GPS-Tracker fĂŒr Hund und Katze: Was GerĂ€t und Abo in drei Jahren wirklich kosten
Ein GPS-Tracker fĂŒr den Hund ist ein kleines GerĂ€t am Halsband, das seine Position ĂŒber Satelliten bestimmt und sie ĂŒber eine eingebaute Mobilfunk-SIM an eine App schickt â der Mikrochip im Nacken kann das nicht, er ist ein passiver Transponder ohne eigene Stromversorgung. Der Kaufpreis ist dabei der kleinere Teil der Rechnung: Ăber drei Jahre kostet ein GerĂ€t mit langem Inklusiv-Zeitraum rund 95 Euro, ein Ă€hnlich groĂes GerĂ€t mit laufendem Jahresabo rund 320 Euro. Wir haben die Preise am 20. September 2026 an den Herstellerseiten abgelesen und beide Wege durchgerechnet. Stand: September 2026.
Das Wichtigste in KĂŒrze
- Fast jeder GPS-Tracker braucht eine laufende GebĂŒhr, weil die Position ĂŒber eine Mobilfunk-SIM des Anbieters lĂ€uft. Die Spanne reicht von 2 Euro im Monat (PAJ Lite, Zwei-Jahres-Zahlung) bis 14 Euro im Monat (Weenect, monatlich kĂŒndbar).
- Ăber drei Jahre gerechnet: PET Finder 4G Mini 94,99 Euro, Weenect XT mit Jahresabo 319,99 Euro â ein Unterschied von 225 Euro bei zwei GerĂ€ten derselben Gattung.
- Ein Bluetooth-Finder am Halsband ist kein OrtungsgerĂ€t fĂŒr ein entlaufenes Tier: Er zeigt keine eigene Position, sondern nur die des fremden Handys, das zufĂ€llig vorbeikommt.
- Ein Tracker ersetzt weder den Mikrochip noch die Registrierung. Nach der EU-Verordnung 2026/1818 wird die Chip- und Registrierpflicht fĂŒr private Hundehalter am 31. August 2036 verbindlich, fĂŒr Katzenhalter am 31. August 2041.
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Was ist ein GPS-Tracker fĂŒr Hunde â und warum kann der Mikrochip nicht orten?
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Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Ein GPS-Tracker ist ein batteriebetriebenes GerĂ€t am Halsband oder Geschirr, das seine eigene Position per Satellit bestimmt und sie ĂŒber Mobilfunk an eine App ĂŒbertrĂ€gt. Der Mikrochip kann das prinzipbedingt nicht. TASSO, nach eigenen Angaben Europas gröĂtes kostenloses Heimtierregister, schreibt dazu in seinem Ratgeber zu GPS-OrtungsgerĂ€ten fĂŒr Hunde und Katzen unmissverstĂ€ndlich: âder Transponder kann nicht geortet werden.“ Er ist ein passives Funkbauteil von etwa zwölf Millimetern LĂ€nge, das seine Energie erst aus dem LesegerĂ€t bezieht, das jemand direkt daneben hĂ€lt.
Genau dieses MissverstĂ€ndnis ist der hĂ€ufigste Irrtum beim Thema. Der Chip trĂ€gt eine 15-stellige Nummer nach ISO-Norm und wird vom Tierarzt an der linken Halsseite unter die Haut gesetzt â ohne Narkose, mit einer Injektionsspritze. Er beantwortet die Frage, wem ein gefundenes Tier gehört, nicht die Frage, wo das eigene Tier gerade ist. FĂŒr die zweite Frage braucht es Ortungstechnik mit eigener Stromversorgung und eigener Funkverbindung.
Die Reichweite eines GPS-Trackers ist deshalb nicht durch die Technik begrenzt, sondern durch das Mobilfunknetz: Hat der Tracker Empfang, spielt die Entfernung keine Rolle. Hat er keinen â im Keller, in einer Tiefgarage, in einem verschlossenen Lieferwagen â, steht die Ortung still, obwohl das GerĂ€t funktioniert. TASSO nennt genau das als SchwĂ€che der Technik.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die tĂ€glich geprĂŒfte SchnĂ€ppchen kuratiert und in Ratgebern einordnet, was ein Angebot im Alltag wirklich kostet. FĂŒr diesen Artikel haben wir den eigenen Bestand ausgewertet: Von den 1.274 veröffentlichten Magazin-Ratgebern (Zentral-Datenbank, Stand 20. September 2026) drehen sich neun um Hund und Katze â vom monatlichen Hundebudget bis zu den Tierarztkosten. Keiner davon behandelte bislang die Ortung, und genau die Kostenfrage dahinter blieb offen.
Was kostet ein GPS-Tracker fĂŒr den Hund in drei Jahren?
Zwischen 94,99 und 553,99 Euro â je nachdem, wie der Anbieter die laufende GebĂŒhr verpackt. Der GerĂ€tepreis liegt bei beiden hier verglichenen Herstellern unter 60 Euro, entschieden wird die Rechnung also vom Abo. Alle Preise stammen von den Herstellerseiten und wurden am 20. September 2026 abgerufen; Aktions- und Gutscheinpreise sind bewusst nicht berĂŒcksichtigt.
Der deutsche Hersteller PAJ GPS verkauft den PET Finder 4G Mini fĂŒr 58,99 Euro und legt 27 Monate Nutzung bei: drei Monate im Premium-Umfang, danach 24 Monate im abgespeckten Lite-Umfang mit Live-Ortung und Portal. Erst im 28. Monat beginnt die Zahlpflicht, dann ab 2 Euro monatlich bei Zwei-Jahres-Zahlung (48 Euro) beziehungsweise 3 Euro monatlich bei Jahreszahlung (36 Euro). Der Basic-Tarif mit Gesundheitsdaten und Streckenspeicher kostet 5 Euro monatlich (120 Euro fĂŒr zwei Jahre), 7 Euro bei Jahreszahlung oder 12 Euro monatlich ohne Bindung.
Beim französischen Anbieter Weenect lĂ€uft das Abo dagegen vom ersten Monat an. Der Weenect XT kostet 49,99 Euro, das Abo 14 Euro monatlich ohne Bindung, 7,50 Euro monatlich bei Jahreszahlung, 5 Euro bei zwei Jahren und 4,16 Euro bei fĂŒnf Jahren Vorauszahlung. Der Tracker ist damit billiger als der Konkurrent, die drei Jahre sind es nicht.
| Variante | GerÀt + Abo | 36 Monate gesamt |
|---|---|---|
| PET Finder 4G Mini, Lite-Jahresabo ab Monat 28 | 58,99 ⏠+ 36 ⏠| 94,99 ⏠|
| PET Finder 4G Mini, Basic-Jahresabo ab Monat 28 | 58,99 ⏠+ 84 ⏠| 142,99 ⏠|
| Weenect XT, Zwei-Jahres-Abo plus ein Jahresabo | 49,99 ⏠+ 210 ⏠| 259,99 ⏠|
| Weenect XT, drei Jahresabos | 49,99 ⏠+ 270 ⏠| 319,99 ⏠|
| Weenect XT, monatlich kĂŒndbar | 49,99 ⏠+ 504 ⏠| 553,99 ⏠|
Eigene Berechnung ĂŒber 36 Monate mit den Listenpreisen von paj-gps.de und weenect.com, beide abgerufen am 20. September 2026. Ohne Aktionscodes, ohne Zusatzoptionen wie GerĂ€teschutz, ohne Zubehör.
Der Abstand zwischen der gĂŒnstigsten und der teuersten Variante betrĂ€gt 459 Euro. Wer monatlich kĂŒndbar bucht, zahlt ĂŒber drei Jahre fast das Sechsfache der gĂŒnstigsten Rechnung â und wer eine FĂŒnf-Jahres-Vorauszahlung abschlieĂt, bindet sich an ein GerĂ€t, dessen Akku und Mobilfunktechnik diese Zeit erst einmal ĂŒberstehen mĂŒssen.
Braucht jeder GPS-Tracker ein Abo und eine eigene SIM-Karte?
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Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Ja, eine SIM braucht praktisch jeder echte GPS-Tracker â aber ihr mĂŒsst sie in aller Regel nicht selbst besorgen. Bei beiden hier geprĂŒften GerĂ€ten ist die SIM fest eingebaut und gehört dem Anbieter: PAJ nennt sie vorinstalliert mit Abdeckung in Europa, Weenect liefert sie im Produkt mit und nennt fĂŒr Deutschland die Netze von Vodafone, Telekom und O2. Ein Handyvertrag oder eine Prepaid-Karte kommt also nicht dazu.
Genau deshalb gibt es die laufende GebĂŒhr. Sie bezahlt die Datenverbindung und den Serverdienst, der die Position entgegennimmt und an eure App weiterreicht. TASSO formuliert das nĂŒchtern: FĂŒr die Nutzung erheben die Anbieter meist eine GebĂŒhr, in der Regel als Abonnement, teilweise sei die Nutzung fĂŒr einen bestimmten Zeitraum bereits im Kaufpreis enthalten. Das ist die entscheidende Unterscheidung beim Kauf â nicht ob ein Abo anfĂ€llt, sondern wann es anfĂ€ngt.
âOhne Abo“ steht deshalb auf manchen Angeboten, meint aber fast nie dauerhaft kostenlos. Es meint entweder einen Inklusiv-Zeitraum wie die 27 Monate beim PET Finder, oder es meint ein GerĂ€t, das gar kein GPS nutzt â also einen Bluetooth-Finder oder einen Funk-Peilsender. Beides sind andere GerĂ€teklassen mit anderen Grenzen, dazu gleich mehr.
PrĂŒft vor dem Kauf drei Dinge: wie lange die Inklusivzeit lĂ€uft, was der gĂŒnstigste Tarif danach kostet und ob das GerĂ€t nach Ablauf ĂŒberhaupt noch funktioniert. Bei PAJ steht das ausdrĂŒcklich auf der Produktseite â nach 27 Monaten braucht der Tracker einen bezahlten Tarif, sonst hört er auf zu senden. Ein Tracker ohne gĂŒltigen Tarif ist ein StĂŒck Kunststoff am Halsband.
GPS-Tracker oder Bluetooth-Finder: Was ist der Unterschied?
Ein GPS-Tracker meldet seine eigene Position, ein Bluetooth-Finder meldet gar nichts von sich aus. Er sendet nur ein kurzes Funksignal, das fremde Smartphones in der NĂ€he auffangen und samt deren Standort an einen Server melden. Ihr seht also nicht, wo euer Hund ist, sondern wo zuletzt jemand mit passendem Handy an ihm vorbeigelaufen ist. In der Innenstadt kann das minutengenau sein, im Wald oder auf dem Feld passiert tagelang nichts.
Der Preisunterschied erklĂ€rt, warum die Verwechslung so verbreitet ist: Ein AirTag kostet bei Apple 35,00 Euro im Einzelpack und 119,00 Euro im Viererpack (Stand: 20. September 2026), und danach kommt nie wieder eine Rechnung. Ein GPS-Tracker kostet in der gĂŒnstigsten von uns gerechneten Variante 94,99 Euro ĂŒber drei Jahre. FĂŒr SchlĂŒssel und Rucksack ist der Bluetooth-Weg unschlagbar, fĂŒr ein Lebewesen, das sich selbststĂ€ndig fortbewegt, ist er die falsche Technik.
Warum ein Bluetooth-Finder am Halsband kein OrtungsgerĂ€t fĂŒr entlaufene Tiere ist
Weil der Finder keine eigene Verbindung hat, hĂ€ngt jede Meldung an einem Dritten. ReiĂt sich ein Hund im Wald los, ist dort niemand mit einem kompatiblen GerĂ€t â und das Signal bleibt still, bis das Tier wieder in bewohntes Gebiet kommt. Der eigentliche Zweck eines Trackers, nĂ€mlich die Verfolgung in genau den Minuten nach dem Weglaufen, fĂ€llt damit aus. Ein zweiter Punkt betrifft die Hardware: Bluetooth-Finder sind auf leichte GegenstĂ€nde ausgelegt, nicht auf ein Halsband, das durch Unterholz und Wasser geht.
Wie weit reicht ein Funk-Peilsender?
Deutlich weniger, als viele erwarten. TASSO nennt fĂŒr Tracker, die ihre Position ĂŒber eine freie Funkfrequenz an eine Basisstation in der Wohnung senden, unter Praxisbedingungen gemessene Reichweiten von etwa 400 Metern im freien Feld und rund 50 Metern im Keller. DafĂŒr fĂ€llt keine laufende GebĂŒhr an, weil kein Mobilfunknetz im Spiel ist. Als Nahbereichs-Suchhilfe fĂŒr eine Katze im Nachbargarten ist das brauchbar, als Ersatz fĂŒr eine Ortung ĂŒber Kilometer nicht.
Akkulaufzeit, Gewicht und IP-Schutz: Worauf es bei Hund und Katze ankommt
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Symbolbild â KI-generiert / MonsterDealz
Die Akkuangaben der Hersteller sind Spannen, keine festen Werte â und die Spanne ist groĂ. PAJ gibt fĂŒr den PET Finder 4G Mini bis zu zehn Tage im Energiesparmodus an, vier bis sechs Tage bei gemischter Nutzung und ein bis zwei Tage bei kontinuierlichem Tracking. Weenect nennt fĂŒr den XT bis zu drei Wochen mit Energiesparzonen und eine Woche bei durchgehender Ortung. Wer den Live-Modus oft nutzt, landet also am unteren Ende, egal welches GerĂ€t am Halsband hĂ€ngt.
Der Grund ist simpel: Jede Positionsmeldung kostet Strom fĂŒr Satellitenempfang und Mobilfunk. Energiespar- oder WLAN-Zonen schalten beides ab, solange das Tier zu Hause ist. Das ist der wirksamste Hebel fĂŒr die Laufzeit â und ein Argument dafĂŒr, den Tracker vor dem Kauf genau auf diese Funktion zu prĂŒfen.
Beim Gewicht trennen sich Hunde- und KatzengerĂ€te deutlich. Der PET Finder 4G Mini wiegt 33,1 Gramm und ist laut Hersteller fĂŒr Hunde ab drei Kilogramm gedacht, der Weenect XT bringt 54,2 Gramm auf die Waage. Das Katzenmodell Weenect XS wiegt 27 Gramm bei 60,5 x 24,5 x 15 Millimetern und kostet 44,99 Euro â fĂŒr eine Katze ist jedes Gramm am Hals relevant, fĂŒr einen 30-Kilo-Hund praktisch keines.
Beim Wasserschutz lohnt der Blick auf die zweite Ziffer der IP-Klasse. IP67 bedeutet geschĂŒtzt gegen zeitweiliges Untertauchen; PAJ gibt dafĂŒr einen Meter Tiefe und 30 Minuten an. IP68 steht fĂŒr dauerhaftes Untertauchen unter Bedingungen, die der Hersteller festlegt; Weenect nennt 1,5 Meter und 60 Minuten. FĂŒr einen Hund, der in jeden Bach springt, ist das ein echter Unterschied, fĂŒr eine Wohnungskatze nicht.
Ortung im Ausland â und warum 2028 ein Datum fĂŒr Tracker-KĂ€ufer ist
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Die Auslandsortung steckt beim Tracker im Abo, nicht in eurem Handyvertrag, denn die SIM gehört dem Anbieter. PAJ gibt fĂŒr den PET Finder 4G Mini die Abdeckung Europa an und wirbt damit, dass kein Roaming-Wechsel nötig sei. Weenect nennt beim Katzenmodell XS ausdrĂŒcklich weltweite Nutzung ĂŒber mehrere Netzbetreiber. PrĂŒft die Angabe trotzdem fĂŒr euer Reiseziel am GerĂ€t, bevor ihr fahrt â und rechnet damit, dass in lĂ€ndlichen Regionen mancher UrlaubslĂ€nder schlicht kein Netz steht.
Wichtiger als das Reiseland ist jedoch ein Datum im Inland. Die Bundesnetzagentur hÀlt auf ihrer Seite zur Abschaltung der 2G-Mobilfunknetze fest, dass Telekom, Vodafone und Telefónica ihre 2G-Netze voraussichtlich 2028 abschalten: die Telekom bis Ende Juni 2028, Vodafone im September 2028, Telefónica Ende 2028. Die 3G-Netze sind in Deutschland bereits 2021 abgeschaltet worden.
Das betrifft Tracker direkt. Viele gĂŒnstige GerĂ€te funken ausschlieĂlich ĂŒber 2G, weil das lange die billigste und flĂ€chendeckendste Technik war â die Bundesnetzagentur weist selbst darauf hin, dass alle Netzbetreiber mit 2G mehr als 99 Prozent der FlĂ€che erreichen, wĂ€hrend 4G bei ĂŒber 97 und 5G bei ĂŒber 93 Prozent liegt. Ein reines 2G-GerĂ€t, das ihr heute kauft, hat also ein absehbares Ablaufdatum.
Daraus folgt eine sehr konkrete Kaufregel: Achtet darauf, dass der Tracker 4G in der Spielart LTE-M oder NB-IoT beherrscht und nicht nur 2G. Der Weenect XT nennt 5G, 4G in den Varianten NB-IoT und LTE-M sowie 2G, PAJ vermarktet den PET Finder ausdrĂŒcklich als 4G-GerĂ€t. Und ĂŒberlegt euch ein FĂŒnf-Jahres-Abo zweimal: Es lĂ€uft ĂŒber den Zeitpunkt hinaus, an dem die 2G-Netze in Deutschland verschwinden.
Ersetzt ein GPS-Tracker Mikrochip und Registrierung?
Nein â und das ist seit August 2026 keine Empfehlung mehr, sondern europĂ€isches Recht mit Fristen. TASSO schreibt dazu, GPS-Tracker könnten zusĂ€tzliche Sicherheit bieten, die Kennzeichnung und Registrierung jedoch nicht ersetzen. Die Verordnung (EU) 2026/1818 ĂŒber das Wohlergehen von Hunden und Katzen und ihre RĂŒckverfolgbarkeit vom 17. Juni 2026 schreibt in Artikel 20 erstmals unionsweit vor, dass alle Hunde und Katzen mit einem injizierbaren Transponder gekennzeichnet und in einer nationalen Datenbank registriert werden â auch Tiere in reinem Privatbesitz.
Die Fristen stehen in Artikel 20 Absatz 7 und sind gestaffelt: FĂŒr Unternehmer und alle, die Hunde oder Katzen in Verkehr bringen, gilt die Pflicht ab dem 31. August 2030. FĂŒr private Hundehalter wird sie am 31. August 2036 verbindlich, fĂŒr private Katzenhalter am 31. August 2041. Das EuropĂ€ische Parlament hatte der Verordnung am 28. April 2026 mit 558 Ja-Stimmen bei 35 Gegenstimmen und 52 Enthaltungen zugestimmt, wie es in seiner Pressemitteilung mitteilte.
FĂŒr den Alltag heiĂt das zweierlei. Erstens: Wer sein Tier bereits vor dem 31. August 2028 nach geltendem Recht chippen lieĂ, erfĂŒllt die Anforderung weiter, solange der Mikrochip lesbar bleibt. Zweitens: Gechippt ist nicht registriert. Die Verordnung verlangt beides, und die Registrierung bei einem Register wie TASSO ist kostenlos. Nach eigenen Angaben sind dort ĂŒber 11,5 Millionen Tiere erfasst, fast die HĂ€lfte aller Hunde und Katzen in Deutschland; jĂ€hrlich vermittelt der Verein nach eigener ZĂ€hlung mehr als 96.500 Tiere zurĂŒck.
Ein zweiter rechtlicher Punkt betrifft das GerĂ€t selbst. Die Bundesnetzagentur erklĂ€rt in ihren Fragen und Antworten zu verbotenen Sendeanlagen, dass GPS-Tracker mit Mikrofon dann verboten sind, wenn sie zusĂ€tzlich zu einer normalen Zwei-Wege-Kommunikation eine Abhörfunktion haben, die ein Dritter unbemerkt aktivieren kann. Solche GerĂ€te mĂŒssen vernichtet werden, ein Foto dient als Nachweis. Billigimporte mit beworbener Abhör- oder Mithörfunktion sind hier das Risiko â fĂŒr die Tierortung braucht es die Funktion ohnehin nicht.
Vor- & Nachteile eines GPS-Trackers fĂŒr Hund und Katze
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Unbegrenzte Reichweite, solange Mobilfunkempfang besteht | Laufende GebĂŒhr: bis zu 504 Euro Abo in drei Jahren |
| GerĂ€tepreis unter 60 Euro bei beiden geprĂŒften Herstellern | Keine Ortung im Keller oder in der Tiefgarage |
| Virtuelle ZÀune und Streckenaufzeichnung zeigen das Revier | Akku hÀlt im Live-Modus teils nur ein bis zwei Tage |
| Findet eingesperrte Katzen schneller als eine Suchmeldung | Ersetzt Mikrochip und Registrierung nicht |
HĂ€ufige Fragen zu GPS-Trackern fĂŒr Hund und Katze
Muss der GPS-Tracker monatliche GebĂŒhren kosten?
Monatlich nicht zwingend, aber eine laufende GebĂŒhr fĂ€llt bei echten GPS-Trackern fast immer an. Manche Hersteller packen sie in den Kaufpreis: Beim PET Finder 4G Mini sind 27 Monate enthalten, erst danach kostet der gĂŒnstigste Tarif 2 Euro im Monat bei Zwei-Jahres-Zahlung. Andere rechnen vom ersten Tag an ab, dort ist die Jahres- oder Zweijahreszahlung deutlich billiger als die monatlich kĂŒndbare Variante.
Benötigt jeder GPS-Tracker eine separate SIM-Karte?
Er braucht eine SIM, aber ihr mĂŒsst sie nicht kaufen. Bei den geprĂŒften GerĂ€ten ist sie fest verbaut und gehört dem Anbieter; PAJ spricht von einer vorinstallierten SIM mit Europa-Abdeckung, Weenect liefert sie im Produkt mit. Nur bei einzelnen BilliggerĂ€ten aus dem Import mĂŒsst ihr selbst eine Karte einlegen und einen Datentarif buchen â dann kommt die Einrichtung ĂŒber APN-Einstellungen dazu.
Wie lange hÀlt der Akku bei einem GPS-Halsband?
Zwischen einem Tag und drei Wochen, je nach Modus. PAJ gibt fĂŒr den PET Finder 4G Mini bis zu zehn Tage im Energiesparmodus an, vier bis sechs Tage bei gemischter Nutzung und ein bis zwei Tage bei durchgehendem Tracking. Weenect nennt fĂŒr den XT bis zu drei Wochen mit Energiesparzonen und eine Woche bei kontinuierlicher Ortung. Wer regelmĂ€Ăig live ortet, sollte mit dem unteren Wert planen.
Ist ein gechippter Hund automatisch bei einem Register gemeldet?
Nein. Der Tierarzt setzt den Transponder, die Registrierung ist ein zweiter, getrennter Schritt â und ohne sie fĂŒhrt die Chipnummer beim Fund ins Leere. Die EU-Verordnung 2026/1818 verlangt in Artikel 20 beides, Kennzeichnung und Eintrag in eine nationale Datenbank, und sieht fĂŒr die Registrierung nach der Kennzeichnung zwei Werktage vor. Die Eintragung bei TASSO ist kostenlos.
Ist das Tracking von Personen ohne deren Zustimmung legal?
Nein, und das gilt unabhĂ€ngig vom GerĂ€t. Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass beim heimlichen Abhören einer Person mit einem GPS-Tracker mit externem Mikrofon ein VerstoĂ gegen Paragraf 201 Strafgesetzbuch vorliegt, den die Strafverfolgungsbehörden ahnden. GerĂ€te mit verdeckter Abhörfunktion sind darĂŒber hinaus als verbotene Sendeanlagen eingestuft. Ein Tracker am Hundehalsband ist rechtlich etwas völlig anderes als einer an einer fremden Tasche.
Lohnt sich ein GPS-Tracker fĂŒr eine FreigĂ€ngerkatze?
Bei Katzen ist der Nutzen sogar gröĂer als bei Hunden, weil das Suchproblem ein anderes ist. TASSO nennt in seiner Ăbersicht zur Ortungstechnik bei Katzen, gestĂŒtzt auf eigene Berechnungen und eine Studie der Vetmeduni Vienna, dass Katzen etwa dreimal hĂ€ufiger entlaufen als Hunde und dass rund ein Viertel der entlaufenen Katzen spurlos verschwindet. In einer TASSO-Umfrage von 2022 berichteten 743 Halterinnen und Halter, ihre Katze sei schon einmal eingesperrt gewesen; bei 291 dauerte es einen Tag oder lĂ€nger, knapp 19 Prozent davon in einem Keller. Wichtig ist ein Halsband mit Sicherheitsverschluss.
Fazit: Das Abo entscheidet, nicht der GerÀtepreis
Wer nur auf den Kaufpreis schaut, vergleicht die kleinere HĂ€lfte der Rechnung. Zwischen 94,99 Euro und 553,99 Euro ĂŒber drei Jahre liegen bei praktisch gleicher Leistung 459 Euro â der Unterschied entsteht ausschlieĂlich daran, ob Nutzungszeit im Kaufpreis steckt und ob ihr monatlich oder im Voraus zahlt. PrĂŒft deshalb vor dem Kauf drei Zahlen: die Inklusivmonate, den gĂŒnstigsten Tarif danach und die Mobilfunktechnik, denn ein reines 2G-GerĂ€t verliert sein Netz bis Ende 2028.
Und behaltet die Reihenfolge im Kopf: Der Tracker ist die KĂŒr, Mikrochip und kostenlose Registrierung sind die Pflicht â spĂ€testens ab dem 31. August 2036 fĂŒr Hunde auch nach EU-Recht. Wer gerade ohnehin die laufenden Kosten seines Tieres sortiert, findet die BeitrĂ€ge und AusschlĂŒsse im Ratgeber zur Hundekrankenversicherung und zur Katzenversicherung; die gesetzlich vorgeschriebene Absicherung erklĂ€ren wir bei der Hundehaftpflicht. Tagesaktuelle Angebote fĂŒr Haushalt und Alltag findet ihr auf unserer Startseite.