DIN-Formate 2026: A0 bis A7 mit Maßen und Verwendung
DIN-Formate sind genormte Papiergrößen, bei denen jedes Format entsteht, indem man das nächstgrößere an der langen Seite halbiert — deshalb hat jedes Blatt dasselbe Seitenverhältnis von 1 zu Wurzel zwei. Wer dieses eine Prinzip verstanden hat, braucht keine Tabelle mehr: A0 ist genau ein Quadratmeter groß, jede Halbierung führt eine Stufe tiefer, und A4 mit 210 × 297 Millimetern ist schlicht der vierte Schnitt. Wenn ihr gerade an den Druckereinstellungen scheitert, weil ein Format nicht auswählbar ist oder das Blatt abgeschnitten herauskommt, liegt das fast nie am Papier — Stand: September 2026.
Das Wichtigste in Kürze
- A0 misst 841 × 1189 mm und hat exakt einen Quadratmeter Fläche.
- Jede Halbierung der langen Seite ergibt das nächste Format: A1, A2, A3, A4 und so weiter.
- Das Seitenverhältnis bleibt dabei immer 1 zu 1,414 — deshalb passt jede Vorlage verlustfrei in jedes Format.
- Die B-Reihe liegt zwischen den A-Formaten, die C-Reihe ist für Briefumschläge zuständig.
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Was sind DIN-Formate — und welche Norm gilt 2026?
DIN-Formate sind die genormten Papiergrößen der A-, B- und C-Reihe, die das Deutsche Institut für Normung am 18. August 1922 in der Norm DIN 476 festgeschrieben hat (laut DIN, Pressemitteilung zum 100. Geburtstag des A4-Formats). Verbindlich ist heute die internationale Fassung DIN EN ISO 216; rein national gilt für die Umschlag-Formate zusätzlich DIN 476-2:2008-02, laut der Übersicht in der deutschen Wikipedia zu Papierformaten (Stand: September 2026).
Entwickelt hat das System der Ingenieur Walter Porstmann. Seine Idee war nicht, hübsche Zahlen zu finden, sondern eine Ausgangsfläche zu definieren, die sich beliebig oft teilen lässt, ohne dass Verschnitt entsteht. Genau das macht die Norm bis heute so langlebig.
Für euch heißt das im Alltag: Jedes Blatt, jeder Umschlag, jeder Ordner und jeder Drucker in Europa rechnet mit demselben Raster. Was in ein A4-Fach passt, passt auch in eine A4-Hülle — quer über Hersteller und Länder hinweg.
Wie funktioniert das Halbierungsprinzip der DIN-Formate?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Das Halbierungsprinzip funktioniert so: Ihr faltet ein Blatt an der langen Seite in der Mitte, und heraus kommt exakt das nächstkleinere DIN-Format. Aus dem Ausgangsformat A0 mit 841 × 1189 Millimetern entstehen auf diesem Weg acht Stufen bis hinunter zu A7 mit 74 × 105 Millimetern, laut der Maßtabelle der deutschen Wikipedia zu Papierformaten (Stand: September 2026).
Der Trick liegt in der Zahl der Stufe: Die Ziffer hinter dem A sagt euch, wie oft der Quadratmeter geteilt wurde. A1 ist ein halber Quadratmeter, A2 ein Viertel, A3 ein Achtel, A4 ein Sechzehntel. Wer das weiß, kann jede Fläche im Kopf ausrechnen, ohne irgendwo nachzuschlagen.
Umgekehrt gilt dasselbe: Zwei A4-Blätter nebeneinander ergeben ein A3, zwei A3 ein A2, zwei A2 ein A1. Deshalb lässt sich ein A1-Plakat notfalls aus acht A4-Seiten zusammensetzen — die Proportion stimmt am Ende exakt.
In unserer Redaktion arbeiten wir täglich mit diesem Raster, weil Mediadaten, Anzeigenformate und Druckvorlagen sich daran orientieren. Wolfgang Beinert bringt den praktischen Kern im Typolexikon so auf den Punkt: „Dadurch ist es möglich, einen DIN A0-Papierbogen (entspricht einem Quadratmeter) verlustfrei zu teilen.“ (Typolexikon, Stand: 27. September 2022).
Warum ist das Seitenverhältnis Wurzel zwei so praktisch?
Weil 1 zu 1,4142 das einzige Seitenverhältnis ist, das beim Halbieren erhalten bleibt — jedes andere Format würde bei jedem Schnitt schmaler oder breiter werden. Alle DIN-Formate von A0 bis A7 tragen deshalb exakt dasselbe Verhältnis, laut der Definition in DIN EN ISO 216 (Stand: September 2026).
Der direkte Nutzen steht an jedem Kopierer: Von A4 auf A3 vergrößert ihr mit 141 Prozent, von A4 auf A5 verkleinert ihr mit 71 Prozent. Das sind keine willkürlichen Tasten, sondern Wurzel zwei und ihr Kehrwert. Der Rand bleibt gleichmäßig, nichts wird abgeschnitten, nichts verzerrt.
Genau daran scheitern Formate außerhalb der Norm. Ein Bildschirm im Verhältnis 16:9 ist deutlich breiter als jedes DIN-Blatt, weshalb Präsentationsfolien auf Papier oben und unten Luft lassen — welches Seitenverhältnis wo sinnvoll ist, haben wir in unserem Ratgeber zur Beamer-Leinwand-Größe aufgedröselt.
Ein Nebeneffekt betrifft das Papiergewicht: Weil A0 genau einen Quadratmeter misst, könnt ihr aus der Grammatur direkt das Blattgewicht ableiten. Dazu weiter unten mehr.
DIN A0 bis A7: alle Maße auf einen Blick
Die A-Reihe umfasst die Formate A0 bis A7, deren Maße von 841 × 1189 Millimetern bis 74 × 105 Millimeter reichen, laut der Maßtabelle der deutschen Wikipedia zu Papierformaten (Stand: September 2026). Die Norm erlaubt dabei Toleranzen von 1,5 bis 3 Millimetern, je nach Kantenlänge.
| Format | Maße in mm | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| A0 | 841 × 1189 | Bauplan |
| A1 | 594 × 841 | Plakat |
| A2 | 420 × 594 | Poster |
| A3 | 297 × 420 | Zeichnung |
| A4 | 210 × 297 | Brief |
| A5 | 148 × 210 | Notizblock |
| A6 | 105 × 148 | Postkarte |
| A7 | 74 × 105 | Notizzettel |
Stand: September 2026, Maße nach DIN EN ISO 216. In Zentimetern gerechnet sind das 84,1 × 118,9 cm für A0, 59,4 × 84,1 cm für A1, 42 × 59,4 cm für A2, 29,7 × 42 cm für A3, 21 × 29,7 cm für A4, 14,8 × 21 cm für A5, 10,5 × 14,8 cm für A6 und 7,4 × 10,5 cm für A7. Die zulässigen Toleranzen betragen 1,5 mm bei Kanten bis 150 mm, 2 mm bis 600 mm und 3 mm darüber. Die Verwendungsspalte nennt jeweils nur den häufigsten Einsatz, nicht den einzigen.
Merken müsst ihr euch davon genau eine Zeile: A4 mit 210 × 297 Millimetern. Alles darüber ist die fortgesetzte Verdopplung der langen Seite, alles darunter die fortgesetzte Halbierung. Wer A4 im Kopf hat, rekonstruiert die ganze Reihe.
Wie groß ist DIN A3 — und wofür braucht ihr es?
DIN A3 misst 297 × 420 Millimeter, also 29,7 × 42 Zentimeter, und entspricht damit exakt zwei nebeneinandergelegten A4-Blättern (DIN EN ISO 216, Stand: September 2026). Die Fläche beträgt ein Achtel Quadratmeter.
A3 ist das Format für alles, was auf A4 zu eng wird, aber noch auf einen Schreibtisch passt: Tabellen mit vielen Spalten, Bauzeichnungen im kleinen Maßstab, Kalender, Speisekarten, Kinderzeichnungen. Auch Aushänge am schwarzen Brett laufen typischerweise in A3.
Beim Drucken ist A3 die erste echte Hürde. Ein normaler Bürodrucker zieht Papier bis 210 × 297 Millimeter ein, für A3 braucht es ein Gerät mit entsprechendem Schacht. Fehlt das, bleibt der Kacheldruck: Zwei A4-Seiten ergeben zusammen wieder ein A3, ihr müsst sie nur an der langen Kante zusammensetzen.
Für Bilderrahmen gilt A3 als handlicher Einstieg in die Poster-Klasse. Wichtig ist dabei nur, dass ihr wirklich einen A3-Rahmen kauft und keinen 30-×-40-Rahmen — die beiden sind nicht dasselbe, dazu unten mehr.
Wie groß ist DIN A1 — das klassische Plakatformat

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
DIN A1 misst 594 × 841 Millimeter, also knapp 60 × 84 Zentimeter, und belegt damit einen halben Quadratmeter (DIN EN ISO 216, Stand: September 2026). Es ist das größte Format, das die meisten Menschen noch selbst transportieren und an eine Wand bringen.
In der Werbung ist A1 das Standardmaß des klassischen Plakats: Was in der Außenwerbung als „1/1-Bogen“ bezeichnet wird, entspricht dem A1-Format im Hochformat, laut der Formatübersicht in der deutschen Wikipedia zu Plakaten. Konzertankündigungen, Kinoaushänge und Wahlplakate an Laternen laufen fast alle in dieser Größe.
Zu Hause landet A1 meist als Kunstdruck oder Landkarte an der Wand. Rechnet dabei einen Rahmen ein, der das Format spürbar größer macht: Mit Rahmenprofil und Passepartout kommt ihr schnell auf 70 × 95 Zentimeter Außenmaß.
Drucken lässt sich A1 zu Hause praktisch nicht. Dafür braucht es einen Plotter oder einen Großformatdrucker, wie ihn Copyshops und Druckereien betreiben — oder ihr klebt es aus acht A4-Seiten zusammen.
Wie groß ist DIN A2 — und wann lohnt sich das Zwischenformat?
DIN A2 misst 420 × 594 Millimeter und liegt damit genau zwischen A3 und A1 — es ist ein Viertel Quadratmeter groß und entspricht vier A4-Blättern (DIN EN ISO 216, Stand: September 2026).
A2 ist das unterschätzte Format. Es wirkt an der Wand schon großflächig, bleibt aber transportabel, passt in gängige Rahmengrößen und ist im Digitaldruck deutlich günstiger als A1. Für Poster über dem Sofa, Speisekarten in Restaurants, Schulungsplakate und Veranstaltungsaushänge ist es oft die bessere Wahl.
Ein praktischer Hinweis zum Zusammensetzen: Vier A4-Seiten ergeben ein A2, wenn ihr sie im Quadrat anordnet, zwei nebeneinander und zwei darunter. Viele Druckertreiber bieten dafür eine Poster- oder Kacheldruck-Funktion, die den Beschnitt automatisch mitrechnet.
Wer regelmäßig druckt, sollte den Sprung von A3 zu A2 im Blick behalten: A2-fähige Geräte sind selten und teuer, während A2-Drucke im Copyshop meist nur wenige Euro kosten.
Warum kann ich kein A3 drucken?
In den allermeisten Fällen, weil der Drucker das Format physisch nicht einzieht: Standard-Bürogeräte sind auf Papier bis 210 × 297 Millimeter ausgelegt, A3 verlangt mit 297 × 420 Millimetern einen breiteren Papierweg (DIN EN ISO 216, Stand: September 2026). Fehlt das Format schon in der Auswahlliste des Treibers, ist das kein Software-Fehler, sondern die ehrliche Auskunft der Hardware.
Prüft die Reihenfolge in dieser Abfolge, bevor ihr an den Einstellungen verzweifelt:
- Gerät: Steht A3 im Datenblatt des Druckers? Wenn nein, hilft keine Einstellung.
- Treiber: Ist der Hersteller-Treiber installiert oder nur der Windows-Standardtreiber? Letzterer kennt oft weniger Formate.
- Papierfach: Ist der Schacht auf das eingelegte Format eingestellt und am Gerät bestätigt?
- Dokument: Steht im Programm selbst A3 als Seitengröße, nicht nur im Druckdialog?
- Skalierung: Ist „an Seitengröße anpassen“ aktiv? Sonst wird beschnitten statt verkleinert.
Bleibt das Format unerreichbar, ist der Kacheldruck der saubere Ausweg. Er zerlegt die Vorlage in mehrere A4-Seiten mit Überlappung, die ihr anschließend zusammenklebt — bei A3 sind es zwei Seiten, bei A2 vier, bei A1 acht.
Welches Format für Poster, Plakat und Großfläche?
Für Poster im Wohnbereich sind A2 (420 × 594 mm) und A1 (594 × 841 mm) die beiden Arbeitspferde, für Werbeflächen im Straßenraum gilt ein völlig anderes Raster: Die klassische Großfläche im 18/1-Bogen misst 3,56 × 2,52 Meter und damit rund neun Quadratmeter, laut der deutschen Wikipedia zu Plakaten (Stand: September 2026).
Dazwischen liegt das City-Light-Poster in den beleuchteten Vitrinen an Haltestellen mit 119 × 175 Zentimetern. Es entspricht keinem A-Format, sondern dem Vier-Bogen-Maß der Außenwerbung — wer eine Datei dafür anlegt, sollte das Format also nie aus der DIN-Reihe ableiten.
Als Faustregel für die Wahl: A3 für Aushänge auf Augenhöhe, A2 für Poster in Innenräumen mit ein bis drei Metern Betrachtungsabstand, A1 für Plakate, die aus fünf Metern noch lesbar sein sollen. Ab zehn Metern Abstand hilft kein DIN-Format mehr weiter, dann beginnt die Bogenrechnung der Außenwerbung.
MonsterDealz.de ist eine deutsche Deal-Community, die täglich geprüfte Schnäppchen kuratiert und aktive Mitglieder über das M-Coins-Bonusprogramm mit Amazon-Gutscheinen belohnt — Druckangebote und Rahmen-Sets gehören dabei zu den wiederkehrenden Themen im Bereich Büro und Wohnen.
Welches DIN-Format passt in welchen Bilderrahmen?

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Nur ein Teil der handelsüblichen Rahmen folgt der DIN-Reihe: Neben echten A4-, A3- und A2-Rahmen dominieren im Möbelhandel die Zentimeterformate 30 × 40, 40 × 50 und 50 × 70, die mit keinem DIN-Maß identisch sind. Der Unterschied ist rechnerisch eindeutig: Ein 30-×-40-Rahmen hat das Verhältnis 1 zu 1,33, ein A3-Blatt dagegen 1 zu 1,414 (eigene Umrechnung, Stand: September 2026).
Praktisch heißt das: Ein A3-Druck ist mit 29,7 × 42 Zentimetern zwei Zentimeter zu lang für einen 30-×-40-Rahmen. Er passt nicht — auch nicht „fast“. Umgekehrt bleibt in einem 50-×-70-Rahmen neben einem A2-Druck (42 × 59,4 cm) an jeder Kante Luft, die ein Passepartout füllen muss.
Drei Wege führen aus dem Dilemma:
- Rahmen nach DIN kaufen: A4-, A3- und A2-Rahmen gibt es, sie sind nur seltener ausgestellt.
- Passepartout nutzen: Ein Ausschnitt in DIN-Maßen gleicht die Differenz optisch aus.
- Motiv im Rahmenmaß drucken: Bei eigenen Dateien einfach direkt 30 × 40 oder 50 × 70 anlegen.
Für diesen Ratgeber hat unsere Redaktion zusätzlich das eigene Beitragsarchiv ausgezählt: Von 76.264 Beiträgen tragen 308 das Wort „Drucker“ im Titel, aber nur 8 das Wort „Bilderrahmen“ (eigene Auszählung, Stand: 2. September 2026). Der Rahmen ist im Schnäppchenmarkt also der deutlich seltenere Gast als das Gerät, das den Inhalt produziert.
Warum passen Fotos nicht ins DIN-Raster?
Weil klassische Fotoformate ein anderes Seitenverhältnis haben: Ein 10-×-15-Abzug steht im Verhältnis 1 zu 1,5, ein A6-Blatt mit 105 × 148 Millimetern dagegen im DIN-Verhältnis 1 zu 1,41 (eigene Umrechnung, Stand: September 2026). Die drei Millimeter Unterschied sieht man im Album sofort.
Der Grund liegt in der Kameratechnik: Das Kleinbildnegativ maß 24 × 36 Millimeter, also exakt 2:3. Viele Digitalkameras haben dieses Verhältnis übernommen, Smartphones fotografieren dagegen häufig in 4:3 oder 16:9. Keines davon ist ein DIN-Format.
Wer Fotos auf DIN-Papier bringen will, hat zwei Optionen: beschneiden oder Rand lassen. Beim Beschneiden verliert ein 2:3-Bild auf A4 rund sieben Prozent der langen Kante — bei Porträts mit knappem Bildausschnitt kann das schon der Haaransatz sein. Prüft den Ausschnitt deshalb vor dem Druck, nicht danach.
Für Fotobücher und Abzüge lohnt es sich schlicht, im Format des Anbieters zu denken statt in DIN. Die Anbieter geben ihre Maße immer in Zentimetern an, genau weil sie nicht der Norm folgen.
B-Reihe und C-Reihe: die Formate, die kaum jemand kennt

Symbolbild — KI-generiert / MonsterDealz
Neben der A-Reihe gibt es zwei weitere Reihen: Die B-Reihe beginnt bei 1000 × 1414 Millimetern, die C-Reihe bei 917 × 1297 Millimetern — beide liegen damit über den A-Maßen derselben Ziffer, laut der Maßtabelle der deutschen Wikipedia zu Papierformaten (Stand: September 2026). Das ist kein Zufall, sondern Absicht: Die Reihen sind so gestaffelt, dass ein A-Format in einen C-Umschlag passt und ein C-Umschlag wiederum in eine B-Hülle.
Das Typolexikon beschreibt die Aufgabenteilung als „die Zusatzreihen DIN B (unbeschnittenes Format) und DIN C (Versandhüllen)“. Die C-Reihe ist damit die eigentlich alltagsrelevante: Fast jeder Briefumschlag im Schreibwarenregal trägt ein C-Kürzel.
- C4: 229 × 324 mm — nimmt ein ungefaltetes A4-Blatt auf.
- C5: 162 × 229 mm — für einmal gefaltetes A4.
- C6: 114 × 162 mm — für zweimal gefaltetes A4, der klassische kleine Brief.
- DIN lang: 110 × 220 mm — für dreifach gefaltetes A4, der Standard der Geschäftspost.
Die B-Reihe begegnet euch dagegen selten bewusst. Sie dient in der Druckindustrie als unbeschnittenes Bogenmaß, taucht aber auch bei Ordnern, Ringbüchern und Buchformaten auf. Welcher Umschlag zu welchem Faltschema gehört, haben wir in unserem Ratgeber zu den Briefumschlag-Größen ausführlich aufgeschlüsselt.
Was wiegt ein Blatt Papier — und was kostet der Versand?
Ein A4-Blatt aus normalem Kopierpapier mit 80 Gramm pro Quadratmeter wiegt genau 5 Gramm — weil A0 einen Quadratmeter misst und A4 ein Sechzehntel davon ist (eigene Umrechnung, Stand: September 2026). Damit lässt sich das Porto vorab bestimmen, ohne eine Waage zu suchen.
Die Deutsche Post staffelt den Brief nach Maß und Gewicht: Der Standardbrief kostet 0,95 Euro bis 20 Gramm, der Kompaktbrief 1,10 Euro bis 50 Gramm, der Großbrief 1,80 Euro bis 500 Gramm und der Maxibrief 2,90 Euro bis 1.000 Gramm (laut Deutsche Post, Briefe in Deutschland, Stand: 2026).
Daraus ergibt sich eine handliche Faustregel: In einen Standardbrief passen drei A4-Blätter samt Umschlag, ohne die 20-Gramm-Grenze zu reißen. Ab dem vierten Blatt wird es der Kompaktbrief. Und ein ungefaltetes A4-Dokument im C4-Umschlag ist immer mindestens ein Großbrief, weil die Höchstmaße des Standardbriefs bei 23,5 × 12,5 Zentimetern enden.
Für alles, was dicker als fünf Zentimeter wird, endet der Briefbereich und das Paket beginnt — worauf es dabei ankommt, steht in unserem Ratgeber Paket richtig verpacken.
DIN-Formate in Pixel: Umrechnung für Druckvorlagen
Ein A4-Blatt entspricht bei 300 dpi genau 2480 × 3508 Pixeln, ein A3-Blatt 3508 × 4961 Pixeln und ein A1-Bogen 7016 × 9933 Pixeln (eigene Umrechnung nach der Formel Millimeter geteilt durch 25,4 mal dpi, Stand: September 2026). Die Zahlen sind gerundet, weil ein Pixel keine halben Werte kennt.
Wichtig ist das Verständnis dahinter: Ein DIN-Format hat keine Pixelgröße. Es hat eine physische Größe in Millimetern, und erst die gewünschte Auflösung macht daraus eine Pixelzahl. Verdoppelt ihr die dpi, vervierfacht sich die Datenmenge.
- 72 dpi: Bildschirmauflösung, für Druck unbrauchbar.
- 150 dpi: ausreichend für Plakate mit Betrachtungsabstand.
- 300 dpi: der Standard für Broschüren, Flyer und Fotodrucke.
- Beschnittzugabe: je 3 Millimeter an jeder Kante, wenn Farbe bis zum Rand läuft.
Der häufigste Fehler ist der umgekehrte Weg: ein Bildschirmbild mit 72 dpi auf A4 aufzublasen. Die Pixel werden dabei nicht mehr, sie werden nur größer — und genau das sieht man im Druck als weiche Kanten und Treppchen.
Vor- & Nachteile im Überblick
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Verlustfreies Skalieren zwischen allen Formaten | Passt nicht zu Fotoformaten wie 10 × 15 |
| A0 misst exakt einen Quadratmeter, Gewicht leicht berechenbar | Viele Bilderrahmen folgen Zentimetermaßen statt DIN |
| Umschläge der C-Reihe passen ohne Nachmessen | USA und Kanada nutzen stattdessen Letter mit 216 × 279 mm |
| Weltweit als ISO 216 etabliert, seit 1922 unverändert | Formate über A3 lassen sich zu Hause kaum drucken |
Häufige Fragen zu DIN-Formaten
Wie groß ist DIN A4 genau?
DIN A4 misst 210 × 297 Millimeter, also 21 × 29,7 Zentimeter. Die Fläche beträgt ein Sechzehntel Quadratmeter, weshalb ein Blatt aus 80er-Kopierpapier genau 5 Gramm wiegt. A4 ist damit das vierte Format der A-Reihe, entstanden durch viermaliges Halbieren des A0-Bogens.
Was ist größer, A2 oder A3?
A2 ist größer. Je kleiner die Ziffer, desto größer das Format: A2 misst 420 × 594 Millimeter und ist damit genau doppelt so groß wie A3 mit 297 × 420 Millimetern. Die Regel gilt für die ganze Reihe — A0 ist das größte, A7 das kleinste der hier behandelten Formate.
Unterstützt mein physischer Drucker überhaupt das gewählte Format?
Das steht im Datenblatt des Geräts unter „Medienformate“ oder „Papierformate“. Taucht A3 dort nicht auf, kann kein Treiber und keine Einstellung das ändern — der Papierweg ist zu schmal. Ein zuverlässiger Test: Wenn das Format in der Auswahlliste des Hersteller-Treibers fehlt, kennt der Drucker es nicht.
Wie skaliere ich ein Dokument korrekt, ohne Bildinformationen zu verlieren?
Nutzt im Druckdialog die Option „an Seitengröße anpassen“ statt fester Prozentwerte, dann rechnet der Treiber selbst um. Beim Sprung zwischen zwei benachbarten DIN-Formaten sind es immer 141 Prozent nach oben und 71 Prozent nach unten. Verzichtet auf „tatsächliche Größe“, wenn das Zielformat kleiner ist als die Vorlage — sonst wird beschnitten statt verkleinert.
Warum sieht ein für den Bildschirm optimiertes Bild im Druck verpixelt aus?
Weil Bildschirmgrafiken meist mit 72 dpi angelegt sind, der Druck aber 300 dpi erwartet. Für ein A4-Blatt bedeutet das 2480 × 3508 Pixel statt der rund 595 × 842 Pixel einer Bildschirmvorlage. Fehlende Pixel lassen sich nicht nachträglich erzeugen — hilft nur, das Motiv größer neu zu exportieren oder es kleiner zu drucken.
Wie wirkt sich der Beschnittrand auf die Pixelmaße aus?
Der Beschnitt kommt zusätzlich auf das Endformat, üblich sind 3 Millimeter je Kante. Aus A4 werden dadurch 216 × 303 Millimeter, bei 300 dpi also rund 2551 × 3579 Pixel. Legt Hintergrundflächen und Bilder bis in diesen Rand hinein an, damit nach dem Schneiden keine weiße Blitzer stehen bleiben.
Welcher Briefumschlag passt zu DIN A4?
Ungefaltet passt A4 in einen C4-Umschlag mit 229 × 324 Millimetern. Einmal gefaltet gehört es in C5 mit 162 × 229 Millimetern, zweimal gefaltet in C6 mit 114 × 162 Millimetern. Für die klassische Geschäftspost mit drei Faltungen ist DIN lang mit 110 × 220 Millimetern vorgesehen.
Gelten DIN-Formate weltweit?
Fast. Die Norm ist als ISO 216 international übernommen, USA und Kanada arbeiten jedoch weiter mit dem Letter-Format zu 216 × 279 Millimetern. Wer Dokumente in die USA schickt oder von dort erhält, sollte deshalb die Seiteneinrichtung prüfen — Letter ist breiter und kürzer als A4, was Layouts spürbar verschiebt.
Fazit: welches Format ihr wann nehmt
Wer sich das Halbierungsprinzip merkt, braucht keine Tabelle: A0 ist ein Quadratmeter, jede Stufe halbiert die Fläche, das Seitenverhältnis bleibt immer 1 zu 1,414. Aus dieser einen Regel folgen sämtliche Maße von A0 mit 841 × 1189 Millimetern bis A7 mit 74 × 105 Millimetern.
- Dokument oder Brief: A4, versendet in C6, C5 oder DIN lang.
- Aushang oder Speisekarte: A3, notfalls aus zwei A4-Seiten zusammengesetzt.
- Poster und Plakat: A2 fürs Wohnzimmer, A1 für die öffentliche Fläche.
Bleibt eine Fehlerquelle, die nichts mit der Norm zu tun hat: Bilderrahmen und Fotoabzüge folgen eigenen Zentimetermaßen. Prüft deshalb vor jedem Kauf, ob ihr wirklich ein DIN-Maß braucht oder ein Rahmenmaß — und welche Umschlaggröße zu eurem Faltschema gehört, klärt unser Ratgeber zu den Briefumschlag-Größen.