Edeka und Storck: Welche Süßigkeiten fehlen und wo ihr sie jetzt bekommt
Edeka hat seine Kaufleute laut Lebensmittel Zeitung angewiesen, bestimmte Storck-Artikel bis auf Weiteres nicht mehr zu bestellen — genannt werden Schnitten und Riegel von Knoppers sowie merci Petits, Tafeln und die Sorte Vielfalt. Was im Lager oder im Regal liegt, wird weiter verkauft, und auf Dauer bleiben euch Werksverkauf, andere Händler und Eigenmarken als Ausweg. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Bestellstopp wurde am 25. September 2026 durch die Lebensmittel Zeitung bekannt. Belegt betroffen sind Knoppers-Schnitten und -Riegel sowie merci Petits, Tafeln und Vielfalt — keine vollständige Auslistung aller Storck-Marken.
- Hintergrund ist nach dem Bericht Edekas Wunsch, Konditionen über die internationalen Einkaufsallianzen Epic Partners und Everest zu verhandeln. Edeka und Storck äußern sich öffentlich nicht zu den Verhandlungen.
- Ob Netto Marken-Discount, die Edeka-Tochter mit 4.433 Filialen, betroffen ist, sagt keine der Quellen. Belegt ist nur die Anweisung an die Edeka-Kaufleute.
- Storck betreibt in Deutschland elf Werksverkäufe und Outlets, der Stammladen in Halle (Westf.) hat montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
- Frühere Konflikte dauerten sehr unterschiedlich lang: Der Mars-Streit bei Edeka zog sich rund 18 Monate, der Rewe-Konflikt mit Coca-Cola endete laut Hersteller nach wenigen Tagen.
Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel ordnet einen Lieferantenkonflikt im Lebensmittelhandel ein und enthält keine bezahlten Empfehlungen. Verlinken wir auf Händler oder Hersteller, kann daraus ein Partner-Link werden; beim Kauf über einen solchen Link erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch.
Welche Storck-Produkte nimmt Edeka gerade aus dem Regal?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Betroffen sind nach dem Bericht der Lebensmittel Zeitung vom 25. September 2026 vor allem zwei Marken: Knoppers mit Schnitten und Riegeln und merci mit den Petits, den Tafeln und der Sorte Vielfalt. Die Fachzeitung titelte „Bestellstopp: Edeka dampft das Storck-Sortiment ein“; der vollständige Text steht hinter der Bezahlschranke, die genannten Artikel hat unter anderem WEB.DE am 26. September aus dem Bericht übernommen.
Ein Bestellstopp ist dabei etwas anderes als ein Verkaufsverbot. Edeka hat laut Bericht seine Kaufleute informiert, bestimmte Storck-Artikel „bis auf Weiteres“ nicht mehr zu ordern. Was bereits in den Lagern oder Regalen steht, darf verkauft werden. Wie schnell eine Sorte im einzelnen Markt fehlt, hängt deshalb vom Bestand vor Ort ab — und davon, wie gut sie sich verkauft.
Auf Anfrage hat Edeka nur einen Satz geliefert, den GIGA und WEB.DE übereinstimmend wiedergeben: „Wir können aber bestätigen, dass wir ausreichend Artikel des Lieferanten im Sortiment beziehungsweise im Lager haben.“ Storck hat sich nicht geäußert.
Wichtig für die Einordnung: In vielen Beiträgen, die derzeit kursieren, werden auch Nimm2, Werther’s Original, Riesen und Toffifee genannt. Diese Marken standen in der Liste des ersten Konflikts vom Februar 2025, über den etwa t-online berichtete. Für den aktuellen Bestellstopp sind sie nicht belegt. Wer eine vollständige Liste aller fehlenden Artikel sucht, wird sie derzeit nirgends finden — weder Edeka noch Storck haben eine veröffentlicht.
Was ist Storck überhaupt?
Die August Storck KG ist ein Süßwarenhersteller in Familienbesitz. Laut Unternehmensseite startete Storck 1903 als Bonbonfabrikant, beschäftigt mehr als 8.500 Menschen und beliefert über 100 Länder. Zum Markenportfolio gehören neben merci und Knoppers auch Toffifee, nimm2, Werther’s Original, Riesen, Dickmann’s und Mamba. Produziert wird in Deutschland unter anderem in Berlin, Halle (Westf.) und Ohrdruf.
| Marke | Aktueller Bestellstopp (Sept. 2026) | Konflikt Februar 2025 |
|---|---|---|
| Knoppers | ja, Schnitten und Riegel | einzelne Varianten |
| merci | ja, Petits, Tafeln, Vielfalt | ja |
| Toffifee | nicht belegt | einzelne Varianten |
| nimm2 | nicht belegt | ja |
| Werther’s Original | nicht belegt | ja |
| Riesen | nicht belegt | ja |
Eigene Zusammenstellung nach Lebensmittel Zeitung (25.09.2026, wiedergegeben von WEB.DE und GIGA) und t-online (Februar 2025). „Nicht belegt“ heißt: in keiner seriösen Quelle für den aktuellen Stopp genannt — nicht, dass die Marke sicher weiter geliefert wird.
Warum streitet Edeka mit Storck?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Im Kern geht es nicht um einen einzelnen Preis, sondern um die Frage, wo verhandelt wird. Laut Lebensmittel Zeitung will Edeka, dass Storck seine Konditionen auch auf internationaler Ebene über die Allianzen Epic Partners und Everest verhandelt, gemeinsam mit anderen europäischen Händlern — und Storck lehnt das ab.
Beide Allianzen beschreibt der Edeka-Verbund auf seiner eigenen Seite. Epic Partners mit Sitz in Genf bündelt nach dieser Darstellung Lebensmittelhändler in zwölf Ländern: Edeka, Migros aus der Schweiz, Jerónimo Martins, Picnic und Aura Retail. Everest wurde 2020 in Amsterdam gegründet und „fokussiert sich auf die führenden internationalen Markenhersteller und optimiert Preise und Konditionen“. Wer sich über eine solche Allianz einkauft, verhandelt also mit der Einkaufsmenge mehrerer Länder.
Für einen Hersteller wie Storck hat das eine unangenehme Seite: Konditionen, die bisher Land für Land ausgehandelt wurden, geraten unter Druck, sobald mehrere Händler sie nebeneinanderlegen. Für Edeka ist genau das der Zweck. In der internen Mitteilung spricht Edeka laut Bericht von einer „Sortimentsumgestaltung“ und verweist auf die „internationale Ebene“; der Händler habe sich partnerschaftlich verhalten und sei dem Lieferanten weit entgegengekommen, Storck erwidere das jedoch kaum.
Welche Preise Storck konkret verlangt oder Edeka anbietet, ist nicht bekannt. Beide Unternehmen wollten sich gegenüber der Fachzeitung nicht zu ihren Geschäftsbeziehungen äußern, und wir spekulieren an dieser Stelle nicht.
Wie groß ist Edeka in dieser Verhandlung?
Edeka ist Deutschlands größter Lebensmittelhändler. Laut Geschäftszahlen 2025 setzte der Verbund 77,3 Milliarden Euro um, 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Jahresende 2025 gehörten 10.871 Lebensmittelmärkte dazu, davon 5.629 im selbstständigen Einzelhandel und 4.433 Filialen von Netto Marken-Discount. Die rund 3.200 selbstständigen Kaufleute kamen allein auf 42,7 Milliarden Euro.
Diese Zahlen erklären, warum ein Bestellstopp bei Edeka für jeden Markenhersteller schmerzt — und warum Hersteller umgekehrt darauf setzen, dass Kunden bei fehlenden Lieblingsprodukten den Laden wechseln. Wer den längeren Atem hat, entscheidet sich meist erst nach Monaten.
Gilt der Bestellstopp auch für Netto und alle Edeka-Märkte?
Für Netto Marken-Discount gibt es keinen Beleg — weder für noch gegen einen Bestellstopp. Alle Berichte vom 25. und 26. September sprechen von einer Anweisung an die Edeka-Kaufleute; Netto wird in keinem davon erwähnt, auch nicht bei WEB.DE und GIGA. Netto ist zwar eine Tochter der Edeka-Zentrale, führt aber laut Edeka-Verbund ein eigenes Sortiment mit rund 5.000 Produkten und plant zentral.
Ob der Einkauf von Netto dieselben Storck-Artikel streicht, lässt sich daraus nicht ableiten. Wer merci oder Knoppers sucht, sollte den Netto-Prospekt deshalb getrennt prüfen und nicht davon ausgehen, dass beide Ketten gleich reagieren.
Auch innerhalb von Edeka wird es Unterschiede geben. Edeka ist genossenschaftlich organisiert, die meisten Märkte gehören selbstständigen Kaufleuten, die über die regionalen Großhandlungen bestellen. Ein Bestellstopp wirkt über diesen Großhandel, aber der Zeitpunkt, an dem ein Regal leer wird, hängt vom Bestand des einzelnen Marktes ab. Das erklärt, warum ihr in einem Edeka noch volle Knoppers-Kartons seht, während im nächsten Ort schon die Eigenmarke daneben steht.
Wie sich das Sortiment von Markt zu Markt unterscheidet, haben wir am Beispiel der Saisonware im Ratgeber zum Edeka-Adventskalender beschrieben — dieselbe Logik gilt hier.
Wie lange dauern Lieferantenstopps im Handel?

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Eine Durchschnittsdauer gibt es nicht; bekannte Fälle reichen von wenigen Tagen bis zu anderthalb Jahren. Das zeigen drei dokumentierte Konflikte der letzten Jahre, zwei davon mit Edeka selbst.
Mars und Edeka: Nach einem Bericht der Schwäbischen Zeitung fehlten im März 2023 rund 450 Mars-Produkte in Edeka-Märkten — hier hatte allerdings der Hersteller die Lieferung eingestellt, nicht der Händler die Bestellung. Edeka warf Mars vor, „ungerechtfertigte und überzogene Preiserhöhungen“ zu fordern. Das Handelsblatt meldete im Februar 2024 die Einigung nach rund 18 Monaten; von rund 400 Mars-Produkten kehrte nur etwa die Hälfte zurück, den Rest ersetzte Edeka durch Eigenmarken und Konkurrenzware.
Storck und Edeka, erste Runde: Bereits im Februar 2025 reduzierte Edeka das Storck-Sortiment, damals mit derselben Begründung — Storck soll Verhandlungen im Rahmen von Epic abgelehnt haben. Auch andere Epic-Mitglieder dünnten das Storck-Angebot damals aus, wie inFranken im März 2025 berichtete. Dass derselbe Konflikt anderthalb Jahre später erneut eskaliert, zeigt: Beigelegt war er offenbar nie vollständig.
Rewe und Coca-Cola: Der jüngste Fall betraf den Wettbewerber. Coca-Cola Europacific Partners hob zum 1. September 2026 die Abgabepreise um durchschnittlich 3,5 Prozent an, Rewe stoppte laut Lebensmittel Zeitung daraufhin die Nachbestellungen. Gegenüber der Berliner Zeitung erklärte eine Sprecherin des Abfüllers allerdings, man habe sich mit Rewe wenige Tage nach dem Stichtag geeinigt: „Rewe bestellt ganz normal die Getränke weiterhin bei Coca-Cola und Coca-Cola liefert an Rewe.“ Rewe bestätigte die Einigung nicht, sondern teilte nur mit, die Warenverfügbarkeit sei sichergestellt.
| Konflikt | Wer stoppte? | Dauer laut Berichten |
|---|---|---|
| Mars / Edeka (Einigung Februar 2024) | Hersteller (Lieferstopp) | rund 18 Monate |
| Storck / Edeka (ab Februar 2025) | Händler (Sortiment reduziert) | kein Ende gemeldet |
| Coca-Cola / Rewe (September 2026) | Händler (Bestellstopp) | wenige Tage laut Hersteller |
| Storck / Edeka (ab September 2026) | Händler (Bestellstopp) | offen |
Eigene Zusammenstellung nach Schwäbischer Zeitung (März 2023), Handelsblatt (7. Februar 2024), inFranken (März 2025), Berliner Zeitung (September 2026) und Lebensmittel Zeitung (25. September 2026). Die Dauer des Mars-Konflikts ist die im Handelsblatt genannte Zahl, kein eigener Messwert.
Was darf ein Händler dabei — und was nicht?
Harte Verhandlungen sind erlaubt, der Missbrauch von Marktmacht nicht. Diese Grenze hat der Bundesgerichtshof am 23. Januar 2018 ausgerechnet in einem Fall gegen Edeka gezogen: Nach der Übernahme der Plus-Filialen hatte Edeka von Sektherstellern unter anderem einen „Bestwertabgleich“ und eine „Partnerschaftsvergütung“ verlangt, was das Gericht als Missbrauch wertete. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, fasste das Urteil so zusammen: „Hartes Verhandeln ist möglich, Missbrauch von Marktmacht ist verboten.“ Ein Bestellstopp an sich fällt nicht unter dieses Verbot — er ist ein übliches Druckmittel, solange keine unberechtigten Vorteile verlangt werden.
Wo bekommt ihr merci, Knoppers und Toffifee jetzt?

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Der Bestellstopp betrifft nur Edeka; bei anderen Händlern und direkt bei Storck ist davon nichts bekannt. Storck betreibt laut eigener Übersicht der Werksverkäufe und Outlets elf Läden in Deutschland, dazu je einen in Parndorf (Österreich) und Roosendaal (Niederlande). Der Stammladen in Halle (Westf.) hat laut Storck 400 Quadratmeter Verkaufsfläche, bis zu 90 verschiedene Produkte und „vielfältige Saisonangebote“.
| Standort | Adresse | Öffnungszeiten |
|---|---|---|
| Berlin (Werksverkauf) | Flohrstraße 1–9, 13507 Berlin | Mo–Sa 10–18 Uhr |
| Designer Outlet Berlin | Alter Spandauer Weg 1, 14641 Wustermark | Mo–Sa 10–20 Uhr |
| Bremen, Ochtum Park | Bremer Straße 103, 28816 Stuhr | Mo–Fr 10–19, Sa 10–18 Uhr |
| Büsum | Hafentörn 2, 25761 Büsum | saisonal unterschiedlich |
| Geislingen | Fabrikstraße 40, 73312 Geislingen | Mo–Sa 9:30–18:30 Uhr |
| Georgenthal (Werksverkauf) | Bahnhofstraße 38, 99887 Georgenthal | Mo–Fr 9–17, Sa 9–14 Uhr |
| Halle (Westf.) (Werksverkauf) | Ravenna-Park 3, 33790 Halle | Mo–Sa 10–18 Uhr |
| Metzingen | Enzian Höfe 4, 72555 Metzingen | Mo–Fr 10–20, Sa 9–20 Uhr |
| Mülheim-Kärlich | Industriestraße 8, 56218 Mülheim-Kärlich | Mo–Sa 10–19 Uhr |
| Rostock | Am Handelspark 3, 18184 Broderstorf | Mo–Sa 10–19 Uhr |
| Wolfsburg | An der Vorburg 1, 38440 Wolfsburg | Mo–Sa 10–19 Uhr |
Quelle: Storck, Werksverkäufe & Outlets, abgerufen am 26.09.2026. Büsum hat von März bis Oktober längere Zeiten und sonntags geöffnet, im Winter kürzere. Feiertage und Sonderöffnungen vor Ort prüfen.
Wie viel ihr im Werksverkauf wirklich spart und wo die Grenzen liegen, steht in unserem Ratgeber zum Werksverkauf mit 74 Hersteller-Adressen. Einer der Storck-Läden liegt im Designer Outlet Berlin in Wustermark, das wir ebenfalls beschrieben haben. Bevor ihr Großpackungen kauft, lohnt ein Blick darauf, welche Rechte ihr beim Kauf im Werksverkauf habt — Umtausch ist dort oft Kulanz, kein Anspruch. Ein Umweg allein für Knoppers lohnt sich selten; wer ohnehin dort einkauft, kann Saisonware und Großpackungen mitnehmen.
Andere Händler und Onlinehandel
Rewe, Kaufland, Aldi, Lidl, Penny, Netto und Drogeriemärkte sind vom Edeka-Bestellstopp nicht betroffen, soweit bekannt. Ob eine bestimmte Sorte dort gerade im Regal steht und zu welchem Preis, schwankt von Woche zu Woche mit den Aktionen — deshalb nennen wir hier bewusst keine Preise, die in drei Tagen nicht mehr stimmen. Den schnellsten Überblick geben die Wochenprospekte; wie ihr sie ohne Papier durchsucht, erklären wir im Ratgeber zu Prospekten online.
Auch Online-Supermärkte sind ein Weg, allerdings mit einem Haken: Der Lieferdienst Picnic ist selbst Mitglied in Epic Partners und Everest, und der Edeka-Verbund ist laut Geschäftszahlen seit 2018 an Picnic beteiligt. Ob Picnic Storck-Artikel anders behandelt als Edeka, ist nicht bekannt. Wie der Dienst grundsätzlich funktioniert, steht im Ratgeber zum Picnic Supermarkt.
Für Großpackungen lohnt sich der Blick auf Deals: Knoppers im 24er-Karton, merci in der großen Packung oder Toffifee-Aktionspackungen tauchen bei Onlinehändlern regelmäßig im Angebot auf. In unserer Datenbank stehen seit April 2019 53 Deals und Userdeals zu Storck-Marken, von Knoppers-Kartons bis zu Gutschein-Aktionen in Aktionspackungen.
Welche Eigenmarken ersetzen merci und Knoppers?
Welche Eigenmarke Edeka konkret in die frei werdenden Regalplätze stellt, hat der Händler nicht mitgeteilt. Belegt ist nur das Muster aus dem Mars-Streit: Dort füllte Edeka die Lücken laut Handelsblatt mit Eigenmarken und Produkten anderer Hersteller. Edeka führt mit Gut & Günstig eine eigene Preiseinstiegsmarke, dazu Eigenmarken unter dem Namen Edeka selbst.
Für euren Geldbeutel ist der Wechsel oft kein Verlust. Laut Verbraucherzentrale NRW (Stand: 21. Juli 2026) kosten Markenprodukte über alle Sortimente hinweg im Durchschnitt 51,3 Prozent mehr als die Eigenmarken des Handels, und qualitativ gibt es zwischen beiden kaum Unterschiede. Handelsmarken hatten 2024 einen Marktanteil von fast 47 Prozent am gesamten Lebensmittelsortiment, und 52 Prozent der Befragten einer Shopper-Studie greifen inzwischen überwiegend zu Eigenmarken.
Bei Süßwaren mit starkem Markenprofil ist die Lage allerdings anders als bei Nudeln oder Mehl. Eine Waffelschnitte mit Nougatfüllung gibt es von vielen Handelsmarken, den typischen Geschmack einer bestimmten Marke nicht. Wer merci verschenken will, wird mit einer Eigenmarken-Pralinenmischung kaum zufrieden sein; wer Knoppers als Pausensnack kauft, verliert beim Wechsel meist wenig. Wie ihr Eigenmarken systematisch testet und am Grundpreis vergleicht, zeigt unser Ratgeber Eigenmarken vs. Markenprodukte.
Was bedeutet der Streit für die Preise?
Kurzfristig ändert ein Bestellstopp an den Preisen im Regal wenig, weil Restbestände zum bisherigen Preis abverkauft werden. Langfristig ist die Richtung offen: Setzt Edeka über die Allianzen bessere Einkaufskonditionen durch, kann das die Preise bei Edeka stabilisieren; gibt Edeka nach, fehlt dieses Argument. Für Kunden ist in beiden Fällen der Preisvergleich zwischen den Ketten das wirksamste Mittel — wie ihr einen Warenkorb in 20 Minuten vergleicht, zeigt unser Discounter-Preisvergleich.
Ein Zeitpunkt ist dabei besonders heikel: Der Bestellstopp fällt in die Wochen, in denen der Handel sein Weihnachtssortiment aufbaut. merci ist ein klassisches Geschenk, Toffifee und Knoppers stehen in vielen Adventsaktionen. Wer bestimmte Storck-Produkte für Dezember plant, kauft sie besser rechtzeitig dort, wo sie sicher verfügbar sind, statt auf ein Ende des Konflikts zu warten.
Vor- & Nachteile des Storck-Bestellstopps für Kunden
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Restbestände werden weiter verkauft, einzelne Märkte haben noch wochenlang Ware | Belegt betroffen sind ausgerechnet merci und Knoppers, zwei der bekanntesten Storck-Marken |
| Andere Händler und elf Storck-Läden in Deutschland sind nicht betroffen | Keine offizielle Liste: Welche Sorte fehlt, merkt ihr erst im Markt |
| Eigenmarken kosten im Schnitt deutlich weniger als Markenware | Der Stopp fällt in die Vorweihnachtszeit, in der merci besonders gefragt ist |
| Bessere Einkaufskonditionen könnten Edeka langfristig Spielraum bei Preisen geben | Frühere Konflikte dauerten bis zu 18 Monate, ein Ende ist nicht absehbar |
Häufige Fragen zum Streit zwischen Edeka und Storck
Sind die Auslistungen regional unterschiedlich oder bundesweit einheitlich?
Die Anweisung, bestimmte Storck-Artikel nicht mehr zu bestellen, gilt nach dem Bericht für die Edeka-Kaufleute insgesamt. Wann ein Regal leer ist, unterscheidet sich aber von Markt zu Markt, weil Restbestände unterschiedlich groß sind und die selbstständigen Kaufleute ihr Sortiment über regionale Großhandlungen beziehen.
Wie lange dauern solche Lieferantenstopps im Durchschnitt?
Einen belastbaren Durchschnitt gibt es nicht. Der Streit zwischen Edeka und Mars dauerte laut Handelsblatt rund 18 Monate, der Konflikt zwischen Rewe und Coca-Cola endete laut Hersteller nach wenigen Tagen. Der erste Storck-Konflikt vom Februar 2025 wurde nie offiziell für beendet erklärt.
Werden merci und Knoppers bei Edeka komplett verschwinden?
Das ist nicht belegt. Betroffen sind nach dem Bericht einzelne Produktvarianten — Knoppers-Schnitten und -Riegel, merci Petits, Tafeln und Vielfalt. Edeka betont, ausreichend Ware des Lieferanten im Sortiment und im Lager zu haben.
Ist Netto Marken-Discount auch betroffen?
Dafür gibt es keinen Beleg. Alle Berichte sprechen von Edeka-Kaufleuten, Netto wird nicht erwähnt. Da Netto als Discounter sein Sortiment zentral und getrennt von Edeka plant, lässt sich die Entscheidung nicht einfach übertragen.
Gibt es im Storck-Werksverkauf günstigere Preise?
Storck nennt auf seiner Seite keine Rabatthöhen, sondern bis zu 90 Produkte und Saisonangebote im Laden in Halle. Wie groß der Preisvorteil ist, hängt von Sorte und Aktion ab; unser Werksverkauf-Ratgeber erklärt, woran ihr echte Ersparnis erkennt.
Welche Eigenmarken von Edeka ersetzen die gestrichenen Markenprodukte?
Das hat Edeka nicht mitgeteilt. Im Mars-Konflikt füllte der Händler die Lücken mit Eigenmarken und Konkurrenzprodukten; für Storck ist ein ähnliches Vorgehen naheliegend, aber bisher nicht bestätigt. Achtet im Regal auf den Grundpreis, um Marke und Ersatz fair zu vergleichen.
Fazit: kein Totalausfall, aber eine Lücke mit offenem Ende
Die Schlagzeile „Edeka wirft Storck raus“ trifft den Stand nicht. Belegt ist ein Bestellstopp für Knoppers-Schnitten und -Riegel sowie merci Petits, Tafeln und Vielfalt, ausgelöst durch einen Streit darüber, ob Storck über die Allianzen Epic Partners und Everest verhandelt. Für weitere Marken und für Netto gibt es keinen Beleg, und wie lange der Konflikt dauert, weiß niemand — die Spanne früherer Fälle reicht von Tagen bis zu 18 Monaten.
Praktisch heißt das: Restbestände bei Edeka nutzen, für Geschenke rechtzeitig bei anderen Händlern oder in einem der elf Storck-Läden einkaufen und für den Alltag Eigenmarken am Grundpreis testen. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt; Süßwaren-Deals von Knoppers bis Toffifee landen regelmäßig darunter. Die aktuellen Angebote des Tages findet ihr auf der MonsterDealz-Startseite.