Handyversicherung 2026: Lohnt sie sich wirklich?

Eine Handyversicherung lohnt sich für die meisten Menschen nicht: Sie kostet laut Verbraucherzentrale 10 bis 30 Prozent des Kaufpreises pro Jahr, zahlt im Schadensfall meist nur den Zeitwert und zieht davon noch eine Selbstbeteiligung ab. Rechnerisch trägt sie sich erst bei teuren Neugeräten, die ihr euch ohne Police nicht sofort ersetzen könntet. Dieser Ratgeber zeigt euch die echten Preise, die Fallstricke im Kleingedruckten und eine Beispielrechnung mit belegten Zahlen — Stand: August 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Verbraucherzentrale beziffert die Kosten auf 10 bis 30 Prozent des Verkaufspreises pro Jahr (Stand: Juli 2023)
  • Erstattet wird meist der Zeitwert, nicht der Neuwert — plus Selbstbeteiligung von 25 bis 129 Euro je Fall
  • Einfacher Diebstahl ist in vielen Tarifen ausgeschlossen, versichert sind oft nur Raub und Einbruchdiebstahl
  • Die Hausratversicherung deckt Handys bei Einbruch und Raub bereits zum Neuwert ab

Anzeige / Transparenz: Dieser Artikel enthält Partner-Links. Kauft ihr über einen solchen Link, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis identisch. Dieser Text ist eine redaktionelle Information und keine Versicherungsberatung — für eure persönliche Situation prüft die Bedingungen oder fragt eine unabhängige Beratungsstelle.

Was ist eine Handyversicherung — und was deckt sie ab?

Eine Handyversicherung ist eine freiwillige Sachversicherung, die Reparatur- oder Ersatzkosten für ein einzelnes Smartphone übernimmt, wenn das Gerät durch einen Unfall beschädigt wird. Laut Verbraucherzentrale kosten solche Geräteversicherungen zwischen 10 und 30 Prozent des Verkaufspreises pro Jahr (Stand: Juli 2023) — bei einem 1.000-Euro-Smartphone sind das im ungünstigen Fall 300 Euro jährlich.

Der Schutz greift dort, wo die gesetzliche Gewährleistung nicht greift. Die Gewährleistung deckt nur Mängel ab, die schon bei der Übergabe vorhanden waren; nach § 477 BGB wird das im ersten Jahr nach dem Kauf zugunsten der Käufer vermutet. Ein heruntergefallenes Display ist dagegen kein Mangel, sondern ein selbst verursachter Schaden — und genau dafür gibt es die Police.

Typisch versichert sind Bruch- und Sturzschäden, Flüssigkeitsschäden und Bedienfehler. Je nach Tarif kommen Akkuverschleiß, Zubehör und Diebstahl dazu. Was in keinem Tarif drin ist: Vorsatz, reine Schönheitsfehler und der schlichte Verlust des Geräts.

Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion die Bedingungen und Preisblätter der großen Anbieter sowie die Einschätzungen von Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest und dem Verbraucherportal Bayern ausgewertet. MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt.

Was kostet eine Handyversicherung 2026?

Handyversicherung Preise 2026 im Vergleich auf einem Schreibtisch

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Die Monatsbeiträge staffeln sich nach Gerätepreis und liegen 2026 zwischen rund 5 und 20 Euro. o2 verlangt für ein Gerät bis 800 Euro 7,95 Euro monatlich, für ein Gerät bis 1.500 Euro 13,95 Euro (Stand: August 2026, laut o2-Preisübersicht). WERTGARANTIE startet nach eigenen Angaben bei 5,50 Euro pro Monat.

Die Preisstaffel von o2 im Detail (unsubventionierter Gerätepreis):

  • bis 500 Euro: 4,95 Euro monatlich
  • bis 800 Euro: 7,95 Euro monatlich
  • bis 1.200 Euro: 9,95 Euro monatlich
  • bis 1.500 Euro: 13,95 Euro monatlich
  • bis 2.000 Euro: 16,95 Euro monatlich
  • bis 3.000 Euro: 19,95 Euro monatlich

Die Herstellerlösungen rechnen anders. Der deutsche Preisanhang zu AppleCare+ nennt für die Pro-Modelle 229 Euro einmalig oder 11,99 Euro monatlich, für ein iPhone SE 89 Euro beziehungsweise 4,49 Euro monatlich. Die Servicegebühr beträgt laut dem Produktinformationsblatt 29 Euro bei reinem Display- oder Rückglasschaden und 99 Euro bei jedem anderen Unfallschaden. Verlust und Diebstahl sind im Standardpaket nicht enthalten; die Variante mit Diebstahl- und Verlustschutz kostet für die Pro-Modelle 14,99 Euro monatlich und verlangt bei Diebstahl 129 Euro Selbstbeteiligung.

Samsung Care+ ist monatlich oder als Zwei-Jahres-Paket buchbar und staffelt sich nach Modell: Für ein Galaxy S26 Ultra weist der Gerätewähler 9,99 Euro monatlich bei 50 Euro Selbstbeteiligung aus, für ein Galaxy A17 3,99 Euro bei 25 Euro. Unfallreparaturen sind unbegrenzt, Diebstahl- und Verlustfälle auf zwei Ansprüche pro Jahr begrenzt und kosten Aufpreis.

Bei den Mobilfunkanbietern liegt die Telekom nach eigenen Angaben bei 6 Euro monatlich für den Unfallschutz und 8 Euro inklusive Diebstahl; die Selbstbeteiligung entspricht bei Apple-Geräten den Apple-Sätzen und liegt sonst bei 50, 70 oder 100 Euro. Vodafone staffelt seinen Geräteschutz von 2,99 Euro bis 10,99 Euro monatlich mit 20 bis 100 Euro Selbstbeteiligung.

WERTGARANTIE verlangt nach Anbieterangaben 30 Euro je Schadenfall bei Geräten über 300 Euro Kaufpreis; mit der kostenpflichtigen Premium-Option ab 8 Euro monatlich entfällt die Selbstbeteiligung. Bei assona lässt sich der Preis nicht vergleichen: Der Anbieter veröffentlicht auf seiner Seite weder Beiträge noch Selbstbeteiligungen, der Vertrieb läuft über Fachhändler.

Wann lohnt sich eine Handyversicherung rechnerisch nicht?

Beispielrechnung Handyversicherung Kosten über 24 Monate

Illustration — KI-generiert / MonsterDealz

Rechnerisch lohnt sich eine Handyversicherung immer dann nicht, wenn Beitrag plus Selbstbeteiligung über der Summe liegen, die ihr im Schadensfall tatsächlich zurückbekommt. Stiftung Warentest hat das für ein Smartphone der 1.300-Euro-Klasse durchgerechnet und kam für zwei Jahre auf 127 Euro beim günstigsten und 312 Euro beim teuersten Anbieter (Stand: November 2022) — also 6 bis 20 Prozent des Kaufpreises, bevor überhaupt ein Schaden eingetreten ist.

Beispielrechnung: 800-Euro-Smartphone, zwei Jahre

Nehmt ein Smartphone für 800 Euro und die o2-Police für 7,95 Euro monatlich. Über die Mindestlaufzeit von 24 Monaten zahlt ihr 190,80 Euro. Das sind 23,9 Prozent des Gerätepreises — die Größenordnung, die die Verbraucherzentrale nennt, bestätigt sich hier also an einer öffentlich einsehbaren Preisliste.

Kommt es zum Schaden, kommt die Selbstbeteiligung obendrauf: bei o2 sind das laut Anbieter 5 Prozent bei Reparatur und 10 Prozent bei Austausch, also 40 beziehungsweise 80 Euro. Ein Gerätetausch im zweiten Jahr kostet euch damit 270,80 Euro — für ein Handy, das dann nur noch seinen Zeitwert hat.

Der Fall, in dem ihr sicher draufzahlt

Noch deutlicher wird es bei kleinen Beiträgen mit gedeckelter Leistung. WERTGARANTIE nennt für den Totalschaden eine Neukaufbeteiligung in Höhe des Zeitwerts, mindestens aber 150 Euro. Wer 24 Monate lang 5,50 Euro zahlt, hat 132 Euro investiert und trägt im Schadensfall zusätzlich 30 Euro Selbstbeteiligung: 162 Euro Aufwand stehen dann 150 Euro Mindestleistung gegenüber.

Die Faustregel daraus: Je günstiger das Gerät und je später der Schaden, desto sicherer ist das Minusgeschäft. Bei einem Smartphone für 250 Euro ist die Police praktisch immer teurer als der Ersatzkauf.

Selbstbeteiligung und Zeitwert: die zwei Stellschrauben im Kleingedruckten

Selbstbeteiligung und Zeitwertentschädigung entscheiden über den realen Wert einer Handyversicherung — nicht der Monatsbeitrag. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Versicherer Selbstbeteiligungen von etwa 100 Euro vorsehen können (Stand: Juli 2023); erst darüber zahlt die Versicherung überhaupt etwas.

Der zweite Hebel ist der Zeitwert. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft beschreibt die übliche Praxis auf seinem Verbraucherportal so: „Oft ist es so geregelt, dass die Versicherung nach einem Schaden in den ersten Monaten den Neuwert erstattet und später den jeweiligen Zeitwert.“ (Stand: März 2024). Genau dort entsteht die Lücke: Der Beitrag bleibt konstant, die Leistung sinkt mit jedem Monat.

Worauf ihr im Bedingungswerk achten solltet:

  • Selbstbeteiligung: feste Summe oder Prozentsatz? Prozentwerte wachsen mit dem Gerätepreis mit
  • Entschädigungsart: Neuwert, Zeitwert oder eine gedeckelte Neukaufbeteiligung
  • Anzahl der Schadensfälle: Vodafone begrenzt auf zwei Schäden in 12 Monaten und lässt den Schutz danach automatisch erlöschen, die Telekom nennt dagegen keine Begrenzung
  • Abschlussfrist: Vodafone versichert nur Geräte bis 120 Tage nach Kauf, assona nur bis 7 Tage danach — später ist der Zug abgefahren
  • Wartezeit: WERTGARANTIE setzt bei Geräten über 12 Monaten Alter drei Monate Wartezeit an
  • Subsidiarität: Viele Bedingungen schließen die Leistung aus, wenn eine andere Versicherung — etwa die Hausrat — bereits zahlt
  • Ersatzgerät: Neugerät oder generalüberholtes Austauschgerät?

Displayschaden, Wasserschaden, Diebstahl: Was ist wirklich versichert?

Displayschaden am Smartphone als häufigster Fall der Handyversicherung

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz

Der mit Abstand häufigste Schadensfall ist das Display. Laut einer Bitkom-Befragung hatten 88 Prozent der Smartphone-Nutzer schon einmal ein defektes Gerät, bei 67 Prozent davon war es ein Displayschaden (Stand: Mai 2025, 1.005 Befragte ab 16 Jahren). Gehäuseschäden folgen mit 35 Prozent, Wasserschäden mit 9 Prozent.

Displaybruch und Flüssigkeitsschäden sind deshalb in nahezu jedem Tarif enthalten — sie sind das Kerngeschäft. Der Streit entsteht beim Diebstahl. Die Verbraucherzentrale Hamburg formuliert das ungewöhnlich deutlich: „Der Diebstahlsschutz greift daher nur in sehr wenigen Fällen.“

Der Grund sind die Bedingungen: Versichert ist meist nur der Diebstahl aus persönlichem Gewahrsam. Wer die Jacke mit dem Handy über die Stuhllehne hängt oder das Gerät am Beckenrand liegen lässt, hat den Gewahrsam aufgegeben. Dazu kommen laut Verbraucherzentrale sogenannte Nachtklauseln, die den Diebstahlschutz auf die Zeit zwischen 6 und 22 Uhr begrenzen.

Es gibt Gegenbeispiele: Der Vodafone-Geräteschutz nennt in seinem Informationsblatt ausdrücklich auch den einfachen Diebstahl als versichert, assona deckt in der Plus-Variante Einbruchdiebstahl, Raub und Plünderung ab. Genau deshalb lohnt der Blick ins Bedingungswerk statt in die Werbeseite — der Begriff „Diebstahlschutz“ bedeutet bei jedem Anbieter etwas anderes.

Regelmäßig ausgeschlossen sind außerdem:

  • Verlust: Ein liegengelassenes Handy ist kein Versicherungsfall — nur eigene Zusatztarife decken das ab
  • Vorsatz und grobe Unachtsamkeit: bei o2 ausdrücklich „unsachgemäße Handhabung“
  • Abnutzung und Alterung: ein nachlassender Akku ist meist Verschleiß, kein Schaden
  • Zubehör: Kopfhörer und Ladekabel fallen bei vielen Tarifen heraus
  • Schönheitsfehler: Kratzer ohne Funktionsbeeinträchtigung sind kein Schaden

Handyversicherung oder Hausratversicherung — wer zahlt wann?

Abgrenzung Hausratversicherung und Handyversicherung im Schadensfall

Illustration — KI-generiert / MonsterDealz

Die Hausratversicherung deckt euer Handy bereits ab, sobald es aus der Wohnung gestohlen wird — und zwar zum Neuwert. Das Verbraucherportal Bayern nennt als versicherte Gefahren „Feuer, Einbruchdiebstahl oder Raub, Leitungswasser und Sturm oder Hagel“ und beziffert die Außenversicherung für Sachen außerhalb der Wohnung auf üblicherweise 10 Prozent der Versicherungssumme für bis zu drei Monate (Stand: Oktober 2024).

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft stellt auf seinem Portal dieversicherer.de klar, dass Handys Teil des Hausrats sind und darüber geschützt werden. Die Abgrenzung ist damit ziemlich sauber:

  • Einbruch in die Wohnung: Hausratversicherung, Erstattung zum Neuwert
  • Raub mit Gewalt oder Drohung: Hausratversicherung
  • Taschendiebstahl auf der Straße: weder Hausrat noch die meisten Handyversicherungen
  • Display kaputt, selbst fallen gelassen: nur die Handyversicherung
  • Wasserschaden durch eigenes Missgeschick: nur die Handyversicherung

Das Verbraucherportal Bayern führt Geräteversicherungen in seiner Liste unnötiger Policen und begründet das mit dem bestehenden Schutz: Wer eine Hausratversicherung hat, ist in vielen Fällen bereits ausreichend abgesichert (Stand: Mai 2024). Wenn ihr wissen wollt, was eure Police wirklich leistet, hilft unser Ratgeber Was zahlt die Hausratversicherung weiter — und die Einordnung, welche Policen überhaupt nötig sind, findet ihr in Welche Versicherungen braucht man wirklich.

Handyversicherung kündigen und widerrufen: Welche Fristen gelten?

Ihr könnt jeden Versicherungsvertrag innerhalb von 14 Tagen widerrufen — § 8 Absatz 1 VVG formuliert das als „Der Versicherungsnehmer kann seine Vertragserklärung innerhalb von 14 Tagen widerrufen.“ Eine Begründung braucht ihr nicht, Textform genügt.

Danach zählt die Vertragslaufzeit. Handyversicherungen laufen typischerweise 24 Monate: o2 nennt eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten und danach monatliche Kündbarkeit, WERTGARANTIE 24 Monate mit anschließender Verlängerung um jeweils 12 Monate und einem Monat Kündigungsfrist. Wer im Laden zum Gerät eine Police mitunterschreibt, bindet sich also in der Regel für zwei Jahre.

Ein Sonderkündigungsrecht besteht typischerweise nach einem regulierten Schadensfall und bei einer Beitragserhöhung — die genauen Auslöser stehen in euren Vertragsbedingungen und unterscheiden sich je Anbieter. Verkauft ihr das versicherte Gerät, endet der Schutz ohnehin, weil er am Gerät hängt.

Wann eine Handyversicherung trotzdem sinnvoll sein kann

Sinnvoll wird eine Handyversicherung erst oberhalb von etwa 1.000 Euro Gerätewert — dort liegen laut unserer Auswertung nur 2,1 Prozent der Smartphone-Angebote (Stand: 16. August 2026). Die Verbraucherzentrale zieht die Grenze ähnlich und bringt sie auf einen Satz: „Eine Geräteversicherung lohnt sich in der Regel nur, wenn der Verlust eine echte finanzielle Katastrophe für Sie wäre.“ (Stand: Juli 2023). Stiftung Warentest kommt zu einer ähnlichen Einordnung und beschreibt Handyversicherungen als Wohlfühlprodukt, das man abschließen kann, aber nicht muss (Stand: November 2022).

Konkret sprechen diese Konstellationen für eine Police:

  • Sehr teures Neugerät: ab etwa 1.000 Euro, das ihr nicht spontan ersetzen könntet
  • Beruflich unverzichtbar: wenn ein Ausfall direkt Einkommen kostet
  • Hohes Schadensrisiko: Baustelle, Werkstatt, Sport, kleine Kinder im Haushalt
  • Keine Hausratversicherung: dann fehlt auch der Schutz bei Einbruch und Raub
  • Finanziertes Gerät: wenn die Raten nach einem Totalschaden weiterlaufen

Die billigere Alternative bleibt aber in fast allen Fällen dieselbe. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät: lieber Geld in eine gute Schutzhülle investieren. Eine Hülle mit erhöhtem Displayrand und eine Panzerglasfolie kosten zusammen deutlich weniger als drei Monatsbeiträge und verhindern genau den Schaden, der laut Bitkom zwei Drittel aller Fälle ausmacht.

Was zeigen unsere eigenen Deal-Daten zur Handyversicherung?

In unserem Beitragsarchiv stehen 40.086 Deal-Beiträge, davon 2.213 zu Smartphones — und kein einziger zu einer Handyversicherung (Stand: 16. August 2026, MonsterDealz-Beitragsdatenbank). Das ist keine Zufallslücke: Wir posten Angebote, die sich für unsere Community rechnen, und eine Police mit Zeitwertentschädigung gehört bei den Preisen, die wir sehen, selten dazu.

Der Grund steckt in den Preisen. Von 186 reinen Smartphone-Kaufdeals ohne Tarifbündel ließ sich bei 95 der Endpreis direkt aus dem Titel auslesen. Der Median lag bei 289 Euro, 71,6 Prozent der Angebote unter 500 Euro und nur 2,1 Prozent bei 1.000 Euro oder mehr (Stand: 16. August 2026, eigene Auswertung). Bei einem Median-Gerät von 289 Euro wären allein 24 Monatsbeiträge der günstigsten o2-Stufe 118,80 Euro — mehr als 40 Prozent des Kaufpreises.

Zum Vergleich: Unser Magazin umfasst 672 veröffentlichte Ratgeber, davon 16 rund ums Handy und 10 zu Versicherungsthemen (Stand: 16. August 2026). Die Handy-Ratgeber drehen sich fast alle um dieselbe Logik — der Preisvorteil entsteht beim Kauf, nicht beim Zusatzprodukt. Wer beim nächsten Gerät sparen will, fährt mit unserem Vergleich Refurbished Smartphone kaufen oder dem Handytarif-Vergleich meist besser als mit einer Police. Und wer sein altes Gerät zu Geld macht, findet in Handy verkaufen im Vergleich die Ankaufpreise.

So recherchieren wir Versicherungsthemen

  • Primärquellen zuerst: Preise und Selbstbeteiligungen stammen aus den veröffentlichten Preisübersichten und Produktinformationsblättern der Anbieter, nicht aus Vergleichsportalen.
  • Aktualität: Jede Zahl bekommt ein Stand-Datum, und wir ziehen es bei Updates hoch.
  • Unabhängig: Unsere Einschätzung ist redaktionell — Partner-Links ändern nichts an der Bewertung. Dieser Artikel informiert und ersetzt keine Versicherungsberatung.

Vor- & Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Deckt selbst verursachte Sturz- und Displayschäden 10 bis 30 Prozent des Kaufpreises pro Jahr
Schneller Austausch statt langer Reparaturwege Selbstbeteiligung von 25 bis 129 Euro je Fall
Sinnvoll bei teuren oder finanzierten Neugeräten Zeitwert statt Neuwert nach den ersten Monaten
Deckt Wasserschäden, die keine Garantie zahlt Einfacher Diebstahl und Verlust meist ausgeschlossen

Häufige Fragen zur Handyversicherung

Lohnt sich eine Handyversicherung?

Für die meisten Geräte nicht. Bei Kosten von 10 bis 30 Prozent des Kaufpreises pro Jahr, einer Selbstbeteiligung und einer Erstattung zum Zeitwert bleibt rechnerisch wenig übrig. Die Verbraucherzentrale hält eine Geräteversicherung nur dann für sinnvoll, wenn der Verlust des Geräts eine echte finanzielle Katastrophe wäre — also vor allem bei sehr teuren oder beruflich unverzichtbaren Smartphones.

Was kostet eine Handyversicherung im Monat?

Je nach Gerätewert zwischen rund 5 und 20 Euro. o2 verlangt für ein Gerät bis 500 Euro 4,95 Euro monatlich und für ein Gerät bis 1.500 Euro 13,95 Euro (Stand: August 2026). WERTGARANTIE beginnt bei 5,50 Euro monatlich, die Telekom bei 6 Euro. AppleCare+ kostet für die iPhone-Pro-Modelle 11,99 Euro monatlich, Samsung Care+ für ein Galaxy S26 Ultra 9,99 Euro.

Zahlt die Handyversicherung bei Displayschaden?

Ja, der Displaybruch ist der klassische Leistungsfall und in praktisch jedem Tarif enthalten. Abgezogen wird allerdings die Selbstbeteiligung: bei AppleCare+ sind das 29 Euro für einen reinen Displayschaden, bei o2 5 Prozent des Gerätepreises bei Reparatur. Reine Kratzer ohne Funktionsbeeinträchtigung gelten dagegen nicht als Schaden.

Ist mein Handy über die Hausratversicherung versichert?

Bei Einbruchdiebstahl, Raub, Feuer und Leitungswasser ja — und dann sogar zum Neuwert. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft stellt klar, dass Handys Teil des Hausrats sind. Außerhalb der Wohnung greift die Außenversicherung, üblicherweise mit 10 Prozent der Versicherungssumme und begrenzt auf drei Monate.

Ist Diebstahl in der Handyversicherung enthalten?

Nur eingeschränkt. Viele Tarife versichern ausschließlich Raub und Einbruchdiebstahl, der einfache Taschendiebstahl bleibt außen vor. Dazu kommen Bedingungen zum persönlichen Gewahrsam und teils Nachtklauseln, die den Schutz auf die Zeit zwischen 6 und 22 Uhr begrenzen. Die Verbraucherzentrale Hamburg hält den Diebstahlschutz deshalb für wenig praxistauglich.

Was ist der Unterschied zwischen Zeitwert und Neuwert?

Der Neuwert ist der Preis für ein gleichwertiges neues Gerät, der Zeitwert der aktuelle Restwert nach Alter und Zustand. Handyversicherungen erstatten laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft oft nur in den ersten Monaten den Neuwert und danach den Zeitwert. Die Hausratversicherung arbeitet dagegen mit dem Wiederbeschaffungswert im neuwertigen Zustand.

Kann ich eine Handyversicherung widerrufen?

Ja, nach § 8 Absatz 1 VVG innerhalb von 14 Tagen und ohne Begründung. Der Widerruf muss in Textform erfolgen, eine E-Mail reicht also aus. Das gilt auch dann, wenn ihr die Police im Laden zusammen mit dem Gerät abgeschlossen habt.

Wie lange läuft eine Handyversicherung?

Meist 24 Monate. o2 nennt eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten und danach monatliche Kündbarkeit, WERTGARANTIE verlängert nach 24 Monaten um jeweils 12 Monate mit einem Monat Kündigungsfrist. AppleCare+ ist im Produktinformationsblatt mit einer Laufzeit von 24 Monaten ab Kauf beschrieben.

Lohnt sich eine Handyversicherung für ein gebrauchtes Handy?

Selten. Der Zeitwert eines Gebrauchtgeräts ist bereits niedrig, die Beiträge sinken aber nicht im gleichen Tempo. Dazu kommen Wartezeiten: WERTGARANTIE stuft Smartphones ab 12 Monaten Alter als Gebrauchtgerät ein und setzt drei Monate Wartezeit an, bevor der Schutz greift.

Fazit: Rechnen schlägt Absichern

Die Handyversicherung ist kein Betrug, aber ein schlechtes Geschäft für die meisten Geräte. Sie kostet 10 bis 30 Prozent des Kaufpreises pro Jahr (Verbraucherzentrale, Stand: Juli 2023), zieht eine Selbstbeteiligung von 25 bis 129 Euro ab und erstattet danach nur noch den Zeitwert — drei Abschläge auf dieselbe Leistung. Wer das gegen den realen Ersatzpreis rechnet, landet bei den meisten Smartphones im Minus.

Drei Faustregeln für die Entscheidung:

  • Unter 500 Euro Gerätewert: Hülle und Panzerglas statt Police
  • Hausratversicherung prüfen: Einbruch und Raub sind dort meist schon zum Neuwert gedeckt
  • Vor der Unterschrift rechnen: Monatsbeitrag mal 24 plus Selbstbeteiligung gegen den Ersatzpreis stellen

Wenn ihr das Geld lieber in ein besseres Gerät steckt, findet ihr die aktuellen Angebote in unserer Kategorie Handy, Smartphone & Vertrag. Wie ihr euren Versicherungsschutz insgesamt sinnvoll aufstellt, erklären wir in unserem Ratgeber zur privaten Haftpflichtversicherung — und alle täglich geprüften Schnäppchen sammeln wir auf MonsterDealz.de.

Florian Silbereis — MonsterDealz

Geschrieben von

Florian Silbereis

Gründer von MonsterDealz.de, gelernter Fachinformatiker. Spürt seit über 17 Jahren täglich die besten Online-Deals, Preisfehler und Cashback-Aktionen auf — Spezialgebiete: Mobilfunk-Tarife, Bonus-Deals und Preisfehler.

Zuletzt geprüft: August 2026

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