Was Valve erlaubt und was nicht

Seit SteamOS 3.8 dürft ihr Valves System offiziell auf eigener Hardware betreiben — aber nur mit einer AMD-Grafikkarte. Valve schreibt das in den Steam-Machine-Fragen wörtlich: „Mit dem neu erschienenen SteamOS 3.8 können Sie denselben Code und dasselbe Betriebssystem der Steam Machine auf Ihrem eigenen Wohnzimmer-PC mit beliebigen PC-Komponenten ausführen.“ Und direkt danach die Einschränkung: „Aktuell werden nur AMD-GPUs unterstützt, aber wir arbeiten daran, die Unterstützung in Zukunft auszuweiten.“

Damit fällt das stärkste Argument gegen den Eigenbau weg, das bis Mitte 2026 galt. Wer sich vorher SteamOS auf einen normalen PC holen wollte, arbeitete mit inoffiziellen Abbildern oder Distributionen von Dritten. Jetzt gibt es dafür eine offizielle Anleitung zur SteamOS-Installation und -Reparatur im Steam-Support, auf die Valve aus dem Fragenkatalog heraus selbst verlinkt.

Praktisch heißt das: Eine Nvidia-Karte im Wohnzimmer-PC schließt den SteamOS-Weg derzeit aus. Wer plant, seinen Eigenbau wie eine Steam Machine zu betreiben, plant also zwingend eine Radeon ein — in unserer Rechnung oben ist das ohnehin der Fall. Wer lieber bei Windows bleibt, verliert den Konsolenmodus und die Pflegeleichtigkeit, kann dafür aber alles spielen, was auf einem Windows-PC läuft. Genau das ist der nächste Punkt.

Welche Spiele laufen auf der Steam Machine nicht?

Ausgeschalteter Fernseher über einem Couchtisch mit Controller und Tasse im Wohnzimmer

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Blockiert sind ausgerechnet mehrere der meistgespielten Online-Titel — nicht wegen fehlender Leistung, sondern wegen ihrer Anti-Cheat-Software. Eurogamer hat am 25. Juni 2026 acht große Spiele zusammengetragen, die auf der Steam Machine nicht laufen, darunter Fortnite, Battlefield 6, Apex Legends, Destiny 2, GTA Online, Call of Duty, League of Legends und Valorant.

Der technische Grund ist immer derselbe. Moderne Anti-Cheat-Systeme wie Vanguard von Riot Games oder Ricochet bei Call of Duty arbeiten auf Kernel-Ebene, also tief im Windows-Unterbau. SteamOS ist ein offenes Linux mit völlig anderer Architektur; Valves Übersetzungsschicht Proton bringt Grafik- und Audio-Schnittstellen sauber hinüber, einen Windows-Kerneltreiber aber nicht. Das betrifft sogar Solo-Inhalte: Verlangt ein Spiel beim Start eine Anti-Cheat-Prüfung, bleibt der Bildschirm auch im Einzelspieler schwarz.

Aufheben lässt sich die Sperre nur von den Entwicklern selbst. Für die verbreiteten Drittanbieter-Systeme Easy Anti-Cheat und BattlEye gibt es Linux-Varianten — sie müssen nur eingeschaltet werden. Zwei Valve-Mitarbeiter haben das gegenüber der Fachpresse so beschrieben: „There are solutions for developers who wish to implement it on Linux, and it really is up the developer to turn that on.“ Die PC Games Hardware zitierte sie damit am 22. Juni 2026 und nannte Apex Legends als Beispiel dafür, dass eine einmal erteilte Freigabe auch wieder zurückgenommen werden kann.

Für die Kaufentscheidung ist das die schärfste Trennlinie überhaupt. Wenn eines dieser Spiele euer Hauptspiel ist, ist die Steam Machine schlicht das falsche Gerät — daran ändern weder Preis noch Leistung etwas. Spielt ihr dagegen überwiegend Einzelspieler-Titel oder Mehrspieler mit freigeschaltetem Anti-Cheat, betrifft euch die Liste nicht. Prüfen könnt ihr das vor dem Kauf: Steam weist auf jeder Spieleseite aus, wie gut ein Titel auf Valves Hardware läuft.

Steam Machine oder Steam Deck: Wo liegt der Unterschied?

Die Steam Machine ist ein stationäres Gerät ohne Bildschirm, Akku und Bedienelemente; das Steam Deck ist ein Handheld mit eingebautem Display und Controller. Der Leistungsabstand ist erheblich: Valve nennt auf der Produktseite mehr als die sechsfache Leistung des Handhelds. Beide laufen mit SteamOS und greifen auf dieselbe Steam-Bibliothek zu, Spielstände und Installationen wandern also zwischen ihnen hin und her.

Daraus folgt eine einfache Aufteilung. Das Deck ist das Gerät für unterwegs, für die Couch und für ältere oder genügsame Titel. Die Steam Machine ist das Gerät für den Fernseher, für aktuelle Titel in hoher Auflösung und als Host zum Streamen auf andere Geräte — Valve nennt dafür ausdrücklich das Steam Deck, das Steam Frame und alles, was Steam Link unterstützt. Wer beides besitzt, nutzt genau diese Kombination.

Wenn ihr zwischen den beiden schwankt, hilft die Preisfrage: Für den Aufpreis vom Handheld zur Steam Machine bekommt ihr keinen zweiten Bildschirm, sondern Leistung und einen Fernsehplatz. Ob sich das Deck 2026 überhaupt noch lohnt und wie gut die generalüberholten Geräte sind, haben wir in der Kaufberatung zum Steam Deck ausgerechnet. Und für alles, was ihr auf beiden Geräten an Guthaben einlöst, gilt weiterhin unser Ratgeber zum Steam-Gutscheincode.

Wer ein Spiel kauft und dann feststellt, dass es auf SteamOS nicht startet, hat eine Rückfalloption: Steam erstattet Käufe, die weniger als zwei Wochen zurückliegen und unter zwei Stunden gespielt wurden. Wie das auch bei Preissenkungen kurz nach dem Kauf hilft, steht im Ratgeber zur Rückerstattung im Steam Sale.

Vor- & Nachteile der Steam Machine im Überblick

Dafür Dagegen
Fertig abgestimmtes Gerät mit internem Netzteil im 16-Zentimeter-Würfel — so klein baut kein Eigenbau mit Steckkarte Nur über die Reservierungswarteschlange zu haben; Neuregistrierungen landen am Ende der Warteliste
Listenpreis 1.039 Euro liegt 140,58 Euro unter unserer Eigenbau-Rechnung vom 20. September 2026 Im freien Handel am 20. September 2026 erst ab 1.649 Euro, also 58,7 Prozent Aufschlag
Bleibt ein offener PC: eigene Programme und ein anderes Betriebssystem sind ausdrücklich erlaubt Unter SteamOS laufen acht der größten Online-Titel wegen Anti-Cheat gar nicht
Steam-Bibliothek, Spielstände und Streaming teilen sich mit Steam Deck und Steam Frame Keine Herstellerangabe zur Leistungsaufnahme des Gesamtgeräts, nur 30 plus 110 Watt TDP

Häufige Fragen zur Steam Machine

Wurde das Steam Machine Projekt offiziell eingestellt?

Die erste Generation aus dem Jahr 2015 ja — Valve nahm die damals von Partnern gebauten Steam Machines nach schwachen Verkäufen aus dem Programm und entfernte sie 2018 aus der Shop-Navigation. Das Gerät, um das es hier geht, ist ein Neustart unter demselben Namen: angekündigt am 12. November 2025, ausgeliefert seit dem 29. Juni 2026, diesmal von Valve selbst gebaut. Wer ältere Zusammenfassungen liest, sollte deshalb auf das Jahr achten.

Kann ich SteamOS heute noch auf einem normalen PC installieren?

Ja, seit SteamOS 3.8 offiziell. Valve stellt dafür eine eigene Support-Anleitung bereit und schreibt selbst, ihr könnt denselben Code und dasselbe Betriebssystem wie auf der Steam Machine mit beliebigen PC-Komponenten betreiben. Die entscheidende Einschränkung: Unterstützt werden derzeit nur AMD-Grafikkarten. Mit einer Nvidia-Karte funktioniert der Weg vorerst nicht.

Läuft Windows auf der Steam Machine?

Valve erlaubt es ausdrücklich — das Gerät sei „nach wie vor Ihr PC“, ihr dürft eigene Anwendungen und ein anderes Betriebssystem installieren. Damit ließen sich auch die Anti-Cheat-Titel spielen. Ihr verliert dann allerdings genau das, wofür ihr das Gerät gekauft habt: den sofort startenden Konsolenmodus und die Pflegeleichtigkeit von SteamOS.

Wie lange dauert es, bis ich ein Kaufangebot bekomme?

Valve wollte die Reservierungswarteschlange nach eigener Aussage bis zum Jahresende 2026 abarbeiten und benachrichtigt seit dem 29. Juni in der ausgelosten Reihenfolge. Für Neuregistrierungen gilt das nicht: Sie stehen auf der Warteliste hinter allen ausgelosten Plätzen und werden erst aus künftigen Produktionschargen bedient. Einen Termin dafür nennt Valve nicht.

Lohnt sich die 2-TB-Variante für 1.359 Euro?

Rein rechnerisch kosten die zusätzlichen 1,5 Terabyte 320 Euro Aufpreis — deutlich mehr, als eine NVMe-SSD dieser Größe im Handel kostet. Dagegen steht, dass beide Modelle einen microSD-Steckplatz haben und sich damit günstig erweitern lassen. Wer vor allem große aktuelle Titel installiert und nicht basteln will, nimmt die 2 TB; alle anderen fahren mit dem 512-GB-Modell und einer Speicherkarte günstiger.

Kann ich die Steam Machine als Ersatz für einen Arbeits-PC nutzen?

Technisch ja, denn SteamOS bringt einen vollwertigen Linux-Desktop mit und die Anschlüsse reichen für Monitor, Maus und Tastatur: DisplayPort 1.4, HDMI 2.0, ein USB-C und vier USB-A. Praktisch hängt es an eurer Software — Windows-Programme laufen nur über Kompatibilitätsschichten oder gar nicht. Für Büroarbeit, Browser und Medien genügt das Gerät, für Windows-gebundene Fachanwendungen nicht.

Fazit: Der Listenpreis ist fair, der Straßenpreis ist es nicht

Die Gegenrechnung fällt anders aus, als es die Schlagzeilen über den hohen Preis nahelegen. Zum Listenpreis von 1.039 Euro ist die Steam Machine im Jahr 2026 kein schlechtes Geschäft: Unser Eigenbau mit vergleichbaren Bauteilen kam am 20. September 2026 auf 1.179,58 Euro, und das in einem Gehäuse, das um ein Vielfaches größer ist. Der Grund ist nicht Valves Großzügigkeit, sondern der Speichermarkt — allein die 16 GB DDR5 schlugen mit 259,90 Euro zu Buche.

Zwei Dinge sollten euch trotzdem vom Kauf abhalten. Wenn eines der acht Anti-Cheat-Spiele euer Hauptspiel ist, hilft keine Hardware weiter. Und wenn ihr nicht auf die Reservierungsliste warten wollt, zahlt ihr im Handel mindestens 1.649 Euro — für dieses Geld baut ihr euch zwei Wohnzimmer-PCs mit Radeon und darauf offiziell unterstütztem SteamOS. Wer warten kann, registriert sich; wer nicht warten kann, baut. Tagesaktuelle Angebote für Hardware und Alltag findet ihr auf unserer Startseite.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

Kommentare

Kommentar verfassen

Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen.