Prospekte online: Wo ihr die Wochenangebote jetzt findet
Der Papierprospekt verschwindet — und wer die Wochenangebote weiter sehen will, braucht jetzt die richtige App oder das richtige Portal. REWE hat den gedruckten Handzettel 2023 nach Jahrzehnten eingestellt, andere Händler folgen schrittweise. Dieser Ratgeber zeigt euch, wo ihr Prospekte online findet, welche App welchen Händler abdeckt und wann die neuen Angebote erscheinen. Stand: August 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- REWE verteilte zuletzt rund 25 Millionen Handzettel pro Woche — seit Juli 2023 ist damit Schluss
- Zwei Wege führen zum Ziel: die App des Händlers oder ein Sammel-Portal wie marktguru
- Der Dienstag ist in unserem Archiv der angebotsstärkste Wochentag, der Samstag der schwächste
- Ein „Keine Werbung“-Aufkleber wirkt nicht gegen adressierte Werbepost — dafür braucht es andere Mittel
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Was ist ein Online-Prospekt — und warum verschwindet das Papier?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Ein Online-Prospekt ist die digitale Fassung des klassischen Handzettels: dieselben Wochenangebote eines Händlers, nur als blätterbare Seiten oder Angebotsliste in einer App oder auf einer Website. Der Wechsel dorthin ist keine Modeerscheinung, sondern eine Kostenrechnung — REWE ließ bis zum Ausstieg wöchentlich rund 25 Millionen Handzettel verteilen und produzierte dafür allein 2021 mehr als 73.000 Tonnen Papier, wie das Unternehmen bei der Ankündigung mitteilte.
Zum 1. Juli 2023 stellte REWE Druck und Verteilung ein und rechnete die jährliche Ersparnis vor: 73.000 Tonnen Papier, 70.000 Tonnen CO₂, 1,1 Millionen Tonnen Wasser und 380 Millionen Kilowattstunden Energie. OBI hatte den Schritt schon im Juni 2022 gemacht. Zur Einordnung der Größenordnung: In Deutschland landen laut einem Bericht von heise online rund 28 Milliarden Werbeprospekte pro Jahr in den Briefkästen.
Warum manche Händler trotzdem festhalten
Der Prospekt ist für viele Kundinnen und Kunden weiterhin das Leitmedium — laut derselben Auswertung lesen über 75 Prozent der Deutschen wöchentlich Prospekte. Aldi Süd begründete das Festhalten damals so: „Gerade in der aktuellen Zeit erwarten viele Kunden gezielt die Prospekt-Zustellung, um sich zu informieren, wo sie die günstigsten Lebensmittel in bester Qualität kaufen können.“ Inzwischen testet auch Aldi den Verzicht regional. Die Richtung ist klar, das Tempo unterscheidet sich je Händler — Details zum Marktbild sammelt heise online in seiner Übersicht zum Prospekt-Ausstieg.
Wo findet ihr die Wochenangebote jetzt?
Es gibt vier Wege, und sie unterscheiden sich in Aufwand und Vollständigkeit deutlich. Wer nur bei einem oder zwei Händlern einkauft, fährt mit den Händler-Apps am besten; wer vergleichen will, braucht ein Sammel-Portal.
- Händler-App: Vollständig, tagesaktuell, oft mit Coupons verknüpft. Nachteil: eine App pro Händler. Beispiele sind Lidl Plus, die REWE App, die Kaufland Card sowie die Apps von dm, Rossmann und Penny.
- Händler-Website: Kein Download nötig, funktioniert auf jedem Gerät. Nachteil: kein Push, ihr müsst selbst nachsehen.
- Sammel-Portal: Bündelt viele Händler an einem Ort, oft mit Standortfilter für die Filiale in eurer Nähe. Nachteil: nicht immer sind alle Händler dabei.
- Messenger und Newsletter: REWE bietet den Angebotsprospekt inzwischen auch per WhatsApp an — bequem, aber ein weiterer Kanal in einem ohnehin vollen Postfach.
Die eigene digitale Lösung erklärt REWE auf seiner Papierlos-Seite mit den Angeboten in der App. Ein bekanntes Sammel-Portal mit Filialfilter ist marktguru, das zusätzlich Cashback-Coupons für einzelne Produkte führt.
Welche Prospekt-App lohnt sich für wen?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Die Auswahl hängt weniger an der App als an eurem Einkaufsverhalten: Wer regelmäßig bei zwei Händlern kauft, spart mit deren eigenen Apps mehr, weil dort die exklusiven Coupons liegen. Wer wöchentlich zwischen fünf Märkten vergleicht, verliert mit fünf Apps mehr Zeit, als er spart.
- Lidl Plus: Wochenangebote plus personalisierte Rabatt-Coupons und digitale Kassenbons. Lohnt sich, sobald ihr regelmäßig bei Lidl einkauft.
- REWE App: Der volle Angebotsumfang inklusive der wöchentlich rund 300 Angebote, dazu Payback-Anbindung und Einkaufsliste.
- Kaufland Card: Angebote und Coupons in einem, mit Punktesammeln am selben Ort.
- dm App und Rossmann App: Für den Drogeriebereich die einzigen Kanäle mit den exklusiven App-Coupons.
- marktguru: Sammel-Portal über viele Händler hinweg, mit Standortfilter und produktbezogenen Cashback-Aktionen.
- Smhaggle: Preisvergleich über Kassenbons — eher ergänzend als Ersatz für einen Prospekt.
Wie ihr die Drogerie-Coupons systematisch einsetzt, steht in unserem Ratgeber zum Rossmann Coupon. Für Payback-Nutzer lohnt zusätzlich der Blick auf die Payback Coupons.
Wann erscheinen die neuen Angebote?
Der Handel arbeitet in einem festen Wochenrhythmus: Die meisten Lebensmittelhändler starten ihre Aktionswoche am Montag, ein Teil zusätzlich mit einem zweiten Schwung am Donnerstag. Die digitalen Prospekte sind dabei in der Regel schon einige Tage vorher einsehbar — das ist einer der handfesten Vorteile gegenüber dem Papier, das erst am Wochenende im Briefkasten lag.
Unser eigenes Archiv zeigt denselben Rhythmus aus einer anderen Perspektive: Von 26.856 Deal-Beiträgen zwischen 2019 und 2025 fielen 17,77 Prozent auf einen Dienstag — mehr als auf jeden anderen Wochentag —, während der Samstag mit 10,36 Prozent das Schlusslicht bildet (Stand: August 2026). Montag und Dienstag zusammen machen ein gutes Drittel aller Angebote aus.
Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Diese Zahl beschreibt den Rhythmus der Online-Angebote insgesamt, nicht speziell den der Supermarkt-Prospekte. Beide folgen aber demselben Muster — der Wochenstart ist im deutschen Handel der Angebotstag, das Wochenende der Verkaufstag. Praktisch heißt das: Wer sonntags plant, plant mit Angeboten, die bald ablaufen.
MonsterDealz und die Datengrundlage
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Ausstiegs-Ankündigungen der großen Händler ausgewertet und alle Deal-Beiträge der Jahre 2019 bis 2025 nach Wochentagen sortiert.
Händler-App oder Sammel-Portal — was ist besser?

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Für die meisten Haushalte ist die Kombination aus zwei Händler-Apps und einem Sammel-Portal der beste Kompromiss: Die Apps liefern die exklusiven Coupons, das Portal den Überblick. Der Grund ist simpel — die wertvollsten Rabatte sind personalisiert und liegen deshalb systematisch nur in der App des Händlers, nicht im allgemeinen Prospekt.
Drei Punkte, die bei der Entscheidung wirklich zählen:
- Datenpreis: Händler-Apps koppeln Angebote an ein Kundenkonto und werten euer Kaufverhalten aus. Das ist der Preis für die personalisierten Coupons — wer das nicht will, bleibt beim Portal oder der Website.
- Filialbezug: Angebote unterscheiden sich regional. Ein Portal ohne korrekt gesetzte Filiale zeigt euch Preise, die vor Ort nicht gelten.
- Push oder nicht: Benachrichtigungen sind der eigentliche Unterschied zur Website. Wer sie abschaltet, hat faktisch wieder eine Website mit Extraschritt.
Welche Händler haben den Papierprospekt schon eingestellt?
Der Ausstieg läuft seit 2022 in Wellen — den Anfang machte OBI im Juni 2022, den größten Schritt REWE zum 1. Juli 2023 als erster Lebensmittelhändler Deutschlands. Beide begründeten ihn mit Papier-, CO₂- und Energieeinsparung, nicht mit sinkender Nachfrage.
Der Stand nach Kategorien, soweit öffentlich bekannt:
- Raus aus dem Papier: REWE (seit Juli 2023), OBI (seit Juni 2022). Angebote laufen dort ausschließlich über App, Website und Newsletter.
- Im Test: Aldi Süd erprobt den Verzicht regional — in einer Testphase in Hessen stellten rund 90 Filialen zwischen Butzbach und dem Frankfurter Norden auf digital um.
- Noch dabei: Die meisten Discounter und Vollsortimenter verteilen weiter, oft parallel zur App. Der Handzettel gilt dort weiterhin als zentrales Werbemittel.
- Weggefallen als Träger: Die DHL-Beilage „Einkauf aktuell“, die wöchentlich rund 18 Millionen Haushalte erreichte, wurde im Juli 2024 eingestellt — damit verschwand ein ganzer Verteilweg für Prospekte.
Für euch heißt das praktisch: Verlasst euch nicht darauf, dass ein bestimmter Händler „schon noch“ im Briefkasten landet. Wer die Angebote eines Marktes wirklich braucht, richtet den digitalen Kanal einmal ein — rückwirkend lässt sich eine verpasste Aktionswoche nicht nachholen.
Wie lest ihr einen Prospekt richtig?
Ein Prospekt ist ein Werbemittel, kein Preisvergleich — und er ist so aufgebaut, dass ein paar Signalpreise den Eindruck für das ganze Sortiment prägen. Wer das weiß, liest ihn anders: nicht von vorn nach hinten, sondern gezielt nach den Positionen, die auf dem eigenen Einkaufszettel stehen.
Fünf Dinge, auf die ihr achten solltet:
- Grundpreis statt Packungspreis: Der Preis je Kilo oder Liter steht klein daneben und ist die einzige Zahl, die zwischen zwei Packungsgrößen vergleichbar ist. Große Packungen sind nicht automatisch günstiger.
- Aktionszeitraum prüfen: Viele Angebote gelten nur wenige Tage, manche nur einen einzigen. Ein Prospekt für die ganze Woche kann drei verschiedene Zeitfenster enthalten.
- „Solange der Vorrat reicht“: Bei Aktionsware ohne Nachschubgarantie entscheidet die Uhrzeit. Wer erst am dritten Tag kommt, findet die beworbene Ware oft nicht mehr.
- Streichpreise einordnen: Ein durchgestrichener Preis ist häufig die unverbindliche Preisempfehlung, nicht der zuletzt verlangte Preis — der Rabatt wirkt dann größer, als er ist.
- Regionalität beachten: Vor allem bei selbstständigen Kaufleuten unterscheiden sich Sortiment und Preise zwischen Filialen derselben Kette.
Der wirksamste Griff bleibt aber simpel: Erst den Einkaufszettel schreiben, dann den Prospekt öffnen. Umgekehrt kauft ihr, was beworben wird — nicht, was ihr braucht.
Wie stoppt ihr Papierwerbung, die ihr nicht wollt?

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Der Aufkleber am Briefkasten ist laut Verbraucherzentrale die einfachste Maßnahme gegen unerwünschte Post — er hat aber zwei Lücken, die viele nicht kennen. Gegen adressierte Werbepost hilft er nicht: Die Post ist verpflichtet, adressierte Briefe zuzustellen, auch wenn sie Werbung enthalten.
Die zweite Lücke betrifft kostenlose Anzeigenblätter: Enthalten sie redaktionelle Inhalte, reicht ein einfaches „Keine Werbung“ nicht aus. Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb eine ausdrückliche Formulierung, die Wurfsendungen, Handzettel und kostenlose Wochenblätter einzeln benennt. Wer trotz Aufkleber beliefert wird, kann die Unternehmen zur Unterlassung auffordern und sich zusätzlich in die Robinson-Liste eintragen. Alle Schritte beschreibt die Verbraucherzentrale in ihrem Ratgeber zu Werbung im Briefkasten.
Lohnt sich das Prospekt-Studium überhaupt noch?
Für den Wocheneinkauf ja — für Elektronik und Haushaltsgeräte nur bedingt. Der Grund liegt in der Preisstruktur: Lebensmittelangebote gelten filialübergreifend für eine feste Woche und sind damit direkt vergleichbar, Elektronikpreise ändern sich dagegen online mehrmals täglich. Ein Prospektpreis für einen Fernseher ist deshalb eine Momentaufnahme, kein Bestwert.
Praktisch heißt das: Prospekte sind ein Planungswerkzeug für den Einkaufszettel, kein Preisvergleich. Für Technik gehören idealo oder Geizhals daneben — und für Amazon-Artikel ein Blick auf die Preishistorie bei Camelcamelcamel oder Keepa, um zu sehen, ob der beworbene Preis wirklich niedrig ist.
Wer den Überblick über die eigenen Ausgaben behalten will, kombiniert das Ganze mit einer Haushaltsbuch-App.
Was der Prospekt gut kann — und was nicht
Die Stärke des Prospekts ist die Vollständigkeit für einen festen Zeitraum: Ihr seht auf einen Blick alles, was diese Woche bei einem Händler günstiger ist, und könnt daraus einen Einkauf zusammenstellen. Kein Preisvergleichsportal leistet das für Frischware, weil es dort keine bundesweit einheitlichen Artikelnummern gibt.
Die Schwäche ist die fehlende Referenz: Der Prospekt sagt euch, dass etwas reduziert ist, aber nicht, ob es anderswo trotzdem billiger ist. Für Lebensmittel spielt das eine kleinere Rolle, weil die Preisunterschiede zwischen den Ketten begrenzt sind und der Weg zum zweiten Markt Zeit und Sprit kostet. Bei Non-Food-Aktionsware und Technik kehrt sich das Verhältnis um — dort ist die Referenz alles.
Eine brauchbare Faustregel: Bis etwa 20 Euro Artikelpreis reicht der Prospekt als Entscheidungsgrundlage. Darüber lohnt der zusätzliche Blick auf einen Preisvergleich, weil die mögliche Ersparnis den Aufwand übersteigt.
Vor- & Nachteile digitaler Prospekte
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Meist Tage vor dem Aktionsstart einsehbar | Eine App pro Händler nötig |
| Exklusive Coupons nur in der Händler-App | Kundenkonto und Datenauswertung als Preis |
| Filialgenau statt Region über den Daumen | Ohne Push leicht zu vergessen |
| Spart 73.000 Tonnen Papier allein bei REWE | Ohne Smartphone kaum nutzbar |
Häufige Fragen zu Prospekten online
Wo finde ich alle Prospekte an einem Ort?
Ein Sammel-Portal wie marktguru bündelt die Prospekte vieler Händler und filtert nach eurer Filiale. Vollständig ist keines davon — Händler, die ihre Angebote nur noch in der eigenen App ausspielen, fehlen dort systematisch. Für die zwei Märkte, in denen ihr am häufigsten einkauft, lohnt deshalb zusätzlich die jeweilige Händler-App.
Gibt es bei REWE noch Papierprospekte?
Nein. REWE hat Druck und Verteilung des Papier-Handzettels zum 1. Juli 2023 eingestellt und verweist stattdessen auf App, Website und Newsletter. Die wöchentlich rund 300 Angebote gibt es unverändert, nur eben digital. In den Märkten selbst liegen weiterhin Angebotsübersichten aus.
Wann kommt der neue Prospekt?
Die meisten Lebensmittelhändler starten ihre Aktionswoche am Montag, einige mit einem zweiten Schwung am Donnerstag. Digital sind die Angebote meist schon einige Tage vorher sichtbar — bei vielen Händlern ab dem Freitag oder Samstag davor. Wer plant, sieht die kommende Woche also, bevor sie beginnt.
Hilft ein „Keine Werbung“-Aufkleber gegen alle Prospekte?
Nein. Er wirkt gegen unadressierte Wurfsendungen, nicht gegen adressierte Werbepost — die muss die Post laut Verbraucherzentrale zustellen. Auch kostenlose Anzeigenblätter mit redaktionellem Teil dürfen weiter eingeworfen werden, wenn der Aufkleber sie nicht ausdrücklich benennt. Eine präzise Formulierung schließt Wurfsendungen, Handzettel und Wochenblätter einzeln ein.
Sind die Angebote im Online-Prospekt dieselben wie im Markt?
In der Regel ja, aber mit zwei Einschränkungen: Angebote sind teils regional unterschiedlich, weshalb im Portal die richtige Filiale hinterlegt sein muss. Und App-exklusive Coupons gelten oft nur mit Kundenkonto an der Kasse — sie stehen bewusst nicht im allgemeinen Prospekt.
Brauche ich für Prospekt-Apps ein Kundenkonto?
Zum reinen Blättern meist nicht, für die Coupons fast immer. Genau darin liegt das Geschäftsmodell: Die personalisierten Rabatte sind an ein Konto gekoppelt, weil sie auf eurem Kaufverhalten beruhen. Wer das nicht möchte, nutzt die Händler-Website oder ein Portal ohne Login — verzichtet dann aber auf den größten Teil der Ersparnis.
Wie weit im Voraus sind digitale Prospekte einsehbar?
Je nach Händler zwei bis fünf Tage. Weil kein Druck- und Verteilvorlauf mehr nötig ist, schalten viele Märkte den kommenden Prospekt bereits am Freitag oder Samstag der Vorwoche frei. Das ist der praktische Hauptvorteil gegenüber Papier: Ihr könnt den Wocheneinkauf planen, bevor die Aktion überhaupt startet — und rechtzeitig entscheiden, in welchen Markt sich der Weg lohnt.
Was bedeutet „solange der Vorrat reicht“?
Der Händler sagt damit zu, die Ware zum genannten Preis anzubieten, aber nicht, sie über den gesamten Aktionszeitraum vorrätig zu halten. Bei Aktionsware außerhalb des Standardsortiments — dem klassischen Discounter-Mittwoch — ist die Menge je Filiale kalkuliert und oft am ersten Vormittag weg. Wer solche Artikel wirklich will, kommt am Starttag früh oder fragt vorab telefonisch nach der Verfügbarkeit.
Sind Streichpreise im Prospekt verlässlich?
Nur bedingt. Ein durchgestrichener Preis kann die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers sein, den früheren eigenen Preis oder einen Vergleichswert — je nachdem fällt der beworbene Rabatt sehr unterschiedlich aus. Prüft deshalb bei größeren Beträgen den realen Marktpreis bei idealo oder Geizhals gegen, bevor ihr den Prozentsatz aus dem Prospekt für bare Münze nehmt.
Lohnt sich ein Prospekt-Vergleich für Elektronik?
Nur als Einstieg. Elektronikpreise ändern sich online mehrmals täglich, ein gedruckter oder digitaler Wochenpreis ist deshalb eine Momentaufnahme. Prüft beworbene Technikpreise immer zusätzlich bei idealo oder Geizhals und schaut bei Amazon-Artikeln in die Preishistorie, bevor ihr kauft.
Fazit: Zwei Apps und ein Portal reichen
Der Papierprospekt verschwindet, die Angebote nicht — sie wandern nur in Kanäle, die ihr selbst öffnen müsst. Wer das einmal einrichtet, sieht die Wochenangebote sogar früher als vorher. Drei Faustregeln fassen den Ratgeber zusammen:
- Zwei Händler-Apps für die Märkte, in denen ihr wirklich einkauft — dort liegen die exklusiven Coupons.
- Ein Sammel-Portal für den Überblick, mit korrekt gesetzter Filiale, sonst stimmen die Preise nicht.
- Montag und Dienstag sind die Angebotstage — bei uns entfallen 17,8 Prozent aller Deals allein auf den Dienstag.
Wie ihr Coupons und Angebote systematisch kombiniert, zeigt unsere Couponing-Anleitung für Deutschland. Aktuelle Angebote findet ihr laufend aktualisiert auf MonsterDealz.de.