Readly Kosten 2026: Preise, Gratis-Aktionen und fĂĽr wen sich die Magazin-Flatrate rechnet
Readly ist eine Magazin-Flatrate — eine feste Monatsgebühr für den digitalen Zugriff auf tausende Zeitschriften und Zeitungen — und kostet regulär 14,99 Euro für ein Profil, 16,99 Euro für zwei und 19,99 Euro für fünf. Eine Gratis-Aktion läuft derzeit nicht, wohl aber ein Einstieg für 0,99 Euro im ersten Monat; wer jährlich zahlt, kommt auf 11,99 Euro pro Monat und bindet sich dafür zwölf Monate. Alle Preise haben wir am 14. September 2026 direkt bei Readly nachgelesen — Stand: September 2026.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- Regulär 14,99 € (Premium), 16,99 € (Duo) und 19,99 € (Family) pro Monat, monatlich kündbar.
- Jahresabrechnung senkt den Monatspreis auf 11,99 bis 15,99 € — bei zwölf Monaten Mindestlaufzeit.
- Aktuelle Aktion am 14.09.2026: 0,99 € fĂĽr einen Monat. „3 Monate gratis“ gibt es direkt bei Readly nicht.
- Gekündigt wird spätestens 24 Stunden vor dem Monatsletzten — danach sind auch heruntergeladene Hefte weg.
Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthält Partner-Links. Kauft ihr über einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch.
Was kostet Readly im September 2026?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Readly kostet in Deutschland am 14. September 2026 zwischen 14,99 und 19,99 Euro pro Monat, je nachdem, wie viele Profile ihr braucht (Preisangaben auf der deutschen Readly-Seite, abgerufen am 14.09.2026). Ausgeliefert werden die Hefte im Print-Layout, also als originalgetreue E-Paper — der Unterschied zum Verlags-Abo ist, dass ihr nicht einen Titel bezieht, sondern den ganzen Katalog mietet.
Readly nennt fĂĽr alle drei Tarife denselben Inhalt: „Über 5 000 Zeitschriften und Zeitungen“, dazu Offline-Download, gespeicherte Lieblingsartikel und Zugriff auf mehr als 15 Jahre Archivmaterial. Der Unterschied zwischen den Tarifen liegt ausschlieĂźlich bei den Profilen und Geräten, nicht beim Heftangebot. Wer also allein liest, zahlt mit dem Premium-Tarif keinen Cent zu viel fĂĽr einen kleineren Katalog.
| Tarif | Profile | Preis je Monat |
|---|---|---|
| Readly Premium | 1 | 14,99 € |
| Readly Duo | 2 | 16,99 € |
| Readly Family | 5 | 19,99 € |
Reguläre Monatspreise bei monatlicher Abrechnung, abgerufen am 14.09.2026 auf der deutschen Readly-Seite. Readly kennzeichnet diese Variante als jederzeit kündbar. Die Jahresabrechnung ist günstiger und steht weiter unten.
Wichtig fĂĽr die Einordnung: Hinter der Marke steht seit 2023 nicht mehr das schwedische Ursprungsunternehmen. Das Bundeskartellamt gab am 24. Januar 2023 die Ăśbernahme des internationalen Readly-Geschäfts durch die französische Cafeyn Group frei; in den aktuellen Nutzungsbedingungen bezeichnet sich „Readly“ ausdrĂĽcklich als Teil der Cafeyn Group mit der Pariser Lekiosque.fr SAS als vertragsfĂĽhrendem Unternehmen. FĂĽr den Preis ändert das nichts, fĂĽr die Frage, wessen Geschäftsbedingungen ihr unterschreibt, schon.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Preisseite, die Tarifübersicht und die kompletten Nutzungsbedingungen von Readly am 14. September 2026 selbst aufgerufen und Zeile für Zeile gegen die Werbeaussagen gehalten. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt.
Läuft gerade eine Gratis-Aktion — und was ist aus „3 Monate gratis“ geworden?
Am 14. September 2026 läuft bei Readly keine Gratis-Aktion, sondern ein bezahlter Einstieg: 0,99 Euro für einen Monat, danach der reguläre Tarifpreis (Aktionsangabe auf der deutschen Readly-Seite, abgerufen am 14.09.2026). Diese 99 Cent gelten für alle drei Tarife gleichermaßen — auch wer Family wählt, zahlt im ersten Monat 0,99 statt 19,99 Euro.
Die viel gesuchten Varianten „3 Monate gratis“ und „6 Monate kostenlos“ sind damit nicht erfunden, aber sie stammen aus einer anderen Quelle. In unserem eigenen Beitragsarchiv stehen seit Oktober 2017 achtzehn Readly-Aktionen, und die langen Gratiszeiträume kamen dort praktisch immer ĂĽber Dritte: drei Monate geschenkt gab es 2020 und 2021 ĂĽber Tchibo und ĂĽber einen Mobilfunkanbieter, weitere Drei-Monats-Pakete lagen Tarifverträgen bei. Direkt auf der Readly-Seite waren es historisch ein bis zwei Monate — und aktuell eben ein Monat fĂĽr 99 Cent.
Daraus folgt eine schlichte Regel: Wer „Readly 3 Monate gratis“ sucht, sucht in Wahrheit nach einer Partneraktion. Diese Aktionen tauchen unregelmäßig auf, sind an Bedingungen geknĂĽpft (Neukunde, bestimmter Tarif, Warenkorb) und laufen nach Ablauf automatisch in ein bezahltes Abo — genau das ist der Punkt, an dem aus einem Geschenk eine Abbuchung wird. Wie ihr solche Konstruktionen frĂĽh erkennt, haben wir im Ratgeber zu Abo-Fallen aufgeschrieben.
Unsere laufende Übersicht zum aktuellen Readly-Angebot hält den jeweils gültigen Aktionspreis fest. Verlasst euch nicht auf ältere Blogbeiträge: Aktionspreise bei Readly wechseln mehrfach im Jahr, und ein Angebot vom Sommer ist im Herbst regelmäßig abgelaufen.
Monatsabo oder Jahresabo: der Preisunterschied in Zahlen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die Jahresabrechnung senkt den Monatspreis um exakt 20 Prozent: 11,99 statt 14,99 Euro bei Premium, 13,49 statt 16,99 Euro bei Duo und 15,99 statt 19,99 Euro bei Family (Readly-TarifĂĽbersicht, abgerufen am 14.09.2026). Readly schreibt dazu unmissverständlich „12 Monate Mindestlaufzeit“ — die monatliche Variante trägt stattdessen den Zusatz „jederzeit kĂĽndbar“.
In Jahressummen gerechnet heißt das: Premium kostet monatlich abgerechnet 179,88 Euro im Jahr, jährlich abgerechnet 143,88 Euro. Die Ersparnis beträgt 36 Euro. Bei Duo sind es 42 Euro (203,88 gegen 161,88 Euro), bei Family 48 Euro (239,88 gegen 191,88 Euro). Das ist real, aber es ist eben auch der Preis für zwölf Monate Bindung.
| Tarif | Jahr monatlich | Jahr jährlich |
|---|---|---|
| Readly Premium | 179,88 € | 143,88 € |
| Readly Duo | 203,88 € | 161,88 € |
| Readly Family | 239,88 € | 191,88 € |
Eigene Rechnung aus den am 14.09.2026 ausgewiesenen Monatspreisen, zwölf Monate ohne Aktionsrabatt. Die rechte Spalte setzt die zwölfmonatige Mindestlaufzeit voraus, die Readly für die Jahresabrechnung angibt.
Eine dritte Rechnung lohnt sich, weil sie im ersten Jahr oft gewinnt: Wer die 99-Cent-Aktion mitnimmt und danach monatlich weiterzahlt, kommt auf 165,88 Euro im ersten Jahr — 14 Euro mehr als das gebundene Jahresabo, aber mit der Freiheit, nach drei Monaten wieder auszusteigen. Erst ab dem zweiten Jahr ist der Jahrestarif eindeutig der günstigere Weg, und zwar nur, wenn ihr wirklich durchgehend lest.
Rechtlich ist die zwölfmonatige Bindung unbedenklich: Nach Paragraf 309 Nummer 9 BGB darf eine Vertragslaufzeit den Kunden bis zu zwei Jahre binden. Die Grenze liegt woanders — bei der Verlängerung, und dazu weiter unten mehr.
Profile, Geräte und gleichzeitiges Lesen: was die drei Tarife wirklich trennt
Der entscheidende Unterschied steht nicht auf der Preisseite, sondern in den Nutzungsbedingungen: Premium erlaubt maximal drei Geräte „ohne Möglichkeit gleichzeitiger Verbindungen“, Duo sechs Geräte mit zwei gleichzeitigen Verbindungen und Family fĂĽnfzehn Geräte mit fĂĽnf gleichzeitigen Verbindungen (Readly-Nutzungsbedingungen, abgerufen am 14.09.2026). Wer also im Premium-Tarif auf dem Tablet liest, während der Partner am Laptop dieselbe Kennung benutzt, stößt an eine harte Grenze.
Genau daran hängt die Wirtschaftlichkeit von Duo und Family. Family kostet 19,99 Euro und teilt sich auf fünf Profile auf — das sind 4,00 Euro je Profil und Monat, im Jahrestarif 3,20 Euro. Damit ist Family ab zwei ernsthaften Lesern günstiger als zwei Premium-Abos (29,98 Euro) und ab drei Lesern konkurrenzlos. Umgekehrt ist Family für einen Einzelleser reine Geldverschwendung, weil das Heftangebot identisch ist.
Ein Profil ist ĂĽbrigens nicht dasselbe wie ein Gerät: Readly beschreibt Profile als getrennte Leseumgebungen mit eigener personalisierter Startseite, Empfehlungen und Merkliste. Wer das Konto nur „mal eben“ mit den Eltern teilt, braucht kein zweites Profil — wer dauerhaft eigene Empfehlungen will, schon. Readly selbst weist das Teilen des Premium-Kontos ausdrĂĽcklich ab und verweist auf Duo und Family.
Nicht zu Readly gehört der E-Reader mit E-Ink-Display. Die Plattform läuft nach eigenen Angaben auf Computer, Tablet und Smartphone; ein klassischer Kindle ist kein unterstütztes Gerät. Wer vor allem Bücher auf E-Ink lesen will, ist bei einer Buch-Flatrate besser aufgehoben — die Kosten und den Ausstieg dort beschreiben wir im Beitrag zu Kindle Unlimited.
Rechnet sich die Flatrate gegen den Einzelkauf von Zeitschriften?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die Schwelle liegt bei etwa zwei Heften im Monat: Ein einzelnes Fachheft kostet am Kiosk 7,00 Euro (Preisangabe des Heise-Verlags zur c’t-Ausgabe 19/2026, abgerufen am 14.09.2026), die Stiftung Warentest weist fĂĽr ihre Ausgabe 9/2026 auf test.de 8,40 Euro aus. Zwei solche Hefte kosten zusammen 15,40 Euro — mehr als der Readly-Monatspreis von 14,99 Euro.
Diese Rechnung ist belastbarer als bei anderen Flatrates, weil Heftpreise in Deutschland nicht verhandelbar sind. Paragraf 30 Absatz 1 GWB nimmt Zeitungen und Zeitschriften ausdrücklich vom Kartellverbot aus: Verlage dürfen ihren Abnehmern den Weiterverkaufspreis bis zum Endverbraucher vorschreiben. Der Kioskpreis ist also überall derselbe — es gibt beim Einzelkauf schlicht nichts zu vergleichen und nichts zu sparen.
Die Preise steigen dabei spĂĽrbar. Die c’t kostete bis Heft 14/2026 noch 6,50 Euro und liegt seit Heft 15/2026 bei 7,00 Euro — ein Sprung von 7,7 Prozent mitten im Jahr (Preisangaben des Verlags, abgerufen am 14.09.2026). Die digitale Einzelausgabe liegt mit 6,20 Euro nur knapp darunter; wer einzeln kauft, spart durch das digitale Format also kaum etwas.
Daraus ergibt sich eine einfache Faustformel fĂĽr die eigene Entscheidung: Zählt ehrlich, wie viele Hefte ihr im Monat wirklich zu Ende lest. Bei einem Heft verliert die Flatrate, bei zwei Heften ist es ein Nullsummenspiel, ab drei Heften spart sie. Die 11,99 Euro des Jahrestarifs entsprechen dabei 1,7 c’t-Ausgaben — das ist die niedrigste Schwelle, die Readly anbietet.
Gegen ein einzelnes Verlags-Abo verliert die Flatrate dagegen häufig, vor allem wenn eine Prämie im Spiel ist. Wer nur einen Titel liest, fährt mit einem Jahresabo plus Gutschein meist besser; wie man den echten Effektivpreis dabei ausrechnet, steht im Ratgeber zum Zeitschriften-Abo mit Prämie.
Für wen sich Readly rechnet — und für wen nicht
Die Zielgruppe ist jünger, als das Thema Zeitschriften vermuten lässt: Nach einer von Readly beauftragten Ipsos-Studie sind 46 Prozent der Nutzer zwischen 16 und 34 Jahre alt, 34 Prozent zwischen 35 und 54 und 20 Prozent 55 oder älter; 92 Prozent der Abonnenten bezeichnen sich als zufrieden (Readly, Ipsos-Studie April 2025). Readly gibt die durchschnittliche Nutzungsdauer mit 23 Minuten pro Tag an.
Das ist die eigentliche Rechengröße. 23 Minuten täglich sind rund zwölf Stunden im Monat — bei 14,99 Euro also 1,30 Euro je Lesestunde. Wer die App dagegen zweimal im Monat öffnet, zahlt denselben Betrag für zwei Sitzungen. Die Flatrate bestraft unregelmäßige Nutzung härter als fast jedes andere Abo, weil es keinen Restwert gibt: Kein Heft bleibt im Regal stehen.
Klar gegen Readly spricht der Fall „ein Lieblingstitel“. Ein einzelnes Jahresabo mit Prämie liegt bei den meisten Publikumstiteln unter 14,99 Euro im Monat, und ihr behaltet die Hefte. Klar fĂĽr Readly spricht der Haushalt mit unterschiedlichen Interessen: FĂĽnf Profile fĂĽr 19,99 Euro sind rechnerisch kaum zu schlagen, sobald jeder ein bis zwei Hefte im Monat liest.
Wie viel Bewegung in diesem Markt steckt, hat das Bundeskartellamt bei der Freigabe der Cafeyn-Ăśbernahme so beschrieben: „Flat-Rate-Modelle haben sich beim Musik- und Videostreaming durchgesetzt. FĂĽr Presse- und Magazintitel befinden sich die digitalen Vertriebswege weiterhin im Wandel.“ Das ist auch drei Jahre später noch die richtige Beschreibung — und ein guter Grund, den Preis vor jeder Verlängerung neu zu prĂĽfen (Bundeskartellamt, 24.01.2023).
Kündigungsfrist, Verlängerung und was nach der Kündigung übrig bleibt
Readly verlangt eine Frist von „mindestens 24 Stunden vor dem letzten Tag des laufenden Monats“; das Abo endet dann am Monatsletzten (Readly-Nutzungsbedingungen, abgerufen am 14.09.2026). Der Weg fĂĽhrt ĂĽber Mein Konto, Mein Paket und „Mein Abonnement kĂĽndigen“ — wer ĂĽber den App-Store von Apple oder ĂĽber PayPal abgeschlossen hat, muss ausschlieĂźlich dort kĂĽndigen.
Der unangenehmste Satz der Bedingungen betrifft die Bibliothek: Nach der Kündigung könnt ihr auf gelesene und heruntergeladene Inhalte nicht mehr zugreifen. Eine Magazin-Flatrate ist also Miete, kein Kauf — die Offline-Downloads verschwinden mit dem Zugang. Dasselbe gilt für Geschenkkarten, die Readly für feste Zeiträume von drei, sechs oder zwölf Monaten verkauft und die nach Ablauf ersatzlos enden.
FĂĽr die Verlängerung gilt deutsches Verbraucherrecht, und das ist seit 2022 streng. Die Verbraucherzentrale fasst es so zusammen: Ein Vertrag darf sich nur noch automatisch verlängern, wenn „sich der Vertrag auf unbestimmte Zeit verlängert und die Verbraucher:innen eine KĂĽndigungsfrist von höchstens einem Monat erhalten“ (Verbraucherzentrale, Stand 22.10.2024). Ein Jahresabo, das sich stillschweigend um ein weiteres Jahr verlängert, wäre danach unwirksam.
Dazu kommt der KĂĽndigungsbutton. Paragraf 312k BGB verlangt auf jeder Webseite, ĂĽber die man ein Dauerschuldverhältnis abschlieĂźen kann, eine Schaltfläche, die „gut lesbar mit nichts anderem als den Wörtern ‚Verträge hier kĂĽndigen‘ oder mit einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet sein“ muss. Sie muss ohne Login erreichbar sein, und der Anbieter muss den Eingang der KĂĽndigung bestätigen. Diese Bestätigung ist euer Beweis — hebt sie auf.
Praktisch heißt das: Setzt euch am Tag des Abschlusses eine Erinnerung auf den 25. des Monats, in dem ihr aussteigen wollt. Die Fristmechanik bei Zeitschriften ist im Detail eine eigene Wissenschaft, die wir im Ratgeber zum Zeitschriften-Abo kündigen auseinandergenommen haben; für Testzeiträume gilt zusätzlich, was im Beitrag zum Probeabo steht.
Kostenlos lesen: Bibliothek, Onleihe und die Alternativen

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die günstigste Magazin-Flatrate kostet gar nichts: Mehr als 3.700 Öffentliche Bibliotheken in Deutschland bieten online ausleihbare Medien wie E-Books, E-Papers, E-Audios und E-Videos an — bei insgesamt 8.152 Bibliotheksstandorten im Jahr 2023 und rund 363,22 Millionen Entleihungen (Deutscher Bibliotheksverband, Bibliotheksportal). Der Zugang hängt an einem Bibliotheksausweis, der in den meisten Städten zweistellig im Jahr kostet oder für Jugendliche gratis ist.
Onleihe und Libby
Der größte deutsche Anbieter dieser Leihplattformen steht gerade vor einem Wechsel: Am 18. August 2026 wurde bekannt, dass OverDrive die divibib GmbH übernimmt und die Onleihe schrittweise auf die App Libby umgestellt wird; über 600 Bibliotheken und Verbünde in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen Libby bereits, knapp zehn Millionen digitale Medien wurden 2025 darüber ausgeliehen (Fachstelle Öffentliche Bibliotheken NRW). Für euch ändert sich zunächst nichts: Die Onleihe bleibt während der Umstellung verfügbar.
Der Unterschied zur Flatrate ist die Verfügbarkeit. Bibliotheken lizenzieren einzelne Ausgaben und begrenzen oft die Zahl gleichzeitiger Ausleihen, während bei Readly jedes Heft jederzeit offensteht. Wer Wartezeiten aushält und nur drei, vier Titel regelmäßig liest, spart sich die 179,88 Euro im Jahr komplett.
Partnerzugänge über Arbeitgeber und Institutionen
Readly selbst nennt als Partner ausdrĂĽcklich „Bibliotheken, Institutionen und Betriebsräte“. Solche indirekten Zugänge laufen nach den Nutzungsbedingungen vollständig ĂĽber den Partner: Er entscheidet ĂĽber Preis, Anmeldeweg und KĂĽndigung, und Readly ĂĽbernimmt dafĂĽr keine Haftung. Fragt also erst im Betrieb oder in der Stadtbibliothek nach, bevor ihr selbst abschlieĂźt — ein geschenkter Zugang schlägt jeden Aktionspreis.
Andere Flatrates und Verlags-Abos
Der Markt ist größer, als der Marktführer vermuten lässt: Allein der Medienverband der freien Presse vertritt nach eigenen Angaben 350 Verlage und branchenweit über 7.000 Zeitschriften- und Medienangebote (MVFP). Viele Verlage verkaufen ihre E-Paper direkt oder über Plus-Abos, und für Hörformate gelten eigene Preislogiken, die wir im Hörbuch-Abo-Vergleich aufgeschlüsselt haben.
Vor- & Nachteile im Ăśberblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Ab zwei Heften im Monat gĂĽnstiger als Einzelkauf | Nach der KĂĽndigung sind alle Downloads weg |
| Family: 4,00 € je Profil und Monat | Premium erlaubt kein gleichzeitiges Lesen |
| Monatsabo jederzeit kündbar, 24 Stunden Frist | Jahrestarif bindet zwölf Monate |
| Jahresabrechnung spart 36 bis 48 € pro Jahr | Kein Support für E-Ink-Reader wie Kindle |
Häufige Fragen zu den Readly-Kosten
Welche KĂĽndigungsfrist gilt bei Readly?
Nach den Nutzungsbedingungen könnt ihr jederzeit kündigen, spätestens aber 24 Stunden vor dem letzten Tag des laufenden Monats. Das Abonnement endet dann am Monatsletzten, eine darüber hinausgehende Frist gibt es beim Monatsabo nicht. Habt ihr über Apple oder PayPal abgeschlossen, funktioniert die Kündigung ausschließlich über diesen Weg, nicht über die Readly-Webseite.
Kann ich Readly monatlich kĂĽndigen?
Ja, sofern ihr die monatliche Abrechnung gewählt habt — Readly kennzeichnet diese Variante selbst als jederzeit kündbar. Beim Jahrestarif gilt dagegen eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Danach darf sich der Vertrag nach deutschem Recht nur noch auf unbestimmte Zeit verlängern, mit einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat.
Wie viele Endgeräte kann ich gleichzeitig bei Readly nutzen?
Das hängt am Tarif und steht nur in den Nutzungsbedingungen: Premium erlaubt maximal drei Geräte, aber keine gleichzeitigen Verbindungen. Duo erlaubt sechs Geräte und zwei gleichzeitige Verbindungen, Family fünfzehn Geräte und fünf gleichzeitige Verbindungen. Readly behält sich ausdrücklich vor, diese Zahlen zu ändern.
Bleiben heruntergeladene Magazine nach der KĂĽndigung lesbar?
Nein. Die Nutzungsbedingungen sagen klar, dass ihr nach der Kündigung nicht mehr auf die während der Laufzeit gelesenen oder heruntergeladenen Inhalte zugreifen könnt. Die Offline-Funktion ist ein Komfortmerkmal für unterwegs, kein Archiv. Wer einzelne Ausgaben behalten will, muss sie separat als E-Paper kaufen.
Bleibt der Zugriff auf die Magazine bis zum Ende des bezahlten Zeitraums erhalten?
Ja. Eine KĂĽndigung wirkt zum letzten Tag des laufenden Monats, bis dahin bleibt der volle Zugang bestehen. Beim Jahrestarif endet der Zugriff entsprechend mit dem bezahlten Jahr. Eine anteilige RĂĽckerstattung fĂĽr nicht genutzte Monate sehen die Bedingungen nicht vor.
Muss ich bei einer KĂĽndigung ĂĽber Drittanbieter wie Apple oder Google anders vorgehen?
Ja, und das ist eine der häufigsten Fehlerquellen. Wer über den Apple-In-App-Kauf abgeschlossen hat, kündigt unter Einstellungen, Apple-ID, Abonnements, Readly. Bei Android führt der Weg über Einstellungen, Zahlungen und Abonnements, Abonnements, Readly. Eine Kündigung auf der Readly-Webseite beendet diese Verträge nicht.
Was kostet Readly fĂĽr Bestandskunden?
Bestandskunden zahlen den Preis, der bei Abschluss galt, bis Readly ihn ändert. Die Bedingungen erlauben Preisänderungen ausdrĂĽcklich; sie werden „innerhalb einer angemessenen Frist“ mitgeteilt und gelten ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Wer nicht einverstanden ist, muss vor dem Stichtag kĂĽndigen — Weiternutzung gilt als Zustimmung.
Lohnt sich Readly im Vergleich zu anderen Wegen?
Rechnerisch ab zwei bis drei gelesenen Heften pro Monat. Darunter sind Bibliothekszugänge, ein einzelnes Verlags-Abo mit Prämie oder Partnerzugänge über den Arbeitgeber günstiger. Ab drei Lesern im Haushalt dreht sich das Bild: 19,99 Euro für fünf Profile unterbietet praktisch jede Kombination aus Einzelabos.
Fazit: erst zählen, dann abschließen
Die Zahl, auf die es ankommt, ist nicht der Monatspreis, sondern eure Heftzahl. Zwei Hefte im Monat sind die Schwelle, ab der Readly gegen den Kiosk gewinnt; darunter zahlt ihr für ein Angebot, das ihr nicht ausschöpft. Drei Faustregeln helfen bei der Entscheidung:
- Erst die Bibliothek prüfen: Mehr als 3.700 Öffentliche Bibliotheken verleihen E-Papers — das kostet weniger als ein einziger Readly-Monat.
- Aktion mitnehmen, Termin setzen: 0,99 Euro für einen Monat sind ein fairer Test, aber die Verlängerung kommt automatisch.
- Jahrestarif erst im zweiten Jahr: 36 bis 48 Euro Ersparnis lohnen sich nur, wenn ihr das erste Jahr wirklich durchgelesen habt.
Wer seine laufenden Verträge insgesamt sortieren will, findet die Systematik dafür in unserem Ratgeber zum Verwalten aller Abos. Und die jeweils aktuellen Aktionspreise für Lese-Flatrates, Zeitschriften-Abos und Prämien sammeln wir laufend auf MonsterDealz.de.