Mailbox ausschalten 2026: Codes fĂĽr alle Netze und Anbieter
Die Mailbox schaltet ihr am zuverlässigsten mit dem GSM-Code ##002# aus — er löscht alle Rufumleitungen auf einmal, netzunabhängig und kostenlos. Wer nur einzelne Fälle abschalten will, nutzt die Codes fĂĽr „besetzt“, „keine Antwort“ und „nicht erreichbar“ getrennt. Bei manchen Anbietern bleibt die Mailbox als Dienst bestehen, sie wird nur nicht mehr angerufen — das genĂĽgt fĂĽr den Zweck. Stand: August 2026.
Das Wichtigste in KĂĽrze
- ##002# im Telefon eingeben und anrufen löscht sämtliche Rufumleitungen.
- Die Codes sind GSM-Standard und funktionieren in jedem deutschen Netz.
- Nach einem Netzwechsel oder Software-Update kann die Umleitung zurĂĽckkommen.
- Ohne Mailbox sehen Anrufer nur „nicht erreichbar“ — ihr bekommt einen Anrufhinweis per SMS, wenn der Anbieter das anbietet.
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Mailbox ausschalten: der schnellste Weg

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Gebt ##002# in die Telefon-App ein, als wäre es eine Rufnummer, und drückt den Anrufknopf. Das Netz bestätigt kurz darauf, dass alle Rufumleitungen gelöscht wurden. Danach klingelt euer Handy bis zum Ende durch, und niemand landet mehr auf der Mailbox.
Der Code ist kein Trick eines einzelnen Anbieters, sondern Teil des GSM-Standards. Er funktioniert deshalb in jedem deutschen Netz, bei jedem Discounter und auf jedem Gerät mit SIM-Karte — Android wie iPhone.
Wichtig: Der Code löscht alle Umleitungen, auch solche, die ihr bewusst eingerichtet habt. Leitet ihr Anrufe auf eine Zweitnummer oder ins Büro um, ist diese Umleitung danach ebenfalls weg und muss neu gesetzt werden.
Die vier Umleitungsfälle einzeln steuern
Eine Mailbox ist technisch nichts anderes als eine Rufumleitung auf einen Ansage-Dienst. Es gibt vier Auslöser, und ihr könnt jeden davon einzeln abschalten — das ist der feinere Weg, wenn ihr eine bestehende Umleitung behalten wollt.
| Fall | Code zum Löschen |
|---|---|
| Alle Umleitungen | ##002# |
| Sofort, ohne Klingeln | ##21# |
| Besetzt | ##67# |
| Keine Antwort | ##61# |
| Nicht erreichbar | ##62# |
Jeden Code wie eine Rufnummer eingeben und den Anrufknopf drücken. Mit einer einzelnen Raute statt zweien fragt ihr den Zustand nur ab, ohne etwas zu ändern: #21# zeigt beispielsweise, ob eine Sofort-Umleitung aktiv ist.
In der Praxis reichen fast immer die letzten drei. „Keine Antwort“ und „nicht erreichbar“ sind die Auslöser, die euch die Mailbox ĂĽberhaupt beschert haben; „sofort“ ist nur aktiv, wenn ihr das selbst eingestellt habt oder ein Anbieter es beim Tarifwechsel gesetzt hat.
Ăśber die Telefon-Einstellungen abschalten

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Wenn ihr keine Codes eingeben wollt, geht es auch über das Menü — der Weg unterscheidet sich zwischen den Systemen, führt aber zum selben Ergebnis.
- Android: Telefon-App öffnen, Einstellungen, dann Anrufkonten oder Zusatzdienste, dort Rufumleitung. Jeden der vier Fälle einzeln deaktivieren.
- iPhone: Einstellungen, Telefon, Rufweiterleitung. Der Schalter deckt allerdings nur die Sofort-Umleitung ab — die übrigen Fälle erreicht ihr am iPhone zuverlässig nur über die GSM-Codes.
Genau deshalb ist der Code-Weg der empfehlenswerte: Er ist herstellerunabhängig und erwischt alle vier Auslöser. Die Menüs ändern sich mit jeder Systemversion, der GSM-Standard nicht.
Manche Anbieter bieten zusätzlich einen Schalter im Kundenportal an. Der ist bequem, wirkt aber nicht immer sofort — prüft danach mit #61#, ob die Umleitung wirklich weg ist.
Warum die Mailbox zurĂĽckkommt
Weil die Umleitung im Netz gespeichert ist, nicht im Telefon. Alles, was diesen Netzeintrag neu setzt, holt die Mailbox zurück — und das passiert häufiger, als man denkt.
Die typischen Auslöser:
- Anbieter- oder Tarifwechsel. Der neue Anbieter richtet seine Standardkonfiguration ein, und die enthält die Mailbox.
- Neue SIM-Karte oder eSIM-Profil. Auch der Tausch auf dieselbe Nummer setzt die Voreinstellungen neu.
- Zurücksetzen des Telefons. Manche Geräte schreiben beim ersten Start die Anbieter-Voreinstellungen ins Netz.
- Anruf beim Kundenservice. Wird dort eine Option gebucht, kann die Mailbox als Teil des Pakets mitkommen.
Nach jedem dieser Ereignisse lohnt eine Kontrolle mit #61#. Das dauert fünf Sekunden und erspart die Frage, warum plötzlich wieder Nachrichten auflaufen.
Ein zweiter Grund, warum es „nicht funktioniert“, ist ein Missverständnis: Bei manchen Anbietern bleibt die Mailbox als Dienst bestehen und ist weiterhin ĂĽber eine Kurzwahl erreichbar — nur wird sie nicht mehr automatisch angerufen. FĂĽr den Zweck reicht das vollkommen: Niemand landet mehr dort, ihr könnt aber alte Nachrichten noch abhören. Wer den Dienst wirklich gelöscht haben möchte, muss das beim Anbieter beauftragen.
Und drittens gibt es Geräte, die beim Neustart eine gespeicherte Konfiguration wieder ausrollen. Taucht die Mailbox nach jedem Neustart erneut auf, prüft in den Einstellungen, ob eine Anbieter-Konfiguration hinterlegt ist, die die Umleitung mitbringt — der Kundenservice kann diese Zuweisung entfernen.
Wechselt ihr gerade den Anbieter, findet ihr die ĂĽbrigen Schritte in unserem Ratgeber Handyvertrag wechseln.
Was passiert ohne Mailbox?
Der Anrufer hört das Freizeichen bis zum Ende und bekommt danach die Netzansage, dass ihr nicht erreichbar seid. Eine Nachricht kann er nicht hinterlassen — das ist der Zweck, aber es ist auch der einzige echte Nachteil.
Diese drei Punkte solltet ihr vorher bedacht haben:
- Keine Nachrichten mehr. Wer euch geschäftlich erreichen muss, kann nichts hinterlassen und ruft im Zweifel nicht noch einmal an.
- Anrufhinweis prĂĽfen. Viele Anbieter schicken eine SMS mit der Nummer verpasster Anrufe. Ob das in eurem Tarif enthalten ist, steht in der Leistungsbeschreibung.
- Nachrichten vorher abhören. Was noch auf der Mailbox liegt, ist nach dem Abschalten unter Umständen nicht mehr erreichbar.
Für viele ist das Abschalten trotzdem der richtige Schritt, weil die Mailbox längst nicht mehr das Kommunikationsmittel ist, das sie einmal war. Wer erreicht werden will, schreibt eine Nachricht im Messenger oder eine SMS — beides landet zuverlässig auf dem Gerät und ist nachlesbar. Die Mailbox sammelt dagegen vor allem eines: automatisierte Werbeanrufe, die auf die Ansage sprechen und Zeit kosten.
Es gibt allerdings eine Gruppe, für die das Abschalten keine gute Idee ist: alle, die beruflich Anrufe von Unbekannten bekommen — Handwerk, Freiberufliche, Vermietung, Verkauf über Kleinanzeigen. Dort ist die Mailbox der einzige Kanal, über den ein Interessent eine Rückmeldung hinterlassen kann, wenn er euch nicht erreicht.
Wer die Mailbox behalten, aber die Wartezeit verkĂĽrzen will, geht einen Mittelweg: Die Zahl der Klingelzeichen bis zur Umleitung lässt sich bei „keine Antwort“ oft mitgeben. Damit landet der Anrufer schneller auf der Ansage, statt eine halbe Minute zu warten.
Kostet die Mailbox Geld?
Das Abschalten ist immer kostenlos. Das Abhören dagegen ist eine Verbindung wie jede andere — bei Verträgen mit Allnet-Flat ist sie meist enthalten, bei Prepaid-Karten ohne Flat kann sie das Guthaben belasten.
Teuer wird es in einer Konstellation, die viele übersehen: im Ausland. Ein Anruf, der auf eure Mailbox umgeleitet wird, ist technisch eine abgehende Verbindung von eurer Nummer zum Mailbox-Dienst. Außerhalb der EU kann das Kosten verursachen, ohne dass ihr überhaupt ein Gespräch geführt habt.
Wer viel reist, hat damit ein zusätzliches Argument fürs Abschalten. Was sonst noch jenseits der Grenze zählt, steht in unserem Ratgeber Handy im Ausland.
Vor- und Nachteile: Mailbox aus
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Keine Kosten fürs Abhören mehr | Anrufer können nichts hinterlassen |
| Keine Werbeanrufe auf der Mailbox | Wichtige Nachrichten gehen verloren |
| Keine Umleitungskosten im Ausland | Kommt nach Anbieterwechsel oft zurĂĽck |
| In zehn Sekunden erledigt und reversibel | ##002# löscht auch gewollte Umleitungen |
Wer beruflich erreichbar sein muss, schaltet besser nur „besetzt“ und „keine Antwort“ ab und behält die Mailbox fĂĽr den Fall „nicht erreichbar“.
Häufige Fragen zur Mailbox
Funktioniert ##002# bei jedem Anbieter?
Ja, der Code gehört zum GSM-Standard und wird vom Netz verarbeitet, nicht vom Anbieter. Er wirkt auch bei Discountern, die fremde Netze nutzen.
Wie schalte ich die Mailbox wieder ein?
Am einfachsten über das Kundenportal oder den Kundenservice. Die Rufnummer des Mailbox-Dienstes unterscheidet sich je Netz, deshalb ist das Wiedereinschalten per Code fehleranfällig.
Lösche ich damit meine gespeicherten Nachrichten?
Nein, die Nachrichten bleiben zunächst auf dem Dienst liegen. Erreichbar sind sie danach aber möglicherweise nicht mehr — hört sie vorher ab.
Kann ich die Mailbox nur nachts abschalten?
Nicht netzseitig. Nutzt dafür den Nicht-stören-Modus eures Telefons und lasst die Mailbox eingeschaltet, dann laufen Anrufe in dieser Zeit dort auf.
Warum klingelt es trotzdem nur kurz?
Dann ist wahrscheinlich noch eine „keine Antwort“-Umleitung mit kurzer Wartezeit aktiv. PrĂĽft mit #61# und löscht sie mit ##61#.
Gilt das auch fĂĽr eine zweite Rufnummer?
Ja, aber ihr müsst die Codes von der jeweiligen Karte aus wählen. Die Einstellung hängt an der Rufnummer, nicht am Gerät.
Was, wenn der Code nicht angenommen wird?
Prüft, ob ihr Netzempfang habt — ohne Netz kann das Telefon die Anfrage nicht stellen. Bei Dual-SIM muss außerdem die richtige Karte als Standard für Anrufe gewählt sein.
Fazit: zehn Sekunden, dauerhaft ruhig
Die Mailbox abzuschalten ist einer der wenigen Handgriffe am Handyvertrag, die sofort wirken, nichts kosten und sich jederzeit rückgängig machen lassen. Der GSM-Code ist dabei zuverlässiger als jedes Anbieter-Menü, weil er am Netz ansetzt und nicht an einer Oberfläche, die sich mit dem nächsten Update ändert.
Drei Schritte fĂĽr heute:
- Erst mit #61# prĂĽfen, was ĂĽberhaupt aktiv ist.
- Dann mit ##002# alles löschen — oder gezielt einzelne Fälle.
- Nach dem nächsten Anbieterwechsel erneut kontrollieren.
Wenn ihr ohnehin gerade am Vertrag arbeitet: Die Grundlagen stehen in unserem Handyvertrag-Ratgeber, aktuelle Tarif-Aktionen sammeln wir laufend auf MonsterDealz.de.