SCHUFA-Selbstauskunft kostenlos anfordern: So kommt ihr an eure Daten
Die SCHUFA-Selbstauskunft ist kostenlos — sie heiĂźt dort „Datenkopie nach Art. 15 DSGVO“ und ihr könnt sie öfter als einmal im Jahr anfordern. Wer im Netz auf einen Anbieter stößt, der Geld dafĂĽr verlangt, zahlt fĂĽr ein gesetzlich verbrieftes Recht. Nach Angaben der SCHUFA haben solche Drittanbieter Verbrauchern so bereits rund 14 Millionen Euro abgenommen. Dieser Ratgeber zeigt euch den kostenlosen Weg, Schritt fĂĽr Schritt – Stand: August 2026.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO kostet nichts — bestellt sie direkt über meineschufa.de
- Sie ist umfangreicher als die kostenpflichtige BonitätsAuskunft und listet alle Anfragen der letzten 12 Monate
- Anders als oft behauptet dĂĽrft ihr sie mehrfach pro Jahr anfordern
- Falsche Einträge müssen kostenlos korrigiert oder gelöscht werden
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Was ist die kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Es ist euer Auskunftsrecht aus Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung. Jede Auskunftei muss euch auf Verlangen mitteilen, welche Daten sie über euch gespeichert hat — kostenlos. Bei der SCHUFA heißt dieses Dokument Datenkopie, andere Auskunfteien wie CRIF oder Creditreform sprechen von der Selbstauskunft. Gemeint ist dasselbe.
Wichtig ist die Abgrenzung zu den kostenpflichtigen Produkten der SCHUFA. Die BonitätsAuskunft, die ihr Vermietern vorlegt, kostet Geld — die Datenkopie nicht. Und sie enthält sogar mehr Informationen, weil sie für euch selbst gedacht ist und nicht zur Weitergabe an Dritte.
FĂĽr diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die aktuellen Angaben der Verbraucherzentrale und der SCHUFA selbst ausgewertet.
Wie fordert ihr die Datenkopie an?
Der direkte Weg fĂĽhrt ĂĽber meineschufa.de — dort wählt ihr den Bereich „Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO)“. FĂĽr die IdentitätsprĂĽfung habt ihr zwei Möglichkeiten:
- Online: Identifikation ĂĽber eure Bankverbindung oder den elektronischen Personalausweis. Das geht am schnellsten.
- Per Post: Formular ausfüllen und eine Ausweiskopie beilegen. Dauert länger, verlangt aber keine digitale Identifikation.
Rechnet in beiden Fällen mit einigen Tagen Bearbeitungszeit. Achtet beim Ausfüllen darauf, dass ihr tatsächlich im Bereich der Datenkopie landet und nicht versehentlich ein kostenpflichtiges Abo-Produkt bucht — genau davor warnt die SCHUFA selbst.
Datenkopie oder BonitätsAuskunft — was braucht ihr wann?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Das hängt davon ab, wer das Dokument sehen soll. Die Faustregel:
- Für euch selbst — zur Kontrolle, vor einem Kreditantrag oder bei einer unerklärlichen Ablehnung: die kostenlose Datenkopie. Sie ist vollständiger.
- Für Vermieter — beim Bewerben um eine Wohnung: die kostenpflichtige BonitätsAuskunft. Sie ist bewusst knapper gehalten und zur Vorlage gedacht.
Gebt die Datenkopie nicht an Vermieter weiter. Sie enthält deutlich mehr persönliche Details, als für eine Mietentscheidung nötig sind — etwa sämtliche Anfragen von Unternehmen. Das geht niemanden außer euch etwas an.
Was steht in der Auskunft?
Die Datenkopie listet alles auf, was die SCHUFA zu euch gespeichert hat: laufende und beendete Verträge, Girokonten, Kreditkarten, Ratenkredite, Mobilfunkverträge sowie eure Score-Werte. Dazu kommt eine Übersicht aller Unternehmen, die in den letzten zwölf Monaten eine Anfrage zu euch gestellt haben.
Diese Anfragenliste ist der Teil, den die meisten unterschätzen. Sie zeigt, wo eure Daten überall abgefragt wurden — und liefert damit die erste Spur, wenn ihr euch eine Ablehnung nicht erklären könnt. Ebenfalls enthalten: die Löschtermine, also wann welcher Eintrag verschwindet.
Was tun bei falschen Einträgen?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Widersprechen — und zwar schriftlich. Falsche oder unrechtmäßig gespeicherte Daten müssen die Auskunfteien laut Verbraucherzentrale kostenlos berichtigen, löschen oder in der Verarbeitung einschränken. Ihr müsst dafür nichts bezahlen und braucht auch keinen Anwalt einzuschalten.
Geht die Liste Zeile für Zeile durch: Stimmen alle Verträge? Taucht ein längst gekündigtes Konto noch als aktiv auf? Gibt es Einträge zu Unternehmen, mit denen ihr nie zu tun hattet? Jede Abweichung meldet ihr der Auskunftei mit Beleg. Und noch ein Recht, das kaum jemand nutzt: Wird euch etwas wegen eures Scores verweigert — ein Handyvertrag etwa — muss euch die Auskunftei erklären, wie dieser Score zustande kam.
Ob ein einzelner Negativeintrag ĂĽberhaupt so schwer wiegt, wie viele befĂĽrchten, ordnen wir in Mysterium SCHUFA ein.
Unser Tipp: meineSCHUFA kompakt 30 Tage gratis
- Dauerhafter Online-Zugang zum eigenen Score — 30 Tage kostenlos testen
- Wer nicht auf die Post warten will, sondern seinen Score laufend im Blick behalten möchte, kann den kostenpflichtigen Zugang 30 Tage gratis testen. Die einmalige Datenkopie bleibt davon unberührt und kostenlos.
Wie oft dĂĽrft ihr die Auskunft anfordern?
Öfter als einmal im Jahr. Das ist der hartnäckigste Irrtum zum Thema: Die Beschränkung auf eine kostenlose Auskunft pro Jahr stammt aus der Zeit vor der DSGVO. Heute gilt das Auskunftsrecht ohne feste Jahresgrenze — die Verbraucherzentrale stellt ausdrücklich klar, dass ihr die Datenauskunft mehr als einmal jährlich verlangen könnt.
Sinnvoll ist eine Kontrolle mindestens einmal im Jahr, dazu anlassbezogen: vor einem Kreditantrag, vor einem Umzug, nach einer unerwarteten Ablehnung oder wenn ihr einen Identitätsdiebstahl vermutet. Wie ihr euren Score anschließend gezielt verbessert, steht in unserem Ratgeber zum SCHUFA-Score optimieren.
Vor- & Nachteile im Ăśberblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kostenlos und beliebig oft anforderbar | Bearbeitung dauert einige Tage |
| Umfangreicher als die kostenpflichtige Auskunft | Nicht zur Vorlage bei Vermietern geeignet |
| Zeigt alle Anfragen der letzten 12 Monate | Identifikation per Ausweis oder Bank nötig |
| Falsche Einträge kostenlos korrigierbar | Drittanbieter verlangen Geld für das Gleiche |
Häufige Fragen zur SCHUFA-Selbstauskunft
Was kostet die SCHUFA-Selbstauskunft?
Nichts. Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist gesetzlich kostenlos. Kostenpflichtig sind nur die Zusatzprodukte der SCHUFA wie die BonitätsAuskunft zur Vorlage bei Vermietern oder Abo-Zugänge mit laufender Score-Anzeige.
Wie lange dauert es, bis die Auskunft da ist?
In der Regel einige Tage. Der Online-Weg mit Identifikation ĂĽber Bankverbindung oder elektronischen Personalausweis ist spĂĽrbar schneller als der Postweg mit Ausweiskopie. Plant im Zweifel zwei bis vier Wochen ein, wenn ihr die Auskunft fĂĽr einen Termin braucht.
Schadet eine Selbstauskunft meinem Score?
Nein. Eure eigene Anfrage wird nicht als Kreditanfrage gewertet und hat keinen Einfluss auf den Score. Sie ist fĂĽr andere Unternehmen auch nicht sichtbar. Anders sieht es bei echten Kreditanfragen aus, die Banken stellen.
Darf mein Vermieter die Datenkopie verlangen?
Verlangen darf er viel — vorlegen solltet ihr sie trotzdem nicht. Die Datenkopie enthält weit mehr Informationen, als für eine Mietentscheidung nötig sind. Für diesen Zweck gibt es die kostenpflichtige BonitätsAuskunft, die genau darauf zugeschnitten ist.
Was mache ich, wenn ein Eintrag falsch ist?
Meldet ihn der Auskunftei schriftlich und legt Belege bei. Falsche oder unrechtmäßig gespeicherte Daten müssen kostenlos berichtigt, gelöscht oder in der Verarbeitung eingeschränkt werden. Reagiert die Auskunftei nicht, könnt ihr euch an die zuständige Datenschutzaufsicht wenden.
Gilt das auch fĂĽr andere Auskunfteien?
Ja. Das Auskunftsrecht aus Art. 15 DSGVO gilt für alle Auskunfteien, also auch für CRIF, Creditreform Boniversum oder infoscore. Wer sich ein vollständiges Bild machen will, fordert die Auskunft bei mehreren Stellen an — die gespeicherten Daten unterscheiden sich teilweise deutlich.
Fazit
Die SCHUFA-Selbstauskunft kostet euch nichts außer ein paar Minuten und etwas Geduld. Wer dafür bezahlt, hat schlicht den falschen Anbieter erwischt — und reiht sich in die 14 Millionen Euro ein, die laut SCHUFA bereits an Trittbrettfahrer geflossen sind.
Drei Punkte, die ihr euch merken solltet:
- Direkt ĂĽber meineschufa.de bestellen, nicht ĂĽber Drittanbieter.
- Anfragenliste prüfen — dort steht, wer eure Daten abgefragt hat.
- Mehrfach pro Jahr möglich — die Jahresgrenze ist ein Mythos.
Wenn euch ein negativer Eintrag bereits einen Vertrag gekostet hat, hilft unser Ratgeber zum Handyvertrag trotz SCHUFA weiter. Aktuelle Konto- und Finanz-Aktionen sammeln wir laufend auf MonsterDealz.de.