Fiat Multipla 2026: Kommt ein neuer Multipla, was kostet ein gebrauchter – und was sind Multiplay und Multiplina?
Einen neuen Fiat Multipla gibt es nicht: Fiat hat am 11. Oktober 2026 in Paris die Studie Multiplay gezeigt, die den Multipla-Gedanken auf 4,45 Metern mit 6+1 Sitzen neu interpretiert, ausdrücklich aber kein Ausblick auf ein Serienmodell ist. Dazu kommt das bereits im Juli vorgestellte Leichtfahrzeug-Konzept Multiplina mit vier Sitzen und 90 km/h, und wer einen echten Multipla will, findet ihn nur gebraucht – am 14. Oktober 2026 standen bei AutoScout24 fünf Exemplare der Baureihe von 1999 bis 2008 für 500 bis 3.950 Euro. Stand: Oktober 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Fiat Multiplay ist eine Konzeptstudie für den Pariser Autosalon (12. bis 18. Oktober 2026): Van, SUV und Pick-up in einem, 4,45 Meter lang, ohne Antriebs- oder Preisangabe.
- Fiat Multiplina ist ein elektrisches Leichtfahrzeug-Konzept der Klasse L7e mit vier Sitzen und bis zu 90 km/h; in Deutschland braucht ihr dafür den Führerschein Klasse B.
- Bilder eines „neuen Multipla“, die seit Monaten kursieren, sind Fan-Renderings und stammen nicht von Fiat.
- Der gebrauchte Multipla (Typ 186) ist rar und günstig: fünf Angebote zwischen 500 und 3.950 Euro, alle mit 178.000 bis 270.000 Kilometern.
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Gibt es einen neuen Fiat Multipla?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Nein, ein Nachfolger mit dem Namen Multipla ist nicht angekündigt. Fiat hat am 11. Oktober 2026 beim Stellantis-Abend „Night Before“ am Vorabend des Pariser Autosalons das Konzeptfahrzeug Multiplay enthüllt, und die Pressemitteilung von Fiat sagt dazu unmissverständlich, Multiplay verstehe sich als Ideenlabor für die Mobilität von morgen und sei kein Ausblick auf ein konkretes Serienmodell.
Der Fiat Multipla ist ein kompakter Van, den Fiat 1998 vorstellte und der sechs Sitze in zwei Dreierreihen auf weniger als vier Metern Länge unterbrachte; der Name geht auf den Fiat 600 Multipla von 1956 zurück. Genau auf diese beiden Modelle beruft sich Fiat beim Multiplay. Laut Pressemitteilung bot der 600 Multipla auf rund 3,5 Metern Platz für sechs Personen, der Multipla von 1998 sechs Sitze in zwei Reihen auf weniger als vier Metern. Das erklärt den Google-Trend: Seit dem Wochenende suchen viele nach „Fiat Multipla“, weil die Studie in fast allen Berichten als geistiger Nachfolger des Kult-Vans auftaucht.
Technisch ist der Multiplay ein Verwandlungskünstler. Herzstück ist die C-Säulen-Architektur „Metamorfosi“: Ein Heckmodul gleitet auf Schienen nach vorn und macht aus dem geschlossenen 6+1-Sitzer einen viersitzigen Pick-up mit offener Ladefläche. Der Heckspoiler lässt sich drehen und trägt dann bis zu zwei Fahrräder. Das „+1″ ist der „Petsenger Seat“, ein modulares Element, das als Kindersitz-Halterung, Hundeplatz, Tisch oder Ablage dient; der Beifahrersitz wird im Stand zur Liege („Sunseat“).
Was fehlt, ist alles, was ein Käufer wissen will: Fiat nennt keinen Antrieb, keine Batterie, keine Leistung, keinen Preis und keinen Termin. Arnaud Belloni, Chef der Marken Fiat, Abarth und Lancia, ordnet die Studie selbst so ein: „Es ist ein Ideenlabor für die Zukunft der Marke, mit Raum, Vielseitigkeit und jenem italienischen Charakter im Mittelpunkt, der FIAT auf den ersten Blick unverwechselbar macht“ (Pressemitteilung vom 11. Oktober 2026).
Wie die Verwandlung vom Familienvan zum Pick-up aussieht, zeigt Fiat im offiziellen Premierenvideo auf dem eigenen YouTube-Kanal:
Zu sehen ist die Studie öffentlich auf dem Mondial de l’Auto, der laut offizieller Messeseite vom 12. bis 18. Oktober 2026 in Paris Expo Porte de Versailles läuft. Wer bis dahin nicht nach Paris kommt, sieht den Multiplay vorerst nur auf Pressefotos.
Wann kommt der neue Fiat Multipla? Multiplay, Multiplina und Renderings im Überblick
Ein Marktstart für einen neuen Multipla ist nicht terminiert, weil es kein entsprechendes Serienprojekt gibt: Von den drei Fahrzeugen, die derzeit unter „neuer Multipla“ laufen, sind zwei offizielle Fiat-Konzepte und eines eine Fantasie-Grafik. Fiat selbst nennt in keiner der beiden Pressemitteilungen (2. Juli und 11. Oktober 2026) ein Verkaufsdatum.
| Name | Was es ist | Stand 14.10.2026 |
|---|---|---|
| Fiat Multiplay | Konzept, 4,45 m, 6+1 Sitze | Studie, kein Serienmodell |
| Fiat Multiplina | Konzept, L7e, 4 Sitze | Verkauf laut Bericht 2028 |
| „Multipla 2026″-Bilder | Fan-Rendering | nicht von Fiat |
Eigene Zusammenstellung nach den Fiat-Pressemitteilungen vom 2. Juli und 11. Oktober 2026 sowie dem Bericht von auto motor und sport vom 2. Juli 2026. Der Verkaufsstart 2028 für die Multiplina steht nicht in der deutschen Fiat-Mitteilung, sondern im Medienbericht.
Die Verwechslungsgefahr ist groß, weil sich die Namen kaum unterscheiden. Multiplay ist das große Familienkonzept aus Paris. Multiplina ist ein winziges Elektro-Leichtfahrzeug, das Fiat schon am 2. Juli 2026 zusammen mit dem Topolino Sport und dem Dreirad TRIS Dolcevita vorgestellt hat. Beide berufen sich auf den 600 Multipla von 1956, beide sind Studien.
Sind die Bilder vom neuen Multipla echt?
Nein, die Bilder eines modernisierten Multipla mit der typischen Doppelstufe in der Front stammen nicht von Fiat. Das Portal carwow hat solche Grafiken am 4. März 2026 veröffentlicht und schreibt selbst, der gezeigte Multipla sei nur ein Produkt der eigenen Fantasie und nicht real. Solche Renderings tauchen in sozialen Netzwerken immer wieder ohne diesen Hinweis auf. Wer wissen will, wie ein künftiger Fiat wirklich aussieht, verlässt sich auf die Pressefotos im Fiat-Pressebereich von Stellantis.
Was steht neben dem Multiplay in Paris?
Laut Fiat feiern auf dem Messestand die beiden Familienmodelle Grizzly und Grizzly Fastback ihre öffentliche Weltpremiere, dazu kommen zwei Konzeptfahrzeuge. Der Grizzly ist nach Fiat-Angaben 4,40 Meter lang, der Grizzly Fastback über 4,50 Meter mit 600 Litern Kofferraum, je nach Region mit Benzin-, Mild-Hybrid- oder Elektroantrieb bis 145 PS; die Markteinführung ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Das sind die Familienautos, die Fiat tatsächlich verkaufen will – nicht der Multiplay.
Fiat Multiplina: Was über das Leichtfahrzeug feststeht

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Die Multiplina ist ein elektrisch angetriebenes Leichtfahrzeug der EU-Klasse L7e mit vier Sitzplätzen und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 90 km/h. So steht es in der Fiat-Pressemitteilung vom 2. Juli 2026, die das Fahrzeug durchgehend als Konzeptfahrzeug beziehungsweise Studie bezeichnet.
Fiat beschreibt die Multiplina als Verdopplung der Passagierkapazität gegenüber dem Topolino. Das Design basiere auf der DNA des Fiat 600 Multipla von 1956, die ultrakompakten Abmessungen entsprächen denen des historischen Fiat 500 von 1957. Durch die erweiterte Reichweite und die 90 km/h sei das Fahrzeug auch für Fahrten über die Stadtgrenze hinaus ausgelegt. Konkrete Werte zu Batterie, Reichweite, Leistung oder Preis nennt die Mitteilung nicht.
Mehr Details stammen aus Medienberichten, nicht von Fiat. Laut auto motor und sport ist der Verkaufsstart für 2028 geplant; Leistung, Batteriegröße und einen Einstiegspreis unter 15.000 Euro schätzt der Autor dort selbst. Andere Berichte nennen einen Zielpreis unter 10.000 Euro – eine Fiat-Quelle dafür haben wir nicht gefunden. Beide Preise sind deshalb Erwartungen, keine Ankündigung.
Welchen Führerschein braucht man für die Multiplina?
In Deutschland den Autoführerschein der Klasse B. Die Fahrerlaubnisklasse AM umfasst nach § 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung bei Vierrädern ausdrücklich nur „leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge der Klasse L6e“, und die Klasse A1 kennt gar keine Vierräder. Ein L7e-Fahrzeug fällt damit unter Klasse B, die es nach § 10 FeV ab 18 Jahren gibt, beim begleiteten Fahren ab 17.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu manchen Meldungen, die von einem Fahrzeug „ab 16″ sprechen. Diese Altersangabe passt zu Ländern mit der EU-Führerscheinklasse B1; in der deutschen Fahrerlaubnis-Verordnung gibt es diese Klasse nicht. Der kleinere Topolino ist dagegen ein L6e-Fahrzeug mit 45 km/h und darf laut Fiat schon ab 15 Jahren mit der Klasse AM gefahren werden. Was L6e und L7e bei Kosten, Versicherung und Sicherheit unterscheidet, haben wir im Ratgeber Mopedauto kaufen aufgeschlüsselt.
Wo würde die Multiplina preislich liegen?
Einen Anhaltspunkt liefert nur der Topolino als bisher kleinstes Fiat-Modell. Fiat nennt auf fiat.de für den Topolino einen Fahrzeugpreis von 9.990 Euro inklusive Überführung, mit einem bis 31. Dezember 2026 gültigen Online-Code beim Barkauf ab 9.490 Euro (abgerufen am 14. Oktober 2026). Ein viersitziges L7e-Fahrzeug mit höherer Geschwindigkeit und größerer Reichweite dürfte darüber liegen; wie weit, ist offen.
Warum finden so viele Leute den Multipla hässlich?
Weil der Multipla zwei Gesichter übereinander trägt: eine untere Front mit Scheinwerfern und darüber, am Fuß der Windschutzscheibe, eine zweite Lichtreihe mit deutlicher Stufe. Der ADAC hat ihn in seiner Liste der 20 hässlichsten Autos der Welt (27. April 2021) auf Platz 1 gesetzt und nennt ihn dort einen „Glaskasten mit Speckfalte“.
Die Form folgte der Funktion. Der Multipla war laut ADAC-Autokatalog nur 3.994 Millimeter lang, aber 1.871 Millimeter breit und 1.695 Millimeter hoch – für ein Auto unter vier Metern ungewöhnlich breit. Diese Breite brauchte es für zwei Dreierreihen, also drei Sitze vorn nebeneinander. Die großen Glasflächen und die hohe Gürtellinie ergaben die Aquarium-Optik, über die bis heute gewitzelt wird.
Gerade das Raumkonzept hat ihm Kultstatus eingebracht. Der ADAC listet als Stärken unter anderem „intelligentes Raumkonzept“, „viel Platz“, „gute Übersicht“ und „bequemes Ein- und Aussteigen“ und vergab im Autotest vom Februar 2003 die Gesamtnote 2,5. Mit dem Facelift ab September 2004 bekam der Multipla eine neue Front, wuchs laut ADAC auf 4.089 Millimeter und erhielt im ADAC-Autotest vom November 2004 die Note 2,6.
Wer heute „Fiat Multipla“ sucht, sucht deshalb oft nicht nach einem Kaufangebot, sondern nach dem Phänomen. Die Studie Multiplay knüpft genau daran an: sechs Plätze plus ein Extra-Element, viel Glas, ein Panoramadach und ein Farbkonzept, das Fiat von der Wassermelone ableitet.
Was kostet ein gebrauchter Fiat Multipla?

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Ein gebrauchter Multipla der Baureihe 186 kostet zwischen 500 und 3.950 Euro: Bei AutoScout24 standen am 14. Oktober 2026 in Deutschland fünf Angebote dieser Baureihe, der mittlere Preis lag bei 2.500 Euro. Dazu kam ein einziger Fiat 600 Multipla von 1964 für 39.900 Euro.
| Angebot (Erstzulassung) | Kilometer | Preis |
|---|---|---|
| 1.9 JTD Active (07/2005) | 195.000 | 3.950 € |
| 1.9 Multijet Dynamic (06/2006) | 226.450 | 2.700 € |
| JTD 105 ELX (01/2000) | 270.000 | 2.500 € |
| 1.6 16V SX (06/1999) | 178.000 | 1.500 € |
| 1.6 Benzin/LPG (10/2006) | 222.300 | 500 € |
| 600 Multipla (07/1964) | 12.345 | 39.900 € |
Eigene Auswertung der AutoScout24-Suche „Fiat Multipla“, Filter Deutschland, ohne Unfallfahrzeuge, abgerufen am 14. Oktober 2026. Das 1.6-16V-Angebot ist vom Verkäufer als „for Export“ gekennzeichnet. Beim 600 Multipla ist die Laufleistung so eingetragen; bei Oldtimern ist die Angabe oft nicht belastbar.
Zwei Dinge fallen sofort auf. Erstens ist der Markt winzig: Sechs Inserate bundesweit sind für ein Modell, das in Deutschland fast neun Jahre angeboten wurde, sehr wenig. Wer ein bestimmtes Exemplar will, muss weite Wege einplanen oder lange warten. Zweitens liegen alle Fahrzeuge der Baureihe 186 bei 178.000 bis 270.000 Kilometern – ein Multipla mit wenig Laufleistung ist praktisch nicht zu bekommen.
Zum Vergleich: Neu kostete ein Multipla 1.9 JTD ELX laut ADAC einen Grundpreis von 21.500 Euro, der 1.9 JTD Dynamic nach dem Facelift 21.190 Euro. Ein heutiges Angebot für 2.500 Euro entspricht also knapp 12 Prozent des damaligen Neupreises. Wie sich solche Restwerte allgemein berechnen und warum die Schwacke-Liste bei Youngtimern an Grenzen stößt, erklären wir im Ratgeber Was ist mein Auto wert?.
Lohnt sich der 600 Multipla als Wertanlage?
Das ist eine Liebhaberfrage, keine Sparfrage. Mit 39.900 Euro kostet das eine Inserat des 600 Multipla von 1964 rund das Zehnfache des teuersten Typ-186-Angebots. Ein einzelnes Inserat ist kein Marktpreis; vor einem Kauf in dieser Klasse gehört ein Wertgutachten mit Zustandsnote dazu.
Fiat Multipla gebraucht kaufen: Worauf solltet ihr achten?

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Achtet vor allem auf drei Rückrufe, auf die Gasanlage bei Erdgas- und Autogas-Versionen und auf die laufenden Kosten. Der ADAC-Autokatalog verzeichnet für den Multipla Rückrufe aus Dezember 2001, Juli 2007 und Dezember 2007, und die Versicherungs-Typklassen sind für ein Auto dieses Alters hoch.
Welche Rückrufe betreffen den Multipla?
- Dezember 2001, Erdgas: Bei den Versionen Bipower und Blupower konnten Risse an den Elektroventilen der Gasflaschen zu Gasaustritt führen, betroffen waren laut ADAC 2.500 Fahrzeuge weltweit. Ein zweiter Rückruf betraf den Filterstopfen des Druckreduzierventils, 1.760 Fahrzeuge weltweit.
- Juli 2007, Brandgefahr: Beim 1.9 JTD Euro 4 mit Partikelfilter, gebaut April 2005 bis Januar 2007, konnte eine fehlende Wärmeisolierung beim Freibrennen des Filters einen Brand auslösen. In Deutschland waren laut ADAC 466 Fahrzeuge betroffen.
- Dezember 2007, Bremse: Fehlerhaft vulkanisierte Bremsschläuche eines Zulieferers konnten zum Ausfall der Bremswirkung führen; betroffen waren Fahrzeuge aus der Produktion von Mitte Oktober bis Mitte November 2007.
Fragt beim Verkäufer nach der Werkstattbescheinigung über die Durchführung und lasst die Fahrgestellnummer bei einer Fiat-Werkstatt prüfen. Wie das geht und warum ein offener Rückruf nach dem Kauf beim neuen Halter landet, steht im Ratgeber Auto-Rückruf prüfen.
Was kosten Steuer und Versicherung?
Der ADAC nennt für den 1.9 JTD ELX eine Kfz-Steuer von 276 Euro im Jahr, für den 1.9 JTD Dynamic nach dem Facelift 308 Euro, jeweils ohne Steuerbefreiung. Die Typklassen gibt der Club für beide Diesel mit 16 in der Haftpflicht, 13 in der Vollkasko und 16 in der Teilkasko an; als Schwäche führt er ausdrücklich „hohe Versicherungs- und Kaskoklassen“. Die aktuellen Werte für euer Wunschfahrzeug liefert die Abfrage über HSN und TSN, die wir im Ratgeber zur Typklasse 2027 Schritt für Schritt zeigen.
Was sollte die Probefahrt zeigen?
Die allgemeine Prüfliste für ältere Autos gilt auch hier: HU-Bericht lesen, Serviceheft und Tachostand abgleichen, Unterboden und Schweller ansehen, bei Diesel auf Startverhalten und Rauch achten. Bei einem Bipower oder einem nachgerüsteten Autogas-Fahrzeug (wie dem 500-Euro-Angebot) gehören die Gasanlagenprüfung und das Datum der Tankflaschen zur Pflicht. Die vollständige Reihenfolge – erst Papiere, dann Probefahrt, dann Preis – steht in unserem Ratgeber Gebrauchtwagen kaufen.
Wann bekommt der Multipla ein H-Kennzeichen?
Frühestens 30 Jahre nach der ersten Zulassung. Nach § 2 Nummer 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung ist ein Oldtimer ein Fahrzeug, das vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen ist, weitestgehend dem Originalzustand entspricht und in gutem Erhaltungszustand ist. Da der ADAC den Verkaufsstart der Baureihe in Deutschland auf Februar 1999 datiert, kommen die ersten deutschen Multipla frühestens ab Februar 2029 infrage – und nur im Originalzustand, also nicht mit nachgerüsteter Gasanlage.
Lohnt sich das Warten auf einen neuen Multipla?
Nein, wer ein Familienauto braucht, sollte nicht auf den Multiplay warten, weil Fiat ausdrücklich kein Serienmodell daraus ableitet und weder Antrieb noch Termin nennt. Die Familienmodelle, die Fiat konkret auf den Markt bringt, heißen Grizzly und Grizzly Fastback und sollen laut Fiat-Mitteilung vom 11. Juli 2026 im vierten Quartal 2026 starten.
Für die Multiplina gilt etwas anderes. Wer ein kleines Elektrofahrzeug für Stadt und Umland sucht und einen Führerschein der Klasse B hat, kann sich den Namen merken – nur kaufen kann man sie frühestens ab dem in Medien genannten Jahr 2028. Bis dahin sind Citroën Ami, Opel Rocks-e, Microlino oder der Fiat Topolino die real verfügbaren Alternativen, wobei nur der Microlino in der Standardversion ebenfalls L7e ist.
Und wer den Multipla wegen der sechs Sitze in zwei Reihen will, hat aktuell nur den Gebrauchtmarkt. Mit Preisen um 2.500 Euro ist das Risiko überschaubar, die Laufleistungen jenseits von 178.000 Kilometern sind es weniger. Ob ein Barkauf, eine Finanzierung oder Leasing eines aktuellen Modells sinnvoller ist, rechnen wir im Ratgeber Auto-Leasing oder kaufen durch.
Ein Blick in unsere eigene Deal-Datenbank zeigt, wie selten der Multipla ein Angebot ist: Unter den 35 Beiträgen mit „Fiat“ im Titel, die wir seit Beitrag 768956 erfasst haben, ist kein einziger zum Multipla – es sind Leasing-Angebote für 500e, 600, Panda und Grande Panda (Abfrage vom 14. Oktober 2026). Neue Fiat-Deals erscheinen bei uns, sobald es sie gibt; einen Multipla-Deal wird es mangels Modell nicht geben.
So ordnen wir die Nachricht ein
- Quelle geprüft: Alle Angaben zu Multiplay und Multiplina stammen aus den Pressemitteilungen von Fiat; was nur in Medienberichten steht, ist als Bericht gekennzeichnet.
- Aktualität: Gebrauchtpreise haben wir am 14. Oktober 2026 selbst erhoben; nennt Fiat einen Termin oder Preis, ziehen wir den Artikel nach.
- Unabhängig: Renderings und Gerüchte übernehmen wir nicht als Fakten, Partner-Links ändern an der Einordnung nichts.
Gebrauchter Fiat Multipla: Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Sechs Sitze auf unter vier Metern Länge | Nur sechs Inserate bundesweit |
| Anschaffung ab 500 Euro | Laufleistungen ab 178.000 Kilometer |
| ADAC-Autotest Note 2,5 im Jahr 2003 | Typklassen 16/13/16, Steuer bis 308 Euro |
| H-Kennzeichen ab Februar 2029 möglich | Kein Nachfolger in Serie angekündigt |
Häufige Fragen zum Fiat Multipla
Ist der Fiat Multiplay ein Elektroauto?
Das ist offen. Fiat beschreibt in der Pressemitteilung vom 11. Oktober 2026 Architektur, Sitze, Materialien und das versenkbare Display, nennt aber keinen Antrieb. Jede Angabe zu Batterie oder Reichweite des Multiplay ist derzeit Spekulation.
Wie viele Sitze hat der Fiat Multipla?
Der Multipla von 1998 hat sechs Sitze in zwei Dreierreihen. Der 600 Multipla von 1956 bot laut Fiat Platz für sechs Personen auf rund 3,5 Metern. Die Studie Multiplay hat sechs Sitze plus den modularen „Petsenger Seat“, als Pick-up vier Sitze.
Wann wurde der Fiat Multipla gebaut?
Vorgestellt hat Fiat den Multipla 1998. Der ADAC-Autokatalog führt die Baureihe 186 in Deutschland von Februar 1999 bis September 2004 und das Facelift von September 2004 bis Januar 2008. Den 600 Multipla gab es ab 1956.
Warum verkaufen sich technisch gute Autos trotz hässlichem Design oft schlecht?
Weil der erste Eindruck beim Händler und auf der Straße über das Aussehen läuft, nicht über Platzangebot oder Testnoten. Der Multipla ist das Lehrbuchbeispiel: Der ADAC lobte Raumkonzept und Übersicht, setzte ihn aber zugleich auf Platz 1 der hässlichsten Autos – und Fiat gab dem Multipla schon mit dem Facelift 2004 eine neue Front.
Ist Schönheit beim Autodesign rein subjektiv oder gibt es objektive Kriterien?
Beides spielt mit. Proportionen wie das Verhältnis von Länge, Breite und Höhe lassen sich messen, und beim Multipla ist das Missverhältnis offensichtlich: rund vier Meter Länge bei 1,87 Metern Breite. Ob man diese Konsequenz der sechs Sitze hässlich oder sympathisch findet, ist dagegen Geschmackssache – genau daraus ist der Kultstatus entstanden.
Welchen Führerschein braucht man für den Fiat Multiplina?
In Deutschland Klasse B, weil die Multiplina als L7e-Fahrzeug nicht unter die Klasse AM fällt. Klasse B gibt es nach § 10 FeV ab 18 Jahren, beim begleiteten Fahren ab 17.
Was kostet der Fiat Multiplina?
Fiat hat keinen Preis genannt. Medienberichte erwarten einen Einstieg unter 15.000 Euro, andere unter 10.000 Euro; beides ist nicht bestätigt. Der kleinere Topolino kostet laut fiat.de 9.990 Euro inklusive Überführung.
Fazit: Multipla gibt es nur gebraucht, Multiplay nur auf der Messe
Der Fiat-Multipla-Trend hat einen echten Anlass, aber keinen neuen Multipla: Fiat zeigt in Paris mit dem Multiplay eine 4,45 Meter lange Studie mit 6+1 Sitzen und sagt selbst, dass daraus kein bestimmtes Serienmodell folgt. Die Multiplina ist ein vierplätziges L7e-Konzept, für das ihr in Deutschland den Führerschein Klasse B braucht und das laut Bericht frühestens 2028 in den Verkauf geht. Die kursierenden Bilder eines modernen Multipla sind Renderings.
Wer den Original-Multipla will, kauft gebraucht: Fünf Exemplare zwischen 500 und 3.950 Euro mit 178.000 bis 270.000 Kilometern standen am 14. Oktober 2026 im Netz. Prüft die drei Rückrufe, die Gasanlage und die Typklassen – und plant das H-Kennzeichen nicht vor Februar 2029 ein.
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