RAM-Preise 2026: Warum Arbeitsspeicher explodiert und wann ihr kaufen solltet

Arbeitsspeicher ist 2026 so teuer wie nie: Ein 32-GB-DDR5-Kit, das wir im März 2025 noch für 89,90 € als Deal hatten, kostet heute ab 435 € — ein Plus von 384 Prozent in achtzehn Monaten. Schuld ist keine Knappheit im klassischen Sinn, sondern die Umleitung ganzer Fertigungslinien in KI-Rechenzentren. Wer jetzt aufrüstet, zahlt Höchstpreise; wer wartet, wartet laut Marktforschern bis mindestens 2027, im ungünstigen Fall bis 2028. Dieser Ratgeber zeigt euch, was RAM aktuell wirklich kostet, warum die RAM-Preise so explodiert sind und wann sich der Kauf trotzdem lohnt — Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • 32 GB DDR5-6000 kosten aktuell ab 435 €, dieselbe Menge DDR4-3200 ab 210 € (Geizhals, 20.09.2026)
  • Im Jahresvergleich legten DDR5-Kits laut ComputerBase im Schnitt 370 Prozent zu, das DDR4-Kit im Vergleich 205 Prozent
  • Seit Mitte August bewegen sich die Preise seitwärts bis leicht aufwärts — ein Plateau auf Rekordniveau, keine Entwarnung
  • Aufrüsten lohnt nur noch bei echtem Engpass — Neukauf besser auf 2027 verschieben

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Was ist gerade mit den RAM-Preisen los?

RAM-Preise sind 2026 auf einem historischen Höchststand: ComputerBase hat am 17. September 2026 die Preise identischer Speicherkits über genau ein Jahr verglichen und kommt bei DDR5 auf ein Mittel von plus 370 Prozent, bei SSDs auf plus 129 Prozent. Auf der Beschaffungsseite passt das ins Bild: Laut TrendForce steigen die Vertragspreise für konventionellen DRAM allein im dritten Quartal 2026 noch einmal um 13 bis 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal (Stand: 3. Juli 2026). Zuvor hatte dasselbe Marktforschungsinstitut für das erste Quartal 2026 bereits einen Sprung von 90 bis 95 Prozent gemeldet — der stärkste Einzelquartal-Anstieg, den der Speichermarkt je gesehen hat, wie heise online im Februar 2026 berichtete.

RAM (Random Access Memory, deutsch Arbeitsspeicher) ist der flüchtige Zwischenspeicher eines Computers: Er hält Programme und Daten bereit, solange der Rechner läuft, und ist beim Ausschalten leer. Technisch steckt in fast jedem PC-Riegel DRAM, ein Speichertyp, der seinen Inhalt tausende Male pro Sekunde auffrischen muss. Genau dieser Bausteintyp wird gerade weltweit knapp.

Für euch als Käufer heißt das: Der Preis pro Gigabyte hat sich innerhalb von gut drei Jahren mehr als verdreifacht. Ein 32-GB-Kit DDR4-3200, das im Mai 2023 bei uns für 66,89 € im Angebot war, liegt heute bei 209,99 € — das sind 2,09 € pro Gigabyte damals gegen 6,56 € heute.

Steigen die RAM-Preise gerade noch weiter?

Kurzfristig eher seitwärts, aber auf Rekordniveau. Wir haben die Preisverläufe von Geizhals für acht konkrete Kits zwischen dem 15. August und dem 18. September 2026 nachgemessen: Die günstigen Einsteiger-Kits bewegten sich in diesem Monat um weniger als zwei Prozent, die bekannten Markenkits legten um rund vier bis fünf Prozent zu, ein einzelnes Corsair-Kit sprang um 31 Prozent. DDR4 lief dabei seitwärts — der Corsair Vengeance LPX mit 32 GB fiel von 220 € auf 209,99 €, das G.Skill Aegis stieg im Gegenzug von 209,37 € auf 219,99 €. Wer daraus eine Trendwende ableiten will, sollte den Jahresvergleich daneben legen: Dasselbe Aegis-Kit kostete im September 2025 noch 71,94 €.

Warum explodieren die RAM-Preise 2026?

Warum die RAM-Preise 2026 steigen - Speichermodul vor Server-Racks im Rechenzentrum

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der Auslöser ist die Nachfrage aus KI-Rechenzentren — und die lässt sich inzwischen beziffern. Laut TrendForce entfallen 2026 bereits 47 Prozent der gesamten Investitionsausgaben der großen Cloud-Anbieter auf DRAM und NAND-Flash, 2027 sollen es 68 Prozent sein; die Vertragspreise für Server-DRAM legen allein 2026 um rund 270 Prozent zu (Stand: 25. August 2026). Wenn zwei Drittel eines Rechenzentrums-Budgets in Speicher fließen, ist jeder Wafer, der an einen PC-Riegel geht, betriebswirtschaftlich eine verpasste Gelegenheit.

Der Mechanismus dahinter ist wirtschaftlich simpel. Speicherhersteller verdienen an High-Bandwidth-Memory für KI-Beschleuniger ein Vielfaches dessen, was ein gewöhnlicher PC-Riegel einbringt. Wer dieselbe Fabrik entweder für Rechenzentrums-Speicher oder für Desktop-Module belegen kann, entscheidet sich für die margenstärkere Variante. Klassische Angebotsknappheit durch Naturkatastrophen oder Werksbrände spielt diesmal keine Rolle — es ist eine bewusste Umverteilung. Dieselbe Umverteilung trifft auch Grafikkarten: Weil GDDR6 und GDDR7 aus denselben Fabriken stammen, sind die Grafikkarten-Preise 2026 zwischen Mitte Juli und Mitte August um rund 19 Prozent gestiegen.

TrendForce beschreibt die Lage in seiner Quartalsmeldung so: „Record-high contract prices mean customers from consumer markets, such as PCs and smartphones, are reaching their affordability limit, leading to more moderate price increases in 3Q26″ (Stand: 3. Juli 2026) — sinngemäß: Die Rekordpreise stoßen bei PC- und Smartphone-Käufern an die Grenze des Bezahlbaren, weshalb die Steigerungen im dritten Quartal etwas moderater ausfallen. Bemerkenswert ist die Begründung: Nicht mehr Angebot bremst die Preise, sondern die Zahlungsunfähigkeit der Kunden.

Warum trifft es auch altes DDR4?

Besonders paradox wirkt der Preissprung bei DDR4, einem Standard aus dem Jahr 2014. Die Erklärung liefert TrendForce selbst: Die drei großen DRAM-Hersteller priorisieren ihre fortschrittlichen Fertigungsknoten für HBM und Server-DRAM und haben deshalb die Wafer-Zuteilung für DDR4 und andere ältere Speichergenerationen gekürzt (Stand: 22. Juni 2026, TrendForce). Gleichzeitig weichen OEMs bewusst auf ältere Generationen aus, weil sie dort noch verlässlichere Liefermengen bekommen — die Knappheit reicht inzwischen bis hinunter zu DDR2. Wer heute ein älteres Mainboard betreibt, konkurriert also um eine schrumpfende Restmenge.

Was kostet Arbeitsspeicher aktuell?

Was Arbeitsspeicher 2026 kostet - drei RAM-Kits mit Preisschildern auf dem Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ein 32-GB-Kit DDR5-6000 kostet aktuell ab 434,99 €, die gleiche Kapazität als DDR4-3200 ab 209,99 € — beides der jeweils günstigste gelistete Händlerpreis im Preisvergleich von Geizhals, gemessen am 20. September 2026. Umgerechnet sind das 13,59 € beziehungsweise 6,56 € pro Gigabyte.

Für die Einordnung lohnt der Blick auf die gängigen Ausbaustufen, jeweils als aktueller Marktpreis und nicht als UVP:

  • 16 GB DDR4-3200 (Kit): ab 118,75 € (Geizhals, 20.09.2026) — Einstiegsklasse für Office- und Alltagsrechner, pro Gigabyte weiter günstiger als DDR5, dafür technisch am Ende des Lebenszyklus
  • 16 GB DDR5-5600 (Einzelmodul): ab 225,90 € (Geizhals, 20.09.2026), also mehr als das Doppelte des gleich großen DDR4-Kits
  • 32 GB DDR4-3200: ab 209,99 € (Geizhals, 20.09.2026), das ist der Standard für ältere Gaming- und Arbeitsrechner
  • 32 GB DDR5-6000: ab 434,99 € (Geizhals, 20.09.2026), Pflicht für aktuelle AM5- und Intel-Plattformen
  • Notebook-Speicher (SO-DIMM): 16 GB DDR5-5600 ab 220,84 € (Geizhals, 20.09.2026) — folgt derselben Kurve, ist aber bei vielen aktuellen Geräten ohnehin fest verlötet und damit gar nicht aufrüstbar

Wie stark sind die DDR5-RAM-Preise konkret gestiegen?

Am deutlichsten wird die Lage, wenn man identische Kits über ein Jahr verfolgt. Wir haben dafür den Geizhals-Preisverlauf von sechs Kits ausgelesen — je vier DDR5- und zwei DDR4-Vertreter, jeweils der günstigste gelistete Händlerpreis am Stichtag:

Speicherkit 15.09.2025 18.09.2026
Crucial Pro OC, 32 GB DDR5-6000 88,18 € 434,99 €
goodram IRDM, 32 GB DDR5-6000 114,30 € 436,16 €
Patriot Viper Venom, 32 GB DDR5-6000 86,89 € 448,71 €
Kingston Fury Beast RGB, 32 GB DDR5-6000 135,47 € 549,00 €
Corsair Vengeance LPX, 32 GB DDR4-3200 94,00 € 209,99 €
G.Skill Aegis, 32 GB DDR4-3200 71,94 € 219,99 €

Quelle: Geizhals-Preisverlauf, ausgelesen am 20.09.2026; ausgewiesen ist jeweils der günstigste gelistete Händlerpreis am Stichtag. Die vier DDR5-Kits verteuerten sich um 282 bis 416 Prozent, die beiden DDR4-Kits um 123 und 206 Prozent.

Die Spanne innerhalb von DDR5 ist dabei die eigentliche Nachricht: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten dieser vier Kits liegen bei identischer Kapazität und identischem Takt über 110 € — vor einem Jahr waren es 49 €. Der Aufpreis für einen bekannten Markennamen ist in dieser Marktlage also ungefähr doppelt so teuer geworden wie der Speicher selbst.

Was bedeutet das für Notebooks und Fertig-PCs?

Bei Komplettgeräten kommt der Preisanstieg zeitversetzt an, dafür doppelt: Neben dem Arbeitsspeicher verteuert sich auch die SSD, denn für NAND-Flash erwartet TrendForce im dritten Quartal 2026 zusätzlich 10 bis 15 Prozent (Stand: 3. Juli 2026). Ein Notebook enthält beides — die Aufschläge addieren sich also in derselben Rechnung. Messbar ist das längst: Laut dem Marktforscher Omdia haben die PC-Hersteller ihre Verkaufspreise im zweiten Quartal 2026 um 15 bis 30 Prozent angehoben, bei vergleichbaren Modellreihen liegt der Aufschlag gegenüber dem Vorjahr sogar bei 20 bis 40 Prozent (Stand: 30. Juli 2026, PC Games Hardware).

Praktisch heißt das: Der Aufpreis für die nächstgrößere Speicherkonfiguration ist bei vielen Herstellern spürbar gestiegen, während die Basisvariante vergleichsweise stabil geblieben ist. Wo früher der Sprung von 16 auf 32 GB als kleiner Aufpreis mitgenommen wurde, ist er heute eine eigene Kaufentscheidung. Bei Notebooks kommt erschwerend hinzu, dass der Speicher in vielen aktuellen Modellen fest verlötet ist — nachrüsten geht dort gar nicht, die Entscheidung fällt einmalig beim Kauf. Für Fertig-PCs gilt die Umkehrung: Dort lässt sich die Konfiguration in der Regel noch mit zwei freien Steckplätzen ordern und später erweitern, wenn die Preise irgendwann nachgeben.

Wer ein Gerät aus dem Vorjahresbestand findet, kauft unter Umständen noch zu einer Kalkulation, die vor dem Preisschock entstanden ist. Genau solche Restbestände sind aktuell die interessanteste Kategorie im Hardware-Bereich.

RAM-Preise 2019 bis 2026: was unsere eigenen Deal-Daten zeigen

In unserem Deal-Archiv stehen seit April 2019 genau 45 Angebote für reine RAM-Kits — und deren Verlauf zeigt den Preisschock deutlicher als jede Marktprognose. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion alle 45 Beiträge ausgewertet und die Preise auf Euro pro Gigabyte umgerechnet; die Vergleichswerte aus dem Handel haben wir am 20. September 2026 neu erhoben.

Zwei Ketten sind besonders aussagekräftig, weil sie dasselbe Produkt über die Jahre verfolgen:

  • Corsair Vengeance LPX, 32 GB DDR4-3200: Mai 2023 bei uns für 66,89 € im Deal · März 2026 für 181,43 € · heute ab 209,99 € im Handel — macht +214 Prozent gegenüber dem Deal-Preis von 2023
  • TEAMGROUP, 32 GB DDR5-6000: März 2025 bei uns für 89,90 € · ein vergleichbares 32-GB-Kit mit DDR5-6000 kostet heute ab 434,99 € — macht +384 Prozent in achtzehn Monaten
  • Preis pro Gigabyte: 2,09 € (Mai 2023) · 2,81 € (März 2025) · 13,59 € (September 2026)
  • Methodik: Deal-Preise stammen aus unseren eigenen veröffentlichten Beiträgen, die Vergleichswerte vom 20.09.2026 aus dem Preisvergleich von Geizhals — keine UVP, sondern reale Händlerpreise

Noch deutlicher wird der Markt an der Zahl der Angebote selbst. 2022 konnten wir 14 RAM-Kit-Deals veröffentlichen, 2023 waren es 7, 2024 nur noch 2 — und 2025 sowie 2026 (Zählstand Mitte August) jeweils genau einer. Das ist ein Rückgang um 93 Prozent gegenüber dem Spitzenjahr. Der Grund ist banal: Ein Deal setzt einen Preis voraus, der unter dem üblichen Marktniveau liegt. Wenn das Marktniveau selbst nur noch steigt, gibt es schlicht nichts zu vermelden.

MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Genau dieses Archiv aus mehreren Jahren macht solche Vergleiche überhaupt erst möglich.

So prüfen wir Deals

  • Vergleichspreis statt UVP: Wir prüfen jeden Preis gegen idealo und Geizhals — Referenz ist der reale Marktpreis, nicht die UVP.
  • Aktualität: Wir kontrollieren Verfügbarkeit und Gültigkeit vor Veröffentlichung und ziehen das „Stand“-Datum bei Updates hoch.
  • Unabhängig: Unsere Einschätzung ist redaktionell — Partner-Links ändern nichts an der Bewertung.

RAM-Preise Prognose: Wann wird Arbeitsspeicher wieder billiger?

RAM-Preise Prognose 2027 - Kalender und Speicherriegel auf dem Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Vor 2027 ist mit spürbaren Preissenkungen nicht zu rechnen: TrendForce erwartet für das dritte Quartal 2026 zwar eine Abschwächung des Anstiegs auf 13 bis 18 Prozent statt der zuvor gesehenen Sprünge, aber eben weiterhin einen Anstieg (Stand: 3. Juli 2026). Ein sinkender Preis ist in keiner der aktuellen Quartalsprognosen enthalten. Für einen echten Preisverfall nennen die Analysehäuser Bernstein und Gartner inzwischen eher 2028 als 2027 — und selbst danach sollen die Preise dauerhaft 30 bis 50 Prozent über dem Durchschnitt von 2024 liegen (Stand: 16. August 2026, PC Games Hardware).

Drei Faktoren bestimmen, wann sich das dreht:

  • Neue Fertigungskapazität: Speicherwerke haben Vorlaufzeiten von mehreren Jahren. TrendForce rechnet für 2027 mit einem Plus von 27 Prozent bei der Bit-Versorgung mit Server-DRAM und HBM — der Zuwachs landet also zuerst wieder im Rechenzentrum (Stand: 25. August 2026)
  • KI-Nachfrage: Solange Rechenzentren jeden verfügbaren Chip abnehmen, gibt es für die Hersteller keinen Anlass, Kapazität zurück in den Consumer-Markt zu verschieben. 2027 sollen 68 Prozent der Cloud-Investitionen auf Speicher entfallen
  • Langfristverträge: Große Cloud-Anbieter haben sich per mehrjähriger Abnahmevereinbarung Mengen zu festen Preisen gesichert — laut einer weiteren TrendForce-Analyse dämpft das die Vertragspreise für Server-DRAM auf 13 bis 18 Prozent, verknappt aber gleichzeitig das frei handelbare Angebot (Stand: 9. Juli 2026)

Wer auf eine schnelle Entspannung hofft, sollte die Erfahrung aus früheren Speicherzyklen im Blick behalten: Preisspitzen bauen sich über Quartale ab, nicht über Wochen. Dass sich die Kurve zuletzt verflacht hat, ist deshalb noch keine Trendwende — ComputerBase hat am 17. September 2026 nachgerechnet und kommt trotz des ruhigeren Septembers auf neue Jahreshöchststände.

Jetzt kaufen oder warten?

Kurz gefasst: Kauft jetzt nur, wenn euch fehlender Arbeitsspeicher aktuell konkret ausbremst — in allen anderen Fällen spricht bei Aufschlägen von 214 bis 384 Prozent gegenüber den Vorjahren mehr für Abwarten. Diese Faustregeln haben sich aus der Auswertung unserer eigenen Deal-Historie ergeben:

  • Ihr habt 8 GB und der Rechner swappt ständig: Kaufen. Der Produktivitätsverlust kostet mehr als der Aufpreis, und 16 GB sind das preiswerteste Segment
  • Ihr habt 16 GB und liebäugelt mit 32 GB: Warten. Das ist ein Komfort-Upgrade, kein Engpass
  • Ihr plant einen kompletten Neubau: Verschieben, wenn möglich. Der Speicher ist derzeit der teuerste Einzelposten relativ zu seinem Vorjahrespreis
  • Euer Rechner ist defekt und ihr braucht Ersatz: Prüft Komplettgeräte statt Einzelteile — Hersteller haben ihre Konfigurationen teils noch zu Altpreisen kalkuliert
  • Ihr seht ein Angebot deutlich unter Marktniveau: Zugreifen. Solche Fälle sind 2026 selten geworden, wie unsere Deal-Zählung zeigt

Ein Wort zum Warten selbst: Es kostet in diesem Markt nichts. Weil die Kurve seit Mitte August seitwärts läuft, verliert ihr durch ein paar Wochen Geduld derzeit kaum etwas — anders als im Frühjahr, als jeder Monat zweistellig teurer wurde. Gleichzeitig ist die Hoffnung auf einen baldigen Einbruch unbegründet, solange die Kapazität ins Rechenzentrum wandert. Wer also wartet, wartet auf 2027 oder 2028, nicht auf den nächsten Monat.

Unser Tipp: Hardware-Deals im Blick behalten

  • Aktuelle Angebote für PCs, Notebooks und Komponenten
  • In unserer Elektronik-Kategorie sammeln wir täglich geprüfte Hardware-Deals — inklusive Preisvergleich, damit ihr in einem Markt mit steigenden Preisen erkennt, was wirklich ein Angebot ist.
  • Zu den Hardware-Deals →

Wo kauft man aktuell am günstigsten Arbeitsspeicher?

Arbeitsspeicher guenstig kaufen und aufruesten - Speicherriegel wird ins Mainboard gesetzt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der Preisunterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Händler liegt bei identischen Kits regelmäßig im zweistelligen Prozentbereich — allein beim Corsair Vengeance LPX mit 32 GB listet Geizhals am 20. September 2026 32 Angebote ab 209,99 €. Wer den Preisvergleich überspringt, zahlt in diesem Markt am meisten drauf.

Diese Punkte sparen aktuell am meisten:

  • Preisvergleich zuerst: idealo und Geizhals listen für dasselbe Kit dutzende Händler — die Spanne ist größer als jeder Gutschein
  • No-Name statt Markenname: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten 32-GB-Kit mit DDR5-6000 aus unserer Messung liegen über 110 €, bei identischer Kapazität und identischem Takt
  • Genaue Modellnummer verwenden: Corsair, Kingston und G.Skill führen unter fast identischen Namen verschiedene Timings zu sehr unterschiedlichen Preisen. Die Bezeichnung auf der Verpackung (etwa CMK32GX4M2E3200C16) ist das einzige verlässliche Suchkriterium
  • Kompatibilität vorher klären: DDR4 und DDR5 sind mechanisch nicht tauschbar. Welcher Standard auf euer Mainboard passt, steht in dessen Handbuch und in der QVL-Liste des Herstellers — ein falsch gekauftes Kit ist bei diesen Preisen ein teurer Irrtum
  • Langsamere Timings prüfen: Zwischen CL30 und CL38 liegen im Alltag wenige Prozent Leistung, im Preis aber oft deutlich mehr
  • Gebraucht mitdenken: RAM hat keine Verschleißteile und fällt entweder sofort aus oder gar nicht — der Gebrauchtmarkt ist bei Speicher risikoärmer als bei Netzteilen oder Festplatten

DDR4 oder DDR5: Was passt auf mein Mainboard?

Entscheidend ist allein das Mainboard, nicht der Prozessor — und die beiden Standards sind mechanisch nicht kompatibel, weil die Kerbe im Riegel an unterschiedlicher Stelle sitzt. Als grobe Orientierung: AMD-Boards mit Sockel AM4 und Intel-Plattformen bis zur 12. Generation nutzen DDR4, AM5 und neuere Intel-Generationen DDR5. Verlassen solltet ihr euch bei dieser Preislage aber nicht auf Faustregeln, sondern auf das Handbuch eures Boards.

Zwei Dinge sind vor dem Kauf zu prüfen. Erstens die maximale Kapazität je Steckplatz — ältere Boards nehmen nicht beliebig große Module an. Zweitens die QVL-Liste (Qualified Vendor List) des Herstellers: Dort steht, welche konkreten Kits auf dem Board getestet wurden. Steht euer Wunsch-Kit nicht drauf, funktioniert es meist trotzdem, läuft aber unter Umständen nur mit reduzierter Taktrate.

Und die häufigste Anschlussfrage, ob sich ein schnelleres Kit lohnt: Im Alltag und in den meisten Spielen liegen zwischen DDR5-5600 und DDR5-6000 wenige Prozent. Solange der Aufpreis nicht ähnlich klein ausfällt, ist das langsamere Kit derzeit die wirtschaftlichere Wahl — bei Preisen jenseits von 430 € pro Kit zählt jeder Euro mehr als die letzten Prozentpunkte Bandbreite.

Ein Wort zu vermeintlichen Schnäppchen: Weil sich die Marktpreise in wenigen Monaten vervielfacht haben, zeigen viele Shops noch alte durchgestrichene Referenzpreise an, die nie ein realer Verkaufspreis waren. Wie ihr solche Konstellationen erkennt, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber zum Preisfehler finden.

Die Speicherkosten landen inzwischen direkt im Smartphone-Preis: Xiaomi verlangt für das neue Xiaomi 18 Pro in China 5.999 Yuan zum Start, rund 20 Prozent mehr als für das Xiaomi 17 Pro ein Jahr zuvor, und Xiaomi-Präsident Lu Weibing begründet die Erhöhung mit teureren Speicherchips. Was das für den Deutschland-Start bedeutet, steht in unserem Überblick zum Xiaomi 18 Pro.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile eines Kaufs jetzt Nachteile eines Kaufs jetzt
Vertragspreise steigen laut Prognose weiter Aufschlag von 214 bis 384 Prozent
DDR4 wird zunehmend seltener Preisverfall erst 2028 erwartet
Engpass kostet täglich Arbeitszeit Deal-Angebote 2026 fast verschwunden
Komplettgeräte teils noch alt kalkuliert Seit Mitte August kaum noch Aufwärtsdruck

Häufige Fragen zu RAM-Preisen

Warum sind die RAM-Preise so gestiegen?

Weil Speicherhersteller ihre Fertigungskapazität bevorzugt für KI-Rechenzentren einsetzen. Dort erzielen sie mit High-Bandwidth-Memory deutlich höhere Margen als mit PC-Riegeln. Laut TrendForce entfallen 2026 bereits 47 Prozent der Cloud-Investitionen auf DRAM und NAND-Flash, 2027 sollen es 68 Prozent sein (Stand: 25. August 2026). Es ist also keine Knappheit durch Produktionsausfälle, sondern eine bewusste Umverteilung.

Wie hoch ist der Preisanstieg konkret?

ComputerBase hat am 17. September 2026 identische Kits über ein Jahr verglichen: DDR5 verteuerte sich im Mittel um 370 Prozent, das mitgemessene DDR4-Kit um 205 Prozent, SSDs um 129 Prozent. Unsere eigene Messung im Geizhals-Preisverlauf bestätigt das — ein 32-GB-Kit mit DDR5-6000 kostete im September 2025 zwischen 87 € und 135 €, heute zwischen 435 € und 549 € (Stand: 20.09.2026).

Wann werden RAM-Preise wieder sinken?

Nach aktuellem Stand nicht vor 2027, für einen echten Preisverfall nennen Bernstein und Gartner eher 2028. Sämtliche Quartalsprognosen von TrendForce für 2026 weisen weiterhin steigende Vertragspreise aus, zuletzt 13 bis 18 Prozent für das dritte Quartal (Stand: 3. Juli 2026). Neue Fertigungskapazität hat mehrjährige Vorlaufzeiten, und solange KI-Rechenzentren die Nachfrage tragen, fehlt den Herstellern der wirtschaftliche Anreiz umzusteuern.

Steigen die RAM-Preise im Moment noch weiter?

Im September 2026 kaum noch. Zwischen dem 15. August und dem 18. September bewegten sich die von uns beobachteten DDR5-Kits um rund vier bis fünf Prozent nach oben, DDR4 lief seitwärts (Geizhals-Preisverlauf, Stand 20.09.2026). Das ist ein Plateau auf Rekordniveau, keine Entspannung: Im Jahresvergleich stehen dieselben Kits weiterhin bei plus 282 bis plus 416 Prozent.

Soll ich jetzt RAM kaufen oder warten?

Kauft, wenn zu wenig Arbeitsspeicher euch aktuell konkret ausbremst — etwa bei 8 GB in einem Alltagsrechner. Wartet, wenn es ein Komfort-Upgrade wäre, etwa der Sprung von 16 auf 32 GB. Bei Aufschlägen von über 200 Prozent gegenüber 2023 ist der wirtschaftlich sinnvollste Zeitpunkt für alles Nicht-Dringende schlicht später. Weil die Preise derzeit seitwärts laufen, kostet das Warten momentan wenig.

Warum ist altes DDR4 teurer geworden als neues DDR5?

Pro Gigabyte ist DDR4 aktuell noch günstiger — 6,56 € gegenüber 13,59 € bei DDR5 (Geizhals, 20.09.2026). Relativ zum eigenen Vorjahrespreis hat DDR4 aber stark zugelegt, weil die Hersteller die Wafer-Zuteilung für ältere Speichergenerationen gekürzt haben (TrendForce, 22. Juni 2026). Wer ein älteres Mainboard betreibt, konkurriert um eine schrumpfende Restmenge.

Ist 8 GB RAM 2026 noch ausreichend?

Für reines Surfen und Office reicht es, ist aber die Untergrenze. Sobald mehrere Browser-Tabs, Videokonferenz und ein Office-Programm gleichzeitig laufen, lagert Windows auf die SSD aus und das System wird spürbar träge. 16 GB sind der praktische Standard — und mit 118,75 € für ein DDR4-Kit beziehungsweise 225,90 € für ein DDR5-Modul mit Abstand das preiswerteste sinnvolle Upgrade in der aktuellen Marktlage (Geizhals, 20.09.2026).

Woran erkenne ich, ob ein RAM-Angebot wirklich günstig ist?

Vergleicht den Preis pro Gigabyte statt den Gesamtpreis und prüft ihn gegen idealo oder Geizhals — nicht gegen die durchgestrichene UVP. Als Orientierung: Alles unter dem im Preisvergleich gelisteten Bestpreis ist ein Angebot, alles darüber nicht, egal wie hoch der beworbene Rabatt ausfällt.

Steigen wegen der Speicherkrise auch die Preise für Notebooks und SSDs?

Ja. TrendForce erwartet für NAND-Flash, die Basis von SSDs, im dritten Quartal 2026 einen Anstieg der Vertragspreise um 10 bis 15 Prozent (Stand: 3. Juli 2026); im Jahresvergleich liegen SSDs laut ComputerBase bei plus 129 Prozent (Stand: 17. September 2026). Bei Notebooks hat Omdia für das zweite Quartal 2026 Preiserhöhungen von 15 bis 30 Prozent gemessen — Varianten mit mehr RAM sind deutlich stärker im Preis gestiegen als die Basismodelle.

Fazit

Die Speicherkrise 2026 ist kein kurzer Ausschlag, sondern eine Marktverschiebung mit Ansage. Solange KI-Rechenzentren die Fertigungskapazität binden, bleibt Arbeitsspeicher teuer — und unsere eigene Deal-Zählung zeigt, dass es in diesem Umfeld kaum noch echte Schnäppchen zu melden gibt: eines im ganzen Jahr 2026 gegenüber vierzehn im Jahr 2022. Dass die Kurve im September erstmals seit Monaten flacher läuft, ändert daran nichts: Das Plateau liegt im Schnitt beim Viereinhalbfachen des Vorjahresniveaus.

Drei Faustregeln für den Rest des Jahres:

  • Dringlichkeit entscheidet: Nur kaufen, wenn fehlender Speicher euch heute ausbremst
  • Preis pro Gigabyte rechnen: Das ist die einzige Kennzahl, die über Standards und Kapazitäten hinweg vergleichbar bleibt
  • Angebote aktiv verfolgen: Wenn Deals selten werden, entscheidet Aufmerksamkeit — die aktuellen Hardware-Angebote findet ihr täglich auf MonsterDealz.de

Denselben Mechanismus auf der NAND-Seite — also bei SSDs statt Arbeitsspeicher — haben wir in unserem Ratgeber zu SSD-Preisen 2026 aufgeschrieben.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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