Neue Euro-Banknoten 2026: Motive, Umfrage, Zeitplan und was mit alten Scheinen passiert

Neue Euro-Banknoten sind die dritte Serie des Euro-Bargelds, deren Gestaltung die Europäische Zentralbank (EZB) gerade auswählt: Zehn Entwürfe zu den Themen „Europäische Kultur“ und „Flüsse und Vögel“ stehen fest, entschieden wird voraussichtlich Ende 2026. An der Online-Umfrage zu den Entwürfen haben bis zum 21. September 2026 laut EZB 9,96 Millionen Menschen teilgenommen – verbindlich ist sie nicht, das letzte Wort hat der EZB-Rat. Eure heutigen Scheine behalten ihren Wert, und auch D-Mark tauscht die Bundesbank weiter kostenlos um. Stand: September 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zehn Entwürfe, zwei Themen, je fünf pro Thema: Die EZB hat sie am 23. Juli 2026 aus über 1.200 Bewerbungen vorgestellt.
  • Die Umfrage lief bis 21. September 2026, 9,96 Millionen Menschen machten mit. Sie ist Feedback, keine Wahl – der EZB-Rat entscheidet voraussichtlich Ende 2026.
  • Einen Ausgabetermin gibt es noch nicht; laut EZB dauert es nach der Entscheidung noch „ein paar Jahre“.
  • Alte Euro-Scheine behalten dauerhaft ihren Wert, D-Mark tauscht die Bundesbank gebührenfrei und unbefristet – mit wenigen Ausnahmen.

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Was die EZB bei den neuen Euro-Banknoten entschieden hat – und was nicht

Entschieden ist bisher der Rahmen, nicht das Aussehen: Laut Pressemitteilung der EZB vom 23. Juli 2026 stehen zehn Gestaltungsvorschläge in der Endauswahl, ausgewählt von einer unabhängigen Jury aus 21 Fachleuten. Beworben hatten sich mehr als 1.200 Grafikdesignerinnen und -designer, 25 davon durften Entwürfe ausarbeiten.

Die Themen selbst sind schon älter. Der EZB-Rat hat „Europäische Kultur“ und „Flüsse und Vögel“ am 30. November 2023 ausgewählt, die Motive dazu folgten im Januar 2025. Grundlage waren zwei Umfragen aus dem Sommer 2023: In der repräsentativen Befragung von 23.377 Menschen lag „Europäische Kultur“ mit 21 Prozent vorn, gefolgt von „Flüsse“ mit 18 und „Vögel“ mit 17 Prozent; online machten 365.000 Menschen mit. „Flüsse und Vögel“ ist also ein Kompromiss – der EZB-Rat hat die Plätze zwei und drei zu einem Naturthema verschmolzen.

Offen ist dagegen alles, was ihr später in der Hand haltet: welcher der zehn Entwürfe gewinnt, welche Sicherheitsmerkmale im Detail hineinkommen und wann die ersten Scheine ausgegeben werden. Die EZB spricht von der „ersten vollständigen Neugestaltung der Euro-Banknoten seit ihrer Ausgabe im Jahr 2002“. Die Europa-Serie, die seit 2013 schrittweise kam, hat das Grundmotiv – Fenster, Tore und Brücken – nämlich beibehalten und nur modernisiert.

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Pressemitteilungen und FAQ der EZB sowie die Bargeld-Seiten der Deutschen Bundesbank im Original ausgewertet. Die Schlagzeile „Weißstorch oder Beethoven“ trifft den Kern übrigens nur halb: Beide stehen in der Motivliste der EZB, aber ihr wählt nicht zwischen zwei Motiven, sondern bewertet zehn komplette Entwürfe.

Europäische Kultur oder Flüsse und Vögel: Welche Motive zur Wahl stehen

Je Thema gibt es sechs feste Motive, eines pro Schein von 5 bis 200 Euro – das hat die EZB in ihrer Pressemitteilung vom 31. Januar 2025 festgelegt. Beim Kulturthema zeigt die Vorderseite eine Persönlichkeit, die Rückseite einen Kulturort; beim Naturthema zeigt die Vorderseite einen Vogel an einem Flussabschnitt, die Rückseite eine EU-Institution.

Schein Europäische Kultur Flüsse und Vögel
5 € Maria Callas Mauerläufer
10 € Ludwig van Beethoven Eisvogel
20 € Marie Curie Skłodowska Bienenfresser
50 € Miguel de Cervantes Weißstorch
100 € Leonardo da Vinci Säbelschnäbler
200 € Bertha von Suttner Basstölpel

Motivvorgaben der EZB vom 31. Januar 2025. Zu den Personen gehören Kulturorte: darstellende Kunst (5 €), Musik (10 €), Schulen und Universitäten (20 €), Bibliotheken (50 €), Museen (100 €) und öffentliche Plätze (200 €). Die Vögel stehen für Flussabschnitte von der Gebirgsquelle (5 €) bis zur Meereslandschaft (200 €); auf den Rückseiten wären unter anderem das Europäische Parlament (5 €), die EZB (20 €) und der Europäische Gerichtshof (50 €) zu sehen.

Die zehn Entwürfe verteilen sich gleichmäßig: Fünf interpretieren das Kulturthema, fünf das Naturthema. Auf der Entwurfsseite der EZB sind sie als Design A bis J zu sehen, jeweils mit Vorder- und Rückseite. Die Ansätze gehen weit auseinander – ein Entwurf rückt bei den Porträts Augen und Mund in den Vordergrund, ein anderer übersetzt den Ruf jedes Vogels in Balkengrafiken, ein dritter lässt die Motive mit jedem höheren Nennwert näher ans Meer rücken.

Wichtig für eure Bewertung: Die EZB schreibt ausdrücklich, sie übernehme keine Verantwortung dafür, ob die dargestellten Elemente „in der abgebildeten Form auf den endgültigen Banknoten erscheinen werden“. Ihr bewertet also einen gestalterischen Ansatz, keine druckfertige Vorlage. Wer gezielt den Weißstorch auf dem Fünfziger will, kann das nur indirekt ausdrücken, indem er einen Entwurf des Naturthemas gut bewertet.

Wie die Umfrage bis 21. September lief – und was sie bewirkt

Smartphone mit dunklem Bildschirm neben Kaffeetasse und leerem Notizbuch auf einem Holztisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Online-Umfrage der EZB lief vom 23. Juli 2026 bis zum 21. September 2026 um 23:59 Uhr und stand jeder Person offen, unabhängig von Alter, Staatsangehörigkeit oder Wohnsitzland. Laut den FAQ der EZB war sie in allen 24 Amtssprachen der EU verfügbar und anonym; Namen oder Kontaktdaten wurden nicht abgefragt.

Der Weg dorthin führte über die Entwurfsseite der EZB, auf der unter jedem Design der Knopf zur Umfrage stand. Die Entwürfe waren in der Umfrage pseudonymisiert: Die Buchstaben A bis J wurden zufällig vergeben, die Namen der Gestalter erschienen nicht, damit niemand nach Herkunft oder Renommee urteilt. Am Ende folgten einige demografische Fragen, die sich mit „ohne Angabe“ überspringen ließen. Mehrfach teilzunehmen brachte nichts – die Umfrage war laut EZB so gebaut, dass die Angaben jeder Person nur einmal zählen.

Wie groß das Interesse war, zeigt die Bilanz der EZB vom 23. September 2026: Insgesamt 9,96 Millionen Menschen haben teilgenommen, das entspricht 2,6 Prozent der Bevölkerung des Euroraums. Zwei Drittel der Antworten stammten laut EZB von Menschen unter 35 Jahren. Eine Woche vor Schluss hatte die Nachrichtenagentur dpa noch von mehr als neun Millionen berichtet.

War die Umfrage eine Abstimmung?

Nein. Die EZB selbst spricht von „Feedback“. Parallel befragte ein unabhängiges Meinungsforschungsinstitut eine repräsentative Stichprobe mit denselben Fragen, und der EZB-Rat stützt seine Entscheidung laut Pressemitteilung auf mehrere Quellen: die Schlussfolgerungen der Jury, eine technische Bewertung und die Ergebnisse beider Umfragen. Die offene Online-Umfrage ist also eine von vier Grundlagen, kein Wahlentscheid.

Die Ergebnisse erfahrt ihr erst hinterher. Den Bericht über beide Umfragen will die EZB veröffentlichen, „sobald das endgültige Gestaltungskonzept ausgewählt worden ist“ – also frühestens Ende 2026.

Wann kommen die neuen Scheine? Der Zeitplan der EZB

Einen Ausgabetermin gibt es noch nicht: Die EZB nennt für die Designentscheidung „voraussichtlich gegen Jahresende“ 2026 und schreibt in ihren FAQ, danach werde es „noch ein paar Jahre dauern, bis die ersten neuen Euro-Banknoten ausgegeben werden“. Wann und wie die Scheine in Umlauf kommen, steht nach eigener Aussage „derzeit noch nicht fest“.

Die Schritte davor sind lang. Nach der Auswahl wird das Design laut EZB „weiter ausgearbeitet und getestet, bevor es in die Produktion geht“. Anschließend beschließt der EZB-Rat gesondert, wann hergestellt und ausgegeben wird. Wie lange das dauern kann, zeigt die bisherige Neuauflage: Die Europa-Serie kam in fünf Etappen – der 5-Euro-Schein 2013, der 10er 2014, der 20er 2015, der 50er 2017 und der 100er und 200er am 28. Mai 2019. Das waren sechs Jahre vom ersten bis zum letzten Nennwert.

Der gesamte Prozess für die dritte Serie läuft schon deutlich länger, als viele annehmen:

  • Dezember 2021 bis März 2022: Fokusgruppen zu möglichen Themen
  • Sommer 2023: öffentliche Themen-Umfrage
  • 30. November 2023: EZB-Rat wählt die zwei Themen aus
  • Januar 2025: Festlegung der Motive je Thema
  • 15. Juli bis 18. August 2025: Bewerbungsphase des Design-Wettbewerbs
  • Ende April 2026: Abgabe der Entwürfe, Wettbewerbsende im Juni 2026
  • 23. Juli bis 21. September 2026: öffentliche Umfrage mit 9,96 Millionen Teilnehmenden
  • voraussichtlich Ende 2026: Designentscheidung des EZB-Rats

Realistisch heißt das: Vor Ende des Jahrzehnts solltet ihr keinen neuen Schein im Portemonnaie erwarten. Das ist eine Einordnung aus dem Tempo der Europa-Serie, keine Angabe der EZB – die nennt bewusst kein Jahr.

Bleiben alte Euro-Scheine gültig? Was für Europa-Serie, erste Serie und 500er gilt

Geschlossenes altes Leder-Portemonnaie neben einem Schlüssel auf einer Holzkommode

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Ja, ihr müsst nichts umtauschen: Laut EZB-Pressemitteilung vom Juli 2026 werden die Euro-Banknoten der bisherigen Serien „ihren Wert behalten und neben der neuen Serie in Umlauf bleiben“. Das gilt für die Europa-Serie in euren Portemonnaies genauso wie für die Scheine der ersten Serie von 2002.

Hier lohnt ein genauer Blick auf zwei Begriffe, die oft vermischt werden: Wert und gesetzliches Zahlungsmittel. Laut § 14 des Bundesbankgesetzes sind auf Euro lautende Banknoten „das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel“. Für die erste Serie kündigt die EZB an, sie werde „frühzeitig bekannt gegeben, ab welchem Zeitpunkt die Banknoten der ersten Serie ihre Funktion als gesetzliches Zahlungsmittel verlieren“. Ihren Wert behalten sie trotzdem „dauerhaft“ und können „unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden“.

Praktisch heißt das: Ein alter Zwanziger von 2002 ist heute Zahlungsmittel. Sollte die EZB diesen Status eines Tages beenden, nimmt ihn ein Laden womöglich nicht mehr an – aber jede Filiale der Bundesbank tauscht ihn ohne Frist in neues Geld. Ein Stichtag, an dem Euro-Bargeld verfällt, existiert nicht.

Und der 500-Euro-Schein?

Den gibt es in der Europa-Serie nicht, und nach heutigem Stand ist er auch für die neue Serie nicht vorgesehen. Seit dem 27. April 2019 werden keine 500er mehr ausgegeben; die vorhandenen bleiben gesetzliches Zahlungsmittel und behalten ihren Wert. In den FAQ zur Neugestaltung schreibt die EZB, es bleibe „voraussichtlich“ bei den Nennwerten 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Euro, auch Größe und Hauptfarben würden „wahrscheinlich“ nicht geändert, um Automaten und Kassen nicht teuer umrüsten zu müssen.

Wer mit großen Scheinen bezahlen will, sollte trotzdem vorher fragen. Ob ein Geschäft Bargeld annimmt und welche Scheine, darf es heute in Grenzen selbst regeln – was genau gilt, steht in unserem Ratgeber zur Kartenzahlung-Pflicht.

Euro-Banknoten Sicherheitsmerkmale: Falschgeld erkennen mit Fühlen, Sehen, Kippen

Lupe auf leerem Papier im schrägen Licht einer Schreibtischlampe

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Falschgeld ist in Deutschland selten, aber nicht verschwunden: Die Bundesbank hat im ersten Halbjahr 2026 laut Pressemitteilung vom 7. August 2026 30.007 falsche Euro-Banknoten mit einem Nennwert von 1,75 Millionen Euro im Zahlungsverkehr festgestellt, 4,3 Prozent weniger als im Halbjahr davor. Bundesbank-Vorstand Lutz Lienenkämper ordnet das so ein: „Es gibt in Deutschland wenig Falschgeld: Rein rechnerisch entfielen sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner und Jahr“ (Stand: August 2026).

Schein Fälschungen Anteil
5 € 638 2 %
10 € 1.494 5 %
20 € 7.355 25 %
50 € 14.222 47 %
100 € 5.043 17 %
200 € 850 3 %
500 € 405 1 %

Falsche Euro-Banknoten im deutschen Zahlungsverkehr, erstes Halbjahr 2026, Quelle: Deutsche Bundesbank. Fast jede zweite Fälschung war ein Fünfziger. Beim 100-Euro-Schein stieg die Zahl gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 61 Prozent, alle anderen Stückelungen gingen zurück.

Die Prüfung ist bei beiden Euro-Serien dieselbe: Die Bundesbank beschreibt den Schnelltest für die Europa-Serie als „im Prinzip exakt identisch“ mit dem für die erste Serie. Er dauert wenige Sekunden:

  • Fühlen: Das Papier ist griffig und fest. Am linken und rechten Rand der Vorderseite ertastet ihr kurze erhabene Linien, auch Hauptmotiv, Schrift und große Wertzahl sind als Relief spürbar.
  • Sehen: Gegen das Licht erscheinen das Wasserzeichen mit dem Porträt der mythologischen Europa sowie der Sicherheitsfaden als dunkler Streifen mit €-Symbol und Wertzahl. Ab dem 20-Euro-Schein wird das Fenster oben im Hologramm durchsichtig und zeigt ebenfalls das Europa-Porträt.
  • Kippen: Das silberne Hologramm zeigt Porträt, €-Symbol, Hauptmotiv und Wertzahl. Die glänzende Zahl links unten – die Smaragdzahl – wechselt beim Kippen von Smaragdgrün zu Tiefblau, ein Lichtbalken wandert auf und ab.

Die Bundesbank rät, nie nur ein Merkmal zu prüfen und im Zweifel einen sicher echten Schein daneben zu halten. Am häufigsten fallen Fälschungen laut Pressemitteilung durch fehlende Griffigkeit, ein fehlendes Wasserzeichen oder eine Smaragdzahl ohne Farbwechsel auf. Zuletzt tauchten zudem vermehrt plumpe Kopien mit Aufdrucken wie „MovieMoney“, „Prop copy“ oder „Facsimile“ auf, die gar kein Sicherheitsmerkmal imitieren.

Was tun, wenn ihr einen falschen Schein bekommen habt?

Nicht weitergeben, sondern zur Polizei. Wer Falschgeld wissentlich als echt ausgibt, macht sich nach § 147 des Strafgesetzbuchs strafbar, der Rahmen reicht bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Ersatz gibt es für Falschgeld nicht, der Schaden bleibt bei dem, der den Schein zuletzt angenommen hat. Die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt, den Schein in einen Umschlag oder eine Papiertüte zu stecken, damit möglichst wenige Menschen ihn anfassen und Fingerabdrücke erhalten bleiben.

Besonders relevant ist das bei Barzahlungen unter Privatleuten, etwa bei Abholkäufen über Kleinanzeigen. Dort prüft ihr als Verkäufer die Scheine, bevor ihr die Ware übergebt – wie ihr solche Übergaben insgesamt absichert, zeigt unser Ratgeber zu Kleinanzeigen „Sicher bezahlen“.

D-Mark und beschädigte Scheine: So tauscht ihr bei der Bundesbank um

Geöffnete alte Blechdose mit vergilbten Briefumschlägen auf einem Dachboden

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

D-Mark tauscht die Bundesbank laut ihrer Umtauschseite „gebührenfrei und ohne betragliche oder zeitliche Begrenzung“ in Euro, zum festen Kurs von 1,95583 D-Mark für einen Euro. Und es liegt noch viel davon herum: Zum 31. August 2026 waren laut Bundesbank noch 5,58 Milliarden D-Mark in Scheinen und 6,51 Milliarden D-Mark in Münzen nicht umgetauscht.

Zusammen sind das 12,09 Milliarden D-Mark oder rund 6,18 Milliarden Euro – das haben wir aus den Bundesbank-Zahlen selbst umgerechnet. Unsere Auswertung der Monatsreihe zeigt auch, wie langsam der Berg schrumpft: Ende Juni 2020 standen noch 12,43 Milliarden D-Mark aus, in gut sechs Jahren kamen also nur 0,34 Milliarden zurück, im Schnitt rund 55 Millionen D-Mark pro Jahr. Ein großer Teil dürfte in Sammlungen liegen oder verloren sein.

So läuft der D-Mark-Umtausch

  • Persönlich: in jeder Filiale der Bundesbank
  • Per Post: an die Filiale Mainz, mit dem ausgefüllten Antrag „Umtausch von DM in Euro“ (Vordruck 3152); das Geld kommt ohne Anschreiben per Überweisung auf euer Konto
  • Große Beträge: ab einem Gegenwert von 15.000 Euro (rund 29.337 D-Mark) vorher telefonisch oder per E-Mail melden
  • Versandrisiko: trägt ihr selbst – die Bundesbank haftet nicht für Verluste auf dem Postweg

Drei Ausnahmen kennt die Bundesbank: die 2-DM-Münze der ersten Ausgabe mit Prägedatum 1951, die grüne 50-Mark-Note der Bank deutscher Länder von 1948 sowie alles, was vor dem 20. Juni 1948 ausgegeben wurde, also etwa Reichsmark. Auch Mark der DDR wird nicht mehr getauscht. Wer beim Aufräumen eines Nachlasses neben alten Scheinen auch Schmuck findet, sollte beides getrennt bewerten lassen – worauf es beim Edelmetall ankommt, steht in unserem Ratgeber Gold verkaufen.

Zerrissen, verbrannt, gewaschen: beschädigte Euro-Scheine

Beschädigte Scheine ersetzt die Bundesbank laut ihren Hinweisen zu beschädigtem Geld, wenn „mehr als die Hälfte“ einer Banknote vorgelegt wird – oder wenn ihr bei kleineren Resten nachweist, dass die fehlenden Teile vernichtet wurden. In der Regel ist das kostenlos. Vorsätzlich beschädigte Scheine ersetzt sie grundsätzlich nicht.

Eingereicht wird mit dem Vordruck 3150 in einer Filiale, über eure Hausbank, sofern sie das weiterleitet, oder direkt beim Nationalen Analysezentrum der Bundesbank. Verpackt auch kleinste Reste und Asche so, dass nichts weiter zerbröselt. Kann die Filiale nicht sofort entscheiden, dauert die Prüfung bis zu drei Monate.

Parallel zur neuen Serie arbeitet die EZB an einer digitalen Form des Euro — beides sind getrennte Vorhaben mit getrennten Zeitplänen. Der Pilotbetrieb dafür soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 starten und zwölf Monate laufen, eine erste echte Ausgabe wäre frühestens 2029 möglich. Was dabei geplant und was bereits beschlossen ist, steht im Ratgeber zum digitalen Euro.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Bürger konnten zehn Entwürfe öffentlich bewerten Umfrage ist nicht bindend für den EZB-Rat
Neue Sicherheitsmerkmale und bessere Barrierefreiheit geplant Kein Ausgabetermin, mehrere Jahre Vorlauf
Alte Scheine behalten dauerhaft ihren Wert Entwürfe sind keine verbindliche Druckvorlage
Nennwerte, Größen und Farben bleiben voraussichtlich gleich Kein neuer 500er, große Beträge bleiben Stückwerk

Häufige Fragen zu den neuen Euro-Banknoten

Kann ich bei der EZB-Umfrage noch abstimmen?

Nein. Die Umfrage endete am 21. September 2026 um 23:59 Uhr, laut EZB haben 9,96 Millionen Menschen teilgenommen. Mehrfach abzustimmen hätte ohnehin nichts gebracht: Die Umfrage war so konzipiert, dass die Angaben jeder teilnehmenden Person nur einmal berücksichtigt werden. Zudem ist sie nur eine von vier Entscheidungsgrundlagen neben Jury, technischer Bewertung und einer repräsentativen Parallelumfrage. Die Entscheidung des EZB-Rats fällt voraussichtlich Ende 2026.

Muss ich meine alten Euro-Scheine umtauschen, wenn die neuen kommen?

Nein. Die EZB hat im Juli 2026 erklärt, dass die bisherigen Serien ihren Wert behalten und neben der neuen Serie in Umlauf bleiben. Selbst wenn eine Serie irgendwann ihren Status als gesetzliches Zahlungsmittel verliert, bleibt der Umtausch bei den nationalen Zentralbanken unbefristet möglich – in Deutschland bei jeder Bundesbank-Filiale.

Werden die neuen Scheine größer oder aus Kunststoff?

Voraussichtlich nicht. Die EZB schreibt in ihren FAQ, Größe und Hauptfarben würden „wahrscheinlich“ beibehalten, damit Automaten und Kassen günstig umrüsten können. Das Material besteht heute aus Baumwollfasern; die EZB sucht nach haltbareren und umweltfreundlicheren Lösungen, eine Festlegung auf Kunststoff gibt es nicht.

Wo kann ich einen verdächtigen Schein prüfen lassen?

Bei eurer Hausbank oder in einer Filiale der Deutschen Bundesbank – das empfiehlt die Bundesbank ausdrücklich für Euro-Banknoten. Banken sind nach § 36 des Bundesbankgesetzes verpflichtet, falschverdächtiges Geld anzuhalten und an die Bundesbank weiterzuleiten. Ist er falsch, gibt es keinen Ersatz.

Was ist bei Erhalt von Falschgeld rechtlich zu tun?

Die Bundesbank rät: sofort die Polizei benachrichtigen und den Schein nicht weitergeben. Wer Falschgeld als echt in Verkehr bringt, riskiert nach § 147 StGB bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe, schon der Versuch ist strafbar. Händler sollten die Ware deshalb nicht herausgeben, bevor mit gültigem Geld bezahlt ist.

Unterscheiden sich die Sicherheitsmerkmale bei den verschiedenen Euro-Serien?

Im Prinzip nicht, die Prüfung nach Fühlen, Sehen, Kippen ist identisch. Im Detail schon: Nur die Europa-Serie trägt das Porträt der mythologischen Europa in Wasserzeichen und Hologramm, die Smaragdzahl mit wanderndem Lichtbalken und ab 20 Euro das durchsichtige Porträt-Fenster. Bei der ersten Serie wechselt dagegen nur auf der Rückseite der Scheine ab 50 Euro die Wertzahl ihre Farbe. Für die dritte Serie kündigt die EZB „neuartige und verbesserte Sicherheitsmerkmale“ an, ohne sie schon zu nennen.

Warum gibt es überhaupt neue Euro-Banknoten?

Vor allem wegen der Fälschungssicherheit: Laut EZB überarbeiten Zentralbanken ihre Scheine in der Regel alle zehn bis 15 Jahre, um Fälschern voraus zu bleiben. Dazu kommen Barrierefreiheit für Menschen mit Sehbeeinträchtigung, nachhaltigere Materialien und ein Design, mit dem sich mehr Menschen identifizieren. Die erste Euro-Serie ist über 20 Jahre alt.

Fazit: Umfrage vorbei, abwarten bis weit nach 2026

Die neuen Euro-Banknoten sind ein Projekt mit langem Atem: Themen und Motive stehen seit Januar 2025 fest, zehn Entwürfe liegen vor, die Designentscheidung fällt voraussichtlich Ende 2026 – und bis zum ersten Schein vergehen danach noch Jahre. Die Umfrage ist seit dem 21. September 2026 geschlossen, 9,96 Millionen Menschen haben mitgemacht; bindend ist sie nicht, aber sie fließt in die Entscheidung ein.

Handlungsbedarf habt ihr heute an anderer Stelle: Prüft Bargeld, das ihr von Fremden annehmt, nach Fühlen, Sehen, Kippen, und bringt alte D-Mark oder beschädigte Scheine zur Bundesbank, statt sie in der Schublade zu lassen – dort liegen bundesweit noch rund 6,18 Milliarden Euro Gegenwert. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Die aktuellen Angebote des Tages findet ihr auf unserer Startseite.

Über den Autor

Florian Silbereis

Ich bin Florian, 44 Jahre alt, gelernter Fachinformatiker und Gründer von MonsterDealz.de. Seit über 17 Jahren spüre ich täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — mein Wissen daraus steckt im Ratgeber „Schnäppchen richtig jagen: Der Insider-Guide für smarte Online-Käufer“ (2026). Meine Spezialgebiete sind Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals, Tagesgeldkonten und das Finden echter Preisfehler bei großen Shops wie Amazon, MediaMarkt, Saturn und Otto. Mehr über mich: interlynx.de, unterwegs bin ich auch auf Mastodon. Habt ihr Fragen oder einen heißen Deal-Tipp? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, PN,oder über die Kontaktseite.

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