dm Rückruf: dmBio Pinienkerne zurückgerufen – welche Packungen betroffen sind und wie ihr euer Geld zurückbekommt
dm ruft die „dmBio Pinienkerne, 60g“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 31.05.2027 bis einschließlich 02.07.2027 zurück, weil Salmonellen darin nicht ausgeschlossen werden können. Den dm-Rückruf meldete dm am 5. November 2026 in Deutschland und Österreich, betroffen sind laut lebensmittelwarnung.de alle 16 Bundesländer, und ihr bekommt den Kaufpreis im dm-Markt zurück, auch für angebrochene Packungen. Hier steht, welche Packungen es sind, wie die Rückgabe läuft, was mit bereits verarbeiteten Pinienkernen passiert und welche anderen Marken gerade dieselbe Ware zurückrufen. Stand: November 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- Betroffen sind nur dmBio Pinienkerne, 60 g, mit MHD vom 31.05.2027 bis 02.07.2027, das Datum steht auf der Seitenfläche der Packung.
- dm erstattet den Kaufpreis im dm-Markt, egal ob die Packung ungeöffnet oder schon angebrochen ist.
- Am 4. und 5. November 2026 haben auch dennree und Alnatura Pinienkerne wegen Salmonellen zurückgerufen.
- Salmonellen sterben laut RKI erst bei über 70 °C und mindestens zehn Minuten Garzeit sicher ab, rohes Pesto schützt also nicht.
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Welche dmBio Pinienkerne ruft dm zurück?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
dm ruft ausschließlich den Artikel „dmBio Pinienkerne, 60g“ mit den Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen dem 31.05.2027 und dem 02.07.2027 zurück, das steht in der Pressemitteilung von dm vom 5. November 2026. Die Spanne umfasst 33 Tage, gezählt mit Anfangs- und Enddatum. Packungen mit einem früheren oder späteren MHD nennt dm nicht, sie sind von diesem Rückruf nicht erfasst.
Ein dm-Rückruf ist ein öffentlicher Aufruf von dm-drogerie markt, ein bestimmtes Produkt nicht mehr zu verwenden und in den Markt zurückzubringen, weil von ihm ein Gesundheitsrisiko ausgehen kann. Wer heute Abend Pesto oder einen Salat mit Pinienkernen plant, will vor allem schnell und verlässlich wissen, ob die Tüte im Vorratsschrank ein Risiko ist. Die Antwort steht auf der Packung selbst, und sie ist in einer Minute geprüft.
Der Grund ist mikrobiologisch. dm schreibt, es könne „nicht ausgeschlossen werden“, dass in dem Artikel Salmonellen auftreten. Das ist die vorsichtige Formulierung eines vorsorglichen Rückrufs: dm meldet keinen eigenen Laborbefund, sondern ein Risiko, das der Händler nicht ausschließen kann. Konkreter wird ein anderer Anbieter, dazu mehr weiter unten.
Die Behördenmeldung kam einen Tag später. Auf lebensmittelwarnung.de, dem Portal der Bundesländer und des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, steht der dm-Rückruf seit dem 6. November 2026, erstellt vom Land Baden-Württemberg. Als Grund nennt das Portal „Krankheitserreger“, als betroffenes Gebiet alle 16 Bundesländer von Baden-Württemberg bis Thüringen.
Auch in Österreich gilt der Rückruf. Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit führt ihn auf ihrer Seite zu Produktwarnungen mit Datum 5. November 2026 und demselben MHD-Fenster. Für österreichische Kundinnen und Kunden nennt die Meldung den dm-Kundenservice unter 0800 365 86 33, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr, oder [email protected].
Was die Meldungen nicht enthalten: einen Verkaufszeitraum, eine Zahl der verkauften Packungen und die Herkunft der Kerne. Dafür haben wir am 6. November 2026 nachgesehen, ob dm.de den Artikel noch führt. In der Produktsuche von dm.de tauchten unter „Pinienkerne“ nur noch Pesto und Brotaufstriche auf, die dmBio Pinienkerne selbst nicht mehr. Für diesen Artikel hat unsere Redaktion die Mitteilungen von dm, dennree und Alnatura, die Meldungen auf lebensmittelwarnung.de und bei der AGES sowie die Rückgabe-Seiten von dm am 6. November 2026 abgerufen und miteinander verglichen.
Wie erkenne ich betroffene Packungen von dmBio Pinienkernen?
Entscheidend ist allein das Mindesthaltbarkeitsdatum, und das steht laut dm „auf der Seitenfläche der Verpackung“. Eine Chargennummer nennt dm in diesem Rückruf nicht, anders als dennree, das zu seinen zwei Daten auch die Losnummern L CA09036 und L CA09162 angibt. Bei dm reicht also der Blick auf das Datum.
So prüft ihr eure Packung in drei Schritten:
- Produkt: Steht „dmBio Pinienkerne“ auf der Tüte, und ist es die 60-Gramm-Packung? Andere dmBio-Produkte mit Pinienkernen, etwa Pesto, nennt dm nicht.
- Datum: Liegt das MHD auf der Seitenfläche zwischen dem 31.05.2027 und dem 02.07.2027, beide Tage eingeschlossen? Dann ist die Packung betroffen.
- Zustand: Ob die Tüte noch zu oder schon offen ist, spielt keine Rolle. dm nimmt beides zurück.
Schwierig wird es, wenn ihr die Kerne schon in ein Glas oder eine Dose umgefüllt habt und die Tüte weg ist. Dann lässt sich das MHD nicht mehr zuordnen. Die Behördenmeldung und dm sagen dazu nichts Konkretes, der vorsichtige Weg ist trotzdem eindeutig: Pinienkerne, die ihr in den letzten Wochen bei dm gekauft habt und nicht mehr zuordnen könnt, nicht verzehren. Einen Verkaufszeitraum, an dem ihr euch orientieren könntet, nennt dm nicht.
Ein zweiter Blick lohnt bei Mischungen aus anderen Läden. Alnatura ruft neben den reinen Pinienkernen auch einen Salatkerne-Mix mit 100 Gramm zurück, weil die belasteten Kerne laut Behördenmeldung „in beide Produkte eingeflossen“ sind. Wer Kernmischungen für Salate im Schrank hat, sollte also auch dort auf Marke und MHD schauen.
Wie man Rückrufe grundsätzlich prüft und warum die Verpackung bis zur Rückgabe wichtiger ist als der Inhalt, steht in unserem Ratgeber Produktrückruf: Was ihr sofort tun müsst.
Wie bekomme ich bei dm mein Geld für die Pinienkerne zurück?

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Ihr bringt die Pinienkerne in einen dm-Markt und bekommt den Kaufpreis erstattet, so steht es in der Rückrufmitteilung vom 5. November 2026. dm bittet darum, das Produkt „ungeöffnet oder bereits angebrochen in die dm-Märkte zurückzubringen“. Eine bestimmte Filiale nennt dm nicht, es muss also nicht der Markt sein, in dem ihr gekauft habt.
Brauche ich bei dm einen Kassenbon?
Die aktuelle Mitteilung erwähnt den Kassenbon gar nicht, sie verspricht die Erstattung ohne weitere Bedingung. Bei einem früheren eigenen Rückruf war dm ausdrücklicher: Im Januar 2026 schrieb dm zum Allergen-Rückruf eines dmBio-Aufstrichs, der Kaufpreis werde erstattet, „auch ohne Vorlage des Kassenbons“. Das steht so in der Meldung vom 30. Januar 2026. Für die Pinienkerne fehlt dieser Satz.
Warum das trotzdem kaum ein Problem sein dürfte: dennree schreibt für seine ebenfalls zurückgerufenen Pinienkerne ausdrücklich, die Ware könne „auch ohne Vorlage des Kassenbons“ zurückgegeben werden. Und dm nimmt Ware laut seiner Seite zu Rückgabe und Erstattung schon im Normalfall großzügig zurück: Mit Kassenbon oder Rechnung gibt es den Kaufbetrag zurück, „auch wenn das Produkt bereits ausgepackt oder angebrochen ist“. Ohne Beleg entscheidet laut derselben Seite das Team im Markt, ob eine Rückgabe aus Kulanz möglich ist, die Erstattung erfolgt dann zum aktuellen Verkaufspreis.
Der sichere Weg ist deshalb: Bon mitnehmen, wenn ihr ihn habt. Habt ihr die dm-App, liegt er dort ohnehin. Laut dm-Seite zum digitalen Kassenbon könnt ihr mit dem eBon Produkte „nach der dm-Rücknahmegarantie“ zurückgeben, ohne einen Papierbon zu brauchen. Voraussetzung ist, dass ihr euch beim Einkauf an der Kasse mit der App identifiziert habt. Den eBon findet ihr im dm-Konto unter „Meine Einkäufe“, wie das im Detail funktioniert, steht in unserem Ratgeber zur dm-App.
Was ist mit Onlinebestellungen bei dm?
Für Ware aus dem Onlineshop beschreibt dm zwei Wege: die Rückgabe im dm-Markt oder die Reklamation im dm-Konto. Dort ruft ihr unter „Meine Einkäufe“ die Bestellung auf, klickt auf „Produkte reklamieren“ und wählt, ob ihr eine Gutschrift auf das ursprüngliche Zahlungsmittel oder Ersatz wollt. Wer als Gast bestellt hat, wendet sich laut dm an das ServiceCenter. Die Rückrufmitteilung selbst nennt nur den Weg in den Markt, für Lebensmittel ist er auch der einfachste.
Wichtig zu wissen: Lebensmittel, die ihr zurückgebt, landen bei dm im Müll. Laut dm-Rückgabeseite müssen Lebensmittel, Tiernahrung, Babynahrung und Gesundheitsprodukte nach der Rückgabe entsorgt werden. Ihr müsst die Pinienkerne also weder sauber verpacken noch vollständig zurückbringen. Fragen beantwortet das dm-ServiceCenter unter 0800 365 8633, kostenfrei, montags bis samstags von 8 bis 20 Uhr, oder per E-Mail an [email protected]. Warum ihr ohne Bon generell nicht rechtlos seid und wie ihr einen Kauf sonst belegt, erklärt unser Ratgeber zum Umtausch ohne Kassenbon.
Welche Pinienkerne werden noch zurückgerufen? dennree und Alnatura

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dm ist nicht allein: Zwischen dem 4. und dem 5. November 2026 haben drei Anbieter Pinienkerne zurückgerufen, dm, dennree und Alnatura, mit zusammen vier Produkten und drei Meldungen auf lebensmittelwarnung.de. Den Anfang machte dennree am 4. November 2026 um 16:37 Uhr mit einer Pressemitteilung, dm folgte am 5. November um 11:10 Uhr, Alnatura am selben Tag.
| Produkt | Mindesthaltbarkeitsdatum | Verkauft bei |
|---|---|---|
| dmBio Pinienkerne, 60 g | 31.05.2027 bis 02.07.2027 | dm |
| Alnatura Pinienkerne, 60 g | 31.05.2027 bis 02.07.2027 | Alnatura und weitere Ketten |
| Alnatura Salatkerne-Mix, 100 g | 03.06.2027 bis 13.07.2027 | Alnatura und weitere Ketten |
| dennree Pinienkerne, 60 g | 03.06.2027 und 16.06.2027 | Denns BioMarkt, Naturkostläden |
Stand 06.11.2026. Quellen: Pressemitteilungen von dm (05.11.), dennree (04.11.) und Alnatura (05.11.) sowie die drei Meldungen auf lebensmittelwarnung.de. dennree nennt zusätzlich die Chargen L CA09036 und L CA09162. Alnatura-Produkte werden laut Behördenmeldung in Alnatura Super Natur Märkten „und weiteren Handelsketten“ verkauft.
Auffällig ist das Datumsfenster. dm und Alnatura nennen für ihre Pinienkerne exakt dieselbe MHD-Spanne vom 31.05.2027 bis 02.07.2027, beide Packungen wiegen 60 Gramm. Ob dahinter derselbe Lieferant steckt, sagen weder dm noch Alnatura, und auch die Behördenmeldungen nennen keinen gemeinsamen Ursprung. Wir behandeln das deshalb als Auffälligkeit, nicht als Befund.
Inhaltlich gehen die Mitteilungen unterschiedlich weit. dm schreibt, Salmonellen könnten „nicht ausgeschlossen werden“, dennree ebenso. Alnatura ist konkreter: In der Presseinformation vom 5. November 2026 heißt es, in einer Probe Pinienkerne seien Salmonellen nachgewiesen worden, und die Ware sei bereits aus dem Verkauf genommen. Auch bei der Rückgabe gibt es Unterschiede. dm und dennree erstatten den Kaufpreis, Alnatura verspricht laut Behördenmeldung Ersatz.
Für euch heißt das: Wer Pinienkerne aus dem Bio-Regal zu Hause hat, prüft nicht nur die dm-Packung. Habt ihr dennree-Kerne aus einem Denns BioMarkt, bringt ihr sie dorthin zurück, wo ihr sie gekauft habt, laut dennree ohne Kassenbon. Alnatura-Produkte gehen in den Laden, in dem ihr sie gekauft habt, auch wenn das eine andere Handelskette war.
Wie gefährlich sind Salmonellen in Pinienkernen?
Für gesunde Erwachsene verläuft eine Salmonellen-Infektion meist als Magen-Darm-Erkrankung, die nach einigen Tagen von selbst abklingt, für Säuglinge, Kleinkinder, ältere und abwehrgeschwächte Menschen kann sie schwerer verlaufen. Laut dem RKI-Ratgeber Salmonellose beträgt die Inkubationszeit 6 bis 72 Stunden, in der Regel 12 bis 36 Stunden.
Die typischen Beschwerden nennt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit auf seiner Seite infektionsschutz.de: plötzlicher Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein, gelegentlich Erbrechen und häufig leichtes Fieber. In seltenen Fällen kann es zu einer Blutvergiftung kommen. Bei den besonders gefährdeten Gruppen kann laut infektionsschutz.de eine starke Austrocknung auftreten.
Warum gerade trockene Kerne?
Salmonellen denkt man eher bei Eiern und Hähnchen mit, doch auch pflanzliche Lebensmittel können belastet sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt in seinen Fragen und Antworten zu Salmonellen neben Fleisch und Eiern auch Sprossen, Melonen, Gewürze und Kräutertees als frühere Infektionsquellen. Salmonellen sind laut BfR in Lebensmitteln „bis zu mehreren Monaten überlebensfähig“, Einfrieren tötet sie nicht vollständig ab.
Bei fettreichen Lebensmitteln reicht laut RKI schon eine geringe Menge. Für Erwachsene liegt die Infektionsdosis normalerweise bei 10.000 bis 1.000.000 Keimen, in stark fetthaltigen Lebensmitteln wie Käse, Schokolade oder Salami sowie in Gewürzen wurden Erkrankungen aber schon bei weniger als 100 Keimen beobachtet. Pinienkerne sind fettreich, eine ausdrückliche Aussage des RKI zu ihnen gibt es allerdings nicht.
Ich habe schon davon gegessen, was jetzt?
Ohne Beschwerden müsst ihr nichts unternehmen. In der Alnatura-Meldung auf lebensmittelwarnung.de steht dazu klar, sich ohne Symptome vorbeugend in ärztliche Behandlung zu begeben, sei nicht sinnvoll. Wer schwere oder anhaltende Beschwerden bekommt, sollte ärztliche Hilfe suchen und dort sagen, dass er möglicherweise belastete Pinienkerne gegessen hat. Für Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, ältere und geschwächte Menschen rät infektionsschutz.de, frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Zur Einordnung der Größenordnung: Laut BfR wurden in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 13.176 Salmonellosen gemeldet, nach 26.960 im Jahr 2010. Wie viele Erkrankungen auf die zurückgerufenen Pinienkerne zurückgehen, nennt keine der Meldungen. Von Erkrankten ist in den Mitteilungen von dm, dennree und Alnatura nicht die Rede.
Pinienkerne schon im Pesto? Was mit verarbeiteten Kernen passiert

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Pesto oder Salat mit betroffenen Pinienkernen solltet ihr nicht mehr essen, denn rohe oder nur kurz angeröstete Kerne werden nicht heiß genug, um Salmonellen sicher abzutöten. Das RKI formuliert die Grenze im Ratgeber Salmonellose so: „Eine sichere Abtötung der Salmonellen wird bei Temperaturen über 70°C für mindestens zehn Minuten Garzeit erreicht.“ (Stand der RKI-Seite: 26. November 2019).
Klassisches Pesto wird gar nicht erhitzt. Der Name kommt vom italienischen pestare, stampfen, und auch beim Servieren kommt die Paste erst nach dem Kochen unter die Nudeln, wie unser Ratgeber Pesto selber machen erklärt. Damit erreicht Pesto die 70 Grad über zehn Minuten nie. Das BfR nennt eine niedrigere Schwelle: „Bei Temperaturen oberhalb von 60 °C beginnen Salmonellen abzusterben.“ Beginnen heißt aber nicht, dass alle Keime tot sind.
Reicht es, die Kerne in der Pfanne zu rösten?
Darauf solltet ihr euch nicht verlassen. Beim Anrösten in der trockenen Pfanne werden die Kerne nur zwei bis drei Minuten erhitzt, und wie heiß es im Inneren der Kerne wird, misst dabei niemand. Weder dm noch eine Behörde nennen das Rösten als sicheren Weg, dm schreibt schlicht, das Produkt nicht zu konsumieren. Daran ändert auch ein Gericht nichts, das ihr schon fertig im Kühlschrank habt.
Anders sieht es bei Speisen aus, die wirklich durchgegart wurden, etwa ein Auflauf, in dem die Kerne lange im heißen Ofen waren. Doch auch hier gibt es keine offizielle Freigabe, und ihr könnt die Temperatur im Kern im Nachhinein nicht belegen. Der Rat bleibt deshalb einfach: Im Zweifel weg damit.
Wie räume ich Küche und Glas auf?
Eine Packung, die offen im Schrank stand, kann Krümel an Dose, Löffel oder Brett hinterlassen haben. infektionsschutz.de rät allgemein, Arbeitsflächen, Utensilien und Hände zwischen verschiedenen Lebensmitteln zu reinigen und Küchenhandtücher bei mindestens 60 °C zu waschen. Ein Vorratsglas, in das ihr die Kerne umgefüllt hattet, spült ihr heiß aus, bevor neue Ware hineinkommt. Die Tüte selbst bringt ihr mit in den dm-Markt, dort wird sie ohnehin entsorgt.
Wer bis zum Ende der Rückrufwelle nicht auf Pesto verzichten will, kann auf andere Kerne ausweichen. Geschälte Sonnenblumenkerne und Walnüsse funktionieren in der Grundformel genauso, das haben wir im Pesto-Ratgeber durchgerechnet.
Wo finde ich offizielle Rückruflisten für dm?
Die verlässlichste Liste ist lebensmittelwarnung.de, dort erscheinen alle Lebensmittelrückrufe der Bundesländer, auch die von dm, mit Produkt, MHD, Grund und Empfehlung. dm selbst veröffentlicht seine Rückrufe im Newsroom unter newsroom.dm.de. Eine eigene Rückrufseite auf dm.de haben wir in der Inhalts-Sitemap von dm.de am 6. November 2026 nicht gefunden.
Wie selten dm selbst zurückruft, zeigt unsere eigene Auszählung. In der Meldungsliste von lebensmittelwarnung.de standen am 6. November 2026 insgesamt 176 Meldungen mit Datum 2026. Wir haben alle 176 geöffnet und den Inverkehrbringer gelesen: Nur zwei davon nennen dm-drogerie markt, die Pinienkerne vom 6. November und ein dmBio-Aufstrich vom 30. Januar 2026. Als Grund steht in 44 der 176 Meldungen „Krankheitserreger“.
| Datum der Meldung | Produkt | Grund |
|---|---|---|
| 30.01.2026 | dmBio Getrocknete Tomate & Feta Genuss-Aufstrich, MHD 04.06.2027 | nicht gekennzeichnetes Allergen Cashew |
| 06.11.2026 | dmBio Pinienkerne, 60 g, MHD 31.05. bis 02.07.2027 | mögliche Salmonellen |
Eigene Auszählung der Meldungsliste von lebensmittelwarnung.de, abgerufen am 06.11.2026. Gezählt sind Meldungen, in denen dm-drogerie markt als Hersteller oder Inverkehrbringer steht. Beim Aufstrich vom Januar waren Gläser mit einem Cashewcreme-Aufstrich befüllt worden, betroffen waren nur Menschen mit Cashew-Allergie.
Zum Vergleich: Bei Rossmann stand im selben Zeitraum unter anderem der Rückruf der enerBiO Dinkel Waffeln, 115 Gramm, vom 20. Mai 2026 wegen einer Höchstgehaltsüberschreitung von Ochratoxin A auf lebensmittelwarnung.de. Wo beide Drogerien beim Preis gerade stehen, zeigt unser Vergleich dm oder Rossmann.
Wie erfahre ich von Rückrufen, ohne jeden Tag zu suchen?
Am bequemsten über die kostenlose App. Laut der App-Seite von lebensmittelwarnung.de gibt es das Portal als App für Android und iOS, mit Push-Benachrichtigungen, die ihr nach euren Wünschen einrichten könnt, und laut BVL ohne Speicherung von Nutzerdaten. Wer keine App will, kann den RSS-Feed des Portals abonnieren.
Wie Kaufland einen bereits bekannten Rückruf im Oktober 2026 erneut ausrufen musste, steht in unserem Artikel zum Kaufland-Rückruf.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt. Rückrufe gehören für uns dazu, denn ein günstiger Einkauf ist nur dann einer, wenn das Produkt auch sicher ist.
Kurz nach dm musste auch Edeka zurückrufen: Bei den EDEKA Bio Soft-Aprikosen mit 180 Gramm lag laut Meldung vom 6. November 2026 der Gehalt des Schimmelpilzgifts Ochratoxin A über dem EU-Höchstgehalt, der für getrocknete Aprikosen nur 2,0 Mikrogramm je Kilogramm beträgt. Welche Packung betroffen ist, steht in unserem Artikel zum Rückruf der EDEKA Bio Soft-Aprikosen.
Vor- & Nachteile: Wie gut läuft der dm-Rückruf?
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Rückgabe auch für angebrochene Packungen | Kassenbon in der Mitteilung nicht geregelt |
| Klares Datumsfenster von 33 Tagen | Kein Verkaufszeitraum und keine Menge genannt |
| Kostenlose Hotline montags bis samstags 8 bis 20 Uhr | Keine eigene Rückrufseite auf dm.de |
| Deutschland und Österreich am selben Tag informiert | Kein Hinweis auf möglichen gemeinsamen Lieferanten |
Häufige Fragen zum dm Rückruf
Muss ich den Kassenbon vorlegen, um mein Geld zurückzubekommen?
Die dm-Mitteilung vom 5. November 2026 nennt keinen Kassenbon als Bedingung, sie verspricht nur die Erstattung des Kaufpreises. Bei einem früheren Rückruf im Januar 2026 erstattete dm ausdrücklich auch ohne Bon. Habt ihr einen Bon oder einen eBon in der dm-App, nehmt ihn trotzdem mit.
Wie erkenne ich betroffene Chargennummern auf der Verpackung?
Bei dm braucht ihr keine Chargennummer, entscheidend ist das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Seitenfläche der Packung. Liegt es zwischen dem 31.05.2027 und dem 02.07.2027, ist die Packung betroffen. Nur dennree nennt bei seinen Pinienkernen zusätzlich die Chargen L CA09036 und L CA09162.
Gibt es Lebensmittel, bei denen Erhitzen nicht vor Salmonellen schützt?
Erhitzen schützt nur, wenn das Lebensmittel laut RKI über 70 °C für mindestens zehn Minuten erreicht. Bei Speisen, in die Pinienkerne roh oder nur angeröstet kommen, also Pesto, Salat oder Müsli, greift dieser Schutz nicht. Einfrieren hilft laut BfR ebenfalls nicht, Salmonellen werden dabei nicht vollständig abgetötet.
Ist auch dmBio Pesto mit Pinienkernen betroffen?
Nein, dm nennt ausschließlich den Artikel „dmBio Pinienkerne, 60g“. Andere dmBio-Produkte, die Pinienkerne enthalten, stehen weder in der dm-Mitteilung noch in der Behördenmeldung. Bei Alnatura ist dagegen zusätzlich ein Salatkerne-Mix betroffen.
Gilt der dm Rückruf auch in Österreich?
Ja. Die AGES hat den Rückruf am 5. November 2026 mit demselben MHD-Fenster veröffentlicht. Österreichische Kundinnen und Kunden erreichen den dm-Kundenservice unter 0800 365 86 33, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr.
Bekomme ich bei dm Geld oder Ersatz?
dm erstattet laut Rückrufmitteilung den Kaufpreis. Ersatz statt Geld verspricht Alnatura für seine Pinienkerne und den Salatkerne-Mix, dennree erstattet wie dm den Kaufpreis.
Muss ich zum Arzt, wenn ich die Pinienkerne gegessen habe?
Ohne Beschwerden nicht, eine vorbeugende Behandlung ist laut der Behördenmeldung zu Alnatura nicht sinnvoll. Beschwerden treten laut RKI meist 12 bis 36 Stunden nach dem Verzehr auf. Bei schweren oder anhaltenden Symptomen und bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren oder älteren Menschen solltet ihr frühzeitig ärztliche Hilfe suchen.
Fazit: Packung prüfen, in den dm-Markt bringen, Pesto nicht essen
Der dm-Rückruf betrifft eine klar begrenzte Ware: dmBio Pinienkerne, 60 Gramm, mit MHD vom 31.05.2027 bis 02.07.2027. Ein Blick auf die Seitenfläche der Packung reicht, und betroffene Tüten gehen ungeöffnet oder angebrochen in einen dm-Markt, wo ihr den Kaufpreis zurückbekommt. Ob ohne Kassenbon, regelt die Mitteilung nicht, beim Rückruf im Januar hat dm es ausdrücklich erlaubt.
Mehr Aufmerksamkeit verdient, was schon in der Küche gelandet ist. Pesto, Salat und Müsli mit betroffenen Kernen werden nie heiß genug, um Salmonellen sicher abzutöten, die sind deshalb ebenfalls ein Fall für den Müll. Und weil dennree und Alnatura innerhalb von zwei Tagen ebenfalls Pinienkerne zurückgerufen haben, lohnt der Blick auf jede Packung im Vorratsschrank, nicht nur auf die von dm.
Geprüfte Angebote, auch aus dem Drogerie- und Supermarktbereich, findet ihr täglich auf der Startseite von MonsterDealz.