Joyn Login 2026: Anmelden am TV, 7Pass und das Ein-Stream-Limit
Der Joyn Login ist die Anmeldung an einem Joyn-Konto, dessen Zugang seit der Umstellung über 7Pass läuft — den zentralen Anmeldedienst der ProSiebenSat.1-Gruppe: eine E-Mail-Adresse, ein Passwort, ein Zugang für Browser, App, Smart TV und Konsole. Für personalisierte Funktionen wie Watchlist und Empfehlungen sowie für jedes kostenpflichtige Angebot ist die Anmeldung laut Ziffer 2.2 der Joyn-Nutzungsbedingungen Pflicht. Wie ihr euch auf jedem Gerät anmeldet, wie viele Streams gleichzeitig laufen dürfen und was ihr tut, wenn der Login hängt — Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Anmeldung mit E-Mail und Passwort über 7Pass oder mit einem Social Login von Amazon, Google, Facebook oder Apple
- Am Fernseher meldet ihr euch nicht mit der Fernbedienung an, sondern über QR-Code oder Link am Handy oder PC
- Ohne Joyn+ läuft nur ein Stream gleichzeitig — Joyn+ erlaubt laut Leistungsbeschreibung bis zu vier Geräte parallel
- Der Bestätigungslink aus der Registrierungsmail gilt nur eine Stunde; ohne Klick wird kein Konto angelegt
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Was ist der Joyn Login — und welches Konto steckt dahinter?
Der Joyn Login ist keine eigene Zugangshürde von Joyn, sondern der Login eines fremden Dienstes: 7Pass. In Joyns eigenem Hilfeartikel zur Anmeldung heißt es wörtlich, 7Pass sei „der zentrale Anmeldeservice von ProSiebenSat.1″ — mit einem 7Pass-Konto könnt ihr „auch auf zahlreiche Online-Angebote der ProSiebenSat.1-Gruppe zugreifen“, ohne euch jeweils neu zu registrieren (abgerufen am 15. September 2026). Genau deshalb landen so viele Suchanfragen bei „sso joyn de login“: Die Adresszeile zeigt beim Anmelden einen anderen Absender, als der Dienst heißt, den ihr gerade nutzen wolltet.
Anbieterin von Joyn ist laut Impressum die Seven.One Entertainment Group GmbH, Medienallee 7 in 85774 Unterföhring. Die Nutzungsbedingungen mit Stand Juli 2026 regeln in Ziffer 2.2, dass der Zugang zum Joyn-Account über 7Pass erfolgt, und in Ziffer 3.1, was die Registrierung verlangt: eine gültige E-Mail-Adresse, das Geburtsdatum, das Geschlecht und ein frei wählbares Passwort. Möglich ist die Registrierung ab 16 Jahren; ein kostenpflichtiges Angebot dürft ihr laut Ziffer 4.1 erst ab 18 Jahren buchen — oder ab 16 „unter Mitwirkung eines gesetzlichen Vertreters“.
Kosten entstehen durch den Umweg nicht. Joyn schreibt in der 7Pass-Hilfe: „Grundsätzlich ist 7Pass kostenlos für dich.“ Wer nur das werbefinanzierte Basisangebot nutzt, zahlt nichts; wer ein kostenpflichtiges Abo hat, zahlt den regulären Abopreis und keinen Aufschlag für den Anmeldedienst. Zur Datenweitergabe ist die Hilfeseite ungewöhnlich konkret: Übermittelt werde „lediglich eine verschlüsselte Übermittlung deiner Login-Daten (E-Mail, Passwort, Geburtsdatum, Geschlecht)“, weitere Kundendaten gingen nicht an 7Pass oder andere Gesellschaften der Gruppe.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und im Magazin erklärt, wie Abos, Konten und Kündigungswege in der Praxis funktionieren. Was Joyn kostet und wo die Grenze zwischen Gratis-Angebot und Abo verläuft, steht ausführlich in unserem Ratgeber zu den Joyn Kosten.
Joyn Login Schritt für Schritt: Browser, App und Fire TV
Im Browser ist der Weg am kürzesten: joyn.de aufrufen, oben rechts auf das Account-Symbol klicken, E-Mail-Adresse eintragen, Passwort setzen. In der Mobil-App tippt ihr links oben auf das Account-Symbol und dort auf „Login“; iOS-Nutzer müssen zusätzlich die Verwendung von 7Pass mit „Fortfahren“ bestätigen, weil Apple die Weitergabe an einen Drittanbieter-Anmeldedienst gesondert abfragt. Das ist kein Fehler, sondern der reguläre Ablauf.
Der Schritt, an dem die meisten Registrierungen scheitern, ist die Bestätigungsmail. Joyn schreibt dazu in der Registrierungs-Hilfe: „Teil der Registrierung ist die Bestätigung deiner E-Mail-Adresse. Ohne diese Bestätigung wird noch kein Account erstellt (Ausnahme Fire TV).“ Und: „Bitte beachte, dass der Link in der Bestätigungsmail nur eine Stunde gültig ist.“ Wer die Mail abends anfordert und morgens klickt, steht wieder am Anfang — nicht, weil der Login defekt wäre, sondern weil die Stunde abgelaufen ist. Der Absender ist dabei 7Pass, nicht Joyn; in Spam-Filtern, die nach dem Wort „Joyn“ sortieren, landet die Mail deshalb gern im falschen Ordner.
Auf dem Fire TV gilt eine Ausnahme: Dort bietet Joyn zusätzlich einen Amazon-Button an. Wer ihn nutzt, registriert sich über sein Amazon-Konto — und muss sich danach auf jedem weiteren Gerät daran erinnern, Amazon als Login-Dienst auszuwählen. Genau dieses Detail steht als ausdrücklicher Hinweis in Joyns Anleitung, und es ist die häufigste Ursache für den Satz „mein Konto gibt es gar nicht“: Das Konto existiert, es hängt nur an einem anderen Anmeldeweg.
| Gerät | Anmeldeweg | Besonderheit |
|---|---|---|
| Browser am PC oder Mac | E-Mail und Passwort | ab Windows 11, macOS 14 |
| Joyn-App auf dem Handy | E-Mail und Passwort | iOS: 7Pass bestätigen |
| Smart TV | QR-Code oder Link | Zweitgerät nötig |
| Fire TV | Link oder Amazon-Button | Anmeldeweg merken |
Anmeldewege laut Joyns eigener Registrierungs-Hilfe und der Geräteliste, abgerufen am 15. September 2026. Zweitgerät nötig heißt: Handy, Tablet oder Rechner mit Browser, um den Anmeldeschritt auszuführen.
Joyn am Fernseher anmelden: QR-Code statt Passwort

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Am Fernseher tippt ihr euer Passwort nicht ein. Joyn beschreibt den TV-Weg so: Joyn-App öffnen, zum Account-Symbol am oberen Bildschirmrand navigieren, „Registrieren“ beziehungsweise „Login“ wählen — danach zeigt der Fernseher einen Link und einen QR-Code. Den Link gebt ihr im Browser eines zweiten Geräts in die Adresszeile ein, oder ihr scannt den QR-Code mit der Handy-Kamera. Nach dem Abschluss überträgt Joyn die Zugangsdaten automatisch an den Fernseher, wie es in der Anleitung ausdrücklich heißt.
Wichtig ist die Reihenfolge, und die steht in den Nutzungsbedingungen: Ziffer 2.10 verlangt für die Nutzung über einen Smart TV eine „vorherige Registrierung und der Erwerb der Joyn-Dienste über die Website, einen Drittanbieter oder einen In-App-Erwerb“. Erst danach könnt ihr euch am Gerät einloggen. Wer also am Fernseher anfängt und dort ein Abo sucht, arbeitet gegen den vorgesehenen Ablauf. Eine Gültigkeitsdauer für den TV-Code nennt Joyn in den frei zugänglichen Hilfeartikeln nicht — wenn der Bildschirm zu lange steht, hilft schlicht ein Neuaufruf des Anmeldedialogs.
Die Geräteliste ist erfreulich lang und erfreulich präzise datiert: Samsung-Fernseher mit Tizen ab Baujahr 2016, LG ab 2016, Panasonic ab 2017, dazu Philips Titan OS, TiVo OS, VIDAA U4 bis U6 und mehrere Vestel-Plattformen. Apple TV verlangt tvOS 17 oder neuer, PlayStation 4 und 5 sind dabei, ebenso Fire TV, Chromecast, die Magenta TV One Box und der Stick, Sky-Q-Receiver, Sky Q IPTV Box, Sky Stream Box und der HD+ IP TV-Stick. Mobil braucht ihr Android ab Version 7 oder iOS ab Version 17. Steht euer Modell nicht auf der Liste, ist der Login nicht kaputt, sondern das Gerät wird schlicht nicht unterstützt.
Ein Vergleich hilft beim Einordnen: Bei MagentaTV läuft die Kopplung über einen achtstelligen Code, den ihr im Telekom-Kundencenter eintragt — die Mechanik ist dieselbe, die Oberfläche eine andere. Wie das dort abläuft, steht im Ratgeber zum MagentaTV Login.
Wie viele Geräte und Streams erlaubt Joyn gleichzeitig?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Hier liegt die wichtigste Zahl des ganzen Themas, und sie steht nicht in einem Hilfeartikel, sondern in den Nutzungsbedingungen. Ziffer 2.11 lautet wörtlich: „Die Joyn-Dienste können jedoch auf beliebig vielen Geräten installiert werden. Die gleichzeitige Nutzung von Joyn-Diensten – insbesondere das Abspielen von Inhalten – auf mehreren Endgeräten mit einem Joyn-Account ist nicht möglich, es sei denn, in der Leistungsbeschreibung des jeweiligen Joyn-Dienstes auf der Joyn Webseite und in der Joyn App ist etwas anderes geregelt.“ Im Klartext: Installieren dürft ihr, so oft ihr wollt. Gleichzeitig abspielen dürft ihr mit dem kostenlosen Konto genau einmal.
Die Ausnahme, auf die derselbe Satz verweist, steht auf Joyns Seite zum kostenpflichtigen Abo: Dort wird ausdrücklich mit der Nutzung „auf bis zu 4 Geräten gleichzeitig“ geworben. Das Abo hebt also nicht nur Werbung und Bildqualität an, es hebt die Stream-Grenze von eins auf vier. Wer zu Hause zwei Fernseher gleichzeitig bespielen will, kauft damit streng genommen kein besseres Bild, sondern den zweiten Stream.
| Merkmal | Joyn Free | Joyn+ |
|---|---|---|
| Preis pro Monat | 0 € | 8,99 € |
| Streams gleichzeitig | 1 | bis zu 4 |
| Downloads | keine | bis zu 10 Inhalte |
| Streaming im EU-Ausland | nein | ja |
Angaben von Joyn selbst, abgerufen am 15. September 2026; Preise verstehen sich laut Ziffer 10.1 der Nutzungsbedingungen einschließlich Mehrwertsteuer. Mit einem Jahresabo sinkt der Preis nach Anbieterangabe um 24 Euro über zwölf Monate. Die Download-Inhalte bleiben bis zu 30 Tage offline verfügbar; nach dem Start eines Videos habt ihr 48 Stunden Zeit, es zu Ende zu sehen.
Eine Geräteverwaltung, in der ihr einzelne angemeldete Fernseher oder Handys wieder abmeldet, beschreibt Joyn in seinen Kontohilfen nicht. Das ist der spürbarste Unterschied zu anderen Diensten: Bei RTL+ lassen sich Profile, Geräte und parallele Streams im Kontobereich einsehen und einzeln trennen, wie wir im Ratgeber zum RTL+ Login beschreiben, und auch Netflix führt eine Liste der zugreifenden Geräte — nachzulesen im Netflix Login. Bei Joyn bleibt euch stattdessen der harte Weg: Passwort ändern, dann sind alle anderen Sitzungen wertlos.
Dass es überhaupt eine Grenze gibt, hat einen vertraglichen Grund. Ziffer 2.11 bindet die Nutzung „auf den Haushalt des Users“, und Ziffer 3.3 erlaubt Joyn, ein Konto bei „unbefugter Weitergabe seiner Zugangsdaten“ zeitweise oder dauerhaft zu sperren. Wer seinen Login verteilt, riskiert also nicht nur unterbrochene Streams.
Passwort vergessen, Social Login und ein sicheres Konto

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Der Weg zurück ins Konto ist kurz und steht in Joyns Passwort-Hilfe: Beim Login „Passwort vergessen“ wählen, die Adresse eintragen, mit der ihr euch angemeldet habt, auf „Passwort-Link anfordern“ klicken, im Postfach die Mail öffnen und dort „Passwort festlegen“ wählen. Drei Schritte, keine Wartezeit, kein Support nötig.
Genau ein Fall bricht diesen Weg, und Joyn benennt ihn ausdrücklich: „Falls du Joyn mit einem Social Login (Amazon, Google, Facebook, Apple) nutzt, musst du dein Passwort dort zurücksetzen. Dein Passwort über Joyn zurückzusetzen ist in diesem Fall nicht möglich.“ Wer sich einst über den Amazon-Button auf dem Fire TV angemeldet hat, sucht sein Passwort also bei Joyn vergeblich — es gibt dort keins. Der Reset gehört zum jeweiligen Konto bei Amazon, Google, Facebook oder Apple.
Wie stark das Passwort sein sollte, gibt Joyn nicht vor; das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik dagegen schon. Das BSI empfiehlt für sichere Passwörter entweder mindestens acht Zeichen aus vier Zeichenarten oder ein langes Passwort ab 25 Zeichen, und es rät zu einem Passwortmanager für die Verwaltung. In seiner Mitteilung vom 30. Januar 2026 stellt das Amt außerdem klar: „Ein routinemäßiger Passwortwechsel aber erhöht die Sicherheit nicht automatisch.“ Wichtiger sei ein starkes, einzigartiges Passwort, ergänzt durch einen zweiten Faktor oder ersetzt durch einen Passkey. Eine Zwei-Faktor-Anmeldung beschreibt Joyn in seinen Kontohilfen nicht; dokumentiert sind der Login aus E-Mail und Passwort sowie die vier Social-Logins.
Umso wichtiger ist, dass ihr Phishing erkennt. Die Verbraucherzentrale nennt als typische Merkmale einer Phishing-Mail eine fehlende Anrede, eine unseriöse Absenderadresse, die Aufforderung, persönliche Daten über einen Link zu bestätigen, und eine kurze Frist, die Handlungsdruck erzeugt. Genau dieses Muster kursiert bei Streaming-Diensten regelmäßig als angeblich fehlgeschlagene Abbuchung. Ist es doch passiert, hilft die Anleitung der Verbraucherzentrale zur ersten Hilfe bei gehackten Online-Konten. Warum das kein Randthema ist, zeigt Ziffer 7.3 der Nutzungsbedingungen: Der Nutzer ist „für alle Handlungen, die unter Verwendung seiner Zugangsdaten vorgenommen werden, voll verantwortlich“ — samt Zahlungspflicht für Bestellungen Dritter.
Jugendschutz-PIN: der zweite Login hinter dem Login
Für Sendungen ab 16 oder ab 18 Jahren und für nicht FSK-geregelte Live-TV-Sender reicht das normale Konto nicht. Joyn verlangt dafür eine vierstellige Jugendschutz-PIN, die ihr einmalig mit einem Ausweisdokument freischaltet: neuer deutscher Personalausweis ab August 2021, altes Modell bis August 2021 oder EU-Reisepass, jeweils gültig zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Eingabe muss laut Anleitung in Großbuchstaben erfolgen — eine Kleinigkeit, an der erstaunlich viele Versuche scheitern.
Zwei Einschränkungen solltet ihr vorher kennen. Erstens lässt sich der Altersnachweis nur im Webbrowser und auf bestimmten Fernsehgeräten einrichten, ausdrücklich nicht in der mobilen App. Zweitens friert die Freigabe euer Alter zum Zeitpunkt der Erstellung ein: Wer die PIN mit 17 anlegt, bekommt die Freigabe ab 16 — und muss sie nach dem 18. Geburtstag neu einrichten, denn eine automatische Umstellung gibt es nicht. Ein Ausweisdokument lässt sich außerdem nicht für mehrere Konten verwenden.
Diese Zweiteilung ist kein Joyn-Einfall, sondern die Grundstruktur des deutschen Jugendmedienschutzes. Die Kommission für Jugendmedienschutz beschreibt für geschlossene Benutzergruppen nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag genau dieses Muster aus einmaliger Identifizierung und laufender Authentifizierung: Anbieter müssen sicherstellen, „dass im Rahmen der Authentifizierung nur die jeweils identifizierte und altersgeprüfte Person Zugang erhält“, wie es die KJM zum technischen Jugendmedienschutz formuliert. Der Ausweis erledigt den ersten Teil, die PIN den zweiten — und deshalb fragt Joyn sie auf jedem Gerät erneut ab.
Login im Ausland, Login-Fehler und der Weg aus dem Konto

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Der Login funktioniert im Ausland, das Programm nicht unbedingt. Ziffer 2.7 der Nutzungsbedingungen räumt die Nutzungsrechte „grundsätzlich nur räumlich beschränkt auf die Bundesrepublik Deutschland“ ein. Joyn selbst formuliert die Folge unmissverständlich: Mit einem Abo lassen sich die ausschließlich dafür verfügbaren Inhalte auch bei einem vorübergehenden Aufenthalt im EU-Ausland streamen, mit dem Gratis-Angebot sind die Inhalte „aus lizenzrechtlichen Gründen hingegen nur innerhalb Deutschlands verfügbar“.
Dahinter steht kein Willkürakt, sondern europäisches Recht. Die Verordnung (EU) 2017/1128 über die grenzüberschreitende Portabilität von Online-Inhaltediensten gilt seit dem 20. März 2018 und verpflichtet Anbieter, Abonnenten bei vorübergehendem Aufenthalt in einem anderen Mitgliedstaat den Zugriff „in derselben Form wie in seinem Wohnsitzmitgliedstaat“ zu ermöglichen. Verpflichtend ist das für bezahlte Dienste; für kostenlose Angebote ist es eine Option, die der Anbieter wählen kann. Genau diese Trennlinie erklärt, warum euer Konto in Italien zwar funktioniert, das Live-TV aber schwarz bleibt. Für Österreich betreibt Joyn ein eigenes Angebot mit eigener Hilfe-Community; das deutsche Konto ersetzt es nicht.
Bleibt der Alltag. Joyns eigene Sammlung technischer Tipps ist unspektakulär, aber wirksam und nach Gerät sortiert: Inhalt erneut abspielen, Gerät neu starten, App schließen und neu öffnen, Router neu starten, WLAN testweise durch eine LAN-Verbindung ersetzen, App-Daten löschen. Bei Samsung-Fernsehern empfiehlt Joyn zusätzlich, den Smart Hub zurückzusetzen; die Standard-PIN dafür lautet 0000, sofern ihr sie nie geändert habt. Generell rät Joyn, stets die aktuellste Version von App, Betriebssystem und Browser zu nutzen — ältere Versionen werden teilweise nicht mehr unterstützt, und dann sieht ein Kompatibilitätsproblem aus wie ein Login-Problem.
Wollt ihr das Konto wieder loswerden, gibt es drei Wege. In der iOS- und tvOS-App ab Version 2022.12.0 sowie in den Android-Apps ab AOS 5.60.0 beziehungsweise ATV-5.51.0 lässt sich die Löschung direkt anstoßen; ohne passendes Gerät nehmt ihr den Mailweg an die von Joyn genannte Datenschutzadresse, und zwar von genau der Adresse, mit der ihr registriert seid. Ein laufendes Abo müsst ihr vorher beenden — wie das geht, steht in unserem Ratgeber zum Joyn kündigen, hier geht es nur um den Zugang. Und ein Detail übersehen fast alle: Die Löschung bei Joyn hat laut Hilfeartikel „keinen Einfluss auf deinen bestehenden Account bei 7Pass“. Die Verknüpfung müsst ihr selbst im 7Pass-Konto lösen.
Vor- & Nachteile des Joyn Logins im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Ein Konto für Browser, App, Smart TV und Konsole | Nur ein gleichzeitiger Stream ohne Abo |
| Registrierung und 7Pass kosten nichts | Bestätigungslink verfällt nach einer Stunde |
| TV-Anmeldung per QR-Code statt Fernbedienung | Jugendschutz-PIN nicht in der mobilen App einrichtbar |
| Kontolöschung in iOS- und Android-App selbst auslösbar | Keine dokumentierte Geräteliste zum Abmelden |
So haben wir geprüft
- Primärquellen zuerst: Jede Angabe zu Anmeldung, Geräten, PIN und Grenzen stammt aus Joyns eigenen Hilfeartikeln, den Nutzungsbedingungen mit Stand Juli 2026 oder dem Impressum.
- Abrufdatum: Alle Angaben am 15. September 2026 abgerufen; wo Joyn keine Zahl veröffentlicht, steht hier auch keine.
- Unabhängig: Sicherheits- und Rechtsfragen belegen wir mit BSI, Verbraucherzentrale, KJM und dem EU-Verordnungstext, nicht mit Anbieterwerbung.
Häufige Fragen zum Joyn Login
Kann ich Joyn auch ohne 7Pass-Konto nutzen?
Für ein Joyn-Konto nicht. Die Nutzungsbedingungen sagen in Ziffer 2.2, dass der Zugang zum Joyn-Account über den zentralen Anmeldeservice 7Pass erfolgt. Ihr könnt allerdings statt eines eigenen 7Pass-Passworts einen Social Login von Amazon, Google, Facebook oder Apple wählen. Und wer gar kein Konto anlegt, verliert laut Ziffer 2.2 die personalisierten Funktionen wie Watchlist und Empfehlungen sowie jedes kostenpflichtige Angebot.
Welche Daten teilt 7Pass mit anderen Diensten der Gruppe?
Joyn beschreibt in der 7Pass-Hilfe eine „verschlüsselte Übermittlung deiner Login-Daten (E-Mail, Passwort, Geburtsdatum, Geschlecht)“ und stellt ausdrücklich fest: „Weitere Kundendaten werden nicht an 7Pass oder andere Gesellschaften der ProSiebenSat.1-Gruppe weitergegeben.“ Das gilt laut derselben Seite auch für Bestandskunden, die auf 7Pass umgestellt wurden. Welche Sehdaten Joyn selbst für Empfehlungen und Werbung verarbeitet, regelt dagegen die Datenschutzerklärung, nicht der Anmeldedienst.
Wie viele Geräte kann ich mit einem Joyn-Konto nutzen?
Installieren dürft ihr die Apps laut Ziffer 2.11 auf beliebig vielen Geräten. Abspielen ist die andere Frage: Ohne Abo ist die gleichzeitige Wiedergabe auf mehreren Endgeräten mit einem Konto ausgeschlossen. Joyn+ hebt diese Grenze nach Anbieterangabe auf bis zu vier Geräte gleichzeitig an. Eine Obergrenze für die Zahl der insgesamt angemeldeten Geräte nennt Joyn nicht.
Kann ich mein Abo über den App-Store oder direkt bei Joyn verwalten?
Das hängt davon ab, wo ihr gebucht habt. Über die Apps läuft die Zahlung nach Joyns Zahlungs-Hilfe über den jeweiligen Store, also Google Play, den Apple App Store oder Amazon In-App. Ziffer 12.6 der Nutzungsbedingungen stellt klar, dass solche Verträge auch nach den Bedingungen des jeweiligen Stores beendet werden müssen. Direkt bei Joyn abgeschlossene Abos verwaltet ihr dagegen im Joyn-Konto.
Warum fragt Joyn bei der Registrierung mein Geburtsdatum ab?
Weil Alter und Jugendschutz am Konto hängen. Ziffer 3.1 nennt Geburtsdatum und Geschlecht als Pflichtangaben der Registrierung, Ziffer 3.1 erlaubt die Registrierung ab 16 Jahren und Ziffer 4.1 den Kauf kostenpflichtiger Dienste ab 18 Jahren beziehungsweise ab 16 mit Mitwirkung eines gesetzlichen Vertreters. Für Inhalte ab 16 oder 18 reicht das Geburtsdatum allein nicht — dafür verlangt Joyn zusätzlich den Ausweisnachweis für die Jugendschutz-PIN.
Funktioniert mein deutscher Joyn Login in Österreich?
Die Anmeldung ja, das Programm nur eingeschränkt. Ziffer 2.7 beschränkt die Nutzungsrechte grundsätzlich auf Deutschland, und Joyn schreibt selbst, dass die Gratis-Inhalte aus lizenzrechtlichen Gründen nur innerhalb Deutschlands verfügbar sind. Mit einem Abo greift die EU-Portabilitätsverordnung für die abo-exklusiven Inhalte bei vorübergehendem Aufenthalt. Für Österreich betreibt Joyn ein eigenes Angebot mit eigener Hilfe-Community.
Was passiert mit meinem Login, wenn ich das Abo beende?
Das Konto bleibt. Ziffer 12.3 der Nutzungsbedingungen hält fest, dass der Vertrag über die unentgeltlichen Dienste von der Kündigung des kostenpflichtigen Dienstes unberührt bleibt — ihr fallt also auf das Gratis-Angebot zurück und meldet euch weiter mit denselben Zugangsdaten an. Erst wer den kostenlosen Vertrag zusätzlich kündigt, verliert das Konto: Bei Beendigung wird es laut Ziffer 12.1 gelöscht.
Fazit: Ein Konto, ein Stream — alles Weitere kostet
Der Joyn Login ist technisch unauffällig und hat trotzdem drei Stellen, an denen er reihenweise scheitert: die Bestätigungsmail mit ihrer Stundenfrist, der Social Login, für den es bei Joyn kein Passwort gibt, und die Stream-Grenze aus Ziffer 2.11, die sich wie eine Sperre anfühlt, aber schlicht der vereinbarte Leistungsumfang ist. Wer diese drei kennt, braucht den Support nicht.
Unterm Strich lohnt sich die nüchterne Rechnung: Das kostenlose Konto kostet nichts und reicht für einen Haushalt, in dem einer schaut. Sobald zwei Geräte gleichzeitig laufen sollen, kauft ihr mit 8,99 Euro im Monat vor allem den zweiten, dritten und vierten Stream. Ob sich das gegenüber der Alternative rechnet, einzelne Dienste nacheinander zu buchen, rechnen wir im Streamingdienste-Vergleich durch; welche Sender ganz ohne Abo laufen, steht unter TV-Livestream kostenlos. Aktuelle Streaming-Aktionen und geprüfte Angebote findet ihr jeden Tag auf der Startseite von MonsterDealz.