SSD-Preise 2026: Warum Speicher teurer wird und wann ihr kaufen solltet

SSD-Preise liegen im August 2026 rund 126 Prozent über dem Niveau von Mitte September 2025. SSD-Preise sind die Marktpreise für Solid State Drives, also Datenspeicher aus NAND-Flash-Chips ohne bewegliche Teile — die faire Vergleichsgröße ist dabei immer der Preis je Terabyte. Treiber ist nicht die SSD selbst, sondern der Flash-Speicher darin: Die Hersteller liefern 70 bis 80 Prozent ihrer NAND-Produktion an KI-Rechenzentren. Dieser Ratgeber zeigt euch, was SSDs aktuell kosten, warum kleine Modelle am härtesten getroffen sind und wann Warten sich rechnet — Stand: August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • SSDs kosten im August 2026 laut PC Games Hardware im Schnitt 126 Prozent mehr als vor der Krise — vier Wochen zuvor waren es 118 Prozent.
  • In unseren eigenen SSD-Deals stieg der Median von 68,75 € je Terabyte (2025) auf 104,50 € je Terabyte (2026).
  • Kleine SSDs sind die schlechteste Wahl: 1-TB-Modelle kosten je Terabyte deutlich mehr als 4-TB-Modelle.
  • TrendForce erwartet für das dritte Quartal 2026 weitere 10 bis 15 Prozent Aufschlag auf NAND-Vertragspreise.

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Was ist die Speicherkrise — und warum trifft sie ausgerechnet SSDs?

Die Speicherkrise ist die seit Herbst 2025 anhaltende Knappheit an Halbleiterspeicher, in deren Folge die NAND-Flash-Vertragspreise laut heise online allein im ersten Quartal 2026 um rund 60 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen sind. Für das zweite Quartal erwarteten die Marktbeobachter weitere 70 bis 75 Prozent. NAND-Flash ist der nichtflüchtige Speicher, aus dem jede SSD besteht — Flash-Speicher behält seine Daten also auch ohne Strom.

Der Auslöser liegt nicht im Handel, sondern in den Fabriken. Die großen Hersteller haben ihre Wafer-Kapazität auf hochmargigen Speicher für KI-Rechenzentren umgeschichtet. Laut heise online gingen zuletzt 70 bis 80 Prozent der NAND-Zuteilung an das Rechenzentrumsgeschäft, und Enterprise-SSDs machten bereits 43 Prozent der Verkäufe aus — bis Jahresende werden 60 Prozent erwartet.

Für euch heißt das: Der Endkundenmarkt bekommt die Reste. Silicon Motions Senior Vice President Nelson Duann formuliert es in der Berichterstattung von heise online so: „Der Markt für SSDs im Einzelhandel ist fast vollständig verschwunden.“ (Stand: Juli 2026). Wie derselbe Mechanismus Arbeitsspeicher und Grafikkarten trifft, haben wir in unseren Ratgebern zu RAM-Preisen 2026 und Grafikkarten-Preisen 2026 aufgeschrieben — hier geht es um die NAND-Seite.

Was kostet eine SSD im August 2026?

Drei M.2-NVMe-SSDs mit 1 TB, 2 TB und 4 TB nebeneinander auf einem Holztisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Eine 1-TB-NVMe-SSD kostet im August 2026 zwischen 145 und 180 Euro je Terabyte, 4-TB-Modelle dagegen nur 111 bis 149 Euro je Terabyte — das hat PC Games Hardware am 16. August 2026 aus der ComputerBase-Stichprobe und dem eigenen Preisvergleich ermittelt. Das absolute Preisniveau liegt damit auf einem Allzeithoch.

Besonders anschaulich sind die Einzelfälle aus derselben Erhebung. Die Kingston NV3 mit 1 TB stieg von 50 auf 145 Euro, die Samsung 990 Evo Plus mit 4 TB von 240 auf 572 Euro, ihre 1-TB-Variante von 75 auf 180 Euro. Am glimpflichsten kam bislang die Samsung 9100 Pro mit 2 TB davon: 217 statt zuvor 379 Euro — ein Plus von 75 Prozent.

Zur Einordnung lohnt der Seitenblick auf die Magnetfestplatte: Klassische HDDs haben sich laut derselben Preiserhebung von PC Games Hardware um 129 Prozent verteuert, liegen mit 33 bis 52 Euro je Terabyte aber weiter bei etwa einem Drittel des SSD-Niveaus. Für Archiv und Backup bleibt die HDD 2026 also klar die günstigere Wahl — als Systemlaufwerk ist sie es nicht.

Warum steigen die SSD-Preise 2026 so stark?

Geöffnete M.2-NVMe-SSD mit sichtbaren NAND-Flash-Chips vor einem Silizium-Wafer

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der Grund ist eine Verdrängung: Die fünf größten NAND-Hersteller setzten im ersten Quartal 2026 laut heise online 38,9 Milliarden US-Dollar um, ein Plus von 83,7 Prozent — und der Zuwachs kam fast vollständig aus dem Rechenzentrumsgeschäft. Wafer, die vorher zu Consumer-SSDs wurden, wandern jetzt in Enterprise-Laufwerke für KI-Cluster.

Warum eine SSD anders reagiert als eine Grafikkarte

Bei einer SSD macht der Speicher fast den gesamten Materialwert aus — je nach Modell entfallen laut Branchenschätzungen 70 bis 80 Prozent der Herstellkosten auf die NAND-Chips. Eine Grafikkarte besteht dagegen zusätzlich aus GPU, Platine, Kühler und Lüftern. Steigt der Speicherpreis um 50 Prozent, schlägt das bei der SSD fast eins zu eins durch, bei der Grafikkarte deutlich gedämpft. Genau deshalb ziehen SSD-Preise schneller an als GPU-Preise — und fallen später auch schneller wieder.

Warum auch alte Modelle teurer werden

Neben NAND verknappt sich auch der Kleinkram: Laut TrendForce stiegen die Vertragspreise für NOR-Flash und SLC-NAND im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 100 Prozent, und die strukturelle Knappheit soll bis ins zweite Halbjahr anhalten. Diese Bausteine stecken als Firmware-Speicher in praktisch jedem SSD-Controller. Selbst eine ältere PCIe-3.0-SSD wird dadurch teurer, obwohl sich an ihrer Technik nichts geändert hat.

SSD-Preise 2020 bis 2026: was unsere eigenen Deal-Daten zeigen

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion das komplette eigene Deal-Archiv ausgewertet: 138 reine SSD-Angebote, die wir zwischen Januar 2020 und dem 17. August 2026 veröffentlicht haben. Der Median lag 2023 bei 59,00 Euro je Terabyte — 2026 sind es 104,50 Euro je Terabyte, ein Aufschlag von 77 Prozent gegenüber dem Tiefpunkt.

Zur Methode: Ausgangsbasis waren 436 Beiträge mit „SSD“ oder „NVMe“ im Titel. Herausgefiltert haben wir alles, bei dem der Preis nicht die SSD abbildet — Notebooks, Komplett-PCs, Gehäuse, Adapter und Bundles. Von den verbleibenden Angeboten haben wir Kapazität und Preis aus dem Titel gezogen und auf Euro je Terabyte normalisiert. Nur diese Normierung macht ein 1-TB- mit einem 4-TB-Angebot vergleichbar.

  • 2020: 13 Deals · Median 109,90 €/TB
  • 2021: 25 Deals · Median 88,00 €/TB
  • 2022: 34 Deals · Median 88,61 €/TB
  • 2023: 27 Deals · Median 59,00 €/TB — der günstigste Jahrgang
  • 2024: 16 Deals · Median 73,25 €/TB
  • 2025: 17 Deals · Median 68,75 €/TB
  • 2026 (bis 17. August): 6 Deals · Median 104,50 €/TB

Noch deutlicher ist der Blick auf die absoluten Tiefstpreise. Das beste SSD-Angebot, das wir 2023 veröffentlicht haben, lag bei 36,99 Euro je Terabyte; 2025 waren es 43,66 Euro je Terabyte. Der beste Wert des laufenden Jahres 2026 liegt bei 72,67 Euro je Terabyte — der Tiefstpreis hat sich gegenüber 2025 also um zwei Drittel verteuert.

Und die Menge bricht weg: 2022 haben wir 34 reine SSD-Deals veröffentlicht, 2026 bis Mitte August nur noch sechs. Wir veröffentlichen einen Deal nur, wenn der Preis gegen den Marktpreis bei idealo und Geizhals besteht — wenn die Zahl einbricht, heißt das schlicht: Es gibt kaum noch Angebote, die diesen Test bestehen. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt — dieses Archiv ist damit ein Nebenprodukt von sieben Jahren Preisprüfung.

Einschränkung, damit ihr die Zahlen richtig lest: Für 2026 stehen bislang nur sechs Angebote in der Auswertung. Die Richtung ist eindeutig und deckt sich mit den Marktdaten, die exakte Höhe des Medians ist bei dieser Stichprobengröße aber eine Größenordnung, keine Punktlandung.

Warum trifft es die 1-TB-Klasse härter als 4-TB-SSDs?

Weil der übliche Mengenrabatt sich umgekehrt hat: 1-TB-Modelle kosten im August 2026 laut PC Games Hardware 145 bis 180 Euro je Terabyte, 4-TB-Modelle nur 111 bis 149 Euro je Terabyte. Zwei Lexar NM790 mit je 2 TB kosten zusammen 514 Euro — das 4-TB-Modell derselben Serie liegt bei 445 Euro.

Der Grund ist der Aufbau einer SSD. Platine, Controller, Gehäuse und Verpackung kosten unabhängig von der Kapazität ungefähr gleich viel. Bei einer 1-TB-SSD verteilen sich diese Fixkosten auf ein einziges Terabyte, bei einer 4-TB-SSD auf vier. Solange NAND billig war, fiel das kaum auf. Jetzt, da die Chips den Preis dominieren, tritt der Effekt offen zutage — zusätzlich verschwinden gerade die günstigen Einstiegsmodelle ganz aus den Regalen, weil sie für die Hersteller die schlechteste Marge haben.

Praktische Konsequenz: Wer 2026 aufrüstet, sollte die Kapazität nicht knapp kalkulieren. Eine 2-TB-SSD statt zweimal 1 TB spart bares Geld, und wer ohnehin Richtung 4 TB muss, fährt mit einem einzelnen großen Laufwerk klar besser als mit zwei kleinen. Kleine 250-GB- und 500-GB-Modelle sind derzeit die mit Abstand teuerste Art, Speicher zu kaufen.

QLC statt TLC, DRAM-less statt DRAM: Wo die Hersteller jetzt sparen

Zwei NVMe-SSD-Platinen im Vergleich, eine mit zusätzlichem DRAM-Cache-Chip

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Wenn Speicher teuer wird, sparen Hersteller an der Zellenart — und das kostet Haltbarkeit: Eine QLC-SSD wie die Crucial P310 ist laut ComputerBase mit 220 TBW für die 1-TB-Version spezifiziert, eine TLC-SSD wie die Crucial T705 dagegen mit 600 TBW. TBW steht für „Terabytes Written“ und beziffert, wie viel ihr laut Garantie auf das Laufwerk schreiben dürft.

Der Unterschied ist physikalisch begründet. TLC speichert drei Bit pro Speicherzelle, QLC vier — dadurch passen rund ein Drittel mehr Bit auf denselben Wafer, was den Preis je Gigabyte senkt. Bezahlt wird das mit weniger Schreibzyklen und mit einem Tempoeinbruch, sobald der schnelle SLC-Cache voll ist. ComputerBase misst für aktuelle QLC-Modelle danach etwa 400 bis 600 MB/s, bei älteren QLC-SSDs waren es 100 MB/s und weniger; die Samsung 860 QVO fiel auf knapp 90 MB/s. Der Langzeitvergleich von ComputerBase hält dazu fest: „Auch wenn die QLC-SSDs auf dem Papier ähnlich hohe maximale Durchsatzraten (sequenziell) wie ihre TLC-Vorgänger erreichten, zeigte sich in ersten gründlichen Tests schnell die Achillesferse.“

Die zweite Sparstelle: der fehlende DRAM-Cache

Parallel verschwindet bei immer mehr Modellen der eigene DRAM-Baustein auf der Platine. Solche DRAM-less-SSDs leihen sich stattdessen per Host Memory Buffer (HMB) einige Dutzend Megabyte aus eurem Arbeitsspeicher, um die Zuordnungstabelle zu verwalten. Das funktioniert im Alltag erstaunlich gut, bricht aber bei vielen kleinen Zugriffen und bei langen Schreibvorgängen sichtbar ein — und weil DRAM 2026 selbst knapp ist, ist der Verzicht für die Hersteller doppelt attraktiv.

Woran ihr das erkennt: Steht im Datenblatt kein „DRAM Cache“ oder „LPDDR4″, ist es eine DRAM-less-SSD. Für ein Spiele- oder Datenlaufwerk ist das vertretbar. Als Systemlaufwerk mit vielen parallelen Zugriffen lohnt der Aufpreis für ein Modell mit eigenem Cache — vorausgesetzt, er ist nicht dreistellig.

SATA oder NVMe: Lohnt der Aufpreis 2026 noch?

Der Preisabstand zwischen SATA und NVMe ist praktisch verschwunden, weil beide dieselben NAND-Chips verwenden und genau die den Preis machen. Bei 1 TB liegen SATA-SSDs und PCIe-4.0-NVMe-Modelle im August 2026 oft nur noch wenige Euro auseinander — der Unterschied im Preis je Terabyte fällt gegenüber den 145 bis 180 Euro je Terabyte der Gesamtklasse kaum ins Gewicht.

Technisch ist der Fall damit klar: NVMe über PCIe erreicht ein Vielfaches der SATA-Bandbreite von rund 550 MB/s und braucht dafür kein Kabel, sondern nur einen M.2-Steckplatz. Wer ein Mainboard mit freiem M.2-Slot hat, sollte 2026 keine SATA-SSD mehr kaufen. Umgekehrt ist SATA weiterhin die richtige Wahl, wenn ihr ein älteres Notebook mit 2,5-Zoll-Schacht oder ein Gehäuse ohne M.2 bestückt.

Beim Sprung auf PCIe 5.0 gilt anderes. Die Laufwerke sind spürbar teurer, brauchen aktive Kühlung und bringen außerhalb synthetischer Benchmarks im Alltag wenig. Für Spiele und Office ist eine gute PCIe-4.0-SSD 2026 der vernünftigere Kauf — zumal ältere PCIe-4.0-Serien im Abverkauf gelegentlich noch zu Vorkrisenpreisen auftauchen.

SSD-Preise Prognose: Wann werden SSDs wieder billiger?

Vor 2027 rechnet keine der großen Prognosen mit sinkenden Preisen — TrendForce erwartet für das dritte Quartal 2026 bei NAND-Flash noch einmal 10 bis 15 Prozent Aufschlag auf die Vertragspreise gegenüber dem Vorquartal. Das Tempo hat sich gegenüber dem Jahresbeginn deutlich verlangsamt, die Richtung ist aber unverändert.

Interessant ist die Begründung. TrendForce schreibt am 3. Juli 2026: „Record-high contract prices mean customers from consumer markets, such as PCs and smartphones, are reaching their affordability limit.“ Der Bremsklotz ist also nicht mehr Angebot, sondern die Zahlungsbereitschaft der Käufer. Genau das ist erfahrungsgemäß der Punkt, an dem ein Preiszyklus kippt — nur eben mit Verzögerung.

Speicherkrise: Wie lange dauert sie noch?

Die Analysehäuser Bernstein und Gartner nennen laut PC Games Hardware übereinstimmend erst 2028 als Jahr eines möglichen echten Preisverfalls. Der Grund liegt in der Vorlaufzeit: Neue NAND-Fertigungskapazität braucht typischerweise 18 bis 24 Monate von der Investitionsentscheidung bis zum ersten verkaufsfähigen Wafer. Selbst wenn die Hersteller heute massiv investieren, landet das Ergebnis frühestens 2028 im Handel.

Realistisch ist deshalb ein dreistufiger Verlauf: 2026 weiter steigende, aber langsamer steigende Preise. 2027 ein Plateau, sobald die KI-Nachfrage ihr erstes Sättigungsniveau erreicht. Ab 2028 fallende Preise — allerdings laut denselben Marktforschern kaum zurück auf das Niveau von Sommer 2025. Wer auf 2023er-Preise wartet, wartet vermutlich vergeblich.

Jetzt kaufen oder warten?

Einbau einer M.2-NVMe-SSD in den Steckplatz eines PC-Mainboards

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Antwort hängt an einer einzigen Frage: Braucht ihr die SSD jetzt? Bei erwarteten 10 bis 15 Prozent Aufschlag im dritten Quartal 2026 kostet jeder Monat Warten Geld, statt welches zu sparen — anders als in normalen Marktphasen gibt es 2026 keine Prämie fürs Abwarten.

Für die Praxis haben sich drei Faustregeln bewährt:

  • Defekt oder Neubau: sofort kaufen. Ein System, das steht, kostet mehr als jeder Preisaufschlag.
  • Aufrüstung von 1 TB auf 2 TB: nur, wenn der Speicherplatz euch aktiv ausbremst. Sonst räumt erst auf und verschiebt den Kauf ins nächste Jahr.
  • Neues Notebook oder neuer Fertig-PC: nicht auf die kleinste SSD-Variante gehen. Nachrüsten ist 2026 teurer als der Aufpreis ab Werk — dazu passt unsere Laptop-Kaufberatung 2026.

Und noch ein Hinweis für die Aktionswochen: Rabatte auf Speicher fallen 2026 deutlich kleiner aus als in den Vorjahren, weil die Händler selbst teuer einkaufen. Was das konkret für November bedeutet, steht in unserem Ratgeber zu Black-Friday-Laptops 2026.

Woran erkennt ihr 2026 einen echten SSD-Deal?

Der einzig belastbare Maßstab ist der Preis je Terabyte im Vergleich zum aktuellen Marktpreis — nicht der Rabatt in Prozent. Zur Orientierung: In unserem Deal-Archiv liegt der Median 2026 bei 104,50 Euro je Terabyte, während 1-TB-Modelle im Handel 145 bis 180 Euro je Terabyte aufrufen. Alles unter 100 Euro je Terabyte ist 2026 ein guter Kurs, alles unter 80 Euro je Terabyte ein sehr guter.

So rechnet ihr das in fünf Sekunden nach: Preis durch Kapazität in Terabyte teilen. 189 Euro für 2 TB sind 94,50 Euro je Terabyte, 145 Euro für 1 TB sind 145 Euro je Terabyte — trotz des niedrigeren Gesamtpreises ist das zweite Angebot deutlich schlechter. Diese eine Rechnung entlarvt die meisten vermeintlichen Schnäppchen.

Drei weitere Prüfpunkte, die 2026 wichtiger sind als früher:

  • Zellenart: TLC oder QLC? Bei gleichem Preis je Terabyte ist TLC immer die bessere Wahl.
  • DRAM-Cache: vorhanden oder HMB? Für Systemlaufwerke relevant, für Datengräber egal.
  • Preishistorie: bei idealo oder Geizhals prüfen, ob der „Streichpreis“ jemals ein realer Marktpreis war. Ein Rabatt auf eine UVP, die nie jemand gezahlt hat, ist kein Rabatt.

Unser Tipp: Speicher-Deals im Blick behalten

  • SSDs, RAM und PC-Hardware — laufend geprüft
  • In unserer Hardware-Kategorie sammeln wir alle aktuellen Angebote zu SSDs, Arbeitsspeicher und PC-Komponenten. Jeder Deal wird vor der Veröffentlichung gegen den Marktpreis bei idealo und Geizhals gerechnet — in der aktuellen Marktlage schafft das nur ein Bruchteil der Angebote.
  • Zu den Hardware-Deals →

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile eines Kaufs jetzt Nachteile eines Kaufs jetzt
Weitere 10 bis 15 Prozent Aufschlag im 3. Quartal erwartet Absolutes Preisniveau auf Allzeithoch
Große Kapazitäten je Terabyte klar günstiger 1-TB-Modelle je Terabyte am teuersten
Verfügbarkeit im Handel wird schlechter, nicht besser Hersteller sparen an TLC und DRAM-Cache
Ältere PCIe-4.0-Serien noch im Abverkauf Echter Preisverfall laut Prognosen erst 2028

So prüfen wir Deals

  • Vergleichspreis statt UVP: Wir prüfen jeden Preis gegen idealo und Geizhals — Referenz ist der reale Marktpreis, nicht die UVP.
  • Aktualität: Wir kontrollieren Verfügbarkeit und Gültigkeit vor Veröffentlichung und ziehen das „Stand“-Datum bei Updates hoch.
  • Unabhängig: Unsere Einschätzung ist redaktionell — Partner-Links ändern nichts an der Bewertung.

Häufige Fragen zu SSD-Preisen

Warum unterscheiden sich SSD-Preise so stark?

Drei Faktoren erklären fast die gesamte Spanne von 111 bis 180 Euro je Terabyte, die im August 2026 am Markt aufgerufen wird: die Zellenart (TLC ist teurer und haltbarer als QLC), das Vorhandensein eines eigenen DRAM-Caches und die Kapazität. Weil Platine, Controller und Gehäuse unabhängig von der Größe gleich viel kosten, zahlt ihr bei kleinen SSDs je Terabyte am meisten. Dazu kommt die Schnittstelle: PCIe 5.0 kostet spürbar mehr als PCIe 4.0.

Werden SSD-Preise 2026 wieder deutlich günstiger?

Nein. TrendForce erwartet für das dritte Quartal 2026 noch einmal 10 bis 15 Prozent höhere NAND-Vertragspreise, und laut den von PC Games Hardware zitierten Prognosen von Bernstein und Gartner ist ein echter Preisverfall erst 2028 realistisch. Für 2027 gilt ein Plateau als wahrscheinlichstes Szenario — eine Rückkehr auf das Niveau von Sommer 2025 halten die Marktforscher selbst langfristig für ausgeschlossen.

Wie wichtig ist der DRAM-Cache bei einer SSD?

Für ein Systemlaufwerk mit Betriebssystem und vielen parallelen Zugriffen macht der DRAM-Cache einen spürbaren Unterschied bei Latenz und Konstanz. Für ein reines Spiele- oder Datenlaufwerk reicht eine DRAM-less-SSD mit Host Memory Buffer in aller Regel aus. 2026 kommt ein wirtschaftliches Argument dazu: Der Aufpreis für ein Modell mit eigenem Cache ist wegen der DRAM-Knappheit ungewöhnlich hoch.

Lohnt sich eine 4-TB-SSD statt zwei 2-TB-SSDs?

Rechnerisch fast immer. Laut der PCGH-Erhebung vom August 2026 kosten zwei Lexar NM790 mit je 2 TB zusammen 514 Euro, das 4-TB-Modell derselben Serie 445 Euro — bei gleicher Gesamtkapazität spart ihr also rund 70 Euro und belegt nur einen M.2-Steckplatz. Gegen die große SSD spricht praktisch nur der Ausfallfall: Ein einzelnes Laufwerk nimmt bei einem Defekt alles mit.

Ist eine PCIe-5.0-SSD für meine aktuelle Hardware überhaupt kompatibel?

Ja, PCIe ist abwärtskompatibel — eine PCIe-5.0-SSD läuft auch in einem PCIe-4.0-Steckplatz, dann eben mit PCIe-4.0-Tempo. Ihr zahlt in dem Fall aber für Leistung, die ihr nicht abrufen könnt. Volle Geschwindigkeit gibt es nur mit passender CPU-Plattform und einem M.2-Slot, der direkt an der CPU hängt; zusätzlich braucht die SSD eine ordentliche Kühlung.

Brauche ich für eine Gaming-SSD unbedingt einen Kühlkörper?

Bei PCIe 4.0 reicht der Kühlkörper des Mainboards meist aus, bei PCIe 5.0 ist eine aktive oder zumindest massive passive Kühlung Pflicht. Wichtig ist der Kühlkörper vor allem in der PlayStation 5: Sony schreibt für nachgerüstete M.2-SSDs eine Kühllösung vor. Achtet dort außerdem auf die Bauhöhe, sonst passt der Deckel nicht mehr.

Wie übertrage ich mein Betriebssystem auf eine neue SSD?

Am einfachsten per Klon-Software: Neue SSD einbauen oder per USB-Adapter anschließen, mit einem Klon-Tool das alte Laufwerk 1:1 kopieren, danach die Boot-Reihenfolge im BIOS anpassen. Viele Hersteller legen ihren SSDs eine kostenlose Klon-Lizenz bei. Bei einem Wechsel von SATA auf NVMe lohnt alternativ eine saubere Neuinstallation — der Lizenzschlüssel von Windows ist bei aktuellen Systemen im Microsoft-Konto hinterlegt.

Sind gebrauchte SSDs 2026 eine Alternative?

Nur mit Prüfung. Anders als bei einer Grafikkarte verschleißt eine SSD messbar: Lest vor dem Kauf den SMART-Wert „Percentage Used“ beziehungsweise die bereits geschriebenen Terabyte aus und vergleicht sie mit der TBW-Angabe des Herstellers. Ein Laufwerk mit 10 Prozent Verschleiß ist unbedenklich, eines mit 70 Prozent nicht — und bei Privatkauf gibt es keine Gewährleistung.

Fazit: Nach Euro je Terabyte kaufen, nicht nach Rabatt

SSD-Preise sind 2026 kein Verhandlungsthema mehr, sondern ein Rechenthema. Solange NAND in KI-Rechenzentren wandert, entscheidet nicht der Prozentwert auf dem Preisschild, sondern der Preis je Terabyte — und der fällt bei großen Laufwerken derzeit deutlich freundlicher aus als bei kleinen.

Drei Faustregeln für die nächsten Monate:

  • Wer ein defektes Laufwerk ersetzen muss, kauft sofort — Warten kostet 2026 Geld.
  • Wer aufrüstet, kauft eine Nummer größer: 2 statt 1 TB, 4 statt 2 TB.
  • Wer Zeit hat, wartet auf einen Kurs unter 100 Euro je Terabyte — den gibt es weiterhin, nur seltener.

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Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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