Geizhals & billiger.de 2026: FĂŒr wen sich welcher Preisvergleich lohnt
Geizhals ist ein Preisvergleich fĂŒr Technik: eine redaktionell gepflegte Produktdatenbank mit sehr feinen Filtern und Preisverlauf, stark bei PC- und Hardware-Komponenten. billiger.de ist der breite Allrounder, der neben Technik auch Haushalt, Mode, Garten und Medikamente abdeckt. Wer eine Grafikkarte nach SpeichergröĂe, KĂŒhlung und AnschlĂŒssen sucht, ist bei Geizhals richtig; wer schnell einen Alltagspreis fĂŒr ein Sortiment jenseits der Hardware braucht, kommt mit billiger.de weiter. Beide sind fĂŒr euch kostenlos und verdienen an den HĂ€ndlern. Dieser Ratgeber zeigt euch, wo die StĂ€rken liegen, wo die Fallen lauern und wie ihr den Preisverlauf richtig lest â Stand: August 2026.
Das Wichtigste in KĂŒrze
- Geizhals gehört zur Heise-Gruppe und punktet mit Filtertiefe bei Hardware â laut Wikipedia ĂŒber 150 Filter allein bei Notebooks.
- billiger.de der solute GmbH deckt breiter ab: ĂŒber 70 Millionen Preise fĂŒr mehr als 2 Millionen Produkte.
- Der Preisverlauf ist das wichtigste Werkzeug â er zeigt, ob ein âAngebot“ wirklich gĂŒnstig ist.
- Kein Portal bildet den ganzen Markt ab: Gelistet wird nur, wer einen Vertrag hat.
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Was sind Geizhals und billiger.de â und wem gehören sie?
Beide sind Preissuchmaschinen, unterscheiden sich aber in Herkunft und Ausrichtung deutlich. Geizhals startete laut Wikipedia im Jahr 1997 als Hobbyprojekt âHardware-Preisvergleich“ fĂŒr Wiener HardwarehĂ€ndler und wurde im Jahr 2000 als Preisvergleich Internet Services AG mit Sitz in Wien formalisiert (Stand: August 2026). billiger.de ist dagegen laut Wikipedia am 4. MĂ€rz 2004 gestartet und wird von der solute GmbH aus Karlsruhe betrieben.
Die EigentĂŒmerverhĂ€ltnisse erklĂ€ren viel ĂŒber den jeweiligen Charakter. Der Heise Verlag â bekannt durch c’t und heise online â stieg im Oktober 2013 mit 24 Prozent bei Geizhals ein, erhöhte im Mai 2014 auf 75 Prozent und hĂ€lt heute nach eigenen Angaben auf unternehmen.geizhals.at ĂŒber 91 Prozent. Die NĂ€he zu einem Technik-Fachverlag ist kein Zufall, sondern Programm: Die Heise Gruppe ist im IT-Journalismus zu Hause, und genau dort liegt auch der Schwerpunkt von Geizhals.
Bei billiger.de sieht das anders aus. Die solute GmbH beschreibt billiger.de auf solute.de als Portal mit ĂŒber 70 Millionen Preisen fĂŒr mehr als 2 Millionen Produkte â von Unterhaltungselektronik ĂŒber Medikamente bis zu Haushalt, Garten, Mode und Sport. Seit 2025 hĂ€lt die ad pepper media International N.V. laut Wikipedia 58,86 Prozent der Anteile. Der EigentĂŒmer ist also ein Digital-Marketing-Konzern, nicht ein Fachverlag â und das Sortiment entsprechend breit statt tief. Wie sich beide gegen die ĂŒbrigen groĂen Anbieter schlagen, zeigt unser Vergleich der Preisvergleich-Portale.
Geizhals oder billiger.de: FĂŒr wen lohnt sich welches Portal?

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Die Faustregel lautet: Geizhals fĂŒr Technik mit Spezifikationen, billiger.de fĂŒr alles andere. Das deckt sich mit der Untersuchung von Finanztip, wonach Geizhals vor allem durch umfangreiche Filtermöglichkeiten bei Technikprodukten ĂŒberzeugt, wĂ€hrend die Portale bei den reinen Bestpreisen nur wenige Prozent auseinanderliegen (Stand: August 2026). FĂŒr den Alltag heiĂt das: Der Unterschied liegt seltener im Preis als in der Auffindbarkeit des richtigen Produkts.
Konkret solltet ihr Geizhals nehmen, wenn ihr genau wisst, welche Eigenschaften ein Produkt haben muss â und wenn diese Eigenschaften technisch sind. Ein Netzteil mit bestimmter Effizienzklasse und Kabelmanagement, ein Mainboard mit passendem Sockel und Formfaktor, ein Monitor mit definierter Bildwiederholrate: Solche Suchen fĂŒhrt ihr dort in wenigen Klicks zum Ziel.
billiger.de spielt seine StĂ€rke aus, wenn das Produkt keine Datenblatt-Suche braucht. Kaffeekapseln, Gartenmöbel, ein Wintermantel oder ein rezeptfreies Medikament lassen sich nicht sinnvoll nach Anschlussarten filtern â hier zĂ€hlt Sortimentsbreite. Auch bei Alltagsprodukten mit vielen Varianten liefert das Portal schneller ein brauchbares Ergebnis als ein auf Hardware getrimmter Filterbaum.
Die Auswahl-Logik in Kurzform:
- PC-Komponenten & Peripherie: Geizhals â Filtertiefe, Preisverlauf, Community-Wissen
- Haushalt, Mode, Garten, Drogerie: billiger.de â Sortimentsbreite
- Teure Einzelanschaffung: beide parallel prĂŒfen, dazu eine dritte Quelle
- Schnell mal den StraĂenpreis checken: egal, beide liefern brauchbare Werte
Warum ist Geizhals bei PC- und Hardware-Komponenten so stark?

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Der Vorsprung entsteht durch die Produktdatenbank, nicht durch die Preise. Laut Wikipedia stehen bei Notebooks ĂŒber 150 Filter zur VerfĂŒgung, und pro Produkt können bis zu ĂŒber 100 HĂ€ndlerangebote gelistet sein (Stand: August 2026). Geizhals gibt auf der eigenen Unternehmensseite an, Produktdaten selbst zu recherchieren und âeine der detailliertesten und verlĂ€sslichsten Produktdatenbanken weltweit“ zu betreiben.
Dieser Punkt wird oft unterschĂ€tzt. Die meisten Preisvergleiche ĂŒbernehmen Produktdaten aus den Feeds der HĂ€ndler â wenn ein Shop den Speichertakt falsch eintrĂ€gt, steht er falsch im Portal. Eine redaktionell gepflegte Datenbank hingegen normalisiert diese Angaben, und erst dadurch funktionieren Filter ĂŒberhaupt zuverlĂ€ssig. Ihr könnt bei Geizhals nach Attributen sortieren, die im HĂ€ndlerfeed gar nicht sauber stehen wĂŒrden.
FĂŒr diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Filterlogik an den Kategorien nachvollzogen, die wir ohnehin laufend beobachten â etwa bei Grafikkarten-Preisen, RAM-Preisen und SSD-Preisen. Gerade bei diesen drei Kategorien schwanken die Preise stark, und die Filterung nach exakter Ausstattung entscheidet darĂŒber, ob ihr Ăpfel mit Ăpfeln vergleicht.
Dazu kommt ein Faktor, den keine Datenbank ersetzt: die Community. Zu vielen Hardware-Produkten finden sich bei Geizhals Nutzerkommentare mit Praxiserfahrungen zu LautstĂ€rke, Spulenfiepen oder KompatibilitĂ€t. Das ist kein Testbericht, aber ein Korrektiv â und in Nischen oft die einzige verfĂŒgbare RĂŒckmeldung.
Wie liest man den Preisverlauf richtig?

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Der Preisverlauf ist das ehrlichste Werkzeug eines Preisvergleichs â und das am hĂ€ufigsten ignorierte. Laut Finanztip zeichnen sowohl idealo als auch Geizhals die Preisentwicklung auf und zeigen sie bis zu ein Jahr in die Vergangenheit, was die Einordnung erlaubt, ob ein aktueller Preis tatsĂ€chlich gĂŒnstig ist (Stand: August 2026). Ohne diesen Blick zurĂŒck ist jeder Rabatt-Prozentsatz eine Behauptung.
So geht ihr vor:
- Zeitraum auf 12 Monate stellen: Kurzfristige Ansichten lassen jede Normalisierung wie einen Deal aussehen.
- Nicht auf den absoluten Tiefpunkt schauen, sondern auf das Niveau: Ein einzelner AusreiĂer nach unten war oft ein Preisfehler oder eine Restposten-Aktion und kommt nicht wieder.
- Die Linie deuten: FĂ€llt sie seit Monaten stetig, lohnt Warten. Ist sie flach, ist der aktuelle Preis der Marktpreis.
- Produktzyklus mitdenken: Vor einer Nachfolgegeneration sinken Preise planbar, danach steigen sie kurzfristig wieder.
Ein hĂ€ufiger Denkfehler betrifft die Referenz. Ein Rabatt gegen die UVP sagt fast nichts, weil die UVP eine Herstellerempfehlung ist und nicht der Preis, zu dem tatsĂ€chlich verkauft wird. Sinnvoll ist nur der Vergleich gegen den realen Marktpreis der letzten Wochen â und genau den liefert der Verlaufsgraph. Wer PreisausreiĂer gezielt jagen will, findet die Systematik in unserem Guide zum Preisfehler finden.
Wo liegen die SchwÀchen von Geizhals?
Die gröĂte SchwĂ€che ist die Sortimentsbreite auĂerhalb der Technik. Geizhals ist laut eigener Unternehmensdarstellung in vier europĂ€ischen LĂ€ndern aktiv â Ăsterreich, Deutschland, Polen und GroĂbritannien â und damit deutlich fokussierter aufgestellt als international breit ausgerollte Portale (Stand: August 2026). Wer dort nach Kinderwagen, Kosmetik oder BettwĂ€sche sucht, findet entweder wenig oder gar nichts.
Zweitens ist die OberflĂ€che voraussetzungsreich. Ein Filterbaum mit ĂŒber hundert Attributen ist ein Werkzeug fĂŒr Leute, die wissen, was sie suchen. Wer nicht einordnen kann, ob er PCIe 4.0 oder 5.0 braucht, wird von der Auswahl eher ausgebremst als gefĂŒhrt. Die StĂ€rke bei Fortgeschrittenen ist die HĂŒrde bei Einsteigern.
Drittens gilt auch hier: Gelistet wird, wer gelistet werden will. Ein HĂ€ndler ohne Vertrag taucht nicht auf, egal wie gĂŒnstig er ist. Das ist keine Eigenheit von Geizhals, sondern strukturell bei allen Preisvergleichen so â es entwertet aber die Vorstellung, man sĂ€he âden Markt“.
Wo liegen die SchwÀchen von billiger.de?
Bei billiger.de kippt das VerhĂ€ltnis in die andere Richtung: viel Breite, weniger Tiefe. Die solute GmbH gibt auf ihrer Unternehmensseite an, dass ĂŒber 2.000 Shops das Netzwerk nutzen und alle 0,20 Sekunden ein potenzieller Neukunde an einen Online-Shop vermittelt wird (Stand: August 2026). Das ist eine Vermarktungskennzahl â und sie beschreibt das GeschĂ€ftsmodell treffender als jede Produktzahl.
FĂŒr die Technik-Suche heiĂt das konkret: Die Filter sind gröber. Ihr könnt nach Marke, Preisspanne und groben Kategorien eingrenzen, aber selten nach den Detailattributen, die bei Hardware den Unterschied machen. Produktvarianten laufen dadurch hĂ€ufiger zusammen oder auseinander, als sie sollten â zwei Ausstattungsvarianten desselben Modells landen mal auf einer, mal auf zwei Produktseiten.
Auch die DatenqualitĂ€t hĂ€ngt stĂ€rker an den HĂ€ndlerfeeds. Wo Geizhals redaktionell normalisiert, ĂŒbernimmt ein breit aufgestelltes Portal notgedrungen mehr von dem, was die Shops liefern. Das ist bei einem Gartenstuhl unkritisch und bei einem Mainboard Ă€rgerlich.
Wie finanzieren sich Preisvergleichsportale â und was heiĂt das fĂŒr euch?
Beide Portale sind fĂŒr euch kostenlos und verdienen an den HĂ€ndlern, ĂŒberwiegend per Klick oder Provision. Bei Geizhals lĂ€uft das laut Wikipedia ĂŒber Pay-per-Click und Pay-per-Order, Werbung spielt eine untergeordnete Rolle; billiger.de arbeitet laut Wikipedia ebenfalls mit einem Pay-per-Click-Modell (Stand: August 2026). Daraus folgt die wichtigste Konsequenz: Ein Preisvergleich ist ein VermittlungsgeschĂ€ft, kein Verbraucherschutz.
Die Verbraucherzentrale formuliert es so: âDie Plattformen arbeiten also nicht uneigennĂŒtzig und nicht immer neutral.“ (Stand: August 2026). In derselben Handreichung heiĂt es weiter: âMachen Sie sich bewusst, dass Vergleichsportale im Internet nicht immer einen umfassenden MarktĂŒberblick geben.“ Die Verbraucherzentrale rĂ€t deshalb ausdrĂŒcklich, mehrere Portale parallel zu nutzen, statt einer einzelnen Rangliste zu vertrauen.
Das ist kein Grund, Preisvergleiche zu meiden â wohl aber einer, ihre Ergebnisse als Momentaufnahme eines Ausschnitts zu lesen. Die Verbraucherzentrale Hamburg weist zusĂ€tzlich darauf hin, dass Sortierungen von GeschĂ€ftsbeziehungen beeinflusst sein können. Praktisch heiĂt das: Der erste Treffer ist nicht automatisch der beste, und die Voreinstellung der Sortierung solltet ihr immer einmal prĂŒfen.
VerfĂŒgbarkeits-Fallen: Warum der gĂŒnstigste Treffer oft nicht lieferbar ist
Der niedrigste Preis in der Liste ist regelmĂ€Ăig der unzuverlĂ€ssigste. Bei Geizhals können laut Wikipedia pro Produkt ĂŒber 100 HĂ€ndlerangebote nebeneinander stehen â je lĂ€nger diese Liste, desto gröĂer die Chance, dass die Spitzenposition ein Angebot mit langer Lieferzeit oder ohne Lagerbestand ist (Stand: August 2026). Portale zeigen den Preis, nicht die RealitĂ€t im Lager.
Typische Muster, die ihr kennen solltet:
- Lieferzeit statt Lagerbestand: âBestellt“ oder â3â5 Wochen“ bedeutet oft, dass der HĂ€ndler selbst erst beschafft â der Preis kann sich bis dahin Ă€ndern.
- Vorkasse-Rabatt: Der Spitzenpreis gilt teils nur bei Vorkasse, was euch Zahlungssicherheit kostet.
- Feed-Verzögerung: Zwischen PreisÀnderung im Shop und Aktualisierung im Portal liegen je nach HÀndler Minuten bis Stunden.
- Staffelpreise: Der gelistete Preis gilt gelegentlich erst ab einer Mindestmenge.
Die einfache GegenmaĂnahme: Filtert auf sofort lieferbare Angebote, bevor ihr den Preis bewertet. Der gĂŒnstigste sofort verfĂŒgbare Treffer ist der ehrlichere Marktpreis â und meistens liegt er nur wenige Euro ĂŒber dem theoretischen Bestpreis.
HÀndlerbewertungen richtig lesen: Welche Signale zÀhlen?

Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Bewertungen sind nĂŒtzlich, aber nur bei ausreichender Menge und AktualitĂ€t. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Portale nur Unternehmen listen, mit denen ein Vertrag besteht, und dass Algorithmen Angebote mit höheren Provisionen bevorzugen können â Bewertungen sind daher als Zusatzsignal zu lesen, nicht als Rangliste (Stand: August 2026). Ein HĂ€ndler mit 4,9 Sternen aus zwölf Bewertungen sagt weniger als einer mit 4,4 aus achttausend.
Worauf ihr achten solltet:
- Anzahl vor Durchschnitt: Unter etwa 100 Bewertungen ist der Mittelwert kaum belastbar.
- Zeitraum: Nur Bewertungen der letzten Monate beschreiben den aktuellen Betrieb â HĂ€ndler wechseln Logistikpartner und Inhaber.
- Inhalt der negativen Stimmen: âPaket kam zwei Tage spĂ€ter“ ist harmlos, âkeine Reaktion auf Retoure“ ist ein Ausschlusskriterium.
- Impressum und Sitz: Bei unbekannten Shops einmal prĂŒfen, wer dahintersteht und wohin ihr im Garantiefall mĂŒsst.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die tĂ€glich geprĂŒfte SchnĂ€ppchen kuratiert und aktive Mitglieder ĂŒber das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Aus unserem eigenen Beitrags-Ledger lĂ€sst sich der Stellenwert von Geizhals gut ablesen: 17 unserer veröffentlichten BeitrĂ€ge verweisen direkt auf Geizhals als Preisreferenz, bei insgesamt 707 veröffentlichten Magazin-Ratgebern und 40.149 Deal-BeitrĂ€gen im Bestand (Stand: August 2026). FĂŒr Technikpreise ist Geizhals bei uns die Standard-Gegenprobe.
Sind die angezeigten Preise inklusive Versandkosten?
StandardmĂ€Ăig nicht immer â und das verschiebt Ranglisten deutlich. Da beide Portale nach Pay-per-Click abrechnen und HĂ€ndler um die vorderen PlĂ€tze konkurrieren, lohnt sich fĂŒr Shops eine niedrige Produktpreis-Anzeige mit separaten Versandkosten (Stand: August 2026). Bei einem Artikel fĂŒr 30 Euro entscheiden 4,95 Euro Versand ĂŒber Platz eins oder Platz zehn.
Beide Portale bieten Einstellungen, um Versandkosten in den Gesamtpreis einzurechnen. Nutzt sie â es ist die wirksamste einzelne Einstellung im ganzen Vergleich. Achtet zusĂ€tzlich auf ZahlungsartenzuschlĂ€ge, die in keiner Portalanzeige stecken, sondern erst im Warenkorb des Shops auftauchen.
Und rechnet bei RĂŒcksendungen mit: Ein Shop, der drei Euro gĂŒnstiger ist, aber Retouren nicht kostenfrei annimmt, ist bei einem Fehlkauf teurer. Gerade bei Hardware mit KompatibilitĂ€tsrisiko gehört das in die Rechnung.
Vor- & Nachteile im Ăberblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Geizhals: ĂŒber 150 Filter bei Notebooks | Nur gelistete VertragshĂ€ndler sichtbar |
| Preisverlauf bis zu zwölf Monate rĂŒckwirkend | Bestpreis oft nicht sofort lieferbar |
| billiger.de: ĂŒber 2 Millionen Produkte breit | Sortierung nicht garantiert neutral |
| Beide Portale fĂŒr Nutzer kostenlos | Versandkosten oft nicht voreingerechnet |
HĂ€ufige Fragen zu Geizhals und billiger.de
Was ist der Unterschied zwischen Geizhals und idealo?
Geizhals ist technikfokussiert mit sehr tiefen Filtern und einer redaktionell gepflegten Produktdatenbank, idealo ist breiter aufgestellt und findet laut der Finanztip-Untersuchung besonders hĂ€ufig den gĂŒnstigsten Preis. In der Praxis liegen beide preislich nah beieinander; der Unterschied liegt in der Suchtiefe. Eine ausfĂŒhrliche Einordnung findet ihr in unserem Beitrag idealo im Test.
Ist Geizhals kostenlos?
Ja. Die Nutzung ist fĂŒr euch kostenfrei, es fĂ€llt keine GebĂŒhr und kein Abo an. Finanziert wird das Portal ĂŒber die HĂ€ndler, die laut Wikipedia per Pay-per-Click und Pay-per-Order zahlen. Ein Nutzerkonto ist optional und wird nur fĂŒr Funktionen wie Merklisten oder Preisalarm benötigt.
Wem gehört Geizhals?
Betreiber ist die Preisvergleich Internet Services AG mit Sitz in Wien. Der deutsche Heise Verlag stieg im Oktober 2013 mit 24 Prozent ein, erhöhte im Mai 2014 auf 75 Prozent und hĂ€lt heute ĂŒber 91 Prozent. Geizhals gehört damit mehrheitlich zur Heise Gruppe, die auch c’t und heise online herausgibt.
Sind die Preise auf Preisvergleichsportalen immer aktuell?
Nicht sekundengenau. Die Portale beziehen Preise ĂŒber Schnittstellen und Feeds der HĂ€ndler, die je nach Shop unterschiedlich oft aktualisiert werden. Zwischen einer PreisĂ€nderung im Shop und der Anzeige im Portal können Minuten bis Stunden liegen. MaĂgeblich ist immer der Preis im Warenkorb des HĂ€ndlers.
Welches Portal hat die meisten HĂ€ndler?
Das lĂ€sst sich nicht seriös als eine Zahl beantworten, weil die Portale unterschiedlich zĂ€hlen. billiger.de nennt ĂŒber 2.000 Shops im eigenen Netzwerk, bei Geizhals können pro Produkt ĂŒber 100 HĂ€ndlerangebote stehen. Entscheidend ist ohnehin nicht die Gesamtzahl, sondern wie viele HĂ€ndler fĂŒr euer konkretes Produkt gelistet sind.
Werden in den Ergebnissen auch bezahlte Platzierungen angezeigt?
Das ist möglich, und ihr solltet damit rechnen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Portale ihren Algorithmus so gestalten können, dass Angebote mit höheren Provisionen bevorzugt werden. Achtet auf Kennzeichnungen wie âAnzeige“ und stellt die Sortierung aktiv auf âPreis aufsteigend“, statt der Voreinstellung zu vertrauen.
Wie erkenne ich unseriöse HÀndler auf diesen Plattformen?
PrĂŒft Bewertungsanzahl statt nur den Durchschnitt, lest die aktuellen negativen Bewertungen und werft einen Blick ins Impressum. Warnsignale sind ein auffĂ€llig weit unter dem Marktniveau liegender Preis, ausschlieĂlich Vorkasse als Zahlungsart und ein Firmensitz auĂerhalb der EU ohne deutsche Servicestelle. Im Zweifel lieber ein paar Euro mehr bei einem etablierten Shop zahlen.
Lohnt es sich, mehrere Preisvergleiche parallel zu nutzen?
Ja, und die Verbraucherzentrale empfiehlt es ausdrĂŒcklich. Weil jedes Portal nur VertragshĂ€ndler listet, unterscheiden sich die Trefferlisten. Bei gröĂeren Anschaffungen kostet der Blick in ein zweites Portal eine Minute und deckt regelmĂ€Ăig Angebote auf, die im ersten fehlten. FĂŒr Technik bietet sich die Kombination aus einem tiefen und einem breiten Portal an.
Zeigen Geizhals und billiger.de auch gebrauchte Ware?
Nur eingeschrĂ€nkt. Beide Portale sind auf Neuware ausgelegt; refurbished oder generalĂŒberholte Artikel tauchen auf, wenn ein gelisteter HĂ€ndler sie als eigenes Produkt einstellt, aber es gibt keine vollstĂ€ndige Gebrauchtmarkt-Abdeckung. FĂŒr Gebrauchtes sind spezialisierte Anbieter die bessere Anlaufstelle.
Fazit: Zwei Werkzeuge fĂŒr zwei Aufgaben
Geizhals und billiger.de konkurrieren weniger miteinander, als es aussieht. Geizhals ist das PrĂ€zisionswerkzeug fĂŒr Technik â Filtertiefe, gepflegte Produktdaten, Preisverlauf und Community machen es zur ersten Wahl, sobald ein Datenblatt im Spiel ist. billiger.de ist der Allrounder fĂŒr alles, was sich nicht nach Spezifikationen sortieren lĂ€sst.
Drei Faustregeln nehmt ihr mit:
- Immer den Preisverlauf öffnen, bevor ihr einen Rabatt glaubt â zwölf Monate Zeitraum, nicht vier Wochen.
- Auf sofort lieferbar filtern und Versandkosten einrechnen, sonst vergleicht ihr Fantasiepreise.
- Nie nur ein Portal â kein Vergleich bildet den ganzen Markt ab.
Wie sich die groĂen Portale insgesamt zueinander verhalten, haben wir im Vergleich der Preisvergleich-Portale aufgeschlĂŒsselt. Und wenn ihr euch den Vergleich zwischendurch sparen wollt: Die geprĂŒften Tagesangebote auf MonsterDealz laufen ohnehin durch eine Gegenprobe gegen den realen Marktpreis.