Tzatziki selber machen 2026: Warum es wässrig wird und was hilft

Tzatziki wird wässrig, weil die Gurke nicht entwässert wurde — nicht, weil der Joghurt zu dünn war. Eine Salatgurke besteht laut Bundeszentrum für Ernährung zu 97 Prozent aus Wasser (Stand: September 2024), und dieses Wasser zieht das Salz im Dip unweigerlich heraus. Tzatziki ist eine kalte griechische Vorspeise aus abgetropftem Joghurt, geriebener Gurke, Knoblauch und Olivenöl. Wer die Gurke salzt, ziehen lässt und ausdrückt, bekommt einen Dip, der auch am nächsten Tag noch steht. Dieser Ratgeber zeigt euch jeden Schritt, die richtige Joghurtsorte, die Ziehzeit und was das Ganze pro Portion kostet – Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gurke raspeln, salzen, 20 Minuten ziehen lassen und kräftig ausdrücken — das ist der eine Schritt, an dem alles hängt.
  • Echter griechischer Joghurt hat vier bis über sieben Prozent Eiweiß, deutscher „Joghurt griechischer Art“ nur gut zwei bis vier.
  • Mindestens zwei Stunden ziehen lassen: Der Knoblauch verliert dabei seine Schärfe, ohne sein Aroma zu verlieren.
  • Selbst gemacht kostet rund 0,69 Euro pro Portion — etwa so viel wie die Fertigware, aber mit dreimal so viel Gurke drin.

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Welche Zutaten gehören in ein authentisches Tzatziki?

Zutaten für Tzatziki selber machen: griechischer Joghurt, Salatgurke, Knoblauch und Olivenöl

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

In ein authentisches Tzatziki gehören vier Zutaten: abgetropfter griechischer Joghurt mit rund zehn Prozent Fett, Salatgurke, Knoblauch und Olivenöl. So beschreibt es auch der Wikipedia-Eintrag zu Tzatziki, der die Vorspeise auf genau diese Basis zurückführt (Stand: September 2026). Alles Weitere ist Regionalküche: Dill, Minze, ein Spritzer Essig, manchmal Oliven zum Anrichten.

Was auffällt, ist die Kürze der Liste. Es gibt keinen Quark darin, keine Sahne, kein Wasser und kein Rapsöl. Genau diese Zutaten stehen aber ganz oben auf den Etiketten der Fertigware — dazu weiter unten mehr.

Der Ursprung reicht weit zurück. Wikipedia verweist auf verwandte Zubereitungen im gesamten östlichen Mittelmeerraum: das türkische Cacık, das bulgarische Tarator und das indische Raita arbeiten alle nach demselben Prinzip aus Sauermilch und Gurke. Im deutschsprachigen Raum taucht Tzatziki erstmals 1929 auf.

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Angaben des Bundeszentrums für Ernährung, die Untersuchungsergebnisse des niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und die Zutatenlisten der gängigsten Supermarkt-Tzatzikis ausgewertet und gegen die Preise im Kühlregal gerechnet.

Warum die Reihenfolge der Zutaten zählt

Wer Joghurt, Gurke und Knoblauch gleichzeitig in eine Schüssel gibt, hat den Fehler schon gemacht. Die Gurke muss vorher raus aus ihrem eigenen Wasser, sonst passiert das im Dip — und dort lässt es sich nicht mehr abgießen.

Wie verhindere ich, dass Tzatziki wässrig wird?

Ihr verhindert wässriges Tzatziki, indem ihr die geriebene Gurke salzt, mindestens 20 Minuten stehen lasst und danach im Tuch auspresst. Der Grund steht in der Nährwerttabelle: Laut Bundeszentrum für Ernährung ist die Gurke mit einem Wassergehalt von 97 Prozent eine der wasserreichsten Gemüsearten überhaupt (Stand: 11.09.2024). Aus 400 Gramm Gurke sind das rund 388 Gramm Wasser.

Salz zieht dieses Wasser durch Osmose aus den Zellen. Das passiert in eurem Sieb — oder eben später in der Schüssel, wenn ihr den Schritt überspringt. Die Gurke gibt ihr Wasser in jedem Fall ab, ihr entscheidet nur, wohin.

Deshalb ist „mehr Joghurt dazugeben“ auch keine Lösung. Ihr verdünnt damit nur das Verhältnis, das Wasser bleibt im Dip und trennt sich nach ein paar Stunden im Kühlschrank wieder ab. Am nächsten Morgen steht dann eine graue Lache über dem Tzatziki.

Wie viel Wasser kommt tatsächlich heraus?

Aus einer normalen Salatgurke lassen sich beim kräftigen Ausdrücken gut 150 bis 200 Milliliter Flüssigkeit holen. Das ist etwa ein volles Wasserglas — und genau die Menge, die sonst in eurer Schüssel landet. Wer das einmal gesehen hat, überspringt den Schritt nie wieder.

Wie verarbeite ich die Gurke für Tzatziki?

Gurke für Tzatziki entwässern: Raspel im Küchentuch ausdrücken

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Gurke wird geschält, entkernt, grob geraspelt, gesalzen und ausgedrückt — in dieser Reihenfolge. Der Wikipedia-Eintrag zu Tzatziki beschreibt exakt diesen Ablauf als klassische Zubereitung (Stand: September 2026), und die 97 Prozent Wasseranteil aus dem vorigen Abschnitt erklären, warum keiner der Schritte optional ist.

Schälen: Die Schale gibt Bitterstoffe und grüne Fäden ab, die im weißen Dip stören. Bei einer sehr jungen, dünnschaligen Gurke könnt ihr einen Teil der Schale dranlassen, das gibt Farbe.

Entkernen: Halbiert die Gurke längs und kratzt das Kerngehäuse mit einem Teelöffel heraus. Dort sitzt der größte Teil des Wassers.

Raspeln: Nehmt die grobe Seite der Reibe. Feine Raspel zerfallen beim Ausdrücken zu Brei, grobe behalten Biss.

Salzen und warten: Ein knapper Teelöffel Salz auf die Raspel, kurz durchmischen, ab ins Sieb. 20 bis 30 Minuten reichen. Länger schadet nicht, macht die Gurke aber salziger.

Ausdrücken: Raspel in ein sauberes Küchentuch geben, zusammendrehen und mit beiden Händen pressen, bis nichts mehr kommt. Ein Sieb allein genügt nicht.

Reiben oder würfeln?

Beides funktioniert. Geraspelt verteilt sich die Gurke gleichmäßiger und der Dip wird cremiger; fein gewürfelt bleibt mehr Biss und das Tzatziki wirkt stückiger. Entwässern müsst ihr in beiden Fällen — Würfel geben ihr Wasser nur langsamer ab, was den Effekt eher verschleiert als verhindert.

Welcher Joghurt eignet sich am besten für Tzatziki?

Am besten eignet sich echter griechischer Joghurt mit zehn Prozent Fett, weil er die Molke bereits verloren hat. Laut dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit lag der Eiweißgehalt der untersuchten griechischen Joghurts bei vier bis gut sieben Prozent, bei den deutschen Produkten nach griechischer Art dagegen nur zwischen gut zwei und vier Prozent (Untersuchung 2025, 21 Proben).

Das Amt formuliert das Ergebnis so: „Der Eiweißgehalt des griechischen Joghurts war erwartungsgemäß höher als der der deutschen Joghurts nach griechischer Art.“ Die vollständige Auswertung steht in der LAVES-Meldung zu griechischem Joghurt.

Eiweiß ist hier kein Ernährungsargument, sondern ein Struktur-Argument. Je höher die Trockenmasse, desto mehr Wasser kann der Joghurt binden — und desto mehr Restfeuchte aus der Gurke steckt er weg, ohne zu kippen.

Geht auch normaler Naturjoghurt?

Ja, aber nur mit Zwischenschritt. Normaler Naturjoghurt mit 3,5 Prozent Fett ist deutlich flüssiger und braucht selbst eine Abtropfzeit von mehreren Stunden im Sieb, bevor er in den Dip darf. Wer diesen Weg regelmäßig geht, findet die Anleitung dazu in unserem Ratgeber Joghurt selber machen.

Und Quark oder Schmand?

Quark macht das Tzatziki fester, aber auch säuerlicher und körniger — es schmeckt dann eher nach Kräuterquark als nach griechischer Vorspeise. Schmand oder Crème fraîche machen es cremiger, aber auch fettiger und flacher im Geschmack. Beides ist möglich, nur eben nicht mehr das Original.

Unterschied griechischer Joghurt und normaler Joghurt

Joghurt im Sieb mit Mulltuch abtropfen lassen für festes Tzatziki

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der Unterschied ist der Rohstoffeinsatz: Für einen Liter normalen Joghurt braucht es einen Liter Milch, für einen Liter Abtropfjoghurt dagegen vier Liter (Stand: September 2026). Dabei verliert das Produkt fast 70 Prozent seines Wasser- und Molkeanteils, der Eiweißgehalt landet bei etwa sieben bis acht Prozent — rund doppelt so viel wie bei anderen Joghurtsorten.

Genau daran hängt die Preisfrage im Supermarkt. Wer viermal so viel Milch einsetzt, kann nicht denselben Preis verlangen. Deshalb gibt es die deutsche Zwischenlösung.

Warum „griechischer Art“ nicht dasselbe ist

Die Verbraucherzentrale Bayern stellt klar, dass die Bezeichnung „Joghurt griechischer Art“ rechtlich nicht geschützt ist (Stand: September 2026). Zusammensetzung und Nährwert unterscheiden sich deshalb von Produkt zu Produkt. Für die Herstellung wird weniger Milch gebraucht, und in vielen Fällen handelt es sich schlicht um Sahnejoghurt oder um Joghurt mit Verdickungsmitteln.

Für Tzatziki heißt das: „Griechischer Art“ funktioniert, wenn er fest genug ist — aber ihr müsst ihn in die Hand nehmen und die Nährwerttabelle lesen. Ein Produkt mit zwei Prozent Eiweiß wird euren Dip nicht tragen, egal was vorne draufsteht.

Der Fettgehalt ist nicht das Problem

Laut LAVES lagen die Fettgehalte der deutschen Joghurts nach griechischer Art bei sieben bis zehn Prozent, bei den originalen griechischen bei vier bis zehn Prozent (Untersuchung 2025). Fett ist also in beiden Gruppen reichlich vorhanden. Der Unterschied liegt beim Eiweiß und damit bei der Bindefähigkeit.

Wie lange sollte Tzatziki ziehen, bevor ihr es serviert?

Zwei Stunden im Kühlschrank sind das Minimum, über Nacht ist besser. In dieser Zeit passiert das Entscheidende beim Knoblauch: Der scharfe Erstgeschmack baut sich ab, das runde Aroma bleibt. Bei 97 Prozent Wassergehalt der Gurke zahlt sich die Wartezeit doppelt aus — Restfeuchte, die das Ausdrücken übrig gelassen hat, wird vom Joghurt in Ruhe gebunden statt sich später abzusetzen.

Frisch angerührtes Tzatziki schmeckt fast immer zu scharf und gleichzeitig zu flach. Das ist kein Würzfehler, sondern schlicht zu früh probiert.

Was passiert in der Ziehzeit chemisch?

Der scharfe Geschmack von frisch zerdrücktem Knoblauch stammt von Allicin. Es entsteht laut dem Wikipedia-Eintrag zu Alliin erst beim Zerkleinern: In der intakten Zelle liegen der geruchlose Stoff Alliin im Zellplasma und das Enzym Alliinase getrennt in den Vakuolen (Stand: September 2026). Wird das Gewebe verletzt, treffen beide aufeinander und lösen eine Kette chemischer Reaktionen aus.

Diese Reaktion läuft weiter, während der Dip im Kühlschrank steht — und die scharfen Verbindungen sind nicht stabil. Genau deshalb schmeckt Tzatziki am zweiten Tag milder und zugleich knoblauchiger. Wer es umgekehrt will, presst den Knoblauch erst kurz vor dem Servieren dazu.

Wie lange ist zu lange?

Nach etwa 24 Stunden ist der Geschmack ausgereizt. Danach wird das Tzatziki nicht mehr besser, sondern nur noch älter — und die Gurke gibt langsam die letzte Restfeuchte ab.

Wie mache ich Tzatziki so, dass es nicht so stark nach Knoblauch riecht?

Reduziert die Menge auf ein bis zwei Zehen pro 500 Gramm Joghurt und schneidet den Knoblauch, statt ihn zu pressen. Der Grund liegt in derselben Enzymreaktion: Je stärker das Gewebe zerstört wird, desto mehr Alliin trifft auf Alliinase und desto mehr Allicin entsteht (Stand: September 2026). Eine Knoblauchpresse zermalmt jede Zelle, ein Messer trennt nur.

Drei Stellschrauben, in der Reihenfolge ihrer Wirkung:

  • Schneiden statt pressen: deutlich mildere Grundschärfe bei gleichem Aroma.
  • Den grünen Keim entfernen: Der Trieb in der Mitte der Zehe ist der bitterste und schärfste Teil.
  • Länger ziehen lassen: Über Nacht rundet sich die Schärfe von selbst ab.

Wer den Geruch nach dem Essen loswerden will: Milchprodukte, frische Kräuter und Äpfel gelten seit Langem als Hausmittel. Ein Teil davon steckt praktischerweise schon im Tzatziki selbst.

Frischer Knoblauch oder Granulat?

Frisch, ohne Ausnahme. Getrocknetes Knoblauchgranulat hat die Enzymreaktion längst hinter sich und bringt eine dumpfe, staubige Note mit, die im hellen Joghurt sofort auffällt.

Das Grundrezept: Tzatziki selber machen in fünf Schritten

Für rund 700 Gramm Tzatziki — das sind vier großzügige Portionen à 175 Gramm — braucht ihr 500 Gramm griechischen Joghurt, eine Salatgurke von etwa 400 Gramm, zwei bis drei Knoblauchzehen, zwei Esslöffel Olivenöl, Salz und einen Spritzer Weißweinessig. Rechnet mit 15 Minuten Arbeit und mindestens zwei Stunden Ziehzeit.

  1. Gurke vorbereiten: schälen, längs halbieren, Kerne herauskratzen, grob raspeln.
  2. Entwässern: mit einem knappen Teelöffel Salz mischen, 20 bis 30 Minuten ins Sieb, dann im Küchentuch kräftig ausdrücken.
  3. Knoblauch schneiden: Zehen schälen, grünen Keim entfernen, sehr fein hacken.
  4. Verrühren: Joghurt, Gurke, Knoblauch, Olivenöl und Essig verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Ziehen lassen: abgedeckt mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, vor dem Servieren noch einmal abschmecken.

Das Abschmecken am Schluss ist kein Formalsatz. Salz und Säure wirken nach dem Ruhen anders als direkt nach dem Rühren, und die Gurke bringt bereits Salz aus dem Entwässern mit.

Dill, Minze oder gar nichts?

Regional unterschiedlich und Geschmackssache. Dill ist die in Deutschland verbreitetste Variante, Minze die frischere. Beide gehören ganz zum Schluss dazu und werden fein gehackt untergehoben, damit sie ihr Aroma nicht schon in der Ziehzeit verlieren.

Was kostet selbst gemachtes Tzatziki pro Portion?

Eine Portion selbst gemachtes Tzatziki kostet rund 0,69 Euro — bei 700 Gramm Gesamtmenge und vier Portionen also 2,75 Euro für die ganze Schüssel (Preise September 2026). Zum Vergleich: Der 500-Gramm-Becher Salatkönig Tzatziki kostete zuletzt 1,99 Euro bei EDEKA, umgerechnet 3,98 Euro pro Kilogramm — für dieselben 175 Gramm sind das 0,70 Euro.

Das Ergebnis ist unbequem, aber ehrlich: Beim reinen Portionspreis liegt Selbermachen gleichauf mit der Fertigware. Wer Sparen als einziges Argument sucht, findet es hier nicht.

Zutat Menge Kosten
Griechischer Joghurt 500 g 1,00 €
Salatgurke 1 Stück 1,49 €
Knoblauch 3 Zehen 0,06 €
Olivenöl, Salz, Essig Vorrat 0,20 €
Ergebnis ca. 700 g 2,75 €

Stand 03.09.2026. Preisbasis: Joghurt griechischer Art im 1-Kilo-Becher ab 1,99 € laut dem Lidl-Sortiment bei SupermarktCheck, Salatgurke 1,49 € je Stück und Knoblauch 0,99 € je 200-Gramm-Netz (4,95 €/kg) nach denselben Preismeldungen. Vorrat heißt: Öl, Salz und Essig sind pauschal angesetzt, weil sie niemand portionsweise kauft.

Wann Selbermachen doch günstiger wird

Der Hebel ist die Gurke, nicht der Joghurt. Salatgurken kosten im Angebot regelmäßig zwischen 0,29 und 0,99 Euro statt 1,49 Euro. Mit einer Aktionsgurke für 0,79 Euro sinkt die ganze Schüssel auf 2,05 Euro und die Portion auf 0,51 Euro — rund 27 Prozent unter dem Markenprodukt aus dem Kühlregal. Wer solche Preisschwankungen im Haushalt mitschreiben will, findet den passenden Rahmen in unserer Haushaltsbuch führen.

Warum die Rechnung trotzdem für Selbermachen spricht

Weil ihr für dasselbe Geld etwas anderes bekommt. Was genau, steht im nächsten Abschnitt auf den Etiketten.

Tzatziki gekauft vs. selbstgemacht: was steht in der Fertigware?

Tzatziki selbst gemacht im Vergleich zur Fertigware aus dem Kühlregal

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

In der günstigsten Supermarkt-Variante stecken nur zwölf Prozent Gurke. Die Zutatenliste von ja! Zaziki im 200-Gramm-Becher nennt Sahnejoghurt mit 44,5 Prozent, Speisequark mit 37 Prozent, Gurken mit 12 Prozent und Knoblauch mit 4 Prozent (Preismeldung 0,65 €, Stand: Mai 2026). Griechischer Joghurt kommt darin nicht vor.

Beim Markenprodukt sieht es anders aus, aber nicht griechischer. Für Salatkönig Tzatziki stehen Speisequark Magerstufe mit 29 Prozent, Gurken mit 19 Prozent, dazu Rapsöl und Wasser auf dem Etikett; die Nährwerte weisen 206 Kilokalorien und 18,2 Gramm Fett je 100 Gramm aus (Stand: September 2026).

Zusammengefasst: Beide Produkte bauen auf Quark statt auf abgetropftem Joghurt, beide strecken mit Wasser oder Rapsöl, und in beiden ist die Gurke eine Nebenzutat. Euer selbst gemachtes Tzatziki hat rund 35 Prozent Gurkenanteil — knapp dreimal so viel wie die Discounter-Variante.

Das eigentliche Argument ist die Kontrolle

Ihr entscheidet über die Knoblauchmenge, über den Fettgehalt, über Dill oder Minze und darüber, wie grob die Gurke bleibt. Das kann kein Becher aus dem Kühlregal leisten, und es kostet euch nach dieser Rechnung nichts extra.

Wie lange hält sich selbstgemachtes Tzatziki im Kühlschrank?

Zwei bis drei Tage, wenn es abgedeckt und kalt genug steht. Das Bundeszentrum für Ernährung empfiehlt für das mittlere Fach etwa sieben Grad Celsius und nennt genau diese Ebene als richtigen Platz für Milchprodukte und zubereitete Speisen (Stand: 20.02.2025). Die Kühlschranktür ist der falsche Ort — dort schwankt die Temperatur bei jedem Öffnen.

Anders als beim gekauften Becher gibt es kein Mindesthaltbarkeitsdatum, an dem ihr euch orientieren könnt. Es gilt der Sinnestest: Riecht es sauer statt frisch, ist es vorbei.

Was ihr für längere Haltbarkeit tun könnt

  • Sauber arbeiten: frisch gespülte Schüssel, kein Löffel, der vorher im Mund war.
  • Luftdicht abdecken: Tzatziki nimmt im offenen Behälter jeden Kühlschrankgeruch an.
  • Wirklich entwässern: Je weniger freies Wasser im Dip ist, desto langsamer trennt er sich.
  • Öl obenauf: Ein dünner Film Olivenöl auf der Oberfläche bremst das Austrocknen.

Absetzende Molke ist kein Verderb

Wenn sich nach einem Tag eine klare Flüssigkeit oben absetzt, ist das Molke und kein Warnsignal. Einmal durchrühren genügt. Wird die Menge allerdings von Tag zu Tag größer, war die Gurke nicht trocken genug — dann bleibt nur, es bald aufzuessen.

Kann man Tzatziki einfrieren?

Technisch ja, sinnvoll nein. Beim Einfrieren trennen sich Eiweiß und Fett des Joghurts, und beim Auftauen bleibt eine krümelige, wässrige Masse zurück — bei fettreichen Joghurts mit den hier empfohlenen zehn Prozent Fett besonders deutlich. Dazu kommt die Gurke, die selbst nach dem Ausdrücken noch reichlich Zellwasser enthält; das sprengt beim Gefrieren die Zellwände, und das Gemüse wird beim Auftauen matschig.

Ihr bekommt also weder die Konsistenz noch den Biss zurück. Was übrig bleibt, taugt allenfalls noch, um es in eine Soße oder einen Dip mit anderen Zutaten einzurühren — als Tzatziki servieren lässt es sich nicht mehr.

Die bessere Alternative

Rechnet die Menge kleiner. Tzatziki ist in 15 Minuten angerührt, und für zwei Portionen reicht eine halbe Gurke mit 250 Gramm Joghurt. Wer regelmäßig zu viel produziert, sollte an der Portionsgröße drehen und nicht am Gefrierschrank.

Und der Joghurt allein?

Auch pur eingefrorener Joghurt kommt krümelig zurück. Er lässt sich danach noch in Teig oder Soßen einrühren, aber nicht mehr als Grundlage für einen Dip verwenden, der von seiner Cremigkeit lebt.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Rund 35 Prozent Gurkenanteil statt 12 Prozent Preis pro Portion praktisch gleich
Kein Quark, kein Rapsöl, kein zugesetztes Wasser Mindestens zwei Stunden Ziehzeit nötig
Knoblauchmenge und Kräuter frei wählbar Nur zwei bis drei Tage haltbar
Mit Aktionsgurke rund 27 Prozent günstiger Nicht einfrierbar

Häufige Fragen zu Tzatziki selber machen

Warum wird mein Tzatziki immer so wässrig?

Weil die Gurke ihr Wasser im Dip abgibt statt vorher im Sieb. Eine Salatgurke besteht laut Bundeszentrum für Ernährung zu 97 Prozent aus Wasser, und das Salz im Tzatziki zieht es zuverlässig heraus. Raspelt die Gurke, salzt sie, lasst sie 20 bis 30 Minuten stehen und drückt sie danach im Küchentuch aus — dann bleibt der Dip fest.

Muss die Gurke für Tzatziki geschält werden?

Für das klassische Ergebnis ja. Die Schale bringt Bitterstoffe und grüne Fasern mit, die im weißen Joghurt optisch und geschmacklich auffallen. Bei einer jungen, dünnschaligen Gurke könnt ihr einen Teil der Schale dranlassen — dann wird das Tzatziki etwas grüner gesprenkelt und behält mehr Biss. Das Kerngehäuse gehört in jedem Fall heraus, dort sitzt das meiste Wasser.

Wie lange sollte Tzatziki ziehen, bevor man es serviert?

Mindestens zwei Stunden im Kühlschrank, ideal über Nacht. In dieser Zeit baut sich die Erstschärfe des Knoblauchs ab, das Aroma bleibt, und der Joghurt bindet die letzte Restfeuchte der Gurke. Nach etwa 24 Stunden ist der Geschmack ausgereizt. Wer es bewusst scharf mag, gibt den Knoblauch erst kurz vor dem Servieren dazu.

Wie lange muss der Joghurt abtropfen, um die typische Konsistenz zu erreichen?

Normaler Naturjoghurt braucht im Sieb mit Mulltuch mindestens vier Stunden, über Nacht wird er deutlich fester. Zum Vergleich: Industriell hergestellter Abtropfjoghurt verliert fast 70 Prozent seines Wasser- und Molkeanteils und wird aus der vierfachen Milchmenge gewonnen. So weit kommt ihr zu Hause nicht, für Tzatziki reicht es aber vollkommen.

Kann ich Tzatziki mit Sahnejoghurt machen?

Ja, das Ergebnis wird cremig, aber weniger fest. Sahnejoghurt hat viel Fett und wenig Eiweiß, bindet also schlechter als abgetropfter griechischer Joghurt. Wenn ihr ihn verwendet, entwässert die Gurke besonders gründlich und rechnet damit, dass sich am zweiten Tag etwas Flüssigkeit absetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Tzatziki und Zaziki?

Nur die Schreibweise. „Tzatziki“ ist die an das griechische τζατζίκι angelehnte Umschrift, „Zaziki“ und „Tsatsiki“ sind eingedeutschte Varianten, die vor allem auf Verpackungen und Speisekarten auftauchen. Gemeint ist immer dieselbe Vorspeise aus Joghurt, Gurke und Knoblauch.

Welcher Knoblauch ist für Tzatziki am besten?

Frischer, fester Knoblauch mit prallen Zehen und ohne grünen Trieb in der Mitte. Getrocknetes Granulat schmeckt dumpf und fällt im hellen Joghurt sofort auf. Wenn die Zehen bereits keimen, entfernt den grünen Trieb — er ist der bitterste und schärfste Teil der Zehe.

Kann man Tzatziki mit Zucchini statt Gurke machen?

Möglich ist es, klassisch ist es nicht. Zucchini hat weniger Wasser und eine festere Struktur, das Ergebnis wird dadurch stückiger und deutlich milder. Ihr solltet sie vorher kurz blanchieren oder anbraten, weil roher Zucchini eine grasige Note mitbringt, die im Joghurt stört. Entwässern müsst ihr trotzdem.

Fazit: Der Aufwand liegt an einer einzigen Stelle

Tzatziki hat genau eine Fehlerquelle, und die heißt nicht Joghurt, sondern Gurke. Wer sie raspelt, salzt, ziehen lässt und ausdrückt, bekommt einen Dip, der auch am nächsten Tag noch steht — unabhängig davon, welchen Joghurt er gekauft hat. Alles andere sind Feinheiten.

Beim Preis ist Selbermachen kein Sparwunder: rund 0,69 Euro pro Portion gegen 0,70 Euro beim Markenprodukt aus dem Kühlregal. Interessant wird es erst über die Zutatenliste — 35 statt 12 Prozent Gurke, kein Quark, kein Rapsöl, kein zugesetztes Wasser. Und über die Gurke im Angebot, die die Schüssel um ein gutes Viertel billiger macht.

Drei Faustregeln zum Mitnehmen:

  • Immer entwässern — 20 Minuten Salz und Sieb sind nicht verhandelbar.
  • Auf das Eiweiß schauen, nicht auf das Wort „griechisch“ auf der Vorderseite.
  • Zwei Stunden Ruhe einplanen, sonst schmeckt es scharf und flach zugleich.

Übrigens: In unserem Magazin-Bestand aus 992 Beiträgen behandeln bislang genau acht Beiträge das Selbermachen in einer eigenen Überschrift — und in allen acht steht direkt dahinter eine Kostenfrage (eigene Auszählung, Stand: 2. September 2026). Beim Tzatziki fällt die Antwort ungewöhnlich aus: Es lohnt sich, aber nicht wegen des Preises. Wer dieselbe Rechnung für einen zweiten Klassiker sehen will, findet sie in unserem Ratgeber Pesto selber machen. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt — Lebensmittelpreise gehören dabei zu den Posten, die wir am häufigsten nachrechnen.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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